Oliver hatte fuer Felicity eine Decke und ein Glas Wasser geholt nun setzte er sich neben sie auf die Couch. Diggle saß ihnen gegenueber.
„Was ist passiert in Krankenhaus", fragte Oliver und richtete seine Frage bewusst an seinen Freund und nicht an Felicity.
„Oliver dieser Mensch ist krank. Ich habe viel erlebt in Afghanistan, aber so etwas Krankes", er schuettelte den Kopf, „er spielt unglaublich gute Kopfspielchen."
Felicity rueckte naeher an Oliver, er legte sanft den Arm um sie, „Du haettest sie nicht ins Krankenhau fahren duerfen Diggle."
Der Bodyguard wollte gerade etwas zu seiner Verteidigung sagen, aber Felicity fiel ihm ins Wort, „ Oliver du kannst Diggle keinen Vorwurf machen, haette er mich nicht hingefahren waere ich alleine gegangen ohne euch etwas zu sagen."
Der CEO zog scharf die Luft durch seine Zaehne, diese Vorstellen, Felicity alleine mit ihrem Stiefvater.
„Irgendwann muss ich damit abschließen. All die Jahre dachte ich, ich waere darueber hinweg, aber ich habe es nur verdraengt. Ich hab mich selbst staerker eingeschaetzt, es wird wohl noch etwas dauern", das IT Girl senkte den Kopf.
„Egal wie lange es dauert, wir sind fuer dich da und wir werden dafuer sorgen dass er dir nichts mehr tun kann", sagte Diggle
Sie hob den Kopf und schaute ihn mit glasigen Augen an, „Wie, Diggle? Du hast ihn gehoert, er wird auf mich warten, er hat euch doch schon fast aus dem Weg."
Oliver schaute den Bodyguard fragend an
„Edward Andrews denkt wenn du im Gefaengnis sitzt und ich nicht mehr fuer dich arbeite kommt er leichter an sie ran. Er hatte es von Anfang an auf Felicity abgesehen, er hatte sie schon beobachtet bevor er ihre Mutter kannte.", Diggles Stimme hatte sich veraendert, sie klang gefaehrlicher. Felicity war fuer ihn wie eine Schwester und genau wie Oliver hatte auch er das Beduerfnis sie zu beschuetzen.
Olivers Muskeln verspannten sich, in seinen Gedanken starb Andrews gerade zum 100-mal auf die unmenschlichste weise die Oliver in den Sinn kam.
Felicitys Magen begann zu rebellieren, sie sprang auf und lief zuegig Richtung Badezimmer.
Der Billionair wollte ihr folgen, aber Diggle hielt ihn zurueck, „Oliver wir muessen ihn dingfest machen, aber ich weiß nicht ob das reicht. Dieser Mann hat eine schwere psychische Stoerung. Er wird auf Felicity warten, egal wie lange er im Gefaengnis sitzt."
„Ich weiß", Oliver fuhr sich mit den Haenden durchs Gesicht, „aber ich brauch Beweise fuer meine Unschuld. Wenn der Bogenschuetze jetzt Edward Andrews umbringt, kann Oliver Queen seine Unschuld nicht beweisen".
Diggle nickte, „Der Bogenschuetze sollte wohl Edward mal einen Besuch abstatten und ihn zum Reden bringen."
„Das war auch mein Gedanke, aber ich bin nicht sicher ob ich mich beherrschen kann", Olivers Stimme klang gefaehrlich, er schuettelte den Kopf als wolle er den Gedanken schnell verdraengen, „hat er noch etwas gesagt?"
Diggle verzog das Gesicht, „Er hat ihre Mutter nur geheiratet um an sie ran zu kommen. Du bist ihm ein großer Dorn im Auge und", er hielt inne, „er meinte, wenn er Felicity nicht bekommen kann, dann halt spaeter ihre Kinder".
Olivers Herz setzte einen Moment aus, Felicitys Kinder. Sonst wurde ihm warm bei diesem Gedanken nun lief es ihm eiskalt den Ruecken runter. Ihre Kinder das bedeute fuer ihn, seine Kinder. Nie war ihm, dem groeßtem Playboy von Starling City, der Gedanke gekommen zu heiraten oder Kinder zu bekommen. Bis Felicity auf der Bildflaeche auftauchte. Zwar hatte er es immer wieder verdraengt, Frau und Kinder passten nicht in sein Leben, aber mit Felicity schien der Gedanke einfach perfekt zu sein.
Das blonde IT Girl kam blass zurueck ins Wohnzimmer, sie setzte sich auf die Couch und zog die Decke wieder eng um ihre Schultern.
Oliver legte seine Hand auf ihr Knie, „Bist du in Ordnung?"
„mmhhmmm, ja… ich musste mich nur uebergeben… der Gedanke das…. alles ok", sie zwang sich ein laecheln ab.
„Komm her", Oliver zog sie an sich ran, „Dig und ich werden dafuer sorgen das du sicher bist, wir haben uns schon etwas ueberlegt."
Felicity lehnte ihren Kopf an seine Schulter und schloss die Augen. In seinen Armen war sie sicher, das wusste sie vom ersten Moment als er ihr in ihr Buero rein geschneit kam und ihr den Laptop mit den Einschussloechern zeigte. Trotz seiner kleinen Luegen hatte sie ihm sofort vertraut.
Ihre Gedanken drifteten immer weiter ab, bis sie schließlich einschlief.
Oliver ruehrte sich keinen Millimeter, zu groß war seine Angst Felicity zu wecken.
Diggle amuesierte der Anblick, Oliver hatte dieses Glueck verdient. Im Umgang mit Felicity hatte der Bodyguard eine neue Seite seines Freundes entdeckt. Es gab neben dem Bogenschuetzen Oliver, der eiskalt war, den Billionair Oliver der sich ueber nichts den Kopf zerbrechen musste. Und dann war da der Familienmensch Oliver, der seine Familie und seine Felicity ueber alles liebte und sie von allem boesen fernhalten wollte.
Die Nacht brach herein ueber Starling City, der Bogenschuetze stand auf dem Dach eines Hochhauses und schaute auf den gegenüberliegenden Wohnblock.
Er befand sich schon laenger in der Stadt, als alle geahnt hatten.
Heute wuerde er Edward Andrews dran bekommen dessen war er sich sicher, er hoffte das er nicht die Beherrschung verlieren wuerde.
Felicitys Stiefvater setzte sich mit schmerz verzerrtem Gesicht auf die Couch. Oliver Queen wuerde dafuer bezahlen das er sich mit seinem Maedchen eingelassen hat und fuer die gebrochenen Rippen.
Das Licht in der Wohnung begann zu flackern und fiel anschließend komplett aus. Edward wollte sich erheben, wurde aber von einer Hand zurueck in den Sessel gedrueckt. Er erkannte nur die Umrisse eines Mannes mit einer Kapuze ueber dem Kopf.
„Edward Andrews, Sie haben jemanden verletzt der sich in meiner Obhut befindet, dafuer werden sie jetzt buesen", sagte der Bogenschuetze. Seine Hand schloss sich um die Kehle des Mannes.
„Ich weiß nicht wovon sie reden", gab Andrews aechzend zurueck.
„Felicity Smoak", Oliver war nahe dran vollkommen die Kontrolle zu verlieren.
Edward Andrews begann zu lachen, „Meine kleine Lissy hat interessante Freunde hier in dieser Stadt, ein Billionair, ein Bodyguard und einen Bogenschuetzen."
Olivers Griff wurde fester, „Was haben sie ihr angetan." Er musste es hoeren, er brauchte eine Aussage von ihm, damit er Beweise auf Band hatte.
„Nur zu, bring mich um und rette damit deine kleine Freundin. Aber mit meinem Tod bringst du einen Unschuldigen ins Gefaengnis", seine Stimme wurde duenner aber sie klang immer noch triumphierend.
Verdammt, dieser Typ war clever, eiskalt und berechnend. Sein Blut kochte und seine Muskeln zersprangen fast vor Spannung.
Oliver nahm einen Pfeil und stieß ihn Edward Andrews mit voller Wucht in den Oberschenkel, „Wenn ich sie auch nur in der Naehe von Felicity Smoak sehe bring ich sie um."
Edward Andrews schrie auf vor Schmerzen, der Bogenschuetze platzierte eine Wanze und verließ lautlos die Wohung.
