Vorischtig in den Raum schleich...noch jemand hier?
Okay, ich denke es ist an der Zeit für ein ganz großen Sorry an euch. Ich weiss, es hat so verdammt lange gedauert, aus den geplanten drei Wochen wurden 2 Monate. Und wann ich das nächste Mal zum schreiben komme, weiss ich auch nicht. Im Moment, habe ich einfach nicht die richtige Lust dazu und Haufenweise Probleme am Hals.
Normalerweise bedanke ich mich ja bei jedem einzeln für sein Review, aber das würde bedeuten, dass ihr noch länger auf das Kapitel warten müsstet.
Aber eines muss ich los werden, ich danke jedem einzelnen von euch für euer Feedback. Wenn ihr nicht währt, hätte ich wohl diese Story in den letzten Tagen wirklich einfach gelöscht. Doch das wäre euch gegenüber nicht fair.
Darum nochmal an alle: DANKE FÜR EURE LIEBEN UND AUFMUNTERNDEN REVIEWS.
Vertrauter Feind Prügelei„Du hast was! Bist du den vollkommen irre geworden?", schrie Blaise seinen besten Freund an, nach dem ihn dieser aus seinem wohl verdienten Schlaf gerissen hatte. Draco zog die Vorhänge vom Bett seines Hauskameraden und angeblich besten Freundes wieder zu und murmelte: „Mein Fehler, dir die Geschichte überhaupt zu erzählen."
„Ey jetzt warte doch mal nen Moment.", hörte er Blaise gedämpfte Stimme hinter den Samtvorhängen heraus. Mit einem harten Ruck wurden diese wieder geöffnet und ein nun hellwacher Blaise Zabini kam zum Vorschein. Er trug eine graue, schlabberige Schlafanzugshose und sein dunkles Haar stand ihm wirr vom Kopf ab. Er schwang die Beine aus dem Bett, blieb jedoch vorerst sitzen und starrte Draco an.
„Was ist?", wollte dieser wissen, er war gerade dabei seine Robe ordentlich über einen Stuhl zu hängen um dann nur in schwarzen Boxershorts ins Bett zu schlüpfen.
„Was ist? Das kann ich dir sagen. Erst weckst du mich, okay dass kann ich dir verzeihen. Dann knallst du mir an den Kopf, du hättest Hermine geküsst, worauf diese dir eine gescheuert hat, gut dass ist nicht gerade das was ich dir gesagt habe. Aber dass du mich dann einfach so stehen lässt, dass nehme ich dir übel.", zählte Blaise auf.
„Weil ich mich vor dir nicht rechtfertigen muss. Und deine Beleidigungen kannst du dir sparen." erwiderte Draco und drehte sich demonstrativ auf die andere Seite, um seinen Freund nicht ansehen zu müssen.
„Jetzt sei mal nicht gleich so eingeschnappt. Aber du hast gar nichts, aber auch wirklich nichts von dem befolgt was ich dir gesagt habe.", Blaise war nahe dran sich seine Haare zu raufen.
Draco setzte sich auf, zog die Knie an und sah seinen Freund nachdenklich an. „Weißt du, es ist nicht so, dass ich es nicht versucht hätte. Aber irgendwie war sie heute nicht gut drauf, hat mich beleidigt, von wegen ich verdanke alles nur meinem Vater und so nen Scheiß. Verstehst du das den nicht, sie hat mich so gereizt, da blieb mir nichts anderes übrig als sie zu küssen.", erklärte Draco.
„Dir blieb nichts anderes übrig? Du hättest gehen können. Das wäre jedenfalls ne Alternative gewesen.", meinte Blaise.
„Ja klar. Seit wann rennt ein Slytherin von einem Konflikt davon? Das bin ich noch nie und werde es auch nie. Oder würdest du es dir unterstellen lassen, alles was du hast und tun kannst, hast du nur deiner Familie zu verdanken?", fragte der Blonde seinen Freund.
„Das mit Sicherheit nicht, aber...ach Scheiße Draco, du bringst dich immer wieder in ne blöde Lage. Was willst du jetzt tun?", irgendwie hatte Blaise nun wirklich Mitleid mit ihm.
„Ich habe nicht die geringste Ahnung. Einerseits bin ich total wütend auf sie und andererseits auch wieder nicht. Es tut mir nicht leid, dass ich sie geküsst habe, aber mit dieser Reaktion ihrerseits hätte ich auch nicht gerechnet. Und weißt du was das schlimmste an der ganzen Sache ist? Du hattest Recht.", versuchte Draco seine Gefühle für die Gryffindor zu beschreiben.
„Ich habe in vielen Dingen Recht, also was genau meinst du?", fragte Blaise nach und konnte sich ein kleines grinsen nicht verkneifen.
„Eingebildeter Affe. Ich meinte damit, als du sagtest ich sei in sie verliebt.", Draco hasste es über seine Gefühle zu sprechen und noch mehr hasste er den triumphierenden Gesichtsausdruck auf Blaise seinem Gesicht.
„Woher wusste ich das nur!", rief Blaise laut auf.
„Geht's auch eine Tonlage leiser!", forderte Draco ihn auf.
Doch zu spät, hinter Goyles Vorhängen verstummte das Schnarchen und einen Augenblick später tauchte sein fettes Gesicht auf.
„Wasn los?", wollte er verschlafen wissen.
„Nichts, schlaf weiter.", antwortete Draco und warf Zabini einen vorwurfsvollen Blick zu.
„Aber ich kann nicht schlafen, wenn ihr so einen Lärm macht.", nörgelte Goyle.
„Hör auf rumzuquengeln und leg dich wieder hin, du Riesenbaby.", zischte Blaise ihm zu.
Doch noch bevor eine richtige Auseinandersetzung zwischen den beiden statt finden konnte, in der ohne Zweifel Goyle den kürzeren ziehen würde, schaltete sich Draco ein.
„Ist gut, lasst uns jetzt alle schlafen gehen. Ich bin müde.", mit diesen Worten war das Thema für ihn erledigt und er zog seine Vorhänge zu.
Doch er fühlte sich kein bisschen müde, dazu war er eindeutig zu aufgewühlt. Er stopfte sich sein Kissen unter den Kopf und sah nachdenklich zu dem grünen Baldachin hinauf.
Was sollte er machen? Sich bei Hermine entschuldigen? Aber für was, er hatte sie nicht beleidigt und der Kuss tat ihm keineswegs leid. War es nicht sie, die eher einen Grund hatte ihn um Verzeihung zu bitten? Mit einigen Dingen, die sich behauptet hatte, hatte sie sicherlich Recht. Aber es war nicht so, dass er allein durch seinen Namen das geworden ist, was er heute war. Sicherlich hatte es ihm so manches erleichtert, doch nicht alles. Und seit der dunkle Lord vernichtet worden wurde, konnte sein Vater zwar wieder alles leugnen und seine Hände in Unschuld waschen, aber Draco war sich sicher, dass es einige Leute gab, die keinen Cent mehr für den Namen Malfoy geben würden.
Draco war zu vertieft in seinen Gedanken um zu bemerken, dass sich sein Bettvorhang zur Seite schob. Erst als Blaise leise auflachte, schreckte er auf.
„Blaise, was willst du? Du nervst mich in letzter Zeit wirklich.", seufzte Draco auf.
„So wird einem also seine Hilfsbereitschaft gedankt. Ich wollte dir nur mitteilen, dass ich es für das beste halte, wenn du Granger erst einmal schmoren lassen würdest.", flüsterte der dunkelhaarige und setzte sich auf die Bettkante seines Freundes.
„Können wir darüber morgen reden? Ich habe heute echt nicht mehr den Nerv dazu, mehr von deinen guten Ratschlägen zu hören.", antwortete Draco.
„Wie du meinst, aber denkt darüber nach. Oder willst du ihr jetzt wie ein liebestolles Hündchen hinterher rennen?", fragte Blaise und machte Anstalten aufzustehen.
„Weißt du eigentlich, dass du dich in jedem zweiten Satz widersprichst? Was den nun, sie kennen lernen oder ignorieren? Entscheid dich doch mal, denn so bist du mir keine grosse Hilfe.", erwiderte Draco bockig und setzte sich auf. Er fuhr sich mit beiden Händen durchs Haar, was seine Verwirrtheit mehr als gut zur Geltung brachte.
„Kann ich was dafür, wenn du meine Ratschläge nicht befolgst? Habe ich etwa zu dir gesagt, überrumple sie und küsse Granger einfach nieder? Nein, ich sagte lerne sie kennen. Und nun sage ich, lauf ihr nicht hinter her sondern lass sie zu dir kommen. Da ist nirgendwo ein Widerspruch. Ich passe meine Ratschläge eben nur deinem Verhalten an. Gute Nacht.", meinte der dunkelhaarige und stand nun endgültig vom Bett seines Freundes auf und ging in sein eigenes.
Die beiden Jungs hatten lang geschlafen, es war Samstag Morgen und so hatten sie einen ganzen Tag, in dem sie tun und lassen konnten was sie wollten. So schliefen sie ersteinmal bis 10 Uhr vormittags, gingen der Reihe nach ins Bad um ihre Morgentoilette zu erledigen und kamen um halb zwölf pünktlich zum Mittagessen in die grosse Halle.
„Hättest du deine Brusthaarentfernung nicht auf heute Abend verschieben können? Nun kriegen wir kein Frühstück mehr.", maulte Blaise.
„Ich habe meine Brusthaare nicht entfernt, wie oft soll ich es dir noch sagen. Im Gegensatz zu dir, pflege ich halt meinen Körper intensiver als du und das dauert.", meckerte Draco zurück.
Beide hatten sie mittlerweile am Slytherintisch Platz genommen, so weit entfernt es ging von Pansy und ihren giggelnden Freundinnen.
„Hm, intensivere Pflege? Vielleicht liegt das daran, dass du sie nötig hast und ich nicht. Mann, nicht schon wieder Kartoffelbrei, der kommt mir langsam aus den Ohren raus.", nörgelte der dunkelhaarige Slytherin.
„Wovon träumst du nachts? Ich achte eben auf mich. Und warum zum Merlin bist du heute so schlecht gelaunt?", fragte Draco seinen Freund und lud diesem eine Extragrosse Portion Brei auf seinen Teller. Dieser quittierte es mit einem vernichtenden Blick.
„Zu deiner ersten Frage, willst du wirklich wissen wovon ich nachts träume? Ob das deine zartbesaiteten Nerven aushalten? Und zu Frage Nummer zwei, ich bin nicht schlecht gelaunt nur etwas unausgelastet.", erklärte er Draco.
„Unausgelastet? Wie darf ich das den bitte verstehen? Hattest du nicht erst ein wildes Techtelmechtel mit dieser aus Ravenclaw? Wie hieß die eigentlich?", wollte Draco wissen.
„Merlin du fragst mich Fragen in der Früh. Woher soll ich denn das wissen wie die geheissen hat? Ich führe nicht Notiz über meine Bettbekanntschaften.", schnauzte Blaise zurück und schob seinen Kartoffelbrei mißmutig von einer Seite des Tellers auf die andere.
„Dir ist echt nicht mehr zu helfen. Ich geh wieder zurück in den Gemeinschaftsraum. Melde dich, wenn du bessere Laune hast.", Draco stand auf und warf Blaise noch einen genervten Blick zu.
Wie konnte man nur so ein Unterleibsgesteuerter Morgenmuffel sein? Draco überlegte was er nun mit dem halben Tag noch anfangen solle. Er wollte erst einmal wirklich in den Slytheringemeinschaftsraum gehen um dort auf Blaise zu warten. Vielleicht konnte er ihn später zu einer Runde Quidditch überreden.
„Verdammt Malfoy, der untere war meiner!", schrie eine ihm bekannte Mädchenstimme auf.
Verwirrt hob er den Kopf, er hatte nicht gemerkt, dass er in Hermine hineingerannt war. Diese wollte eben mit Harry, Ron und Ginny zum Mittagessen gehen.
„Sorry, hab dich nicht gesehen. Alles okay?", fragte er mehr abwesend als alles andere. Warum musste er jetzt ausgerechnet ihr begegnen? Und warum musste sie immer so dumm im Weg rumstehen? War es da nicht klar, dass sie es förmlich auf Verletzungen anlegte?
„Hey Frettchen, pass auf wo du hinrennst. Ich habe dir schon einmal gesagt, wenn du Hermine nicht in Ruhe lässt, dann passiert was.", drohte Ron.
„Ach ja? Und was?", kam es gelangweilt von Draco. Er sah den Weasley dabei nicht einmal an, sein Blick ruhte auf der kleinen, dunkelhaarigen Gryffindor die seinem Blick nervös auswich.
„Ron, lass gut sein. Ist ja nichts passiert, oder Hermine?", mischte sich nun Ginny ein.
Diese sah ihre Freundin einen Augenblick dankbar an, bevor sie ihren Kopf schüttelte.
„Nein, alles okay. Lasst uns essen gehen.", meinte sie dann und schob sich an Draco vorbei.
„Wird auch besser so sein, dass du ihr nicht weh getan hast, Malfoy. Noch so ein Ding und ...", Ron kam nicht dazu seinen Satz zu Ende zu sprechen, denn Harry packte ihm am Arm und zog ihn hinter den Mädchen her.
„Was dann, Wiesel? Außer ner grossen Klappe, besitzt du doch eh nichts.", provozierte ihn Draco.
Das war eindeutig zu viel für Ron, er riss sich von Harry los und ging Draco an den Hals. Dieser hatte jedoch mit so einer Reaktion gerechnet und nutzte den Schwung, den Ron mit sich brachte und lies ihn, wie es schien, locker über die Schulter fallen. (Hoffe ihr versteht was ich meine, so ne Art Judogriff. Wenn ihr es euch nicht vorstellen könnt: Er schmiss ihn einfach zu Boden)
Ron kam krachend auf den harten Steinboden auf. Die gesamte Schülerschaft, die sich zum Mittagessen in der grossen Halle versammelt hatte, renkten sich die Köpfe aus um nichts zu verpassen. Einige ganz Neugierige standen sogar auf und kamen näher.
„Ron! Draco! Hört sofort auf," rief Hermine und zerrte den blonden Slytherin von ihrem besten Freund runter. Dieser war gerade dabei gewesen, das Gesicht des Gryffindors mit heftigen Faustschlägen zu bearbeiten.
„Schon okay, Granger. Ich werde deinen Freund in Ruhe lassen und nun lass mich los.", zischte Draco.
Wütend stampfte er aus der grossen Halle, gefolgt von über hundert Augenpaaren.
Harry streckte seinem Freund die Hand hin, die dieser ergriff und beide machten sich erst einmal auf den Weg zum Krankenflügel. Wo Malfoys Faust hinschlug, wuchs kein Gras mehr.
„Granger, ich an deiner Stelle würde mir nun genau dein weiteres Vorgehen überlegen.", raunte es plötzlich in Hermines Ohr. Diese stand immer noch zusammen mit Ginny an ein und der selben Stelle und starrten ihren Freunden hinterher.
Langsam drehte sich der Lockenkopf und blickte direkt in die funkelnden Augen des dunkelhaarigen Slytherin.
„Ich habe keine Ahnung was du meinst, Zabini.", antwortete sie und wollte Harry und Ron hinterher.
„Reiz Draco nicht immer und sei einmal einfach unkompliziert. Tu uns allen diesen Gefallen.", mit einem verführerischen zwinkern Richtung Ginny verließ auch er die grosse Halle.
„Was war das den gerade?", fragte die zierliche Rothaarige ihre Freundin. Doch diese schüttelte nur verwirrt den Kopf.
So, dass war es dann auch schon wieder. Hm, verdammt kurz geraten aber besser als gar nichts. Würde mich wirklich sehr über ein Review von euch freuen, dass ist ja der einzigste Grund, warum ich überhaupt noch weiter schreibe.
H. E. L.
Eure
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