Tadaaa, das neue Chapi ist da!!! ^^

Vielen lieben Dank für die zahlreichen Reviews, ich habe mich riesig über jedes Einzelne gefreut! *bussi*

Silk over Glas: Vielen lieben Dank für deine PM (ich glaube die kam schon zum letzten Chapi, aber besser spät als nie, oder?! ^^). Ich hoffe deine Story geht bald weiter und du liest immer noch fleißig meine. ^^ Vielleicht spielt die Technik ja diesmal mit für ein Review?! *hihi*

Alice oder Edward… das war die große Frage! ^^ Nun, ich will euch nicht mehr länger auf die Folter spannen, hier kommt die „Auflösung"…

Disclaimer: Nichts meins, alles Stephenie Meyers! *schnüff* ^^


Alice POV

Als ich mit dem Mercedes die Auffahrt hineinfuhr, war ich mir sicher, dass ich es vor Edward geschafft hatte. Aber wirklich wissen konnte ich es erst, als ich das Haus betrat.

Kaum war ich durch die Tür, sah ich schon Esme auf mich zukommen. Hinter ihr, im Türrahmen zum Wohnzimmer stand Carlisle. Die Anderen saßen bestimmt dort drinnen... wie auf Kohlen. Natürlich hatten alle das Auto schon von weitem gehört.

Esme lächelte mich glücklich an und umarmte mich mütterlich. Auch Carlisle schaute glücklich. Doch bei Beiden konnte ich unterschwellige Neugierde und auch etwas Angst in ihren Augen sehen.

Ich wusste, dass Edward jeden Moment zur Tür rein kommen musste und bedeutete ihnen deswegen mit mir ins Wohnzimmer zu gehen. Wir verstanden uns auch ohne Worte.

Wie vermutet saßen Emmett, Rosalie und Jasper im Wohnzimmer und sahen uns erwartungsvoll entgegen.

Rosalie würde sich wahrscheinlich eher den Arm abhacken als zuzugeben, dass auch sie sich Sorgen um Bella machte, aber ihr Blick verriet sie. Die letzten Monate hatten auch ihren Tribut gefordert. Auch wenn sie nicht wirklich verstand, was genau Edward nun an Bella fand und wohl auch "ein kleines bisschen eifersüchtig" auf Bella und ihre Wirkung auf Edward war, so hatte seine derzeitige Lage ihr doch klar vor Augen geführt, dass Bella schon zu sehr ein Teil der Familie geworden war um es zu ignorieren. Und ich glaube, insgeheim hatte sie sich trotz allem für Edward gefreut. Vielleicht nicht von Anfang an... aber mit der Zeit. Und seinen Schmerz zu sehen, hatte den letzten Rest Widerstand in ihr brechen lassen.

Als Jasper mir die Augen schaute, wusste ich sofort, dass er wusste, dass etwas nicht stimmte. Meine Gefühle hatten mich ihm gegenüber verraten. Ohne groß auf die anderen zu achten stand er auf, durchquerte in Rekordgeschwindigkeit das Zimmer und nahm mich in den Arm.

Das hatte ich gebraucht!

Erst jetzt merkte ich wie angespannt ich doch die ganze Zeit gewesen sein musste. In seinen Armen konnte ich wenigstens einen Teil dieser Anspannung abschütteln und etwas relaxen.

Keiner sagte ein Wort, aber Jaspers Geste hatte seine Wirkung nicht verfehlt. Es war so offensichtlich... jetzt war es schon beinahe offiziell, dass irgendetwas ganz und gar nicht in Ordnung war.

Wie schlimm es wirklich war, würden sie in ein paar Minuten erfahren.

Wenn ich nur daran dachte, die ganze Geschichte zu erzählen, wurde mir wieder schlecht. Jasper merkte es sofort und dirigierte mich neben sich aufs Sofa, sein Arm immer noch um mich geschlungen. Auch Esme und Carlisle hatten sich in der Zwischenzeit hingesetzt. Zu dem erwartungsvollen Blick vom Anfang hatte sich Trauer hinzugemischt... Trauer und Nervosität.

"Edward wird gleich hier sein... es ist besser ich erzähle dann alles, dann muss ich es nicht zwei Mal..." Die anderen nickten nur. Die Anspannung war fast greifbar und ich wurde furchtbar nervös.

Keine 10 Sekunden später hörten wir seine Schritte. 5 Sekunden später war er durch die Tür. Er hatte erwartet, dass ich seine Rückkehr sehen würde und kam ins Wohnzimmer...

Es war wirklich eine Minutenentscheidung gewesen...

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Edwards POV

Als ich in die Einfahrt unseres Hauses einbog, ging gerade die Sonne im Osten auf. Ein schmales rotes Band. Heute würde wohl ein schöner Tag werden.

Die ganze Nacht war ich unterwegs gewesen. Jetzt stand ich vor dem großen Haus, das aussah als würde es mich freudig empfangen... als wäre ich überhaupt nicht weg gewesen.

Schon bevor ich die Haustür öffnete, war ich mir sicher, dass meine gesamte Familie im Wohnzimmer auf meine Rückkehr wartete. Alice hatte sie sicher informiert. Ich konnte ihre Gedanken hören, wenn auch nur unterschwellig. Anscheinend waren sie mal wieder sehr bemüht darum an Nichts zu denken.

Ich seufzte. So konnte und durfte es nicht weitergehen! Ich musste mir etwas einfallen lassen!

Schuldbewusst, wie immer, gelangte ich lautlos ins Wohnzimmer. Nun, lautlos für einen Menschen, meine Familie hatte mich auf jeden Fall schon vor der Tür gehört.

Dort saßen sie alle.

Wie so oft.

Esme kam auf mich zu, schenkte mir ein glückliches Lächeln, welches ich einfach nur erwidern konnte, und umarmte mich mütterlich. Sie war so entwaffnend! Sofort fühlte ich mich um einiges besser. Es war trotz allem schön wieder zu Hause zu sein.

"Na Kumpel, dieses mal haste dich aber echt beeilt." Der Spruch konnte nur von Emmett kommen.

Ich zuckte nur entschuldigend mit den Schultern. Was sollte ich auch erwidern?

"Warum setzt du dich nicht zu uns, Schatz?" Das war typisch Esme. Aber irgendetwas an ihrer Aussage ließ mich stutzen. Alle waren offensichtlich froh mich heil wieder zu sehen... aber da war noch etwas anderes. So etwas unterschwelliges... am Rande des Bewussten.

Meine Beine hatten sich schon in Bewegung gesetzt. Ich hatte immer öfter das Gefühl, mein Körper würde vor meinem Verstand reagieren. Ich sollte das mal näher beobachten! Keine 2 Sekunden später saß ich schon neben Esme und schaute in die Runde.

Ich wollte schon zu einer erneuten Entschuldigung ansetzen, dass ich mal wieder abgehauen war... als ich es sah...

Alice...

Alice schien irgendwie furchtbar nervös.

Das war mir vorher noch gar nicht aufgefallen. Naja, wahrscheinlich hatte ich nicht wirklich darauf geachtet. Mir entgingen in letzter Zeit, um genau zu sein seit diesem schicksalhaften Tag im September, immer mal wieder Dinge. Ich achtete einfach nicht darauf.

Um so deutlicher fiel es mir jetzt auf. Ihre Hände hatten sich in ihrem Rock verkrampft. Jasper streichelte ihren Arm, versuchte offensichtlich sie zu beruhigen. Aber auch da war mehr....

Eine Anspannung... kaum greifbar und doch so offensichtlich. Nicht nur Alice und Jasper schienen nervös, nein die gesamte Familie schien auf irgendetwas zu warten. Anscheinend hatte ich irgendetwas wichtiges verpasst.

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Alice POV

Es war schnell zu sehen, dass Edward unsere Anspannung bemerkt hatte.

Er schaute etwas irritiert in die Runde und sein Blick blieb an mir hängen. Meine Nervosität war einfach zu offensichtlich und sie wurde immer schlimmer... trotz Jasper Beruhigungsversuchen. Ich spürte die Blicke meiner ganzen Familie auf mir ruhen... irgendwie erwartungsvoll und auch etwas ungeduldig. War ja auch nicht anders zu erwarten gewesen, immerhin hatte ich versprochen alles zu erzählen, wenn Edward da sein würde.

Nun, er war jetzt da.

Doch der Rest der Familie hatte ihm etwas voraus. Sie wussten, wo ich gewesen war. Lange könnten wir das vor ihm eh nicht mehr verbergen. Er ahnte schon, dass wir irgendetwas vor im zu verbergen versuchten... ich sah es in seinem Blick.

Ich räusperte mich. Es war unnötig, aber in diesem Moment hatte ich das unbeschreibliche Gefühl, es dennoch zu brauchen.

Wie sollte ich bloß anfangen?

"Edward... wir haben uns Sorgen gemacht... ich habe mir Sorgen gemacht..." Ich wusste nicht genau wie ich meine Situation beschreiben sollte, dass er es auch wirklich verstand. Schon vor der ganzen Aktion war mir bewusst, dass er ganz sicher furchtbar sauer auf mich sein würde... aber er war mein Bruder, ich liebte ihn... es war vielleicht irrational, aber trotz allem wollte ich nicht, dass er wütend mit mir war.

Nun, dafür war es jetzt eindeutig zu spät! Ich hatte mich zu diesem Schritt entschieden... vollkommen bewusst... jetzt müsste ich mit den Konsequenzen leben, egal wie sie aussehen würden! Das hatte ich mir doch vorher schon geschworen. Trotzdem konnte ich nicht umhin etwas Angst zu haben... Angst um unsere Art der Beziehung.

Es sah so aus, als wenn Edward etwas erwidern wollte. Ich wusste schon, dass er meine Aussage bestimmt nur auf sich selbst bezog und sich... wieder einmal... bei uns entschuldigen wollte. Ich kam ihm zuvor.

"Sorgen um dich... aber nicht nur um dich..." Ich betonte das Wort extra und schaute ihm dabei vielsagend in die Augen.

Zuerst schien er etwas verwirrt, aber dann zeigte sich Erkenntnis in seinem Blick. Er schaute einmal in die Runde, sah anscheinend das was er zu sehen erwartet hatte und sein Blick heftete sich wieder auf mich.

"Ich hab es nicht mehr ertragen..." setzte ich noch schnell hinten dran, bevor die Wut, die nun offen in seinen Augen stand, durchbrechen konnte.

Er knurrte.

In nicht einmal einer Sekunde stand er auf seinen Beinen und schaute mich mit unverhohlenem Zorn im Blick an. Seine Hände hatte er zu Fäusten geballt, als wollte er sich davon abhalten mich sofort zu zerfleischen. Jasper war ebenfalls aufgesprungen, ebenso wie Emmett und Carlisle. Wohl um ihn im Ernstfall davon abzuhalten mir wirklich etwas anzutun.

Esme stand hinter ihm und fasste ihn vorsichtig am Arm. Sie versuchte die Situation zu entschärfen.

"Schatz, wir haben uns alle Sorgen gemacht und das weißt du. Wir haben uns deiner Entscheidung gebeugt, aber bitte mach Alice keinen Vorwurf. Für ihre Verhältnisse hat sie sich erstaunlich lange ruhig verhalten... meinst du nicht auch?"

Noch immer funkelten mich seine Augen zornig an, aber Esmes Worte hatten gewirkt. Er entspannte sich und kurze Zeit später schaute er mich schon entschuldigend an. Ich muss zugeben, ich war erleichtert. Auch Jasper, Emmett und Carlisle entspannten sich und alle setzten sich nacheinander wieder. Jasper nahm mich sofort wieder in den Arm, er spürte meine Angst nur zu deutlich.

"Es tut mir Leid Alice... ich weiß, dass ich viel von dir verlangt habe... zu viel. Es tut mir wirklich Leid!" Der Ernst schwang in seiner Stimme mit. Ich nickte zum Zeichen, dass ich seine Reaktion verstand und die Entschuldigung annahm. Er konnte es in meinen Gedanken hören.

Edward seufzte, stütze seine Ellenbogen auf den Oberschenkeln ab und legte das Gesicht in seine Hände. Er bereitete sich offensichtlich darauf vor zu hören, was auch immer ich gesehen hatte. Dabei war es noch so viel mehr!

"Was hast du gesehen, Alice?" Fragte er mich resigniert. Anscheinend stellte er sich auf das Schlimmste ein... aber ich bezweifelte, dass seine Vorstellung vom Schlimmsten auch nur annähernd in die Richtung ging, wie es wirklich um Bella stand.

Ich konnte ihn nicht ewig hinhalten. Er hatte ein recht darauf es zu erfahren... ALLES zu erfahren!

"Nun, um ehrlich zu sein..." ich seufzte "Nichts." Edward schaute mich entgeistert an.

"Wie jetzt... nichts? Was bedeutet das, Alice?" Ich konnte die Angst in seiner Stimme hören, so sehr er auch versuchte sie zu unterdrücken. Jasper schien mit allen Mitteln eine Panik zu vermeiden. Er schaute sehr angestrengt und hatte aufgehört meinen Arm zu streicheln.

"Wie ich es sagte... ich habe nichts gesehen." Ich redete um den heißen Brei herum und ich verfluchte mich dafür.

"Ich habe es tagelang versucht, seit du weg warst." Bei dem Wort "tagelang" zuckte Edward zusammen. Er schaute mich an und in seinem Blick lag eine solche Angst, dass ich nur schwer dem Drang widerstehen konnte, zu ihm rüberzugehen und in den Arm zu nehmen.

Das erledigte in diesem Moment auch gerade Esme. Sie streichelte ihm beruhigend über den Rücken und bedeutete mir weiter zu erzählen.

Bald würde die Stelle kommen, ab der auch der Rest der Familie nicht mehr wusste, was ich wusste. Mir graute vor diesem Moment.

Ich versuchte meine Gedanken zu ordnen, doch da kam Carlisle mir zuvor.

"Alice hat es nicht mehr ausgehalten und du weißt wie sie ist..." er lächelte mich an "Ich habe ihr den Mercedes gegeben und sie ist nach Forks gefahren. Sie ist erst kurz vor dir wieder zurückgekommen. Auch wir wissen nicht, was sie gesehen hat. Sie wollte auf dich warten."

Edward schaute mich entgeistert an.

"Ich brauchte Gewissheit." Edward musste anscheinend erst einmal den Gedanken verdauen, dass ich tatsächlich nach Forks gefahren war... dass ich sehr wahrscheinlich Bella gesehen hatte...

Ich versuchte mir nichts anmerken zu lassen und meine Gedanken bloß nicht auf das Gespräch mit Charlie oder den Besuch bei Bella abdriften zu lassen. Ich musste es unbedingt der Reihe nach erzählen... und zwar für alle. Edward würde die passenden Bilder zu meiner Erzählung sehen können, das würde schon schlimm genug werden. Ich wollte auf jeden Fall vermeiden, dass er sich aus Bruchstücken seine eigene Geschichte zusammenbastelte. So schlimm sie auch war, Edward würde sie bestimmt noch um ein hundertfaches schlimmer aussehen lassen.

Nachdem der erste Teil offensichtlich "gut" von Statten gegangen war, sah mich meine gesamte Familie nun mit unverholender Neugier, Nervosität, Erwartung und natürlich auch Angst an. Es war, als könnte ich ihre Gedanken hören. Was genau hatte ich nun erfahren und gesehen?!

Ich holte noch einmal tief Luft und fing dann an die Geschichte nach und nach zu erzählen, während mein Blick die ganze Zeit auf Edward ruhte.


So, mal abwarten wie Edward nun auf Alice' Bericht reagieren wird… ^^

Eigentlich wollte ich das Chapi gar nicht so lang machen, aber irgendwie wollte ich euch nicht zuuu lange hinhalten (und das sage ich! *muhaha*) und es passt eigentlich alles ganz gut zusammen… ^^

Also dann bis zum nächsten Mal. Leider hab ich „etwas" Stress inner Uni, aber ich hoffe, ich kann wenigstens einigermaßen regelmäßig updaten. Vielleicht können mich ein paar Reviews dazu bringen ein paar zusätzliche Nachtschichten einzulegen?! *hihi*