„Und mit
dieser Meldung endet die heutige Sendung. Wir haben 8.01
Uhr."
Gelangweilt schaltete Yuki Eiri den Fernseher aus. Die
Nachrichten waren langweilig, wie fast immer. Nicht nennens wertes.
Er würde seinen Geliebten nur darüber informieren, dass dessen
neues Album bestens lief. Immerhin Platz eins.
Wo er schon
mal bei seiner Familie war, wo zur Hölle steckte seine Tochter? Die
müsste doch eigentlich schon längst auf dem Weg zur Schule sein!
„Morgen!", fröhlich lachend umarmt Akashi Fumiko ihren Vater
und schnappt sich das Croissant welches dieser sich gerade in den
Mund stecken wollte. „Wieso bist du noch hier?"
„Takumi-kun
wollte mich abholen!" „Yoshino Takumi? Bist du mit dem zusammen?"
„N-natürlich n.." Es schellt. „Das ist er bestimmt!!"
Sie öffnet die Tür. Vor dieser stehen ein braun- und ein
schwarshaariger Junge. „Takumi-kun, Hayato-kun, na endlich. Guten
Morgen!"
Yuki konnte sich wirklich nicht vorstellen, was er
bei der Erziehung seiner Tochter falsch gemacht hatte. Die
Grundschulzeit war sie ,nach der Mobbing-Aktion einer Lehrerin, von
Privatlehrern unterrichtet worden und ging nun auf die Tokyo High.
Dies war ja alles nicht seltsam, aber ihre Freunde waren es. Mädchen
brachte sie nie mit nach hause und die Jungen waren ihm zu meist
unheimlich. Erst letzte Woche war ein Typ dagewesen, der sich nur
schwarz getragen , kein Wort gesprochen und auf komischste
Weise die Küchenmesser beäugt hatte.
Er war sich langsam
sicher, dass Fumiko schon jede erdenkliche Art von Typen
angeschleppte hatte, außer ganz normalen Leuten. Er war zwar in den
Augen anderer Menschen auch nicht normal, immerhin war er mit
einem Mann zusammen, aber er wollte nicht, dass seine Tochter auch so
komisch beäugt oder gar ausgeschlossen wurde.
Was war nur mit
den Typen, die jetzt in der Tür standen, los.
Normal?
Im
nächsten Augenblick wusste er es.
Bie Beiden waren zusammen.
Fumiko hatte dem Jungen namens Hayato ein anderes T-shirt
überziehen wollen, seines bestand bestenfalls noch aus Fetzen und
veranstaltete jetzt mit Takumi ein Tauziehen um Hayato.
Takumi
wollte seinen Freund einfach nicht in die Obhut eines Mädchens
geben. Egal welches.
Nachdem Fumiko Takumi-kun leicht K.O
geschlagen und Hayato-kun ein neues T-shirt übergezogen hatte,
verließ sie, die Beiden hinter sich her schleifend, die Wohnung.
„Sind sie weg?", Shindo Shuichi betrat das
Wohnzimmer und umarmte seinen Geliebten.
„Wenn sie irgendwann
einmal einen vorzeige Jungen mitbringt, dann werd ich ihn zwingen,
sie zu heiraten!" „Wieso? Ich finde die Leute, mit denen Fumiko
sich abgibt, interessant."
„Ich möchte nicht, dass sie von
anderen ausgeschlossen wird! Sie hat kaum Kontakt zu Mädchen!"
„Kann man nicht sagen...!" „Was weißt du, was ich nicht
weiß Shuichi?" „Das sie sich mit allen versteht?... Der Junge,
der letztens da war, der sich schwarz gekleidet hat, er sagte, dass
sie den Ausgeschlossenen hilft und das finde ich sehr nett von ihr!
Die Anderen aus der Klasse scheinen genauso zu denken, also mach dir
nicht so viele Gedanken" „Scheinst recht zu haben Shu...",
der rest des Satzes ging in einem leidenschaftlichen Kuss unter.
Das letzte, was Yuki Eiri dachte, war, dass sein
neues Buch noch etwas warten musste.
Jetzt war erst einmal
Shuichi dran.
