Am späten Vormittag waren Rosslyn und Billie dann wieder zu Hause. Ruth war völlig aufgelöst und entschuldigte sich immer wieder, "Sie haben doch keine Schuld, mir wäre sie wahrscheinlich auch ausgebüxt", sagte Rose und umarmte Ruth kurz. " Ihr Ex-Mann Richard hat angerufen, er kommt heute Mittag aus Atlanta, Sie sollen ihn abholen", sagte Ruth. "Was soll ich? Der soll sich ein Taxi nehmen, wie andere auch", Rosslyn war immer noch sauer auf ihren Ex, nahm sich aber vor, so neutral wie möglich zu bleiben. Richard würde keine Gelegenheit verstreichen lassen, ihr eins auszuwischen. Sein Ego hatte nicht verkraftet, daß Rosslyn sich scheiden lies und er kompensierte das mit sehr jungen Begleiterinnen.
"Ich hatte dem Mädchen gesagt, daß ich abgeholt werden wollte", Richard zeigte sich nach seiner Ankunft wie erwartet von seiner schlechten Seite. "Muss ich irgendwie überhört haben", sagte Rosslyn ihrem harmlosesten Tonfall, "da bin ich mir sicher", knurrte er, "wo ist Billie?" "In ihrem Zimmer, sie ruht sich etwas aus", "wie konntest Du sie nur mit diesem Kerl losziehen lassen?", "Ich habe sie nicht losziehen lassen, sie hat sich heimlich aus dem Haus geschlichen", "als Du mal wieder nicht dagewesen bist! Was war es dieses Mal? Entführung, Serienkiller oder hast Du Dich flachlegen lassen?" Rosslyn schnaubte, "wie kannst Du es wagen, wer vögelt sich denn seit unserer Scheidung durch die örtlichen Cheerleader? Meine Gründe waren Dir doch früher schon egal, Richard, also tu nicht so, als würden sie Dich jetzt interessieren." "Du hast recht, es interessiert mich nicht. Meine Tochter interessiert mich aber schon."
"Seit wann?" Rosslyn wurde ebenfalls laut, "seit Billie ein kleines Mädchen war, lässt Du sie spüren, daß nichts, was sie tut, Dich zufrieden stellt. Warum, glaubst Du, ist sie Baseball spielen gegangen, oder mit Dir auf die Jagd? Sie wollte der Junge sein, den Du haben wolltest. Hast Du aber gar nicht mitbekommen, kein Wunder, alles dreht sich immer nur um Dich!" "Mum, lass doch", sagte Billie, die die Streiterei und Schreierei bis nach oben in ihr Zimmer gehört hatte. "Mum kann nichts dafür, Vater", sie wählte die förmliche Anrede mit Bedacht. Hotchs liebevolle Fürsorge für sie hatten Billie dazu gebracht, ihren Vater endgültig in einem anderen Licht zu sehen. Richard Baines wäre nie in den Sinn gekommen, sich so um seine Tochter zu kümmern, wie Hotch das tat. Und dabei war Hotch noch nicht einmal ihr leiblicher Vater. Ihre Mutter hatte recht, mit dem, was sie gerade sagte. Billie hatte immer versucht, die Aufmerksamkeit ihres Vaters auf sich zu ziehen, und erntete dafür nur Gleichgültigkeit. Selbst als sie mit ihrer Mutter nach Washington zog, hielt ihr Vater sie nicht auf. "Warum hast Du mich nach D.C. gehen lassen? Du hast nicht einmal zu mir gesagt, ich soll bei Dir bleiben. Warum nicht? Sags mir!" Richard wusste darauf keine Antwort. "Dachte ich mir", kam es bitter von Billie. Sie stellte sich neben ihre Mutter. "Du gehst jetzt besser, Vater", sagte Isabelle Christine Baines und machte ihre Mutter sehr stolz. "Du hast gehört, was Billie gesagt hat", ergänzte Rose. Wortlos verlies Richard das Haus. Das würden die Beiden bereuen, dachte Richard auf der Straße. Niemand schmiss Richard Baines aus dem Haus, diese Mutter-Tochter Idylle kotzte ihn einfach an. Billie umarmte ihre Mutter, "Ich liebe Dich Mum, wir brauchen ihn nicht", sagte Billie entschieden.
Als Hotch am Abend kam, war Billie schon wieder fast die Alte. "Ich soll Dir was von Jack geben", sagte Hotch und überreichte ihr einen pinkfarbenen Stoffelefanten. " Das ist doch Trudy, die gibt Jack doch niemandem", staunte sie. " Jack dachte, Du brauchst sie vielleicht zum Einschlafen", schmunzelte Hotch. Billie wurde ganz verlegen. "Ich bin oben in meinem Zimmer, Mum, und komm da heute auch nicht mehr raus", fügte sie unschuldig hinzu. Sie wusste genau, wonach Hotch und ihrer Mutter der Sinn stand und wollte den beiden nicht im Weg sein. "Was soll ich sagen, Mädchen aus dem Süden", grinste Rosslyn und zog Hotch ansich. "Ich hoffe, Du bist auch ein bisschen meinetwegen gekommen?" "Ein kleines bisschen", sagte Aaron und strich sachte über ihren Rücken. Seine Hände machten eine kleine Pause auf Rosslyns Po. "Wo waren wir heute früh stehengeblieben?" fragte Hotch leise, "genau hier", sagte Rosslyn und küsste Hotch zärtlich, "lass uns ins Schlafzimmer gehen, Aaron", flüsterte sie und nahm seine Hand.
Rosslyns Schlafzimmer war ein gemütlicher Ort mit einem riesigen, flauschigen Teppich, weissen Holzmöbeln und einem breiten Metallbett. Hotchs Focus lag zugegebenermaßen auf dem Bett, auf dem sich beide jetzt befanden. Aaron lag auf dem Rücken und Rosslyn saß rittlings auf seiner Hüfte. Sie zog sich das Shirt über den Kopf, knöpfte Hotchs Hemd auf und entlockte ihm ein rauhes "Rose", er fuhr über ihre Pobacken und wollte dann ihren BH öffnen, aber Rosslyn schüttelte den Kopf. "Nicht bewegen", sagte sie, "im Moment gehörst Du ganz mir", ihre Lippen und ihre Haare berührten seine Brust und streiften über seine Brustwarzen. Aaron hielt die Luft an, als Rosslyn sachte an ihnen knabberte. Hotch spürte ihren warmen Atem auf seinem Bauch, ihre Lippen näherten sich Stück für Stück seinem Unterleib. Sie löste seinen Gürtel und befreite ihn von allen störenden Kleidungsstücken, Aaron stöhnte laut und krallte seine Hände ins Bettlaken als ihm bewusst wurde, welchen Liebesdienst Rose ihm erweisen würde.
Rose wusste ganz genau, was sie tat. Ihre Lippen umschlossen Aaron´s Härte und ihre Zunge fuhr sachte über seine Spitze. Sie wollte nicht, daß sich Hotch zurückhielt und kurz darauf konnte er das auch nicht mehr. "oh Gott, Rosslyn", keuchte er, "was machst Du blos?" "Nicht gut?" kicherte sie und brachte Hotch damit ebenfalls zum Lachen. "Mädchen aus dem Süden, oder?" Rosslyn nickte, "ich muss ganz kurz ins Bad", sie putzte sich schnell die Zähne und zog sich aus. Als Rosslyn wieder ins Schlafzimmer kam, war Aaron eingenickt. Sie schlüpfte zu ihm unter die Decke. Wie friedlich und entspannt er aussah, sie berührte zärtlich seine Wange. "Ich liebe Dich, Aaron Hotchner", sagte sie, "ich liebe Dich auch, Rosslyn Baines", kam ein etwas verschlafenes Echo von Hotch. Er legte seine Arme um sie und hielt sie ganz fest. "Ich werde Dich nicht mehr gehen lassen, Rosie", sagte er ernsthaft und küsste sie ausgiebig. Seine Hände begaben sich auf Wanderschaft und Rose zitterte, als er erst ihre Brüste streichelte und dann langsam über ihren Bauch und ihren Rippenbogen strich. "Du bist wunderschön", sagte er leise, seine Hand berührte ihre Hüfte und er schob ihre Oberschenkel ein bisschen auseinander. Hotch war zart, er wollte, daß sie auch zu ihrem Recht kam, vorhin hatte sie nur ihm Befriedigung geschenkt. Sie öffnete ihre Beine noch ein bisschen weiter ihn und spürte ihn an ihrer empfindlichsten Stelle. Er streichelte und massierte sie sanft, erforschte ihre Enge mit seinen Fingern. Hotch registrierte zufrieden, wie Rose zuckte und keuchte, sie stiess einen kleinen, protestierenden Laut aus, als er seine Hand wegnahm. Er drang tief in sie ein, sie war mehr als nur bereit für ihn. Rosslyns Aufschrei war laut, sie konnte sich nicht mehr beherrschen als sie der Orgasmus überrollte wie ein Tsunami. Aaron bewegte sich in ihr und Rose schrie und stöhnte jedesmal, wenn sie ihn spürte. Mit einem tiefen Seufzer ergoss sich Hotch in sie und Rose wurde noch ein zweites Mal überrollt. Er wollte sich aus ihr zurückziehen, aber Rosslyn war dazu nicht bereit, "noch nicht" sie schlang ihre Arme fest um ihn. "Ich bin schwer, ich will Dich nicht erdrücken", sagte Hotch besorgt, aber Rose war das egal. Sie genoss einfach die Intimität der Situation und schlief ein. Aaron drehte sich zur Seite und ein paar Minuten später war auch er eingeschlafen.
Aaron war vor Rose aufgewacht und beobachtete sie beim Schlafen. Ihr Atem ging gleichmässig, manchmal schnarchte sie ein kleines bisschen. Hotch lächelte und strich über ihre Haare. "Gehst Du weg?" fragte sie im Halbschlaf, "ich muss noch nach Hause, mich umziehen, bevor ich ins Büro fahre. Gehst Du heute mit Billie in die Schule?" Rosslyn streckte sich, "ich weiss nicht, vielleicht lasse ich sie ein paar Tage daheim", "ich denke nicht, daß das nötig ist, sie ist ganz schön erwachsen geworden", sagte Hotch, "ich muss das nicht gut finden, oder? Sie ist doch meine Kleine", "die schon fast so groß ist wie ihre Mum" entgegnete Hotch und drückte Rose noch einmal, bevor er aufstand und ins angrenzende Bad ging. Sie sah ihm nach, er hatte gesagt, daß er sie liebt, würde das auch noch so sein, wenn er von dem Kind wüsste? Rose atmete tief durch, es war viel zu früh, wie hatte sie so unvorsichtig sein können? Aber sie hatte Aaron so sehr gewollt, da war keine Platz für irgendwelche Überlegungen gewesen. Sie stand ebenfalls auf. "Ich denke, als Dein Boss kann ich verantworten, daß Du ein bisschen später ins Büro kommst", sagte Rosslyn, als sie zu Hotch unter die Dusche stieg.
Tatsächlich kam Hotch eine geschlagene Stunde später ins Büro als sonst. Wie konnte man zwei so unterschiedliche Frauen lieben, dachte er. Mit Haley Liebe zu machen war immer eine ruhige, fast besonnene Angelegenheit gewesen, nicht, daß Hotch das jemals gestört hatte, aber Rosslyn nahm sich einfach, was sie wollte und erwartete das auch von ihm. Das "Pling" des Aufzuges riss ihn aus seinen Gedanken. Rossi war der erste, der ihm über den Weg lief, "Hey, wie gehts der Kleinen?" "Gestern Abend gings ihr schon wieder ganz gut", "und der Chief?" wollte Dave noch wissen, "es gefällt ihr nicht, daß Billie erwachsen wird", antwortete Hotch, Rossi nickte, "kann ich verstehen, würde mir auch schwerfallen." "Weis sonst noch jemand aus dem Team bescheid?" fragte Hotch, Dave schüttelte den Kopf, "nur Garcia und ich."
Rosslyn ging mit Billie in die Junior High um die Schulleitung über die Vorkommnisse zu informieren. Der Direktor, ein etwas älteres Semester, konnte nicht glauben, wozu einer seiner Schüler fähig sein sollte. Entsetzt hörte er zu, was Billie zu erzählen hatte. Rosslyn, die den gesamten Bericht auch zum ersten Mal hörte, wurde dabei wirklich übel. Ihre Tochter hatte verdammtes Glück gehabt, Rose war froh, daß Hotch sich um sie gekümmert hatte. Der Direktor entschied, Billie für eine Woche vom Unterricht zu befreien und liess keinen Widerspruch gelten. Also nahm Rosslyn ihre Tochter mit ins Büro. "Das ist Deines?" Billie war überrascht, "Du bist echt wichtig, oder?" Rose musste lachen, "es geht so, soll ich Dich herumführen?" Billie nickte begeistert, "klar, gehen wir!"
"Wer ist das beim Chief?" fragte Reid, "ist das ihre Tochter?" "Sieht ihr ziemlich ähnlich", sagte Emily, "findest Du nicht, Morgan?" Derek kam gerade von einem Gespräch mit Hotch. Er hatte ihn gebeten, mit Billie ein paar Einheiten in Selbstverteidigung zu absolvieren und ihn dabei erzählt, was am Wochenende passiert war. Morgan hatte das wütend gemacht und er sagte sofort zu. Er hasste diese Kerle, die kein Nein akzeptieren konnten. Rosslyn und Billie kamen auf die Gruppe um Reid zu und die drei registrierten sofort Billies blaues Auge und ihre dicke Lippe. "Und das sind Agent Prentiss, Dr. Reid und Agent Morgan" sagte Rosslyn gerade. "Hotch hat schon mit mir gesprochen, Chief, wenn Ihre Tochter möchte, können wir gleich loslegen." "Ich hab aber keine Sportklamotten mit", wandte Billie ein, "Du könntest was von mir haben", bot Emily an, Billies Wochenende schien alles andere als lustig gewesen zu sein. "Gut", sagte Morgan,"dann gehen wir schon mal vor in die Sporthalle. Reid, Du kommst auch mit, vielleicht lernst Du noch was", Billie kicherte, den Doc würde selbst sie umnieten, Reid guckte irritiert, machte sich das Töchterchen lustig über ihn? Konnte nicht sein, Billie sah doch aus wie ein Engel, er verlor sich gerade ein bisschen in ihren großen grauen Augen. "S-sicher nicht", stotterte Spencer und flüchtete zu Garcia.
Im nächsten Kapitel machen wir die Bekanntschaft von Florence Evans, Roses jüngerer Schwester, die einiges abverlangen wird. Gibt´s noch ein paar Kommis? Ich stell auch ein bisschen Glühwein hin
