Vielen Dank an Allandra und Dragonix712!!!!!!
Legende:
»Gerede«
/Gedanken/
::Parsel::
((AdA: Meine Kommentare))
°°Gedankenübertragung°°
$Tiersprache$
Verschlafen
::ANGELUS!:: Ruckartig war der Todesengel in einer geraden Position - so weit es im Bett ging. Verschlafen sah er sich um. Nagini und Talia sahen ihn treuherzig an. Grummelnd legte er sich wieder hin und drückte sich an Toms Brust, welcher neben ihm schlief.
»Steh auf, Angel! Ihr müsst auf den Astronomieturm, schon vergessen? Ihr habt jetzt Unterricht«, schrie die Fee und zerrte an seinen langen Haaren.
»Jaja, nur noch fünf Minuten«, nuschelte er verschlafen. Ein kleiner Fuß traf seine Wange, worauf er ein Auge öffnete.
»Tommy hat Recht, das kitzelt«, informierte er die Kleine. Sie plusterte ihre Backen auf und drehte ihm den Rücken zu.
»Schnauze, Blondie! Na schön, wie ihr wollt! Dann geht halt nicht, es wird bestimmt gut auf eurem Zeugnis aussehen. Nicht, dass ihr es nötig hättet. Tom ist ja ein Streber und du bist, soviel ich von Gini erfahren habe, auch nicht schlecht. Es ist ja auch total egal, dass ihr dann was von Dumbledore zu hören bekommen werdet, richtig?«, fragte Talia herausfordernd.
»Genau, Talia. Du hast es auf den Punkt gebracht«, stimmte er zu und döste wieder ein. Die Schlange und die Fee schnaubten, während sie sich eine andere Art überlegten, wie sie die beiden wecken sollten.
::Fein, wenn ihr euch nicht bewegt, werde ich McGonagall holen!::, meinte Nagini. Entsetzt richtete sich Angelus in Sekunden auf, kletterte über Tom aus dem Bett, welcher durch einen Ellbogen im Bauch aufwachte, anschließend stolperte er zu seinem Schrank und riss seine Hogwartsuniform heraus. Er zog seinen Schlafanzug aus und als er schon mit einem Bein in der Stoffhose war, sah er stirnrunzelnd auf.
::Moment... Nagini, was redest du da für einen Mist?! McGonagall kann dich doch gar nicht verstehen, geschweige denn, dass sie so lange dableiben würde, bis du den Mund aufmachst!::, zischte er ärgerlich, stieg jedoch trotzdem in seine Hose.
::Das weiß ich, Angel::, informierte Nagini ihn im Singsang.
::Egal, ich bin jetzt wach genug für den Unterricht::, seufzte der Blonde, knöpfte sich die Hose zu und zog das weiße Hemd an.
::Ich nicht. Gute Nacht::, murmelte Tom und drehte sich zur Wand. Schnell war sein Geliebter bei ihm und riss ihm die Decke vom Leib.
::Komm schon, steh auf. Ansonsten hole ICH McGonagall::, drohte Angel und siehe da, es half.
Eine halbe Stunde später durchschritten die Jungs das Wohnzimmer, als sie plötzlich eine ratterndes Geräusch hörten. Leise schlichen sie in die Küche, nur um Minerva und Sharron zu erblicken, die sich in der Mikrowelle etwas zu essen machten. Angelus schielte auf seine Uhr und stellte überraschend fest, dass sie noch eine dreiviertel Stunde Zeit hatten.
/Blöde Schlange, blöde Fee/, dachte er grummelnd und setzte sich an den Tisch. Der Halbvampir folgte ihm. Durch das Rücken der Stühle wurden die beiden Mädchen, die zuvor mit dem Rücken zu ihnen standen, auf sie aufmerksam.
»Was macht ihr euch?«, fragte Tom.
»Geht dich nichts an, Riddle«, keifte Minerva und wandte sich wieder an die Mikrowelle, um sie anzumachen.
»Ah, du bist also eine Muggelgeborene«, stellte Angelus fest. Es hatt ihn schon immer mal interessiert, was seine Professorin war, doch Hermine hatte es für unfreundlich befunden, so etwas aus den Büchern zu fischen. Ruckartig drehten sich die Mädels zu ihm.
»Hast du ein Problem damit, Blondie?«, giftete Sharron und baute sich vor ihm an.
»Warum nennt mich heute eigentlich jeder Blondie? Und nein, ich hab kein Problem damit. Hat mich nur interessiert, Schätzchen«, erwiederte er locker und stiefelte zu der Schulsprecherin, während Sharron ihm fassungslos hinterher starrte und Tom sich amüsiert zurück lehnte. Minerva sah ihn misstrauisch an, was er aber ignorierte. Er guckte über ihre Schultern in das Gerät und fand zwei Burger. Er marschierte zum Kühlschrank und fand unter anderem zwei weitere Burger.
»Willst du auch einen, Tom?«, fragte er und hielt sie hoch. Der Halbvampir nickte und Angel legte das gefrorene Essen auf den Küchentisch, neben die Mikrowelle. Während Sharron sich setzte, stellte er sich neben das andere Mädchen. Nachdenklich sah er zu ihr, was Minerva immer nervöser machte.
»Starr mich nicht so an!«, fauchte sie schließlich.
»Ich starre nicht, ich denke nach«, erwiederte er unbeeindruckt. Minerva schnaubte noch nervöser.
»Dann starr mich nicht an, während du nachdenkst. Falls du das überhaupt kannst«, fügte sie noch schnell hinzu. Angels Mundwinkel zuckten belustigt.
»Natürlich kann ich denken. Soll ich dir ein Beispiel geben? Nun, ich denke, dass du nicht in einer Liebesbeziehnung steckst. Ich denke, dass du schon weißt, was du für einen Beruf haben willst. Ich denke, dass du viel mehr Zeit in der Bibliothek verbringst, als jeder andere Gryffindor. Ich denke, dass du deine Freunde immer dazu bewegst, Hausaufgaben zu machen. Ich denke, dass du jedes Buch verschlingst, das sich in deine Finger verirrt. Habe ich genug gedacht, oder soll ich weiter machen?«, fragte er keck grinsend. Ein Rotschimmer lag auf Minervas Wangen.
»Woher weißt du das alles?«, wollte sie kleinlaut wissen.
»Meine beste Freundin ist genauso. Eure charakterlichen Ähnlichkeiten sind verblüffend. Auch wenn sie andere nicht so angiftet«, setzte er noch nachdenklich hinzu.
»Und wie heißt diese Freundin?«, fragte Sharron neugierig.
»Hermine.«
»Und sie und Minerva sind sich wirklich so ähnlich?«, fragte Sharron weiter. Angelus nickte und wandte sich anschließend an Minerva.
»Hat es einen Grund, dass du so feindlich gegenüber Slytherins bist?«, fragte er, während die Mirkowelle einen klingelnden Ton von sich gab und die Gryffindor die Burger auf zwei Teller lud.
»Angel, das ist hier natürlich. Gryffindors und Slytherins waren schon immer verfeindet«, zuckte Tom mit den Schultern. Nachdenklich sah der Todesengel zu den Mädchen.
»Irgendwie schade«, murmelte er mehr zu sich selbst, als zu irgendjemand anderen und drehte sich um, damit er die nicht fertigen Burger in das Gerät stecken konnte.
»Es liegt vermutlich auch daran, dass Alastor sagt, dass die Slytherins - allen voran Riddle - schwarze Magie benutzen«, warf Minerva ein und machte sich über ihr Essen her. Überrascht weiteten sich Angels Augen.
/Alastor? Alastor Moody?/, fragte er sich.
»Moody?«, hackte Tom nach. Angelus drehte seinen Kopf etwas nach hinten und konnte noch das Nicken der Schulsprecherin sehen.
»Ja. Die Gryffindors stimmen ihm da überein. Der Hass für euch liegt jetzt schon seit Alastor hier ist, und er ist ja im sechsten Jahr, hauptsächlich auf dieser Aussage«, erklärte Sharron.
»Woher will er das wissen?«, fragte der Blonde und drehte sich wieder ganz um, da er die Mikrowelle bereits angeschaltet hatte.
»Er sagt, er habe Riddle bei dem Benutzen davon gesehen«, meinte Minerva schulterzuckend. Skeptisch hob der Halbvampir eine Augenbraue.
»Ist euch schon mal in den Sinn gekommen, dass ich, als Moody in die erste Klasse kam, in der zweiten war? Also habe ich eurer Meinung nach als Zwölfjähriger schwarze Magie benutzt?«, wollte er augenrollend wissen.
»Jetzt wo du es sagst, kommt es mir etwas komisch vor«, gestand Minerva. »Ich habe nie genauer darüber nachgedacht. Aber das über die schwarze Magie haben ja sowieso schon die meisten gedacht, auch bevor Alastor hier her kam. Ihr wisst schon, das über Salazar Slytherin, die Reinblüter und so weiter.« Die beiden Jungs schnaubten synchron auf.
»Warum erzählen wir euch das eigentlich?«, fragte Minerva plötzlich nachdenklich.
»Ihr könnt unserem Charme nicht widerstehen«, erklärte Angelus grinsend und drehte sich zu der Mikrowelle, die nun fertig mit dem Erwärmen war. Er schnappte sich zwei Teller und stellte einen von diesen vor Tom, den anderen stellte er neben den Platz von seinem Geliebten und ließ sich auf dem Stuhl nieder.
»Pah, von wegen Charme«, murrte Minerva,
»Du solltest mal lockerer werden, Kleine«, riet der Blonde ihr ernst, worauf sie ihn finster ansah.
»Ich bin locker, Nexima!«, fauchte sie genervt.
»Natürlich, deshalb fauchst du hier auch wie eine Katze herum«, war die trockene Antwort.
»Ich bin lockerer, als du es glauben kannst!«
»Beweis es.«
»Hä?« Äußerst intelligent sah Minerva den Todesengel an, der sich ein Grinsen verkneifen musste.
»Nenn mich die ganze Woche Angelus. Natürlich kannst du auch Angel zu mir sagen«, fügte er hinzu.
»Nein, das ist gegen mein Stolz!«, versicherte sie ihm.
»Fein, wie du willst, Miss Ich-hab-einen-Besen-verschluckt. Dann bleibst du eben so zugeknöpft«, zuckte Angelus gelassen mit den Schultern. Tom schluckte sein hysterisches Kichern mit einem großen Biss herunter. Empört schnappte Minerva nach Luft.
»Ich bin nicht zugeknöpft!«, knurrte sie.
»Miss Patil, bitte sag ihr, dass sie zugeknöpft ist. Und zwar so richtig«, wandte sich der Todesengel nun an Sharron, die ihn erstaunt ansah.
»Ich soll was? Nein, ich halt mich da raus«, winkte sie unsicher ab.
»Soll das heißen, dass du ihm RECHT gibst, Shay?« Minerva blickte sie wütend an.
»N-Nein... Also, i-ich meine... E-Er hat d-doch nicht... E-Er... A-Also...«, stammelte das Mädchen hilflos und wurde immer kleiner bei Minervas mörderischem Blick.
»Sie gibt mir Recht«, kicherte Angelus, nahm Toms nun leeren Teller und trug diesen mit seinem eigenen zur Spüle.
»Nein!«, protestierte Sharron hastig.
»Doch, das tust du«, seufzte Minerva und sah anschließend in das grinsende Gesicht des blonden Slytherins. »Fein, ich werde dich Angelus nennen. Danach lässt du mich in Ruhe!«
»Geht klar«, stimmte er zu. Tom ging nun aus der Küche, hinter ihm einen immer noch grinsenden Angelus. Sie stiegen durch den Eingang und stiefelten anschließend zum Astronomieturm. Während dem Laufen, holte Angelus Toms Vorsprung auf, worauf eben dieser ihn mit einem nachdenklichen Blick ansah. Fragend zog der Todesengel eine Augenbraue in die Höhe.
»Seit wann flirtest du so viel?«, fragte Tom leicht eifersüchtig.
»Tu ich doch gar nicht. Das war doch nur Spaß. Abgesehen davon bin ich stockschwul. Ich hatte nur mit Cho und Ginny etwas, aber das war ja nichts ernstes.«
»Du hattest noch nie mit einem Mädchen Sex?«, fragte Tom skeptisch. Das konnte er nicht wirklich glauben.
»Naja, doch schon«, druckste der Blonde herum. »Aber das war, bevor ich bemerkt habe, dass ich auf Männer stehe!«
»Ich würde es dennoch begrüßen, wenn du weniger flirtest«, grummelte der Halbvampir.
»Großes Pfadfinderehrenwort!«
»Du bist doch gar kein Pfadfinder!«, schnaubte Tom. Sein Freund zuckte mit den Schultern.
»Na und? Ich verspreche es trotzdem«, lächelte er sanft. Der Riddle nickte nur.
Fünfzehn Minuten später standen sie auf dem Astronomieturm. Der Professor - Faylor, sein Name - war auch schon da. Es fehlten nur noch ein paar Schüler, die nur wenige Minuten nach Minerva und Sharron ankamen. Orion, Cygnus, Marius und Anthony stellten sich sofort zu Tom und Angelus.
»Na? Wie ist es mit McGonagall und Patil?«, fragte Orion neugierig.
»Wer will das schon wissen, lieber Cousin? Solange sie Tom nichts tun«, meinte Cygnus und sah verträumt zu dem Halbvampir, der genervt die Augen verdrehte.
»Es ist halb so schlimm, Orion. Wenn man Minervas Wutanfälle mal außen vorlässt. Ach und Cygnus, ich schätze, Tom kann auf sich selbst aufpassen!«, fauchte Angel zum Schluss den Black an, der ihn giftig anschaute.
»Wer hat dich denn was gefragt, Nexima?! Ich mache mir doch nur Sorgen!«
»Danke, das brauchst du nicht. Wenn ich in der Klemme sitze, ist ja immer noch Angelus da«, sagte Tom locker und ignorierte den schmachtenden Blick. Doch nach diesen Worten sah Cygnus fast schon entsetzt aus.
»Ihr versteht euch gut, oder?«, fragte Orion nun frech grinsend. Zwei missbilligte Blicke trafen ihn, ebenso ein mörderischer. ((AdA: Ihr könnt euch wohl denken von wem, oder? Nein? Na Cygnus...))
»Ja, kleiner Orilein. Wie stehts mit Lydia?«, fragte der Zeitreisende fast schon spöttisch. Der Black wurde tomatenrot und sah verlegen auf den Boden.
»Hab sie nicht angesprochen, als ich sie heute Nachmittag gesehen hab«, nuschelte er kaum hörbar. »Und ich bin nicht klein! Ich bin fast zehn Zentimeter größer als du!«, empörte er sich anschließend. Angelus seufzte bloß. Ob es wegen Orions Schüchternheit oder wegen der Empörung war, konnte er selbst nicht sagen. Er schätzte beides.
»Schüler! Wir werden jetzt beginnen«, rief Professir Faylor streng. Er war ein älterer Herr mit einem strengen Gesichtsausdruck und es schien so, als würde er nie lachen. »Heute werdet ihr das Sternbild Zwillinge aufzeichnen. Stellt eure Teleskope auf den Boden, aber davor teile ich euch in Zweiergruppen auf. Ihr müsst, nachdem jeder das Sternbild abgezeichnet hat, euch gegenseitig korrigieren. Das schweift zusammen. Danach werde ich sie mir noch einmal vornehmen. Ihr müsst das Sternbild selbst suchen, aber ein gewisser Stern muss auf jeden Fall dabei sein: der Pollux. Nachdem ihr euch gegenseitig geholfen habt, werdet ihr alles über den Pollux aufschreiben, was ihr wisst.« Der Lehrer entrollte ein Pergament und hielt es im Licht der Fackeln, die hier eingebaut wurden.
»Mr. Black geht zu Mr. Nexima. Mr.-«
»Welcher?«, fragten Orion und Cygnus gleichzeitig. Genervt sah der Professor auf und schickte den beiden strenge Blicke.
»Mr. Cygnus Black.« Angel und der gennante Black stöhnten genervt auf.
»Mr. Orion Black wird mit Miss Patil arbeiten.«
»Das 'Orion' hätte er sich auch sparen können«, hörte der Todesengel das Gemurmel Orions neben sich und sah so amüsiert zu ihm, wie es in seiner Situation möglich war - und das war nicht sehr viel.
»Mr. Carrow und Miss Malfoy. Miss Cliff geht zu Mr. Dolohow.« Und so ging es einige Minuten still weiter, bis Professor Faylor bei 'M' ankam.
»Miss McGonagall geht zu... ähm... ah, da haben wir's doch! Miss McGonagall und Mr. Riddle.« Zwei niedergeschlagene Seufzer waren zu hören. Noch zwei weitere Namen wurden aufgerufen, bis der Professor sie arbeiten ließ. Angelus konnte von Glück reden, dass er dieses Sternbild schon in seinem sechsten Schuljahr durchgenommen hatte. Deshalb war er mit dem Finden und Abzeichnen auch schnell fertig. Er sah zu Cygnus, der gerade mal die Hälfte gezeichnet hatte. Schulterzuckend schrieb er schon einmal auf, was er über den Pollux wusste. Nachdem er eine Seite voll gekritzelt hatte, sah er noch einmal zu dem Black. Dieser suchte anscheinend nach Pollux, obwohl er doch recht gut zu sehen war. Gähnend sah sich der Todesengel um. Tom schien ebenfalls fertig zu sein, ebenso Minerva. Orion und Sharron schrieben vermutlich alles auf, was sie über Pollux wussten. Müde sah der Blonde wieder zu seinem Gruppenpartner. Ärgerlich musste er feststellen, dass er immer noch nach dem hellsten Stern des Sternbild suchte.
»Ist doch ärgerlich, dass man etwas nicht findet, was man doch so sehr sucht, meinst du nicht?«, fragte Angelus plötzlich, legte sich auf den Rücken und sah zu dem nachtschwarzen Himmel, der von Sternen übersäht war. Doch Cygnus ignorierte ihn. »Da konzentriert man sich vollkommen auf seine Aufgabe und findet einfach nicht das, was man sucht. Wirklich ägerlich. Meistens ist man dann noch mit einem Schwachkopf zusammen, der einfach nicht seine Klappe halten will. Durch sein vieles Gerede wird man ganz nervös und beeilt sich extra, damit er seine Schnauze hält, gibst du mir nicht Recht? Es ist wirklich eine Plage, dass der Lehrer einen so nicht mag. Und dieser Schwachkopf, von dem ich dir schon erzählt habe, hat wirklich nichts besseres zu tun, als dich vom Suchen abzuhalten. Dann hat man es fast und der plappert wieder drauf los. Ich finde-«
»HALT DIE KLAPPE! ICH HABS FAST GEHABT!!!«, brüllte Cygnus und unterbrach Angel somit. ((AdA: Wenn jemand erkennt, von welchem Buch ich die Idee für diesen kurzen Abschnitt her habe, dann kommt das nächste Kapitel in drei Tagen. Werd mich dann extra beeilen. Also, es würde dann am Montag erscheinen. Viel Glück!)) Plötzlich erschien ein Schatten über ihnen, sodass sie hoch sahen. Professor Faylor stand mit einem finsteren Blick über ihnen und machte einen gruseligen Eindruck, da das Licht der Fackeln auf seinen Rücken fiel.
»Mr. Black, haben Sie noch alle Besen im Schrank? Was fällt Ihnen ein, hier so herum zu schreien?«, fragte er angestrengt ruhig.
»A-Aber... N-Nexima, er hat d-doch... Also, i-ich meine...«, stammelte Angesprochener nervös. Angelus unterdrückte ein Grinsen.
»Professor, es war meine Schuld. Ich habe gefragt, ob er fertig ist, da er immer noch Pollux sucht. Entschuldigung, Sir«, lächelte der Blonde unschuldig.
»So? Sie sind immer noch nicht fertig? Und nur wegen einer kleinen Frage, schreit man nicht das gesamte Schloss zusammen! Mr. Black, Sie werden jetzt meinen Unterricht verlassen und den Rest in Ihrem Schlafsaal oder eher in Ihrer Wohnung schreiben. Als Hausaufgabe werden Sie über jeden Stern des Sternbild Zwillinge mindestens eine halbe Pergamentrolle schreiben! Ist das klar?«, fragte der Lehrer leise und gefährlich. Hastig nickte Cygnus, warf seine Sachen in seine Tasche und stürmte nach einem mörderischen Blick auf Angelus zur Tür.
»Und was soll ich jetzt machen?«, fragte Angel.
»Sie werden zu... ähm... ah ja, genau, Sie werden zu Miss McGonagall und Mr. Riddle gehen.« Zufrieden rappelte sich Angelus hoch und packte seine Sachen, ehe er zu dem Slytherin und der Gryffindor stiefelten. Beide sahen ihn skeptisch an.
»Was denn?«, wollte er wissen, nachdem er sich zwischen sie gequetscht hatte, was nicht sehr schwierig war, denn sie waren ein Meter voneinander entfernt.
»Du hast doch nicht nur gefragt, ob Cygnus fertig ist, oder?«, stellte Tom die Gegenfrage.
»Nö«, sagte der Zeitreisende knapp und grinsend.
»Slytherin«, schnaubte Minerva.
»Absolut«, erwiederte der Halbvampir nickend. Angelus zog einen Schmollmund.
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Müde tastete sich ein blonder Todesengel über einen schwarzhaarigen Schüler aus dem Bett. Mit geschlossenen Augen krabbelte er über ihn und rammte dem Halbvampir dadurch ein Knie in den Magen, was diesen sofort aufschrecken und dadurch die Augen öffnen ließ. Verschlafen sah Tom dabei zu, wie sein Schatz versuchte, aus dem Bett zukommen. Als er schon gefährlich nah am Rand war und immer noch nicht die Augen öffnen wollte, zog der Riddle ihn zu sich und umarmte ihn sanft.
»Was tust du da?«, wollte Tom leise wissen, worauf Angelus endlich seine Augen etwas öffnete.
»Ich will aufstehen«, gähnte er.
»Du bist doch noch nicht mal richtig wach«, erwiederte der Schwarzhaarige trocken.
»Ja, schon, aber Minerva hat gestern gesagt, dass Dumbledore heute morgen um zehn Uhr kommt. Jetzt ist neun Uhr.«
»Woher willst du das wissen?«
»Hab gestern noch einen Zauber gesprochen, der mich um diese Zeit weckt.«
»Dann können wir ja noch eine halbe Stunde schlafen.« Tom drehte sich mit seinem Schatz etwas, sodass sie jetzt seitlich lagen und der Halbvampir Angelus um den Bauch umklammert hielt.
»Kommt gar nicht in Frage! Bis wir uns gerichtet haben ist schon dreiviertel«, meckerte Angel halbherzig. Tom summte und knabberte an seinem Ohrläppchen, was ihn seufzen ließ. Dieser miese Kerl wusste, dass dies seine Schwachstellte war.
»Na gut, noch fünf Minuten.« Der schwarzhaarige Slytherin leckte an der gleichen Stelle, an der er schon geknabbert hatte.
»Zehn Minuten, keine einzigste mehr.« Jetzt wurde an einer weiteren empfindlichen Stelle seines Halses geknabbert.
»Füfnzehn.« Nun wurde darüber geleckt und leicht hineingebissen.
»Scheiße. Okay, okay, eine halbe Stunde.« Zufrieden mit dieser Antwort drückte Tom seinen blonden Engel näher an sich.
»Du bist ein fieses Arschloch«, nuschelte Angel.
»Ich weiß.« Kurz darauf waren beide eingeschlafen.
§§§§Im Wohnzimmer; Eine Stunde später§§§§
Professor Dumbledore schritt durch das Porträt, während die Mädchen dieser Gruppe bereits auf den Sofas saßen. Die Jungs allerdings fehlten.
»Wo sind die Herren Riddle und Nexima?«, fragte er schließlich, nachdem er auf dem Sessel Platz genommen hatte. Die Mädchen sahen sich ratlos an.
»Eileen, weißt du wo sie sind?«, fragte Keira ihre neugewonne Freundin. Diese schüttelte den Kopf.
»Miss McGonagall, sehen Sie bitte in ihrem Zimmer nach«, bat Albus. Minerva nickte und stand auf, ehe sie den Gang entlang stiefelte. Währendessen fluchte sie leise vor sich hin.
/Diese beiden Vollltrottel sind ja sowas von dran. Wenn ich die in die Finger kriege, gibts nichts zu lachen/, dachte sie ärgerlich. Mit voller Wucht öffnete sie die Tür und blieb wie versteinert am Türrahmen stehen. Eines der Betten war leer, während das andere zwei Personen enthielt. Mit offenem Mund starrte sie Angelus und Tom an, die friedlich schlummerten und zwar aneinander gekuschelt.
/Sind die zusammen? Ich wusste gar nicht, dass Riddle, geschweige denn Nexima schwul ist. Aber zuerst muss ich sie wecken, später quetsch ich sie darüber aus/, überlegte sie und stiefelte immer noch erstaunt zu ihnen. Kurz besah sie sich die beiden genauer. Sie schienen glücklich und Toms Gesichtsausdruck war so entspannt, wie sie ihn noch nie gesehen hatte. Kurz schüttelte sie den Kopf, um ihre überflüssige Gedanken los zu werden, ehe sie Angelus wach schüttelte. Ihr war klar, dass sie das eigentlich nicht hätte sehen sollen, deshalb nahm sie an, dass Angel es lockerer aufnahm. Müde öffnete er nun ein Auge. Doch anstatt, dass er fragte was sie hier wollte, so wie sie es eigentlich erwartet hatte, zischte er etwas. Erschrocken wich sie zurück. Das hörte sich an, als würde es von einer Schlange stammen!
::Nagini, was willst du?::, fragte Angelus noch einmal mit Nachdruck, als er keine Antwort erhielt. Genervt öffnete er nun auch seinen zweiten Smaragd und sah sich nach der Schlange um, die ihn immer wieder nervte. Doch anstatt in das Gesicht Naginis zu sehen, blickte er in Minervas. Geschockt riss er nun seine Seelenspiegel weit auf, erkannte, dass Tom ihn umklammert hielt und vorallem, dass er Parsel gesprochen hatte.
»M-Minerva? Du... ich meine... h-hast du gehört... ähm... was ich g-gesagt habe?«, fragte er stammelnd und befreite sich aus dem Griff des Halbvampirs.
»I-Ich habe gehört, dass du etwas GEZISCHT hast, nicht gesagt. Und schon gar nicht, WAS du gezischt hast«, gestand sie. Sie war ganz bleich im Gesicht. Angelus stieg über seinen Geliebten und stellte sich vor Minerva, die etwas zurück wich.
»Das war Parsel, richtig?« Es klang mehr nach einer Feststellung.
»Ja. Du darfst es aber niemanden sagen, hörst du? Es wird als böse oder als schwarze Magie gewertet, aber das stimmt nicht«, erklärte er ruhig, auch wenn er im Inneren verzweifelt war. Was wenn sie es Dumbledore sagte? Oder sonst weiter erzählte?
»A-Aber Parsel ist doch... Ich meine es ist... Es ist doch böse... Oder?«, fragte sie unsicher. Weder in seiner Zeit, noch in dieser hatte der Todesengel sie so unsicher erlebt.
»Nein, absolut nicht. Als Parselmund kannst du nur mit Schlangen reden. Schlangen haben dennoch ihren eigenen Willen, du kannst sie außer mit einem Zauber zu nichts zwingen. Und diesen Zauber können auch Magier, ohne die Schlangensprache. Verstehst du, Minerva? Es ist nichts schlimmes daran. Du erzählst es doch nicht weiter, oder?«, vergewisserte er sich verzweifelt und trat einen Schritt auf sie zu. Dieses Mal wich sie nicht zurück. Einen Moment schien sich zu überlegen, ehe sie schließlich zaghaft nickte.
»Danke«, sagte er erleichtert und lächelte sie an. »Weshalb bist du eigentlich hier?«
»Naja, Professor Dumbledore ist da. Und da ihr noch nicht da wart, hat er mich gebeten, nach euch zu sehen«, erklärte sie. Angelus sah ärgerlich zu seinem Schatz, der noch im Land der Träume war, mittlerweile jedoch vergeblich nach seiner Wärmequelle suchte.
»Das ist seine Schuld! Ich wollte ja schon vor einer Stunde aufstehen, aber nein, der Herr war ja zu faul«, motzte er und schüttelte Tom so so stark an der Schulter, dass sein Kopf hin und her wackelte. Doch dann öffnete er seine Augen und hielt sich stöhnend den Kopf.
»Ich hab Kopfschmerzen«, murmelte er und sah sich um. Er erblickte fix Minerva, die schon etwas mehr Farbe in ihrem Gesicht hatte, als vor ein paar Minuten. Fragend zog er eine Augenbraue hoch.
»Minerva wollte uns wecken, Mr. Nur-eine-halbe-Stunde-noch. Und weißt du warum? Weil Dumbledore da ist. Und weißt du, wessen Schuld es ist, dass wir noch im Bett geliegen haben? Richtig. Deine.« Nach diesen harschen Worten sah Angel erschrocken zu Minerva.
»Mir fällt gerade ein, dass du uns ja so eng umschlungen gesehen hast... Also, ich kann das erklären«, versicherte der Blonde und setzte zu einer gewiss langen Rede an, die Minerva ja doch als Lüge abstempeln würde. Aus genau diesem Grund ließ sie ihn erst gar nicht zu Wort kommen.
»Ich weiß, dass ihr ein Paar seid. War ja nicht schwer zu erraten, bei dieser Pose. Naja, wir reden später darüber, okay? Professor Dumbledore wartet«, erklärte sie.
»Äh, gut, dann ziehen wir uns nur noch um«, erwiederte der Todesengel und wollte sich schon umdrehen, als er am Kragen gepackt wurde.
»Kommt gar nicht in die Tüte, Angelus. Du und Riddle werdet in euren Schlafanzügen ins Wohnzimmer kommen. Die warten schon auf uns und ich will sie nicht weiter warten lassen«, meinte sie, packte Tom am Handgelenk, zog ihn aus dem Bett und sie beide Richtung Tür, ehe sie den Gang zum Wohnzimmer entlang marschierte. Zwei protestierende Slytherins im Schlepptau.
»Ah, da sind Sie ja endlich. Im Schlafanzug?«, fragte Albus verdutzt, als sie an Minervas Ziel ankamen.
»Ja, Minerva hat uns aus dem Bett geschmissen«, sagte Angel missmutig und ließ sich aufs Sofa plumpsen. Ein beleidigter Tom tat es ihm gleich.
»Achso, nun, dann können wir ja beginnen. Also, wie Sie ja wissen, werden Sie heute eine weitere Aufgabe meistern müssen. In einer Stunde werden Sie mit einem Portschlüssel in einen Wald telepotiert. Im Wald werden Sie einen weiteren Portschlüssel finden, den wir dort verstecken werden. Mit diesem kommen Sie wieder nach Hogwarts. Es sind zwar keine magische Geschöpfe in dem Wald, aber wir werden Sie mit einem Zauber belegen, der Sie sofort zurück bringt, wenn Sie in Gefahr sind. Wenn Sie heute Abend um zwanzig Uhr immer noch nicht zurück sind, geht der Zauber von alleine los und Sie werden sich in meinem Büro wieder finden. Sie packen bitte nur das ein, was nötig ist. Eure Zauberstäbe geben Sie mir nachher. Wir wollen, dass Sie das alles ohne Magie durchstehen. Kommen Sie in fünfzig Minuten in mein Büro.« Albus sah sie nacheinander an. »Habt ihr noch Fragen, meine Lieben?«
»Äh, ja, ich hätte da eine. Was für ein Gegenstand ist der Portschlüssel? Ich meine, wir könnten Wochen suchen, wenn wir keinen Anhaltspunkt haben«, bemerkte Sharron missmutig.
»Sie bekommen nachher eine Karte, die Ihnen helfen wird. Es ist ein langer Weg zu dem Portschlüssel und man kommt leicht davon ab«, lächelte der Professor amüsiert.
»Warum sollen wir überhaupt in einen Wald? Können wir nicht einfach irgendwo im Schloss nach etwas suchen? Wäre viel gemütlicher«, grummelte Tom. Er hatte schlechte Laune und zeigte es auch.
»Aber nein, Mr. Riddle, das wäre doch langweilig. Ein bisschen Fitness tut gut«, meinte Albus vergnügt.
»Dann begleiten Sie uns doch, wenn Sie so scharf darauf sind«, murmelte nun Angelus. Belustigt sah Professor Dumbledore über seine Brillengläser hinweg zu ihm.
»Das geht leider nicht, Mr. Nexima, ich habe noch einen ganzen Tag Unterricht vor mir.«
»Hmpf«, schnaubten Tom und Angel gleichzeitig.
»Nun, dann solltet ihr zu packen anfangen, Kinder«, sagte Albus, klatschte in die Hände und stand auf. Er winkte ihnen vergnügt zu und marschierte anschließend aus ihrer Wohnung. Angelus runzelte die Stirn. In solchen Momenten bezweifelte er ernsthaft, dass sein ehemaliger Mentor mal in Gryffindor gewesen war. Slytherin passte seiner Meinung nach eher.
