ErikaY, es freut mich, dass es dir gefällt. Ich persönlich finde amynoelles Trilogie auch der Hammer. Sie schreibt einfach geniale Geschichten. Viel Spaß beim weiterlesen.

AlexUhde, ja ein paar Kapitelchen kommen noch. Die FF hat 22 Kapitel, soviel kann ich schon sagen.

Jetzt wünsch ich euch allen viel Spaß mit Kapitel 10!!! Gruß Steffi

Kapitel 10 Do What You Have to Do

"Harry", sagte Julie lachend, als er ihren Hals küsste. „Wir gehen besser wieder rein. Billies wird uns wahrscheinlich teeren und federn dafür, dass wir uns vor unseren Pflichten drücken."

„Das wäre es wert", sagte er und lächelte breit, bevor er zärtlich ihre Lippen küsste.

„Das klingt so kitschig", begann sie „doch ich hab nie gewusst, dass es so sein könnte."

„Wie sein könnte?", fragte er sie.

„Das es sich so anfühlt, als ob alles in mir auf einmal drunter und drüber geht", sagte sie. „Ich fühl
mich immer so, wenn du in meiner Nähe bist."

„Du hast noch nie zuvor so für jemanden empfunden?"

„Nein", sagte sie. „Um dir die Wahrheit zu sagen, ich war vorher noch nie in jemanden verliebt. Ich meine ich hatte Verabredungen, aber ich war nie zuvor verliebt. Irgendwas hat mich immer davon abgehalten."

Er schob sich ein Stück von ihr weg. Er fühlte sich schuldig. Seit Hermines „Tod" war er mit anderen Frauen zusammen gewesen. Ja, diese Frauen hatten ihm nicht mehr bedeutet, als ein warmer Körper in einer kalten Nacht, aber dennoch war er mit ihnen zusammen gewesen. Die Art wie er in den letzten vier Jahren sein Leben geführt hatte, war nichts worauf er stolz war. Er war einsam gewesen. Er wusste, das war keine stichhaltige Ausrede. Er tröstete sich selbst mit der Tatsache, dass er nie jemanden sein Herz geschenkt hatte. Es war sie, der es damals gehört hatte und es war sie, der es jetzt gehörte. Es würde immer ihr gehören und es gab nichts, was das jemals ändern würde.
Er war außerdem wütend. Er wollte ihr erzählen, dass sie schon einmal verliebt gewesen war. Er wollte ihr erzählen, dass sie zusammen ein glückliches Leben geführt hatten, bevor sie ihm weggenommen worden war. Er wollte sie an die Nacht erinnern in der sie einander ihre Unschuld geschenkt hatten. Er wollte sie daran erinnern, wie sie ihre Versprechen ausgetauscht hatten.

„Harry?", fragte sie und legte eine Hand auf seine Schulter. „Hab ich irgendwas falsch gemacht? Hab ich was falsches gesagt?"

Er drehte sich um und sah ihr ins Gesicht.

„Nein", sagte und lächelte sie beruhigend an. „Es ist nichts. Du hast mich heute Abend so glücklich gemacht. Du hast keine Ahnung wie sehr."

Er lehnte seine Stirn gegen ihre. Ihre Arme waren eng umeinander geschlungen. Die Nacht war kühl und Julie fröstelte.

„Ist dir kalt?"

Sie nickte. Er schlang seine Arme fester um sie und zog sie näher zu sich heran. Sie legte ihren Kopf an seine Schulter und er küsste ihren Kopf.

„Seit meinem Unfall schien immer irgendwas zu fehlen. Irgendwas schien ich immer zu vermissen. Zum ersten mal seit langer Zeit, fühlt es sich so an, als ob alles so ist, wie es sein sollte. Es fühlt sich richtig an. Es fühlt sich so richtig an", sagte sie. „Fast so, als ob es so bestimmt wäre."

„Ich empfinde genauso", flüsterte er. Er lehnte sich zurück, hob ihr Kinn an und küsste sie wieder sanft. „Sag es noch mal."

„Ich liebe dich", sagte sie lächelnd. „Ich liebe dich."

Er strich mit seinem Daumen über ihre Wange und zog sie näher um sie erneut zu küssen.

„Wir sollten wirklich besser wieder runter gehen", sagte Julie widerwillig.

„Okay", sagte er. Er nahm ihre Hand in seine und zögerlich führte er sie in Richtung Treppe. Sie hielt ihn auf, als sie halb die Treppe hinunter waren.

„Können wir, ähm, nach der Arbeit weitermachen?", fragte sie und biss sich nervös auf die Unterlippe.

„Bei dir?"

„Bist du dir sicher?", fragte er und versuchte seine Freude über das was sie gesagt hatte für sich zu behalten.

Anstatt zu antworten, zog sie ihn in einen weiteren intensiven Kuss.

„Ich nehme das als ein Ja", sagte er lachend. Sie lächelte ihn wissend an und schob ihn dann vorwärts die Treppe hinunter.

Als sie die Hintertür zum Restaurant öffneten, sahen sie nicht, dass Billie und Ray in der Küche mit Trey sprachen. Trey hielt einen Strauß Nelken in der Hand. Er lächelte breit, als er Julies Stimme hörte, doch es verschwand rasch, als er sah, dass sie nicht alleine war und das sie mit Harry Händchen hielt. Als Julie Trey erblickte, verschwand ihr Lächeln.

„Trey", sagte sie leise.

"Ich, ähm, dachte mir ich komme vorbei um zu sehen wie es dir geht", sagte er und blickte weg.

„Offensichtlich hätte ich mir keine Sorgen machen müssen. Dir scheint es gut zu gehen."
Wütend warf er die Blumen zu Boden und stürmte aus der Küche.

„Billie?", fragte Julie hilflos.

„Geh schon", sagte Billie mit einem verwirrten Gesichtsausdruck. „Dies Party schlängelt sich ohnehin so dahin."

„Danke", sagte Julie rasch. „Es tut mir leid Harry."

Sie drehte sich um und sah ihn an, ehe sie Trey hinterher eilte.

Harry konnte ihr nur ungläubig nachstarren.

Währenddessen...

London, 2 Uhr Morgens.

Ron Weasley taumelte aus dem Bett und fluchte sofort laut, als er seinen Zeh am Nachttisch anschlug.

„Ron!", rief Kit schläfrig. „Du wirst noch die ganze Nachbarschaft aufwecken!"

„Merlin bewahre, dass die gesamte Nachbarschaft keinen Schlaf bekomme. Ich meine, solange ich wach bin!" Antwortete Ron wütend. „Wir wollen doch nicht die Nachbarn wach halten, oder?"

„Würdest du jetzt bitte nachsehen, wer an die Tür klopft?", fragte sie.

„Das ist es was ich gerade versuchte habe, bevor mir dieser verdammte Tisch im Weg stand", sagte er.

„Ja, es ist die Schuld des Tischs", sagte Kit und lehnte sich zurück in die Kissen.

Ron warf seiner Frau einen letzten Blick spöttischen Blick zu, bevor auf dem Schlafzimmer und den Flur entlang Richtung Tür lief. Er maulte die ganze Zeit über leise vor sich hin.
Er öffnete die Tür und fand einen sehr zerstreut aussehenden Harry vor.

„Was zur Hölle tust du mitten in der Nacht hier, Harry?", fragte Ron. „Weißt du zwischen dir und Neville komme ich nie zum schlafen. Es ist, als hättest du kein Gefühl für Zeit. Ich meine, ich weiß du bist in Amerika und es gibt einen Zeitunterschied, doch du könntest einmal darüber nachdenken, oder?"

Schnell bedauerte er, was er gesagt hatte, als er sah, wie durcheinander sein Freund war.

„He, Harry", sagte er. „Du siehst scheiße aus."

"Danke, Ron", sagte Harry sarkastisch.

„Komm rein", sagte Ron und trat zurück, um ihn in die Wohnung eintreten zu lassen.

„Kit!", rief er seine Frau. „Harry ist da!"

Wenige Augenblicke später kam Kit mit Bademantel und Hausschuhen bekleidet ins Wohnzimmer.

„Ist alles in Ordnung?", fragte sie. „Ist Hermine in Ordnung?"

„Ich weiß nicht", sagte Harry. „Ich hab keine Ahnung. Ich verliere noch meinen Verstand. Es ist als ob man mit ihr einen Schritt vorwärts gehen und zwei zurück. Im einen Moment meine ich, dass ich Fortschritte mache und das nächste was ich weiß, dass irgendetwas es hat wieder entgleisen lassen."

"Was ist geschehen?", fragte Kit.

Harry erklärte ihnen, wie er vor wenigen Wochen mit ihr ins Kino gegangen war und wie sie mit einander geredet hatten und welchen Spaß sie hatten. Er erzählte ihnen von dem Kuss und wie Trey sie unterbrochen hatte.

„Trey?", fragte Ron. „Sie verabredet sich mit einem Kerl, der Trey heißt?"

„Ja", sagte Harry.

„Trey? Was für ein Name ist das denn Trey? Ich meine das klingt wie etwas worauf man seine Teller abstellt, oder?", fragte Ron.

„Ron!", sagte Kit und schlug ihren Ehemann spielerisch auf den Arm. „Red weiter, Harry."

Also fuhr Harry mit seiner Geschichte fort. Er erzählte ihnen wie sie beschlossen hatten den Kuss zu vergessen und versuchen wollten weiterhin Freunde zu bleiben. Er erklärte, wie sie während der Arbeit miteinander gesprochen hatten, aber die Dinge waren schwierig zwischen ihnen. Er erzählte ihnen wie die Dinge während des Hochzeitsempfangs entwickelt hatten, als mit einander während der Arbeit geflirtet hatten und die Gesellschaft des anderen genossen hatten. Er erzählte ihnen wie sie miteinander getanzt hatten und wie Julie davon gerannt war. Er erzählte ihnen, dass er ihr auf das Dach gefolgt war, wo sie sich küssten und sich ihre Gefühle füreinander gestanden.

„Nun, das ist gut, oder nicht?", fragte Ron.

„Das sollte man meinen, oder?", fragte Harry. „Wir gingen als wieder und Trey war da, um mit ihr zu reden. Er sah, wie wir uns an den Händen hielten und kam sich ziemlich überflüssig vor und rannte aus dem Restaurant. Sie ist ihm hinterher gerannt."

„Oh", sagte Kit.

„Oh, ist richtig", sagte Harry. „Ich weiß ich sollte vermutlich geduldig und verständnisvoll sein, aber das wird schwieriger, als ich ertragen kann. Könnt ihr euch vorstellen, wie schwer es ist sie anzusehen und zuzuhören, wie sie darüber redet, dass sie nie zuvor verliebt war? Wie schwer es ist, wenn sie mich ansieht und zur Hölle nicht weiß, wer ich war? Sie wurde all dieser Erinnerung beraubt und ich kann nichts dagegen tun."

„Gibt es irgendeinen Weg, dass du den Fluch berechen kannst, der auf ihr liegt?", fragte Kit hilflos.
„Ich meine kannst du etwas tun um diesen Vergessenszauber umzukehren?"

„Nicht solange wir nicht genau wissen, was sie mit ihr gemacht haben und durch wen", sagte Harry. „Ich muss mehr über diesen Simon Maxwell herausfinden. Dieser Kerl, der sich selbst als ihr Vater ausgibt."

„Ich möchte mit dabei sein, wenn du ihn triffst", sagte Ron zornig. „Ich will ihm das Gehirn aus dem Kopf schlagen für das, was er ihr angetan hat."

„Wieviel weißt du über ihn?", fragte Kit.

"Er hat ihr erzählt, dass ihre Mutter an Krebs gestorben ist und das sie dann in die Staaten gegangen sind um neu anzufangen. Wie konnte er ihr das antun? Was für ein kranker Bastard würde das jemanden antun?", fragte Harry. „Und sie sorgte sich um ihn. Du kannst es in ihren Augen sehen, wenn sie über ihn spricht. Sie denkt dieser Mann sei ihr Dad. Sie hat keine Ahnung, was er ihr angetan hat."

„Es wird ihr das Herz brechen, wenn sie es herausfindet", sagte Kit.

„Ja", sagte Harry und setzte sich schließlich auf die Couch. Er zuckte mit den Schultern und fühlte sich, als würde er gleich zusammenbrechen. Kit stand von ihrem Platz auf und lief zu ihm hinüber. Sie legte tröstend einen Arm um ihn.

„Wahrscheinlich ist sie diesem Trey hinterher gerannt um ihm zu erklären, was geschehen ist", sagte Kit. „Sie hat dir gesagt, dass sie dich liebt, richtig? Das ist ein Anfang."

„Ja", sagte Harry. „Ich wünschte, ich könnte das glauben."

„Das kannst du", sagte Kit. „Sie wird sich erinnern, Harry. Ich weiß, du willst das nicht hören, aber es braucht einfach Zeit. Du musst daran glauben. Du musst an die Liebe glauben, die du für sie empfindest. Sie wird sich erinnern."

„Ich will das glauben", sagte er. „Es scheint nur, wenn ich denke, dass etwas passiert, etwas anderes kommt und alles wieder verpfuscht."

„Warum versuchst du nicht sie in Situationen zu bringen, die ihre Erinnerung wieder hervorrufen könnten?", fragte Ron.

„Ich kann sie schlecht nach London bringen, oder?", fragte Harry. „Oder nach Hogwarts?"

„Nun, nein, aber du kannst sie in Situationen bringen, die vielleicht Erinnerungen hervorrufen", sagte Kit hilfreich.„Wie zum Beispiel die Zeit als ihr Atlantas ins Planetarium gegangen seid? Du könntest so was in der Art auch in Nord Carolina tun."

„Vielleicht könntest du ihr erzählen, dass du ein Zauberer bist, Harry", sagte Ron. „Du könntest ihr das sagen und vielleicht würde das helfen Erinnerung zurück zubringen."

„Das kann ich nicht tun, Ron", sagte Harry. „Sie lebt seit vier Jahren als ein Muggel. Sie wird glauben ich sei ein Verrückter, wenn ich meinen Zauberstab hervorhole."

Ron kicherte.

„Mach dein Hirn von dem Mist frei, Ron", sagte Kit. Als sie darüber nachdachte, was Ron gerade gedacht hatte, fing sie ebenfalls zu kichern an. Es dauert nicht lange und Harry begann ebenfalls zu lachen.

"Ich sollte nicht darüber lachen", sagte Harry.

„Du solltest dich nicht schuldig fühlen, weil du lachst", sagte Kit. „Du kannst über so etwas entweder lachen oder weinen, oder du wirst verrückt. Wir alle müssen hin und wieder lachen. Das ist einer der Gründe, warum ich diesen Spinner geheiratet habe."

„Hey", sagte Ron. "Ich könnte dadurch beleidigt sein!"

„Es ist ein Kompliment", sagte sie schnell. „Dein Sinn für Humor ist eine deiner attraktivsten Eigenschaften, Ron."

„Das ist schon besser", sagte Ron mit aufgeblasener Brust.

„Siehst du was ich 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche ertragen muss?", fragte Kit Harry.

„Ja", sagte Harry. „Du musst auf einer Mission für Gott sein, Kit."

„Wann ist das zu einer Ron Sitzung geworden?", fragte Ron.

„Dich zurecht zu stutzen führt immer dazu, dass ich mich besser fühle, Ron", sagte Harry lachend.

„Gut, du musst Hermine wieder zurückbringen Harry", sagte Ron. „Ich vermisse jemanden, der mich wütend macht. Ich bin jedes Mal derjenige, der aufs Korn genommen wird. Sie muss zurückkommen und mich dabei unterstützen."

„Er wird sie zurückbringen", sagte Kit und lächelte Harry zu. „Harry wird Hermine zurückbringen um seinet- und unserwillen."

Während Harry mit Kit und Ron sprach, war Julie bei Treys Apartment angekommen.

„Hi", sagte sie, als er an die Tür kam.

„Hi", sagte er zornig.

„Darf ich reinkommen?", fragte sie.

„Wie du willst", sagte er und führte sie hinein.

„Danke", sagte sie.

Eine Weile herrschte Schweigen, keiner von ihnen wusste, was er sagen sollte. Es war Julie, welche die Stille durchbrach.

"Trey", began sie. "Es tut mir leid, was du im Restaurant gesehen hast. Ich hatte keine Ahnung, dass du da sein würdest, als ich runterkam."

„Oh, es ist also meine Schuld", fragte Trey. „Es tut mir so leid, dass ich euer Techtelmechtel unterbrochen habe."

„Das meine ich nicht so", sagte sie.

"Wer zur Hölle ist dieser Kerl, Julie?", fragte Trey seine Augen flammten vor Zorn. „Wer zur Hölle ist er? Es war alles in Ordnung, bis er aufgetaucht ist."

„Es war nicht alles bei uns in Ordnung, Trey", sagte sie leise. „Kannst du dich an die Nacht erinnern, als du mir gesagt hast, dass du mich liebst? Was hab ich getan? Ich bin ins Badezimmer gerannt. Das ist nicht die typische Antwort, oder? Und es liegt nicht an dir, es liegt an mir. Ich weiß, dass ist das größte Klischee, wenn solche Sachen passieren, doch ich kann dir nicht sagen, dass ich dich auch liebe. Du willst nicht mit jemanden zusammen sein, der dich nicht so sehr liebt, wie du es verdienst geliebt zu werden. Du bist ein wunderbarer Kerl, Trey. Lange Zeit warst du eine ganz besondere Person für mich. Ich interessiere mich sehr für dich, aber..."

„Du liebst mich nicht", warf Trey ein. „Du liebst mich nicht."

„Es tut mir leid", sagte sie, Tränen traten ihr in die Augen.

„Wir kennen uns seit Monaten, Julie", sagte Trey. „Dieser Kerl ist vor wenigen Wochen in die Stadt gekommen und jetzt bist du in ihn verliebt? Das macht keinen Sinn."

„Das weiß ich", sagte sie. „Ich kann es genauso wenig verstehen, wie du, aber etwas weiß ich. Und es spielt keine Rolle, wie lang du jemanden kennst. Du kannst manchmal nicht sagen, warum du dich in jemanden verliebst. Ich weiß, du willst das nicht hören, aber ich muss dir das sagen."

„Fühlst du dich jetzt besser?", fragte er zornig.

„Nein, doch du sollst es verstehen", sagte sie.

„Ich verstehe es nicht", sagte er. „Ich denke nicht, dass es etwas gibt, dass du sagen könntest, damit ich es verstehe. Was ich nicht verstehe ist, warum du dir nicht selbst die gleichen Fragen stellst. Julie, vor wenigen Wochen, hast du diesen Kerl nicht einmal gekannt. Und jetzt bist du in ihn verliebt?"

„Ich hab mir diese Fragen selbst gestellt, Trey", behauptete sie. „Ich hab keine Antwort warum oder wann es passiert ist, doch ich weiß, dass es so ist. Und ich kann nichts tun, was das ändern würde."

„Tu das nicht, Julie", sagte Trey. „Wirf uns nicht weg."

„Du verdienst jemanden in deinem Leben, der dich genau so sehr liebt, wie du ihn. Das bin ich nicht, Trey. Ich wünschte ich könnte es. Ehrlich, selbst wenn Harry nicht auf der Bildfläche erschienen wäre, wüsste ich nicht ob du und ich irgendwohin gekommen wären. Irgendwas hat mich zurückgehalten."

„Was hat dich zurück gehalten?"

„Ich weiß nicht", sagte sie einfach.

„Ich hab das so oft von dir gehört", sagte er. „Du benutzt es als eine Entschuldigung. Du nutzt es als Entschuldigung, um niemanden zu nahe zu kommen."

„Das tue ich nicht", erwiderte sie.

"Warum gehst du nicht einfach Julie?" fragte Trey. „Offensichtlich willst du nicht hier bei mir sein. Geh zurück zu Mr. Perfect. Sieh wie weit du mit ihm kommst, bevor dich wieder etwas zurückhält."

„Trey", sagte Julie.

„Geh", sagte er, lief zur Tür und öffnete sie. „Ich hoffe du wirst glücklich. Ich hoffe wir können weiterhin Freunde sein. Es ist am besten so, richtig? Ich glaube alle Beziehungen Ende damit, dass man so was sagt, oder?"

Sie wußte nicht, was sie ihm antworten sollte.

„Auf Wiedersehen, Trey", sagte sie. Sie sah ihn ein letztes mal an, bevor sie hinauslief. Er schloss die Tür hinter ihr.

Als sie aus dem Apartmentgebäude lief, brach sie in Tränen aus.
Sie schaffte es ihre Gedanken zu sammeln und ihre Emotionen unter Kontrolle zu halten, als sie zur Bushaltestelle lief.

Sie hielt plötzlich inne, als sie einen scharfen Schmerz in ihrem Kopf spürte. Sie krümmte sich und legte eine Hand auf ihre Stirn. Was zur Hölle ging hier vor, fragte sie sich schweigend.

Blitzartig hatte sie ein Vision.

Sie rannte hinter Harry her. Es war in der Nähe irgendeines Sees. Es war dunkel und das einzigen Geräusche, die sie hören konnte, kamen aus der Ferne. Für Julie klang es wie ein bellender Hund. Sie und Harry mussten in Richtung des Hundes rennen, den als sie rannten, schien das Geräusch näher und näher zu kommen. Plötzlich hörte das Bellen auf und zu Julies Überraschung fanden sie keinen Hund vor, aber einen Mann, der auf allen Vieren kroch, die Hände hatte er über seinen Kopf gelegt.

„Neeeeiiin", stöhnte er. „Neeeeiiiin...bitte..."

Julie drehte sich zu Harry um und sah wie diese schrecklichen Kreaturen als eine schwarze Masse um den See herum in ihre Richtung flogen. Julie wirbelte herum, plötzlich fühlte sich alles kalt an. Überall wohin sie sich drehte, sah sie diese schrecklichen Kreaturen die auf sie zukamen, die sie und Harry umkreisten.

„Hermine, denk an etwas glückliches!", rief Harry ihr zu, er hob etwas hoch, dass wie ein Stab aussah und deutete damit in Richtung der Gestalten die sie schnell erreichten. Er trat näher zu ihr und zog sie an sich, als er den Stab wieder auf sie richtete.

„Expecto Patronum! Hermine hilf mir! Expecto patronum!"

Julie sah sich selbst wie sie versucht die Worte zu wiederholen, die Harry gesagt hatte. „Expecto...", flüsterte sie. „Expecto...expecto..."

Doch aus irgendeinem Grund konnte sie es nicht sagen und diese dunklen Gestalten kamen näher und näher. Sie schienen eine feste Mauer um sie zu bilden.

Dann wurde alles schwarz.
Julie versuchte zu Atem zu kommen, doch ehe sie es schaffte, hatte sie eine weitere Vision. Diesmal war sie in einem Zug. Sie lief den Gang entlang und versuchte jemanden zu finden. Sie sah, wie sie an einem der Abteile innehielt und blickte die Insassen in dem Abteil an. Einer war ein etwa elfjähriger Junge mit flammend rotem Haar. Er hielt eine Ratte auf seinem Schoß und ein weiterer Junge, der wie ein elfjähriger Harry aussah. Er trug ein kaputte Brille.

„Hat irgendjemand eine Kröte gesehen? Neville hat eine verloren", sagte sie zu den zwei Jungen.

„Wir haben ihm bereits gesagt, dass wir sie nicht gesehen haben", sagte der rothaarige Junge ungeduldig zu ihr.

Doch sie hörte ihm nicht wirklich zu. Sie sah auf den Stab in seiner Hand.

„Oh, du willst zaubern? Na dann lass sehen."

Julie sah, wie sie gegenüber von dem Jungen platz nahm und obwohl der rothaarige Junge aus der Fassung geraten war, räusperte er sich und sagte: „Eidotter, Gänsekraut und Sonnenschein, gelb soll diese fette Ratte sein."

Julie beobachtet, wie er seinen Stab über der Ratte schwang, doch nicht geschah. Die Ratte blieb grau und schlief fest in dem Schoß des Jungen.

"Bist du sicher, dass das ein wirklicher Zauberspruch ist?", hörte sie sich selbst fragen. „Nun, er ist nicht sehr gut, oder? Ich hab ein paar leichte Zaubersprüche versucht und sie alle haben funktioniert. Keiner in meiner Familie ist magisch, es war so eine Überraschung, als ich meinen Brief bekam, aber natürlich hab ich mich wahnsinnig gefreut, ich meine es ist die beste Schule für Hexerei hab ich gehört...Natürlich hab ich unsere Bücher schon auswendig gelernt, ich hoffe das wird reichen... Ich bin Hemrine Granger, überigens wer seid ihr?"

Die beiden Jungs sahen sich an.

"Ich bin Ron Weasley", murmelte der rothaarige Jungen.

"Harry Potter", sagte der andere Junge.

"Wirklich?", hörte Julie, wie sie den Jungen fragte. "Natürlich weiß ich alles über dich...Ich hab ein paar extra Bücher mit Hintergrundwissen gelesen und du bist in Neue magische Geschichte, in Aufstieg und Fall der dunklen Künste und in Große Zauberereignise des 20. Jahrhunderts."

„Ich bin da drin?", fragte Harry und sah irgendwie verwirrt aus, über das was sie gesagt hatte.

„Himmel, weißt du das nicht. Ich hätte alles über mich herausgefunden", hörte Julie wie sie selbst besserwisserisch sagte. „Weiß einer von euch schon in welches Haus er kommen wird? Ich hab mich umgehört und hoffe, dass ich nach Gryffindor kommen, es scheint das beste zu sein; Ich hab gehört Dumbledore selbst war dort, aber ich denke Ravenclaw wäre auch nicht zu schlecht...Wie dem auch sei, wir suchen besser weiter nach Nevilles Kröte. Ihr zwei solltet euch besser umziehen, ich denke wir sind bald da."

Wieder wurde alles schwarz. Julie bemerkte, dass sie auf dem kalten Beton saß. Was ging hier vor? Fragte sie sich. Warum nannte Harry sie „Hermine" ? Dieser Neville in ihrer Vision, war der gleiche Neville, der wenige Monate zuvor im Restaurant gewesen war und der so aufgeregt gewesen war, weil sie ihn an jemanden erinnerte. Und was waren diese schrecklichen dunklen Gestalten gewesen, die sie und Harry bedroht hatten? Sie fühlte sich, als könne sie nicht atmen. Wessen Erinnerungen waren das?