„Gerede"
/Gedanken/
°Gedankensprache°
(A/N: Ich geb' meinen Senf dazu)
Hejj ihr!! Leider konnte ich aus privaten Gründen (grausliche Lungenentzündung, meine Mutter hat mir wochenlang literweise ekligen Brust-und-Lungentee eingeflößt!) die letzten 3 Wochen nicht updaten oder online gehen. Aber jetzt bin ich wieder ziemlich OK (*husthust*), und hab das 10 Kapitel für euch übersetzt!
HEL M3dUSa
Es begann gerade zu dämmern, als Akkarin erwachte. Er blinzelte etwas desorientiert, fühlte sich aber seltsam wohl. Einen Moment lang wusste er nicht wo er war, doch dann bemerkte er, dass die Wände hellgrün waren. Hellgrün…..kein Raum in der Residenz hatte diese Farbe. Bis auf - !
Mit einem Mal kam die Erinnerung an letzte Nacht zurück und mit ihr ein eigenartiges Gefühl in seiner Magengrube. Ihm wurde gewahr, dass ihn jemand umarmte. Sonea.
Sie schlief noch und die schwachen Strahlen der Morgensonne tauchten ihre helle Haut in rosafarbenes Licht. Ihre dunklen Wimpern warfen feine Schatten auf ihre Wangen und das Licht malte rötliche und bläuliche Muster auf ihre Haare.
Sie war schön, bemerkte er, viel schöner als ihm bisher aufgefallen war.
Er beugte sich über sie und presste seine Lippen auf ihre. Dann löste er sich vorsichtig von ihr um sie nicht zu wecken.
Mit einem Schlag wurde ihm sehr, sehr deutlich bewusst, was sie da getan hatten.
Oder besser, was er getan hatte. Sie war seine Novizin und er der Hohe Lord und als ob das nicht schon genügen würde, war er auch noch eine Dekade älter als sie.
Er rückte von ihr ab und beobachtete sich vom anderen Ende des Betts aus. Vielleicht hasste sie ihn nun…Nun, wo sie ihm endlich vertraut hatte, hatte er alles ruiniert. Wenn die Gilde davon erfahren würde, wäre es ein gewaltiger Skandal. Plötzlich stieg Ärger in ihm auf. Wen kümmerte es, was die Gilde dachte? Fast grob griff er nach ihr und zog sie an sich. Er musste sie erschreckt haben, denn sie bewegte sich unruhig, bevor sie rückartig die Augen aufriss.
Einen Moment lang sah sie benommen drein, dann riss sie schockiert die Augen auf und sie versuchte hastig, Abstand zwischen sie zu bringen.
„Sonea…", murmelte er leise und streckte die Hand nach ihr aus – nur um zu sehen, wie sie zusammenzuckte und in ihrer Hast, von ihm abzurücken, auf der gegenüberliegenden Seite aus dem Bett fiel.
Sie sah an sich hinunter und als sie bemerkte, dass sie nichts anhatte, nahm ihr Gesicht die Farbe einer überreifen Tomate an. Dann riss sie ihre Roben an sich – sie lagen noch immer am Boden, wo sie gestern gelandet waren – und zog sie mit zitternden Fingern über den Kopf.
In der Zwischenzeit hatte er sich aufgesetzt, und die zerwühlten Laken halbwegs schicklich über seine Hüfte gebreitet.
„Was tust du?", seine Stimme klang viel schärfer, als er beabsichtigt hatte. Sie starrte ihn an, ohne zu antworten. Dann machte sie einen zögernden Schritt in Richtung Tür. Bevor Sonea wusste, wie ihr geschah, hatte er den Arm um ihre Taille gelegt und sie an sich gezogen.
Sie schrie erschrocken auf, doch er erstickte ihre Stimme, indem er sie küsste. Sonea erwiderte den Kuss zuerst unwillkürlich, doch als sie sich gewahr wurde, was sie taten, versuchte Sonea, sich loszumachen. Akkarin merkte zwar, dass sie sich wehrte, doch er hielt sie nur umso fester. Wo er sie hielt, hinterließen seine Hände rote Abdrücke auf ihrer Haut.
Eine Erinnerung schoss Sonea durch den Kopf. Letzte Nacht war es anders gewesen – letzte Nacht hatte sie seine Berührungen erwidert, obwohl sie gewusste hatte, dass es falsch war. …Was hatte sie getan? Aber letzte Nacht hatte er ihr auch nicht wehgetan, so wie er es jetzt tat.
„Hör auf…bitte!", keuchte sie. Sie hatte nicht erwartet, dass er reagieren würde, doch erstaunlicherweise tat er es. Er lockerte augenblicklich seinen Griff und löste seine Lippen von ihren. Weitaus sanfter als vorher, schlang er die Arme um ihren Körper.
Sonea spürte, wie sie sich unwillkürlich entspannte. Am liebsten wäre sie so liegen geblieben…sie fühlte sich so wohl…Nein! Es war falsch! Es war verboten…"Hoher Lord…" „Nenn mich nicht so!", flüsterte er leise. Seine Finger strichen leicht über ihre Lippen und Sonea zitterte leicht. Aber nicht aus Angst…
Sie biss sich auf sie Zunge, um sie von dem abzuhalten, was sie jetzt gerne getan hätte. Er fuhr die Konturen ihres Gesichts nach, doch sie sah weg. „Nicht." „Tut mir leid…" Er seufzte und nahm seine Hand weg. „Ge-gehst du jetzt?" „Das ist mein Zimmer…" Für einen Moment glaubte Sonea, er hätte gelächelt. „Oh, dann entschuldige ich mich." Wie gern hätte er sie jetzt geküsst, doch er erinnerte sich selbst daran, wie er vor kurzem die Kontrolle über sich verloren hatte, und lehnte lediglich seine Stirn an ihre. Der weite Ärmel ihrer Robe war hoch gerutscht und auf ihrem blassen Arm präsentierten sich ihm einige prachtvolle blaue Flecken. Wenn sie ihn jetzt nicht hasste, würde er kaum glauben können, dass sie das jemals getan hatte.
Eine Weile lang hielt er sie nur im Arm, dann schob er sie schließlich vorsichtig von sich, langte nach seinen Roben – ein zerknitterter Haufen schwarzer Seide neben dem Bett – und zog sie über. Er drehte sich zu ihr um und sah, dass sie ihn beobachtete.
„Es ist nicht nötig, dass jemand hiervon erfährt." Es schien, als wolle sie etwas sagen, doch dann nickte sie nur leicht. Ruckartig drehte er sich um trat widerwillig aus ihrem Zimmer, bevor er es sich anders überlegen konnte. Mehr oder weniger erfolgreich ignorierte er das innere Stimmchen, das ihn anschrie, zu bleiben.
tbc hel
