Also alles was euch hier bekannt vorkommt gehört nicht mir!
Ich muss mich dafür entschuldigen dass ich so lange brauch aber ich steh kurz vor dem Latinum und das ist einfach wichtiger! Ich hoffe aber natürlich dass wenn ich das endlich hinter mir habe ich wieder mehr zum schreiben komm! Danke an Krümel (meine Therapeutin )) und an leonie für die Reviews!
Viel Spass also mit dem neunen Kapitel!
Kapiatel 10: Für dich bin ich wer du willst!
Auf dem Weg nach L. A. sprachen sie kein Wort. Jeder dachte an die Zeit zurück als Marissa bei den Cohens noch aus und ein ging und Kirsten und Sandy schon ihre zukünftige Schwiegertochter in ihr sahen. Ryan musste an all die komplizierten Probleme denken die sich ihnen in der Highschool in den Weg gestellt hatten. Doch sie hatten alles geschafft bis zu diesem einen Tag und von da an kam sein ganzes Leben zum zweiten Mal ins Wanken. Ja und doch löste nur die Erwähnung ihres Namens in ihm irgendetwas aus was er nicht recht zu deuten wusste. Jen hatte er nie etwas davon erzählt und doch schien sie es zu wissen. Sie war eine besondere Frau doch sie war eben nicht Marissa.
Ryan seufzte tief. Seine Eltern konnten ihn verstehen. Kirsten warf ihrem Sohn einen besorgten Blick zu. Sie war froh ihn unterstützen zu können.
Als sie auf den Parkplatz der Klinik einbogen hatte Ryan das Gefühl als würde sein Herz eine Sekunde lang einfach aussetzten. Er stand kurz davor Marissa wieder zu sehen. Noch vor wenigen Minuten war er sich so sicher, dass es ihre Ehe nicht belasten würde. Sie waren nur noch Freunde. Oder?
Wie in Trance lies er sich von seinen Eltern durch das Krankenhaus lotsen. Irgendwann bemerkte er dass eine Schwester sie führte aber er konnte sich nicht erinnern wann sie zu ihnen gestoßen war. Das nächste was er registrierte war das Büro eines Chefarztes in dem sie saßen. Der Stuhl auf der anderen Seite war jedoch leer so konnte noch nichts wichtiges gesagt worden sein. Er sah vorsichtig seinen Vater an der zu seiner Rechten saß, dabei bemerkte er dass er von seinen Eltern beobachtet wurde was ihm das Gefühl gab der Patient und nicht der Besucher zu sein.
Sandy versuchte ihm aufmunternd zu zulächeln doch es blieb bei einem krampfhaften Versuch. Endlich hörte Ryan wie hinter ihm eine Tür geöffnet wurde. Als er sich umsah erkannte er einen für einen Chefarzt sehr jung wirkenden Mediziner der ihm auf Anhieb sehr sympathisch war trotz seines sehr ernsten Ausdrucks. Er stellte sich ihnen als Dr. Adwards vor und erzählte noch einmal dass Marissa vor einem Monat von einem Barbesitzer gefunden wurde.
Er hatte sofort einen Krankenwagen gerufen doch sie musste schon sehr lange dort gelegen haben. In Ryan kroch die Wut mit jedem Wort weiter hoch. Wie konnte sie denn niemand bemerkt haben. Warum hatte niemand ihr geholfen. Er hatte große Lust den teuren Schreibtisch vor sich zu zertrümmern. Kirsten die immer wusste wann der alte Ryan in ihm vorkam legte ihre Hand beruhigend auf seine zur Faust geballten. Ryan entspannte sich durch diese kleine Geste merklich und war bereit die Informationen des Arztes aufzunehmen.
Er berichtete dass sie schon länger abhängig sein musste und dass durch diesen hohen Drogenkonsum vermutlich jetzt diese Anfälle entstanden.
„Wissen sie Mr. Atwood wir wissen nicht in wie weit sie helfen können. Marissa hat sich bisher immer geweigert etwas aus ihrem Leben zu erzählen was die Therapie deutlich erschwert. In welcher Beziehung stehen sie denn zu ihr."
Ryan war überfordert. Sandy sah es und antwortete für ihn
„Mein Sohn und Marissa kennen sich seit der Highschool sie waren bis vor vier Jahren zusammen und dachten auch schon an eine gemeinsame Zukunft. Dann gab es einen Streit und Marissa zog nach L.A. wo sie eine Schauspielkarriere begann."
„Darf ich fragen was der Grund für diesen Streit war?"
Sandy sah Ryan an. Er wusste dass nur Jen den Grund kannte. Ryan holte tief Luft.
„Also ursprünglich komme ich aus Chino erst als ich sechzehn war nahmen mich die Cohens bei sich auf nachdem ich mit meinem Bruder einen Wagen geklaut hatte und Mr. Cohen mein Anwalt wurde. Bei ihnen lernte ich auch Marissa kennen. Dann nach einem Jahr tauchte ein Mädchen aus Chino auf, Theresa, mit der ich früher einmal zusammen gewesen bin. Ich hatte mich gerade von Marissa getrennt als sie kam und ich weis nicht warum aber auf einmal waren da wieder Gefühle für sie. Doch sie war mit einem Freund von mir verlobt und kehrte nach einiger Zeit wieder zu ihm zurück."
Ryan schluckte. Es war härter als er angenommen hatte über das alles zu sprechen. Kirsten lächelte ihm aufmunternd zu und er fuhr fort. „Nach ein paar Wochen kam sie wieder nach Newport und erzählte mir das sie schwanger war und zwar nicht von ihrem Verlobten. Ich zog zu ihr nach Chino und fing dort auf einer Baustelle an zu arbeiten. Doch als ich ging verließ auch mein Bruder Seth Newport.
Unsere Eltern waren als die Ferien zu Ende gingen verzweifelt und ich beschloss zu ihm zu fliegen um ihn zurück zu holen. Als ich bei ihm war kam ein Anruf von Theresa dass sie das Kind verloren hätte und ich nach Newport zurück gehen sollte. So traf ich wieder auf Marissa und nach einigen Schwierigkeiten kamen wir wieder zusammen. Wie hatten öfter mal einen kleinen Streit doch dann hatte ihr Vater vor vier Jahren diesen Unfall. Er war schwerverletzt und es war lange Zeit nicht klar ob er überleben würde oder nicht.
Sie müssen wissen Marissa hat ein schreckliches Verhältnis zu ihrer Mutter und ihr Vater bedeutet ihr unglaublich viel. In dieser Zeit fing sie dann wieder mit dem Trinken an, das tat sie immer wen sie nicht wusste was sie tun sollte. Doch diesmal konnte sie einfach nicht wieder aufhören. Eines Tages kam sie halb bewusstlos nach hause und ich schrie sie an, dass sie das endlich lassen sollte. Wir stritten uns furchtbar und dann rannte sie weg."
Ryan war kurz davor zusammen zubrechen. Seine Eltern spürten es.
„Hey ist in Ordnung du musst das nicht erzählen."
„Nein ist schon gut Mum es könnte Marissa helfen."
Der Arzt nickte nur langsam. Er war sprachlos über die Kraft die dieser junge Mann aufwand um diesem Mädchen zu helfen.
„Ich wusste nicht wo sie hin wollte sie war nirgendwo zu erreichen. Nach zwei Wochen machte ich mir solche Sorgen dass ich dachte verrückt zu werden. Doch dann tauchte sie wieder auf. Ihr Zustand hatte sich seit unserer letzten Begegnung nicht geändert. Sie schrie mich an dass ich der schlimmste Vater de Welt wäre. Ich wusste nicht was sie meinte. Sie begann zu erzählen dass sie bei Theresa war und meinen Sohn dort gesehen hatte.
Meinen Sohn! Ich konnte es einfach nicht glauben das alles schien schon so weit zurück und Theresa hatte mir doch gesagt dass er tot war. In meiner Verwirrung schrie ich sie an wie sie so etwas behaupten könne. Das nächste war das letzte was ich von ihr gehört habe.Ich weis noch genau dass ihre Stimme ganz klar klang als sie sagte: „Tut mir elid aber mit so jemandem wie dir kann ich nicht leben."
Als ich am nächsten Tag nach hause kam waren all ihre Sachen verschwunden und von ihrer Schwester hing ein Zettel am Kühlschrank ich solle mich bloß nicht sehen lassen!"
Ryan war sowohl mit der Geschichte als auch mit seinen Nerven völlig am Ende und sackte in sich zusammen. Seine Eltern waren beeindruckt wie ihr Sohn das alles hier schaffte. Auch der Arzt war für kurze Zeit ein wenig verblüfft fing sich aber schnell wieder
„In Ordnung das ist schon mal nicht schlecht...ähm möchten sie jetzt noch zu ihr."
Wie auf Knopfdruck sahen beide Elternteile ihren Sohn an. Dieser nickte nur und Dr. Adwards stand auf und führte sie zu einem Zimmer nicht weit von seinem Büro. Er klopfte und wartete einen Moment doch als keine Antwort kam betrat er das Zimmer. Marissa lag in einem für ein Krankenhaus äußerst wohnlichen Einzelzimmer. In die Decke eingewickelt schlief sie wie es schien tief und fest. Ryan war geschockt. Er sah in das Gesicht einer Frau die die letzten Jahre mit schrecklichen Qualen verbracht haben musste. Sie hatte diesen tollen Lebenslustigen Ausdruck verloren dass war sogar im Schlaf zu erkennen. Ihre Haare hatte man zu einer Kurzhaar Frisur geschnitten und sie wirkte so alt.
„Möchten sie hier bleiben und warten bis sie aufwacht oder würden sie lieber morgen wiederkommen?"
Ryan sah den Arzt erschrocken an „Warten!" Wie konnte jemand denken dass er jetzt gehen konnte. Er hatte Marissa vor sich zum ersten Mal seit vier Jahren. Es war ihm unmöglich seinen Blick von ihr abzuwenden. Es ging einfach nicht. Seine Eltern verstanden ihn sofort du gingen mit Dr. Adwards hinaus.
Ryan konnte sie reden hören und nach einiger zeit kam seine Mutter wieder ins Zimmer.
„Sandy holt uns einen Cafe. Möchtest du alleine mit ihr sein?"
„Ja das wäre gut."
Kirsten wollte gerade den Raum verlassen. „Mum? Danke dass ihr dabei seid und mich wieder einmal so unterstützt."
Seine Mutter lächelte ihn an doch er hatte nur Augen für die Schlafende also verlies sie den Raum. Nun war er allein mit ihr. Er machte sich große Sorgen um sie. Das hatte er schon immer doch jetzt wo er sie so sah hasste er sich dass er ihr nicht früher geholfen hatte.
Plötzlich fing Marissa an sich zu bewegen. Ryan wusste dass es jetzt noch ungefähr zwanzig Minuten dauern würde bis sie wach war. Unglaublich dass er das noch wusste. Er hatte sich früher immer einen Spaß daraus gemacht sie mit dieser Schlafgewohnheit auf zu ziehen. Und wirklich wachte sie wie schon immer nach der gleichen Zeit auf. Ryan setzte sich vorsichtig auf einen Stuhl um sie nicht zu erschrecken. Sie sollte erst einmal richtig wach werden.
Er konnte sehen wie sie ihre Augen aufschlug und sich wie immer in Richtung Fenster drehte. Sie liebte es als erstes das Meer zu sehen wenn sie aufwachte doch hier gab es kein Meer doch anscheinend tat sie es einfach aus Gewohnheit. Sie blinzelte in die immer strahlende Sonne Kaliforniens und setzte sich langsam auf.
Sie musste ihn aus dem Augenwinkel gesehen haben denn plötzlich fuhr sie herum und ein kleiner Aufschrei entfuhr ihrem Mund. Ryan lächelte sie an. Sie sagte kein Wort. Marissa konnte es einfach nicht fassen. Sie musste noch nicht ganz wach sein. Das war nicht möglich!
„Hi Marissa!"
Oh Gott er war es wirklich so konnte nur er „hi" sagen. Sie war wie immer schon von nur einem Wörtchen von ihm total schwach geworden. Sie musste etwas sagen irgendetwas. In ihrem Kopf begannen sich Worte zu bilden aber keines wollte über ihre Lippen.
„Bist du es wirklich?"
Nein das war etwas ganz dummes! Warum hatte sie nur so eine dämliche Frage gestellt obwohl er es doch ganz offensichtlich war! Ryan musste grinsen.
„Für dich bin ich wer du willst!"
Da war es wieder dieses Gefühl. Dieses Gefühl dass er nur für sie existierte und dieser Satz war das schönste was sie in den letzten vier Jahren gehört hatte. Sie lächelte ihn an. Plötzlich schien es ganz leicht mit ihm zu reden. „
Woher wusstest du dass ich hier bin?"
„Eine Schwester hat mich angerufen und es mir gesagt."
„Aber woher kannte sie dich?" Marissa war verwirrt.
„Du musst meinen Namen öfters erwähnt haben."
Ryan wollte ihr nicht die Wahrheit sagen weil er sie nicht verängstigen wollte. Sie wusste nichts von diesen Anfällen.
„Oh ja das ist möglich."
Sie schwiegen sich eine ganze Weile an.
„Ryan?"
„Ja?"
„Es ist schön dass du da bist."
Er lächelte sie glücklich an. Auch er war froh.
„Hast du etwas von Sum gehört?"
„Nein tut mir leid. Die Trennung von Seth hast du doch sicher noch mit bekommen oder?"
„Ja."
„Jetzt wohnt sie glaube ich an der Ostküste aber mehr weis ich auch nicht."
„Schon komisch das die fantastischen vier jetzt alles andere als fantastisch sind, oder."
„Ach das war doch immer nur das Gerede von Seth."
„Ja dein Bruder hatte schon einen Schaden. Wie geht's ihm denn?"
Ryan schluckte. „Wir wissen es nicht. Er hat sich schon eine Ewigkeit nicht gemeldet."
„Oh, tut mir leid."
Die beiden unterhielten sich noch eine Weile doch dann kam das Abendessen und Ryan verabschiedete sich.
„Kommst du wieder?"
„Klar. Ich würde dich doch nicht alleine lassen."
Marissa sah ihn mit einem seltsamen Blick an und er küsste sie bevor er wusste was er da tat auf die Stirn und verließ den Raum.
Freue mich wie immer über eure Reviews!
