Ein großes Dankeschön an MarieCarlie1305, meine Beta-Readerin, die mir das Kapitel heute innerhalb kürzester Zeit zurück geschickt hat.

Disclaimer: Alle Charaktere, Orte, etc. gehören JKR. Der Plot gehört WithDemonWings. Mir gehört nichts.


Kapitel 10)

Ron stierte sein Essen, das er noch nicht angerührt hatte, finster an und ignorierte seine Familie. Vier seiner Brüder waren zum Abendessen vorbeigekommen. Sie hatten vorgegeben Zeit mit Mum und Dad verbringen zu wollen. Er wusste aber, dass dem nicht so war. Sie waren gekommen um ihn zu foltern.

Es waren noch nicht einmal drei Minuten vergangen, seit Fred und George das Haus betreten hatten, da hatte Ron angefangen die Farbe zu verändern. Seine Haare waren gerade giftgrün und seine Haut neongelb.

Charlie war da subtiler. Es hatte fünf Minuten gedauert, bis Ron angefangen hatte Blasen zu rülpsen und wenn diese platzten, stanken sie fürchterlich. Allerdings konnte das nur Ron riechen.

Er wusste nicht, wann Bills Streich angefangen hatte zu wirken, da Ron sich absolut weigerte zu sprechen. Und als er irgendwann doch versuchte etwas zu sagen, kam nur Kauderwelsch aus seinem Mund. Er sprach rückwärts oder brachte nur irgendwelche Silben zustande oder sprach irgendeine zufällige Sprache. Nicht, dass Ron etwas von dem verstanden hätte, was er sagte. Er brabbelte zusammenhangslos vor sich hin und niemand verstand, was vielleicht eine beeindruckende Schimpfkanonade hätte sein können.

Er hatte allerdings keine Ahnung, wer ihm den schlimmsten Streich gespielt hatte. Den, der dazu führte, dass alles, was Ron aß wie Asche schmeckte. Was auch der Grund war, warum er noch nichts gegessen hatte, seit er zuhause angekommen war. Er starrte die, die ihre Mahlzeit genossen, finster an. Er wollte in sein Zimmer gehen, aber der Gestank, der dort die Luft verpestete, war unerträglich. Er hatte immer noch unkontrollierbare Blähungen, die ihn schon die ganze letzte Nacht wachgehalten hatten, und der Gestank ließ sich einfach nicht aus seinem Zimmer entfernen, egal was er versuchte.

Ron rülpste mehrere Male hintereinander, woraufhin Fred und George anfingen übertrieben zu würgen, auch wenn Ron der einzige war, der die Blasen riechen konnte.

Bill und Molly ignorierten die beiden und sprachen lieber über Bills Hochzeit. Obwohl seine Beziehung zu Fleur nicht lange gehalten hatte, so dauerte die Beziehung zu ihrem Bruder Jasper dagegen schon umso länger.

Arthur und Charlie stritten sich darüber, wer den nächsten Weltcup gewinnen würde. Arthur war für Irland und Charlie favorisierte Kanada. Er hatte einen Faible für das Team, den er einfach nicht erklären konnte.

Nach einem besonders langen Rülpser, der dazu führte, dass Fred und George vor Lachen heulten, stürmte Ron aus dem Haus. Nur an der frischen Luft war der Gestank erträglich, weil er relativ schnell verweht wurde.

Ron war stinksauer und seine Laune wurde auch nicht besser, als eines seiner Schulbücher aus dem Fenster geflogen kam und ihn am Kopf traf.

Er versuchte das dumme Buch wieder loszuwerden, aber es kam immer wieder zu ihm zurück. Er hatte ein Dutzend blauer Flecken auf seinen Armen und auf dem Rücken, bevor er endlich mit seiner Arbeit anfing.

Er war sich nicht ganz sicher wie, aber irgendwie war das alles Harrys Schuld.

xXx

Hermine saß wieder im Gemeinschaftsraum und suchte die Karte nach Harry ab.

„Du weißt, er könnte überall sein", stellte Neville, der neben ihr saß, fest.

Sie seufzte. „Ich weiß, es ist nur, ich mache mir Sorgen und ich will mich bei ihm entschuldigen und ich habe einfach ein schlechtes Gewissen", erwiderte sie.

„Die Karte anzustarren hilft da auch nicht weiter."

Just in dem Moment erblickte sie Snape und Harry, die laut Karte aus einer Wand heraustraten, den Gang ein Stück hinuntergingen, um dann in der gegenüberliegenden Wand zu verschwinden.

„Warum ist er mit Snape zusammen?", fragte sie laut, wobei sie so klang, als ob sie Nevilles Anwesenheit vergessen hätte.

Nevilles Augen weiteten sich vor Überraschung. Das war einfach nicht möglich!

„Vielleicht weil Harry glaubt, dass Snape der einzige ist, dem er vertrauen kann", sagte er und ging. Hermine starrte ihm überrascht nach.

xXx

Statt einen Haufen Hausaufgaben zu korrigieren, starrte Snape unverwandt auf das Buch, auf dem er Kit schlafend gefunden hatte. „Warum warst du an diesem Buch so interessiert? Es behandelt nur Transformationen von Mensch zu Tier." Er blätterte durch das Buch.

Bevor Snape aber irgendwelche Schlüsse ziehen konnte, erklang ein gellender Alarm, der alle Lehrer zur Eingangshalle rief.

Severus ließ die beiden Katzen in seinem Zimmer zurück. Das Buch blieb offen bei einem Kapitel liegen, das unsachgemäß angewendete Zaubersprüche und unbeabsichtigte Transfigurationen behandelte.

xXx

Die wenigen Schüler, die sich immer noch in den Gängen aufhielten, wurden in ihre Gemeinschaftsräume gescheucht. Es war nicht nötig, dass sie die beiden Männer in der Eingangshalle sahen.

Poppy führte bereits die ersten Scans durch und wies Luna und Padma an, was sie im Krankenflügel für sie vorbereiten sollten. Die beiden eilten davon, um alles bereitzustellen.

„Severus!", rief Albus Snape herbei. „Könntest du bitte Draco mitteilen, dass sein Vater gefunden wurde?" In der Frage klangen Bitte und Befehl zugleich mit.

Severus nickte knapp. Er konnte hier nicht viel tun und Poppy hatte alles unter Kontrolle. Er betrachtete die beiden Männer, die in der Eingangshalle zusammengebrochen waren. Das blass-blonde Haar verriet die Identität Malfoys. Die braunen Haare des anderen Mannes waren schwerer einzuordnen, aber Snape hoffte sein Verdacht über die Identität dieses Mannes würde sich nicht bestätigen. Harry wäre am Boden zerstört.

xXx

Mit der Hilfe von McGonagall, Sprout und Weasley brachte Poppy die beiden Männer in den Krankenflügel.

Ein leises Knurren ertönte von einem der beiden Männer, aber niemand der Anwesenden hörte es.

Poppy musste die beiden voneinander trennen, da ihre Scans undeutlich waren.

Remus, der braunhaarige Mann, fing an zu strampeln, als Lucius von ihm getrennt und in ein anderes Bett gelegt wurde, und Lucius fing an zu wimmern.

„Beruhige dich, Lupin. Du bist jetzt in Sicherheit", beruhigte Poppy ihn, während sie versuchte ihn dazu zu bringen einen Beruhigungstrank zu trinken.

Lucius wimmerte nach wie vor und fing nun auch an unruhig zu werden.

Plötzlich stürmten mehrere Auroren den Krankenflügel, dicht gefolgt von Cornelius Fudge.

„Mir ist zu Ohren gekommen, dass sich hier ein Krimineller aufhält", verkündete er und sah dabei sehr wichtigtuerisch aus. „Zwei, um genau zu sein."

„Sie sind falsch informiert", erwiderte Albus, als er endlich in den Krankenflügel gerauscht kam.

Fudge blickte ihn finster an: „Befinden sich Lucius Malfoy und Remus Lupin hier oder nicht?"

„In der Tat, sie sind hier", antwortete Dumbeldore fröhlich. „Sind Sie hier um sie zu besuchen?"

Albus fiel es sehr schwer nicht zu lachen, als Fudge ihn vor lauter Wut schon fast anknurrte. „Stellen Sie meine Geduld nicht auf die Probe, Dumbeldore!", stieß er wütend hervor. „Ich will, dass beide Männer verhaftet werden! Sie haben durch ihre Flucht ihr Land verraten!"

„Diese Männer gehen nirgendwo hin", zischte Poppy, wobei sie nicht von Remus, den sie gerade zu heilen versuchte, aufsah. Dieser war ruhelos, wenn auch lethargisch.

„Sie haben einen Komplott geschmiedet mich umzubringen!", explodierte Fudge und wurde puterrot.

„Sie haben einen Komplott geschmiedet die Welt zu retten!", brüllte Poppy zurück.

„Ich verlange, dass Sie aufhören diese Männer zu heilen!" Er stand genau vor ihr und behinderte Poppy in ihrer Bewegungsfreiheit.

„Und ich verlange, dass Sie sich die Zähne putzen", gab sie zurück und schubste ihn aus ihrem Weg.

Fudge war offensichtlich empört.

„Als Direktor dieser Schule, befehle ich Ihnen, Cornelius Fudge, ehemaliger Zaubereiminister, das Schulgelände zu verlassen!", verkündete Albus und sah wie der kämpferische Magier aus, als den ihn die meisten Leute kannten. Seine Macht knisterte um ihn herum und das Funkeln in seinen Augen war einer kämpferischen Entschlossenheit gewichen.

Fudge fing an unverständlich zu stottern, unfähig Konsonanten zusammenzufügen, obwohl es fast so klang als versuchte er zu sagen: „Ich bin der aktuelle Minister."

„Nicht mehr, Cornelius", sagte Albus und überreichte Fudge ein aufgerolltes Pergament.

Cornelius rollte das Pergament auf, nicht ganz sicher, was vor sich ging. Es war eine Petition, die von allen Ausschussmitgliedern unterzeichnet war, und somit Fudge von seinem Ministerposten entfernte.

„Nun denn, was fehlt unseren Jungs denn?", fragte Albus, als er zu Poppy trat. Diese stand neben Remus, welcher schlimmer dran zu sein schien als Lucius.

Bevor Poppy antworten konnte, brach jemand durch die Tür des Krankenflügels.

Während Draco, dicht gefolgt von Snape, in den Krankenflügel gestürmt kam, wurde Fudge magisch aus dem Schloss entfernt.

„Papa!", rief Draco und stürzte sich geradezu auf Lucius.

Lucius drückte den Jungen fest an sich, als sie sich umarmten.

„Mein Junge", flüsterte der ältere Blonde, als der jüngere sich an ihn schmiegte.

„Nichts hilft", seufzte Poppy.

„Rück ihre Betten zusammen. Ich glaube sie sind aneinander gebunden", flüsterte Severus sanft. „Es wird ihnen beiden helfen."

Poppy starrte Severus einen Moment ungläubig an.

„Ich glaube er hat recht", stimmte Albus zu, während er auch schon seinen Zauberstab schwenkte und Remus´ Bett neben das von Lucius und Dracos rückte.

Die Wirkung war sofort sichtbar. Remus´ Verletzungen begannen zu heilen, als er sich neben den Blondschopf rollte und Lucius beruhigte sich.

Niemand bemerkte wie Severus aus dem Zimmer schlich.

xXx

Severus schloss langsam die Türe hinter sich, blickte sich aber nicht um. Er seufzte und stieß sich dann von der Tür weg.

Er fand Kit-Harry wieder auf dem Buch liegend vor.

„Wer hat dich in diese teuflische Katze verhext, Harry?", fragte er und hob das Kätzchen auf Augenhöhe.

Harry maunzte leise und tapste mit seiner Pfote gegen Severus´ Wange.

„Ich weiß, dass du es bist", sagte er sanft, fast traurig. Harry wurde starr.

„Ich bin nicht böse auf dich. Es ist nicht deine Schuld. Auch wenn es schwierig ist mit dir zu kommunizieren, solange du einer anderen Spezies angehörst", sagte er sanft.

Harry legte den Kopf zur Seite und stellte so eine Unzahl von Fragen, die er nicht aussprechen konnte.

„Wir werden ein langes Gespräch führen, wenn du wieder du selbst bist", erklärte Snape. „Und bis dahin werde ich alles tun, was in meiner Macht steht, um herauszufinden was mit dir passiert ist und wer dir das angetan hat."

Harry miaute und versuchte sich aus Severus´ Händen zu befreien, aber dessen lange Finger hielten ihn fest.

„Das wird dir ewig anhängen", stellte Snape fest und Harry zischte ihn an.

Severus setzte Harry in seinen Schoß: „Du solltest wissen, dass Remus wieder aufgetaucht ist. Und nein, du kannst ihn nicht besuchen gehen. Noch nicht. Ich glaube, dass Lucius Malfoy und Remus aneinander gebunden. Ich bin mir nicht sicher, wie es passiert ist, aber Lucius wurde gebissen."

Harry miaute erneut.

„Da wirst du schon Remus und Lucius fragen müssen, wenn du wissen willst, was passiert ist. Alles, was ich dir sagen kann ist, dass beide in der Eingangshalle aufgetaucht sind und unruhig waren, wenn man versucht hat sie voneinander zu trennen. Wir können später in den Krankenflügel schleichen, damit du die verdammten Wölfe sehen kannst", gab Snape schließlich nach und fing an wütend mit der Feder auf ein Pergament loszugehen.