TITEL: Wechselbälger
ORIGINAL-FANFIC: http / canadian-haruka . livejournal . com / tag / changechildren
AUTOR: Haruka (mailto:harukaeastlink.ca)
KATEGORIE: AU, Humor, Crack
RATING: T bis R
DISCLAIMER: Prince of Tennis gehört Konomi Takeshi.
AUTORNOTIZEN: Alternatives Universum, indem die Autorin schamlos Ideen aus verschiedenen Medienquellen geliehen/abgewandelt hat, und sogar die eine oder andere eigene dazwischen geworfen hat. Falls hier irgend etwas Canon sein sollte, ist das wahrscheinlich ein Versehen. In späteren Kapiteln wird Prügelstrafe vorkommen. Yaoi-Warnung.
ÜBERSETZER: MilenaLupin
ÜBERSETZERNOTIZEN: Autorisierte Übersetzung von Harukas (grandioser) fanfiction „changechildren". Geht und lest das Original!
Wow, zwei Reviews für ein Kapitel. Ich fühl' mich so geliebt... \(´v')/
Larian – herzlich willkommen! Du könntest nicht Unrecht haben mit deiner Vermutung. Hinweise gibt's schon in diesem Kapitelchen...
Masataka – Ryoma ist bekannt dafür, dass er schon vom Zuschauen lernt – Schläge, Strategien, Schwächen seines Gegners. Vielleicht hilft's ihm ja auch hier. Er hat jedenfalls die Hoffnung nicht aufgegeben...
Wegen TezuAto... ja, da wird's noch heißer. Erstaunlich eigentlich, wenn man Keigos Kraft bedenkt. Nur Geduld! Ein Fingerzeig kommt diesmal schon.
ARCHIV: ffnet
Diese fanfic steht auf Harukas Wunsch nicht für andere Archive zur Verfügung!
- Teil 10 -
Jeder ärgert jeden. Wenn sie nicht gerade am Knutschen sind, heißt das. Das ärgert nur die Lehrer.
Mizuki war sich nicht sicher, ob ihn der Ausgang des Meetings nun glücklich machen sollte oder nicht. Es hatte ihm einen Heidenspaß bereitet, Fuji Syuusukes Gesicht zu beobachten, als der ihn und Yuuta nebeneinander sitzen sah – und er war auch froh darüber, dass die Fähigkeiten während eines Matches annulliert werden würden, schließlich konnte er aus seiner eigenen ohnehin nicht viel Vorteil ziehen. Allerdings störte ihn der Gedanke an die Power Practice-Veranstaltungen. Er hatte seine Kraft bereits perfekt unter Kontrolle, also brauchte er das Training nicht weiter. Außerdem würde ein Training im Kreis einer ganzen Gruppe am Ende doch die Art seiner Fähigkeiten enthüllen. Er hatte Glück gehabt, das bisher vermeiden zu können, aber damit war nun wohl Schluss.
Seine Unsichtbarkeit nicht auffliegen zu lassen hieße, ganz damit aufhören zu müssen; und dazu hatte er einfach zuviel Spaß.
Er sah Atobe den Korridor entlang auf ihn zukommen und lächelte süßlich. „Herzlichen Glückwunsch zur Rückkehr deiner Kraft, Atobe-san. Ich bin mir sicher, dass Tezuka-san deinetwegen SEHR glücklich ist."
Atobe warf ihm einen komischen Blick zu. „Ich würd' gern glauben, dass jeder meinetwegen sehr glücklich ist, Mizuki-san."
„Natürlich, natürlich!", meinte Mizuki leichthin und wickelte eine seiner Locken um den Finger. „Aber es ist doch nur natürlich, dass ich zuerst an Tezuka dachte, in Anbetracht eurer besonderen Beziehung." Er schlug sich eine Hand über den Mund. „Uuhps! Das soll ja ein Geheimnis bleiben, nicht wahr? Dann sollte wir besser nicht länger darüber sprechen, nicht dass uns noch jemand überhört. Schönen Abend noch!"
Mizuki konnte Atobes Blicke in seinem Nacken spüren und hielt mit Mühe ein Kichern zurück. Es war schließlich Atobes und Tezukas eigene Schuld. Wenn sie nicht wollten, dass irgendjemand etwas über ihre Affäre erfuhr, sollten sie nicht knutschen, wenn die Tür nicht ganz geschlossen war. Sonst könnte noch eine unsichtbare Person vorbeikommen und ihnen durch den Spalt zuschauen.
Nein, dachte er sich, unter gar keinen Umständen würde er seine Fähigkeit aufgeben, selbst wenn die anderen diese herausfinden würden.
„Amüsiert dich irgendwas?"
Er schaute zu Takahisa auf, und wunderte sich, wie lange der wohl schon aus seinem Türeingang heraus zugesehen hatte.
„Nichts worüber ich sprechen wollte", entgegnete Mizuki, während er vorbeiging.
„Es kommt nicht oft vor, dass irgendwas Atobes Fassade durchdringen kann", bemerkte Takahisa. „Ich weiß ja nicht, was du zu ihm gesagt hast, aber gratuliere."
Mizuki betrachtete den anderen Jungen nachdenklich. „Stimmt das, dass du heute beim Tennistraining die Kontrolle über deine Kraft verloren hast?"
„Nur ein bisschen. Ich arbeite noch dran."
„Tu das", erwiderte Mizuki hochmütig. „Sollten wir je ein Match gegeneinander spielen, will ich nicht spüren müssen, wie du die Erde unter mir wackeln lässt."
„Keine Bange", entgegnete Jyouseis lila-äugiger Kapitän glatt. „Wenn ich für dich die Erde zum Beben bringe, wird das nicht auf dem Tennisplatz sein."
Mizukis Kiefer fiel einige Stockwerke tiefer, und zum ersten Mal seit langer, langer Zeit fand er sich selbst sprachlos.
Tarou befand sich wieder auf dem Weg nach oben, nachdem er sich in der Küche eine Tasse Tee geholt hatte, als er zufällig einen Blick ins Wohnzimmer warf. Zuerst sah es nicht so aus, als sei jemand dort drin, aber dann sah er einen roten Haarschopf eben oberhalb der Armlehne des Sofas hervorblitzen und hörte Gemurmel aus derselben Richtung. Neugierig schlich er sich in den Raum.
Als er sich dem Sofa näherte, bestätigte sich sein Verdacht. Dort lagen Fudomines Kamio Akira und Ibu Shinji in einer verfänglichen Position und stellten Dinge mit ihren Händen und Körpern an, die Dreizehnjährige nicht tun sollten. Das Einzige, was zu ihrer Ehrenrettung gesagt werden konnte, war dass sie beide noch voll bekleidet waren, und Tarou hatte auch nicht vor, ihnen genug Zeit zu lassen, um das zu ändern.
„Okay, das reicht", erklärte er bestimmt und zerrte Kamio am Arm von Shinji herunter.
„Hey, was tun Sie da?!", schrie Kamio auf und riss seinen Arm mit einer solchen Geschwindigkeit aus Tarous Griff, dass sich Hyouteis Lehrer vor lauter Schwung halb im Kreis drehte.
„Setz ja nicht deine Kraft gegen mich ein, junger Mann", warnte ihn Tarou, als er das Gleichgewicht zurück gewonnen hatte. „Du kennst die Hausregeln."
„Das war eine automatische Reaktion", patzte Kamio zurück. „Sie haben mich doch wohl zuerst gepackt!"
„Das ist wahr, und ganz ohne jede Warnung noch dazu", beklagte sich Shinji, der sich in eine sitzende Position hoch gedrückt hatte und seine Kleider glatt zog. „Ich verstehe nicht, wieso Sie es für nötig befinden, uns zu unterbrechen, wenn wir gerade offensichtlich einen privaten Moment für uns haben---"
„Privat, dass ich nicht lache", schnitt Tarou ihm das Wort ab. „Ihr befindet euch mitten im Salon. Jeder könnte jeden Moment hier reinkommen und euch sehen – was soll daran bitte privat sein?"
„Wir dürfen ja nicht in ein Schlafzimmer gehen und die Tür zumachen!", explodierte Kamio. „Was sollen wir denn sonst tun?"
Tarou war nicht daran gewöhnt, sich von irgendeinem seiner eigenen Schüler anbrüllen zu lassen, und er beabsichtigte auch nicht, das hier einzuführen. Er drehte Kamio um, und landete einen festen Klatscher auf dessen Hinterteil. „Versucht es mal mit ein wenig Zurückhaltung", riet er dem erstarrten Teenager. Dann wandte er sich Shinji als Nächstem zu, aber der blauhaarige Junge kroch auf Händen und Füßen rückwärts außer Reichweite und animierte dabei das Sofa, das sich dazwischen schob und Tarous Zugriff auf ihn abblockte.
„Wir haben Sie schon verstanden", versicherte Shinji ihm, der sorgfältig darauf achtete, ausreichend Abstand zu wahren, während er am anderen Couch-Ende herunter stieg.
„Dann merkt euch das auch gefälligst", warnte Tarou die beiden. „Nur weil ihr nicht zu Hause seid, heißt das nicht, dass ihr einen Freifahrtschein habt, tun und lassen zu können, was ihr wollt. Eure Eltern haben Einverständniserklärungen unterschrieben, die uns zu euren Aufsichtspersonen machen, während ihr hier wohnt. Wir nehmen diese Verantwortung ernst, und ich rate euch, das auch zu tun."
„Ich weiß, dass ich es ernster nehme als noch vor fünf Minuten." Kamio rieb sich den Hintern.
Tarou legte dem Jungen eine Hand auf die Schulter. „Kamio-kun, ob du es glaubst oder nicht, aber ich denke an euch beide. Ihr seid noch jung, dafür habt ihr noch reichlich Zeit."
„Mit allem gebotenen Respekt, Sakaki-san, aber es ist nicht so, als ob einer von uns beiden schwanger werden könnte", bemerkte Shinji.
Tarou beäugte ihn bedeutungsschwer. „Bist du dir da absolut sicher, Ibu-kun? Als ihr Wechselbälger wurdet, habt ihr erstaunliche Fähigkeiten bekommen, aber wer weiß, was das noch mit euch angestellt hat."
Er verließ die beiden Jungs, die sich in blankem Horror anstarrten.
„Gakuto, komm mal her."
Hyouteis Akrobat beendete seinen Rückwärtsüberschlag, und ging dann zu seinem Freund am Fenster hinüber. „Was'n los?"
Yuushi nickte zu dem hinteren Tennisplatz hinüber. „Echizen und sein Vater spielen wieder. Willst du zuschauen, wie ich mir einen kleinen Spaß gönne?"
Gakuto grinste. „Nur zu!"
Yuushi hielt einen Finger hoch und zielte seine Illusion auf das Netz, das Nanjiroh und Ryoma trennte. Gakuto lachte, als er sah, wie das Netz plötzlich circa 30 Zentimeter an Höhe gewonnen zu haben schien.
„Ist ja großartig, Yuushi!", lobte er ihn.
Der Tensai mit dem Kansai-Dialekt lächelte selbstzufrieden. „Ryoma-kun ist gerade am Aufschlagen – schau'n mer mal, wie er das kompensiert."
Sie beobachteten Ryoma, der zum Aufschlag ausholte, und wie es schien, einen seiner Twist Serves starten wollte. Yuushi und Gakuto warteten darauf, dass er begriff, dass das Netz ‚höher' war, und sein normaler Schlag dieses Mal nicht funktionieren würde, aber das geschah nicht. Ryoma zog seinen Aufschlag durch und feuerte diesen perfekt ab, wobei er die Illusion völlig ignorierte.
Nanjiroh andererseits stockte im letzten Moment der Atem, als er gerade den Ball zurückschlagen wollte, und er brachte nur einen schlampigen Return zustande, der Ryoma eine Steilvorlage für einen leichten Smash bot.
„Das ist ja komisch." Gakuto runzelte die Stirn. „Dieser letzte Smash ging direkt DURCH die Netzillusion. Wieso hat der Kurze das überhaupt versucht, wenn es ganz offensichtlich doch ein Fault war?"
„Bin ich mir auch nicht sicher", gab Yuushi zu, dem die Verwirrung deutlich aus der Stimme klang. Die Jungen beobachteten weiter, wie Nanjiroh auf das Netz zuging und mit dem Schläger in dessen Richtung wedelte, während er näher kam. Er bellte Ryoma etwas zu, der daraufhin seine Kappe tiefer in die Stirn zog und desinteressiert dreinschaute. Eben noch bevor Nanjiroh das Netz berühren konnte, ließ Yuushi die Illusion verlöschen. Der ältere Echizen runzelte die Stirn und klopfte mit dem Racket auf das vorhandene Netz. Ryoma schüttelte nur den Kopf und verließ den Tennisplatz.
„Verstehe ich nicht", gab Gakuto geradeheraus zu.
Yuushi seufzte. „Da bist du wohl nicht der Einzige."
Mizuki konnte sich seinen abendlichen Besuch bei Fujis Tagebuch nicht verkneifen, besonders da es ihm als eine nette Ablenkung zu Takahisa und dessen Anspielungen erschien. Die einzigen, die sich im Korridor befanden, waren die Tanaka-Zwillinge. Sie schienen ganz vertieft in ihr Geplapper, wie erstaunt doch ihre Teamkameraden gewesen waren, als die von ihren Fähigkeiten gehört hatten. Keine Probleme von der Seite, dachte Mizuki, und machte sich unsichtbar, bevor er sein Zimmer verließ und sich in Richtung Fujis und Eijis auf den Weg machte.
„Ich glaube aber, Wakato ist eifersüchtig auf uns!", erklärte Youhei gerade.
„Oh, definitiv." Kouhei nickte. „Er hat sogar gesagt, er wünschte, er könnte so eine Art Transformationskraft haben, damit er seinen ‚CHANGE OVER' in echt vornehmen kann!"
„Und als –", Youhei stockte. „Hast du das gehört?", fragte er stirnrunzelnd.
Mizuki zögerte. Er hatte die Zwillinge fast erreicht, aber sicherlich wussten die doch nicht, dass er da war?
Kouhei rollte die Augen. „Ich höre in letzter Zeit IMMER irgendwas. Kannst du dich vielleicht ein bisschen genauer ausdrücken?"
„Irgendwas hier in der Nähe." Youhei schaute sich verwirrt nach rechts und links um. „Ich kann nichts sehen, aber es klingt, als ob hier jemand im Flur neben uns atmen würde."
„Hey, du hast Recht…!"
Mizuki verfluchte die hübschen Zwillinge insgeheim. Sie standen zwischen ihm und seinem Ziel, aber er wagte es nicht, dahin weiter zu gehen, falls sich einer von beiden bewegen sollte, um näher an ihn heran zu kommen. Zögernd ging er Schritt für Schritt zurück und kehrte in sein eigenes Zimmer zurück, wo er sich schwur, es bei der nächsten Gelegenheit, die sich ihm bot, wieder zu versuchen.
Sumire klopfte nachdenklich mit ihrem Stift auf den Schreibtisch. „Ich denke, das ist bis jetzt schon mal ein ziemlich guter Stundenplan, Aoi-san."
„Und wenn die Männer irgendwelche Einwände dagegen haben, sind sie selbst Schuld, schließlich haben sie uns im Stich gelassen und die ganze Arbeit allein machen lassen", stimmte Aoi zu. Dann seufzte sie. „Es ist doch aber seltsam, nicht wahr, dass bislang keine von weiß, was Mizuki Hajimes Fähigkeit ist?"
„Einer von den Männern muss ihn zugelassen haben, wenn weder du noch ich es gewesen sind", meinte Sumire. „Da wir ihn nicht nach seiner Fähigkeit einteilen konnten, müssen wir einfach hoffen, die beste Aufteilung gefunden zu haben."
„Und selbst wenn nicht, werden sie am Ende doch alle wieder durchgemischt und neu verteilt werden", betonte Aoi. „Wir haben nur zweiundzwanzig Kinder, und es ist wohl am besten, wenn sie nicht jedes Mal mit den selben Leuten üben. Ich hoffe nur, wir kommen durch diese Sessions, ohne dass jemand verletzt wird."
„Hallo Ladies", grüßte sie Nanjiroh, der eben zur Tür hineinspaziert kam. Er warf einen Blick auf die Papierbögen vor ihnen. „Hey, ihr habt die Trainingspläne schon fast fertig, gute Arbeit!"
„Danke schön", erwiderte Sumire trocken. „Du und Tarou-san, ihr könnt euch um die nächsten kümmern."
„Wie war dein Match mit Ryoma-kun?", erkundigte sich Aoi.
„Merkwürdig." Nanjiroh hockte sich auf die Tischkante. „Einen Moment lang sah das Netz plötzlich anders aus – höher als sonst. Ich hab deswegen meinen Return verhunzt, aber der Junge spielte, als sei gar nichts los."
Sumire sah nachdenklich aus. „Ist es möglich, dass Ryoma am Ende doch eine Art Fähigkeit entwickelt hat? Etwas, das die Höhe eines Netzes beeinflussen könnte?"
Nanjiroh stritt das ab. „Pffft. Selbst wenn er das könnte, würde er's nicht tun. Er will mich auf seine ganz eigene Weise schlagen."
Aoi warf Nanjiroh einen verschmitzten Blick zu. „Vielleicht warst du einfach ein bisschen neben der Spur, Nanjiroh-san?"
Er lehnte sich mit einem Funkeln in den Augen zu ihr herüber. „Ich kenne keine schlechten Tage."
„Starrst du mir etwa in die Bluse?"
„Natürlich tut er das", sagte Sumire schwach, ohne auch nur in beider Richtung zu schauen.
Nanjiroh zuckte die Schultern und lehnte sich wieder zurück. „Den Versuch kann man einem Mann doch nicht zum Vorwurf machen!"
„Ich frage mich, ob deine Frau das wohl genau sieht."
„Lass meine Frau da raus, alte Hexe. Sie kennt mich gut genug."
„Weiß sie auch, dass du manchmal auch die Jungs so ansiehst?", bohrte Sumire nach.
„Ich mach da kein Geheimnis draus, dass ich ein gleichberechtigender Lustmolch bin!", lachte Nanjiroh. Sumire schüttelte nur den Kopf, und Aoi wunderte sich, ob Nanjiroh das ernst meinte oder nicht.
„Ach, hier steckt ihr alle." Tarou betrat das Lehrerzimmer. „Ich dachte, ich teile euch lieber die Neuigkeiten über einen unangenehmen Vorfall gleich mit, der sich vorhin ereignet hat. Ich habe Kamio und Shinji erwischt, wie die heftig auf dem Sofa rumgefummelt haben, und als ich sie zur Ordnung rufen wollte, sind sie mir auch noch frech gekommen."
„Ich wusste, dass die beiden ein Paar sind, aber ich hätte nicht gedacht, dass das schon so weit gehen würde", bemerkte Aoi. „Sind die nicht erst dreizehn?"
Tarou nickte. „So hatte ich das auch verstanden, ja." Er verschränkte die Arme. „Kamio-kun hat mich genug gereizt, dass ich ihm eine auf die Kehrseite versetzt habe. Das schien die Aufmerksamkeit der beiden genug zu wecken, dass wir die Angelegenheit beenden konnten – vorerst zumindest."
„Wie lästig", kommentierte Sumire. „Wenn es ein Hyoutei-Pärchen gewesen wäre, oder aus Jyousei oder Seigaku, wüsste einer von uns dreien, was wir von unseren Jungs zu erwarten haben, und sie würden auch unsere wahrscheinliche Reaktion kennen. Aber bei den beiden, ist der einzige Weg, sich innerschulische Autorität zu holen –"
„Tachibana", beendete Tarou den Satz. „Und entschuldigt mich, wenn ich damit ein kleines Problem habe, von einem Vierzehnjährigen zu erwarten, mit dieser Verantwortung richtig umzugehen. Wir wissen schließlich nicht, was ER heimlich so treibt."
„Ja, bei diesen stillen Wassern muss man besonders aufpassen", stimmte Nanjiroh zu und gluckste dann. „Kommt schon, Leute, Jungs sind nun mal Jungs. Wenigstens sind es alles Jungs, nicht wahr? Kein Schaden, kein Problem."
Die anderen drei sahen ihn an, und Sumire zog eine Augenbraue hoch. „Also, wenn wir dann Ryoma beim Rumknutschen mit einem der anderen Jungs erwischen, sollen wir einfach in die andere Richtung sehen?"
„Klar, dann braucht ihr auch nicht mit ansehen, wie ich ihnen beiden den Hals umdrehe."
Die vier Erwachsenen teilten ein kameradschaftliches Gelächter.
Ende Teil 10
(2006)
