All he needs is Katy
Er braucht nur Katy
Würdest du aufhören, sie zu beobachten? Sie werden dich für verrückt halten.", sagte David einige Monate später und rutschte auf einen Stuhl neben Blaine.
„Das ist ekelhaft. Sie machen immer nur rum und Peter macht irgendwas Komisches mit seinen Zähnen, okay? Ich denke nicht, dass es menschlich ist.", sagte Blaine ohne von den beiden Jungen wegzusehen, die auf einem der Sofas im Gemeinschaftsraum rummachten.
David sah hinüber. „Das ist ziemlich komisch, du hast recht… aber du solltest dennoch aufhören, sie zu beobachten."
„Ich glaube, dass sie nicht einmal etwas übereinander wissen, okay? Sie saugen immer nur an ihren Gesichtern rum. Was für eine Beziehung ist das?", fuhr Blaine fort.
„Du bist so eifersüchtig.", lachte David.
„Ich bin nicht eifersüchtig auf sie.", schnappte Blaine. Dann murmelte er: „Ich möchte einfach mit jemandem kuscheln, der nicht Wes ist."
„Wes kuschelt mit dir?", David hob seine Augenbraue.
„Manchmal.", zuckte Blaine mit den Schultern. „Ugh! Und schon wieder! Brauchen sie keine Luft zum atmen?"
„Der Anfang jeder Beziehung ist reines rummachen.", sagte David. „Sie werden sich später kennen lernen."
„Es ist ekelhaft."
„Dennoch würdest du gerne selbst jemanden finden, mit dem du das tun kannst. Du kannst sehr heuchlerisch sein, Blaine.", lachte David. „Du wirst irgendwann jemanden finden."
„Meinst du?", fragte Blaine hoffnungsvoll.
„Wes hat eine Freundin, Blaine. Ich weiß es."
„In dieser Aussage steckt sehr viel Wahrheit." Blaine sprang auf und streckte seine Arme vor sich aus.
„Ich dachte du wolltest keine Verabredungen?", fragte David und beobachtete Blaine vorsichtig. „Du hast gesagt, dass du etwas Zeit ohne Jungs brauchst?"
„Ja, aber es ist schon eine Ewigkeit vergangen seit mich dieser wie-heißt-er-nochmal bedrängt hat." Blaine zuckte mit den Schultern und setzte sich wieder neben David. „Außerdem werde ich irgendwie einsam, wenn du und Wes über eure Verabredungen redet. Die einzigen Personen mit denen ich etwas unternehme sind Nick und Jeff. Kannst du glauben wie komisch das ist? Sie sind so verliebt und keiner von ihnen sieht es. Ich möchte einfach nur ihre Köpfe nehmen und zusammenschlagen bis sie zugeben, dass sie einander lieben."
„Es gibt viele schwule Jungs da draußen. Du musst einfach nur mit einem reden und…"
„Ich möchte mit niemandem hier zusammen kommen.", runzelte Blaine die Stirn.
„Woher weißt du das? Du kannst doch noch nicht mit allen schwulen Jungs auf dieser Schule geredet haben. Es gibt tausende.", zeigte David auf.
„Ich… ich werde es einfach wissen, wenn ich ihn sehe."
„Ich glaube nicht, dass es so funktioniert, Blainers.", sagte Wes den Raum betretend.
„Du musst-."
„Aufhören mich so zu nennen.", beendeten Blaine und Wes Blaines Satz.
„Aber ernsthaft das ist das Leben. Kein Film. Geh und küss einen Jungen und wenn es funkt, nimmst du ihn mit in dein Zimmer, steckst eine Socke über den Türgriff und-."
Blaine verdeckte seine Ohren, entsetzt aussehend.
„Oh warte. Er spricht von… Liebe und nicht Sex?", höhnte Wes. „Das ist dein Thema, David. Jen ist nur meine Sexpartnerin."
„Weiß sie das?", fragte Blaine scharf.
„Wir haben noch nicht darüber gesprochen.", zuckte Wes mit den Schultern.
„Blaine, rede einfach mit Leuten. Du wirst jemanden finden mit dem du dich verabreden willst. Es ist ja nicht so, als ob du die Treppe hinunter gehst und er einfach sagen wird ‚Entschuldige, wirst du die Liebe meines Lebens sein? '", sagte David nachdem er Wes streng angesehen hatte.
„Ich weiß, dass er nicht einfach am Treppenende stehen und das sagen wird.", sagte Blaine gereizt.
„Wenn du so etwas nicht erwartest, dann lass es passieren.", sagte David. „Du kannst nicht einfach schwule Pärchen anstarren und schmollen. Dann wirst du den Ruf eines wimmernden schwulen Stalkers bekommen. Und wenn sie merkwürdigerweise sterben, wirst du ein Alibi brauchen."
„Was?", fragten beide, Blaine und Wes, verwirrt aussehend.
„Entschuldige. Mom und ich haben viel Psych gesehen.", murmelte David verlegen bevor er fortfuhr. „Ernsthaft. Der einzige Mensch, der dir einen Freund finden kann, bist du. Wir würden anbieten zu helfen, aber deine Liste ist ein wenig unangemessen. Nett, leidenschaftlich, lustig, alles in einem? Du erwartest viel von einem siebzehn oder achtzehnjährigen. Nicht jeder ist wie du."
„Einen gewissen Standard zu haben ist vielleicht schwierig, aber ich denke nicht, dass ich zu viel erwarte. Außerdem ist nicht jeder wie Wes hier.", höhnte Blaine.
„Hey!", sagte Wes und hielt eine Hand an sein Herz. „Das hat mich genau hier verletzt. Genau. Hier."
„Deine Freundin-."
„Sie ist nicht meine Freundin."
„Sie verbringt die Abende mit dir, backt dir Kekse und ist nett zu deinen Freunden. Sie denkt, dass sie deine Freundin ist.", schnappte Blaine.
„Nein. Sie ist nur sehr freundlich. Ich habe das F-Wort nie gesagt, okay?", stritt Wes. „Zumindest bin ich nur ein Aschloch. Du bist verrückt."
„Ich bin nicht verrückt. Ich bin nur eifersüchtig.", schmollte Blaine. „Hör auf mich zu beleidigen."
„Ich bin älter. Es ist mein Job.", sagte Wes hinüber sehend. „Ich meine sie sind so im Rummachen gefangen. Wenn du dich zwischen sie zwängen würdest, würden sie es wahrscheinlich gar nicht merken. Vielleicht würden sie dich bitten mitzumachen und es zu einem Dreier zu machen."
Blaine würgte und verdeckte seinen Mund.
„Öffne dich der Erfahrung, Blaine.", lachte Wes.
„Hör nicht auf ihn.", starrte David. „Ich weiß, dass die Dalton keine Aufsichtsbehörde hat, aber was ist wenn du zur Westerville Aufsichtsbehörde gehst?"
„Oh, weil mein Dad das lieben würde. Ich wäre raus aus der Dalton bevor du meinen ganzen Namen sagen kannst."
„Ja, aber du hast einen ziemlichen langen Namen.", schnaubte David.
„Okay, okay. Was für einen Jungen möchtest du?", fragte Wes und schien einmal wirklich ernst zu sein. „Außer nett, leidenschaftlich und lustig."
„Blaue Augen. Glatte Haare, weil ich genug Locken für uns beide habe. Außerdem werden wir es finanziell niemals schaffen, wenn wir beide so viel Haargel brauchen würden.", sagte Blaine mit einem ernsten Gesichtsausdruck. „Er muss eine schöne Stimme haben. Er kann nicht langweilig sein. Und er muss ein schönes Lächeln haben. Kann er bezaubernd sein?"
„Sei realistisch. Wir versuchen einen Menschen zu finden, nicht einen zu machen.", sagte David. „Wenn du so hohe Erwartungen hast, wirst du niemals einen finden."
„Ugh, er darf kein Hipster sein.", sagte Wes. „Dann würde ich ihn nicht mögen."
„Er kann auch keinen Sport machen. Blaine ist sportlich genug.", fügte David hinzu. „Er kann nicht zu adrett sein, weil diese Jungs nervig sind."
„Er muss kochen, weil es keiner von uns kann. Schau, das kann zu unserem Vorteil sein. Du und ich… unsere Mädchen wollen nicht für uns drei kochen. Aber Blaine ist ein guter Fang. Jemand muss sich Hals über Kopf in ihn verlieben und wir werden alle gefüttert werden bis Blaine oder der neue Junge stirbt.", grinste Wes.
„Hey, das ist mein Freund, nachdem wir suchen. Nicht eurer Hausmädchen.", schnappte Blaine. Warum hatte er das wieder erwähnt?
„Wir bekommen etwas dafür, dass wir dich aushalten.", neckte David auch grinsend.
„Er darf nicht immer im Mittelpunkt stehen wollen.", nickte Wes. „Weil sie zu oft darum kämpfen würden. Wenn sie immer streiten, werden wir vielleicht nicht täglich verköstigt."
„Vielleicht bin ich noch nicht bereit für eine Beziehung. Ihr zwei seid auf jeden Fall noch nicht erwachsen genug." Blaine sprang auf.
„Natürlich wird er eine große Schuhgröße haben müssen, wenn ihr versteht was ich meine.", fuhr Wes fort. „Ich wette Blaine würde das mögen. Richtig, Blaine? Richtig? Du verstehst was ich meine? Es war eine Sexbemerkung, weil du Sex magst."
„Ja, Wes. Ich verstehe es.", sagte Blaine. „Können wir jetzt aufhören über mein nicht vorhandenes Liebesleben zu reden?"
„Aber es hat gerade angefangen, Spaß zu machen.", lachte David.
„Ich muss eh zu einem mündlichen Französischtest." Blaine stand auf. „Ich seh euch Jungs später, nachdem ich mit meiner lieblichen Mutter zu Abend gegessen habe, okay?"
„Sicher.", sagte David als Wes seine Lippen schmollend vorstreckte. „Möchtest du dir mein Auto leihen? Ich weiß, dass deines vor morgen nicht fertig sein wird."
„Du bist toll.", sagte Blaine, aufhorchend. „Und das Auto ist auch ziemlich süß."
„Bring es nur sicher zurück." David streckte ihm seine Schlüssel hin. „Und bring mir einen von diesen vereisten Cookies mit."
„Okay."
„Hey! Ich möchte einen Schokoladenkeks!", zwitscherte Wes. „Bitte? Ich werde dir einen guten Schwulenporno raus suchen, wenn du es tust."
„Sag so etwas nicht. Es lässt mich deine Sexualität hinterfragen.", wisperte Blaine.
„Was ist falsch daran, wenn hetero Teenager Schwulenpornos sehen?"
…
„Uh oh. Er macht das mürrische Gesicht.", gurrte Wes als Blaine später am Abend in sein Zimmer schlurfte.
„Du verlässt niemals Davids und mein Zimmer, oder?", fragte Blaine sich auf sein eigenes Bett fallen lassend.
„Wie ist es gelaufen?", fragte David neugierig und drehte sich dabei vom Tisch weg. „Wirklich, Wes? Du bist sogar unter meiner Decke?"
„Mir war kalt. Lass mich in Ruhe.", sagte Wes. „Sag schon, Blaine. Erzähl uns allllles."
„Jemand ist fröhlich.", murmelte Blaine. „Es war so: ‚Warum besuchst du uns nicht mehr? Kalifornien klingt nach einem guten Ort fürs College. Es ist schön und weit weg von zu Hause. Hast du schon eine Nicht-Freundin gefunden? Hast du den Scheck für deine Bücher bekommen?' Es sind immer niemals endende Fragen. Allerdings schätze ich, dass das besser ist, als ein richtiges Gespräch. Es ist dumm. Als ob es sie interessieren würde."
„Du hast nur noch zehn weitere Besuche und dann wirst du auf dem College sein.", versicherte David ihm. „Und die Besuche dauern auch nie lange."
„Ja, dieser Typ kam rein und sie ist praktisch geflohen. Ich habe euch gesagt, dass sie eine weitere Affäre hat." Blaine rollte mit den Augen. „Meine Mutter hat einen Ehemann und einen Freund, aber ich kann nicht Mal einen festen Freund haben, ganz abgesehen von einem schwulen Freund."
„Zumindest musst du dich nicht viel länger mit deiner Familie rumschlagen." David zuckte mit den Schultern, während Wes über Blaines Kommentar kicherte. „Außerdem musst du dich darauf konzentrieren, dass wir drei in weniger als einem Jahr in Kalifornien oder irgendwo anders weit weg am College sind. Das ist unser Jahr. Wir haben Unterricht und die Warbler-Proben auf die wir uns konzentrieren können. Und du hast Fußball. Und natürlich unsere neueste Mission dir einen festen Freund zu suchen."
„Mmh.", seufzte Blaine und starrte an die Decke.
„Sollten wir es ihm erzählen?", fragte David und sah zu Wes.
„Mach schon.", seufzte Wes. „Ruinier die Überraschung frühzeitig."
„Welche Überraschung?", fragte Blaine sie ansehend.
„Wie du weißt, werden wir am Freitag herausfinden, gegen welche Schulen wir bei den Sectionals antreten.", begann David. „Wes, Thad und ich meinen, dass wir ein gutes Team haben, das uns den Sieg bringen wird. Deine Stimme war noch nie so gut wie dieses Jahr, Blaine."
Blaine setzte sich aufrechter hin und seine Augen begannen zu leuchten.
„Ich denke, dass du im Wettbewerb noch besser sein wirst, wenn du beim Proben Lieder singst, die du wirklich magst. Die Proben haben wirklich gut funktioniert. Also hat der Rat entscheiden dich endlich -."
„Teenage Dream?", schrie Blaine aufspringend. „Darf ich Teenage Dream singen?"
„Ja. Wir denken, wenn du Lieder singst, die du magst, wird es unsere Chancen noch mehr erhöhen. Deine Stimme hat nie besser geklungen und-."
„Oh Gott. Ich liebe das Lied so sehr. Wann darf ich es singen?"
„Wir werden es üben und dann nächsten Dienstag vor der vierten Stunde in der Schule auftreten."
„Endlich, endlich, endlich.", sagte Blaine und führte einen kleinen Tanz auf. „Werden wir heute beginnen dafür zu üben?"
„Ja. Werden wir.", lachte David.
„Ich habe darauf gewartet, seit das Lied bei MTV und iTunes veröffentlicht wurde. Ihr seid die besten Freunde überhaupt."
„Überlass es Katy ihn aufzuheitern. Und er sagt er will einen festen Freund.", schnaubte Wes.
"Er braucht nur Katy."
Danke für die Reviews!
Das nächste Kapitel heißt New Kid (neues Kind) und ihr könnt euch mit Sicherheit vorstellen wer das sein wird ;)
