Letztes Kapitel: Vegeta beschließt, auf der Erde zu bleiben. Yamcha und Bulma streiten und in seiner Eifersucht zerstört Yamcha Vegeta's altes Zimmer. Als Bulma zu den Sons kommt, um sich auszuheulen, begegnet sie Vegeta.





„Bu...Bulma...!" murmelte Vegeta überrascht.

Einen Augenblick lang starrten die beiden einander an. Im Hintergrund patschte sich Goku vor die Stirn und seufzte aus tiefstem Herzen.

Dann lief sie auf Vegeta zu. Ihre Augen glänzten. „Vegeta!", sagte sie erfreut. „Du bist wieder da!"

Obwohl er es natürlich niemals zugegeben hätte war Vegeta froh, dass ihr seine Rückkehr noch so viel bedeutete. Er war sich bis vor einer Minute nicht sicher gewesen. Wenigstens hatte sie ihn vermisst. Das typische fiese Grinsen stahl sich auf sein Gesicht. Garantiert würde sie ihm gleich um den Hals fallen. Typisch die sentimentale Onna! Wie nervtötend!

Schlagartig veränderte sich der Ausdruck auf ihrem Gesicht. Bulma warf ihm einen finsteren Blick zu und dann –

verpasste sie Vegeta eine schallende Ohrfeige.

Goku fiel die Kinnlade runter. Er starrte auf den roten Handabdruck, der sich auf dem Gesicht des Saiyajin abzeichnete entgeistert an und sah so aus, als würde er jeden Moment in Ohnmacht fallen.

Der Prinz selbst war... geschockt. Das hatte er nun wirklich nicht erwartet. Diese Ohrfeige war so überraschend gekommen, dass er sie nicht mehr hatte stoppen können. Zum ersten Mal begriff er, wie sehr er seine Deckung in Gegenwart dieser Frau vergaß. Natürlich tat es nicht weh. Er war Saiyajin und konnte Faustschläge schmerzlos wegstecken. Sein Stolz war da eine andere Sache. In einem Versuch, die Haltung zu bewahren, fragte er: „Wofür war die?"

Die junge Frau starrte ihn aus brennenden Augen an. „Was denkst du denn?", fauchte sie. „Du verziehst dich einfach so ins All, ohne ein Wort zu sagen, und keiner weiß, was du machst. Ich habe mir die größten Sorgen gemacht, aber du warst die ganze Zeit putzmunter! Und die Höhe ist, dass du auf einmal wieder auf der Erde bist und ich bin die letzte, die es erfährt! Du Mistkerl!"

„Na und?", entgegnete er kühl. „Ich wusste nicht, dass wir beide noch irgendwas miteinander zu tun haben. Immerhin bist du jetzt verheiratet." Er hatte das letzte Wort geradezu ausgespuckt, um ihr zu zeigen, wie sehr er ihre Entscheidung missbilligte. Eisig fügte er hinzu: „Was ich mache, geht dich gar nichts mehr an, Onna."

„Oh. Oh!", machte sie und fasste sich an die Brust. „Das war echt fies. Du... du wusstest genau, dass ich darauf gewartet habe, dass du kommst! Wärst du nicht so ein stures Arschloch, dann ständen die Dinge jetzt vielleicht ein bisschen anders! Aber da du nicht gekommen bist habe ich ihn geheiratet!"

„Oh ja, gib ruhig mir die Schuld! Das ist ja auch so einfach!", grollte Vegeta.

„Was hast du eigentlich erwartet, wie ich reagieren würde??" fragte Bulma sauer. „Du bist ja nicht mal zu mir gekommen. Sondern ich muss zufällig erfahren, dass du zurück auf der Erde bist! Hast du eine Ahnung, was ich mich für Sorgen um dich gemacht habe? Wie kannst du es wagen, jetzt auch noch so zu tun, als sei nichts gewesen!?"

Da wurde Vegeta auf einmal ruhig und er sagte gefasst: „Da kannst du sagen was du willst. Tatsache bleibt, dass du es warst, die mich immer wieder weggestoßen hat. Herrgottnochmal, du hast ihn sogar geheiratet, nur um mir eins auszuwischen! Und du hast wirklich erwartet, dass ich zu dir zurückgekrochen komme als sei nichts gewesen? Da kennst du mich aber schlecht."

Das saß! Vor allem, weil es die Wahrheit war. Bulma wich zurück und starrte ihn wütend, aber auch mit etwas mehr Verständnis an. Sie wollte antworten, aber in dem Moment kam Chichi aus dem Haus. Sie erfasste die Lage mit einem Blick und stöhnte: „Na toll! Jetzt weiß sie es!"

Sie kam angelaufen und sagte zu Bulma: „Komm. Du siehst fertig aus, gehen wir erst mal ins Haus. Vegeta läuft dir schon nicht weg, immerhin hat er beschlossen, erst mal auf der Erde zu bleiben." Den letzten Teil des Satzes hatte sie an Vegeta gerichtet mit unüberhörbarem Vorwurf in der Stimme. Der Prinz nahm die Beleidigung ruhig zur Kenntnis.

Bulma ließ sich ins Haus ziehen um Chichi ihr Leid zu klagen. Goku sah Vegeta an und wartete darauf, wie dieser jetzt reagieren würde. Der Prinz der Saiyajin sagte ruhig: „Dann weiß sie es jetzt. Sag Yamcha, dass es von jetzt an auf jeden seiner Schritte achten soll. Ich habe sie noch nicht aufgegeben. Sobald er einen Fehler macht, werde ich da sein." Sagte es und flog davon.

Goku starrte ihm einen Augenblick lang nach und ließ sich diese gänzlich unerwartete Eröffnung durch den Kopf gehen. War das jetzt eine gute oder eine ungünstige Entwicklung der Dinge? Vegeta hatte Bulma also noch nicht aufgegeben. Wenn man an Trunks dachte, war das sicher absolut positiv zu bewerten. Andererseits würde das zweifellos für jede Menge Ärger sorgen. Vegeta und Yamcha hatten einander nie leiden können. Aber jetzt waren sie offiziell Rivalen.

Und er, als Freund von beiden, stand natürlich direkt zwischen den Fronten. Der arme Son Goku schüttelte seinen Kopf und tat sich dabei fast selbst leid. „Ach du meine Güte..." sagte er zu sich selbst. „Warum eigentlich immer ich?"





Im Haus der Sons saßen die beiden Frauen und Bulma klagte Chichi ihr Leid. Und Chichi ließ natürlich kein gutes Haar an Vegeta und versuchte, Yamcha's Verhalten zu entschuldigen.

„Du hast doch keine Gefühle mehr für Vegeta, oder?" fragte Chichi in einem Ton, als würde Bulma für ein ‚ja' direkt zur Hölle fahren. „Du bist mit Yamcha verheiratet!"

Bulma nippte an ihrem Tee und antwortete unehrlich: „Natürlich nicht. Aber er war eine zeitlang Teil meines Lebens. Und Yamcha hatte nicht das Recht, das Zimmer zu verwüsten." Sie seufzte leise und fragte dann: „Warum hast du mir nicht gesagt, dass er hier ist?"

Chichi antwortete: „Ich wusste, wie du reagieren würdest. Es wäre nicht gut für dich gewesen, zu wissen dass er da ist. Außerdem musste Goku ihm versprechen, dass wir nichts verraten."

„Verstehe." Bulma setzte die Tasse ab und sagte entschlossen: „Das mit Vegeta ist Vergangenheit, ich habe damit endgültig abgeschlossen. Ist mir egal, ob er noch da ist." Sie wusste, dass sie sich selbst belog. Sogar Chichi wusste es. Trotzdem sagte sie, und sie meinte es als Versprechen sich selbst gegenüber: „Ich werde Yamcha nicht betrügen."

Die Vorzeichen standen schlecht.





Nächstes Kapitel: Oh-oh! Yamcha macht einen Fehler. Ist das Vegeta's Chance?