Disclaimer: Die Serie CSI NY gehört den Produzenten Bruckheimer / Zuiker!
Die TV Serie Queer as Folk, sowie ihr Charakter Brian Kinney gehört auch jemand anderem :( ...

Special Guest Starring: Mr. Brian Kinney (Queer as Folk), Stephens Neffe!

Hier habe ich im Gegensatz zu der Vorgängerversion, ein paar Kleinigkeiten verändert!

Zum Kapitel:
Stephen versucht herauszufinden, was der plötzliche Besuch seines Neffen auf sich hat ...


Der Kerl sah wirklich gut aus! Ich hab ihn ja nur von hinten gesehen, aber das, was ich gesehen habe war ziemlich beeindruckend ...

Mac trank noch einen Schluck seines Bieres und leckte sich über die Lippen. Er sah auf seine Armbanduhr.

Wo bleibt Stephen denn? Ich hoffe doch nicht, dass er doch Zigaretten holen gegangen ist? Ah, da ist er ja!

Taylor lehnte sich auf dem Stuhl zurück und sah seinem Verlobten entgegen. Dieser war jedoch nicht allein.

Das ist doch der Kerl von eben ...

Stephen kam mit Brian zu seinem Tisch und lächelte.

„Okay," sagte er und sah Mac an. „Mac das ist mein Neffe Brian Kinney. Brian das ist Detective Mac Taylor, mein Verlobter!"

Mac grinste und stand auf. Er reichte Brian die Hand. „He, Brian. Schön dich endlich kennen zu lernen. Dann müssen wir ja doch nicht bis zur Hochzeit warten."

„Ja," sagte der junge Mann nur und rutschte auf den Stuhl, den Stephen ihm anbot.

Sein Onkel ließ sich auf den Stuhl neben Mac fallen und nahm einen Schluck von seinem Bier. „Brian, was willst du trinken? Hast du auch Hunger? Die Burger hier sind spitze!"

„Ehm," der junge Mann überlegte und sah auf die gut gefüllte Bar. „Ich nehme nur ein Bier."

Stephen sah sich nach dem Kellner um und bestellte seinem Neffen ein Fosters. Wenig später kamen ihre Burger und die Männer aßen in Ruhe. Brian wollte nichts essen, er war zu nervös. Am liebsten hätte er Stephen sofort alles erzählt, aber hier in der Öffentlichkeit war das keine so gute Idee.

Nach dem Essen räumte der Kellner das Geschirr ab und Mac ließ die Rechnung kommen. Brian tastete in seiner Hosentasche nach seiner Brieftasche, doch Taylor hielt eine Hand hoch, um ihn zu stoppen.

„Lass, Brian! Ist schon okay. Du bist eingeladen!"

Doch Brian kümmerte sich nicht darum, was der Cop sagte. „Ich hab Geld. Brauch keine Almosen!"

Connors starrte Brian etwas irritiert an. Irgendwas war mit seinem Neffen nicht in Ordnung und Stephen wollte wissen, was es war. Doch das musste er später herausfinden, wenn sie zu Hause waren.

Der Playboy aus Pittsburgh legte seine schwarze Brieftasche auf den Tisch, doch Stephen schnappte sie sich und steckte sie demonstrativ ein. „Ist schon gut, Brian."

Kinney funkelte seinen Onkel böse an, doch dann ließ er sich müde gegen den Stuhl fallen und gab nach. Er hatte keine Lust zu kämpfen – heute nicht.

Nachdem der Detective das Essen und die Getränke gezahlt hatte, marschierte das Trio aus der Bar und machte sich auf den Heimweg.

Als sie nach zwanzig Minuten Fußmarsch vor Stephens Haustür standen, sah Mac seinen Partner fragend an. „Wollt ihr lieber allein sein, oder ... soll ich bleiben?"

„Brian," fragte Stephen, sah seinen Neffen an und zog eine Augenbraue hoch.

„Eh, was," fragte der junge Mann verwirrt. Er war mit seinen Gedanken bereits wo anders gewesen. Bei dem eigentlichen Grund für sein unvorhergesehenes Auflaufen hier in Queens. Er schluckte und starrte Mac an, der wiederum zwischen ihm und Stephen hin und her schaute. Ein paar Sekunden später hatte Brian eine Entscheidung getroffen.

„Ist mir egal." Er fuhr sich mit einer Hand durch das dichte und braune Haar.

Stephen stöhnte, öffnete die Tür und trat mit Mac im Schlepptau in die Lobby. Brian schloss die Tür und sah sich um. Es war schon eine ganze Weile her, seit er hier gewesen war. Etwa ein Jahr?

„Sind meine Cousins hier," fragte er Stephen und sah die geschwungene Wendeltreppe hinauf.

Stephen ging an die unterste Stufe und spähte hinauf. „JUNGS! EUER COUSIN IST HIER!"

Ein paar Sekunden später hörten sie zwei Türen die geöffnet wurden und hastige Schritte auf dem Flur. Mac grinste und schlenderte in die Küche, um Kaffee aufzusetzen. Als erster kam Alex die Treppe hinunter und auf Brian zu, der einen Schritt zurück wich, aber die Arme auf hielt.

„Alex!"

„He, Brian," rief der Junge und schlang seine Arme um seinen großen und einzigen Cousin aus Pittsburgh. Nach ein paar Sekunden versuchte Brian sich zu befreien.

„Eh, Alex," keuchte er und sah David an, der auf der Treppe stand und ihn angrinste. „Ich krieg keine Luft mehr. Und David steht schon in den Startlöchern. Könntest du bitte?"

Stephen stand neben Brian und grinste. Seine Söhne liebten Brian wie ihren Bruder und noch viel mehr.

Ich hoffe trotzdem, dass sie nicht so werden wie er.

Stephen hatte damit nicht ganz Unrecht und er machte sich nicht umsonst Sorgen um Brian! Sein Neffe war ein Playboy in Pittsburgh, der zwar einen sehr guten und dokorierten Job in einer Werbeagentur hatte, aber sich jeden Abend mit seinen Freunden im Babylon, seiner Stammdisco oder anderen Bars traf um ... Männer aufzureißen! Ja, er ging fremd und ging mit fast jedem Kerl ins Bett, der ihm einigermaßen passte! Das Flittchen von Pitts! So und auch schlimmer betietelten ihn einige Leute - Neider und auch Gönner!

Zwar ließ sich Brian nicht für Sex bezahlen, aber man konnte sagen, dass er jede Nacht mit mehreren Männern im Dark Room im Babylon verschwand! Justin, sein Freund, hatte anfangs damit ein Problem gehabt, aber nach einer Weile erkannte er, dass er Brian nur halten konnte, wenn er ihm seinen persönlichen Freiraum ließ und sich ihm nicht in den Weg stellte! Und da Justin ihn liebte - ließ er ihn fremd gehen.

Stephen hatte sich natürlich auch schon einige Male mit seinem Neffen zusammengesetzt, weil er die Lebensweise wirklich nicht so klasse fand, aber auch der Arzt hatte ihn nicht umstimmen können und so machte Brian einfach weiter wie gehabt! Stephen schüttelte den Kopf und seufzte leise, während er ihn weiter beobachtete.

Alex ließ Kinney los, trat ein paar Schritte zurück und schon fiel David ihm in den Arm. „Wieso bist du hier? Hat Justin dich aus deiner Wohnung geworfen?"

Brian setzte ein Lächeln auf. Wenn es nur das wäre ...

„Eh, nein, David. Ich wollte nur mal raus aus unserem kleinen Kaff, das ist alles. Die große, weite Welt sehen."

Sein Onkel verdrehte neben ihm die Augen. Er erkannte sofort, wenn jemand log und Brian war kein sehr guter Lügner! Stephen räusperte sich, um die Begrüßungszeremonie endgültig zu beenden.

„Sollen wir ins Wohnzimmer gehen?" Er sah in die Küche, wo Mac an der Kaffeemaschine stand, lächelte ihn an und fügte hinzu. „Der Kaffee ist bestimmt auch gleich fertig."

Der Detective des CSI nickte ihm zu. Dann drehte er sich um, holte drei Tassen aus einem der Oberschränke und plazierte sie mit drei Teelöffeln auf der Arbeitsplatte. „Kommt gleich!"

Stephen ging mit Brian ins Wohnzimmer und sie setzten sich. Brian auf das rechte, Stephen auf das kleinere linke Sofa, damit er Brian ins Gesicht sehen konnte. Mac kam herein und stellte die Tassen und die Kaffeekanne auf dem Tisch ab. Dann ließ er sich neben seinem Verlobten nieder und goss den Kaffee ein. Brian nahm eine Tasse und trank.

Alex und David standen neben ihrem Vater und sahen gespannt Brian an, der auf den Tisch starrte und wieder einen Schluck aus seiner Tasse nahm.

Stephen drehte sich zu Alex. „Jungs, könnt ihr uns bitte allein lassen?"

„Was," fragte David ungläubig. „Brian ist mal hier und wir sollen gehen? Dad!"

Doch bevor Stephen etwas erwidern konnte, zerrte Alex seinen Bruder mit sich aus dem Raum und schloss die Schiebetüren. Mac grinste und stellte seine Tasse ab. Stephen stöhnte und fixierte Brian. „Okay, die Kinder sind weg! Sag mir was los ist! Den Quatsch mit Ich wollte nur mal raus aus Pitts, den du den Jungs erzählt hast, glaub ich dir nämlich nicht!"

Brian sah ihn kurz an und schwieg. Und trank wieder einen Schluck. Und schwieg wieder. Stephen wurde es langsam zu bunt.

„Brian, wenn du mir nicht sagst was los ist, kann ich dir nicht helfen! Aber ich denke mal, es ist ein medizinisches Problem, denn warum solltest du sonst ausgerechnet bei mir auftauchen? An einem Mittwochabend, wo doch im Babylon die Men-Hot-Night stattfindet?"

Stephen überlegte.

„Den Krebs hast du doch im Griff, oder," fragte der Arzt leise und ruhig. Er ließ seinen Neffen bei dieser Frage keine Sekunde aus den Augen. Keine Reaktion. „Brian? Sind die Tumore wieder gekommen?"

Brian schüttelte den Kopf. „N-nein. Damit ist alles okay."

Stephen stöhnte erleichtert auf. „Also was ist es? Du weißt, dass du mit mir über alles reden kannst?"

„Ja ich weiß," sagte Brian und sah Mac an, der schweigend neben Stephen saß und die Hände gefaltet hatte.

Mac, der sich bis eben noch mit seiner Kaffeetasse beschäftigt hatte, sah auf. „Soll ich gehen? Wenn du lieber mit Stephen allein sein willst, gehe ich, Brian. Das ist kein Problem!"

Kinney nickte langsam. Mac stand sofort auf, stellte die Tasse auf dem Tisch ab und Connors begleitete ihn zur Tür. Stephen beugte sich zu seinem Verlobten, damit Brian ihn nicht hören konnte.

„Es ist sicher etwas Ernstes, wenn er nicht will, dass du dabei ist. Ich habe auch schon eine Idee."

Mac nickte und öffnete die Tür. „Ja, die hab ich auch. Aber ich hoffe, dass wir beide uns irren und falsch liegen! Ehm, ich komme Morgen um acht, fahr dich zur Werkstatt, damit du den Leihwagen abholen kannst, okay?"

„Ja," sagte der Arzt nickend, gab Mac einen Zungenkuss und schloss die Tür hinter ihm.

Dann wandte er sich um, ging wieder ins Wohnzimmer und schloss die Schiebetür. Brian war in zwischen aufgestanden und stand vor Stephens Praxis. Er lugte gedankenverloren durch die gläserne, weiße Schiebetür auf die Glasvitrinen. Er spürte seinen Onkel neben sich und dann eine Hand, die sich auf seine Schulter legte.

Stephen sah ebenfalls in seine Praxis, doch er schwieg.

„Nicht, dass ich schon genug Scheiße am Bein hab," fauchte Brian plötzlich bitter und Stephen sah ihn von der Seite an. Brian schniefte und fuhr fort. „Erst kämpfe ich gegen den Krebs in meinem Ei. Und jetzt ... jetzt bin ich vielleicht ..." Er schluckte. Doch er konnte die Tränen nicht länger unterdrücken. „Ich bin vielleicht positiv."

Den letzten Satz hatte er unter Tränen heraus gehaucht. Brian zitterte. Stephen schlang seine Arme um ihn und drückte ihn fest an sich. Eine ganze Weile standen sie so da. Der Arzt streichelte sanft Brians Kopf. „Du weißt, dass es keine Schande ist zu weinen. Lass alles raus, Brian. Ich bin hier."

Plötzlich löste der junge Mann die innige Umarmung und sah Stephen aus roten Augen an. „Was ist wenn ich sterbe? Wenn ich elendig an dieser Krankheit verrecke?"

Er schluckte schwer. Connors geleitete ihn mit sanfter Gewalt zurück zum Sofa und Brian setzte sich. Stephen ließ sich diesmal direkt neben ihm nieder. Er nahm Brians Hand und streichelte sie.

„Ich will nicht sterben, Stephen," flüsterte Kinney leise, als er auf seine Hose sah.

„Sieh mich an, Brian!"

Schon wieder dieser Befehlston ... Wie halten das nur Alex und David aus?

Doch er tat, was Stephen vom ihm verlangte und sah ihm in die Augen.

„Brian? Du wirst nicht sterben! Hast du verstanden? Du bist Brian Kinney verdammte scheiße!"

Der Angesprochene zuckte neben ihm zusammen. Das hätte Michael jetzt auch gesagt ...

„Aber-"

„Kein aber, Brian! Welcher beschissene Arzt hat dir gesagt, dass du sterben wirst? Welcher?"

„K-keiner, a-aber-"

„Heißt das, es ist noch gar nicht raus," fragte Connors verwirrt.

Nicken. Brian sah kurz hinter sich auf die Praxistür und dann wieder seinen Onkel an. „Kannst du ... ich meine ... kannst du eine Blutanalyse machen?"

Er schluckte wieder.

„Natürlich kann ich das," antwortete Stephen leise. „Aber das geht nicht hier. Dafür brauch ich ein Labor und das ist im Krankenhaus. Ich nehme dich Morgen früh mit, okay?"

„Okay." Der junge Mann beugte sich nach vorn und legte die Hände auf sein Gesicht.

„Brian, wieso glaubst du, dass du das Virus in dir hast? Erzähl es mir."

Der Playboy nahm die Hände zurück und lachte bitter. „Du kennst doch meinen Lebensstil, Stephen."

„Klar, kenn ich den, aber es muss doch irgendwas passiert sein, dass du dich mit dem Thema HIV und Aids genau jetzt auseinander setzt und mich bittest eine Blutprobe zu nehmen!"

Kinney schluckte nervös und nahm seine Kaffeetasse. Seine Hand begann zu zittern. Nach einem kurzen Moment stellte er sie wieder auf den Tisch zurück, ohne einen Schluck zu trinken.

„Okay, pass auf," sagte Stephen schließlich und legte wieder seine Hand auf Brians Schulter. „Du musst es mir nicht erzählen, wenn du nicht willst. Du weisst aber, dass es hilft zu reden und es raus zu lassen! ... Vielleicht später?"

Der Playboy nickte dankend. „Wieso kommt diese ganze Scheiße immer zu mir?"

Darauf hatte sein Onkel keine Antwort. Sie sassen weitere Minuten da und schwiegen wieder. Plötzlich fuhr sich Brian mit der Hand durch das Gesicht und schniefte wieder. Er öffnete den Mund. "I-ich bin müde."

Stephen legte ihm eine Hand auf die Schultern und streichelte ihn sanft und einfühlsam, während er ihn von der Seite aus ansah. "Du kannst das Gästezimmer haben, wen-"

Sein Neffe unterbrach ihn. "N-nein! Ich ... Ist schon gut, Stephen! Ich nehm schon das Sofa hier!"

Mit der linken Hand klopfte er leicht auf dem dicken und weichen Stoff des beigen Möbelstücks herum und lehnte sich dann nach hinten. Er seufzte. Stephen erhob sich und brachte die Tassen in die Küche. Dann brachte er Brian eine Flasche Mineralwasser, eine Decke und legte ihm die Kissen zu recht und verließ leise und gedankenverloren das Wohnzimmer, um seinem 30-jährigen Neffen Ruhe zu gönnen.

Auch Stephen brauchte Ruhe! Er musste nachdenken.

Tbc ...


AN: Brian tut mir so leid :( Er zeigt seine Gefühle ja nicht oft, darum liebe es es, dass er zu Stephen fährt und sich von ihm Hilfe holen will! Ob er Justin die Wahrheit über diesen Tripp nach NY verraten hat? Oder hat er ihn angelogen? Wieder mal? Das nächste Kapitel werde ich wahrscheinlich auch etwas verändern, damit es nicht so urplötzlich aufhört! Wir lesen uns! Danke für die Reviews! Eure Vanessa