Être heureuse avec Moi
Zufrieden. Ja dieses Wort beschrieb Hermines Gemütszustand wohl am besten. Sie war rund um zufrieden so wie sie die langen, leicht beleuchteten Gänge hinunterspazierte. Sie wollte jetzt nur noch Fleur Bescheid sagen. Ihr die frohe Kunde ausrichten und ihre Zufriedenheit in wunderschöner Weise abrunden – mit ihr.
„Hermine!" hallte es durch den Gang. Hermine drehte sich fragend um. Direkt hinter ihr stand Cedric.
„Cedric? Was…?" brachte sie hervor. Sie fragte sich, was er schon wieder von ihr wollte.
„Was machst du hier noch so spät?" fragte er mir ruhiger Stimme.
„Ach…nichts ich will nur noch uhm eine Freundin besuchen gehen." antwortete Hermine. Sie war sich nicht sicher wieso, aber sie fühlte sich mit Cedric äußerst unwohl. „Wieso?"
Cedric: „Nur so…ich dachte nur, wir könnten endlich wieder etwas gemeinsam unternehmen."
Hermine: „Das ist nett. Und das können wir gerne tun…als Freunde." wobei sie das Wort ‚Freunde' besonders zu betonen versuchte.
Cedric: „Freunde? Soso…und ich dachte da wäre etwas gewesen am Ball?"
Hermine – sich stetig unwohler fühlend: „Weißt du…ich schätze es hat nicht so gefunkt bei mir."
Cedric: „Ich verstehe." sein Blick verhärtete sich. „Und wieso nicht? Hat es etwas damit zu tun, das du diesem Mädchen nachgerannt bist? Dieser Franzosin, Fleur?"
Hermine: „Wie bitte? Was? Nein…ich meine…" sie wurde rot.
Cedric: „Also weißt du nicht wieso das mit uns nicht funktioniert?" seine Mundwinkel zogen sich langsam nach oben. „Dann muss ich wohl dein Gedächtnis auffrischen und dir das Gegenteil beweisen."
Hermine wusste nicht recht, was seine letzten Worte zu bedeuten hatten. Cedric kam näher. Mit einer Hand drückte er sich sanft mit dem Rücken gegen die Mauer. Mit der anderen stütze er sich an der der besagten Mauer auf. Hermine wusste nicht wie es um sie geschah. Der Atem stockte ihr und ihre fragenden Augen fixierten Cedrics grinsendes Gesicht, das immer näher kam. Ihr Blick wanderte tiefer und sah wie Cedric seine Lippen befeuchtete. Verdammt was soll das? Ihre Sinne kamen endlich wieder zurück, als sie realisierte was Cedric da tat beziehungsweise gerade vor hatte zu tun. Sie platzierte ihre Hände auf seiner Brust und begann zuerst leicht und dann immer stärker seiner Bewegung entgegenzuwirken. Abwehrend drehte sie ihr Gesicht zur Seite. Mit einem kräftigen Stoß schaffte sie es einige Zentimeter Platz zwischen sich und Cedric zu bringen und schlupfte unter seinen Armen hindurch. Die stolperte leicht nach vorne, drehte sich aber dann mit einer Anwandlung an Selbstbewusstsein energisch um.
„Ich sage das jetzt nur einmal, und ich hoffe mit aller Kraft, die ich in mir trage, dass du es auch kapierst, okey? Ich will nichts von dir. Ich will dich nicht küssen, ich will dich nicht in meiner Nähe haben und ich will auch nicht mit dir ausgehen oder sonst irgendetwas tun, was sich über das freundschaftliche hinauszieht. Freunde…Freunde okey? Verstehst du das? Ist dieses Wort in dein Gehirn endlich eingedrungen? F-R-E-U-N-D-E!" mit ihrem ernstem Blick versetzte sie ihm den letzten Stoß.
Cedrics Gesichtsausdruck hatte einige Verwandlungen vollzogen, während er Hermines Worten zuhörte. Er schluckte und blickte sie mit starrem Blick an. Er wirkte, als würde er versuchen etwas von sich zu geben, doch es hatte ihm die Sprache verschlagen. Noch nie hatte ihn ein Mädchen zurückgewiesen und schon gar nicht auf eine ihn so verstörende Art. Sein Ego konnte den Moment nicht länger vertragen und ging einfach. Hermine blickte ihm noch nach, um ja sicher zu gehen, dass er sich entfernte und sie nun endlich in Ruhe lassen würde. Schließlich war er aus ihrem Blickfeld verschwunden. Sie atmete tief durch. Mit leicht zittrigen Händen setzte sie alsdann ihren Weg zu dem Hufflepuff-Gemeinschaftsraum fort.
Ich hoffe Cedric ist jetzt nicht allzu verstört. Ach was denk ich da…er hat mich immerhin fast genötigt. Okey ich denke, genötigt ist ein zu hartes Wort. Ach egal, er wird schon damit klar kommen…er findet bestimmt jemand, der ihn tröstet…mit Sicherheit. Somit war sie vor dem Eingang zu den Hufflepuff Räumlichkeiten angekommen. „heidelbergensis" sagte sie und sogleich öffnete sich die Türe, um den Weg zu Fleur freizugeben. Mit festem Schritt ging sie hinein. Sie was zuvor noch nie dort gewesen und sie brauchte ein wenig Zeit um sich zu Recht zu finden. Ein paar Hufflepuffs saßen im Gemeinschaftsraum und als sie Hermine sahen, fragten sie wonach sie suche und was sie hier mache. Hermine war leicht verunsichert, tat dann aber das, was Fleur ihr geraten hatte, sie fragte einfach.
„Du auch? Du musst den Gang da entlang. Sie ist in Nummer 45." Hermine bedankte sich und folgte dem Zeigefinger, der ihr den Weg zeigte. Nummer 45… sie ging den Gang entlang. 40…42…44…sie drehte ihren Kopf auf die gegenüberliegende Seite und stand alsdann vor dem Zimmer Nummer 45. Vor Fleurs Zimmer. Erfreut darüber, dass sie sie endlich gefunden hatte. Sie drehte am Türknauf und trat ein ohne zu Klopfen. Im Nachhinein wünschte sie sich, sie hätte es getan.
Hermine trat in das Zimmer ein. „Fleur, ich bin's! Ich habe es ihnen endlich gesagt und sie verstehen es vollko…" ihre Stimme stockte. Ihre gute Laune verschwand aus ihrem Gesicht, aus ihrem Körper und hinterließ verständnislose Leere.
„Es ist nicht so wie es aussieht!"
Hermines Gedanken rasten. Nicht so wie es aussieht…nicht so wie es aussieht…"Wonach sieht es denn aus, Fleur?"
Fleurs Gesicht verzog sie zu einer ratlosen Miene. „Ich…wir....er wollte…" ihr Blick senkte sich, als sie nicht die Geringste Ahnung hatte was sie noch sagen sollte.
Cedric hatte keine Ahnung wieso Hermine so einen Aufstand machte. „Hermine? Du hast doch gesagt wir wären nur Freunde, ich wusste nicht, dass du es so ernst mit uns meinst." er sah Hermine mit einem bemitleidenden Blick an. Nun wurde sie richtig wütend. „Was? Was?? Du glaubst im Ernst es geht hier um dich?? Du eingebildeter Mistkerl! Was bildest du dir eigentlich ein?" Hermines Halsschlagadern traten wild hervor und ihr Gesicht war rot vor Wut. Cedric begriff die Situation immer weniger. „Oookey…ich schätze ich geh dann mal. Man sieht sich Fleur." Er stand auf und ging in Richtung Tür. Vorsichtig drängte er sich an Hermine vorbei, sie sah so aus als würde sie in jedem Moment auf sie einzuschlagen beginnen. „Weiber…" sagte Cedric noch leise bevor er die Tür hinter sich verschloss.
„Was soll das?" kam es aus Hermine hervorgeschossen.
Fleur stand nun auf und ging auf Hermine zu. „Wie schon gesagt, es ist nicht so, wie du denkst, dass es ist."
Hermine: „Du hältst dich wohl für sehr schlau „nicht so, wie du denkst, dann es ist…" dass ist nicht lache! Du willst mir also sagen, dass du ihn nicht gerade geküsst hast??"
Fleur: „Genau das will ich damit sagen." Fleur blickte Hermine mit ernstem Blick an. „Denn er hat mich geküsst. Er ist hierher gekommen und hat mich gefragt, ob ich weiß, was mit dir los ist. Ich hab gemeint, dass ich keine Ahnung habe wovon er spricht. Und er hat gemeint, dass er nur das getan hat…und dann hat er mich geküsst!"
Hermine: „Ahja genau…und du hast dich natürlich nicht wehren können, schon klar."
Fleur: „Es kam so plötzlich! Mein Gott, hör auf so ein Drama daraus zu machen!"
Hermine: „Ich mache kein Drama daraus! Eure Lippen haben sich berührt, ich glaube daraus brauche ich gar kein Drama mehr zu machen!"
Fleur – sichtlich genervt: „Achja…und wie war das am Ball? Da hat er dich auch geküsst und du warst nicht schnell genug, um das zu verhindern. Also tu nicht so!"
Hermine musste schlucken. „Das war etwas anderes."
Fleur: „Ach ja? Und inwiefern?"
Hermine wusste es nicht. Sie fühlte sich plötzlich ein wenig dumm. Hatte sie zu schnell geurteilt? „Es tut mir Leid…ich…dieser Moment…und…" sie senkte ihren Kopf; sie versuchte ihre Tränen, die sich zwangsläufig bildeten zu unterdrücken.
Fleur: „Mir tut es auch Leid…es tut mir Leid, dass du diesen Moment miterleben musstest und, dass wir deswegen gestritten haben." sie streichelte Hermine über ihre Wange und hob ihr Kinn an um ihr in die Augen zu blicken. „Ich hätte ihn mit Sicherheit weggestoßen und ich hoffe du weißt das. Ich will dich nicht verlieren, in Ordnung?" Hermine blickte in ein Meer aus klarem Blau und all ihre Zweifel und Sorgen waren vergessen. „Ich habe es ihnen erzählt."
Fleur lächelte „Dann ist das wohl offiziell mit uns." Und sie küsste Hermine zärtlich. „Ja das ist es und von mir aus kann es auch jeder erfahren." antwortete Hermine, zog Fleur näher an sich heran und küsste sie alsdann. Sie war rund um glücklich und nichts konnte sie mehr davon abbringen Fleur zu lieben…
Ende
