Die Verführung des Snape
von holla-die-waldfee
Beta: nayru-kleinefee
Kapitel 9: Lucius Malfoy
„Hallo, Draco was- … was guck ihr mich alle so an?!" Lord Malfoy stand im Slytherin-Gemeinschaftsraum und hatte eine Augenbraue in Richtung der erwartungsfrohen Gesichter gehoben.
„Nun, Vater,… das ist so…", begann Draco, bevor er von Goyle unterbrochen wurde.
„Wir wollen, dass Sie Professor Snape flachlegen, Sir!"
Draco erwartete schon das unausweichliche „Wie können Sie es wagen, mich etwas Derartiges überhaupt zu fragen?!" oder das „Ich könnte nie! Professor Snape ist ein guter Freund von mir und ich würde ihn nie derart bloßstellen! Wie können Sie mich so etwas überhaupt fragen?!"
Was stattdessen kam war: „Klar! Und was springt dabei für Sie raus?"
„Für uns? NICHTS!", beteuerte Goyle mit Unschuldsmiene, „Wir wollen Professor Snape nur etwas Gutes tun und was gäbe es Besseres als Sie?!"
Das traf wiederum nur auf die elegant gehobene Augenbraue. Lucius war schließlich selbst Slytherin und wusste, alles hatte einen Haken, wenn der Vorschlag dazu von einem Slytherin kam! Wie sonst hätte er es so weit geschafft?
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„Also, ihr kriegt die Infos, ich krieg den Sex und Severus hat die Entspannung bitter nötig, richtig?"
„Richtig!"
„Einverstanden!", sagte Lucius, schlug mit Goyle ein, schnappte sich das Maßband, das sein Sohn ihm hinhielt und machte sich auf zu Severus.
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Lucius kam nach drei Stunden wieder.
„Nun, Vater, wie lief's?"
„Nun…"
„Setzen Sie sich, Mr. Malfoy!", bot Pansy an, als sie sich aus dem Sessel am Feuer erhob.
„Danke, Pansy! … Also, ich ging zu ihm runter und klopfte an die Tür. Als er nicht öffnete, hab ich ihm zugerufen, wir machten uns Sorgen um ihn und ich würde gern mit ihm reden. Daraufhin hat er dann aufgemacht, sah aber noch… erschöpfter aus, als als ich gegangen war! Schwer möglich, weil er schon dann ein Wrack gewesen war, aber er hat es dennoch irgendwie gemeistert! Nun, er machte den Mund auf, mit Sicherheit, um mir zu sagen, es sei alles in Ordnung und ich solle doch bitte wieder gehen, aber ich ließ ihn nicht zu Wort kommen!"
„Sie haben ihn geküsst?"
„Nein, das wäre für einen Malfoy inadäquates Benehmen! Ich ging an ihm vorbei und sah mich erst mal um - das Schlafzimmer lokalisieren, Sie verstehen?"
Darauf folgte im ganzen Saal Gekicher.
„Nun, danach fing ich an mit: ‚Severus, du siehst ja schrecklich aus… geht es dir denn nicht gut… und du bist ja so verspannt, lass mich dir helfen!" Lucius machte eine wedelnde Handbewegung, als seien das alles völlig offensichtliche Dinge und nicht der Rede wert.
„Er hat irgendwann wohl eingesehen, dass er mich nicht so schnell mehr los würde, und hat sich auf seine Couch gesetzt. Als ich das mit den Verspannungen sagte, fragte er, ob ich mit Madame Pomfrey gesprochen hätte. Als ob ich diese Krankenschwester auch nur eines Blickes würdigen würde! Tsk! Ich hab ihm dann ein Glas mit seinem Lieblingsdrink gemacht und mich zu ihm gesetzt. Etwas näher als eigentlich notwenig, aber immer noch weit genug weg, um nicht aufdringlich zu wirken. Er ist dabei extrem angespannt und ich frag noch wie ein guter Freund ohne Hintergedanken, was denn los sei. Er erzählt mir von dem Horrortag, den zweifelsohne IHR ihm bereitet hab!" Er sah auf die Slytherins herab, die überallhin sahen außer auf Lucius.
„Nun, jedenfalls sag ich die ganze Zeit Dinge wie ‚Du Armer!', ‚Das klingt ja schrecklich!' und ‚Kein Wunder du siehst so schrecklich aus!'. Er entspannte sich daraufhin sichtlich und hat alles geleert, was ich ihm brachte… und das war eine Meeeeenge!"
Die Slytherins lachten.
„Irgendwann fang ich an, ihm die Schultern zu massieren. Wir sitzen natürlich beide noch, damit er meine Absichten nicht schon durchschaut. Ich massiere ihn also und irgendwann sage ich: ‚Derartige Verspannungen habe ich ja noch nie gesehen! Also SO bekomm ich die nicht weg! Leg dich mal hin, damit ich die verspannten Stellen besser erwischen kann.' Ich stehe auf, damit er sich hinlegen kann, doch er zögert, fängt an mit ‚Es geht mir aber schon viel besser, Lucius! Ich sollte vielleicht einfach ins Bett gehen!' Aber das hätte mir ja nichts gebracht, also zieh ich ihn von der Couch, weiter ins Schlafzimmer, wobei er schon sehr große Augen bekommt und anfängt mit ‚Lucius, was hast du vor?'. Ich sag natürlich, dass wenn ich ihn im Schlafzimmer massieren würde, könne er sich besser entspannen und es würde nichts ausmachen, wenn er einschlafen würde. Er will sich gerade hinlegen, als ich seine Robe ergreife und sie ihm ausziehe. Er schreit, was ich denken würde, was ich da täte, und ich sage nur, ‚Du hattest doch früher immer dieses Massageöl in der Nachttischschublade, ist das noch da? Du weißt schon, das mit dem Kirschgeschmack!'"
Lucius muss lachen. „Er sagt doch echt noch: ‚Das war kein Massageöl und du weißt es genau!' Recht hat er, ich hab es ihm ja auch geschenkt! Na ja, ich drück ihn zurück aufs Bett und setz mich auf seinen Rücken, damit er nicht wegrennt. Ich fange sogar an, seinen Rücken zu massieren! …Ihr wisst schon, das Opfer erst in falscher Sicherheit wiegen!" Lucius zwinkerte den Slytherins zu, die darauf nur grinsen konnten.
„Also, ich massiere so langsam meinen Weg nach unten, bin bei seinem Hintern angekommen, massiere weiter und-"
Ganz Slytherin hielt die Luft an.
„- er macht keinen Mucks!"
Kollektives Stöhnen.
„Was war passiert?"
„Er war eingeschlafen!"
„WAS?! MEIN VATER SITZT AUF SEINEM ARSCH UND ER SCHLÄFT EIN?!", rief Draco schockiert.
„Draco, Draco, es geziemt sich nicht für einen Malfoy, zu schreien!"
„Ja, Vater…"
„Sein Tag muss wirklich übel gewesen sein, aber falls es jemanden interessiert, er ist jetzt entspannt, falls es euch jemals interessiert haben sollte, wie es Severus geht!"
Lucius war kurz davor, den Gemeinschaftsraum zu verlassen, als eine Stimme ihn zurückhielt:
„Mr. Malfoy! Sie hätten ihn doch trotzdem flachlegen können, wieso haben Sie es nicht gemacht?"
„Severus ist ein Mann, so… dominant… den nimmt man nicht! Den verführt man, bis er vor Verlangen fast wahnsinnig wird und dich nimmt! Und glaubt mir, wenn es mir nur um diesen kleinen Wettbewerb gegangen wäre, dann hätte ich mir nur eine kleine Geschichte ausdenken müssen, wie ich Severus verführt habe, bis ins Schlafzimmer hatte ich es schließlich völlig problemlos geschafft und die Maße hätte ich euch noch aus meinem Gedächtnis sagen können! Ich denke nicht, das ‚Severus' seit unserer Zeit noch gewachsen ist!"
Mit diesen Worten verschwand Lord Malfoy aus dem Gemeinschaftsraum und ließ eine sprachlose Menge zurück.
„…"
„…"
„…"
„Also", sagte Goyle, als er sich wieder gefasst hatte, „das war dann wohl nichts! Wer ist als nächstes?"
„ICH!", rief Blaise Zabini aus einer der hinteren Reihen, „Da muss wohl ein echter Mann ran!"
A/N: Ein echter Mann? Na ja mal sehen, das nächste wird das letzte Kapitel sein, bis dann! holla
