-Fade to black-
-Crossfire-
Disclaimer: Wie gehabt, wa?
Hoidriho, hat gedauert, aber nu hab ich der Schreibblockade in den Arsch getreten!
Viel Spaß!
10. Ein Lucy Tag
Lucy mochte es zu schreiben. Und sie mochte es zu lesen. All diese Dinge waren neu und aufregend. Ja, sie durfte aufgeregt sein, deshalb gefiel es ihr bei Heather besser als in der Parzelle, obwohl Heather nicht zaubern konnte.
Wesen die nicht zaubern können sind Ziele, so hatte sie es von klein auf gelernt, aber Lucy mochte Heather. Und zum ersten mal in ihrem Leben hatte sie eine eigenmächtige Entscheidung getroffen.
Heather würde ihre Vorgesetzte bleiben, Sie würde nie wieder auf die Alphas oder Todesser hören! Von nun an, war sie Heathers Waffe. Und sie würde alles und jeden Vernichten, der ihre Vorgesetzte bedrohen würde!
Lucy las weiter in ihrem schönen neuen Buch. Es hieß Charlie und die Schokoladenfabrik. Sie verstand nicht alles, was dort stand, aber sie mochte es trotzdem. Schokolade war sehr lecker, Mark hatte ihr einmal welche gegeben. Nie zuvor hatte sie etwas vergleichbares gegessen. Sie fühlte sich beim Essen sehr gut und durfte das sogar. Kein Dementor hatte ihr diese Gefühle weggenommen. Und sie mochte es über Willi Wonka zu lesen, da er ein wenig war wie sie selbst, stets auf seine Ziele versiert. Doch sie mochte auch Charlie, weil er ihr ähnlich war. Ein Junge, der nie etwas hatte und nun Dinge bekam, von denen er früher nicht mal träumen konnte. Es war genau wie Lucy bei Heather.
Sie las weiter und versuchte all die sonderbaren Dinge die in dem Buch beschrieben wurden zu verstehen.
Das gelang ihr nicht wirklich, aber sie würde Heather danach fragen, damit sie es erklärte. Dafür würde es kein Crucio geben, Lucy mochte das.
Urplötzlich hielt Lucy inne und unterbrach ihre Lektüre.
Etwas stimmte nicht. Die Wölfin in ihr warnte sie. Lucy mochte ihr inneres Tier sehr gerne. Es warnte sie, wenn es gefährlich wurde und brachte sie dazu Heather beschützen zu wollen. Zwar verstand Lucy die Intentionen ihres Wolfes nicht, doch das war nebensächlich. Er gehörte zu ihr wie die Sonne zum Tag und der Mond zur Nacht. Deshalb vertraute sie ihrem inneren Tier, welches sie nun veranlasste das Buch zur Seite zu legen und zum Fenster zu gehen.
Sie konnte deutlich das wirken schwarzer Magie riechen. Es war so vertraut, das sie glaubte die Magie zu schmecken. Sie hörte schreie des Entsetzens und der Todesangst… etwas das nicht in diese Umgebung gehörte.
Sie kannte ihr neues Revier. Der Geruch schwarzer Magie und diese Schreie gehörten in ihre Parzelle, aber nicht hier her. So etwas hatte es hier nie gegeben.
Lucy war unschlüssig, was sie nun tun sollte. Doch die Wölfin in ihr wollte das neue Revier beschützen. Schwarze Magie gehörte nun nicht mehr in ihr Revier, also wurde sie von Eindringlingen gebracht.
Das wollte das Tier in ihr nicht dulden und Lucy beschloss, auf ihren Wolf zu hören.
Sie nahm den neuen Tollen Zauberstab, den Derek Fischer mit ihr zusammen bei Ollivanders gekauft hatte und verlies das Haus, obwohl Heather es nicht mochte wenn Lucy alleine hinaus ging.
Sie fühlte Unbehagen deswegen, doch sie musste das Revier beschützen!
Vorsichtig pirschte Lucy sich an den Geruch schwarzer Magie an und beobachtete was vor sich ging.
Sie erkannte Todesser… zehn von ihnen. Sie hatten Muggel zusammengetrieben und spielten mit ihnen.
Folterteten sie mit schwarzer Magie, ließen Sie schweben und wieder abstürzen.
Lucy mochte das nicht. Sie hatte Todesser noch nie gemocht.
Ihr Wolf drängte sie dazu, die Eindringlinge zu vernichten. Die Les Enfant Terrible in ihr stimmte zu.
Sie mochte die Todesser nicht! Und nun durfte sie diese Vernichten ohne eine Strafe fürchten zu müssen.
Lucy hob ihren tollen neuen Zauberstab und machte sich bereit. Sie war eine Nahkampfdrohne, gegen Überzahlen auf Engen Raum zu kämpfen war ihre Spezialität.
Schnell apparierte sie mitten unter die Todesser.
Noch ehe diese Reagieren konnte hatte sie bereits ihren Stab geschwungen.
Gewaltige Kräfte packten den Stabarm des ersten Gegners und rissen ihn vom Körper.
Warmes Blut spritzte Lucy in das unbewegte Gesicht. Sie mochte das!
Schnell wirbelte sie herum und Beschrieb einen Halbkreis mit ihrem Zauberstab. Die zerstörerischen Energien schnitten sich ihren Weg durch die Köper von drei Todessern. Lucy hielt nicht inne.
Geschickt wich sie einem Fluch aus, der auf sie geschleudert wurde und führte einen eleganten Tritt aus, der einen Todesser den Kiefer brach.
Lucy konnte spüren, wie die Knochen des Feindes unter der Gewalt ihres Fußes nachgaben. Ein schönes Gefühl!
Lucy beugte sich vor und machte einen Hechtsprung. So entging sie zwei weiteren Flüchen.
Sie benutzte ihren linken Arm und ihre Füße um einen Todesser zu töten, der ein schreiendes Baby in der Luft herumschleuderte.
Als sie den Feind vernichtet hatte, fiel das Baby herunter.
Der Wolf in ihr Gebot, den Welpen zu retten, also fing sie das fallende Kind sanft mit ihrer Zauberkraft auf und lies es sachte zu Boden gleiten, während sie Gleichzeitig einen ihrer Feinde ergriff und als Lebenden Schutzschild benutzte.
Die Flüche seiner Kameraden töteten den sechsten Todesser.
Als sie das Baby sanft gelandet hatte, schleuderte sie den Toten Körper des Todessers auf seine Kameraden. Mit diesen hatte Lucy leichtes Spiel. Sie benutzte eine menge Schneidflüche und schnitt ihre Gegner in Fetzen.
Das hatte Lucy Spaß gemacht!
Kämpfen war so toll, noch besser als lesen! Doch nun stand sie unschlüssig zwischen den Muggeln und wusste nicht mehr wie sie sich verhalten sollte…
Die Muggel schrieen und weinten, Lucy verstand das nicht. Die Gegner waren doch tot, sollten die Muggel sich nicht freuen so wie sie selbst?
Eine Muggel in Lucys nähe kniete über einen Jungen und weinte. Lucy erkannte, das der Muggeljunge schwer beschädigt worden war. Seine Knochen waren gebrochen und er blutete aus vielen Platzwunden.
Lucy glaubte, das die Muggel deshalb so sehr weinte. Das konnte sie verstehen, Lucy würde auch nicht glücklich sein, würde Heather beschädigt werden.
Sie beschloss, den Muggeln zu helfen, weil diese ja nicht zaubern konnten.
Lucy fand es dumm von den Muggeln, das sie nicht zaubern konnten. Denn so könnte man solche Beschädigungen ja leicht reparieren.
Sie ging zu der Muggelfrau und kniete sich nieder.
„W… was willst du von ihm?", fragte die Muggelfrau.
Lucy konnte riechen, das sie Angst vor ihr hatte. Warum denn nur? Lucy war doch nett zu den Muggeln! Vielleicht war die Muggelfrau auch nur dumm… also musste Lucy ihr halt erklären, was sie machte.
„Lucy repariert den Schaden.", erwiderte sie und aktivierte die Heilkräfte in ihr, mit denen sie normalerweise beschädigte Drohnen reparierte.
Ihre Hände begannen golden zu glühen und sie legte sie auf den Körper des Jungen.
Knochen richteten sich wieder in die Richtige Position und wuchsen zusammen. Beschädigte Zellen und Gefäße heilten wieder, bis der Junge wieder völlig einsatzbereit war.
Es war anstrengend und tat Lucy weh, aber die Muggelfrau sah sie erstaunt an.
„Das… das ist ja wie Zauberei…", keuchte sie verblüfft.
Lucy war verwirrt.
„Natürlich ist das Zauberei. Lucy konnte schon immer Zaubern!"
Diese Muggelfrau war offensichtlich nicht sehr intelligent, deshalb hatte Lucy aus Rücksicht langsam gesprochen, damit sie auch richtig verstanden wurde. Sie erhob sich und kümmerte sich um die anderen Verletzten. Obwohl es sehr weh tat und Lucy das Gefühl beim Heilzaubern nicht mochte. Es war sehr anstrengend für sie. Außerdem fand sie die Muggel doof. Sie weinten noch viel mehr, wenn sie die verletzten geheilt hatten und umklammerten sie noch fester als vorher.,
Die L.C. gab es auf, darüber nachzudenken warum die Muggel die ganze Zeit weinten. Sie würde Heather danach fragen.
Der letzte Junge war allerdings zu sehr beschädigt. Lucy konnte ihn einfach nicht mehr reparieren. Er starb und eine Muggelfrau weinte nun noch viel lauter als alle anderen. Sie schrie wie wild. Lucy konnte das nicht begreifen. Tod war Tod, das weinen brachte doch gar nichts.
Seltsame Geräusche drangen an ihre Ohren. Ein sich ständig wiederholendes Heulen. Dann fuhren diese seltsamen Muggeldinger vor. Männer mit Uniformen kamen heraus und verteilten sich.
Das waren Kämpfer… Lucy erkannte es an der Art wie sie sich bewegten. Doch sie wusste nicht, ob es Freunde oder Feinde waren, deshalb begab sie sich in Kampfstellung.
„Hey du Mädchen! Alles in Ordnung?"
Sie blickte zu einem der Männer, der sie musterte.
„Lucy versteht die Frage nicht."
„Bist du Verletzt?"
Lucy entspannte sich völlig. Scheinbar waren diese Männer keine Feinde.
„Lucy ist zu hundert Prozent einsatzbereit."
Der Mann sah sie seltsam an.
„Wo sind deine Eltern?"
„Lucy versteht die Frage nicht."
„Deine Mutter, Vater. Weißt du nicht wo sie sind?"
Diese Muggel waren wirklich dumm. Les Enfant Terribles hatten keinen Vater und auch keine Mutter. Sie wurden von Brütern hergestellt. Warum sollte Lucy wissen wo ihr Brüter ist?
„Lucy kennt den Aufenthaltsort ihres Brüters nicht. Diese Information ist irrelevant.", erklärte sie dem Mann.
Die Muggel konnten ja nichts dafür das sie dumm waren, deshalb entschloss Lucy sich, auf diese Fragen zu antworten, egal wie irrelevant sie auch waren.
Der Mann kniete sich nieder und wollte nach Lucy greifen, doch sie wich zurück und schaltete sofort wieder in den Kampfmodus.
„Berühren sie Lucy nicht. Lucy mag das nicht!"
Der Mann schüttelte den Kopf und versuchte beruhigend zu lächeln.
„Na los, komm mit kleine, wir finden deine Eltern schon."
Er griff nach ihrer Hand. Jetzt war es Lucy egal, das der Muggel dumm war. Er hatte sie angefasst, obwohl sie das nicht wollte. Schnell hatte sie ihn Bewusstlos geschlagen. Plötzlich standen viele andere Muggel um sie herum und richteten seltsame kleine Metalldinger auf sie.
„Keine Bewegung Kleine!"
Lucy sah den Mann fragend an.
„Lucy befolgt keine Anweisungen von nicht autorisierten Personen!", erwiderte sie und drehte sich um. Das war ihr alles zu blöd, sie wollte wieder in ihre Lagerstätte und weiter lesen. Diese Muggel verwirrten sie.
„Halt! Bleib stehen oder wir schießen!"
Verwirrt drehte sie sich um.
„Was ist schießen?", fragte sie irritiert. Dann apparierten eine Menge Leute auf den Platz. Lucy wollte schon ihren Zauberstab in Anschlag bringen, doch sie erkannte Derek Fischer. Lucy mochte Derek Fischer.
„Sofort aufhören, ab jetzt übernehmen wir!", rief der Regulator. Die Muggel mit den Uniformen sahen ihn fragend an, dann kamen andere Zauberer und fingen an die Muggel zu verzaubern.
Derek Fischer musterte die toten Todesser und winkte Lucy zu sich.
Die LET ging zu ihm.
„Lucy, wo ist Heather?", fragte er freundlich. Lucy mochte Derek Fischer. Er war immer nett zu Lucy.
„Heather ist bei ihrer Arbeit."
Er sah sie fragend an.
„Warum hast du dann die Todesser angegriffen? Niemand hat es dir befohlen oder?"
„Lucy hat es sich selbst befohlen.", erwiderte sie.
Der Regulator sah sie seltsam an.
„Erkläre mir bitte, was du alles getan hast."
Das konnte Lucy. Sie berichtete, wie sie die Todesser bemerkt und dann beseitigt hatte. Anschließend erklärte sie, wie sie die beschädigten Muggel repariert hatte und verschwieg auch nicht, wie seltsam sie das Verhalten der Muggel fand.
Derek Fischer hörte zu und nickte dann. Er sah Lucy sehr freundlich an.
„Das hast du sehr gut gemacht Lucy. Komm, wir gehen zu mir nach Hause und ich mache uns beiden einen schönen Kaffee. Und weil du heute wirklich gut gearbeitet hast, besorge ich dir auch noch eine Tafel Schokolade. Außerdem erkläre ich dir das Verhalten der Muggel. Was meinst du?"
„Lucy mag das!", erwiderte sie und freute sich über das Lob.
Derek Fischer wandte sich an Ronald Weasley, der ebenfalls Anwesend war und scheinbar die anderen Zauberer befehligte.
„Ron, unsere Kleine hat heute einen sehr guten Job gemacht. Ich nehm sie mit zu mir nach Hause, du hast das Kommando. Und ruf bitte Heather für mich an und richte ihr aus, das ich Lucy heute Abend wiederbringe."
„Alles klar."
Lucy beobachtete Ron Weasley dabei, wie er seine Truppe koordinierte.
Sie mochte Ron Weasley, denn er steckte Lucy immer wieder Bonbons zu, wenn sie mit Lily Black nach Hogwarts kam um zu trainieren.
„Du weißt wie man nach Hogwarts kommt Lucy?"
„Lucy weiß wie sie dort hin gelangt.", erwiderte sie.
„Okay, dann los."
Der Regulator disapparierte und Lucy tat es ihm gleich.
Sie erreichten Hogsmeade ohne Probleme und liefen dann gemächlich zum Schloss hinauf. Am liebsten hätte Lucy ihrem Wolf nachgegeben und wäre durch den verbotenen Wald gestreift. Manchmal konnte sie das tun, wenn sie mit Lily Black zum Schloss kam.
Doch bei Derek Fischer traute sie sich nicht.
Vielleicht ein anderes Mal. Doch nun freute Lucy sich auf den Kaffee und die Schokolade. Heather machte leckeren Kaffee, doch der von Derek Fischer war mit nichts anderem zu vergleichen.
Lucy mochte Kaffee sehr gerne.
Sie betraten das Schloss und anschließend führte Derek Fischer sie in die Räume, wo er mit Amy Fischer wohnte.
Lucy war bisher noch niemals hier gewesen, sondern immer nur in seinem Büro. Daher war sie neugierig. Und sie freute sich, das sie auch neugierig sein durfte, so lange man es nicht übertrieb. Nicht ohne Fragen in irgendwelche Zimmer gehen und auch keine Schränke oder Schubladen öffnen. Das wäre sonst nicht nett und Lucy mochte es, nett zu sein.
Er führte sie in ein Zimmer mit Sitzgarnitur. Wohnzimmer nannte man das. Da durfte jeder hinein, so hatte Lucy es gelernt.
Dort saß Amy Fischer und sprach mit einer anderen Frau, die Lucy auf Anhieb faszinierend fand. Irgendwie erinnerte sie Lucy an Derek Fischer, so wie Mark sie an Heather erinnerte.
„Tag zusammen. Hoffe wir stören nicht.", sagte der große Regulator und grinste breit.
Die Frauen sahen auf. Amy Fischer zeigte ein erfreutes Gesicht, als sie Lucy erkannte. Die andere Frau wirkte neugierig, aber auch sie wirkte nett auf die Les Enfants Terrible.
„Okay, Amy kennst du natürlich. Die andere Frau ist meine Mutter, Verena Fischer. Mama, das ist Lucy, die kleine L.C. von der wir dir erzählt haben. Und jetzt entschuldigt mich, ich habe ein Versprechen einzulösen. Lucy, setz dich doch wenn du möchtest. Ich brauch wohl eine kleine Weile."
„Lucy hat verstanden.", erwiderte das Mädchen und sah Verena Fischer neugierig an.
„Lucy wünscht einen guten Tag.", sagte sie höflich, wie sie es bei Heather gelernt hatte.
Verena Fischer lächelte.
„Dir auch einen schönen Tag. Dein Name ist Lucy, richtig?"
„Korrekt."
„Was ist denn los gewesen, das Derek dich mit hierher bringt?", fragte Amy Fischer neugierig.
Und so erzählte Lucy von ihrem Tag. Wie sie gelesen hatte und dann die Todesser kamen.
Derek Fischer kam unterdessen herein und ein Tablett mit Kaffee und Blockschokolade, welche er in kleine Stücke zerteilt und auf einen Teller drapiert hatte, schwebte hinter ihm her.
Er schenkte allen eine Tasse ein und Lucy erzählte noch ihre Geschichte zu ende, ehe sie die Tasse nahm und einen kräftigen Schluck daraus trank.
Es war köstlich. Der Kaffe löste ein Feuerwerk guter Gefühle in ihrem Kopf aus. Es war wie alle Dinge die Lucy gerne mochte zusammen. Ein unbeschreiblich schönes Gefühl.
Sie setzte die Tasse ab und kicherte vergnügt.
„Du hast heute also eigenmächtig eine Entscheidung getroffen. Ein großer Schritt voran.", meinte Verena Fischer lächelnd.
„Lucy versteht das nicht.", erwiderte die Les Enfant Terrible und nahm verzückt einen weiteren Schluck Kaffee.
„Ich meine, das du gute Fortschritte in deiner Entwicklung zum Individuum machst. Das ist gut.", erklärte Verena Fischer.
Lucy dachte darüber nach und runzelte die Stirn.
„Ist es für Lucy erstrebenswert ein Individuum zu sein?"
„Ja, auf jeden Fall.", erwiderte Derek Fischer und reichte ihr etwas von der Schokolade, die Lucy gerne annahm und sofort in den Mund schob.
„Wie wird man ein Individuum?"
„Das passiert ganz von alleine.", meinte Amy und lachte. „Sich selber Befehle erteilen gehört zum Beispiel schon dazu."
Erneut dachte Lucy darüber nach.
Es war also gut, wie sie sich verhalten hatte. Menschen helfen die sich nicht wehren können war also ein gutes Verhalten. Lucy mochte das.
„Derek Fischer wollte Lucy noch das Verhalten der Muggel erklären.", sagte sie, nachdem Amy ihr eine weitere Tasse von dem leckeren Kaffee eingeschenkt hatte.
Sie folgte den Erklärungen der drei Erwachsenen so gut wie sie konnte. Sie konnten die Dinge so erklären, das Lucy sie verstand. Heather konnte das nicht immer so gut. Dort hatte Lucy hin und wieder Probleme damit.
Irgendwann brachte Derek Fischer sie dann nach Hause, wo Heather sie bereits erwartete.
Ronald Weasley hatte sie bereits darüber aufgeklärt, was passiert war, dennoch wollte Heather das ganze von Lucy hören.
Als sie es fertig erklärt hatte, tat Heather etwas seltsames.
Sie nahm Lucy in die Arme und streichelte ihr sanft über das Haar.
„Das hast du sehr gut gemacht Lucy. Ich bin stolz auf dich."
Lucy fühlte sich seltsam.
Nie zuvor hatte sie so etwas gefühlt. Es war… ja sogar schöner als Kaffee!
In diesem Moment beschloss die L.C. erneut, das sie alles und jeden vernichten würde, der versuchen würde ihrer Heather weh zu tun…
Lisa… Lily… Lucy… die weiblichen Les Enfant Terrible hatten eine Vorliebe für Namen mit L…, dachte Harry bei sich als sie an dem Punkt angekommen waren, von wo aus er mit Johnson zu den Native Americans aufgebrochen war.
Der Redselige Amerikaner erwartete sie bereits und wies seine neuen Begleiter an, sich aus dem Register auszutragen.
Das wäre notwendig, da beide als Berater für die AAW tätig wären, erklärte Johnson ungefragt… und gab noch eine Menge mehr Informationen preis. Allesamt aus der Kategorie, Wissen-was-Harry-nie-wirklich-haben-wollte.
Lisa und Andy kehrten aus der Registrierstelle zurück und sogar der stets mürrisch dreinblickende P.E., konnte sich ein gemeines grinsen nicht verkneifen als er Harry erkannte, der mit sehr entnervter Miene den Wortschwall des dunkelhäutigen Enforcers ertrug.
Endlich war es Zeit für den Abschied… ein fünfzehn Minuten Abschied, denn Johnson drehte wirklich auf und brachte auch dabei seinen Unerschöpflich scheinenden Vokabelvorrat Stilvoll zur Geltung...
Endlich konnten die drei den Portschlüssel nehmen und Harry genoss die Stille, die während der langen Reise währte.
Schließlich kamen sie in Wien an.
Lisa musste lachen.
„Na, viel Spaß mit Jackie Boy gehabt?", fragte sie amüsiert.
Harry zeigte ein leidendes Gesicht.
„Dieser Kerl… ist der auch mal Still?"
„Wenn er geschockt wird.", brummte Andy.
Lisa lachte.
„Das ist kein Quatsch. Andy hat Johnson schon drei mal schlafen gelegt. Gerüchten zufolge hat man ihn früher bei Verhören eingesetzt. Drei Stunden mit dem in einer Zelle, dann sagen die Verdächtigen wirklich alles, nur um ihn los zu werden."
Harry grinste.
„Du sagtest Früher. Machen die Enforcer das nicht mehr?", fragte er belustigt.
Die P.E. grinste.
„Nö. Folter verstößt wohl gegen die Menschenrechte."
Harry lachte.
Er führte seine neuen Verbündeten zur Anmeldung und erledigte die Formalitäten. Nach einer Weile erschien Kane und nahm die beiden neuen Gäste auf, organisierte ihnen Zimmer und alles was sie sonst noch brauchten.
Harry war froh, das der Vampir für ihn übernahm. Er wollte so schnell wie möglich zu Hermine zurück.
Er benutzte den nächst besten Portschlüssel in die Britische Basis, ein Haus in Hogsmeade, in dem die Truppen für Großbritannien untergebracht worden waren.
Dort herrschte ein Reger Andrang der Kulturen, zumeist ehemalige Schutztruppen der IVZ, welche eine Schnellausbildung erhalten hatten.
Harry wusste von Remus Lupin, das gerade eine Art Wehrpflicht für Junge Zauberer in Erwägung gezogen wurde. Irgendwie musste man mit Voldemort Schritt halten.
Einige der Männer sahen auf, als Harry die Ankunftszone verlies, schenkten ihm aber sonst keine weitere Beachtung.
Der Jungregulator verlies das Gebäude und wanderte schnell zum Schloss hinauf.
Vier Tage hatte er bei den Cherokee verbracht. Er wollte nur noch nach Hause.
Es war bereits spät hier… irgendwie hatte Harry ganz den Zeitunterschied vergessen.
Er schlenderte zu den Ländereien und stutzte, als er einen gewaltigen Schatten erkannte, welcher sich in den Büschen herumdrückte.
Harry grinste breit.
„Hey Derek, du konntest dich auch mal besser tarnen."
Der Schatten verlies den Busch.
„Du kennst Dreizehn? Kannst du mir sagen wo er ist?", fragte eine tiefe Stimme, die dennoch irgendwie… kindlich wirkte.
Harry blickte den riesigen Mann irritiert an… und erkannte, das es nicht sein Mentor war. Nein, er trug keine Brille, hatte keine Narbe. Doch ansonsten glich er Derek wie ein Ei dem anderen, von der Statur, über die Gesichtzüge bis hin zu den verschiedenfarbigen Augen.
Er erinnerte sich an das was Ron erzählt hatte.
„Ralf?", fragte Harry verdutzt und tastete nach seinem Zauberstab.
„Du kennst mich? Ich kenne dich aber nicht! Du bist eine von den Puppen. Mama sagt immer, das ich die Puppen kaputt machen soll!"
Der Stab des Riesen schnellte hervor und ein violetter Lichtblitz raste auf Harry zu, der sich Instinktiv zur Seite schmiss.
Noch im Fallen brachte er seinen Stab in Position und feuerte auf den Riesigen Mann.
Er hatte das Gemüt eines Kleinen Kindes, doch er war verdammt schnell. Harry Fluch schlug ins leere.
Ralf stand dort und wirkte plötzlich starr. Dann schloss er die Augen und öffnete sie wieder… doch dieses mal hatten sie einen völlig anderen Ausdruck… gierig und kalt wie ein Gletscher.
„Potter…?"
Er feuerte Pechschwarze Flüche gegen Harry ab, der sich hektisch hinter einen Baum schmiss.
„Potter! Dich zu treffen hätte ich nicht erwartet! Komm schon… komm raus zum spielen!"
„Was willst du Ralf?", fragte Harry und sah sich fieberhaft um.
Er wusste aus Rons Erzählungen, das er Dereks Bruder nicht töten konnte… er musste ihn irgendwie kalt erwischen und betäuben!
„Ralf?"
Die stimme stieß ein gehässiges lachen aus.
„Der Dummkopf ist bald Vergangenheit. Mich nennen sie Raven…"
Die Stimme kam näher.
Harry erinnerte sich daran, das Ralf angst vor Kane hatte… vielleicht wenn er seine Partielle Magie einsetzen würde…
Unsicher löste Harry die Bannsiegel.
Er hatte noch nie mit dieser Magie gekämpft… hoffentlich würde er seine Dämonen beherrschen können…
„Voldemort will nicht das ich umbringe… aber der Idiot ist ja noch nicht wach. Und dein Kopf wird sich gut in meiner Sammlung machen. Du bist zwar ein Kerl, aber egal. Und dann hole ich mir den Kopf deiner kleinen Schlampe. Die ist zwar nicht blond, aber ich bin gewillt eine Ausnahme zu machen…"
Die Stimme kam näher.
Harry verspürte Wut bei der letzten aussage. Niemand bedrohte Hermine!
Seine letzten Skrupel fielen und er rief seine Diener herbei.
Harry konnte spüren, wie er das natürliche Gefüge der Welt verlies.
Seine Partielle Macht, die so anders war als Magie, strömte aus ihm heraus und manifestierte sich in einem schwarzen Nebel.
Er schloss Raven darin ein, der überrascht aufkeuchte.
„Aber hallo, der kleine kennt einige Tricks…", spottete Raven. Doch Harry konnte die Spur an Unsicherheit hören.
Harry befahl den Kreaturen des Nebels, den Feind zu zerfleischen. Und sie gehorchten mit Begeisterung.
Harry konnte nichts sehen, spürte aber wie sie sich auf den Feind stürzten, große Stücke Fleisch aus seinem Körper rissen.
Raven brüllte Wütend auf…. Doch die Wunden heilten einfach.
Harry konnte das erstaunen seiner Bediensteten Kreaturen spüren.
Dann glühte etwas auf… ein Patronus!
Die Partielle Magie zerstob unter dem Warmen Licht des Patronus.
Harry stöhnte auf… es bereitete ihm Körperliche Schmerzen.
Raven stand dort, unversehrt doch schwer Atmend.
„Heute hattest du Glück… aber ich kriege dich noch!", knurrte der Riese und disapparierte.
Harry stieß ein erleichtertes Seufzen aus... Er war mit seinen Kräften am Ende. Dann schleppte er sich zum Schloss, wo aufgeschleckte Regulatoren herumliefen.
Als er die sicheren Mauern von Hogwarts erreicht hatte, übermannte ihn die Erschöpfung.
Er spürte nicht einmal, wie er auf dem Boden aufschlug…
Nanu, schon am End?
Leider ja, doch ich mach mich direkt an ein neues Kap
Gruß
Dat Z.
