Huhu, da bin ich endlich wieder. Hatte leider viel um die Ohren in letzter Zeit, doch nun darf ich euch das nächste Kapitel servieren. Und ein langes dazu! Viel Spaß!
10. Von realen Geistern
„Ist schon gut. Geht es dir jetzt besser?"
Neville nickte. „Wir sollten nach unten gehen, Neville, und noch einmal mit Doro reden, bevor uns unsere Abneigung zu allen möglichen falschen Gedanken verleitet."
Remus ließ das Erbrochene verschwinden.
„Ich … ich kann nicht … doch, ich komme mit. Ich werde mir anhören, was Doro zu sagen hat."
„Bist du bereit?"
Obwohl sich Neville da nicht so sicher war, nickte er und folgte Remus wieder in den Keller.
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Tonks stand in dem düsteren Kellerflur und wollte gerade die Tür hinter sich schließen, als sie Neville und Remus den Flur entlang kommen sah. In der Bewegung innehaltend, sah sie verblüfft von einem Zauberer zum anderen.
„Ich werde nochmals hineingehen und mit Doro reden", erklärte sich Neville kurz. Tonks öffnete sichtlich erleichtert die Tür, um die beiden Männer einzulassen.
Das aufflackernde Licht der Fackeln ließ die Schatten im Raum tanzen. Doro saß auf dem blanken Steinboden gekauert, den Kopf auf die Knie ihrer angezogenen Beine gelegt. Snape saß daneben und hielt sie im Arm, in den sich Doro vertraut schmiegte. Diese Szene eines fürsorglichen Severus Snape kam Neville so grotesk vor, dass er den Kopf schüttelte, als wolle er sicher gehen, keiner Halluzination aufzusitzen. Doch das Bild änderte sich nicht.
Doro blickte auf und ihre geröteten Augen zeigten noch immer den Schmerz, den Nevilles Worte ihr bereitet hatten. Neville biss die Zähne aufeinander und versuchte so unbeteiligt wie möglich zu klingen.
„Ich werde mir anhören, was du zu sagen hast, Doro. Dann werde ich entscheiden, was ich tun werde."
Als Snapes hasserfüllter Blick ihn traf, wich Neville ein Stück zurück.
„Für was halten Sie sich eigentlich, Longbottom?"
„Ist schon gut, Severus." Doro legte eine Hand auf den Arm des Tränkemeisters. „Er versteht es nicht … noch nicht."
„Sprich nicht über mich, als wäre ich ein Kleinkind, das nicht versteht, was die Erwachsenen reden! Du bist die Frau an SEINER Seite! Er ist ein Killer! Er hat Dumbledore ermordet! Verdammt noch mal, was soll das? Warum hast du Ärger mit Bellatrix Lestrange, wenn du eine von ihnen bist? Doro! Warum hat denn niemand diesen Wahnsinn kommen sehen? Wie konnte das Ministerium von dem Pack übernommen werden? Wo zum Teufel war der Orden …", brüllte Neville, dann presste er seine Handballen gegen die Schläfen. Er hatte das Gefühl, dass sein Kopf gleich platzt. Leise und traurig fuhr er fort: „Doro, ich … ich habe dich wirklich sehr lieb, aber … DER?"
Damit war es um Nevilles Fassung geschehen. Heiße Tränen rannen über seine Wangen und verschleierten seinen Blick, so dass er seine Augen schloss. Er schämte sich, dass er vor Remus und vor allem vor Snape weinte, doch es ließ sich nicht ändern. Ungefragt traten immer mehr Tränen aus seinen Augen, egal, wie fest er seine Lider auch zusammenpresste.
Hände umfassten seine Unterarme und streichelten ihn mit den Daumen. Als er seine Augen wieder öffnete, sah er in Doros nun ebenfalls tränennasses Gesicht.
„Es tut mir so leid Neville. Ich hätte mit dir reden müssen … doch ich dachte du … du wärst noch nicht bereit. Ich habe mich geirrt."
„Doro!", warnte Snape.
„Nein, sie müssen es erfahren … ich habe diese Geheimnistuerei so satt, hörst du, so satt! Neville, was willst du zuerst wissen?"
Nur sehr schwer konnte Neville den Drang unterdrücken, seine Cousine zuerst zu fragen, warum sie sich ausgerechnet dieses Scheusal von einem Zauberer ausgesucht hatte.
„Wie konnte dieser Abschaum das Ministerium unter Kontrolle bringen? Warum hat der Orden nichts getan?", fragte er stattdessen.
„Der Orden wusste schon lange von dem Plan, dank Severus. Doch Scrimgeour war sich der Loyalität seiner Mitarbeiter zu sicher, um auf unsere Warnungen zu hören –
Weißt du, Neville, viele Menschen passen sich an, wenn sie Angst haben, auch Zauberer, die für das Ministerium arbeiten. Anstatt Gefahr zu laufen, in offenen Kämpfen verletzt zu werden, ziehen sie es vor, sich dem vermeintlich stärkeren Kontrahenten anzuschließen. Auch sollte man nie die Angst vor dem Unbekannten außer Acht lassen. Viele Zauberer haben Angst vor den Muggeln, weil sie sie nicht verstehen, ebensolche Angst wie vor Zentauren und Werwölfen; und Vorurteile können stark sein und tief verwurzelt. Solche Menschen neigen dazu, ihre Ängste und Probleme auf Sündenböcke abzuwälzen. Die muss man ihnen dann nur noch anbieten. – Wenn der Orden versucht hätte, diesen Schlag gegen das Ministerium offen zu vereiteln, wären viele Ordensmitglieder gestorben, ohne dass sie eine wirkliche Chance auf den Sieg gehabt hätten. Schon zu lange hat Voldemort Mitarbeiter des Ministeriums korrumpiert und wenn nötig den Imperius angewandt, um diese Übernahme vorzubereiten." Doro atmete tief durch.
„Was ist mit den Ordensmitgliedern, die im Ministerium arbeiten? Warum Dolores Umbridge?"
„Kinglsey hat den Test von Bellatrix ohne Probleme überstanden, denn er kann sich ebenso gut verstellen wie Severus; aber was mit Arthur ist, weiß ich leider nicht, da mein Test nicht so gut ausgefallen ist und ich fliehen musste …"
„Was eventuell an deiner charmanten Art Bella gegenüber gelegen haben könnte", warf Snape ein.
„Diese dämliche Vettel! Sieht mich an und höhnt zuerst über Nevilles Eltern und dann über meine!"
„Und? Hättest du es geschluckt, säßen wir jetzt nicht hier und könnten unsere Mission fortführen, aber nein, du musstest sie stattdessen ‚Abschaum der es nicht verdient hat zu leben' nennen … sehr geschickt! Weißt du, wie lange ich meine Rolle als Spion aufrecht halten konnte?", schnarrte Snape. (B/N: Maria ist auch nicht sehr diplomatisch und hätte ähnlich reagiert )
„Du hättest mir ja nicht helfen müssen! – Es kann nicht jeder so perfekt sein wie du unterkühlter Eisklotz", giftete Doro zurück. (B/N: ggg wahre Liebe und gegenseitige Wertschätzung würde ich das nennen :- D)
Snapes Augen schienen zu glühen, doch Doro wandte sich an Tonks und Remus.
„Ihr Beide werdet ebenfalls offiziell gesucht. Für Remus wurde ein Haftbefehl ausgestellt, der auf lebend oder tot lautet, und Tonks soll verhört werden wegen der ‚unsittlichen' Liaison mit einem Werwolf. Wir müssen uns etwas einfallen lassen."
„Doro, warum vertraust du ihm?", fragte Neville plötzlich und sah seiner Cousine tief in die Augen. „Er ist ein Mörder! Er hat Dumbledore getötet!"
„Dafür gibt es eine ganz einfach Erklärung", sagte Snape und fasste in seine Robe.
„Na, na, Hand aus der Robe! Aber ganz langsam - und wehe, ich sehe etwas in der Hand!", herrschte ihn Tonks mit gezücktem Zauberstab an und versuchte in die Tasche zu greifen aus der Snape gerade ganz langsam seine Hand zog.
„Nein, nicht du! Longbottom wird es sich ansehen", fauchte Snape und drehte sich zur Seite.
Doch Tonks ließ ihn nicht los, hart riss sie an seiner Robe und griff in seine Tasche. Mit einem lauten Geräusch verschwand die rosahaarige Aurorin vor aller Augen.
„Ein Portschlüssel", stammelte Neville erschrocken, doch dann wich er alarmiert ein Stück von Snape zurück.
Wie versteinert standen Neville und Remus da und starrten auf die Stelle neben Snape, auf der bis eben noch Tonks stand. Es war unnatürlich ruhig und die Anwesenden schienen sogar lautlos zu atmen, nur sein Herz hörte Neville in seinen Ohren hämmern wie eine Zwergenwerkstatt.
Wie lange sie sich alle so anstarrten konnte Neville im Nachhinein nicht mehr sagen, doch es kam ihm wie eine Ewigkeit vor. Plötzlich schien der sonst so ruhige Remus Lupin zu explodieren. Ohne Vorwarnung sprang er Snape an und riss den völlig überrumpelten Tränkemeister von den Beinen.
„Wo?" keuchte der Angreifer und grub seine Hände so fest in den Kragen von Snapes Robe, dass dieser würgende Geräusche von sich gab.
„Wo ist Tonks?", fragte er und seine Stimme war mehr das Knurren eines Wolfes als die Stimme eines Mannes. Snape wurde kalkweiß und schluckte hart.
„Beruhige dich, Lupin, ich wollte nicht, dass sie den Portschlüssel nimmt. Longbottom sollte ihn nehmen. Ihr wird nichts geschehen", krächzte Snape.
„Du widerlicher, schleimiger Soziopath! Sage mir sofort, wo sie ist, oder ich breche dir das Genick!"
Snapes Augen traten schon etwas hervor. Neville war sich sicher, dass Remus die Kontrolle verloren hatte, er würde den Tränkemeister erwürgen, jetzt und hier. Er musste etwas tun …
„Remus, wenn er tot ist kann er uns nicht mehr erzählen, wo Tonks ist", sagte Neville leise und fasste vorsichtig nach der Schulter des Werwolfes.
Nach kurzem Zögern lockerte Remus etwas seinen Griff, allerdings ließ er dem Tränkemeister nicht viel Bewegungsfreiheit. Snape schnappte nach Luft.
Erneut ertönte ein lautes Geräusch und drei Personen apparierten in den Kellerraum. Neben Tonks stand ein großer, schlanker, junger Mann mit blonden strubbeligen Haaren und stechenden hellblauen Augen, der eine dunkelgraue Robe trug. Hinter den Beiden stand eine gebeugte weitere Gestalt, die die Kapuze ihres Umhanges tief ins Gesicht gezogen hatte.
„Schatz, lass ihn wieder los! Sonst muss ich die ganze Arbeit alleine machen, wenn du nach Askaban gebracht wirst", sagte Tonks glücklich schmunzelnd.
Remus sprang auf und fragte besorgt: „Alles in Ordnung? Wo warst du? Ich dachte, du …"
„Alles ist bestens, mache dir keine Sorgen. Du wirst überrascht sein, wen ich getroffen habe."
Remus musterte den Blonden eingehend und fragte dann ratlos: „Kennen wir uns?"
„Nicht das ich wüsste, mein Name ist Daneb Ironside. Ich bin der Ururenkel von …"
Die vermummte Gestalt stupste ihn an und er verstummte. Langsam ging die in eine nachtblaue Robe gehüllte Erscheinung an dem blonden Zauberer vorbei und hob ihre schmale Hand mit langen schlanken Fingern an die Kapuze, griff den Stoff und zog sie langsam vom Kopf. Darunter zum Vorschein kamen schulterlange graue Haaren und listige blaue Augen funkelten über einem grauen, akkurat geschnittenen Bart.
Neville schlug sich die Hände vor das Gesicht und schüttelte den Kopf. „Nein, nein, nein, …!", brabbelte er und ging rückwärts, bis seine Beine einen Mauervorsprung trafen, auf den er sich setzte.
„Albus!", stieß Remus derweilen überrascht hervor. „Sie sind … sind nicht tot ... weshalb? Und er hat Sie nicht … doch Harry hat es gesehen …"
„Harry hat gesehen, was Harry sehen sollte, so leid es mir auch tat, der Junge musste es glauben, damit er ungekünstelt reagierte."
„Dann hat Severus mit ihnen gemeinsam …? Das war ein Plan?"
„Oh, ja, es ist ein Plan. Wenn alle Welt denkt, ich wäre tot, dann kann ich ohne Aufsehen zu erregen agieren. Aber außer euch hier in diesem Raum weiß es nur mein Bruder Aberforth."
„Du solltest mal nach deinem Liebling sehen, Doro", schnarrte Snape und blickte auf Neville, der immer noch fassungslos die Augen zuhielt und ein unendliches „Nein, nein, nein, …" murmelte. Erst als Doro ihn ihren Arm um die Schulter legte, sah er auf und seine Augen wurden zu Schlitzen.
„Der Kummer über Ihren Tod hat meine Gran getötet!", fauchte er Dumbledore an. Sein Respekt und seine Hochachtung gegen den alten Zauberer waren durch diese Erkenntnis fast ausgelöscht.
„Ich habe davon gehört, Neville, und es tut mir unendlich leid."
„Das höre ich ständig! Jedem tut alles leid! Warum kann sich keiner Gedanken machen, bevor er etwas tut? Warum muss man durch Unbesonnenheit anderen wehtun?"
„Bei Merlin, wie bist du in dieser kurzer Zeit so energisch geworden, Neville?", fragte Dumbledore nachdenklich.
„Wir sollten nach oben gehen, dieser Keller ist nicht gerade gemütlich", sagte Doro und ging zur Tür.
„Vorausgesetzt, der gestrenge Hausherr erlaubt es uns." Snapes Stimme troff vor Sarkasmus. (B/N: ggggg das ist so gut :-D)
„Lass ihn in Ruhe!", zischte Doro.
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Torby servierte Tee, als alle sich an den großen Tisch im Salon gesetzt hatten.
„Wir sollten von vorne beginnen, ich kann es kaum erwarten", sagte Tonks und blickte abwartend zu Dumbledore.
„Nun gut. Alles fing an mit der Überlegung, dass wir nicht unbemerkt Toms Horcruxe vernichten konnten. Wenn er uns allerdings entdeckt hätte, hätte er vermutlich die noch fehlenden Teile neu versteckt oder gar besser gesichert."
„Was ist ein Horcrux?", fragte Tonks.
„Tom Riddle, euch bekannt als Lord Voldemort, hat seine Seele geteilt. Dies ist nur durch das schlimmste aller Verbrechen möglich … durch einen Mord. Sieben Mal hat er ein unschuldiges Leben ausgelöscht um seinem Ziel, der Unsterblichkeit, näher zu kommen. Er hat die sieben Teile in einer Art Seelenbehälter versteckt, jedes in einem eigenen. Nur wenn alle diese Seelenteile zerstört sind, kann Tom vernichtet werden. Es waren sieben Teile, zwei wurden zerstört. - Ihr erinnert euch an das Tagebuch, das Harry in seinem zweiten Schuljahr mit dem Basiliskenzahn zerstört hatte? Das war ein Horcrux. -
Einen habe ich letztes Jahr zerstört, indem ich den Ring von Toms Familie getragen habe bis meine Zauberkraft über die des Ringes siegte. Leider hat mich das meine Hand gekostet."
Er hielt seine schwarze, verkrüppelte Hand etwas an.
„Wie ihr seht, ist es eine der finstersten schwarzmagischen Praktiken und nur die allerwenigsten Zauberer wissen davon … zum Glück. Doch auch nur sehr wenige haben die Macht solch einen Horcrux zu zerstören.
Des Weiteren wissen wir, dass ein Teil der Seele im Lieblingsbecher der Helga Hufflepuff steckt. Hinter diesem Gefäß und einem Medaillon Slytherins sind Harry, Hermine und Ron her. Ich habe ihnen Fawkes an die Seite gegeben. Es wird schwierig für die Drei, doch ich bin zuversichtlich.
Mehr Sorgen macht mir Toms Schlange. Alles spricht dafür, dass Tom einen Teil seiner Seele in dem Reptil versteckt hat. Das Problem ist, dass Nagini kein gewöhnliches Reptil ist. Sie ist eine Nachkommin der Schlangen, mit denen Conchobar auf die Welt kam. Wir suchen schon eine ganze Weile nach einer Möglichkeit, die Schlange zu töten und den Horcrux zu zerstören."
Nevilles Wut auf den alten Zauberer schwand, während er dessen phantastisch schrecklichen Ausführungen folgte.
„Wer ist Conchobar?", stieß er heiser hervor.
„Du kennst die Geschichte von Assa und Conchobars Geburt nicht?", fragte Daneb überrascht. „Was wurde in deiner Schule gelehrt, Großvater?"
„Nicht jeder hat das Glück, eine so gute Lehrerin als Mutter zu haben wie du, Daneb. In einer Schule kann man nicht so gezielt auf die einzelnen Kinder eingehen wie bei Privatunterricht. Deshalb wollte deine Mutter nicht, dass du nach Hogwarts gehst", antwortete ihm Dumbledore.
Daneb räusperte sich und begann: „Nun gut, höre zu, Neville:
Die Mutter Conchobars war Assa, die Pinzessin von Ulster, der nördlichsten Provinz Irlands. Sie war eine Meerjungfrau mit grünem Haar, welches von einem goldenen Kamm gebändigt wurde, und lebte auf einer Insel voll von dichtem, dunklen Wald. Dort nutzte sie ihren goldenen Zauberstab, um ihre Körbe und Flaschen mit Brot und Wein zu füllen und ließ sich von ihren Kobolddienern umsorgen.
Eines Tages kam der Druide Cathbad auf Assas Insel, ermordete alle, die mit ihr dort lebten, und vergewaltigte Assa, während sie in einem Fluss badete. Assa aß daraufhin zwei magische Schlangen aus dem Fluss, die noch nicht größer als Würmer waren, und wurde von ihnen schwanger. Als sie dann später Conchobar gebar, der einer der größten irischen Könige aller Zeiten werden sollte, verließ dieser den Mutterleib mit den zwei Schlangen in der Hand, um zu beweisen, dass er nicht durch den Druiden Cathbad gezeugt worden war.
Nagini ist eine Nachfahrin dieser Schlangen. Es ist schon schwierig einen ‚normalen' Horcrux zu zerstören, doch in einer magischen Schlange ..."
„Aber mein Bruder Aberforth, Daneb und ich arbeiten an dem Problem. Es gibt noch anderes zu besprechen", sagte Dumbledore und nahm einen von Winkys leckeren Ingwerkeksen.
„Wusstest du, dass Dumbledore Familie hat?", wisperte Neville zu Tonks.
„Wusstest du, dass Snape eine Freundin hat?", konterte die Hexe flüsternd und grinste. (B/N: ist gerade vom Stuhl gekippt vor Lachen - der arme Neville!)
Neville war immer noch verwirrt ob seiner Gefühle Doro gegenüber. Natürlich war sie nicht zu den Todessern übergelaufen. Sie hatte Dumbledore und Snape geholfen. Sie hatte sich bei ihm entschuldigt … trotzdem stach die Tatsache, dass sie sein Vertrauen missbraucht hatte, ihm nicht vertraut hatte, in sein Herz wie ein Dorn.
„Danke, es wäre nicht nötig gewesen mich daran zu erinnern", grummelte Neville.
„Neville, Junge, du hast so viele Personae non gratae in deinem Haus versammelt, du solltest es schützen … gut schützen", sagte Dumbledore und seine ernste Mine unterstrich seine Worte nachdrücklich.
„Wie sollte ich das Haus gegen Lord Voldemort schützen? Nicht einmal Hogwarts konnte ihn aufhalten."
„Ich habe da eine Idee; aber nur, wenn du einverstanden bist." Wieder konnte Neville ein listiges Glitzern in den blauen Augen sehen.
„Etwas schwarzmagisches?", fragte Neville skeptisch.
„Nein, solch einen Bann würde Tom ohne Probleme brechen. Der beste und wirksamste Schutzzauber wäre ein Liebes-Schutzbann.
Die Bewohner des Hauses halten eine geweihte Granitplatte und sprechen die Bannformel, und je größer die Zuneigung unter den Einzelnen, desto stärker der Schutz. Diesen Zauber würde Tom nicht brechen können; dazu versteht er die Liebe zu wenig. Nachträglich kann jeder der „Erschaffer" noch Namen auf der Platte hinzufügen, so dass auch noch andere Personen per Flohnetzwerk oder per Apparation ins Haus gelangen können", endete Dumbledore.
„Oder durch die Tür", merkte Neville an, der an Amelia dachte.
„Oder so", lächelte Dumbledore.
„Wann können wir es tun?", wollte Neville wissen.
„Zufällig habe ich eine geweihte Granitplatte dabei", sagte Dumbledore. (B/N: Klar, hab´ ich auch immer eine in der Tasche – wer weiß, wofür man die brauchen kann.)
„Rein zufällig", wiederholten Daneb und Snape unisono und verdrehten die Augen.
„Weshalb wurde Hogwarts nicht so geschützt, wenn dieser Bann so sicher ist?", fragte Neville.
„Eine Schule die schon über tausend Jahre besteht …", begann Dumbledore.
„So eine große Granitplatte gäbe es doch gar nicht", warf Tonks ein.
„Aber wenn man einen großen Felsen zerteilen würde und damit eine Wand in der großen Halle täfeln würde, ginge es", konterte Neville.
„Ihr beide hab eines vergessen. Ich sagte die Erschaffer müssen die neuen Namen in die Granitplatte ritzen. Keiner der Gründer ist mehr am Leben …"
„Dann wird, wenn der letzte Erschaffer gestorben ist, keiner mehr das House of Seven Ways betreten können?" Verwirrung zeigte sich auf Nevilles Gesicht. „Weshalb wählen wir nicht einen Geheimniswahrer?"
„Es wissen schon zu viele, wo das Haus ist, Neville. Da wäre ein Geheimniswahrer ein schwieriges Unterfangen. Aber keine Sorge mein Junge, die Erschaffer können den Bann auch wieder aufheben. Doch das funktioniert nur ein einziges Mal. Daher war dieser Bann für Hogwarts unbrauchbar, das Schloss stand so oft dem Dunklen gegenüber …
Doch wir sollten uns an die Arbeit machen. Habt ihr einen Hexendolch, ein Athame im Haus?"
Doro stand auf und ging schon zur Tür. „Ja, haben wir, es liegt in der Bibliothek; ich gehe schnell und hole es." Eilig verließ sie den Salon.
Kurz darauf öffnete sich die Tür, doch nicht Doro trat ein, sondern Torby, der Hauself. Das kleine Wesen lächelte entschuldigend.
„Eine Mrs Bluefirth, Sir. Sie steht vor der Tür und wünscht Mister Longbottom zu sprechen."
„Ich komme, Torby."
Neville war froh über die Unterbrechung ... aber gleichzeitig fuhr ihm der Schreck in die Glieder. Was wollte die Heilerin? War etwas mit seinen Eltern?
Es war so viel geschehen an diesem Tag, dass er das Gefühl hatte, sein Kopf könne keine weiteren Informationen aufnehmen. Zumal ständig das schlechte Gewissen an ihm nagte; er hatte Snape mit dem Cruciatus belegt. Er hatte diesen abscheulichen Fluch benutzt. Insgeheim wartete er jeden Moment damit, dass Snape die Bombe platzen lassen würde und allen davon berichtete.
Neville verließ gerade den Salon, als Doro wieder kam. Der silberne Dolch funkelte in ihrer Hand. Sie gaben sich die Klinke in die Hand, doch Neville vermied den direkten Blickkontakt. Er wusste immer noch nicht, wie er sich seiner Cousine gegenüber verhalten sollte. Zügig schritt er durch die Halle zur Tür.
„Mrs Bluefirth, schön, Sie zu sehen. Ist meinen Eltern etwas zugestoßen?"
tbc
Ihr denkt daran, das ich Review süchtig bin? Und mir ohne die Finger ganz furchtbar zittern? blinzel
