A/N Ein Tag Verspätung...sorry dafür
Kapitel 13
Nacheinander riss John alle anderen Schubladen und schließlich den Kleiderschrank auf.
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Sarah und Charley hatte sich fast zwei Stunden lang ausgesprochen. Sarah hatte geweint und geschrien, Er hatte gebettelt erklärt und wieder gebettelt. Jetzt saßen Beide seitlich auf der Couch, Charley starrte Sarah an, während er leise zu ihr sprach.
Sarah starrte auf ihre Hand, die von Charley gehalten wurde. Sanft streichelte sein Daumen über ihre Knöchel und sie lies es geschehen. Überhaupt hatten die letzten zwei Stunden ihre Sichtweise der Dinge verändert. Viel von dem was ihr Kyle über die Maschinen erzählt hatte war überholt. Insbesondere Charley und Cameron waren weiter entwickelt, als es Die waren, mit denen Kyle in Kontakt gekommen war.
Als John trotz Schmerzen in Kopf und Bein schnell die Treppe herunter kam, sah er seine Mom und Charley fast wieder in trauter Zweisamkeit.
„John, was ist los?" Fragte Sarah, die die Tränen in seinen Augen bemerkt hatte.
John sah auf seine Mom, zur Treppe und wieder zu Sarah. „Cam ist weg, all ihre Sachen sind weg". Er wischte sich mit der Hand durchs Gesicht.
„Cameron hat vor sieben Minuten und dreizehn Sekunden das Haus durch die Hintertür verlassen, 17 Sekunden später startete sie ihren Kleinwagen und fuhr weg", sagte Charley und wurde dabei von Sarah misstrauisch beobachtet.
John starrte Charley einige Sekunden an. „Warum hast Du sie nicht aufgehalten?" Fragte er aufgebracht.
„Da du weiterhin lebendig in deinem Zimmer warst bestand kein Grund Cameron zu terminieren", entgegnete Charley monoton.
John starrte verständnislos auf seinen pseudo Adoptivvater, dann blinzelte er ein paar Mal. „Wo kann sie hin sein?" Fragte er verwirrter als zuvor.
„Vielleicht an einem Ort, an dem sie glücklich war." Warf Sarah ein.
„Wahrscheinlich", stellte Charley fest.
John starrte vor sich hin. „Der Herbstball!" Entfuhr es ihm. Ohne zu zögern griff er die Autoschlüssel auf dem Tischchen und lief hinaus zu seinem Wagen. Er startete den Motor und raste mit durchdrehenden Rädern Davon.
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Im Haus hörte man ein klatschendes Geräusch.
Charley rieb sich die Backe und starrte Sarah verwirrt an.
Sarah sah ihrem Gegenüber tief in die Augen. „Rede wieder wie ein Mensch oder ich überdenke meine Entscheidung nochmal", sagte sie mit einem wütenden Ausdruck.
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John missachtete alle Geschwindigkeitsbegrenzungen als er den Mustang an die Grenze seiner eigenen fahrerischen Fähigkeiten brachte. Als der Festsaal in Sichtweite kam entdeckte er sofort den einsamen Kleinwagen davor.
Er brachte den Mustang knapp hinter Camerons Wagen zum Stehen. Er sprang aus dem Auto, ohne die Türen zu benutzen. Er lief zu Camerons Wagen, sah hinein, entdeckte ihre Taschen und lief schließlich zur Tür des Festsaales.
Das Schloss der Tür war verbogen und der Rahmen hatte Camerons Kräften auch keinen Widerstand leisten können.
John lief durch die kleine Lobby direkt zur Tür des Tanzsaales. Dort stoppte er im Schritt. Er erblickte Cameron, die im Halbdunkel nur durch spärliches Mondlicht beleuchtet, mitten auf der Tantfläche stand und die Bühne anstarrte. Die Bühne, auf der sie noch vor wenigen Stunden zur Herbstkönigin gekrönt worden war.
Langsam trat John näher. Cameron legte den Kopf auf die Seite. „Warum bist Du mir gefolgt?" Fragte sie leise.
„Warum bist Du weggelaufen?" Entgegnete er.
„Weil Du mich weggeschickt hast. -„Geh weg, lass mich in Ruhe!"-, Wiederholte sie die Worte mit seiner Stimme.
John starrte zwei Sekunden auf den Schatten vor ihm, dann schüttelte er lächelnd den Kopf. Er ging zu Cameron und stellte sich vor sie. „Cam", sagte er eindringlich. „Ich hatte wahnsinnige Kopfschmerzen. So war das wirklich nicht gemeint". Seine Hände lagen an ihren Oberarmen.
Sie starrte per Infrarot in sein Gesicht. Schließlich nickte sie. „Was soll nun werden?" Fragte sie vorsichtig, die Furcht die hinter dieser Frage stand mit monotoner Stimme verdecken.
John lächelte erneut. „Ich halte mein Versprechen, Cyborg aus der Zukunft oder nicht." Sagte er ernsthaft. „Außerdem hast Du mir auch etwas versprochen", sagte er.
Cameron rief ihre Datenbank nach ihren Konversationen mit John ab, bis sie fündig wurde. Ein etwas lüsternes Grinsen schlich sich auf ihr Gesicht, als sie seine Hand ergriff und ihn wortlos hinter sich her zog.
Sie ließen Camerons Wagen stehen, luden nur ihre Taschen in den Mustang.
Als sie das Haus betraten gingen sie zunächst zum Wohnzimmer. „Mom?" Fragte John. Dann erblickte er Charley, der lächelnd einen Finger an die Lippen legte. Sarah lag in Seinem Arm und schlief.
John nickte nur, lächelte und ging zusammen mit Cameron leise nach oben in sein Zimmer.
„Wir sollten Duschen", sagte Cameron unvermittelt.
John sah sich Camerons desolates Äußeres an, dann sein eigenes. Schließlich nickte er.
„Geh Du zuerst, ich bring schnell meine Sachen zurück in mein Zimmer", sagte sie mit Betonung.
John nickte nur, schnappte sich aber wortlos die kleine Tasche und ging durch das Bad in Camerons Zimmer. Als Cameron mit den restlichen Taschen eintraf, räumte John gerade grinsend die Dessous zurück in die Schublade.
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John lag wartend auf seinem Bett. Gedankenverloren starrte er auf das Kondom in seiner Hand und überlegte, wie zur Hölle das ablaufen sollte, ohne in einem peinlichen Fiasko zu enden.
Einige Minuten später betrat Cameron den Raum. Nur in ein Badetuch gewickelt. Lasziv die Hüften schwingend kam sie näher.
John konnte gar nicht anders als sie anzustarren. Bei jedem Schritt klaffte das Badetuch an der Seite auf und er konnte ihren Schenkel bewundern. Nahtlos zart braun von den schlanken Füßen bis zur Hüfte.
Cameron blieb eine volle Minute vor dem liegenden John stehen und blickte ihm in die Augen. Sie konnte hören, wie sein Herz immer weiter beschleunigte. Dann zog sie plötzlich irritiert eine Augenbraue hoch, als sie das Kondom in seiner Hand bemerkte. Sie beugte sich vor und schnappte es blitzschnell aus seiner Hand. Demonstrativ warf sie es einfach zur Seite. Als John sie daraufhin fragend anblickte verdrehte sie kurz die Augen und lies Diese dann blau aufleuchten.
John sah ihre Augen aufleuchten und in seinem Kopf griffen endlich die Rädchen ineinander. Grinsend griff John die anderen Kondome und warf sie dem ersten hinterher, ohne hin zu sehen.
John war es warm, heiß wurde es ihm aber, als Cameron plötzlich ihr Bein auf die Bettkante stellte, was ihm an ihrem Schenkel entlang einen Einblick erlaubte, der sein Herz einen Schlag überspringen lies.
Schließlich lies Cameron das Badetuch achtlos fallen und krabbelte aufs Bett über John, der versuchte nur auf ihr Gesicht zu starren.
John hob eine Hand und streichelte zärtlich über die noch sichtbare aber geschlossene Verletzung auf Camerons Backe, aus der sie vor dem Duschen die Fäden gezogen hatte. „Es heilt schnell", sagte er.
„Schneller als Deins, sagte sie und zeigte auf die blutige Naht an seinem Schenkel.
Plötzlich griff Cameron Johns T-Shirt und zerriss es kurzerhand. Bevor John protestieren konnte hatte sie ihren nackten Körper auf ihn herabgesenkt und seinen Mund mit einem leidenschaftlichen Kuss verschlossen, während ihre Brüste seinen Oberkörper berührten.
Die Leidenschaft, die die Beiden in den folgenden Stunden beherrschte wurde nur noch von ihren Bemühungen getoppt bei ihren diversen Höhepunkten nicht das ganze Haus zusammenzuschreien. Davon zeugten unter Anderem fast heraus gebissene Stücke aus dem hölzernen Kopfende des Bettes.
Die Geräusche, die Cameron erzeugt hatte, als sie beim ersten Mal Faustgroße Stücke aus dem Massivholz Kopfende herausgebrochen hatte waren allerdings nicht ungehört geblieben. Sarah war von unten heraufgerannt gekommen. Hatte aber schnell mit hochrotem Kopf wieder kehrt gemacht, als sie die Natur der Geräusche aus Johns Zimmer erkannte.
Wegen der anstrengenden Nacht schlief John bis fast Mittag. Cameron war die ganze Zeit nicht von seiner Seite gewichen.
Kurz nach dem Mittagessen, bei dem es nur lächelnde Gesichter zu sehen gab erschien die Polizei um nachzufragen, ob man vom Verbleib Cameron Phillips etwas wüsste, deren Wagen vor der Halle gefunden wurde, in die in der Nacht eingebrochen worden war. Die Sache war aber schnell aufgeklärt und nach einer Tasse Kaffee fuhr der Sheriff indianischer Abstammung wieder weg.
Am Abend saßen alle Vier dann kuschelnd auf der Veranda und sahen in die untergehende Sonne. Niemand hätte vermutet hier Personen verschiedener Rassen vorzufinden, deren Rassenangehörige in der Zukunft einen vernichtenden Krieg gegeneinander führen würden. Aber die Vier hatten genügend Zeit sich auf das Kommende vorzubereiten.
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