Carlisle´s POV
Ich konnte mir das kleine Lächeln nicht verkneifen als Bella mich "Daddy" nannte. Egal wie oft ich es hörte, mein Herz erwärmte sich immer, wenn eines meiner Kinder mich so nannte.
Ich holte tief Luft und starrte auf meine unruhige Tochter. Die Gesprächszeit war vorbei und es war nun an der Zeit zum unangenehmen Teil über zu gehen. Ich hatte das Gefühl, das ich immer noch extrem wütend auf Bella, wegen ihrer Grobheit und ihren Trotz war.
Nein, dachte ich , wir beide brauchen Zeit um uns etwas abzukühlen.
Gerade als ich Bella wieder in ihr Zimmer schicken wollte, hörte ich ein gurgelndes Geräusch. Bella wurde sofort rot und legte sich eine Hand auf den Bauch.
"S-Sorry"stammelte sie "Ich bin irgendwie hungrig"
Ich lächelte und lachte leise "Es tut mir leid Bella, ich hätte dafür sorgen sollen, das du ein anständiges Mittagessen bekommst. Wenn du willst kannst du nach unten gehen und was essen, oder möchtest du das ich mitkomme und dir was zu Essen mache?" fragte ich höflich.
"Nein" reagierte sie schnell "Ich mach mir selbst was"
Ich versteckte ein Lächeln, es schien so als wollte sie weg von mir.
"Ok, dann mach dir etwas zu essen und komm dann sofort wieder her wenn du fertig bist. Wir müssen uns noch um diese Angelegenheit kümmern" sagte ich ihr streng.
Ich hörte, wie ihr Herzschlag beschleunigte, bevor sie den Raum verließ.
Als sie die Tür geschlossen hatte, stand ich auf und legte mich auf mein Sofa. Ich legte meinen rechten Arm über mein Gesicht und atmete tief durch.
Ich kann nicht glauben, wie sie vorhin mit mir gesprochen hat. Bella war immer sehr respektvoll. Ich habe nie erlebt, das sie sich nicht unter Kontrolle hatte und ihre Stimme erhebt. Und was für schreckliche Wörter sie ausgesprochen hatte, dachte ich empört.
Bella hat Glück gehabt, ich gab ihr nur sechs Schläge für ihre furchtbare Wortwahl.
Wenn eines meiner anderen Kinder, das gemacht hätten, hätte ich ihnen den Mund mit Seife ausgewaschen und sie übers Knie gelegt.
Meine jüngste Tochter, wird bald lernen, wie die Dinge in dieser Familie funktionieren, dachte ich wehmütig. Ich werde dafür sorgen, dass das eine Lektion wird, die sie so schnell nicht wieder vergisst.
Ich hoffe nur sie lernt, ihr Temperament zu kontrollieren. Ich kann es nicht ertragen, sie zu bin müde von ihrem Kampf gegen mich und ich hoffe sie lernt ihre Strafe zu akzeptieren.
Schweigend fuhr ich mit der Hand durch mein Haar und betete zu Gott, das ich genug Kraft haben werde um das durchzustehen.
Bella´s POV
Ich stand an der Küchentheke und biss kleine Häppchen von meinem Truthahn Sandwich ab. Obwohl ich ziemlichen Hunger hatte, ist mir der Appetit schnell wieder vergangen, als ich hörte das die Sache mit Carlisle noch nicht geklärt war.
Mein Margen war voll mit nervösen Schmetterlingen, die mich einfach nur krank machten.
Ich dachte an die Diskussion und zuckte wegen meiner eigenen Dummheit. Ich kann nicht glauben, das ich Carlisle angeschrien habe.
Ich schauderte bei der Erinnerung an sein Gesicht, als er mich am Arm festhielt.
Ich habe mich noch nie so erschrocken. Ich weiß, er würde mich nie verletzen.
Aber wer hätte keine Angst, wenn man in die Augen eines extrem angepissten Vampirs schaut? Vor allem, wenn dieser extrem angepisste Vampir dein Dad ist, dachte ich wehmütig.
Ich sah auf die Mikrowellenuhr und stellte fest, das bereits 30 Minuten vergangen waren. Dann richtete sich mein Blick auf das kaum angeknabberte Sandwich.
Es hat keinen Zweck dachte ich. Ich bin nicht in der Lage, das jetzt zu essen und wenn ich jetzt noch länger brauchen würde, würde Carlisle kommen und mich suchen. Ich denke das wäre keine gute Idee.
Ich seufzte, bevor ich das Sandwich in einen Frischhaltebeutel steckte und in den Kühlschrank stellte. Vielleicht werde ich danach hungrig sein, sagte ich mir traurig.
Ich holte tief Luft. Ein Versuch um meine Nerven zu beruhigen. Ich begann den langsamen Aufstieg zu meinem Verhängnis.
Als ich die Kammer des Schreckens (Carlisle´s Büro) erreichte hielt ich inne und fragte mich, ob ich anklopfen soll.
"Komm rein Bella" hörte ich meinen Dad sagen.
Manchmal frage ich mich, ob Edward wirklich der einzige in der Familie ist, der Gedanken lesen kann.
Ich schüttelte den Kopf bei dem Gedanken, öffnete die Tür und trat ein. Nach dem Schließen der Tür sah ich mich um, bis ich meinen Dad sitzend auf dem Sofa fand. Seine Hände lagen auf seinen Knien.
"Hast du alles gegessen?" fragte er, nachdem er meinen blassen Teint bemerkte.
"Ähm nein, ich war nicht mehr hungrig" antwortete ich lahm.
Er nickte einmal, bevor er zu sprechen begann "Ich glaube ich hab alles gesagt, was es in Bezug auf dein Verhalten zu sagen gibt. Es ist an der Zeit für deine Tracht Prügel" erklärte er.
Ich schluckte den Kloß im Hals runter und versuchte den Drang zur Flucht zu bekämpfen.
"Bella komm her" sagte Carlisle leise, während er mich mit dem Finger zu sich lockte.
Langsam und unter Einsatz aller Macht, ist es mir gelungen einen Fuß vor den anderen zu setzen, bis ich endlich an seiner Seite ankam.
Ich sah ihn unsicher an, weil ich nicht wusste, was ich jetzt tun solle.
"Zieh deine Hose aus und leg dich über meine Knie" befahl er.
Ich starrte ihn bittend an "Kannst du es nicht über der Jeans tun Daddy bitte" flehte ich ihn an.
Carlisle schloss kurz die Augen, bevor er mir einen harten Blick zuwarf "Nein. Jetzt zieh bitte deine Jeans aus, oder ich werde es für dich tun"
Mein Gesicht war rot und meine Augen füllten sich mit Tränen, als ich zitternd die Knöpfe meiner Jeans öffnete. Noch einmal sah ich Dad flehend an.
Er schüttelte kurz den Kopf, bevor er mich schnell über seine Beine bugsierte und meine Jeans und Unterwäsche runterzog.
"Nein" stöhnte ich leise, bevor ich meinen Kopf in meinen Armen vergrub.
Carlisle passte mich auf seinen Knien an und schlang einen Arm fest, um meine Taille um mich in Position zu halten.
Er rieg meinen Rücken bevor er mich fragte, warum ich mich jetzt in dieser Poition befinde.
Die Tränen begannen zu fallen, bevor ich antwortete "W-Weil ich mich rüchsichtlos benommen habe und mich in Gefahr gebracht habe" sagte ich schnell und weinerlich.
"Gutes Mädchen" lobte er mich.
Ich sprang auf, als ich einen harten Klaps spürte.
Smack! Ich zog scharf die Luft ein und versuchte einen Aufschrei zu unterdrücken. Aber mein Versuch scheiterte, als mein Dad weitermachte.
Smack! Smack! Smack! Smack! Smack!
"Owww!" Schluchzte ich bei jedem schmerzhaften Klaps.
Smack! Smack! "Bitte aufhören!" Flehte ich, aber mein Dad ignorierte meine Schreie. Ich schrie, schlug um mich und trat mit den Füßen.
"Tut mir leid Daddy" Bitte hör auf" schluchzte ich
Smack! Smack! Smack! "Nein bitte! Smack! Ahhh! Smack! Bitte Daddy! Smack! Smack! Smack! "Es tut weh!"
"Ich weiß" antwortete er nur. Ich legte meine Hand zurück, um meinen Hintern zu bedecken. Schnell hatte er sie abgefangen und hielt sie hinter meinem Rücken fest.
" TU" Smack! "DAS" Smack! "NICHT" Smack! "NOCH " Smack! " MAL". Smack!
"Es tut mir leid" antwortete ich weinerlich.
Schließlich gab ich auf und schluchzte
"Du wirst dich nie wieder so rücksichtlos verhalten Bella" er beendete jedes Wort mit einem scmerzhaften Klaps.
Es dauerte eine Weile, bevor ich spürte, wie mein Dad über meinen Rücken streichelte und ich ihn sagen hörte, das es vorbei war. Mein Dad wiegte mich in seinen Armen.
"E-Es tuuut mir soooo leid", schluchzte ich kläglich.
"Ich weiß Schätzchen, ich weiß," sagte er liebevoll.
Ich weinte in sein Hemd, als er mich sanft hin und her schaukelte.
"Ich liebe dich ", flüsterte er mir wieder und wieder zu.
Sobald mein Schluchzen zu Schluckauf wurde, zog ich mich aus Dad´s Umarmung. Ich sah meinen Dad an und sagte noch einmal, "Tut mir wirklich leid, Daddy".
Er küsste mich auf die Stirn "Ich weiß, Schatz, ich weiß, ich verzeihe dir. Lass uns nicht mehr drüber sprechen"
Ich lehnte meinen Kopf an meinen Dad und genoss das Gefühl der Liebe, die er ausstrahlte. Ich seufzte leise bevor ich in den Schlaf driftete.
Carlisle's POV
Ich hörte die verlangsamten Atemzüge meiner Tochter und wusste, das sie eingeschlafen war.
Mein Herz brach, als ich hörte, wie sie flehte . Ich musste die Kraft und all meinen Willen aufbringen, sie zu ignorieren und weiter zu machen. Ich stöhnte verzweifelt und erinnerte mich, dass Bella diese Strafen verdient hatte.
Ich stand langsam auf und ging zu Edward und Bella's Zimmer. Ich legte mich aufs Bett und meine kleine Tochter kuschelte sich an mich. Schnell nahm ich die Decke und deckte sie zu, damit sie nicht frierte.
Ich hoffte, Bella würde mich nicht hassen, für das was ich getan hatte. Ich habe es für sie getan, aber das machte die Sache nicht leichter für mein schlechtes Gewissen. Ich habe es nie bereut, aber ich musste an die Schmerzen denken, die sie jetzt vielleicht hatte und ich habe sie verursacht. Und leider, wird sie nicht in den Genuss kommen, das es so schnell verheilt, wie bei ihren Vampirgeschwistern.
Mein Telefon klingelte. Schnell packte ich es, damit das Klingeln Bella nicht aufwecken konnte und nahm ab
"Hallo" sagte ich müde.
"Hallo Carlisle, mein Schatz", begrüßte mich Esme.
"Esme", sagte ich leise. "Wie geht es dir?"
"Mir geht es gut Carlisle, aber wie geht es dir?" , fragte sie. "Ich kann durch den Ton deiner Stimme hören, dass du Bella bereits bestraft hast."
Ich seufzte noch einmal. Wie sehr wünschte ich Esme wäre jetzt hier und ich könnte sie in meine Arme nehmen. "Mir geht es gut Liebling. Du weißt ja wie ich mich immer fühle, wenn ich eines unserer Kinder bestrafen muss"
"Ich weiß, deshalb rufe ich dich an. Du sollst dich nicht schuldig fühlen Carlisle Cullen" befahl sie mir.
Ich lächelte leise und antwortete: "Ja Ma'am."
"Gut", antwortete sie zufrieden. "Nun, was macht unser Baby gerade?" fragte sie neugierig.
Ich lächelte noch bevor ich antwortete. "Derzeit liegt sie schlafend auf mir"
"Awwww", gurrte sie. "Wenn ich nur da wäre, um ein Bild zu machen." Ich kicherte bei dem Gedanken.
"Wie hat sie es aufgenommen?" fragte Esme weiter.
Ich seufzte und sagte "Sowie unsere anderen Kinder das in der Regel tun. Sie schrie, flehte und schluchzte, bevor sie schließlich nachgab", antwortete ich emotional.
"Du hast getan, was du tun musstest Carlisle. Du und ich, wir waren uns beide einig, dass Bella diese Tracht Prügel verdient. Also zweifel nicht an dir selbst" beruhigte sie mich liebevoll.
"Hat sie auf meine Warnung gehört, oder hat sie gegen dich gekämpft?" wollte Esme wissen.
Ich stöhnte und erzählte ihr die Ereignisse, der letzten Stunde.
Meine Frau knurrte leise. "Du hättest ihr den Mund mit Seife auswaschen sollen Carlisle! Sie darf auf keinen Fall und in so einer Art und Weise mit dir sprechen. Ich werde auf jeden Fall noch ein ernstes Wörtchen mit unserer Tochter sprechen, wenn ich wieder zu Hause bin" wetterte sie mich an. " Und richte ihr aus, das ich sehr enttäuscht über ihr Verhalten bin.
"Ja Schatz", antwortete ich gehorsam und lächelte sanft. Ich habe Bella gewarnt, dachte ich wehmütig.
Esme seufzte wieder, bevor sie mir von der Jagt erzählte. Offenbar wollten die Jungs einen Tag länger bleiben. Esme hat beschlossen, mit Edward zu sprechen, wenn er wieder zu Hause war "Stört es dich, wenn ich vor den anderen nach Hause komme Liebling?" fragte sie mich leise.
"Überhaupt nicht, mein Schatz", antwortete ich.
"Wunderbar" antwortete Esme, bevor sie auflegte . "Ich muss weiter. Die Mädchen werden ungeduldig. Ich sehe dich dann morgen Carlisle"
"Auf Wiedersehen und viel Spaß Esme." sagte ich, bevor ich auflegte.
Ich steckte das Telefon wieder in die Tasche und schaute auf mein kleines Mädchen . Ich lächelte und lachte leise, als ich ihre Hände nach meinem Hemd griffen. Ihren Kopf hatte sie in meiner Brust begraben. Sie sah so unglaublich jung aus, wenn sie schlief.
Nachdem ich meine Tochter eine Stunde beim Schlafen beobachtet hatte, weckte ich sie auf.
Sie öffnete die Augen und als sie bemerkte wo sie lag, bewegte sie sich schnell weg von mir, landete aber auf ihrem Hintern. Sie gab einen lauten Aufschrei von sich und ich musste mich beherrschen, das ich nicht loslachte.
"Das ist nicht lustig", stöhnte sie, während sie sich auf den Bauch wälzte und ihren Kopf wieder in meine Brust drückte
Ich lachte nicht, sondern beobachtete sie amüsiert. Wenn sie aufwachte, zeigten sich bei ihr immer die lustigsten Reaktionen.
"Entschuldigung, das ich gelacht habe Bella" Ich stahlte sie an, stand auf und zog sie mit mir.
"Bevor ich es vergesse", sagte ich ernst, "Deine Mutter hat angerufen. Ich soll dir sagen, das sie enttäuscht wegen deinem Verhalten ist."
Ich sah meiner Tochter in die Augen, doch diese drehte schuldig den Kopf weg. Ich zog sie in meine Arme "Mach dir keine Sorgen darüber Schätzchen. Deine Mutter wird dir vergeben" sagte ich ihr mit Nachdruck.
"Nun, wie wär's, wenn ich dir was zu Essen machen und anschließend schauen wir Filme?" fragte ich sie aufgeregt.
Sie lächelte mir zurück und nickte mit dem Kopf. "Bist du noch böse auf mich?", fragte sie zögernd.
Ich sah sie ernst an, bevor ich antwortete: "Natürlich nicht Schätzchen. Ich habe dir gesagt, das nach der Strafe alles vergeben und vergessen ist.
Sie sah immer noch unsicher. "Aber du bist noch, weißt du, weil ... morgen ...« Sie verstummte.
"Ja, bin ich, aber das bedeutet nicht, das ich wütend auf dich bin. Wir kümmern uns morgen darum. Jetzt schauen wirst erst Mal, das du ordentlich gefüttert und getränkt wirst. Und dann lass uns heute einfach Spass haben"
Sie lächelte mich wieder an, bevor sie sich auf den Weg nach unten machte.
"Nun" dachte ich eine Strafe war erledigt, die andere wird morgen kommen. Aber darum, werde ich mich morgen kümmern.
Heute wollte ich einfach Zeit mit meiner geliebten Tochter verbringen
