an greta-serebro: *lach* Vielen Dank ;) Am 11 Kap schreib ich zurzeit also musst du dich etwas gedulden, trotzdem viel Spaß ;)
… das es nur Hermines Kater Krummbein war, der sich nach Hermines Krauleinheiten sehnte. Hermine atmete tief durch, was hatten sie denn da gerade tun wollen? Sie packte schnell ihre Sachen in die Tasche, murmelte etwas unverständliches und schon war Hermine mit ihrem Kater verschwunden. Snape räusperte sich. Da hatte er sich fast zu etwas hinreißen lassen, was hätte schief gehen können.
Unschlüssig darüber was er nun tun sollte, erhob sich Severus um die Bibliothek zu verlassen. Doch da hatte er die Rechnung ohne Albus gemacht.
„Guten Abend Severus, noch nicht im Bett?" Severus hatte so das dumpfe Gefühl, das der Schulleiter immer irgendwo auflauerte.
„Sieht wohl so aus Albus, aber eigentlich wollte ich gerade dorthin entschwinden." Albus legte den Kopf schief. „War gerade irgendetwas?" Severus schüttelte mit dem Kopf und tat so als wäre überhaupt nichts gewesen.
„Nein, nicht das ich wüsste", erwiderte Snape und zuckte mit den Schultern. „Ich muss dann jetzt auch mal weiter."
Severus verneigte sich kurz und entschied dann zu gehen. Albus musste sich nun doch wieder einmal zurück halten um nicht wieder bösartige Blicke seines Schützlings zu ernten.
Nach einer recht kalten Dusche fiel Severus erschöpft in die Federn, warum ihn auf einmal die Müdigkeit plagte, wusste er selbst nicht, aber das war egal... denn nach einigen Minuten befand sich Severus schon im Land der Träume. In dieser Nacht hatte der Zaubertränkemeister ziemlich wirre Träume. Er wälzte sich dabei kreuz und quer im Bett herum. Es vergingen einige Stunden bevor die Sonne sich wieder ihren Weg durch die Wolken suchte.
„Severus wach auf." Verschlafen blinzelte Severus. Die Nacht konnte doch unmöglich schon wieder herum sein. Vor allem wer störte ihn denn jetzt schon wieder? Für Albus war die Stimme viel zu weiblich. „Severus Snape, wach auf!"
Mit einem Mal saß er kerzengerade im Bett. „Genelia?!" Das konnte doch unmöglich wahr sein. Wie kam die jetzt in sein Schlafzimmer? „Kann ich dich bitte sprechen? Es ist wichtig... Scarlett weiß von uns", deutete sie an und Severus rollte daraufhin mit den Augen. „Ja das habe ich schon mitbekommen Genelia, sie wollte das ich meine dreckigen Finger von dir lasse", erwiderte Severus relativ trocken und unbeeindruckt.
„Dich interessiert das gar nicht Severus oder?" Er zuckte mit den Schultern. „Ich habe dir schon mehrmals gesagt, das ich mich nicht in eure Familienangelegenheiten einmische." Genelia verzog das Gesicht. Hatte sie wirklich erwartet, das Severus sie dabei unterstützte? Nein, dafür kannte sie ihn schon viel zu lange und zu gut.
„Hast du nicht noch irgendetwas vor Genelia?" Sie zuckte mit den Schultern. „Ich wollte eigentlich mit dir über Scarlett und unsere Abmachung reden." Am liebsten hätte Snape seinen Kopf gegen die Wand geschlagen, am besten gegen die nächstbeste.
„Und worüber willst du denn da noch reden? Mich interessiert es nicht wirklich nicht, welche Probleme ihr habt und das mit deiner Tochter solltet ihr alleine klären, das geht mich nichts an. Außerdem … würdest du bitte mal mein Schlafzimmer verlassen. Ich muss nachher die Prüfung beaufsichtigen."
Ein freches Grinsen huschte über ihr Gesicht. „Jetzt hab dich mal nicht so, da ist nichts was ich nicht schon mal gesehen habe... wann musst du denn da sein?" Severus kletterte aus dem Bett. „Genelia ich habe dafür keine Zeit, außerdem habe ich dir schon mal gesagt... nicht in Hogwarts."
Sie schnaubte. Manchmal konnte er so pflichtbewusst sein und das genau dann, wenn Genelia dies überhaupt nicht in den Kram passte. Nun gut, Genelia begehrte Severus nicht einmal, großartige Gefühle waren da auch nicht im Spiel, aber die Abmachung zwischen ihnen bestand schon eine lange Zeit und mehr als nur dieses Druck ablassen hatten sich nie zwischen entwickelt. Der Zaubertränkemeister lehnte dies auch strickt ab und sie akzeptierte es. Natürlich war der Hauslehrer ihrer Tochter nicht gerade attraktiv, aber das erschien Genelia nicht.
'Nicht aufregen Genelia, handle einfach', dachte sich Scarletts Mutter grinsend und zeigte Severus, das sie auch etwas anders konnte.
Hermine scheuchte ihre Freunde aus dem Gryffindorturm. Die Prüfungen begannen in einer halben Stunde und sie mussten pünktlich sein. Heute schien Hermine etwas gereizt zu sein. Ihr Bewegungen schienen träge und fast mechanisch. Sie hatte in der letzten Nacht kaum ein Auge zugemacht, weswegen sie auch ziemlich müde hinter ihren Freunden hinterher.
'Was hat denn Hermine heute Nacht getrieben, das sie so müde ist, wollte sie nicht extra wegen der Prüfung ins Bett gehen?' Ginny legte den Arm um Hermine und zog sie etwas mit voran. „Hast du wieder zu lange gelernt Mine?" fragte sie ein klein wenig besorgt. „Hm?" Ein klein wenig abgelenkt und in ihre Gedanken versunken musterte Hermine ihre Freundin kurz. „Ob du wieder zu lange gelernt hast und deshalb so müde bist." Sie schüttelte mit dem Kopf. „Nein, nein ich konnte nur nicht einschlafen. Ist nicht so wild Ginny, mach dir mal keine Sorgen", entgegnete die Gryffindor schmunzelnd. „Gab es einen besonderen Grund weswegen du nicht einschlafen konntest oder einfach nur die Aufregung?" Hermine riss einen Augenblick entgeistert die Augen auf, nein DAS würde sie ihr sicher nicht auf die Nase binden, am Ende wusste die ganze Schule davon. „Nur die Aufregung Ginny. Du hast zum Glück noch ein Jahr Zeit, im Gegensatz zu uns. Wollt ihr eigentlich, du und Harry zusammenziehen?"
Ein kleines bisschen verwundert über die Frage zog Ginny ihre Augenbrauen nach oben. „Ich weiß noch nicht wirklich ob wir schon bereit dafür sind, na gut ich liebe ihn, aber ob wir jetzt schon reif dafür sind. Ich weiß noch nicht. Bringt ihr jetzt mal eure Prüfungen hinter euch, ich habe ja noch ein Jahr Zeit dafür", erwiderte sie mit einem frechen Grinsen.
Und dann saß das Trio schon in der großen Halle. Hermine sah unschlüssig nach vorne, ihre Gedanken waren jedenfalls nicht bei der Prüfung. Nachdem die Lehrer ihre üblichen Reden gehalten hatten, machten sich die Schüler an ihre Prüfung. Heute tat sich Hermine viel schwerer als sonst mit den Aufgaben.
Hermine hatte inzwischen das große Bedürfnis einfach alles vom Tisch zu werfen und sich aus dem Staub zu machen und bald wurde dieser Wunsch auch erfüllt, nachdem Hermine endlich fertig geworden war, verließ sie ziemlich miesepetrig die große Halle. Für heute hatte Hermine auch genug von allem, so zog sie sich erst einmal zurück.
Nach dem Abendessen machte Hermine noch einen Spaziergang durch die Schule. Sie wollte einfach auf andere Gedanken kommen.
„Granger, so allein?" Hermine schnaubte. Wo war die nächste Wand, mit der ihr Kopf Bekanntschaft machen konnte. „Was ist schon wieder Scarlett, hast du nichts zu tun?" Sie zuckte mit den Schultern. „Was geht dich das an Granger? Außerdem habe ich jetzt etwas zu tun", fauchte die Slytherin gereizt. 'Hat die ihre Tage, das sie ständig ihren Frust an mir auslassen muss?'
Fast etwas bedrohlich näherte sich Scarlett der genervten Hermine. „Du kannst einem leid tun Granger", spottete sie. „Ach ja, sollte ich nicht mehr Mitleid mit dir haben Scarlett?" Die Schwarzhaarige stutze... hatte Hermine etwas gegen sie in der Hand. „Was willst du damit sagen Granger?" Die Gryffindor zuckte mit den Schultern. „Vielleicht, das … deine … Mutter … Körperflüssigkeiten mit Snape austauscht... oh verzeih mir bitte, wo ist nur mein Benehmen", zischte Hermine spitz. Sie wirkte ernst, doch innerlich lachte Hermine laut. Scarletts Gesichtsausdruck war zu köstlich.
Wie konnte Hermine nur davon wissen? Scarlett wollte jetzt nur noch in einem dunklen Loch verschwinden, damit sie niemand finden konnte. Hermine schien beinahe etwas amüsiert. Jetzt hatte sie es endlich einmal geschafft Scarlett mundtot zu machen.
„Was ist denn los Scarlett, auf einmal so... schweigsam? Fällt dir dazu nichts mehr ein?"
Eines ärgerte Scarlett noch mehr, nämlich das Hermine Recht hatte. „Und was machst du jetzt mit dieser Information Granger, in der ganzen Schule herum zu erzählen, damit du dich gut fühlen kannst?" Hermine zuckte nur mit den Schultern. „Warum sollte ich so etwas tun Scarlett, ich bin ja nicht du. Obwohl diese Information schon ziemlich pikant ist, findest du nicht?" Sie verzog das Gesicht. „Zwischen meiner Mutter und dem ist nichts. Da täuscht du dich", fauchte die Slytherin gereizt.
Hermine lehnte sich gegen eine der Säulen. „Ach? Sie haben also nur so Körperflüssigkeiten ausgetauscht oder was?" Eines würde Hermine sicher nicht zugeben, aber es gefiel ihr Scarlett so in der Hand zu haben. „Was ist denn daran so lustig Granger, hast du sonst nichts zu lachen? Ach ja, hatte ich vergessen, du findest nur Potters dumme Witze lustig, über etwas anderes kannst du ja gar nicht lachen Granger." Nun konnte Hermine nur mit den Augen rollen. Fiel dieser dämlichen Slytherin nichts neues ein? Immer bekam sie das Gleiche zu hören und es hang Hermine schon zu den Ohren raus.
„Na im Gegensatz zu dir ist Harry noch witzig. Aber du bist so witzig wie ein Brot. Wobei da ist das Brot noch witziger", zischte Hermine so abfällig wie sie nur konnte. „Was glaubst du eigentlich wer du bist Schlammblut?!" Die Gryffindor verzog dabei nicht mal eine Miene, obwohl diese Worte nicht gerade angenehm waren. „Findest du nicht Scarlett, das diese Beleidigung nicht etwas veraltet ist?" Ihre Züge verfinsterten sich, als Scarlett sich ihrer Mitschülerin näherte. „Hör mir mal zu Schlammblut, du solltest mehr Respekt zeigen, sonst könntest du bald im Dreck liegen und das ist ja da wo du hingehörst."
So richtig Angst hatte Hermine jetzt nicht wirklich, aber Scarlett durfte man nicht unterschätzen. Aber jetzt würde sie defentiv keine Schwäche zeigen, dafür hatte Hermine viel zu viel mitgemacht um jetzt wegen ihr einmal Angst zu haben. Doch heute war Hermine nicht unbewaffnet, sie hatte dieses mal an ihren Zauberstab gedacht, aber Scarlett musste dies ja nicht unbedingt wissen.
„Ich habe keine Angst vor dir Scarlett", zischte Hermine. „Du entschuldigst mich, ich will meine Zeit nicht mit so etwas wie dir verschwenden, dafür ist sie mir zu kostbar."
Natürlich ließ Scarlett dies nicht auf sich sitzen.
Während Scarlett und Hermine wild diskutierten, versuchte Severus beinahe aussichtslos ihre Mutter aus seinem Büro zu befördern. „Haben wir es jetzt nicht schon oft genug durchgekaut das ich mich nicht einmischen werde und ihr das untereinander klärt Genelia?" Snape hatte langsam aber sich genug von Scarletts Mutter. Für ihn war das wieder einmal das beste Beispiel, weswegen er keine Frau an seiner Seite haben wollte und lieber der Vergangenheit nach hing, ob das wohl möglich der völlig falsche Weg war und ihn noch mehr vereinsamen ließ, war Severus gelinde gesagt, egal. Obwohl Genelia ohne Punkt und Komma auf ihn einredete, schien Snape so ein kleines bisschen abgelenkt zu sein, auch weil der Zaubertränkeprofessor schon seit einigen Stunden versuchte, sich mit einigen Arbeiten zu beschäftigen und diese zu kontrollieren. Mit jeder weiteren Minute schien sich Severus mehr und mehr zu verkrampfen. Seine Haut spannte sich schon sehr über den Handknochen.
Es würde sich nur noch um Sekunden handeln, bis Severus wohl an die Decke gehen würde. „Sei endlich still!" schrie Severus und schlug dabei hart mit der Faust auf die Tischplatte. Erschrocken sah Genelia auf Snapes Hand.
„Aber Severus..." Der Zaubertränkelehrer lehnte sich vor und erdolchte sie beinahe mit seinen bösartigen Blicken.
„Wir haben zwar eine Abmachung Genelia, aber ich bin nicht hier um mir deine Sorgen anzuhören, ich muss auch noch arbeiten. Wenn du nichts zu tun hast, dann geh das Geld deines Mannes ausgeben, denn das hier ist kein Hotel und ich möchte auch nicht das du bei mir bist Genelia, ich will alleine sein. Nimm deine Sachen und geh jetzt einfach", knurrte Snape um Beherrschung ringend.
„Aber du bist Teil dieser Abmachung Severus, du kannst mich jetzt nicht einfach so hängen lassen!" zischte Genelia empört, worauf Snape nur verächtlich schnaubte. „HÖR AUF! Es ist mir egal, das interessiert mich nicht, du hättest es ihr früher sagen können, Genelia! Es lag NIE, wirklich nie in MEINER Hand wann ihr es Scarlett sagt, ich wollte nie etwas damit zu tun haben!"
Genelia war wirklich kurz davor Severus eine zu kleben. „Was glaubst du eigentlich wer du bist?!" fragte sie fauchend. „Ich bin ein Mann der so langsam, aber sicher genug von dir hat Genelia, geh jetzt endlich!"
Mit diesen Worten riss Severus die Tür seines Büros auf und deutete auf den Gang.
„Du bist ein verbohrter, einsamer Mann Severus Snape. Wenn du so weiter machst dann bist du irgendwann allein, ganz allein", zischelte sie gefährlich leise. „Kannst du mir auch von Dingen erzählen, die ich noch nicht weiß?" hakte er spitz nach. Genelias Lippen kräuselten sich. „Du bist in der Sache drin ob du es willst oder nicht Snape und jetzt lebe wohl", zischte Scarletts Mutter abfällig.
„Ja lebe wohl, bis zum nächsten Mal, aber dann bleibt meine Tür verschlossen", entgegnete Severus gereizt. Nicht das Snape sich mehr von Scarletts Mutter erhoffte, doch sie hatte bisher immer wieder eine Verabredung mit ihm gewünscht, die Severus selbst lieber abgelehnt hätte.
Er sah ihr nicht einmal nach, denn Severus würde keiner Frau nachlaufen, erst recht nicht Scarletts Mutter.
Genelia schlüpfte in ihren Mantel. Noch mehr ärgerte sie sich darüber das Severus mit einem Recht gehabt hatte. 'Warum muss dieser verdammte Mistkerl auch immer Recht haben?!'
Mit Scarlett würde sie so oder so reden müssen. Aber heute hatte Genelia wirklich keine Kraft mehr sich mit ihrer aufmüpfigen Tochter auseinander zu setzen. Über diese Auseinandersetzung mit Severus würde Genelia sicher nicht mit ihrem Mann reden. Denn darüber amüsierte sich ihr Mann immer sehr gut.
So langsam aber sicher hatte Hermine genug von den Auseinandersetzungen mit Scarlett. Irgendwann würde der ganze Streit eskalieren und das wusste sie auch. Allerdings hatte Hermine ihren Freunden noch nichts erzählt. Am Ende übertrieben die beiden Jungs nur wieder und dann eskalierte alles. Doch plötzlich hörte sie wieder Scarletts Stimme.
„Was willst du Mum?" fragte sie spitz. „Ich möchte mit dir reden über die Sache von neulich."
Scarlett schnaubte verächtlich. „Und was willst du denn da noch sagen? Das ihr euch jetzt scheiden lassen werdet" fragte Scarlett gereizt, worauf ihre Mutter verständnislos mit dem Kopf schüttelte.
„Nein wir werden uns nicht trennen, warum auch? Ich.. ich muss zugeben das wir es dir vielleicht früher hätten sagen sollen, aber das wird jetzt auch nichts mehr ändern. Vielleicht habe ich auch Fehler gemacht, aber die waren sicher nicht auf deine Kosten, dein Vater und ich haben eine Abmachung, die jetzt sowieso hinfällig sein wird", murmelte Genelia in ihren nicht vorhandenen Bart. Scarlett stutzte etwas, von was redete ihre Mutter da? „Was meinst du damit?" hakte sie nach. „Es wird nichts mehr zwischen mir und ihm laufen, es ist aus."
Am liebsten wäre Scarlett jetzt vor Freude in die Luft gesprungen, doch sagte ihre Mutter auch wirklich die Wahrheit.
„Und warum ist es aus?" fragte sie sofort. „Das ist doch vollkommen unwichtig Scarlett, es ist auch eine Sache zwischen mir und Snape, die dich auch nichts angeht." Verärgert verschränkte ihre Tochter die Arme. „Fang jetzt nicht wieder so an Mum, wieso kennst du mir nicht einfach den Grund nennen?" Genelia lehnte sich an die nächste Wand.
„Scarlett, bei aller Liebe. Ich bin dir keine Rechenschaft über meine Beziehungen schuldig. Gebe dich einfach damit zufrieden das ich nicht mehr zu Snape gehen werde. War es nicht das, was du unbedingt wolltest?"
Scarlett seufzte. Ja das war schon was sie wollte, aber sie sich für die Hintergründe die ihre Mutter einfach nicht nennen wollte.
Ein kleines bisschen ärgerte sich Genelia schon über den Verlauf. Nicht das sie mit Severus eine Freundschaft pflegen wollte oder das sie auf die Verabredungen mit ihm bestand, es war einfach eine Abwechslung, die sie ab und zu mal zu brauchen schien.
Wobei Severus immer mehr den Eindruck macht, das er nicht sonderlich an Frauengeschichten interessiert zu sein schien. Das er jetzt nicht wirklich der attraktivste Mann war, das wusste Genelia auch, aber er wollte überhaupt nicht auf andere Frauen eingehen, etwas ernstes anfangen. Sie hatten darüber auch nie ein Wort verloren, aber Snape hätte ihr wahrscheinlich gar nichts darüber sagen wollen. Im Thema Familie, Kinder oder überhaupt Ehefrau hielt sich ihre ehemalige Affäre sehr bedeckt, zu gerne hätte sie mehr darüber erfahren. Jetzt wo Voldemort für immer vernichtet war, konnte Severus es doch ändern, aber es hatte sich rein gar nichts geändert.
„Mum." Genelia wurde etwas unsanft aus ihren Gedanken gerissen.
„Ich verstehe dich nicht", begann Scarlett etwas unsicher. „Liebst du Dad denn nicht, aus welchem Grund hast du das getan?" Genelia wollte ihre Tochter lieber in den Arm nehmen, aber darauf wollte diese lieber verzichten, dafür kannte sie ihre sturköpfige Tochter zu gut. „Warum ich das getan habe, geht nur deinen Vater und mich etwas an Schatz, Dad und ich lieben dich", versuchte Genelia es ab zu tun. Die Gefühle für Mortimer waren natürlich nicht eingeschlafen, doch sie empfanden auf eine ganz andere Weise ihre Liebe füreinander.
Die junge Gryffindor schluckte merklich. Im Gegensatz zu Scarlett hatte sie eine normale Familie. Ihre Eltern führten auch normale Ehe, so wie sie das beurteilen konnte. Sie beneidete Scarlett nicht um diese familiären Probleme die sich auftaten, aber Mitleid hatte sie mit Scarlett nicht.
Das geschah der Slytherin mal ganz recht, das ihr ach so perfektes Leben vollkommen aus dem Ruder lief.
Als Scarlett sich mit ihrer Mutter aus dem Staub machte, hatte Hermine auch genug und wollte jetzt auch ihre Ruhe haben.
Der Mond tat sich einige Wochen später verdammt schwer durch die Wolken zu kommen. Die vergangenen Tage hatte es sehr viel geregnet und dementsprechend dunkel waren die Wolken auch noch mitten in der Nacht.
Auch in dieser Nacht fand Severus wieder einmal keinen Schlaf, so wie die letzten Nächte auch.
Zwischen Genelia und ihm herrschte völlige Funkstille, was ihm gerade Recht kam. Eigentlich brauchte Snape einen völlig freien Kopf, doch in den vergangenen Nächten plagten ihn wieder die Albträume, durch die er keinen Schlaf mehr fand. Seinen Kummer betäubte Severus wieder einmal mit Alkohol.
„Guten Abend Severus." Abrupt zuckte Snape zusammen. „Albus du hast ein großes Talent aus dem Nichts zu erscheinen und deine unschuldigen Mitmenschen zu erschrecken."
Albus hob eine Augenbraue. „Unschuldig?" fragte er überflüssigerweise nach. Severus verzog das Gesicht. „Ich habe nichts gesagt", erwiderte Albus. Severus schüttelte mit dem Kopf. Er hatte ja nichts gegen ihn, aber er wurde das Gefühl nicht los das Albus in den letzten Monaten etwas anhänglicher als sonst wurde. Einen Grund gab es wohl und Severus ahnte schon welcher es war. Sein Ziehvater machte sich große Sorgen um ihn. Snapes Hände krampften einen Augenblick zusammen. „Beruhige dich Severus, keiner will dir etwas böses", sagte der Schulleiter mit einer ruhigen Stimme und legte seine Hand auf Severus Arm. Der Zaubertränkemeister wagte nichts zu sagen, dazu fehlte Severus in diesem Moment auch die Stimme.
„Ich nehme an, du hattest wieder einen dieser Träume." Albus fragte es nicht aus Neugier, sondern einfach nur aus der Sorge um Severus, aber er wusste auch genau, das dieser auf so etwas lieber verzichtete. Snape wandte sich ab und ließ sich dann auf einer Bank nieder. Seine Hände legte er gefaltet in den Schoß. Zwar bat er Albus nicht darum, aber Augenblicke später ließ auch dieser sich neben ihn. „Hier ist etwas für dich Severus, damit du vielleicht etwas besser schlafen kannst", murmelte Albus und hielt Snape einen Beutel hin. „Was ist das?" fragte Severus skeptisch. „Beruhigender Tee, der wahre Wunder wirkt." Snapes Lippen kräuselten sich. „Ach wieder so ein Tee", entgegnete Severus flüsternd.
Da Albus beschloss erst einmal nichts zu sagen, entwickelte sich ein beengendes Schweigen. „Hast du schon Pläne für den Sommer oder verbringst du ihn so wie jedes Jahr?" fragte Albus um diese unangenehme Stille zu durchbrechen. Snape zuckte mit den Schultern. Er hatte sich über die Sommerferien eigentlich weniger Gedanken gemacht. „Ich weiß es nicht Albus, wahrscheinlich das was ich jedes Jahr mache." Ein leises Seufzen kam über die Lippen des Schulleiters. „Würde es etwas ändern, wenn du dieses Jahr mal etwas anderes tust, als nur den Sommer in deinem Haus zu verbringen und die gleichen Dinge tun?"
Severus schüttelte mit dem Kopf. „Albus ich möchte es nicht ändern", presste Snape ernst über seine Lippen, als würde es ihm schwer fallen darüber zu reden und irgendwie fiel es Snape wirklich schwer. Der Schulleiter wusste, das es nichts bringen würde Severus dazu zu drängen, auch wenn es mehr als aussichtslos war, das Severus sich gerade durch so etwas ändern würde. Es wäre ein Wunder wenn Snape etwas an seinem Leben ändern würde, jetzt wo er dafür endlich die Möglichkeiten hatte und auch wenn Severus es nicht änderte, dann würde Albus einen Teufel tun und ihn hängen lassen.
Sie hatten einfach viel zu viel erlebt um einfach wieder zum Alltag überzugehen. Aus einzelnen Gesprächen wusste Albus auch, das Snape noch an einigen Erlebnissen aus seiner Vergangenheit zu knabbern hatte und die würden sich auch nicht von jetzt auf gleich aus der Welt schaffen lassen.
Diese Erlebnisse waren einfach zu tief in Snape verankert, in seiner Seele gefangen und hatte beinahe den Anschein als würde er es nicht mehr aus sich heraus lassen wollen. Dumbledore musterte den Mann neben ihm. Severus Blick wirkte leer, ein Gefühl konnte er nicht erkennen, nicht einmal die Trauer die der Zaubertränkemeister in sich herum trug.
Er machte Severus auch keinen Vorwurf, das könnte dieser wohl im Moment am wenigsten gebrauchen.
Vielleicht würde das alles aus Severus irgendwann heraus brechen oder auch nicht. Snape war durchaus kein schwacher Mann, er ließ diese Schwäche auch nicht zu und wenn, dann war Snape nicht wirklich zu gebrauchen.
Die Hälfte der ganzen Prüfungen hatte der Abschlussjahrgang nun schon hinter Hauslehrerin des Trios hatte sich bei Hermine erkundigt ob alles in Ordnung sei, was Hermine etwas stutzig bejahte. Warum sollte nicht alles in Ordnung sein? Ihren Eltern ging es gut, die Prüfungen gingen weitere Probleme über die Bühne. Außer das sich das Verhältnis zwischen ihren Freunden und ihr immer mehr anspannte. Es lag nicht einmal an dem Umstand das sie Zeit mit ihren Freundinnen verbrachten, sondern das die Jungs seit dem Beginn der Prüfungen ziemlich unausstehlich geworden waren. Im Moment gingen alle drei getrennte Wege und kümmerten sich um ihre Dinge.
Hermine fand dies gar nicht so übel, so konnten sich Harry und Ron mal voneinander erholen, denn sie hatten in den letzten Jahren beinahe ununterbrochen ihre Schul – und Freizeit miteinander verbracht.
Die meiste Zeit verbrachte Hermine zur Zeit im Astronomieturm, dort konnte sie nicht nur in Ruhe lernen, sondern auch die Sterne beobachten. An manchen Abenden fühlte sie sich von den Lichtern am Nachthimmel unheimlich angezogen. Auf eine Weise beruhigte sie der außergewöhnliche Anblick, bei dem Stress, den sie zur Zeit hatten.
Hermine legte ihr Buch zur Seite und lief zum Teleskop. Sie wollte wieder einen Blick riskieren, in die fernen Welten dort draußen.
„Miss Granger... wen beobachten Sie denn?" Innerlich rollte Hermine mit den Augen. Eigentlich hatte sie ja gehofft Ruhe zu haben, doch weit gefehlt, einer musste immer stören und wer konnte das am Besten?
„Den Jupiter Professor Snape", seufzte sie. „Nun Miss Granger, können Sie mir die vier galileischen Monde nennen?"
Machte Snape jetzt Witze? „Sind sie nicht für ein anderes Fach zuständig Professor Snape?"
Snape lachte leise. „Nun das bin ich durchaus, aber sollte mich das daran hindern ein bisschen über die Himmelskörper dort draußen zu erfahren."
Damit hatte Snape schon Recht, aber das würde sie niemals zugeben. „Die galileischen Monde heißen Ganymed, Kallisto, Io und Europa. Kriege ich für diese Antwort jetzt Hauspunkte?"
Amüsiert kräuselten sich Severus Lippen. „Sicher nicht Miss Granger, so einfach bekommt ein Gryffindor keine Hauspunkte." Hermine hatte einen spitzen Kommentar auf ihren Lippen, dennoch entschloss sie sich lieber nicht zu ehrlich zu sein, denn das war eine schnelle Art diese auch wieder die Punkte auch ganz schnell wieder zu verlieren, das konnte Hermine einfach nicht riskieren.
Dann wurde es etwas ruhig und die Gryffindor nahm an, das Snape wieder verschwunden war.
„Buh!" Im nächsten Moment stieß Hermine einen spitzen Schrei aus. Ihr Professor war ja wirklich um einiges schlimmer als Harry und Ron zusammen. „Das war verdammt unhöflich", knurrte Hermine verärgert.
„Warum sind Sie auch so schreckhaft Miss Granger", murmelte Snape schulterzuckend und tat dabei so als könne er kein Wässerchen trüben. 'Das ist so typisch für den.' Hermine verschränkte die Arme, dabei ließ sie sich nieder.
Da Hermine mehr oder weniger unfreiwillig das Teleskop freigegeben habe, warf auch Snape einen Blick in die Weiten des Alls. „Faszinierend nicht wahr?" Augenrollend vertiefte Hermine sich wieder in ihr Buch. „Ja sehr faszinierend Professor Snape, wenn Sie mich jetzt entschuldigen, ich werfe noch mal einen Blick in mein Buch. Meine Prüfungen schreiben sich ja nicht von alleine."
Normalerweise hätte Snape jetzt noch einen bösen Kommentar abgegeben, aber er schien Hermine jetzt genug in den Wahnsinn getrieben zu haben. Denn auch ihm war nicht entgangen, das die drei im Moment getrennte Wege gingen. Doch entgegen seiner normalen Gepflogenheiten, behielt er seine bissigen Kommentare lieber für sich, denn Albus würde ihm wahrscheinlich noch die Hölle heiß machen und das konnte er gut, auch wenn der Schulleiter nicht so wirkte.
So richtig konnte Hermine sich nicht auf die Texte im Buch konzentrieren, denn Snapes Anwesenheit hinderte sie daran. Sie konnte jetzt aber auch schlecht sagen das er bitte den Raum verlassen möge, denn er hatte genauso das Recht hier zu sein wie sie auch. 'Hmpf', dachte Hermine gereizt, versuchte aber trotzdem ruhig zu bleiben und sich auf ihr Buch zu konzentrieren.
Doch irgendwie wollte das nicht so wie sie und das lag ausnahmsweise nicht an ihrem Professor.
Hermines Gedanken drifteten langsam ab. Vor einigen Tagen hatte ihre Mutter Hermine wieder einen Brief zukommen lassen. Sie wollte wissen, wie Hermine sich nun entschieden hatte, ob ihre Pläne für die Zukunft nun fest standen.
Eigentlich war Hermine sich ziemlich sicher gewesen, was sie nun nach der Schule machen wollte, doch in den vergangen Wochen, zweifelte Hermine des öfteren was sie denn überhaupt wollte.
Nachdem Severus genug davon hatte die Sterne zu beobachten, wollte er seinen Rundgang wieder eigentlich wieder fortsetzen. Einen Augenblick lang musterte er Hermine, die völlig abwesend schien.
Snape hielt es für besser jetzt zu gehen und sie alleine zu lassen. Doch er vergaß hierbei auch nicht seine Pflichten als Lehrer und Aufsicht, aber er musste nicht einmal einen Ton sagen, Hermine war schon längst aufgestanden und schritt auf die Tür zu. „Gute Nacht Professor Snape", sagte sie höflich, dennoch mit einer ruhigen Stimme, die Snape einen Moment an an seiner Antwort zögern ließ. „Gute Nacht Miss Granger", erwiderte er ebenso freundlich.
Es interessierte Snape nicht, was Hermine beschäftigte, dennoch hatte ihn diese Ruhe einen Augenblick irritiert. Kopfschüttelnd wandte er sich dem Teleskop zu und warf noch einen Blick in den Himmel.
Kurz nachdem Hermine den Astronomieturm verlassen hatte, führte sie ihr Weg zum Gryffindorturm. Sie wollte keinen Umweg machen, sondern jetzt einfach nur in ihr Bett. Im Mädchenschlafsaal angekommen verstaute sie ihr Buch wieder ordentlich bei ihren anderen Habseligkeiten, machte noch einen Abstecher ins Bad und befand sich dann schon wenig später im Land der Träume.
Natürlich blieb es selbst Scarlett nicht verborgen, das sich das Trio in den letzten Wochen voneinander distanziert hatte. Das nutzte die Slytherin dementsprechend auch aus und versuchte Hermine wo es nur ging zu schikanieren. Doch Hermine ließ sich davon relativ wenig beeindrucken. Auch weil sie inzwischen von Tag zu Tag gereizter schien. Ihren Frust bekam meistens ein unschuldiges Kissen zu spüren, Ginny wagte erst gar nicht zu fragen, was ihre Freundin hatte. Sie hielt es für besser wenn Hermine zu ihr kam und sie ihre Freundin nicht unnötig bedrängte. Sonst würde es wohl möglich noch eskalieren und dafür wollte sie nun doch ihre Freundschaft nicht riskieren. Hermine dagegen versuchte so gut wie möglich den anderen aus dem Weg zu gehen. Ihre Freizeit verbrachte sie wie so oft in der letzten Zeit auf dem Astronomieturm. Wenn sie mal wieder mal wieder mal wieder eine Pause vom Lernen brachte, legte sie einfach die Bücher weg und betrachtete die Sterne. Snape war seit dem letzten Mal nicht mehr im Astronomieturm aufgetaucht, was ihrer Meinung nach auch das Beste. Gerade den Hauslehrer der Slytherins brauchte Hermine bei ihrer momentanen Gefühlslage sowieso nicht. Deshalb versuchte Hermine auch weiteren Konflikten aus dem Weg zu gehen. Dies gelang ihr durch die Abende im Astronomieturm auch ganz gut. Im Gryffindorturm, sowie in der Bibliothek fiel es Hermine schwer mal abzuschalten und einfach ihren Gedanken mal freien Lauf zu lassen. Es war auch ein ganz guter Ausgleich zu dem Stress, der momentan an ihren Nerven zerrte. Plötzlich streifte etwas um ihre Beine, wodurch sie kurz zusammen zuckte. „Ach du bist es nur Krummbein", murmelte sie schmunzelnd.
Krummbein ließ sich nur zu gerne von seiner Hermine verwöhnen, vielleicht sprang sogar etwas für ihn am Ende heraus. Deshalb ließ er es sich jetzt auch bei ihr gut gehen. Hermine kraulte ihren Kater hinter den Ohren, dabei war ihr Blick auf die gegenüberliegende Wand gerichtet. Ihre Eltern freuten sich schon sehr auf ihre Rückkehr am Ende des Schuljahres. Ebenso überzeugt waren sie von Hermines Erfolg bei den Prüfungen. Hermine ärgerte sich etwas über ihre Gedanken, sie wollte mal etwas abschalten und schon dachte sie wieder an alle möglichen Dinge. Denn um diese mal etwas zu vergessen, dafür war sie eigentlich hergekommen.
'So, Hermine reiß dich zusammen, du entspannst dich jetzt!' Mit diesen Gedanken lehnte sich Hermine zurück an die Wand. Ein freier Kopf konnte nie schaden, dennoch schlug auch dieser Versuch des Entspannens fehl, deshalb ging sie wieder zurück in den Gryffindorturm, um zu schlafen.
Die nächsten Tage vergingen ohne besondere Vorkommnisse. Dies schien allen ganz recht zu sein. Besonders für den Abschlussgang ersparte dies viel Stress. Auch Harry und Ron mieden sich, aber das eher aus Zeit und Mangel an Geduld. Die einzigen Worte die das Trio wechselten, fielen am Tisch in der großen Halle.
Hermine hatte sich nach den Prüfungen wieder recht schnell von den anderen zurückgezogen. Noch schien ihr das keiner übel zu nehmen. Ginny begrüßte sie nur oder hinterließ ihr etwas zum Naschen. Das reichte Hermine schon aus. Von den Jungs kam allerdings überhaupt nichts, aber etwas anderes hatte Hermine nicht erwartet. Nachdem Hermine etwas doch sehr langweiligen Roman gelesen hatte, hing sie einfach ihren Gedanken nach. Nun war Hermine wirklich froh darüber, das sich alles mit ihren Eltern geklärt hatte. Denn das hatte wieder eine schwere Last von ihren Schultern genommen. Ihre Mutter hatte ihr zugesichert, das egal für was sich Hermine entscheiden würde, sie hinter ihr standen. Dafür war sie ihren Eltern auch unendlich dankbar. Irgendwie freute sich Hermine nun sehr auf den letzten Schultag, denn dann konnte sie ihre Eltern wieder in ihre Arme schließen. Sie würde den Sommer auf jeden Fall genießen. Sie lehnte ihren Kopf auf ihre Knie, gleichzeitig schlich sich ein Lächeln in ihre Züge.
„Granger!" Erschrocken fuhr Hermine zusammen. Das war eindeutig die wütende Stimme ihres Professors. Vorsichtig hob sie den Kopf und musste daraufhin schwer schlucken. Ihre Züge gefroren , Hermine wagte sich nicht mehr zu bewegen oder überhaupt einen Ton von sich zu geben.
Severus Augen waren beinahe zu Schlitzen verengt, sein Blick wirkte kühl und ohne ein Anzeichen eines Gefühls, nicht einmal Wut. Sie konnte auf seiner Stirn eine pochende Ader erkennen und Hermine grübelte ununterbrochen was sie nun wieder angestellt hatte, weswegen Snape kurz vorm explodieren war. „Da gebe ich Ihnen einmal etwas aus meiner privaten Sammlung an Büchern und dann so etwas. Wie kommen Sie darauf einfach mein Buch zu behalten?!" Seine Nasenflügel bebten, Hermine zögerte einen Moment, bevor sie ihre Stimme erhob. „Ich habe Ihnen alle Bücher zurückgebracht, ich besitze keines Ihrer Bücher Professor Snape. Eigentlich sollten Sie mich inzwischen kennen", entgegnete Hermine ruhig, sie wollte sich nicht von ihm aus der Ruhe bringen lassen, obwohl Hermine alles andere als wohl fühlte. „Granger, das glauben Sie doch selbst nicht, ihr Gryffindors lügt doch schon wenn Ihr den Mund aufmacht, 30 Punkte Abzug für Gryffindor!" donnerte er mit einer Stimme, die sicher das Höllenfeuer in einen Eisklotz verwandelt hätte. Hermine schluckte etwas verunsichert, natürlich könnte sie ihm jetzt richtig böse Dinge an den Kopf werfen, doch noch konnte die Gryffindor sich beherrschen. „Professor Snape, ich habe wie verlangt alle ihre Bücher zurückgebracht. Ich habe keines ihrer Bücher unterschlagen, so etwas würde mir nicht einmal im Traum einfallen, dafür habe ich zu viel Respekt vor solch wertvollen Dingen", entgegnete Hermine fast ebenso kalt wie Snape. Doch dieser war total unbeeindruckt davon. „Als hätten Sie und ihre Freunde Respekt vor fremden Eigentum, das hat Sie schon früher nicht von so etwas abgehalten Granger, Sie unverschämte Lügnerin!"
Hermines Augenlid zuckte unruhig. Ihre Hände ballten sich zu Fäusten und am liebsten hätte sie ihn für diesen, wie hatte er sie gerade so schön bezeichnet, unverschämten Kommentar eine Ohrfeige gegeben, doch das konnte Hermine sich nicht leisten, nicht so kurz vor ihrem Abschluss und erst recht nicht bei Snape. Denn für so etwas flog sie im Handumdrehen von der Schule.
'So ein verachtenswerter, kalter Mann....' Hermine schluckte ihre aufkommende Wut einfach herunter, doch plötzlich platzte es aus ihr heraus.
„Dann glauben Sie doch was SIE wollen Professor Snape, Sie sehen doch nur die Wahrheit wie SIE es haben wollen!" schrie Hermine mit bebender Stimme, sie ließ Snape gar nicht mehr zu Wort kommen, nahm ihr Buch und lief mit einem Gesichtsausdruck voller Verachtung an Severus vorbei. Zu allem Übel lief ihr die truimphirend grinsende Scarlett über den Weg, doch anstatt sich mit ihr anzulegen, setzte Hermine mit einem kurzen verärgertem Schnauben ihren Weg fort. Nein die Slytherins hatten sich nicht geändert und besonders nicht dieser Snape!
„Habe ich es nicht gesagt Professor Snape, einem Gryffindor kann man nicht trauen", bemerkte Scarlett spitz, während sie Hermine kurz nach sah.
Snape erwiderte nichts auf Scarletts, für ihn überflüssigen Kommentar. Doch das störte Scarlett nicht weiter, Hermine sollte leiden, egal wie, sie würde Hermine die letzten Wochen hier in Hogwarts noch schwerer machen, als sie es jetzt schon waren.
A.K.: Wenn es euch gefallen hat, hinterlasst doch ein Review. Have a nice Day ;)
