Zuerst mal ein riesengroßes SORRY, dass ich so lange kein neues Kapitel gebracht habe. Ich war ziemlich im Stress in letzter Zeit, doch ich hoffe, dass ich ab jetzt wieder regelmäßig etwas schreiben kann. Ich hoffe das Kapitel gefällt euch. Ich freue mich natürlich wie immer über eure Reviews!

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Kapitel 10: Uneingeschränkte Liebe

Harrys Hand zitterte. Sie lag auf der Klinke seiner Eingangstür und das schon seit beinah einer Minute. Zu diesem Zeitpunkt hatte es geklopft und er war sich nicht sicher, ob er wirklich öffnen sollte. Was wenn es schon wieder einer seiner ehemaligen Schulkameraden war? Das wäre ziemlich schlecht… oder nicht? Der Ex-Gryffindor konnte sich einfach nicht entscheiden, doch als es erneut klopfte, riss er die Tür ohne noch weiter darüber nachdenken zu können auf.

„Hallo, Maggie – oh, ich hab mich wohl in der Tür geirrt", murmelte ein Mann mittleren Alters, der im Treppenhaus stand.

Eine Welle heftiger Enttäuschung brach über Harry herein, die er verzweifelt versuchte zu ignorieren. „Ist schon okay", nuschelte er und schloss die Tür wieder.

Wieso zur Hölle war er so enttäuscht, dass es nicht Draco, Ron oder Hermine gewesen waren? Er sollte froh sein, dass sie seine Aufforderung ihn in Ruhe zu lassen ernst genommen und ihn nicht noch einmal besucht hatten. Doch obwohl ihm das sein Verstand täglich sagte, konnte er nichts gegen die Sehnsucht nach seinen Freunden tun. Leider hatten diese ihn anscheinend tatsächlich aufgegeben, denn er hatte schon seit sechs Tagen, sieben Stunden und dreiundzwanzig Minuten nichts mehr von ihnen gehört – nicht, dass er das so genau zählte!

Mit einem Seufzen drehte er sich um und trat augenblicklich vor Schreck einen Schritt zurück. Gut, er hatte damit gerechnet, dass einer seiner Freunde vorbeikommen würde, aber er hatte nicht geglaubt seinen Paten wieder zu sehen. „S-Sirius", stotterte er, unentschlossen was er jetzt tun oder sagen sollte.

Doch diese Frage wurde ihm erst mal aus dem Kopf gefegt, als Sirius schnell das Zimmer durchquerte und ihn fest in die Arme nahm. Harry verspannte sich, hörte Lucius' Stimme in seinem Kopf, die ihn warnte jemandem zu nahe zu kommen, doch dann flüsterte sein Pate: „Ich bin so froh, dass du am Leben bist", und er sackte in sich zusammen und klammerte sich an den warmen, trostspendenden Körper, der ihn liebevoll umarmte.

„Du solltest nicht hier sein", murmelte er mit dem letzten Rest seiner Selbstbeherrschung, doch er machte zugleich keine Anstalten loszulassen.

Sirius schluckte hart, als er das hörte. Er wollte nicht wie die anderen weggeschickt werden, aber er würde seinem Patenkind seine Gegenwart auch nicht aufzwingen. „Willst du denn, dass ich gehe?", fragte er deshalb sanft und betete darum nicht ein ‚Ja' als Antwort zu erhalten.

Zu seiner Erleichterung spürte er wie Harry nach kurzem Zögern stumm den Kopf schüttelte. Eine Weile standen sie einfach nur so da und genossen die Umarmung und das lang erhoffte Wiedersehen. Harry wollte nichts sagen, denn er wusste, dass er es dieses Mal nicht über sich bringen würde Sirius wegzuschicken, auch wenn er es tun sollte. In den Armen seines Paten fühlte er sich nämlich zum ersten Mal seit fünf Jahren geborgen und sicher.

Nach einer Weile löste sich Sirius jedoch von ihm, um ihn anzusehen. Harry wartete nur darauf dieselben Anschuldigungen und wütenden Worte zu hören, die ihm auch seine Freunde entgegen geworfen hatten, doch stattdessen sagte der Animagus leise: „Es tut mir so Leid."

Verwirrt runzelte Harry die Stirn. „Was tut dir Leid?"

„Der Brief… Ich hab's nicht erkannt, ich hab dir nicht geholfen. Es tut mir so Leid, Harry", wisperte sein Sirius mit wässrigen Augen.

Eine Sekunde lang wusste Harry nicht wovon sein Pate redete, doch dann fiel ihm der ‚Abschiedsbrief' ein, den er in seiner ersten Nacht bei Lucius weggeschickte hatte. Wegen des Schwurs den er geleistet hatte, hatte er nicht schreiben können, dass er seinen Tod nur vorgetäuscht hatte und außerdem hatte er es wie einen richtigen Abschiedsbrief aussehen lassen wollen, damit Malfoy, falls dieser den Brief fand, ihn nicht als Hilferuf interpretieren würde. Deshalb hatte er versucht ein paar Hinweise darauf zu geben, dass er noch am Leben war, doch offensichtlich hatte er das nicht sehr gut hinbekommen.

Die Schuld stand seinem Paten förmlich ins Gesicht geschrieben und Harry beeilte sich ihn zu beschwichtigen. „Es ist schon okay, wirklich. Mir geht's gut."

Das war mit Abstand die größte Lüge, die er je erzählt hatte und Sirius wusste das. Er war sich jedoch nicht sicher, wie und ob er überhaupt dieses Thema anschneiden sollte, denn er war davon überzeugt, dass Harry auch mit ihm nicht darüber reden wollte. Doch was sollte er dann sagen? In den letzten Tagen hatte er ständig darüber nachgedacht wie dieses Treffen laufen könnte, doch es hatte eigentlich immer damit geendet, dass Harry ihn schnellstmöglich wegschickte wie die anderen. Er hatte ganz ehrlich nicht geglaubt, dass sein Patenkind ihn beinahe erwartungsvoll ansehen und nervös an seinem Hemdärmel herumspielen würde.

„Wollen wir uns nicht setzen?", fragte er schließlich unsicher.

Erneut zögerte Harry, doch dann nickte er. „Okay, aber… ich – Sirius, ich kann nicht…", stotterte er und Lucius' Stimme in seinem Kopf schien ihn nun laut anzuschreien, dass er das ganze stoppen sollte, bevor er sich verplapperte.

Sirius verstand allerdings sofort was mit ihm los war und sagte rasch: „Du musst mir nichts erzählen, Harry. Ich bin nur hier, um dich zu sehen. Ich musste einfach mit eigenen Augen sehen, dass du noch lebst. Als Draco es uns gesagt hat, da hab ich…"

„Uns?", unterbrach ihn Harry etwas panisch. „Wem hat Draco denn noch von mir erzählt?"

„Nur Remus, keine Sorge. Sonst weiß es niemand", erwiderte der Animagus beruhigend.

„Oh, ganz toll", sagte Harry sarkastisch, doch seine Wut schlug schnell in Neugier um. „Wie geht's ihm? Seid ihr jetzt zusammen?"

Innerlich hüpfte Sirius vor Freude auf und ab, da er und sein Patenkind sich wirklich unterhalten konnten und Harry noch immer nicht darauf aus schien ihn in nächster Zeit rauszuschmeißen. Er bemühte sich jedoch sich zu beherrschen und den jungen Mann vor ihm nicht noch einmal stürmisch zu umarmen. Stattdessen antwortete mit einem traurigen Lächeln: „Ja, wird sind zusammen und es geht ihm gut, aber du fehlst ihm, Harry. Du hast uns allen so schrecklich gefehlt."

Im nächsten Moment hätte sich der Animagus am liebsten auf den Kopf geschlagen, als ihm klar wurde, dass es nicht sehr klug gewesen war, das zu sagen. Harry sah jetzt total unbehaglich aus und er wollte gerade versuchen die Lage zu verbessern, als sein Patenkind leise sagte: „Es tut mir wirklich Leid, dass ich euch so wehgetan hab. Das wollte ich nie, das musst du mir glauben. Ich – ich hatte keine andere Wahl, als wegzugehen. Es tut mir Leid, aber ich kann's dir nun mal nicht erklären…"

„Das musst du auch nicht", erwiderte Sirius sanft und zog Harry wieder in seine Arme. „Ich bin für dich da, wenn du reden willst, aber ich werde dich sicher nicht dazu zwingen. Alles was ich will ist, dass du mich nicht einfach wegschickst. Lass mich für dich da sein."

Harry schluckte schwer und kämpfte gegen den Drang an seinem Paten alles zu erzählen. Zum ersten Mal seit er Draco in dem Lokal wieder gesehen hatte, schien es zu schwer zu sein, dem zu widerstehen. Er war sich nicht ganz sicher wieso er plötzlich jemandem sein Herz ausschütten wollte, doch vielleicht lag es einfach nur daran, dass Sirius ihn als einziger nicht zum Reden drängte und er dadurch unweigerlich die Hoffnung hatte, dass sein Pate den Grund weshalb er verschwunden war auch verstehen würde. Doch Harry war noch nicht dazu bereit die Mauer, die er zwischen sich und jedem der ihm nahe sein wollte, einzureißen. Es war einfach zu gefährlich…

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„Wie ist es gelaufen? Was ist passiert?"

„Wie geht's ihm?"

„Hat er dir irgendwas erzählt?"

Sirius hob leicht die Hände in abwehrender Gestik zu den ganzen Fragen, die ihm Draco, Ron und Hermine entgegen riefen, als er ins Haus der Blacks apparierte. Er fühlte sich noch immer total überwältigt von seinem Treffen mit seinem todgeglaubten Patenkind und setzte sich mit einem Seufzen auf das Sofa im Wohnzimmer. Schließlich sagte er: „Er hat mir auch nichts erzählt, aber er hat mich nicht gleich weggeschickt. Wir haben uns ein wenig unterhalten, bevor er dann gesagt hat, dass es besser wäre, wenn ich nicht zu lange bei ihm bleibe."

„Hat er gesagt wieso?", fragte Hermine nach.

Der Schwarzhaarige schüttelte den Kopf. „Nein, hat er nicht. Und ich hab ihn auch nicht gefragt. Kann ich mal mit dir allein reden?", wandte er sich dann Draco zu, der gedankenverloren ihm gegenüber saß.

„Klar", erwiderte der Ex-Slytherin, hoffend, dass Sirius mehr Informationen hatte und sie vielleicht einfach nicht jedem erzählen wollte. Die beiden standen auf und gingen in das kleine Arbeitszimmer am Ende des Flurs. Sirius schloss die Tür hinter ihnen.

„Er braucht dich", sagte der Animagus, bevor Draco fragen konnte wieso sie hier waren.

„Was?", erwiderte er verwirrt.

Sirius seufzte und lehnte sich an den dunklen Schreibtisch, der in der Mitte des Raumes stand. „Harry. Er braucht dich. Die ganze Zeit in der ich bei ihm war hat er mich ständig gefragt wie's dir geht und ob du noch immer so sauer auf ihn bist, wie bei eurer ersten Begegnung. Ich hab ihm gesagt, dass du ihm nicht wehtun wolltest und dass es dir Leid tut, aber er sah trotzdem ziemlich niedergeschlagen aus."

Draco übermannte erneut das schlechte Gewissen, als er daran dachte, dass er seinen Ex-Freund geschlagen hatte. „Aber er hat mich weggeschickt. Er will mich doch gar nicht sehen", verteidigte er sich leise.

„Glaub mir, er will dich sehr wohl sehen", widersprach ihm Sirius sanft. „Du hast ihn nur fürchterlich unter Druck gesetzt, als du von ihm verlangt hast dir alles zu erzählen. Ich weiß, dass du ihm nur helfen willst, aber… Na ja, Harry war schon immer etwas zu verschlossen und wenn er davon überzeugt ist, dass sein Geheimnis seinen Freunden schaden könnte, dann fällt es ihm wahrscheinlich noch schwerer etwas zu sagen."

„Das weiß ich ja, aber…", murmelte Draco mit einer Spur Verzweiflung in seiner Stimme. Er konnte sich noch gut daran erinnern, wie Harry ihm gesagt hatte, dass er ganz alleine zum Duell mit Voldemort gehen musste, nur um ihn selbst vom Kampf fern zu halten. Er fragte sich oft, ob alles anders gekommen wäre, wenn er Harrys Plan durchschaut hätte und doch mit ihm gegangen wäre, doch das brachte ihn auch nicht weiter.

„Hör mir zu", unterbrach Sirius seine Gedanken. „Ich weiß, dass ihr eure Probleme nicht einfach so lösen könnt, aber ich denke alles was Harry derzeit will ist, dass jemand für ihn da ist – ohne ihn zu irgendetwas zu zwingen, wozu er noch nicht bereit ist. Es war auch für mich schwer ihn nicht auszufragen, weil ich ihm genauso sehr helfen will wie du, aber das ist es nicht, was Harry jetzt will. Du musst das respektieren."

Draco sah ihn eine Weile unentschlossen an, dann nickte er langsam. „Okay", murmelte er leise. „Ich gehe zu ihm."

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Im Treppenhaus vor Harrys Wohnung überkam Draco wieder eine Welle aus Furcht, doch er kämpfte sie hartnäckig zurück. Er hatte sich dazu entschlossen anzuklopfen und nicht einfach in die Wohnung zu apparieren, damit er seinem Ex-Freund die Möglichkeit geben konnte zu entscheiden, ob er ihn sehen wollte oder nicht. Der Ex-Slytherin betete zu Gott, dass Sirius Recht gehabt hatte und Harry ihn nicht die Tür vor der Nase zuschlagen würde.

Im nächsten Moment wurde die Tür auch schon geöffnet und er versuchte augenblicklich den Ausdruck auf Harrys Gesicht zu deuten, um sich für das Kommende zu wappnen, doch der Schwarzhaarige stand nur reglos da. Nachdem sie sich zirka eine Minute lang in die Augen gestarrt hatten und der Ex-Gryffindor noch immer nichts tat, sagte Draco leise: „Sirius meinte, ich sollte vorbeischauen."

„Du solltest…" Harry lag das Wort ‚gehen' schon auf den Lippen, doch ein weiterer Blick in die sturmgrauen Augen seines Gegenübers brachte ihn zum Schweigen. Noch bevor er überhaupt überlegen konnte, was er sagen sollte, trat er unbewusst einen Schritt nach vorne, sodass sein Körper dem Dracos ganz nahe war. Er hörte wie der Blonde nach Luft schnappte, doch seine Vernunft schien er in den letzten Tagen aufgebraucht zu haben, denn ohne zu zögern legte er die Hände auf Dracos Hüfte und zog ihn ganz zu sich heran. Eine Sekunde später presste er seine Lippen an die des Ex-Slytherins.

Während Dracos Gehirn noch versuchte zu verstehen was gerade passierte, hatten seine eigenen Lippen schon längst wie automatisch den Druck Harrys erwidert. Seine Hände lagen ohne dass er es bemerkt hatte wie so dorthin gekommen waren schon im Nacken des Ex-Gryffindors und spielten dort mit dem Ansatz dessen rabenschwarzen Haares. Als er spürte wie eine sanfte, doch fordernde Zunge gegen seine Unterlippe stupste, öffnete er rasch und bereitwillig seinen Mund und schon verwickelte diese Zunge seine eigene in ein wildes Duell.

Dracos Verstand hatte sich wie der seines Ex-Freundes ausgeschaltet. Das Einzige was jetzt für ihn zählte war das Gefühl von Harrys Körper gegen seinen, das er so schrecklich vermisst hatte. Die Frage wieso der Schwarzhaarige ihn plötzlich stürmisch küsste war zwar in seinem Hinterkopf, doch für nichts in der Welt hätte er Harry jetzt wieder losgelassen. Mit einem angespannten Knurren drückte er ihn über die Türschwelle in die Wohnung und warf die Tür mit einem Fußtritt hinter sich zu, ohne auch nur für eine Sekunde seine Lippen von Harrys zu lösen.

Nur einen Augenblick später drängte Harry ihn wieder zurück und sein Rücken schlug gegen die geschlossene Tür. Noch immer presste sich der Schwarzhaarige an ihn und er spürte wie Harry in seinen Mund hineinstöhnte und vertiefte den leidenschaftlichen Kuss noch mehr. Doch schließlich wurde ihnen beiden langsam die Luft knapp und widerwillig lösten sie sich voneinander.

Dracos Gehirn nutzte diese Gelegenheit, um sich wieder einzuschalten und er keuchte: „Harry… was – "

Ein Finger legte sich über seinen Mund, bevor er den Satz beenden konnte. Mit verklärtem Blick sah er Harry an, der ihn mit leicht geschwollenen Lippen und mit ebenso keuchendem Atem anstarrte. „Bitte…", wisperte der Schwarzhaarige. „Bitte, sag nichts… ich – ich will dich, ich brauche dich…"

Die Worte schienen dem Ex-Gryffindor große Überwindung gekostet zu haben und jetzt sah Draco eine Spur Verzweiflung in den smaragdgrünen Augen seines Gegenübers aufblitzen. Sirius' Worte hallten in seinem Kopf wieder. Er braucht dich. Alles was Harry derzeit will ist, dass jemand für ihn da ist. Und ohne noch eine Sekunde darüber nachzudenken, lehnte er sich vor und küsste Harry erneut, der einen erleichterten Seufzer von sich gab, bevor er den Kuss genauso hingebungsvoll wie den vorherigen erwiderte.

Von da an war Draco klar, dass es kein Zurück mehr für ihn gab. Genau wie damals vor seinem letzten Schuljahr, als er sich geweigert hatte das dunkle Mal anzunehmen und sich stattdessen dazu entschlossen hatte an Harrys Seite zu stehen, hatte er jetzt eine Entscheidung getroffen, die sein zukünftiges Leben mehr beeinflussen würde, als er es sich in diesem Moment vorstellen konnte. Bisher hatte er die Möglichkeit gehabt Harry im Stich zu lassen, sich zu weigern ihm zu helfen und einfach aufzugeben – zu Mal der Ex-Gryffindor nicht wollte, dass er sich einmischte. Doch wenn er jetzt mit Harry schlief, wenn er ihm gab was dieser brauchte, dann wäre es ihm von nun an unmöglich das zu tun. Er wusste das; vor allem da es ihm schmerzlich bewusst war, dass es ihm das Herz brechen würde, wenn er Harry noch einmal so nahe käme und ihn dann wieder verlassen müsste.

Als er spürte wie Harry anfing an seinem Hemd zu zerren, verdrängte er rasch diese verängstigenden Gedanken und machte sich daran ihm zu helfen. Nur ein paar Sekunden später hatten sie beide ihre Hemden verloren und abermals presste sich der Schwarzhaarige gegen ihn und fing an, an seinem Hals und seinem Schlüsselbein zu saugen und zu knabbern. Draco wusste, dass er bald von Knutschflecken übersät sein würde und der Gedanke machte ihn nur noch mehr an. Endlich würde er wieder ganz und gar Harry gehören…

Ungeduldig geworden, stieß er sich von der Tür ab und schob seinen Geliebten, der weiterhin versuchte ihn überall zu markieren, hinüber zu dem Sofa. Er wollte ihn schon darauf schubsen, doch der Ex-Gryffindor hatte anscheinend was anders vor, denn er ließ sich vor Draco auf die Knie fallen und öffnete schnell dessen Hose, die er mitsamt der Boxershorts sogleich herunterriss. Der Blonde stöhnte ungehalten auf, als sich eine Hand um sein bereits erhärtetes Glied schloss und langsam anfing es zu pumpen.

Er fühlte wie Harry seine Vorhaut zärtlich zurückzog und plötzlich war da eine feuchte Zunge an seiner Eichel, die ihn beinahe um den Verstand brachte. Es war einfach schon viel zu lange her… Draco war klar was der Schwarzhaarige vorhatte, doch er wusste auch, dass er viel zu schnell kommen würde, wenn er es zuließ. Etwas widerwillig zog er Harry wieder zu sich herauf, der einen protestierenden Laut von sich gab, doch gab er ihm keine Chance etwas zu sagen, sondern verschloss dessen Mund gleich wieder mit seinem eigenen.

Währenddessen entledigte er Harry schnell dessen Jeans und Boxershorts und drängte ihn hinunter auf die Couch. Sie lösten den Lippenkontakt, um laut aufzustöhnen, als Draco sich über ihn legte und ihre harten Glieder aneinander rieben. „Harry…"

„Ssch…", wisperte der Schwarzhaarige, stieß jedoch gleichzeitig seinen Unterleib nach oben, was Draco erneut aufkeuchen ließ.

„Harry… bitte…", stöhnte er erregt und ließ sich dann bereitwillig auf den Rücken drehen, sodass der Ex-Gryffindor nun über ihm war. Kaum hatten sie es geschafft auf der schmalen Couch eine bequeme Position zu finden, saugte sich Harry an seiner rechten Brustwarze fest. Draco wimmerte und versuchte seine Erektion an der seines Geliebten zu reiben, doch Harry rutschte – nachdem er ihn nicht gerade sanft gebissen hatte – seinen Körper hinab und dieses Mal konnte Draco es nicht verhindern, dass Harry seinen Mund über sein Glied stülpte.

Ein heiserer Schrei entfuhr seiner Kehle und er versuchte unbewusst in die feuchte Wärme zu stoßen, doch plötzlich waren da Hände an seinen Hüften, die ihn kraftvoll zurück nach unten drückten. Und dann war Harrys Mund wieder weg. „M-Mach weiter", keuchte er sofort – es war ihm jetzt egal, ob er zu schnell kam oder nicht – alles was er wollte war, dass Harry sich nie wieder von ihm trennte, ihn nie wieder losließ, nie aufhörte ihn zu küssen und zu verwöhnen und…

„Aaah!" Ohne Vorwarnung hatte Harry einen Finger in ihn gestoßen und gleichzeitig seine Erektion wieder in den Mund genommen. Es fühlte sich ungewohnt an wie Harry seinen Finger in ihm bewegte, doch er spürte auch den unbändigenden Drang nach mehr. Kurz darauf hatte der Schwarzhaarige zwei Finger in ihm versenkt und Draco zischte durch seine Zähne. Es tat etwas weh, als Harry begann ihn richtig zu dehnen, doch er tat sein Bestes um sich auf den heißen Mund und die geschickte Zunge zu konzentrieren, die ihn noch immer verwöhnten. Als Harry schließlich seine Prostata fand und kräftig an seinem Glied saugte, bog er seinen Rücken durch und stöhnte laut auf.

Schon nach kurzer Zeit klammerte sich Draco keuchend an der Lehne des Sofas an, um sich davon abzuhalten zu kommen. „H-Harry… ich kann nicht mehr", wimmerte er und sofort verschwanden der Mund und die Finger.

Harry kroch zu ihm hoch und augenblicklich trafen sich ihre Lippen zu einem verzweifelten Kuss. Doch als der Schwarzhaarige langsam, aber ohne Zögern in ihn eindrang, riss Draco seinen Kopf zurück und schrie auf. Der Schmerz war stärker, als er erwartet hatte. Aber es war nicht verwunderlich, schließlich hatte er seit fünf Jahren mit niemanden mehr geschlafen und Harry hatte ihn auch nicht besonders gründlich vorbereitet. Sie hatten nicht mal Gleitgel benutzt… Tränen stachen in seinen Augen, doch er schloss sie schnell und versuchte sich daran zu gewöhnen wieder so ausgefüllt zu sein.

„Es tut mir leid… es tut mir so leid", schluchzte ihm Harry ins Ohr und Draco sah zu ihm auf. Tränen rannten über das vertraute Gesicht seines Geliebten und der Blonde konnte erneut eine Spur der Verzweiflung in den smaragdgrünen Augen erkennen. Zärtlich strich er über Harrys nasse Wange, fest dazu entschlossen ihm zu zeigen, dass er das hier wollte. Dass er es genauso sehr brauchte wie Harry selbst.

„Beweg dich", wisperte er, legte eine Hand auf die Hüfte des Schwarzhaarigen und drängte ihn dazu seiner Forderung Folge zu leisten. Harry zog sich beinahe ganz aus ihm heraus und stieß vorsichtig wieder zu. Draco stöhnte und kam ihm beim nächsten Stoß entgegen. Der Schmerz war zwar noch da, aber es machte ihm nicht mehr so viel aus. Das Gefühl mit Harry wieder so verbunden zu sein machte alles andere unwichtig.

Es dauerte nicht lange bis Harry schneller und härter zustieß und Draco genoss jeden Augenblick. Als der Schwarzhaarige anfing sein vernachlässigtes Glied zu massieren wurde es zu viel für ihn und er ergoss sich mit einem lauten Stöhnen über ihre Bäuche. Harry kam nur einen kurzen Moment nach ihm und Draco schloss ihn sofort fest in die Arme. Erst da bemerkte er, dass der Ex-Gryffindor anscheinend die ganze Zeit über nicht aufgehört hatte zu weinen. Mit zuckenden Schultern lag er auf Dracos Brust, der nun mehr denn je den Wunsch verspürte Harry nie wieder los lassen zu müssen.

Fortsetzung folgt… (hoffentlich schneller als dieses Mal, aber ich werde mir Mühe geben!)