Eifersucht

Anscheinend war die Drohung von Sirius Black alles was es brauchte. An dem Tag als Rita Kimmkorn ihren Artikel über das Turnier veröffentlichte, war Harry sicher das etwas aus dem Zusammenhang gerissen wurde aber überraschenderweise war es nicht so. es gab gleich viel Informationen über alle vier Champions obwohl Harry eindeutig zum Außenseiter gemacht wurde der bereit war sich tapfer durch die Aufgaben zu kämpfen, Harry konnte bei dem Kommentar nur mit den Augen rollen. Warum musste ihn jeder zu einer Art Held machen? Er war weit davon entfernt.

Das war alles was Malfoy an Motivation brauchte um seine Hänseleien zu verstärken. Es war fast so als würde ihm Malfoy folgen um auf die erste Gelegenheit die sich bot zu warten. Jedes Mal wenn Harry mit Ron und Hermine in die Bibliothek ging, war Malfoy dort und beobachtete sie. Jedes Mal wenn Harry vom Essen aufstand, folgte ihm Malfoy ihm kurze Zeit später. Glücklicherweise erkannten Ron und Hermine was vor sich ging und verbreiteten Wort unter den Gryffindors. Nun gab das ganze Haus acht auf Harry, aber sie konnten nicht die ganze Zeit an seiner Seite sein.

Da kein Schüler von Harrys Ausbrüchen wusste, musste Harry Zeit finden um allein mit Professor Dumbledore darüber zu sprechen zu können was nach dem Abendessen sein musste wenn alle bereits in ihren Gemeinschaftsräumen waren. Wie es sich herausstellte, hatte Dumbledore es in dem Moment gewusst als es passierte weil er einige Zauber auf die Kette gelegt hatte. Unglücklicherweise hatte die Kette das getan was sie sollte und den größten Teil des Ausbruchs absorbiert was Harry extrem nervös machte. Wenn das was passiert war nur ein Bruchteil von dem was hätte passieren können, wollte er sich nicht vorstellen was geschehen wäre wenn die Überladung volle Kraft hatte. Es gab nur eine Lösung um sicher zu gehen dass so etwas nicht wieder geschah.

Harry konnte seine Gefühle nicht die Überhand gewinnen lassen … jemals. Er wusste nicht wie er so etwas schaffen sollte, aber er wusste dass er es versuchen musste. Er konnte es nicht riskieren das jemand verletzt wurde weil er wütend war.

Als Harry Professor Dumbledores Büro verließ, war er so tief in Gedanken dass er nicht bemerkte dass er verfolgt wurde. Er musste einen Weg finden um die mächtigen Gefühle zu kontrollieren. Er hatte über Gefühlsunterdrückungszauber gelesen, aber wusste dass sie riskant waren und die Nachwirkungen wenn sie abgenommen wurden, waren nicht sonderlich angenehm. Alles was man nicht gefühlt hatte, kam auf einmal an die Oberfläche. Oh ja, warum zerstöre ich nicht Hogwarts wenn ich schon dabei bin.

Bis ihn jemand auf den Hinterkopf schlug, hatte Harry nicht bemerkt dass er nicht allein war. Er stolperte einige Schritte vorwärts bis er sein Gleichgewicht wiederfand. Als Harry sich umdrehte, sah er Malfoy, Crabbe und Goyle mit fiesen Grinsen auf sich zukommen. Er begann in Panik zu geraten. Was sollte er tun? Er konnte nicht riskieren zurück zu schlagen und die Kontrolle zu verlieren aber konnte auch nicht einfach rumstehen und nichts tun.

„Was ist los, Potter?", sagte Malfoy abfällig. „Jetzt ist keiner hier um dich zu beschützen. Kein Vormund, keine Freunde und keiner deiner liebenden Anhänger. Du denkst du bist besser als alle anderen, dass alle dich anbeten sollen nur weil du eine dumme Narbe in einem blöden Unfall bekommen hast. Du hast alle Lehrer um den Finger gewickelt weil du deine Eltern verloren hast und dein Onkel versucht hat dir Verstand einzuprügeln."

Harry erstarrte. War es das was die Leute dachten? Was hatte er getan damit die Leute das glaubten? Er glaubte nicht dass er besser als alle anderen war. Wenn überhaupt war er neidisch auf alle anderen. Er hatte die Lehrer nicht um den Finger gewickelt. Er war ihnen nah weil sie ihm durch schwierige Zeiten geholfen hatten, aber viel weiter ging es nicht. Sie hatten ihm gesagt dass sein Onkel falsch gehandelt hatte seinen Ärger an einem Teenager auszulassen, also warum sagte Malfoy das er es verdient hatte?

Wem wirst du glauben? Deinen Lehrern, Vormündern und Freunden oder Draco Malfoy?

Die Erkenntnis brachte Harry wieder ins hier und jetzt zurück während Crabbe und Goyle ihn an den Armen griffen und fest hielten. Das war es. Malfoy war neidisch auf das was Harry alles gegeben wurde. Harry hatte alles was Malfoy wollte: Ruhm, Beliebtheit und Erwachsene die auf ihn Acht gaben. Es spielte keine Rolle das seine Leben in ständiger Gefahr war. Es war nicht wichtig das Voldemort ihn tot sehen wollte. Alles was Malfoy sah, waren die Vorteile die es hatte der-Junge-der-lebt zu sein. Er dachte nicht einmal an das schlechte das damit kam.

„Hast du eine Ahnung was der Werwolf am Tag der Weltmeisterschaft getan hat", fuhr Malfoy fort, zog seinen Zauberstab und richtete ihn auf Harry. „Er hat das Ministerium total blamiert. Der bulgarische Minister hat Fudge gefragt warum es nicht mehr Leute wie Lupin im Ministerium gibt. Es hat ihn nicht mal gekümmert als Fudge ihm sagte das Lupin ein Werwolf – ein Halbblut war. Weißt du was das für ein Schlag ins Gesicht das für mein Vater war das jemand ein Halbblut einem Reinblüter bevorzugt?"

„Nenn Remus nicht so", sagte Harry defensiv. Malfoy war zu weit gegangen. Harry konnte die Beleidigungen ertragen aber niemand sprach schlecht über Remus und Sirius. „ER ist ein besserer Mensch als es dein Vater jemals sein wird."

Malfoys Augen verengten sich vor Ärger als er auf Harry zutrat und seinen Zauberstab auf Harry richtete, zitterten seine Hände vor Wut. „Ist das so?", zischte er. „Was weißt du schon, Potter? Du wurdest von Muggeln aufgezogen. Du bist nichts Besseres als ein Schlammblut und Halbblut. Du bist eine Platzverschwendung."

Harry starrte wütend zu Malfoy. „Nun, du verschwendest eine Menge Zeit mit der Platzverschwendung", schoss er zurück. Er musste Zeit schinden. Früher oder später würde jemand vorbei kommen … hoffentlich. „Du konntest mir nicht gegenübertreten als meine Freunde dabei waren also hast du den Weg für Feiglinge gewählt und brauchtest deine Lakaien um mich festzuhalten während du mich verfluchst. Wo ist die Ehre dabei?"

ZACK!

Eine Faust traf auf Harrys Gesicht und drehte es durch die Wucht des Aufschlags nach links. Seine Brille flog von der Nase und er sah weiß. Harry versuchte sich zu orientieren, aber seine nun verschwommene Sicht machte es schwierig. Er schloss die Augen und versuchte die Verwirrung abzuschütteln, aber er schien es nicht zu schaffen. Gelächter erfüllte seine Ohren aber er starb schnell als ein entferntes Klacken den Gang erfüllte.

„ICH DENKE NICHT, JUNGS!"

Die Griffe um Harrys Arme verschwanden was ihn für einen Moment das Gleichgewicht verlieren ließ. Mit einer Handbewegung hatte Harry seinen Zauberstab in der Hand und beschwor seine Brille zu sich. Harry setzte sie auf und seine Augen weiteten sich vor Schock als er an Stelle von Malfoy, Crabbe und Goyle ein weißes und zwei schwarze Frettchen sah. Er trat einen Schritt nur in etwas zu rempeln, er drehte sich schnell um und erblickte Professor Moody der ihn mit seinem normalen Auge ansah während das magische auf die drei Frettchen gerichtet war.

Professor Moody griff Harrys Kinn und drehte sein Gesicht um den blauen Fleck zu sehen den Harry bereits spürte wie er auf seinem Gesicht Form nahm. Moody atmete tief ein, dann ließ er Harrys Kinn los. „Alles in Ordnung, Potter?", knurrte er.

Harry vertraute seiner Stimme nicht und nickte nur. Harry hielt Moodys intensivem Blick nicht stand und sah weg. Die Bewegung sandte Schmerzen durch seinen Nacken und ließ Harry zusammen zucken. Professor Moody bemerkte es und zog ein Taschentuch hervor das er gegen Harrys Hinterkopf presste.

„Das wird schon", knurrte Moody als Harry instinktiv nach dem Tuch griff damit Moody es nicht halten musste. „Nur ein kleiner Schnitt. Es ist gut das der Hauself mich gefunden hat. Gehe ich recht in der Annahme dass diese netten Individuen auch dafür verantwortlich sind?" Harry antwortete nicht. „Dacht ich mir", sagte Moody und trat um Harry herum. „Nun, was mach ich mit den drei Tyrannen?"

Harry drehte sich um und beobachtete wie Moody drei Käfige beschwor. Die drei Frettchen liefen weg, aber mit einer Zauberstabbewegung hatte Moody sie wieder in Richtung Käfig befördert und schließlich jedes in einen gesperrt.

Er hatte nie so etwas Derartiges gesehen. Obwohl er darüber lächeln musste, was auf Malfoy zukam, fragte Harry sich ob es Lehrern erlaubt war dies mit ihren Schülern zu tun.

Mit einem wutschen und schnippsen hoben die drei Käfige in die Luft ab. „Du solltest besser zum Krankenflügel gehen, Potter", sagte Professor Moody. „Keine Sorge. Ich geh sicher das diese Schüler nie wieder so etwas Feiges tun. Wenn es diese Art Verhalten ist die Snape seinen Schülern erlaubt dann werde ich auch ein paar Wörtchen mit ihm sprechen."

Harry musste es nicht zweimal gesagt werden und ging zum Krankenflügel, wo Madam Pomfrey schnell den Schnitt am Hinterkopf schloss und so viele blaue Flecke wie möglich in seinem Gesicht heilte. Sie bestand darauf dass er die Nacht dort verbrachte um sicher zu gehen dass es keine Komplikationen mit der Kopfverletzung gab. Harry war zu müde um zu widersprechen und schlief fast sofort ein. Er hoffte nur das Professor Moody Malfoy und seine Schläger nicht zu sehr … weh tat.

OoOoOoOo

Der folgende Morgen war der längste den Harry je erlebt hatte. Ron war in Panik geraten als er sah dass Harry nicht in seinem Bett geschlafen hatte und alarmierte Dean, Seamus und Neville. Die vier waren wahrscheinlich die beschützerischsten der Gryffindors und begannen eine Suche. Als sie Harry im Krankenflügel fanden und den Grund dafür erfuhren, waren sie wütend. Sie konnten nicht glauben das Malfoy so etwas tun würde. Sie brüllten jedoch vor Lachen als sie erfuhren das Malfoy, Crabbe und Goyle von Professor Moody in Frettchen verwandelt wurden.

Sobald Harry den Krankenflügel verlassen durfte, hatte er einige Leute die sich weigerten sich von seiner Seite zu bewegen. Es verbreitete sich schnell in den vier Häusern und erreichte die Lehrer die schockiert aussahen. Die einzige Bestätigung die sie brauchten, war der schwache blaue Fleck in Harrys Gesicht. Die Professoren Dumbledore, McGonagall und Snape eilten aus der Großen Halle um nur zwanzig Minuten später mit Malfoy, Crabbe und Goyle zurück zu kehren die drei sahen aus als hätten sie eine schwere Nacht hinter sich. Keiner der Lehrer sah erfreut aus als sie sich wieder setzten. Harry versuchte nicht einmal zu Malfoy zu blicken der am Slytherintisch saß.

Nach dem Frühstück ging Harry mit Ron und Hermine so schnell wie möglich nach Hogsmeade, ein Dorf das Schüler ab der dritten Klasse besuchen durften. Nach der letzten Nacht und der ersten Aufgabe kurz vor der Tür brauchte Harry die Abwechslung. Er trug eine Mütze über seinen Haaren und der Narbe so dass er nicht erkannt wurde aber die Leute wussten dennoch wer er war. Die Leute wünschten ihm ständig Glück für das Turnier was Harry unbehaglich machte. Die Leute sollten ihre Wünsche Cedric, Fleur und Viktor entgegen bringen.

Sie gingen zu den gewohnten Geschäften: Honigtopf und Zonkos ehe sie die Drei Besen betraten wo sie sich so weit wie möglich wegsetzten um keine Aufmerksamkeit auf Harry zu lenken. Ron erklärte sich bereit die Butterbiere zu holen und ließ Harry und Hermine allein in der Stille. Das schwache Licht verbarg jede Verfärbung auf Harrys Gesicht. Harry starrte auf den Tisch und versuchte Hermines Blick zu ignorieren. Sie hatte nicht viel gesagt seit sie es herausgefunden hatte und Harry fragte sich wie wütend sie wirklich war.

„Wirst du mich jetzt anschreien oder weiter starren?", fragte Harry leise.

Hermine sah schnell weg. „Entschuldige Harry", sagte sie, „du bist in Ordnung, oder? Du bist heute sehr still."

Harry schnaubte bei dem Kommentar. „Ich sollte dir sagen dass für dich das gleiche gilt", sagte er gerade heraus. Er bemerkte wie sie peinlich berührt lächelte und bemerkte das etwas anders war. „Madam Pomfrey hat deine Zähne gerichtet." Hermine sah Harry überrascht an dann errötete sie und nickte. „Sie sehen gut aus", fügte er hinzu was Hermine noch roter werden und ein Danke murmeln ließ.

„Drei Butterbier", sagte Ron als er zurück kam und die Getränke austeilte. „Ihr zwei werdet nicht glauben was ich belauscht habe. Einige Slytherins sind gerade reingekommen und haben über Malfoy gesprochen. Sie sagen das Malfoy Slytherin 100 Punkte gekostet hat und nun zwei Monate bei McGonagall nachsitzen muss. Er steht auch auf Bewährung. Wenn er noch etwas anstellt wird er suspendiert oder fliegt gar von der Schule. Könnt ihr euch vorstellen wie Malfoys Vater das morgens mit der Post bekommt?"

„Das hat er verdient", sagte Hermine schlicht. „Er hätte dir wirklich wehtun können, Harry. Warum hast du nicht wie im Zug zurück geschlagen? Warum warst du überhaupt nach der Ausgangssperre draußen?"

Harry sah für einen Moment zu seinen Freunden ehe er seinen Blick senkte und auf sein Butterbier starrte. Aus irgendeinem Grund bekam er die Geschehnisse der letzten Nacht nicht aus seinem Kopf. „Glaubt ihr zwei dass ich denke das ich besser bin als alle anderen?", fragte er distanziert. „Glaubt ihr die Leute beten den Boden an auf dem ich gehe? Denkt ihr ich habe verdient was Onkel Vernon getan hat?"

Ron und Hermine sahen entsetzt aus. „Absolut nicht!", rief Hermine, „Harry, warum fragst du so etwas? Wir wissen dass du es nicht magst wenn die Leute dich anders behandeln als alle anderen. Ist es das was Malfoy dir letzte Nacht gesagt hat?"

„Hermine!", warnte Ron, „Ruhe!"

Hermine errötete und sah sich schnell um um sicher zu gehen dass sie keiner belauschte. „Entschuldigung", sagte sie leise, dann lehnte sie sich vor so dass nur noch Harry und Ron sie hören konnten. „Harry, niemand verdient das was dein Onkel dir angetan hat. Ja, die Leute neigen dazu dich zu vergöttern, aber das ist nicht deine Schuld. Malfoy ist nur neidisch. Er braucht seinen Vater um ihm das zu kaufen was dir von Natur aus liegt."

Harry rollte die Augen. „Er darf gern Voldemorts täglich Obsession mit mir haben", sagte er bitter. „Alle scheinen den Preis zu übersehen der mit diesem Ruhm kommt den sie so dringend wollen. Wissen sie nicht das ich ihn sofort aufgeben würde um ein normales Leben zu führen und meine Eltern wieder zu haben?"

Ron und Hermine sahen sich an ehe Hermine Harrys Hand berührte. „Nein Harry", sagte sie sanft, „sie begreifen nicht das hinter dem Namen des Jungen-der-lebt ein Teenager steckt der genauso ist wie der Rest von uns."

Als der Pub sich mit mehr Leuten füllte, nahmen Harry, Ron und Hermine das als Signal um zu gehen. Sie trafen fast auf Rita Kimmkorn die gerade eintrat aber sie hielten ihre Köpfe gesenkt damit sie nicht bemerkt wurden. Harry hatte erzählt wie Rita versucht hatte ein Interview aus ihm heraus zu bekommen was seine beiden Freunde dazu brachte die Frau zu verachten. Sie wussten je weiter sie von Rita Kimmkorn weg waren desto besser.

Sie machten sich auf den Rückweg nach Hogwarts als zwei Personen in Blick kamen, genau genommen ein ziemlich großer Mann und ein normaler Mann der hinkte und einen Schluck au seinem Flachmann nahm. Hagrid und Professor Moody. Hagrid stach mit seiner Größe aus jeder Menge hervor. Bevor Harry Hallo sagen konnte, hatte Hagrid ihn in eine Umarmung gezogen und es sah nicht so aus als würde er ihn bald loslassen. Nicht ehe Harry begann benommen zu werden durch den Sauerstoffmangel ließ Hagrid ihn los.

„Geht's dir gut, Harry?", fragte Hagrid dann bemerkte er den blauen Fleck auf Harrys Gesicht. „Dumbledore sucht nach dir." Dann lehnte sich Hagrid vor so dass er mit Harry auf Augenhöhe war und legte Harry eine riesige Hand auf die Schulter. „Ich muss dich heut Nacht um Mitternacht sehn, Harry", flüsterte er. „Komm allein und trag den Umhang deines Vaters."

Harry war verwirrt, nickte aber trotzdem als Hagrid sich aufrichtete und sich Ron und Hermine zuwandte. Warum wollte Hagrid ihn allein sehen und auch noch so spät? Hagrid und Moody verabschiedeten sich und gingen weiter nach Hogsmeade und ließen Harry in Erstaunen zurück. Harry schob den Gedanken an Hagrids kryptische Nachricht bis später zurück und ging mit Ron und Hermine nach Hogwarts. Jetzt musste er sich nur noch eine Ausrede einfallen lassen damit sich niemand sorgte, denn Hagrid wollte sich nicht umsonst zu so einer komischen Zeit mit ihm treffen.

OoOoOoOo

Wie sich herausstellte wollte Professor Dumbledore nur wie alle anderen wissen ob es Harry gut ging. Er versicherte Harry auch das Malfoy, Crabbe und Goyle für ihr Verhalten bestraft wurden. Nachdem er einige Fragen aus dem Weg gegangen war warum er nicht zurück geschlagen hatte verließ Harry Dumbledores Büro so schnell wie möglich. Er wusste das es Angst war die ihn zurück hielt zurück zu schlagen. Es war auch nicht hilfreich gewesen das Crabbe und Goyle ihn so fest gehalten hatten dass er sich nicht befreien konnte.

Spät in der Nacht schlich Harry sich aus dem Gryffindorturm um sich mit Hagrid zu treffen. In den Tarnumhang seines Vaters gehüllt, konnte Harry sich schnell bewegen ohne Angst haben zu müssen dass ihn jemand sah. Die Flure waren zumeist leer bis auf die Lehrer und Vertrauensschüler die patroulierten. Einige Vertrauensschüler grummelten über ‚dumme Slytherins' was Harry darauf aufmerksam machte das so viele Leute unterwegs waren wegen der Ereignisse der letzten Nacht.

Harry trat auf das Gelände hinaus und eilte zu Hagrids Hütte. Er kannte den Weg auswendig und die Beleuchtung aus der Hütte halt Harry durch die Dunkelheit zu manövrieren. Als Harry näher kam, bemerkte er dass auch in der Beauxbatons Kutsche noch Licht brannte. Es schien als wären heute Nacht noch einige Leute lange wach.

Harry kam schnell an der Hütte an und klopfte leise an die Tür. Er wollte nicht das alle mitbekamen das Hagrid einen Besucher hatte. In dem Moment als sich die Tür öffnete, schlüpfte Harry schnell hinein und zog den Umhang ab. Er sah Hagrid genau an und war überrascht den Pflege magischer Geschöpfe Lehrer nervös zu sehen. Was ging hier vor?

„Was ist los, Hagrid?", flüsterte Harry, „ist etwas geschehen?"

Hagrid legte einen Finger auf den Mund und deutete Harry an leise zu sein. „Komm schon, Harry", sagte er leise, „ich muss dir was zeigen. Zieh deinen Umhang wieder über."

Harry tat wie ihm geheißen und folgte Hagrid aus der Hütte. Er hielt schnell inne als er sah wie Hagrid zur Beauxbatons Kutsche ging. Er beobachtete wie Hagrid klopfte und von Madam Maxime begrüßt wurde. Harry biss sich auf die Unterlippe, er folgte ihnen und hielt großen Abstand damit Madam Maxime nicht bemerkte dass er dort war. Er konnte kaum hören wie Hagrid über etwas sprach das sehenswert war aber man noch nichts drüber wissen durfte. Das ließ ihn nachdenken. Was für ein Spiel spielte Hagrid? Konnte dies etwas mit der ersten Aufgabe zu tun haben?

Seine Fragen wurden durch ein lautes Brüllen beantwortet. Harry stolperte schockiert. Das Brüllen konnte nur von etwas sehr großem und sehr gefährlichem kommen; etwas dem Harry nicht zu nahe kommen wollte. Harry sah das Hagrid und Madam Maxime stehen geblieben waren und schloss vorsichtig die Lücke und wagte einen Blick auf das was sie anstarrten. Seine Augen weiteten sich alarmiert. Es war definitiv etwas großes dem er fern bleiben wollte.

Drachen … vier von ihnen.

Harry beobachtete wie Zauberer die Drachen umringten und versuchten sie unter Kontrolle zu halten. Harry konnte nicht viel erkennen aber er konnte sagen das sie mindestens fünfzehn Meter groß waren mit großen Zähnen in ihren extrem großen Mündern aus denen sie Feuer in den Himmel spien. Sie waren an den Boden gekettet aber das war nicht vertrauenserweckend. Die Drachen sahen stark genug aus loszubrechen ehe jemand blinzeln konnte.

Er beobachtete wie die Zauberer versuchten die Drachen zu beruhigen in dem sie Schockzauber auf die großen Tiere schossen. Sieben mächtige Zauber trafen jeden Drachen und zwangen die Tiere in einen tiefen Schlummer mit Ausnahme des Plumpses der ertönte als die großen Körper auf den Boden schlugen. Harry machte sich eine Notiz nicht in der Nähe eines Drachen zu sein wenn er so etwas probierte.

Ein Zauberer entfernte sich von der Gruppe und näherte sich Hagrid und Madam Maxime. In dem Moment als sein rotes Haar zu sehen war, erkannte Harry Rons Bruder Charlie, der mit Drachen in Rumänien arbeitete. Aus irgendeinem Grund bezweifelte Harry stark das diese Tiere für die nächste Pflege magischer Geschöpfe Stunde waren.

„Es geht ihnen jetzt gut, Hagrid", sagte Charlie und klang erschöpft. „Ihnen wurde für die Reise ein Schlaftrunk gegeben. Sie haben den Tapetenwechsel nicht gut aufgenommen." Charlie blickte zu Madam Maxime ehe er seine Aufmerksamkeit wieder auf Hagrid richtete. „Du weißt dass die Champions nichts davon wissen sollen."

„Ich dachte sie würd sie gern sehn", sagte Hagrid mit einem Lächeln. „Vier von ihnen. Einer für jeden Champion um was zu tun? Sie bekämpfen?"

„Ich bin nicht hundertprozentig sicher", sagte Charlie ehrlich. „Ich denke sie müssen nur an ihnen vorbei kommen. Wir werden da sein wenn die Dinge aus dem Ruder laufen. Sie haben uns um brütende Mütter gebeten, also haben wir sie gebracht. Ein Ungarischer Hornschwanz – bösartiges Vieh, einen gemeinen Walisischen Grünling, einen Schwedischen Kurzschnäuzler und einen Chinesischen Feuerball", Charlie hielt für einen Moment inne ehe er Hagrid neugierig ansah. „Also wie geht es Harry?"

Harry sah unbehaglich aus. „Nicht so gut, Charlie", sagte er ehrlich, „er wurde letzte Nacht von ein paar Slytherins angegriffen. Dumbledore is wütend –."

„ – geht es ihm gut?" unterbrach Charlie mit einer Spur von Beschützer in seiner Stimme. „Bitte sag mir dass etwas dagegen getan wurde. Mum ist aufgeregt seit Fred ihr die Eule geschickt hat um alles zu erklären. Wenn sie herausfindet –."

„ – keine Sorge Charlie", sagte Hagrid schnell. „Dumbledore hat sich darum gekümmert."

Harry wollte nicht mehr hören und eilte zum Schloss zurück. Er konnte nicht glauben dass sie so über ihn sprachen. Dann traf es Harry was geschah. Alle sahen ihn, den Jungen-der-lebt als Jungen. Sie sahen ihn als nichts mehr als ein Kind. Er musste zugeben das er wie eines gehandelt hatte wie er Sirius kontaktiert hatte und in seinen Problemen gesuhlt hatte aber nicht länger.

Die erste Aufgabe war am Dienstag was ihm wenig Zeit zur Vorbereitung gab. Er konnte seine freie Zeit morgen nutzen um über Drachen zu lesen insbesondere brütende Mütter um ihre Schwäche zu finden. Charlie hatte gesagt er musste nur an ihnen vorbei kommen und Mr. Crouch sagte er würde nur seinen Zauberstab haben. Man brauchte sieben voll ausgebildete Zauberer um einen Drache mit Schockzaubern nieder zu bringen, also kam das nicht in Frage.

In Gedanken verloren, wurde Harry überrascht als er in etwas lief das ihn zurück fallen ließ. Das Geräusch von jemand der in die Dunkelheit rief ‚wer ist da?' war genug um Harry wissen zu lassen das er in jemanden gelaufen war. Er blieb komplett ruhig, er wagte es nicht ein Geräusch zu machen. Harry blinzelte in die Dunkelheit und konnte es kaum glauben als ein bekannter Ziegenbart in Sicht kam. Er war in Professor Karkaroff gerannt.

Nach einigen Minuten gab Karkaroff die Suche auf und ging in die Richtung in der die Drachen waren. Sobald er weit genug weg war, rannte Harry zurück zum Schloss. Es gab keine Frage was Karkaroff vorhatte. Er würde für Viktor herausfinden was Madam Maxime für Fleur herausgefunden hatte. Das hieß die einzige Person, die einen Nachteil hatte, war Cedric, die eine Person die für Harry eingetreten war.

Er betrat den Gryffindor Gemeinschaftsraum und zog den Umhang herunter. Es war fast ein Uhr morgens und Harry war zu aufgewühlt um zu schlafen. So leise wie möglich betrat Harry seinen Schlafsaal, packte seinen Umhang weg, schnappte sich einige Bücher und schlich wieder hinaus. Er konnte den ganzen morgigen Tag damit verbringen Drachen zu erforschen. Er bezweifelte das es jemand gutheißen würde wenn er jetzt in die Bibliothek gehen würde.

Er setzte sich auf den Boden vor dem Feuer und begann mit seinem Pflege magischer Geschöpfe Buch, aber fand nur wenig über Drachen. Er ging zu seinem Zauberkunstbuch über aber wurde wieder enttäuscht wie er es erwartet hatte. Als Harry das letzte Mal nachgesehen hatte, war einem Drachen gegenüber zu treten kein Teil des Stoffes für die vierte Klasse. Dann ging er zum Verteidigung gegen die Dunklen Künste Buch über ehe er seine Schulbücher aufgab und das Buch über Verteidigungszauber herauszog das er diesen Sommer gekauft hatte. Wenn es zum schlimmsten kommen sollte, konnte er wenigstens verhindern getötet zu werden.

Es dauerte lange bis Harry überhaupt an Schlaf dachte.