Mal wieder ein dickes Sorry für die erneut lange Wartezeit...
Erschöpft ließ Harry sich auf die Couch fallen und griff zur Zeitung. Die Schlagzeile fiel ihm sofort ins Auge: „Drei Todesser entlassen. Unschuld bewiesen." Als Harry das Bild betrachtete wurde ihm kalt vor Schrecken. Einer der Entlassenen war Draco Malfoy!
10. In Gefahr!?
„Wieso glaubst du, dass er in Gefahr ist?" fragte Ginny. Nachdem Harry den Tagespropheten gelesen hatte, war er sofort zu Ginny in den Fuchsbau appariert. Er musste mit jemandem darüber reden. Außerdem hatte er die vage Hoffnung, dass Ron sich vielleicht in den Schoß seiner Familie geflüchtet hatte. Diese Hoffnung hatte sich nicht bestätigt, aber es tat Harry gut seine Vermutung mit Ginny besprechen zu können.
„Malfoy wird sich rächen wollen", sagte Harry und sah besorgt in seinen Tee. Schmunzelnd musste er, als er einen letzten Schluck nahm und der Teesatz zum Vorschein kam, an Ron und seine erste Wahrsagenstunde denken. Was würde er dafür geben jetzt in die Zukunft blicken zu können.
„Er wird froh sein, dass er wieder auf freiem Fuß ist", versuchte Ginny Harrys Sorgen zu zerschmettern. „Vielleicht ist Gras über die Sache gewachsen?"
„Nein!" entgegnete Harry energisch. „Ginny ich war dabei. Ich habe Malfoy noch nie so gesehen. So, so…menschlich. Und dann habe ich gesehen wie er Ron angeschaut hat. Dieser Blick war blanker Hass. Ich sage dir, er hat die ganze Zeit darauf gewartet sich an Ron rächen zu können und ich befürchte nun, wo er wieder auf freiem Fuß ist, wird er sich diese Chance nicht nehmen lassen." Harry blickte erneut in seinen Teesatz, immer noch in der Hoffnung er würde ihm irgendetwas über die Situation verraten. Aber so sehr sich Harry auch konzentrierte, er erkannte nichts weiter als nassen Tee. Sein inneres Auge war wohl verstopft. Eine Verstopfung von der Harry annahm, dass sie ewig anhalten würde.
„Was willst du jetzt tun?", fragte Ginny.
Harry zuckte mit den Schultern. „Im Moment kann ich gar nichts tun. Seit der Feier ist Ron weg. Er hat seine Klamotten in unserer Wohnung gelassen und auch sonst fehlt nichts. Er ist einfach spurlos verschwunden!"
„Er wird wieder auftauchen. Du kennst ihn. Er leckt seine Wunden und dann kommt er zurück. Das hat er schon immer so gemacht."
„Ich muss ihn finden", sagte Harry bestimmt. Plötzlich erhellte sich sein Gesicht. „Die Uhr!" Ginny sah ihn verwirrt an, von welcher Uhr sprach er. „Die Weasley Familien Uhr. Sie zeigt doch an, wo er ist, oder?" Ginny schüttelte den Kopf. „Fred und George haben bei ihrem letzten Besuch mit magischem Tischfeuerwerk hantiert und dabei das halbe Haus in Brand gesteckt. Die Uhr war leider nicht mehr zu retten. Du kannst dir nicht vorstellen wie sauer Mom war!"
„Mist. Wie kann ich ihn nur finden?" Ginny legte Harry eine Hand auf die Schulter. „Du kannst gar nichts tun. Ihm wird schon nichts passieren. Er ist hart im Nehmen, das weißt du doch." Harry nickte fügte dann aber besorgt hinzu: „Ich habe nur Angst, dass Malfoy ihn vor mir findet!"
Nach einem langen Tag lagen Hermine und Neville nebeneinander im Bett. Während Hermine ein Buch las, sie hatte, zu Nevilles Erstaunen, gefallen an Magierromane gefunden, war Neville schon beinahe eingeschlafen. Plötzlich blickte sie auf, stieß Neville leicht an, was diesen zu einem unterdrückten Grunzen brachte.
„Schatz?", sie sah ihn an, doch Neville öffnete nicht die Augen. Er gab nur ein leises „hm" von sich. „Du musst meine Eltern kennen lernen!" Neville war mit einem Mal hellwach, setzte sich auf und sah Hermine panisch an. „Sie…sie, sie sind Muggel", war alles was er zu diesem Vorschlag sagen konnte. „Das ist mir durchaus klar", gab Hermine schnippisch zurück. „Du hast sie noch nie kennen gelernt und es ist mir wichtig, dass du das vor der Hochzeit nachholst." Neville war die Panik sich Hermines Eltern als neuer Schwiegersohn vorzustellen deutlich ins Gesicht geschrieben. Er hasste das Aufeinandertreffen mit ihm fremden Menschen. Und vor allem, wenn er ihnen sagen sollte, dass er im Begriff war ihre Tochter zu heiraten. Aber es war Hermine wichtig und Neville wollte nicht aufs Spiel setzen was er mit ihr teilte. Zu wichtig war sie ihm geworden. Und so nickte er nur resignierend und legte sich dann wieder hin. „Ich schreibe ihnen und werde sie nach Hogwarts einladen", sagte er. Hermine lächelte, beugte sich zu ihm herunter und küsste ihn zärtlich.
