Zuvor bei „Mein fester Freund":

Ich nickte, schnappte mir James Hand und apparierte uns vor meine Haustür, wonach wir immer noch lachten und ein wenig desorientiert waren. Überwältigt von allem, dem Schwindel, dem Lachen, dem Geruch seines Halses, die Art wie er in dem Hemd aussah, die Tatsache, dass er meine Karte bezahlt hatte, streckte ich mich, schlang meine Arme um seinen Hals und küsste ihn.

James löste sich von mir, nachdem uns der Atem ausgegangen war.

Er starrte mich mit einem unergründlichen Blick an.

„Oh."

Kapitel 10

Unerwünschte Unterbrechungen

Kumpel, hab keinen Sex. Das führt zu Küssen und schon bald musst du mit ihnen reden." – Steve Martin

„Oh", keuchte ich noch mal.

James grinste mich mit einem schiefen Lächeln teuflisch an und ich spürte wie meine Knie weich wurden und mein Herz schneller in meiner Brust zu schlagen begann. „Das ist alles, was dir dazu einfällt?", fragte er mich mit einer sündig heiseren Stimme.

Ich traute mir nicht zu, zu sprechen, also nickte ich nur. So heiß wie es sich anfühlte, musste mein Gesicht feuerrot sein. Merlin, ich musste atmen. Okay, einatmen, ausatmen. Du kannst das, Lily.

„Mal sehen, ob ich dich dazu bringen noch etwas anderes zu sagen.", sagte er mit tiefer Stimme und fuhr mit seinen Lippen über meinen Hals. Er hielt inne, um auf eine feuchte Stelle zu pusten und ich erzitterte. Er lachte tief und meine Augen schlossen sich bei dem Klang und der Vibration seines Körpers, der an meinen gepresst war. „Am besten meinen Namen.", sprach er weiter und seine Lippen wanderten über meinen Kiefer und begannen dann meine Lippen zu necken. Er nahm meine Unterlippe zwischen seine Lippen und begann daran zu saugen.

Ich spürte wie meine Augen nach hinten in meine Augenhöhle rollten. „James.", hauchte ich.

„Hmm? Was war das?", quälte er mich.

Peinlich berührt schon allein von der Lautstärke meines Stöhnens, entzog ich ihm meine Lippen. „James.", rief ich diesmal ein wenig lauter.

Sein Mund machte sich wieder auf den Weg zu meinem Hals und seine Lippen ergriffen Besitz von meiner Haut. Er würde einen Knutschfleck hinterlassen. „James.", versuchte ich zu sagen, aber kein Ton verließ meine Lippen.

Er lachte tief, während seine Lippen zu meinem Ohrläppchen wanderten. Meine Atmung setzte vollkommen aus, als er an der Spitze leckte und dann mit seiner Zunge-

Mein Körper flog nach vorne in eine aufrechte Sitzposition. Ich hob die Hand zu meinem Gesicht und rieb mir den Schlaf aus den Augen. Ich sah auf meine gelbe Bettdecke hinunter und verzog das Gesicht. Mein Gesicht war gerötet und ich wusste, dass das nicht von der Raumtemperatur herrührte. Sehnsüchtig schloss ich die Augen und versuchte die letzten Minuten meines Traumes wieder heraufzubeschwören. Es war so viel besser als die Realität gewesen.

Oh."

James machte den Mund auf, um etwas zu sagen, aber dann ging das Licht auf der Veranda an. Ich sah zu der Lampe hinauf und blinzelte verwirrt. James schien ebenfalls wie erstarrt zu sein. Die Haustür öffnete sich und das besorgte Gesicht meiner Mutter kam zum Vorschein.

Oh!", entfuhr es ihr erleichtert. „Ihr seid's nur. Ich hab ein Geräusch gehört und dachte da wären Einbrecher."

Ich starrte meine Mum an und nickte dumpf. Einbrecher? Wir lebten in einer einfachen Muggelnachbarschaft. Das letzte Verbrechen war vor drei Jahren geschehen, als die Katze eines Kindes gestohlen wurde- die Eltern hatten in Wirklichkeit aber nur gelogen, weil sie sie mit dem Auto überfahren hatten.

Warum kommt ihr zwei nicht rein? Es ist schon ziemlich spät. Wo ist deine Schwester?"

Ich trat in den Flur. „Tuney ist noch mit Vernon unterwegs.", erwiderte ich mit schwacher Stimme.

Sie ist nicht mit euch nach Hause gekommen?"

Ich schüttelte den Kopf.

Mum seufzte. „Nun ja, ab ins Bett mit euch beiden.", sagte sie entschieden und scheuchte uns die Treppe hinauf. Als wir vor meiner Zimmertür standen, wand sich meine Mutter an James.

James, Schatz, könnte ich vielleicht einen Moment ins Gästezimmer, bevor du dich fürs Bett fertig machst. Ich glaube ich habe noch eine Schachtel mit Schulunterlagen irgendwo dort in einem Schrank und die brauche ich."

Sicher, Mrs. Evans."

Ich denke ich werde die Unterlagen durchgehen, während ich auf Petunia warte. Vielleicht mache ich mir auch noch eine Kanne Tee.", sagte sie mehr zu sich. „Nun, ab ins Bett, Lily."

Ich nickte und öffnete meine Zimmertür. „Gute Nacht, Mum." Meine Finger verharrten zögerlich auf dem Türknauf. Ich blickte über meine Schulter zu James und versuchte ihm mit meinen Augen zu sagen, dass ich nicht wollte, dass unser Abend so endete, dass ich noch mit ihm reden wollte, dass ich wünschte meine Mutter hätte nicht gerade heute auf der Lauer gelegen. Ich wollte, dass er wusste, dass unser Mitternachtsgespräch nicht wegen mir ausfiel, sondern dass das die Schuld meiner überbesorgten Mutter war. Ich wollte herausfinden, was gerade geschehen war. Bedeutete es, was ich glaubte, dass es bedeutete?

Ich versuchte all diese Empfindungen in meinen Blick zu legen, aber James starrte mich immer noch mit diesem undurchschaubaren Ausdruck im Gesicht an. „Gute Nacht, James.", sagte ich sanft.

Träum was Schönes, Lily.", hörte ich ihn antworten, kurz bevor ich die Tür schloss.

Ahh, ich konnte nicht fassen, dass meine Mutter den Anstandswauwau gespielt hatte. Konnte sie denn nicht erkennen, dass sich da gerade die wahrscheinlich wichtigste Sache zwischen mir und James abgespielt hatte? Oder vielleicht hatte sie das erkannt und sie hatte uns nur stoppen wollen bevor irgendjemandes Tugend in Gefahr gewesen wäre. Tja, Scheiß auf die Tugend! Ich hatte James Potter endlich ernsthaft geküsst und ich wollte es wieder tun!

Oh, Merlin, Ich wollte es wieder tun.

Das war wirklich ein seltsamer Gedanke.

Allerdings gefiel er mir.

Und das war noch seltsamer.

Mit Elan machte ich mich auf den Weg ins Badezimmer, putze meine Zähne gründlich, nahm meine zerwuschelten Haare mit einer Bürste in Angriff, spritzte mir etwas Wasser ins Gesicht und rannte dann hinunter in die Küche.

„Wow, Lily, ich glaube das muss ein Rekord sein." sagte Mum, legte den Löffel hin und rieb ihre Hände an einem Geschirrtuch ab.

„Was?", fragte ich.

„Ich hab dich noch nie so früh am Morgen gesehen, seit du in die Pubertät gekommen bist. Es ist noch nicht einmal zehn Uhr."

Ich rollte mit den Augen. „Jah, Mum, die veranstalten morgen mir zu Ehren eine Parade auf der Hauptstraße.", grummelte ich gelangweilt.

„Nun, zumindest mit einer Hochwasserwarnung oder einer Bombendrohung sollten wir in der nächsten Zeit rechnen.", sinnierte sie mit einem Lächeln und wandte sich wieder dem Topf auf dem Herd zu.

„Ha ha, sehr lustig, Mum. Du wirst wirklich von Tag zu Tag witziger."

„Das finde ich auch.", sagte sie lächelnd und ignorierte den offensichtlichen Sarkasmus.

Ich warf einen Blick auf die Uhr und sah zu wie die Sekunden verstrichen. „Hast du James schon gesehen? Ist er schon auf? Ich muss wirklich mit ihm reden."

„Warum? Was heckt ihr zwei denn aus?"

„Nichts.", antwortete ich ein wenig zu schnell, um unschuldig zu klingen.

„Lily.", sagte sie langsam. „Du weißt, dass es besser ist, wenn du mir gleich sagst, was los ist. Du bist eine furchtbar schlechte Lügnerin. Dein Gesicht verrät dich immer."

„Ich bin eine gute Lügnerin!", protestierte ich stur.

„Was ist denn letzten Monat mit meinem Lieblingspullover passiert?"

Ich spürte wie mein Gesicht rot wurde. „Ähm, Petunia hat unbeaufsichtigt mit Streichhölzern gespielt?"

Okay, ich hatte ihn unbeabsichtigt in Flammen aufgehen lassen, als ich mit fortgeschrittenen Zaubern herumexperimentierte.

Meine Mum kicherte. „Aber sicher doch."

„Man müsste ihr mal einen Vortrag über Sicherheit im Umgang mit Feuer geben.", beharrte ich.

„Du bist wirklich unmöglich."

Ich schaute wieder zur Uhr. Ich hatte genug davon, dass sie sich über mich lustig machte und ich wusste immer noch nicht wo James war. „Mum, wo ist er?"

„Entspann dich, Lily. James ist gerade raus, um mir die Zeitung zu holen. Er wird in fünfzehn Sekunden wieder da sein. Deine Teenager-Hormone werden bis dahin warten können." Sie schöpfte etwas von dem Haferbrei in eine Schüssel und schob sie zusammen mit einem Glas Orangensaft zu mir.

„Mum.", jammerte ich mit lang gezogener Stimme und rümpfte die Nase bei dem Gedanken an unser Gespräch von vor ein paar Tagen.

„Lily.", machte sie mich nach und widmete sich wieder dem Haferbrei.

Ich blickte wieder auf die Uhr. Es dauerte genau dreiundzwanzig Sekunden bis James die Küche in seiner üblichen Pyjamahose und dem weißen engen Muskelshirt betrat.

Mein Körper war entspannt und stand gleichzeitig unter Strom durch seine Anwesenheit. Ich wollte zu ihm rüber laufen, meine Arme um seinen Hals schlingen und ihm von den gemischten Gefühlen, die ich hatte erzählen. Mit einem kurzen Blick in Richtung meiner Mutter, entschied ich mich jedoch dagegen und blieb auf meinem Stuhl sitzen. Glücklicherweise und mit dem Vorwand unserer vorgetäuschten Beziehung, ließ James die Zeitung auf den Tisch fallen und kam zu mir rüber.

„Hey.", begrüßte ich ihn mit einem schüchternen Lächeln.

Er grinste mich an und schien etwas in meinen Augen zu suchen. „Hey."

Nur weil meine Mutter anwesend war, beugte er sich zu mir hinunter und fuhr mit seinen Lippen so leicht über meine Stirn, dass ich es kaum spürte. Dann näherte er sich meinem Ohr. „Wir müssen reden.", zischte er bevor er sich wieder aufrichtete.

Ich schluckte schwer und betrachtete ihn mit großen Augen. Diese Worte verhießen nie etwas Gutes. Plötzlich überkam mich ein Hass auf diese Worte. Mehr noch, ich hasste die gesamte Sprache. Warum gab es eigentlich so viele Imperativ formen?

„Oh, James, Gott sei Dank bist du hier.", unterbrach uns meine Mutter. „Lily hat schon den ganzen Morgen nach dir gefragt. Ich glaube sie ist nur wegen dir schon um diese Uhrzeit wach."

James riss seinen Blick von mir los und stimmte in das Lachen meiner Mutter mit ein. „Dafür kann ich nun wirklich nichts. Ich bin nicht so arrogant zu glauben ich könnte Lily dazu bringen etwas zu tun, dass sie nicht tun will."

Ich prustete in meinen Orangensaft. Die Summe der Gelegenheiten bei denen er mich nach einem Date gefragt hatte lag so um die 7632. Nein, er versuchte nie mich dazu zu bringen etwas zu tun. Was für eine lächerliche Vermutung! Nein, er versuchte nicht mich zu irgendwas zu überreden! Nein! James übte sich nur darin Statistiken aufzustellen. Wenn er mich eine Millionen Mal fragte, ob ich mit ihm ausgehen wollte, bestand eine Chance von 87%, dass er im See enden würde.

Natürlich ist diese Prozentzahl jetzt gesunken, wo ich doch…

Ich blendete das nervtötend schmalzige Gequatsche von James und meiner Mum aus und wiederholte mein neues Mantra immer und immer wieder in Gedanken.

Wir müssen reden. Wir müssen reden. Wir müssen reden. Wir müssen reden.

Merlin, wenn ich nicht bald etwas sagte, lag die Wahrscheinlichkeit bei 100%, dass ich gleich explodierte.

„Ananas.", platze es aus mir heraus.

Meine Mum und James unterbrachen ihr freundschaftliches Geplänkel um mich anzustarren als hätte ich nun vollends den Verstand verloren. Zu ihrer Verteidigung, das war sogar sehr wahrscheinlich.

„Wie bitte, Lily?", fragte meine Mum.

Mein Gesicht wurde rot und ich durchforstete mein Gehirn nach der Synapse, die mich mit dieser Fehlzündung dazu gebracht hatte dieses Wort zu rufen. Konnte ich es auf Petunia schieben? Nein, die Erklärung wäre viel zu umständlich. Konnte es irgendetwas mit dem Lügenbündel der vorgetäuschten Beziehung zwischen mir und James zu tun haben? Nein, das würde zu viel kreative Freiheit und ganz offen gesagt zu viele versaute Themen beinhalten. Verdammt, es musste doch einen Zaubertrank für diese Art von Situation geben. Oh, Zaubertränke!

„Mein Professor für Zaubertränke liebt kandierte Ananas.", erklärte ich ihr.

James sah mich verwundert an. „Warum hast du an Professor Slughorn gedacht?"

Ich zuckte mit den Schultern und tat so als wäre ich so verrückt wie immer. „Weißt du, Sommer ist die Zeit der Nacktschnecken…", sagte ich und runzelte die Stirn angesichts meiner eigenen Logik.

Meine Mum beäugte mich als hätte ich mich soeben vor ihren Augen in eine Nacktschnecke verwandelt und wandte sich dann wieder ihrem liebsten Kind, James, zu. War es nicht grausam, dass meine Mum meinen falschen festen Freund mehr liebte als mich? Na ja, zumindest kam ich immer noch vor Petunia. Tja, aber das konnte wohl sogar eine Nacktschnecke.

Zwanzig Minuten vergingen und ich hätte mich nicht gewundert, wenn die beiden angefangen hätten miteinander zu knutschen. Mum war ja schon total in ihn verliebt, und James würde alles tun um als der perfekte feste Freund dazustehen, auch wenn es beinhaltete sich der verrückten Begierde einer Frau im Mittleren Altern auszusetzen. Ich fuhr mit den Fingern über meinen Zauberstab und überlegte ob ich die beiden mit ein paar Flüchen unterbrechen sollte.

Wir müssen reden.

Endlich beendeten James und meine Mutter ihr Gespräch und kicherten dabei wie zwei alte Waschweiber. Dann ging er nach oben um zu duschen. Ich hob den Kopf von der Tischplatte, mit der ich, als meine Mutter begonnen hatte James Arm zu tätscheln, mehrfach in Berührung gekommen war. Ich hatte meinen Kopf nämlich dagegen geknallt. Eifrig stand ich nun also auf und folgte James aus der Küche.

„Oh, Lily!", rief sie.

Shmekaleen, verdammt.

Ich drehte mich auf den Fersen um und zwang mich zu einem Grinsen. „Ja, Mum?"

„Würdest du mir einen Gefallen tun und dich um das Geschirr kümmern? Ich muss noch ein paar Dinge erledigen bevor ich heute in die Schule fahre."

„Klar doch, Mum.", erwiderte ich durch zusammengebissene Zähne.

„Danke, Lily.", rief sie und flitzte die Treppe hinauf.

Ja klar, ein paar Dinge erledigen. Das ich nicht lachte. Sie wollte wohl eher mit meinem festen Freund rummachen, dachte ich verbittert, während ich den größten Topf in die Spüle schmiss. Seifenschaum und Wasser spritzten heraus und bedeckten mein Gesicht und meinen Oberkörper. Ich sah nach unten und entdeckte, dass das Becken voll war mit Geschirr von gestern Abend. Perfekt.

Ich vernahm ein mädchenhaftes Kichern von oben und drehte dabei den Wasserhahn aus Versehen in meine Richtung, so dass mir das gesamte Wasser ins Gesicht spritzte. Merlin, warum hatte ich nur immer solche perversen, unangebrachten Gedanken, die zu ich-muss-jetzt-gleich-mein-Gehirn-rauskotzen Bildern führten?

Nachdem ich den letzten Teller mit dem Geschirrtuch abgetrocknet und weggestellt hatte, stampfte ich die Treppe hoch, wobei ich jeden Namen der mir gerade einfiel verfluchte und im Flur fast mit James zusammengeprallt wäre.

„Da bist du ja Lily.", sagte er erleichtert. „Hör mal, ich-", er hielt inne und seine Augen wanderten über meine nasse Erscheinung. Ahh, wie schön zu wissen, dass ich triefnass und mit grünem Spülmittel bedeckt immer noch einen Jungen sprachlos machen konnte.

„Lily, was ist denn passiert?"

Ich stöhnte. „Das Spülbecken und ich haben uns duelliert. Es hat gewonnen.", teilte ich ihm ohne jegliche Begeisterung mit.

„Sieht so aus, als hätte sich ein Grindeloh im Wasserhahn versteckt, oder so was in der Art.", bemerkte er mit einem leisen Lachen, während er meine tropfende Erscheinung beäugte.

Eine grüne undefinierbare Substanz tropfte auf meine Nase und er drückte sich die Faust auf den Mund, um nicht laut loszulachen. Ich bedachte ihn mit einem warnenden Blick. „So was in der Art."

„Vielleicht eine Nixe?"

Ich sah ihn erbost an.

Mein Todesblick schien ihm zu verraten, das momentan nicht die richtige Zeit dafür war ein großes Offenbarungsgespräch über die Tatsache zu führen, dass er in Wirklichkeit nur meinen festen Freund spielte, damit er meinem Vater die Frau ausspannen konnte und zusammen mit meiner Mutter nach Mallorca durchbrennen konnte. Oder darüber, dass ich ihn geküsst hatte. „Vielleicht solltest du duschen gehen.", schlug James vorsichtig vor.

Ich nickte und meine Haare fühlten sich dabei schwer und schleimig an. James ging mir aus dem Weg und ich ging ins Badezimmer.

Ich zog James Shirt angeekelt aus. Ich würde es waschen müssen, damit ich es heute Abend wieder anziehen konnte. Oder besser noch, dachte ich und zog meinen Zauberstab, der meistens in meinem Slip steckte-natürlich an der Hüfte-und sprach den Ratzeputz Zauber. Dann hüpfe ich unter die Dusche und wusch die ganze Seife und den Glibber von mir runter, den James entweder zu abstoßend oder zu lustig gefunden hatte, um ein Gespräch mit mir führen zu können.

Ich stellte das Wasser ab, schlang ein Handtuch um meinen Körper, schnappte mir dann James Shirt und verließ das Bad. Ich hatte ungefähr drei Meter zurückgelegt, als James die Tür des Gästezimmers öffnete und ebenfalls den Flur betrat.

„Oh.", sagte ich überrascht und ließ fast mein Handtuch fallen. Das wäre sicherlich interessant geworden. In Gedanken malte ich mir aus, was er dann wohl tun würde. Besser noch, ich stellte mir vor er wäre nur mit einem Handtuch bekleidet. Grr. Warum war das Aneurysma, das sich anscheinend in meinem Gehirn befand noch nicht geplatzt und hatte mir dieses ganze Elend erspart? Ich schlang das Handtuch ein wenig fester um meinen Körper.

„Lily.", hauchte James. Ich hörte wie er leise stöhnte. Das half mir nun wirklich nicht bei meinem Handtuch-Problem. „Merlin, Lily.", seufzte James, kam zu mir herüber und hob die Hand um meine nackte Schulter zu berühren.

„James.", erwiderte ich.

Er zog seine Finger schnell zurück als er seinen Namen hörte, so als hätte er eben erst bemerkt was er da tat.

Ich sah zu ihm hoch und dann wieder auf mein Handtuch. Mein Gesicht wurde hochrot. „Ich sollte mich besser abtrocknen gehen, damit ich nicht so feucht bin- wegen der Dusche- Ich meine, ich zieh mir was an- damit ich nicht mehr nackt bin- ich werde jetzt einfach in mein Zimmer gehen.", plapperte ich los.

James trat einen Schritt zurück und ließ mich in mein Zimmer flüchten. Ich schloss die Tür hinter mir und lehnte meinen Kopf daran, während ich versuchte mich zu beruhigen. Ich fühlte einen Gegendruck an meinem Rücken und nahm an, dass James an der anderen Seite der Tür lehnte.

Wir müssen reden.

Entweder das, oder diese unangenehme Spannung würde mich zum explodieren bringen. Tod durch peinliches Schweigen, na das wäre mal eine Art zu sterben! Ob Petunia wohl bei meiner Beerdigung weinen würde?

Während dieser morbiden Gedanken zog ich ein paar rote Shorts und ein schwarzes Top an. Ich trocknete meine Haare schnell mit meinem Zauberstab und trug dann hastig etwas Make-up auf, wobei ich mir wünschte ich hätte eine normale Haarfarbe, denn dann hätte ich auch normale Wimpern gehabt.

Ich linste erst durch den Türspalt, bevor ich die Tür ganz öffnete. Ich wusste gar nicht was ich gemacht hätte, wenn James im Flur gewesen wäre. Ich war nun vollständig bekleidet und trocken und hoffentlich- na ja mehr oder weniger- war er das auch. Es gab wirklich keinen Grund, warum wir nicht zusammen runter gehen konnten und uns über diesen Kuss unterhalten konnten wie zwei erwachsene und vernünftige Menschen.

Oh, Merlin, der Kuss.

Er war besser gewesen als all unsere vorherigen Knutschereien auf diversen Möbelstücken in diesem Haus. Natürlich lag das auch daran, dass dieser Kuss nicht vor irgendeinem Mitglied meiner Familie geschehen war, weil es nicht nötig gewesen war. Wir hatten nicht die Verpflichtung gehabt uns zu küssen, wie bei all den anderen Küssen. Niemand war da gewesen. Nur wir zwei. Ich hatte es getan, weil ich es wollte. Jetzt war ich mir nur nicht mehr sicher, ob er es auch gewollt hatte.

Wir müssen reden.

Wenn James draußen war, würde ich einfach wieder auf mein Zimmer gehen und ein wenig Arbeit drinnen erledigen. Ich könnte die Socken in meiner Sockenschublade nach Farben sortieren. Meine Socken fühlten sich momentan bestimmt total einsam, da ich sie für den Sommer gegen Sandalen eingetauscht hatte und Barfuss herumlief. Socken waren verdammt eifersüchtige Textilien.

Glücklicherweise, war James nirgends zu sehen, also bestand für mich nicht die Notwendigkeit zurück in mein Zimmer zu huschen- abgesehen von meinem peinlichen Verhalten. Ich musste einfach nur mit ihm reden. Dann könnte ich zumindest damit aufhören wegen diesem Gespräch total auszuflippen und gestresst zu sein, auch wenn es furchtbar in die Hose ging und er und meine Mum wollten, dass ich ihn von nun an „Jim Daddy" nannte!

Ich ging hinunter und traf James in der Küche an, wie er Milch aus dem Karton trank. Ich rollte mit den Augen. Jungs waren ekelhaft, pheromonisch unwiderstehlich, ja, aber ekelhaft.

„Was tust du da?", fragte ich entsetzt.

James blickte schuldig drein, setzte den Karton ab und zerwuschelte seine Haare mit den Fingern. Ich nahm mir Professor McGonagall als Vorbild und stemmte meine Hände in die Hüften um autoritärer zu wirken. „Nun?", drängte ich ihn und schob das wichtigere Gesprächsthema hinten an, um ihn ein wenig auf den Arm zu nehmen.

James grinste mich verlegen an, so wie ein Erstklässler, der die Haare seines Zaubertränke-Partners soeben in Flammen gesetzt hatte, so wie es Sirius vor sechs Jahren mit Hestias getan hatte. James und Sirius mussten diesen reuigen Hundeblick gemeinsam vor dem Spiegel geübt haben.

„Es war nur noch ein kleiner Rest drinnen.", antwortete er schuldbewusst.

Ich hatte sehr viel Spaß bei dieser Sache und grinste. „Sicherlich, James. Weißt du, wenn du ein für alle mal von hier verschwindest, werde ich wohl meiner Mutter von all den furchtbaren Dingen berichten, die du machst, wenn sie nicht da ist. Das wird es ihr leichter machen.", fügte ich hinzu und rollte übertrieben mit den Augen.

„Was das angeht.", sagte James bedächtig. „Lily, ich glaube-"

„Mum!"

Ich drehte mich frustriert um. In Gedanken hatte ich mich schon darauf vorbereitet, dass James meine noch so kleine Hoffnung zu Nichte machen würde. Mein armes Selbstwertgefühl vertrug nicht noch mehr Unterbrechungen.

„MUM!", rief die Stimme nun noch lauter.

Meine Augen verengten sich angesichts der Quelle des Krachs: Petunia. Natürlich war sie es. Sie machte immer alles kaputt. Sie war eine große fette- okay, dürre, knochige, mit perfekt gestylten blonden Haaren- Miesmacherin.

Ich stöhnte. „Mum ist nicht hier, Petunia!", schrie ich.

Ich hörte ihr Absätze ein paar Mal klackern und schon war sie ebenfalls in der Küche. „Wo ist sie hin?"

„Hallo auch, Tuney.", sagte ich höflich und grinste gezwungen.

Tuney seufzte. „Hallo, freakige Schwester.", ließ sie sich zu einer Erwiderung herab.

Ich verschränkte die Arme vor der Brust und trommelte ungeduldig mit den Fingern, während ich wartete. „Hast du nicht jemanden vergessen?", säuselte ich.

„Hallo, freakiger fester Freund meiner ebenso freakigen Schwester."

James und ich grinsten uns an. „Hey, Petunia.", prustete er zurück.

Sie ignorierte ihn und wandte sich wieder mir zu. „Wo ist Mum hingegangen?"

„Sie ist in die Schule um noch etwas Arbeit zu erledigen.", teilte ich ihr mit. „Normalerweise ist sie so um drei oder vier wieder da."

Petunia warf einen Blick auf die Uhr. Es war ungefähr halb eins. Sie stöhnte.

„Was willst du überhaupt von Mum?", fragte ich sie neugierig.

Petunia sah mich abfällig an und schürzte die Lippen. „Das geht dich nichts an."

Ich knirschte mit den Zähnen, während James freundlich lächelte. „Nun, ich habe zwar keine Schwester, aber ich habe drei Brüder, und alles was sie angeht, geht auch mich etwas an. Wenn jemand ein Geheimnis für sich behalten will, dann muss er schon einen Unbrechbaren Schwur abgelegt haben!", fügte er lachend hinzu, hörte aber sofort auf, als er den unverstehenden Ausdruck auf ihren Gesicht sah.

„Tschuldige, Zaubererhumor.", murmelte er.

„Oh, super.", grummelte Petunia. Dann verengte sie ihre Käferaugen verwirrt. „Ich dachte du wärst Einzelkind?"

„Nun, wir sind nicht blutsverwandt, aber sie gehören trotzdem zur Familie."

Ich grinste James spöttisch an. „Nachdem seine Eltern ihn bekommen hatten, wollten sie keine weiteren Kinder. Er war einfach so perfekt.", witzelte ich.

James zwinkerte mir zu.

„Ich wünschte mehr Eltern würden aufhören, wenn das perfekte Kind da ist.", grummelte Petunia bitter.

„Tja, unsere haben dann wohl alles richtig gemacht, nicht wahr, Petunia?", fragte ich sie süßlich.

Petunia warf mir einen bösen Blick zu. „Da ich schon mal hier bin und mit Mum reden muss, werde ich hier zu Mittag essen."

„Was für einen Salat gibt es denn heute?", fragte ich ätzend.

Das Mittagessen war die reinste Qual, und das war noch untertrieben. James und ich bemühten uns sehr die Scharade vor Petunia aufrecht zu erhalten, aber jeder Seitenblick, jedes liebe Wort und jede unschuldige Berührung machten mir zu schaffen. Ich musste irgendetwas wegen diesem Kuss tun! Wie lange konnten wir die Sache noch ignorieren? In Gedanken ging ich immer und immer wieder die Geschehnisse letzter Nacht durch. Merlin, jetzt war ich wirklich frustriert.

„Bist du nicht aufgeregt, wenn Lily im Sommer nach Hause kommt?", fragte James Petunia.

Sie kaute ihre Portion Cäsarsalat fertig, das Dressing als Beilage- Ich wusste es!- und antwortete ihm dann: „Es ist Gewöhnungssache."

„Aber sicherlich im positiven Sinne.", erwiderte James optimistisch. „Ich meine, die Ferien sind ein paar Wochen lang fantastisch, aber nach ner Weile wird es unglaublich langweilig. Man hat keinen Job, keine Trainingseinheiten, keine Schulaufgaben mit denen man sich beschäftigen könnte und deine Freunde sind im ganzen Land verstreut. Zumindest hast du Lily, die dir Gesellschaft leistet."

Auch wenn Petunia ungefähr so angenehm war wie eine Darmspiegelung musste ich zugeben, dass ihre Anwesenheit meinen Sommer schneller vorübergehen ließ. Jeden Tag fiel mir etwas Neues ein mit dem ich sie ärgern konnte. Außerdem konnte ich mich mindestens drei Stunden bei einem meiner Elternteile über sie beschweren ohne dass mir nichts mehr einfiel. Ich wusste das so genau, weil mein Dad und ich einmal die Zeit gestoppt hatten. Wir unterhielten uns oft darüber den Rekord mal wieder zu brechen.

Aber James hatte niemanden. Sicher, er hatte seine Freunde, aber die hatten ihre eigenen Familien und ihr eigenes Leben zu dem sie im Sommer zurückkehrten. Außerdem war es ja nicht so, als könne James einfach mit seinen Eltern was unternehmen. Sie waren unterwegs, um die Welt vor den Kindern anderer Familien zu beschützen. Und ich dachte mein Sommer wäre langweilig, da ich niemanden zum reden hatte.

„Du kannst sie gerne haben.", grummelte Petunia.

James grinste sie schief an und ich hätte schwören können, dass auch Petunias steinerne Miene dahinbröckelte. Dieses Lächeln machte jeden schwach. „Danke.", sagte James aufrichtig und zwinkerte mir zu.

Ich rollte mit den Augen. Großartig, ich war gerade für etwas mehr Ruhe verscherbelt worden. Es war so schön zu wissen, dass meine Existenz in etwa einer Packung Ohrstöpsel für 0, 99€ entsprach.

„Aber ich würde es nicht wagen sie dir wegzunehmen. Sie ist eine viel zu große Idiotin, als dass ich alleine mit ihr klar käme."

Ich wollte in vor die Brust stoßen, aber ich riss mich zusammen. Stattdessen streckte ich ihm die Zunge raus.

„Wir können sie uns teilen.", sagte James erfreut und legte seinen Arm um die Lehne meines Stuhles.

Ich wehrte mich gegen das Bedürfnis zu einer Pfütze von Lily-Essenz, einen neuen Zaubertrank, den ich erfunden hatte, zusammenzuschmelzen.

Anscheinend musste ich dazu nur drei Strähnen meines Haares nehmen und dafür sorgen, dass James es schief angrinste und voila! Ich hoffte Petunia würde nicht mit ihren geschnürten Plateau-Sandalen durch mich laufen.

Ungefähr etwas mehr als eine Stunde später kam Petunia zu dem Schluss, dass sie für heute genug Beleidigungen losgeworden war, schnappte sich die Autoschlüssel und ging zur Tür. Scheinbar interessierte es sie nicht, ob Mum ihr erlaubt hatte die Schlüssel zu nehmen oder nicht. Vernon wartete schließlich. Oh, welch Horror.

Ich war mehr als glücklich sie loszuwerden. Endlich würden ich und James reden können. Unglücklicherweise öffnete sich gerade die Tür, während ich Petunia hinausscheuchen wollte.

„Dad, was machst du denn hier?", platzte es aus mir heraus, als ich zusah wie er seinen Aktenkoffer vor sich her trug und die Treppe zum Seiteneingang, der der Einfahrt am nächsten lag, hinauflief.

Dad lachte leise. „Es ist auch schön dich zu sehen, Lils.", begrüßte er mich.

„Oh, tut mir Leid, Daddy. Hi!", korrigierte ich mich und trat vor, um ihn zu umarmen.

Er lachte, strich mir über den Rücken und küsste mich auf den Kopf. „Hallo, Kleines."

„Ich verschwinde.", verkündete Petunia plötzlich.

„Wo gehst du denn hin?", fragte Dad.

„Zu Vernon."

„Und werden da auch Jungs da sein?", verhörte er sie in seiner strengsten Stimme, allerdings verriet er sich als er begann über seinen eigenen Witz zu lachen.

Petunia rollte mit den Augen. „Ihr zwei seid euch so ähnlich.", murmelte sie und wedelte mir der Hand in unsere Richtung. „Tschüss."

Sie ging und Dad wandte sich mir mit einem fragenden Blick zu. „Sollte das gerade eine Beleidigung sein?", fragte er.

Ich zuckte mit den Achseln.

„Tja, wenn es eine gewesen sein soll.", sagte er mit einem Lächeln. „Dann war es keine Gute."

Lächelnd trat ich zur Seite, damit er hereinkommen konnte und ich folgte ihm in die Küche, wo James immer noch am Tisch saß. Als er uns kommen sah stand er von seinem Stuhl auf.

„Hey, Mr. Evans!", begrüßte James ihn fröhlich.

„Hallo, James.", erwiderte Dad, stellte seinen Aktenkoffer auf den Tisch und setzte sich dann hin. „Oh, wow, ich wünschte ich könnte zaubern, dann könnte ich mir ein Glas Wasser herzaubern."

Ich schüttelte den Kopf und stand auf um ihm ein Glas einzuschenken. „Da hast du eins, Dad.", sagte ich und reichte ihm das Glas.

„Wahnsinn!", schrie er und sah auf das Glas in seiner Hand. „Ich kann zaubern!"

Wir lachten gemeinsam.

„Danke, Lily.", sagte er und umarmte mich.

Ich schaute auf die verbliebenen Stühle. Ich konnte mich entweder neben meinen Vater oder neben James setzen. Ich entschied mich, mich einfach zwischen die beiden zu setzten.

„Jetzt versteh das nicht falsch, Dad, ich freu mich echt, dass du da bist. Aber warum bist du schon so früh zu Hause?"

So früh, dass du meinen Versuch mit James über unseren ersten richtigen Kuss gestern Nacht auf der Veranda zu sprechen, vereitelt hast? Ein Kuss, der so gut war, dass mir die Knie weich geworden waren? Ein Kuss, der all meine Mädchenträume in den Schatten stellten? Wirklich, Dad. Hättest du nicht fünf Minuten länger im Büro bleiben können?

„Nun.", sagte Dad erschöpft nachdem er einen Schluck Wasser getrunken hatte. „Wir haben ein paar Probleme in der Firma. Die Buchhaltung hat irgendwo ein paar Nullen vergessen und jetzt haben wir ein riesiges Problem. Verfluchte Buchhalter, die hab ich noch nie gemocht.", grummelte er bitter.

„Wäre es dann nicht sinnvoller, wenn Sie noch im Büro wären?", fragte James neugierig.

„Nee, was Zahlen angeht, bin ich zu nichts zu gebrauchen. Zum jetzigen Zeitpunkt allerdings könnte ich wahrscheinlich mehr ausrichten, als die Idioten, die für uns arbeiten. Na ja, bis die nicht alles wieder unter Kontrolle haben, gibt es für mich nichts zu tun. Wir mussten die Produktion und die Arbeit an den Designs für den Rest des Tages einstellen."

„Das tut mir Leid, Dad.", sagte ich und tätschelte ihm den Arm.

Er legte seine Hand auf meine. „Das zeigt nur, dass man die Dinge nicht für selbstverständlich nehmen sollte. Ich kann nicht verstehen, warum sie das Problem nicht vorher bemerkt haben. Trotzdem, ich konnte früher Schluss machen.", fügte er mit einem Grinsen hinzu.

James und ich lachten leise.

„Also, dass Petunia weg ist weiß ich ja jetzt, aber wo ist die andere schöne Dame des Hauses?"

„Mum ist noch in der Schule und bereitet ihr Klassenzimmer vor.", antworte ich.

„Ah, das ist blöde.", sagte er. „Endlich komme ich mal früher nach Hause und niemand ist da."

„Entschuldige mal!", rief ich.

James prustete. „Mr. Evans, ich glaube, das hätten Sie besser nicht sagen sollen."

„Du hast Recht, James. Ein Rat für die Zukunft, mach dich nie über Lily lustig. Sie ist reagiert immer so überaus dramatisch."

„Das ist eine Untertreibung.", fügte James hinzu und grinste meinen Vater an.

Ich erschränkte die Arme vor der Brust und schmollte. Blöder Idiot. Jetzt würde ich ihn verflucht noch mal nicht noch einmal küssen. Nicht, das ich das überhaupt vorgehabt hätte…Oh, verdammt noch mal! Ich hatte es vorgehabt noch bevor ich gestern nach unserem Kuss wieder zu Atem gekommen war.

Dad stand auf und griff nach dem Telefon. „Kinder, was haltet ihr davon, wenn wir was vom Lieferservice bestellen?"

Ich sah auf die Uhr. „Dad, es ist erst halb vier!", teilte ich ihm mit.

„Ich weiß.", erwiderte er grinsend.

„Es ist zu früh fürs Abendessen.", sagte ich.

Dad spielte mit dem Telefonhörer in seiner Hand. „Aber ich hab immer solchen Hunger, wenn ich von der Arbeit nach Hause komme. Mein Körper weiß nicht, dass nicht die Zeit fürs Abendessen ist. Er will einfach Nahrung."

„Dad."

„Lily.", konterte er.

Unsicher biss ich mir auf die Lippe.

„Wir heben deiner Mutter auch was auf."

„Oh, ich weiß nicht.", ließ ich verlauten.

„Komm schon, Lily. Du willst es doch auch.", drängte mich James verschmitzt und leckte sich dabei über die Lippen.

Meine Augen folgten der Bewegung und ich war wie gefangen von ihr. „In Ordnung.", hauchte ich schließlich.

Mein Dad und James jubelten vor Freude und klatschten sich ab, so wie Männer es nun mal taten. Ich rollte mit den Augen. Sie waren ja solche Kinder. Trotzdem war es nett zu sehen wie sich eine Beziehung zwischen Vater und falschem festen Freund bildete.

Wir lehnten über dem Küchentisch, brüteten über einer Bestellkarte und suchten uns schließlich die besten Gerichte aus. James, der nur an Zaubereressen gewohnt war, stellte eine Menge Fragen über das ihm unbekannte Muggelessen. Wenn ich nur an all das Cholesterin und die ungesättigten Fettsäuren dachte fing mein Magen an zu knurren- auch wenn es erst kurz nach drei war.

James und mein Vater gingen das Essen holen. Mein Job als das Mädchen- chauvinistische Schweine- war es den Tisch zu decken und die Stellung zu halten, falls Mum auftauchen würde.

Den Tisch hatte ich schnell gedeckt. So ganz allein konnte ich dann ganz vernünftig darüber nachdenken, wo meine Prioritäten lagen. Je schneller wir aßen, umso schneller konnten wir aufräumen. Dann wäre es nur noch eine Frage der Zeit bis James und ich uns davonschleichen konnten, um unser Gespräch zu führen, dass hoffentlich damit enden würde, dass wir wild miteinander rumknutschten. Merlin, was geschah nur mit mir?

Ich ging ins Badezimmer und wusch mir das Gesicht. Ich fand, dass das immer half, wenn ich mal wieder nervös war. Wasser entspannte. Schon bald darauf hörte ich, wie jemand die Tür öffnete und ich rannte hinunter um den Männern in meinem Leben mit dem Essen zu helfen.

Begierig öffnete Dad den Karton mit den Vorspeisen. Ich musste darüber lachen, welch kindliche Begeisterung er wegen des Abendessens an den Tag legte. Ich nahm mir meinen Teller und tat mir etwas von den Dingen auf, die ich essen wollte- Hühnchen, Nudeln mit Schrimps, Salat, Kartoffelpüree, und ein wenig Knoblauchbrot. Wir aßen wie Diebe. Ich bekam fast Seitenstechen, als ich beobachtete wie James und Dad ihr Essen zusammenstellten. Es schien als wäre jedes Stück so wichtig wie ein Urteil des Zauberergamots.

Schon nach kurzer Zeit war ich mit dem Essen, das übrigens ausgezeichnet war, fertig. Mein Dad und James schienen allerdings noch lange nicht fertig zu sein. Mir machte es Spaß zuzusehen wie gut sie sich verstanden. Es war schön die beiden jetzt jenseits der „Bist du der Kerl, der vorhat meine Tochter zu entjungfern?" Phase zu sehen. James war jetzt eher wie ein Sohn für ihn. Ich seufzte. Ich würde ihn dazu bringen müssen meinem Vater zu schreiben, nachdem wir Schluss gemacht haben, damit es ihn nicht zu hart traf- und ebenso meiner Mutter.

„Da war ich also ohne eine Karte oder einen Paddel der mich über Wasser halten konnte und ich fuhr direkt auf die Stromschnellen zu.", erzählte mein Dad mit theatralischem Unterton und lachte.

„Und was haben sie gemacht?", fragte James wissbegierig.

„Ich sprang raus und bin geschwommen!", rief Dad. „Meine Kumpels mussten dann alle aus dem Kanu, um mich aufzusammeln, bevor ich noch von einer Welle ausgeknockt wurde."

„Woher wussten sie wie das geht?"

„Sie wussten es nicht! Wir sind zusammen einen dieser Mini-Wasserfälle hinuntergefallen. Ich habe noch nie in meinem Leben so laut geschrieen. Nachdem alles vorbei war, fuhren wir ins nächste Hotel und riefen unsere Mütter an."

Sie fingen an zu lachen und ich lächelte angesichts Dads alberner College-Geschichten.

„Das ist wirklich fantastisch!", brachte James raus. „Oh, wenn Sie eine ein paar Geschichten über Freundschaft hören wollen, Mr. Evans, ich hab ein paar gute auf Lager. Einmal haben mein bester Freund Sirius und ich aus Versehen diesen Kerl Filch - er arbeitet in Hogwarts- in Brand gesetzt, na ja wir haben seine Katze angezündet und-"

Er hielt inne, als er das Knarren der Tür hörte. Wir starten uns entsetzt an.

„Schnell!", flüsterte mein Dad. „Vernichtet die Beweise!" Er griff nach einer Pappschachtel und aß schnell alles was darin war, während er schon zum Mülleimer rannte um dann die Schachtel wegzuwerfen.

„Lily, genau, das ist eine gute Idee!"

„Ja, in Ordnung James, stell das dahin!"

„Nein, Dad, dafür haben wir keine Zeit!"

„Wir werden es wohl opfern müssen!"

„Nein, nicht das Knoblauchbrot!"

James und ich beeilten uns auch alles wegzuräumen. Wir drängten uns um den Küchentisch herum und versteckten alle Verpackungen, als Mum die Küche betrat.

Ich stellte die Schale mit Salat ab und schluckte den letzten Bissen vom Hühnchen hinunter, der sich ein wenig ihn meinem Hals festgesetzt hatte.

„Was habt ihr drei angestellt?", fragte meine Mum mit gefährlicher Stimme.

Dad versuchte das Essen in seinem Mund hinunterzuschlucken, aber er begann zu husten. James klopfte ihm auf den Rücken, und er keuchte noch ein wenig bevor er dann sagte: „Hallo, Liebling. Wie war dein Tag?"

Meine Mum schmiss ihre Handtasche auf einen Stuhl. „Komm mir nicht mit Liebling, Henry. Was habt ihr drei angestellt und warum macht ihr alle so ein schuldiges Gesicht?"

Dad schenkte mir einen hilfesuchenden Blick und ich lächelte ihn zur Unterstützung schwach an. Er nahm einen tiefen Atemzug und hob eine halb leere Schachtel mit Hühnchen hoch, „Bist du hungrig?", fragte er.

„Henry.", schnaubte Mum verärgert.

„Schatz?", er schluckte schwer und wurde sichtbar blass. „Es war alles ihre Idee!", fügte er hinzu und deutete zu James und mir.

„Dad!", schrie ich. „Schön, wie du uns in den Rücken fällst!"

„Entschuldige, Lily.", murmelte er. „Aber wenn ich Ärger bekomme, dann sollt ihr auch was davon abkriegen."

„Wie wäre es, wenn sie sich erst mal setzen, Mrs. Evans.", schlug ihr James charmant vor und stand auf um ihr einen Stuhl vorzuschieben.

„Oh, vielen Dank, James.", flötete sie.

Verfluchter perfekter Idiot. Er wusste immer, was er sagen musste.

Aus dem dreißig bis vierzig Minuten dauernden Abendessen wurde eine zweistündige Angelegenheit. Wann verdammt noch mal würde ich endlich mit James reden können?

Wir müssen reden!

Endlich nachdem ich die ganze Zeit höflich gelächelt, gesprochen wenn nötig und nervös meine Serviette zerrupft hatte, war das Abendessen vorüber. Merlin sei Dank! Ich konnte mit James alleine reden.

„James, warum gehst du nicht zusammen mit Mr. Evans ins Wohnzimmer und ihr seht ein bisschen Fern?"

„Sind sie sicher, dass sie keine Hilfe brauchen?", fragte James.

„Nein, ich schaff das schon, geht nur und amüsiert euch."

James und mein Dad verschwanden glücklich aus der Küche. Ich wollte ihnen gerade folgen.

„Nein, Lily, du nicht. Du bleibst hier und hilfst mir sauber machen."

Ich stöhnte. Wenn das so weiter ging, würde ich nie mit ihm alleine sein. Warum hasste mich meine Familie?

Missgelaunt räumte ich den Tisch ab. Da wir keine Töpfe oder Pfannen benutzt hatten, brauchten wir auch nur drei Minuten um sauber zu machen. Allerdings schien mich meine Mum nicht gehen lassen zu wollen.

„Oh, Lily.", rief sie und tätschelte meinen Arm. „Ich habe heute meine alten Kartons durchgesehen und hab zufällig ein paar deiner alten Kunstwerke gefunden. Da war ein Bild von uns allen wie wir vor unserem Haus stehen. Uns wuchsen alle Blumen aus dem Kopf.", schniefte sie erinnerungselig. „Du warst so ein talentiertes junges Mädchen."

„Danke, Mum.", erwiderte ich verwirrt angesichts des unerwarteten Gesprächsthemas. Es war mir unangenehm, wenn Leute emotional wurden. Ich wusste nie was ich sagen sollte, wenn sie in Tränen ausbrachen. Außerdem war weinen widerlich. Rotze war einfach zu ekelhaft, als dass ich Sympathie zeigen konnte.

„Es ist nicht zu glauben, dass das dein letztes Schuljahr ist. Schon bald wirst du dir einen Job suchen, heiraten und Kinder bekommen und mich und deinen Vater ganz allein lassen.", stöhnte sie.

Nicht wenn sie mich nicht mit James reden ließ!

„Was ist mit Petunia?", fragte ich.

„Oh, sie ist viel zu sehr mit Vernon beschäftigt, um sich noch groß um uns zu kümmern. Sie ist jetzt erwachsen. Genau wie du.", heulte meine Mutter.

Ich biss mir traurig auf die Lippen. „Ach, komm schon, Mum. Ich bin doch immer noch hier. Alles ist in Ordnung."

„Erinnerst du dich an den Tag als du geboren wurdest?"

Ich lachte. „Ernsthaft, Mum? Die Erinnerung ist ein wenig verschwommen. Ich glaube ich war wohl zu beschäftigt damit einfach nur am Leben zu sein."

Ich lächelte, als auch sie leise lachen musste.

„Ich werde es nie vergessen.", sagte sie. „Du warst ein wunderschönes Baby. Ich erinnere mich, wie ich dich Petunia gezeigt habe und wie glücklich sie war nun eine große Schwester zu sein."

„Wirklich?", fragte ich.

„Wirklich.", erwiderte Mum und lachte. „Sie wollte zuerst kein Geschwisterlein. Sie hat geschmollt und hatte einen Wutanfall, als ich und dein Vater es ihr erzählten. Und sie heulte jedes Mal, wenn wir über Vorbereitungen für das Baby sprachen."

„Klingt ganz nach Petunia.", grummelte ich.

„Aber dann sah sie dich, wie du in deiner kleinen pinken Decke gehüllt warst und wie ein Engel geschlafen hast und ich glaube nicht, dass ich deine Schwester jemals glücklicher gesehen habe. Sie teilte mir mit, dass ihr zwei die besten Schwestern auf der ganzen weiten Welt sein würdet."

Meine Mundwinkel gingen nach oben.

Meine Mum erzählte mir weitere Geschichten über die Zeit, als wir noch klein waren bis Petunia selbst das Haus betrat. Ich rannte zu ihr und umarmte ihren knochigen Körper so fest ich konnte.

Sie sah mich abfällig an und schubste mich weg. „Was sollte das denn?"

„Kann ich mich nicht einfach freuen dich zu sehen?", fragte ich sie aufrichtig.

Sie beäugte mich misstrauisch. „Tja, nun...", sagte sie unangenehm berührt.

„Oh, meine Mädchen.", schwärmte meine Mutter.

„Okay.", sagte Petunia steif. „Ich gehe jetzt auf mein Zimmer und komme erst wieder runter, wenn meine richtige Familie wieder da ist."

Ich lachte lauthals.

Mum meinte wir sollten zusammen mit den Jungs Fern sehen, weil wir uns so rührselig benahmen und das Testosteron brauchten. Ich ging mit ihr ins Wohnzimmer, doch anstatt dem Fernsehprogramm zu folgen, betrachtete ich James die ganze Zeit. Nur noch ein paar Minuten und wir würden uns unter vier Augen unterhalten können. Nach einer- wie es mir vorkam- Ewigkeit, in der wir uns bescheuerte Sitcoms und nervige Werbungen angesehen hatten, wünschten uns meine Eltern endlich eine Gute Nacht und machten sich auf den Weg ins Bett. Ich blickte zur Uhr. Es hatte nur einen ganzen Tag gedauert bis wir mal alleine waren. Blöde Familie.

Sobald sie nicht mehr zu sehen waren, packte ich James Arm und zerrte ihn nach draußen zu den Schaukeln.

„Wir müssen reden.", wiederholte ich seine Worte von heute Morgen.

James nickte ernst. „Das müssen wir wirklich.", stimmte er mir zu.

„Tja…", begann ich unsicher. Jetzt wo wir redeten, hatte ich nicht die geringste Ahnung was ich sagen sollte. Oh, warum konnte ich mir nie über solche praktischen Dinge Gedanken machen?

„Lily, es tut mir wirklich Leid, was gestern passiert ist.", platzte es plötzlich aus James heraus. „Dieser Kuss hätte niemals passieren dürfen."

Meine Hoffnung zerplatzte wie eine Seifenblase. Wie konnte er nur so etwas tun? Endlich hatte ich mich dazu entschlossen ihn zu mögen und plötzlich viel ihm ein, dass er mich nicht auf diese Art mochte? Was zur Hölle? Was war ich denn? Verdorbene Milch, oder was?

Oh, Merlin. Hatte ich gerade tatsächlich gesagt, dass ich James Potter mochte? Ich sah ihn an und meine Beschämtheit stand mir ins Gesicht geschrieben. Er sah so süß und verlegen aus wie er mit seinem Schuh einen Stein herumrollte. Ich mochte ihn wirklich. Ich mochte James Potter!

Oh haltet die Klappe. Euch würde es nicht anders ergehen.

„Ich wusste, dass du nur mit mir befreundet sein wolltest und dann hab ich mich wie ein Idiot benommen und mich von meinen Hormonen überwältigen lassen. Ich hab mich einfach nicht unter Kontrolle, wenn du in der Nähe bist, Lily. Ich war wirklich kein guter Freund. Es tut mir Leid. Wenn du möchtest, dann pack ich noch heute Nacht meine Sachen und Morgen können wir dann einen Streit inszenieren und du bist mich los und kannst den Rest deines Sommers genießen."

Ich biss mir auf die Lippe. „Du- du musst nicht gehen.", stammelte ich.

„Wirklich?", fragte er und lächelte mich hoffnungsvoll an.

„Ja.", hauchte ich.

Er grinste glücklich. „Oh, Lily, ich verspreche ich mache es wieder gut. Ich werde mich mehr anstrengen dir ein guter Freund zu sein."

Ich seufzte schwer. „James, wir sind keine Freunde.", teilte ich ihm mit.

Sein Lächeln verblasste. „Was?"

„James, wir sind nie Freunde gewesen und wir werden nie welche sein. Wir haben's versucht, aber es musste schief gehen."

Seine Augen suchten die meinen. „Heißt das…?", begann er.

Er hob die Hand um meine Haare hinter mein Ohr zu streichen. „Lily, ich halte diese vorgetäuschte Beziehung nicht mehr aus. Es verwirrt meine Gefühle so sehr. Ich wollte dich schon so lange, und jetzt wo ich so nah dran bin dich zu haben, setzt mein Gehirn völlig aus. Wenn wir das machen, dann richtig. Keine Psychospielchen mehr und keine lüsternen Racheaktionen. Als du mich nämlich letzte Nacht geküsst hast- na ja ich weiß einfach nicht mehr was ich denken soll."

„James.", flüsterte ich.

„Ich weiß nur, dass ich will, dass es real ist.", sagte er sanft und legte seine Hand an mein Gesicht.

Ich nahm einen tiefen Atemzug.

Wir müssen reden. Wir müssen reden. Wir müssen reden.

„Ach, Scheiß drauf!", murmelte ich, schloss die Lücke zwischen uns und küsste ihn auf den Mund.

James stöhnte in meinen Mund und ich öffnete meine Lippen für seine bettelnde Zunge. Während ich mit meinen Händen durch seine Haare fuhr und meine Augen sich schlossen, genoss ich die Tatsache, dass wir ganz alleine waren. Keine Lügen, keine Familie, und keine Unterbrechungen. Es gab nur uns zwei und wir beide wollten das hier.

Langsam ließ James von mir ab und lehnte seine Stirn an meine. Ich sah zu ihm hoch und bemerkte, dass er ein wundervolles Lächeln auf den Lippen trug. Das wurde sofort zu meinem liebsten Anblick auf der ganzen Welt.

„Warum lächelst du so?", neckte ich ihn leise und entzog mich ihm ein wenig.

„Du hast mich geküsst.", erwiderte er und liebkoste meine Wange mit seinem Daumen.

Da wusste ich, dass er es verstanden hatte. Der Kuss bedeutete, dass ich meinen Gefühlen für ihn nachgegeben hatte. Auf einmal wurde ich verlegen und sah hinab auf meine Finger in meinem Schoß mit denen ich unruhig herumspielte. „Tja, nun.", gab ich zurück.

Er hob mein Kinn mit seinem Zeigefinger und Daumen an. „Dann lass es uns zur Gewohnheit machen, was sagst du?"

Dann legte er seine Lippen auf meine und wir küssten uns erneut.


Wieder mal ein großes Dankeschön für die lieben Reviews. LG Melissa