Kapitel 10a
Als Richard am späteren Nachmittag aufstand und in die Küche ging, fand er Martha vor, die ihren Text lernte und eine Nachricht von Kate am Kühlschrank.
„Teddy ist bei Jenny, hole sie am Rückweg ab. – K."
„Wieso macht so sie etwas?", stellte Richard in den Raum und schenkte sich eine Tasse Kaffee ein. „Wieso?"
„Wovon sprichst du, Kiddo?"
„Davon", erwiderte er und zeigte auf die Nachricht. Martha blickte ihn verwundert an. Wieso hatte er damit ein Problem, sich einen Vormittag nicht um die Kleine kümmern zu müssen, sicherlich hatte er so wenige Tage vor Weihnachten andere Sachen zu tun, als sich um ein Kleinkind zu kümmern.
„Wo ist das Problem?"
„Sie hat es mir nicht gesagt."
„Wenn ich mich recht erinnere, bist du aus deinem Versteck erst hinuntergekommen, da hat Beckett bereits geschlafen. Wann hätte sie mit dir darüber sprechen sollen?"
„Versteck?"
„Was sollte das alles denn sonst gestern? Bisher konntest du dich zum Schmollen in dein Büro oder Schlafzimmer zurückziehen, aber dieses Mal schien es, als wolltest du ihr per se nicht über den Weg laufen."
„Mutter", sagte er nur mit einem Seufzen am Ende. „Wenn du nur wüsstest!"
Unwissend um was es ging, zeichnete sich ein Lächeln bei der älteren rothaarigen Frau ab und sie zeigte auf den Sitzplatz neben sich, damit er sich zu ihr geselle. Und dann rückte er endlich mit der Sprache raus, dass er Kate gestern gesehen hatte mit Josh. Dass sie vergessen hatte auf das gemeinsame Treffen. Dass sie ihn nicht angerufen oder eine Nachricht geschickt hatte. Dass … dass sie einfach nicht nach ihm gesucht hatte.
„Hättest du denn wollen, dass ich ihr sage, wo du dich versteckst?"
„Darum geht es doch gar nicht."
„Doch … doch. Hättest du gestern wirklich mit ihr sprechen wollen, wissend, dass Meredith und Alexis jeden Moment nachhause kommen können? Du wärst wütend geworden, hättest ihr Sachen an den Kopf geworfen, die sie sicherlich nicht verdient hätte."
„Mutter …"
„Gib zu, Richard, ich habe Recht. Gib ihr etwas Zeit. Wenn sie über Josh sprechen möchte, dann wird sie zu dir kommen. Vielleicht war alles reiner Zufall oder zwischen euch ein Missverständnis? Du hast ihr bisher keine Möglichkeit gegeben, sich zu rechtfertigen."
„Rechtfertigen?"
„Du scheinst genau das zu verlangen oder von ihr zumindest zu erwarten. Ihr seid noch nicht einmal verheiratet …."
Nach einer zweiten Tasse Kaffee verließ er seine Mutter, zog sich an und verließ das Loft, um weitere Geschenke einkaufen zu gehen.
Einige Minuten überlegte Martha, was sie machen könnte, um die beiden näher zusammenzubringen, ohne dass ihre Handschrift darunter stand. Sie studierte etwas in der Zeitung und stieß auf die Hochzeits- und Verlobungsanzeigen. Und dann kam ihr die passende Idee.
Die rothaarige Schauspielerin versicherte sich, dass sie die einzige in der Wohnung war und schaltete Richards PC ein. Das Passwort war deaktiviert. Dann loggte sie sich in sein Homepage-Programm ein.
Natürlich musste der Wortlaut genau überlegt sein, musste passend die Situation darlegen, ohne zu viel zu verraten.
„Mit Freuden wird die Verlobung von Katherine Beckett und Richard Castle bekanntgegeben.
Der Autor & die Muse
Die Hochzeit wird im Mai stattfinden."
Zweimal lies sie über diese einfachklingenden Zeilen und stellte dann fest, dass diese einfache Formulierung doch die passende war.
Dann fuhr sie den PC wieder hinunter, hinterließ den Schreibtisch in genau dem Zustand, in dem sie ihn vorgefunden hatte. Sie würde alles abstreiten, wenn sie jemand danach fragen würde.
Richards Handy vibrierte ohne Pause, doch er blickte nicht darauf, immerhin hätte er bereits vor einer Woche zwei Kapitel seines aktuellen Buches abliefern sollen.
Er stand mitten bei Rothman's und ließ sich in Sachen Smoking beraten, den er für ein anstehendes Gala-Dinner benötigen würde. Da er bei einem Herrenausstatter war, konnte er für Kate kein Kleid kaufen, doch wusste er, wohin es ihn später verschlagen würde, um sich einige anzusehen.
Da das Vibrieren nicht aufhörte, schaltete er das Handy kurzerhand einfach ab, ohne nachzusehen, was überhaupt losgewesen war.
Kate saß schon seit den frühen Morgenstunden der stellvertretenden Staatsanwältin Alexandra Cabot gegenüber, mit der sie bereits mehrere Male zusammengearbeitet hatte. Sie war eine großgewachsene blonde Frau, mit langem Haar und einer Brille. Kate und Alex verstanden sich gut, auch ihr war Kates Verlobungsring aufgefallen. Angesprochen hatte sie es allerdings nicht.
„Könntest du das Handy eventuell ausstellen. Das Vibrieren bringt mich aus dem Konzept."
„Ich weiß nicht, was heute los ist. Vielleicht ist etwas mit Theodora?", murmelte sie, nahm das Handy aus ihrer Jackentasche.
Als sie es in Händen hielt, sah sie, dass sie 42 Kurznachrichten hatte und zwei unbeantwortete Anrufe. Sie sah auf die Anruferliste und erkannte, dass es sich lediglich um Martha und ihren Vater handelte, ein Anruf zu einer späteren Uhrzeit würde ausreichen.
Daraufhin schaltete sie das Handy aus, steckte es in ihre Hosentasche und gemeinsam mit Alex ging sie die Details des Falls, welcher am morgigen Tag vor Gericht kommen würde, durch.
Schließlich, nach Stunden am Gericht, holte sie Teddy ab.
„Da muss ich gratulieren", erklärte Jenny und schloss Kate, die durchaus überrascht war, in eine enge Umarmung. Ihr erster Gedanke war, dass sie wohl den Ring gesehen hatte, den sie seit der Übergabe stets an ihrem Finger trug.
„Danke", sagte sie kurzerhand und machte sich mit Theodora auf den Heimweg. Unterwegs schaltete sie, dank des Schneegestöbers, das Handy ein, da sie damit spekulierte, doch Rick anrufen zu müssen, um sie abzuholen.
Ihr Mobiltelefon beruhigte sich nicht einmal mehr. Es vibrierte und vibrierte und vibrierte. Schlussendlich nahm sie es aus der Jackentasche und warf einen Blick darauf – mittlerweile waren es 72 Kurznachrichten und sieben unbeantwortete Anrufe.
Doch der Sturm war viel zu stark, um jetzt an Telefonieren zu denken. Kate steckte das Gerät abermals in die Jackentasche, summte Theodora eine Melodie vor. Wahrscheinlich wurden diese sanften Töne vom Sturm verschluckt, noch bevor sie bei dem kleinen Weisen ankommen konnten.
Erst als sie im Lift zum Loft stand, hatte sie den Moment Zeit noch einmal auf das Gerät zu sehen.
Sie schob den Wagen in die Wohnung, in der niemand zu sein schien. Unterdessen begann Theodora zu weinen, wollte aus dem Wagen genommen und entkleidet werden. Das Handy legte sie auf den Couchtisch und ging ins Kinderzimmer, zog Theodora um, dann sich selbst. Sie hatte beinahe darauf vergessen, als es abermals vibrierte. Es war ihr Vater.
„Daddy", sagte sie erfreut und setzte Theodora auf die Spieldecke.
„Wie geht es dir, Kathie?", fragte er. Seitdem er in Florida lebte, sprachen sie nicht mehr so oft mitsammen. Das Band zwischen Vater und Tochter war trotz der Distanz ungetrübt.
„Gut, Daddy."
„Wieso musste ich es von Lola erfahren?"
„Wovon sprichst du?"
„Von deiner Verlobung mit Richard Castle:"
Kates Verwunderung war deutlich zu erkennen. Woher konnte er dies nur wissen? Wer war Lola?
„Lola?", fragte sie nach.
„Wechsle nicht das Thema, Kathie", mahnte er.
„Es ist ganz frisch … ich meine … Daddy, ich wollte dich anrufen …"
Niemals konnte sie ihm die Wahrheit sagen, daher versuchte sie das Gespräch in Bahnen zu lenken, an die sie sich auch in wenigen Tagen noch erinnern konnte. Natürlich wäre es korrekter gewesen, wenn Richard ihren Vater um ihre Hand gebeten hätte. Bisher hatte sie auch keine Gelegenheit gefunden, ihm von Theodora zu erzählen und im Moment war auch nicht der richtige Zeitpunkt dafür.
Als Richard sich auf den Heimweg machte, mit einem Smoking für sich selbst und einem Ballkleid für Kate, und im Taxi saß, schaltete er sein Handy wieder ein und sofort ertönten die bekannten Geräusche.
Da Gina ihn sieben Mal angerufen hatte, beschloss er, sich bei ihr zu melden, um sie zu besänftigen. Doch zu Wort kam er nicht.
„Hättest du mir nicht persönlich sagen können, dass es bald eine neue Mrs. Castle geben wird?"; mahnte sie ihn leicht entrüstet.
„Gina?"
„Ich spreche von deiner Verlobung mit Beckett."
„Woher weißt du das?", fragte er unwissend nach.
„Vielleicht solltest du ab und zu einen Blick auf deine Homepage werfen? Es ist seit einer Stunde Twitter-Thema Nummer eins und auch in anderen Social-Media-Plattformen wird bereits darüber gesprochen. Natürlich ist es ein cleverer Publicity-Schachzug, Ricky, doch denke ich, dass du mich im Vorfeld darüber hättest informieren müssen. Wir müssen eine neue Auflage der Nikki Heat Reihe nachdrucken lassen."
Verwirrt stimmte er ihr zu, sich in den nächsten Tagen mit einem Kapitel bei ihr zu melden und legte auf. Allmählich dämmerte es ihm, wieso sein Handy auf Hochtouren gelaufen war.
In dem Augenblick, in dem er das Apartment betrat, legte er die zwei Kleidersäcke über einen Stuhl und sagte nur im Vorbeigehen zu Kate: „Ich war es nicht."
In seinem Arbeitszimmer schaltete er den PC ein und im nächsten Moment sah er auf seiner Homepage den großen neuen Post.
„Wer war es denn dann?", fragte Beckett, die im Durchgang stand.
„Ich habe ehrlich keine Ahnung."
Und so verwirrt wie er aussah, glaubte ihm Kate dieses Mal sogar.
Martha der Wirbelwind brachte kurze Zeit später wieder etwas Wind in die Wohnung. Sie gab vor, den ganzen Vormittag in verschiedenen Brautmoden-Läden gewesen zu sein und warf einen Stapel Magazine auf den Tisch, bevor sie in den ersten Stock verschwand.
Beim Abendessen saßen wieder alle an einem Tisch, ebenso Meredith und Alexis. Selbstverständlich hatte Alexis sich anmerken lassen, dass sie über die Art und Weise der Verlautbarung nicht glücklich war, doch war auch sie im Zentrum ihres gesamten Freundeskreises gestanden und dies hatte ihr wiederum seht zugesagt.
„Hast du in die Magazine geschaut?", fragte Martha und nahm einen Schluck Rotwein, bevor sie weiter ihre Pasta aß.
„Bisher konnte ich nur das erste durchblättern."
„Etwas gesehen, das dir gefällt", fragte Richard vorsichtig. Bisher hatten sie über Josh und all das, was am Vortag geschehen war, nicht gesprochen und er wusste nicht, wo sie mit all dem standen.
„Einige sehr schöne Sachen, aber viel zu teuer."
„Geld spielt keine Rolle", antwortete er aus einem Reflex heraus. „Es soll immerhin der perfekte Tag werden", fügte er hinzu.
„Hättest du das nur bei unserer Hochzeit auch gesagt."
Alle Augen wendeten sich Meredith zu. Ihren Ärger konnte man in ihrem Gesicht ablesen und dem Fakt, dass sie bereits bei Weinglas Nummer drei war.
„Meredith", mahnte Martha.
„Wieso darf ich nichts sagen?", stellte die Alexis Mutter fest. „Ich war lang genug mit ihm verheiratet und unsere Hochzeit war … rückblickend …"
„Sprich es lieber nicht aus", forderte Martha und sie war wütend. Wäre es einst nach ihr gegangen, hätten die beiden niemals geheiratet, doch wer fragt schon die Mutter des Bräutigams?
„Wir hatten damals kaum Geld. Mein erstes Buch war zwar bereits verlegt, aber noch kein Bestseller und neben dem Schreiben der Bücher arbeitete ich noch", versuchte Richard seiner Tochter zu erklären. „Es war eine kleine Zeremonie, nur mit der engsten Familie und deine Mutter war schwanger mit dir."
Alexis schien an den Begrünungen wenig Interesse zu haben und entschuldigte sich nach dem Essen, da sie noch etwas für die Schule machen wollte. Zuvor kümmerte sie sich noch rührend um Theodora, das erste Mal, seitdem ihre Mutter wieder auf der Spielfläche erschienen war.
Mit einer Tasse Tee in der Hand setzte sich Kate auf die Couch und griff nach einer der Zeitschriften, die Richards Mutter mitgebracht hatte. Nur beiläufig begann sie diese durchzublättern, sie lauschte eher dem Gespräch, welches sich im Hintergrund abspielte, obwohl sie vorgab – hätte man sie in diesem Moment gefragt – nichts davon mitzubekommen.
„Ich fasse es nicht, kaum schläfst du mit ihr, musst du sie heiraten ….", fauchte Meredith Rick an.
Er konnte unschwer sagen, dass es nichts mit dem Sex zu hätte oder dass sie nicht mitsammen schlafen. „Ich glaube nicht, dass es dich etwas angeht."
„Und wie es mich etwas angeht! Immerhin geht es auch um meine Tochter."
„Schieb jetzt ja nicht Alexis vor, Meredith. Es ist ja nicht so, als ob du dich jemals besonders um sie gekümmert hättest!"
„Rick …", schrie sie ihn an. „Meine Karriere…!"
„Karriere nennst du das? Sie konnte noch nicht einmal krabbeln, bist du schon mit anderen Männern ins Bett gegangen. Und als ich dich bat zu gehen, hattest du deine Taschen schon gepackt", warf er ihr berechtigter Weise vor. „Dann hast du dich Jahre nicht sehen lassen, bis sie schließlich in die Schule kam und ich kurz davor war, Gina zu heiraten." Wütend warf der das Handtuch in die Abwasch. „Auch sie war dir nicht gut genug. Weißt du, wie egal mir deine Meinung ist? Du bist Alexis Mutter, daher dulde ich dich hier. Nicht mehr und nicht weniger." Er drehte sich um, griff nach Kates Hand, die auf der Armlehne der Couch gelegen hatte. „Komm Kate, wir gehen schlafen", erklärte er und zog sie hinter sich, durch sein Arbeitszimmer in Richtung Bett.
Kate war verwundert. Hinter sich warf er die Türe ins Schloss.
„Und hast du mir auch noch etwas zu sagen?", fragte er wutentbrannt.
„Castle?"
Er kochte. Wie sollte er mit vier Frauen und einem Kleinkind unter einem Dach leben, wenn eine ihm Sachen verheimlichte, eine mitten in der Pubertät steckte, eine ihm immer noch wie ein Kind behandelte und die vierte, die vierte ihn zur Weißglut trieb?
Es war sicherlich nicht der passende Zeitpunkt, sofern es den überhaupt gab, aber wenn er bereits Frauen verärgerte, dann könnte Kate auch gleich dazugehören.
„Wo warst du gestern?"
Castle fragend anschauend, antwortete sie: „Am Gericht."
„Und danach? Wir hatten immerhin ausgemacht, dass wir …"
„Gott darauf habe ich ja total vergessen", versuchte sie sich zu entschuldigen, doch klang es für Richard nicht überzeugend genug. „Ich habe mit Alex diverse Punkte durchbesprochen und dann Josh getroffen …" Erst als sie seinen Namen laut aussprach, merkte sie, welchen Fehler sie begangen hatten. „Du hast uns gesehen?", fragte sie vorsichtig.
Er nickte nur.
„Wieso hast du denn nichts gesagt, Castle?" Ihre Stimme war sanft und sie ging einige Schritte in Richtung Fenster, wendete ihm dabei den Rücken zu.
„Du hast so glücklich gewirkt …"
„Richard … Ich war glücklich zu wissen, dass es ihm gut geht. Mehr nicht. Wieso sollte ich als das wegwerfen?"
Die Antwort hatte ihn nicht ganz aber beinahe zufriedengestellt. Am liebsten hätte er ihr in die Augen gesehen. Als sie schließlich im Bett lagen, rutschte Kate zu ihm und drehte sich dann mit ihm, sodass er hinter ihr lag, beide auf ihrer Seite. Mit ihrer Hand umschloss sie eine große, die sie auf ihrem Bauch rasten ließ.
Vielleicht war es eine harmlose Geste, aber für Richard Castle, dem Obermacho, Bestseller-Autor und Frauenheld bedeutete sie die Welt.
Tage verstrichen, der Schneefall ließ selten nach und irgendwann überraschte Martha sie am Revier mit Lanie im Schlepptau. Wann sich die Frauen näher kennengelernt hatten, wusste Kate noch, doch sie schienen etwas im Schilde zu führen.
„Es ist bereits fünf, Kate", sagte Lanie und war so frei, Kates PC hinunterzufahren. „Es gibt keinen neuen Mordfall, also gehen wir Weihnachtseinkäufe erledigen."
Beckett war etwas verwirrt. Nicht, dass sie gerne Zeit mit den zwei Frauen verbrachte aber beide zusammen könnten gefährlich werden. In dem Moment, als Gates Lanie und Martha sah, sagte sie nur im Vorbeigehen: „Sie werden für Überstunden nicht bezahlt, wenn sie keinen Fall haben." Dann verschwand sie wieder mit einem Lächeln in ihrem Büro.
So kam es, dass die drei Damen sich auf den Weg zu den bekannten Boutiquen machten.
„Stopp", verlautbarte Lanie, die gerade vor einem italienischen Unterwäschegeschäft stehen geblieben war. Ohne auch nur auf die anderen beiden zu warten, marschierte sie hinein und bewunderte das Angebot.
„Ich bin mir sicher, dass unserem ‚Writer Boy' das eine oder andere Teil sehr gut gefallen würde. Wie wäre es hiermit?", fragte Lanie und hob eine weinrote Korsage in die Höhe mit weißen Pseudo-Fellbesatz.
„Und dann soll ich vielleicht noch Hohoho sagen?", versuchte Kate es herabzuspielen.
Doch vier Unterwäsche Geschäfte später gab die Polizistin schlussendlich nach und kaufte ein kurzes rotes Nachthemd und ein rotes Unterwäsche-Set. Immer wieder gab es Getuschel zwischen Martha und Lanie, welches sofort verstummte, wenn Kate sich einzubringen versuchte. Immer wieder wurde sie von einer der beiden darauf hingewiesen, dass Richard dies oder jenes gefallen würde. Was führten sie im Schilde?
Für Alexis kaufte sie eine dunkelblaue Lederjacke, die ihr schon lange gut gefiel, Martha hatte bei einigen Sachen angedeutet, dass sie ihr gefielen und Kate hatte es sogar geschafft, einiges davon hinter ihrem Rücken zu kaufen.
Am Weg nachhause, Stunden später, so kam es zumindest Beckett vor, besprachen sie die Weihnachtsfestivitäten. Martha wollte ein traditionelles Fest, mit allem Drum und Dran. Theodora, nein jedes kleine Kind hatte ein Fest mit allem Pomp verdient.
Kapitel 10a Ende
