Oh man, endlich ist dieses Kapitel geschrieben,
ihr könnt euch nicht vorstellen, wie unglaublich schwer es mir gefallen ist, aber das werdet ihr weiter unten sicher verstehen.
Nein, ich habe diese Story nicht aufgegeben, doch reales Leben und Beruf sind schon irgendwie unfreundlich gegenüber dem Schreiben.
Aber endlich ist es da, und ich danke natürlich allen, die dieser Geschichte immer noch die Treue halten ^^
Ihr seid die Motivation, um weiter zuschreiben =)
Wie immer, alles gehört J.K., nicht mir, nur die Storyidee ist meine, und nun ohne weitere Verzögerung wünsche ich euch viel Spaß mit diesem Kapitel
Euer Twilight Jackal
- Nur der Schmerz ist ewig -
Auf dem Weg zum Turm des Schulleiters spürte der Tränkemeister eine kurze Berührung an seinem Bein als ein Schatten an ihm vorbeihuschte. 'Salazar, was soll das jetzt schon wieder?'
Denn dieser war leider nicht so gut im Verstecken, wie er offensichtlich dachte, hatte er doch vergessen, auch seinen Schwanz hinter die Säule zu nehmen wie den Rest seines Körpers.
Auch wenn Snape es niemals zugeben würde, wollte er doch den Spaß nicht verderben, und so ging er scheinbar ahnungslos an seinem Kater vorbei. Dieser nutzte die Gelegenheit und bohrte seine messerscharfen Krallen in die Wade seines Bediensteten.
'Ich bin der größte Jäger des Schlosses, ach was, aller Katzen.' Zufrieden blickte er vom erlegten Bein zu seinem Menschen auf.
Der Angegriffene war allerdings nicht mehr der Meinung, dass er diese Jagdübungen unterstützen sollte. Fluchend zog er den Kater von seinem Bein und starrte ihn finster an, bis Salazar schließlich einknickte und verschämt den Blick abwandte.
Leicht grinsend ging er bis zu Dumblebores Büro. Dort allerdings wechselte sich seine Laune innerhalb von Sekunden, man hatte schließlich einen Ruf zu verlieren und es wäre nicht gut, wenn Lupin die Kunde einer freundlichen Fledermaus verbreitet. 'Wobei...Vielleicht stirbt er ja an dem Schock?'
Zur gleichen Zeit genoss Hermine die abendliche Kühle am See. Vollkommen in Gedanken versunken hatte sie nicht einmal gemerkt, wie die Zeit nur so dahin flog, doch als sie sich nun umsah, konnte sie einen glühenden Sonnenuntergang beobachten.
Vielleicht war es eine gute Gelegenheit um über ihre Animagusform nachzudenken.
'Was habe ich denn mit einem Wolf gemeinsam?'
In Gedanken versunken lief sie am Seeufer entlang. Was machte einen Wolf so besonders?
Wölfe sind Rudeltiere, 'aber so wirklich rudelmäßig fühl ich mich in letzter Zeit ja nicht gerade'
Immer weiter zählte sie in Gedanken alle Fakten auf, die sie jemals zu Wölfen und Hunden gelesen hatte. Schlau, Jagdverhalten im Rudel, Familiengefühl war ihnen wichtig, treu wie ein Hund, erbarmungslose Killer und starke Beschützer, der böse Wolf und der listige, über den Wolf gab es so viele widersprüchliche Geschichten wie Schlangen in der Zaubererwelt.
Auch die Werwölfe waren ein gutes Abbild dessen. In der Mugglewelt gab es regelrechte Fanclubs für Werwölfe und Vampire, die Menschen verehrten die Fabelwesen für ihre Stärke und Kraft. In der magischen Welt dagegen waren sie ebenso real wie Zauberer und Hexen, aber gefürchtet und verdammt für eine Krankheit, die die meisten unwissentlich und ungewollt erhielten.
Remus war ein gutes Beispiel, war er doch zeit seines Lebens vorsichtig, dass niemand sein Geheimnis erfährt. Denn obwohl er einer der nettesten Menschen war, die Hermine kannte, würden die meisten ihn nur für das sehen, was er geworden war, als er ein kleiner Junge war, den Fenrir Greyback biss.
Ein seltsames Kribbeln breitete sich in ihrer Hand aus und als sie herunter sah, war es nicht mehr die gewohnte Menschenhand mit fünf Fingern, die sie sah, sondern eine fellbedeckte Tatze mit messerscharfen Krallen.
'Wie bei Merlin hab ich das geschafft? Und wie krieg ich es wieder weg?'
Nach einigem Probieren schaffte sie es schließlich, ihre Hand wieder normal werden zu lassen, doch ab da hatte sie ihr Ehrgeiz gepackt.
Immer weiter übte sie, versuchte ihre Hand und einzelne Finger zu verwandeln. Doch weiterführende Verwandlungen traute sie sich noch nicht zu. 'Vielleicht war das ein Zeichen meiner Magie, dass ich für diese teilweisen Verwandlungen bereit bin. Naja, oder ich hab einfach so sehr über Wölfe nachgedacht, dass ich einfach unbewusst meine Magie dazu animiert habe.'
Das Kribbeln hatte inzwischen nachgelassen, oder eher verschoben, denn auch ihre Ohren kribbelten nun. Sollte sie es wagen? 'Was soll schon passieren? Ich war schon mal eine Halbkatze, da wären Wolfsohren auch nicht schlimmer.'
Sie konzentrierte sich und versuchte, ihre Ohren zu verwandeln.
Schließlich meinte sie, eine Veränderung zu bemerken. Ihre Sinne schienen sich zu schärfen, ihre Atmung kam ihr lauter vor als bisher und alles um sie herum wurde vielfach verstärkt.
Sie konnte den Kraken im See hören, der gemächlich seine Arme aus dem Wasser reckte, die Vögel im Verbotenen Wald, die hektisch hin und her flogen, und ein Flüstern, ein Flüstern in der Stille der Bäume.
Angestrengt versuchte sie, genauer zu hören und spürte zum ersten Mal tatsächlich ihre Ohren, wie sie sich aufstellten und in Richtung des Waldes zuckten.
Das Wind spielte mit ihren Haaren und trug Geräusche zu ihr, flüsternde Stimmen, knackende Äste und die panischer werdenden Schreie der Vögel.
„Sie kann uns hören" Ein dunkles Grollen, tief, mächtig und Respekt gebietend, war es eine Stimme, die in ihr nachhallte.
Es dauerte einen Augenblick, bis Hermine verstand, was sie gehört hatte. Entsetzt zuckte sie zusammen und wollte sich umdrehen, gen Schloss rennen, zurück in die Sicherheit der hohen Mauern.
Doch sie konnte nicht.
Ein tiefes Knurren war aus dem Wald ertönt, gerade weit genug entfernt, um noch vom Schatten verborgen zu sein. Bernsteinfarbene Augen leuchteten auf und schienen sie festzuhalten, in ihren Bann zu ziehen und immer näher zu kommen.
'Oh nein...' Denn es war keine Einbildung gewesen.
Die Augen waren tatsächlich näher gekommen und jetzt konnte sie die Umrisse der Gestalten ausmachen, die sie beobachtet hatten.
Rückwärts gehend stolperte sie zurück in Richtung des Schlosses, gedrängt von dem massigen Schatten.
Zu ihrem Entsetzen traten weitere Umrisse aus dem Wald, kleiner zwar, aber nicht minder bedrohlich. Alle knurrten und schienen sie gen Schloss zu drängen.
Auf einem weit einsehbaren Stück in der Nähe des so beliebten Seeufers wurden ihre Verfolger lauter. Einige Schatten huschten an ihr vorbei, sprangen um sie herum und sie bekam schnell das Gefühl, eingekreist zu werden.
'Sie haben die Beute gejagt und an einer günstigen Stelle wird sie eingekreist und erlegt...Toll, Hermine, kein besonders tröstlicher Gedanke.'
Galgenhumor konnte sie bisher nie verstehen, aber so langsam wurde sie damit eindeutig warm.
Ihr Kopf schien leer zu sein, die Alleswisserin hatte kein nützliches Wissen mehr parat, keine klugen Ideen, um sich aus einer Notlage zu befreien, einen kühnen gryffindorschen Plan zu schmieden.
Wenn keine Rettung kommen würde, wäre dies wohl ihre letzte Nacht.
'Seltsam. Keine Gedanken an meine Freunde, Hogwarts oder meine Familie. Ich hätte nur Severus gern noch meine neue Form gezeigt. Er wäre sicher stolz gewesen.'
Wie ein Blitz durchzuckte sie der Gedanke an ihren neuen Vater, was er für sie zu opfern bereit war.
Nein, sie würde sich nicht einfach zum Sterben auf den Boden legen. Sie war ein Löwe' Hogwarts und das sollte jeder merken, der sich ihr in den weg stellte.
Mit zitternden Händen hob sie ihren Zauberstab und richtete ihn auf den größten der Schatten.
'Oh, gut, sie will kämpfen. Es ist ja fast schon langweilig geworden.'
Und endlich rissen die Wolken wieder auf und sie konnte ihre Kontrahenten ausmachen.
Beinahe wünschte sie sich, der Mond wäre wieder verhüllt. So stieß Hermine nur ein entsetztes Keuchen auf und umklammerte das kalte Stück Holz in ihrer Hand noch fester, was ihr plötzlich so nutzlos und schwach erschien.
Ihr gegenüber stand der größte Wolf, den sie jemals zu Gesicht bekommen hatte.
Er war nachtschwarz, sein Fell spannte sich über gewaltigen Muskelpaketen, eine Reihe messerscharfer Zähne glänzten ihr entgegen und die bernsteinfarbenen Augen schienen bis in ihre Seele zu sehen.
Ein tiefes Grollen drang ihr entgegen und sein Maul schien sich zu einem hämischen Grinsen zu verziehen.
Als sie sich umsah, wurde ihr auch klar, dass er allen Grund dazu hatte.
Sie war von einem Rudel knurrender, geifernder Wölfe umgeben, die sie perfekt eingekreist hatten.
Doch sie würde nicht aufgeben. Ihren Zauberstab hoch erhoben, machte sie sich bereit, sich zu verteidigen...
Sie würde nicht aufgeben...
Er würde einschlafen. Ganz eindeutig. Einfach einschlafen. Dann würde Albus mal sehen, was er davon hatte, ihn hier solange einzusperren mit dem Wolfi zusammen und ihn belehren zu wollen.
Also wirklich, wie er schon angefangen hatte. '"Unsere positiven Ergebnisse vom letzten Treffen wollen wir ein wenig vertiefen und weiter verbessern", so ein Mumpitz. Was hat er gemacht, ein Muggle-Psychologiebuch gelesen?'
Der Schulleiter dagegen redete immer weiter auf die beiden ein, schien dabei nicht zu merken, dass sie beide seit längerem schon ihren Gedanken hinterher hingen und nicht im mindesten seinen weisen Worten lauschten.
Salazar dagegen schien es langsam zu bunt zu werden.
'Seit...viel zu lange... sitzen wir schon hier und obwohl ich euch Menschen mit meiner Anwesenheit beehre, hält es keiner für nötig, sich mit mir zu beschäftigen?'
Er stupste Severus vorsichtig am Bein. Sein Fütterer mochte es nicht, wenn Krallen und seine Hosen in Kontakt miteinander kamen.
Doch der reagierte einfach nicht, was sollte das denn?
Deutlicheres Stupsen brachte immerhin eine Reaktion, aber leider nichts, was Salazar hoffte.
'Tut mir ja auch leid, Kleiner, aber ich darf hier noch nicht weg. Geh doch einfach mit Albus' Sachen spielen.' In Gedanken erlaubte Severus sich sogar ein Lächeln. Oh, könnte der Kater ihn nur verstehen.
Dieser war natürlich nicht in der Lage, ihn exakt zu verstehen. Klar war ihm allerdings, dass dem dunklen Menschen auch unglaublich langweilig war, er ihm aber nicht helfen konnte.
Der alte Zitronenmann war der menschliche Chef hier, das war dem Kater durchaus klar, aber glücklicherweise hatte die Natur ihn gesegnet. Schließlich war er Angehöriger einer viel höher stehenden Art, die es den Menschen erlaubte, sich in ihrem Glanz zu sonnen.
'Nun denn, wenn ihr mich nicht beschäftigen wollt, dann mach ich das eben allein.'
Er schaute sich um und erblickte zu seiner Freude eins seiner liebsten Spielzeuge nicht allzu weit entfernt, sodass Salazar sich nur kurz am Schulleiter vorbei schleichen musste.
Dieser hatte gerade das Gefühl, dass er dieses Mal wirklich zu den beiden durchdringen würde. Endlich wären die beiden nicht mehr ständig mit streiten beschäftigt.
'Und da soll nochmal einer sagen, dass die Muggle unwissend wären oder ähnlich abstruses. Wenn sie es schaffen, diese beiden wieder zu vereinen, sollte ich das vielleicht als neues Fach vorschlagen.'
In diesem Moment bemerkte er, dass scheinbar keiner seiner beiden Schützlinge ihm mehr lauschte. Sein Tränkemeister schien interessiert sein Bücherregal zu betrachten, aber mit einem Gesichtsausdruck der heimlichen Genugtuung, bei welchem sonst die Schüler panisch das Weite suchten.
Remus dagegen schaute ihn an und zeigte ein Lächeln, was der Schulleiter nur zu gut kannte. Schuldbewusst, aber dennoch lächeln, das konnte jeder der Rumtreiber nach wenigen Wochen bereits.
„Albus?" Besagter Werwolf sah nun nicht mehr ihn an, sondern schien irgendwo in die Tiefe seines Büros zu schauen.
„Ich glaube langsam, Salazar ist ein wenig langweilig." Sein lächeln wurde zu einem ausgewachsenen Grinsen, als Albus sich umdrehte und den Kater anstarrte.
Dieser hatte es sich auf dem großen Schreibtisch gemütlich gemacht, still und leise ein paar Aufzeichnungen des Schulleiters zerfetzt und kaute nun genüsslich auf ein paar augenscheinlich sehr alten Pergamenten herum.
Als alle Anwesenden ihn anstarrten, denn selbst der Phönix Fawkes hatte seine Gefiederreinigung eingestellt und schaute dem jungen Kater zu, blickte er von seinem Spiel auf und miaute fröhlich.
'Na endlich bemerken die Menschlein mich mal wieder. Wird ja auch Zeit, dieses alte magische Zeug schmeckt wirklich scheußlich auf Dauer. Ein bisschen wie dieser eklige Käfer vor ein paar Jahren, der irgendwie immer widerlicher wurde. Bah'
Wäre es ihm möglich, so hätte er gegrinst, als er langsam aufstand und sich ausgiebig streckte, um abschließend galant auf Severus' Schoß zu springen.
Dieser konnte nicht anders als zu lächeln, während er dem Kater den Kopf kraulte.
'Guter Mensch, mein unendlich guter Mensch mit den magischen langen Fingern.' Der Kater schnurrte glücklich, während Albus immer noch fassungslos seine Unterlagen anstarrte, Fawkes in heimlichem Lachen fast von seiner Stange fiel und Lupin den Tränkemeister mit unverhohlenem Interesse anschaute.
'Severus kann wirklich lächeln? Die fiese Kerkerfledermaus kann einfach so lächeln, ohne gewaltige Punktabzüge, Strafarbeiten oder weinende Kinder?'
Der Werwolf war ernsthaft irritiert und bekam langsam sogar Angst vor dem seltsamen Kellerbewohner. Wie konnte sich irgendwer auf diese Stimmungsschwankungen einstellen oder gar mit diesen leben?
Der Schulleiter schien langsam seine Fassung wiederzufinden 'Meine Unterlagen...meine Papiere...alles...zerstört?'
„Vielleicht ist es besser, wenn ich euch für den Abend entlasse, oh und Severus? Es ist schön zu sehen, dass du auch eine sanfte Seite zeigen kannst. Auch wenn diese zumeist nur in Verbindung mit diesen...Tier auftritt."
'Wen nennst du hier so herablassend Tier, du alte Schrumpel-Zitrone?' Alle Liebe für die süßen Leckereien konnten Salazar nicht überhören lassen, wenn er offenkundig beleidigt wurde.
Sein Schwanz peitschte aufgebracht hin und her, was dieses Menschlein sich einbildete.
„Albus, ich glaube, das war nicht die...weiseste Bezeichnung, die du für ihn finden konntest. Ich nehme ihn wohl besser mit hinun..."
In dem Moment fing der sonst so ruhige Phönix plötzlich an, zu schreien und wie wild gegen ein Fenster zu flattern. Eine plötzliche Bewegung in Severus' Arm offenbarte einen höchst aufgeregten Kater, der mit Zähnen und Krallen versuchte, zum Fenster zu kommen.
Verwirrt traten die Menschen an das Fenster, welches sowohl von Salazar angeknurrt, als auch, weiter oben, von Fawkes' Krallen und Schnabel bearbeitet wurde.
'Dumme Menschen, schnell, schnell, Fenster auf, lasst mich hinaus, retten, retten vor der Dunkelheit.'
'Schneller, Zweibeiner, lasst das Vogelvieh raus, ich krall mich an ihn... los, schneller...Heute noch...'
Endlich sahen auch die drei Zauberer etwas auf dem Schlossgelände. Helle Lichtblitze zuckten durch die Dunkelheit, immer von der gleichen Stelle, Schatten schienen darum zu tanzen, bis schließlich alles dunkel wurde.
„Fawkes, schnell"
Der Schulleiter griff nach den Schwanzfedern des Vogels, die beiden anderen berührten schnell seine Schulter, sodass sie alle Sekunden später in einem Flammenblitz auf den dunklen Ländereien standen.
Geblendet glaubte Lupin für einen Moment, einen wehenden Umhang in der Ferne zu sehen, doch alles schien aus dunklen Schemen zu bestehen, er konnte es sich ebenso eingebildet haben. 'Wer rennt schon mitten in der Nacht in Richtung des Waldes?'
Fawkes flog sofort weiter, mit seinem schier loderndem Gefieder erhellte er eine Szene direkt aus einem Alptraum.
Ein Rudel riesiger Wölfe stand dort auf der Wiese; einige knurrend, andere wütend nach dem Phönix schnappend, hatten sie einen einzelnen Wolf in ihre Mitte genommen.
Als Severus genauer hinsah, konnte er vage eine Gestalt zwischen den mächtigen Pranken der Bestie ausmachen. 'Ein schwarzer Umhang, eher schmächtig und klein.' Es musste sich um einen Schüler handeln.
Alle drei Zauberer hoben ihre Stäbe, doch das Rudel knurrte immer wilder und hielt die Professoren davon ab, sich dem Schüler zu nähern.
Der gewaltige Wolf in der Mitte, der Anführer wohl, hob den Kopf und starrte die drei Fremden an.
'Kräuter und Feuer, Süßes und...Bücher, ein..kranker Wolf'
Lupin fröstelte es, im Blick dieses Tieres lag ein Hauch von Wissen, Intelligenz und...konnte es Spott sein? Es schien genau zu wissen, was er war, und sich darüber zu amüsieren, doch das konnte nicht sein.
Tiere hatten keine tieferen Gedanken und verstanden nichts von Spott und Hohn. Sicher war er sich dagegen, dass diese Bestie ein Bild von einem Anführer war. Selbst sein innerer Wolf war scheinbar bereit, diesen dort als zumindest ebenbürtig zu akzeptieren.
'Nichts ist mächtiger als ein Werwolf für einen Werwolf. Was könnte selbst Moony zumindest Respekt einflößen?'
Dieser durchdringende Blick verharrte zum Glück nicht lange auf ihm, denn er schien Severus zu fixieren.
Der trug eine eiskalte Maske und lieferte sich ein stummes Gefecht mit diesem Alpha.
Für einen Moment schien es ihm, als würde der Wolf ihn angrinsen, ein hämisches, brutales Lächeln, gewaltige Reißzähne enthüllend.
Das riesige Maul öffnete sich und senkte sich auf den Hals der Gestalt herab, doch ständig blieb der Blick des Biestes auf den Tränkemeister gerichtet, als wolle er ihn herausfordern.
Bevor die Professoren reagieren konnten, schnappten die mächtigen Kiefer zu, der Wolf biss in den ungeschützten Hals und riss seinen Kopf triumphierend zurück.
In drei mächtigen Bissen verschlang er das herausgerissene Stück Menschenhals, der Geruch des frischen Blutes zu viel für Menschen und Wölfe.
Das Rudel stürzte sich wild knurrend auf den Körper und riss sich Stücke aus der frisch erlegten Beute, doch die Zauberer erwachten endlich auch aus ihrer Starre.
Während die Bestien ihr Fleisch verschlangen, versuchten die Professoren sie mit Flüchen zu belegen, doch zu ihrer wachsenden Panik schien alles von ihnen abzuprallen.
Es war in diesem Moment, dass der Mond seine volle Pracht am Nachthimmel entfaltete und Severus zum ersten Mal etwas von der Gestalt am Boden sehen konnte.
Doch sein Gehirn wollte oder konnte nicht verarbeiten, was seine Augen erblickten.
Die Haare sahen verdächtig lockig und braun aus, als ob dort seine...Tochter...liegen würde...?
Der Leitwolf hatte sich inzwischen vor sein Rudel gestellt, immer noch Severus anstarrend, doch als er diesmal zurück starrte, loderte eine selten gekannte Wut in seinen sonst ausdruckslosen Augen.
In höchster Rage und mit schmerzender Seele feuerte er schließlich einen Cruciatusfluch auf den Wolf, der dem Fluch aber geschickt auswich. So viel Glück hatte einer seines Rudels jedoch nicht.
Schmerzvoll aufheulend fiel er zu Boden und blieb zitternd liegen. Die restlichen Biester fuhren herum, das Festmahl vergessen, war doch einer der ihren verletzt worden.
Die drei Menschen schossen nun nur noch mit verletzenden und schmerzhaften Zaubern um sich, von Lupin und seinem Reducto bis zu Snape, der einen Cruciatus nach dem anderen nutzte.
Die Wölfe sprangen weiter hin und her, um den Lichtblitzen auszuweichen, zogen sich aber immer noch nicht zurück.
Der Alpha stellte sich schließlich schützend vor sein Rudel, welches das als Signal zum Rückzug auffasste. Sie rannten zum verbotenen Wald und verschwanden zwischen den hohen Bäumen.
Der Wolf starrte Severus noch einmal in die Augen, leckte sich genüsslich das verbleibende Blut vom Maul und senkte den Kopf wie zu einem spöttischen Gruß.
Mit einem wutentbrannten Schrei feuerte der Tränkemeister noch einen letzten Fluch auf die Kreatur, die sich aber nur umdrehte und dem Rudel in die Finsternis folgte.
Die Professoren stürzten zu dem zerrissenen Körper, doch jede Hilfe kam viel zu spät, soviel war bereits auf den ersten Blick klar.
Doch ein Blick auf die lockigen braunen Haare und die Reste eines Gryffindorschals ließen kaum einen Zweifel an der Identität.
„Nein, nein, nein, Albus, das kann nicht sein, sag ...mir, dass ...nein...Nein...NEIN!"
Der sonst so starke dunkle Mann, von den meisten als emotions- und seelenlos bezeichnet, fiel auf seine Knie und schrie all seinen Schmerz in die Nacht.
Fawkes, sofort weg geflogen um die Krankenschwester Madame Pomfrey zu holen, landete neben dem Tränkemeister und sang ein Lied von unbeschreiblicher Trauer.
Remus legte seine Hand auf die Schulter des Trauernden, ihm selbst liefen Tränen über die Wangen. Jegliches Funkeln war aus den Augen des Schulleiters gewichen als er zur heran eilenden Krankenschwester ging und ihr leise flüstern erzählte, was geschehen war.
Lupins Hand auf der Schulter begann zu zittern, wie auch der Mann unter ihr, als er sich erhob und voller Hass zum Wald blickte, in die Finsternis starrte und beinahe erwartete, die bernsteinfarbenen Augen zu sehen, wie sie ihn höhnisch anfunkelten.
Beide Männer, kaum ein größerer Kontrast zwischen ihnen denkbar, standen vor der blutigen Leiche und schworen, jeder für sich, den Tod von Hermine Granger zu rächen.
Bitte, bitte tötet mich nicht...
Keine Sorge, die Story ist hier nicht zuende, sie wird weitergehen ...und...bitte bringt mich nicht um?
Ich versuche mich mit dem nächsten Kapitel zu beeilen, wie auch bei to change the future...
Bis dahin, danke für euer bleibendes Interesse und bitte schreibt mir nen kurzes Review, eure Meinung ist mir wichtig =)
Euer Twilight Jackal
