Hach, ich hab es geschafft, das Kapitelchen noch fertig zu bekommen und das obwohl ich eigentlich für die nächsten Monate genug von Computern habe.
Gestern und heute habe ich nämlich hochgerechnet ungefähr... Moment... acht Stunden an meinem Referat gesessen, ein Kapitel von Fana Indil fertig geschrieben und dann ist mir gestern Abend um zehn noch das Netzteil um die Ohren geflogen, so dass ich gedacht habe, die Festplatte wäre futsch. War sie aber zum Glück nicht.
Na ja, bevor ich euch noch langweile mit meinem Geschwalle, hier das neunte Kapitel::einen Teller mit Keksen hinstell:
Kapitel 9
Severus rauschte durch die leeren Gänge und zog Hermine hinter sich her. An seinem Ziel angekommen mäßigte er sein Tempo, bevor er die Tür zum Krankenflügel aufstieß.
Madam Pomfrey kam fast gleichzeitig aus ihrem Büro geeilt. „Können Sie nicht wenigstens am So-", wetterte sie los und hätte wahrscheinlich noch Stunden so fortgefahren, wäre ihr Hermine nicht aufgefallen, die hinter dem Professor in den Raum gestolpert war.
„Kindchen! Endlich bist du aufgetaucht! Das halbe Ministerium ist auf der Suche nach dir! Meine Güte! Wie siehst du denn aus?", redete sie auf die erschrockene Hermine ein, der es so vorkam, als würde die Krankenschwester ein Megafon benutzen. „Komm! Leg dich erst mal hin und ruh dich aus! Du musst Schreckliches erlebt haben!"
Madame Pomfrey führte sie zu einem Bett und bedeutete ihr sich hinzusetzten. Nur widerwillig folgte Hermine der Anweisung und setzte sich auf das Bett, während sie ihre Beine baumeln ließ. Sie wagte es nicht, ihren Zaubertranklehrer anzusehen, immerhin hatte sie die letzten drei Wochen bei ihm gewohnt.
Wie sollte sie ihm noch in die Augen sehen können? Nachdem sie ihn nackt, nun gut, fast nackt gesehen hatte? Keine Chance.
Zum Glück tauchte kurze Zeit später Madam Pomfrey wieder auf und brachte einen Schlaftrank mit. „So, mein Kind! Trink das hier erst einmal und wenn du wieder aufwachst, bist du wie neu geboren!"
Gehorsam nickte Hermine, legte sich aufs Bett und trank das silberne Gebräu in einem Zug aus. Sofort verschwamm ihr Umfeld und ihr Kopf fühlte sich an, als ob er in Watte gepackt worden wäre. Sekunden später war sie eingeschlafen und hatte zum ersten Mal seit langem keine Albträume.
Severus stand am Fußende des Bettes und betrachtete die schlafende Schülerin. Nur langsam dran in sein Hirn ein, was unleugbar war...
Drei lange Wochen hatte diese Schülerin in seinen Räumen gelebt und er hatte es nicht bemerkt.
Warum musste es ausgerechnet eine Gryffindor gewesen sein? Warum sie, die Musterschülerin schlechthin?
Als er bemerkte, dass Madame Pomfrey ihn beobachtete, grummelte er etwas Unverständliches und stürmte aus dem Raum. Den amüsierten Blick, die sie ihm zuwarf, ignorierte er königlich.
Madame Pomfrey ging zum Bett von Hermine und betrachtete das schlafende Mädchen. „Du musst dem lieben Professor aber ganz schön den Kopf verdreht haben, dass er sich so benimmt", murmelte sie belustigt und verschwand danach in ihrem Büro.
Als Hermine aufwachte, war es helllichter Tag. Sie konnte die Schüler durch die Gänge eilen hören, was eigentlich unmöglich war, da die Tür zum Krankenflügel aus massivem Eichenholz war. Sie zuckte mit den Schultern und sah sich nach Madame Pomfrey um, die sie dann auch gleich in ihrem Büro ausmachte.
Ausgeruht wie schon lange nicht mehr schwang sie die Beine aus dem Bett und stand auf. Sie hatte noch immer ihre Sommerkleidung an. Etwas wackelig auf den Beinen, da sie sich eigentlich an das Fortbewegen auf vier Pfoten gewöhnt hatte, ging sie zum Büro und klopfte leise an den Türrahmen um die Aufmerksamkeit der Krankenschwester auf sich zu ziehen.
„Ah, du bist wach! Wie ich sehe, hast du dich gut erholt!", sagte diese dann auch gleich munter. „Professor Dumbledore will mit dir sprechen. Du sollst in sein Büro kommen. Das Passwort lautet: Bananeneisherstellmaschine. Frag mich nicht, wie er darauf kommt."
Hermine verabschiedete sich lachend und ging barfuss zu dem Gang in dem sich der Wasserspeier befand. Am Vortag war es ihr überhaupt nicht aufgefallen, aber nun wurde es ihr dafür um so bewusster: Der Boden in Hogwarts war verdammt kalt.
Als Ozelot hatte ihr das wenig ausgemacht, aber nun... Hätte sie ihren Zauberstab gehabt, hätte sie sich jetzt Schuhe herbeigezaubert, aber der war ja leider noch in ihrem Elternhaus und so musste sie sich damit abfinden, dass sie sich wahrscheinlich die Füße abfrieren würde, wenn es in dem Büro des Direktors nicht etwas, nein bedeutend wärmer war.
Endlich war sie beim Wasserspeier angekommen und nannte das Passwort. Mit einem ohrenbetäubenden Krach, wie es ihr schien, bewegte er sich zur Seite und machte den Blick auf die Treppe frei. Schnell ging sie diese hinauf und wollte schon klopfen, als die Tür ohne ihr Zutun aufschwang.
„Ah, Miss Granger! Schön, dass Sie gekommen sind!", wurde sie auch sogleich von Dumbledore begrüßt. „Setzen Sie sich doch! Wie ich sehe, haben Sie sich von ihrer Rückverwandlung wieder erholt?"
Hermine nickte bestätigend und setzte sich auf einen der bequemen Chintz-Stühle. „Ja, das habe ich." Sie sah ihn abwartend an.
„Sie wissen sicherlich, warum ich sie hierher gebeten habe." Er wartete auf ein zustimmendes Nicken ihrerseits und fuhr dann fort: „Wir müssen uns eine realistische, kleine Geschichte für ihr wochenlanges Verschwinden ausdenken. Obwohl man uns die Wirklichkeit so wie so nicht abkaufen würde, oder?" Er sah sie über den Rand seiner halbmondförmigen Brillengläser belustigt an.
„Wohl kaum, Professor", stimmte ihm Hermine zu. „Haben Sie schon eine Idee?"
Dumbledore seufzte auf. „Das ist ja das Problem. Ich habe nicht den leisesten Schimmer, daher hatte ich auch gehofft, Sie hätten sich schon Gedanken darüber gemacht, was wir ihren Mitschülern auftischen könnten."
„Das habe ich auch, aber alles was mir eingefallen ist, ist, dass ich völlig verstört durch die Gegend geirrt bin, bis ich schließlich wieder zu Verstand gekommen bin und mich nach Hogwarts durchgeschlagen habe. Letzteres stimmt sogar, also wäre es schon einmal die halbe Wahrheit, die wir ihnen auftischen würden." Sie sah Dumbledore abwartend an und war erleichtert, als dieser nickte.
„Ja, das könnte hinkommen. Aber das war nicht alles, was ich mit Ihnen besprechen wollte. Da Sie verschwunden sind, bevor der Schulbrief sie erreicht hat, müssen wir noch Ihre Schulsachen besorgen. Und nicht nur das. Sie brauchen auch einen neuen Zauberstab und neue Kleidung. Die Todesser haben nämlich Ihr ganzes Haus in Schutt und Asche gelegt." Er machte eine kurze Pause, damit Hermine alles verdauen konnte, bevor er fortfuhr. „Ich habe das mit der Muggelregierung schon geregelt und das Vermögen ihrer Eltern sowie das, was ihnen die Versicherung gezahlt hat, befinden sich nun in einem Verlies in Gringotts." Er überreichte ihr einen kleinen golden Schlüssel und einen Zettel, auf dem die Verliesnummer stand. „Ich wollte Sie außerdem noch bitten, die Stelle der Schulsprecherin zu übernehmen, wenn es Ihnen recht ist."
Hermine nickte wieder. Sie war ziemlich überwältig von der Fülle an Informationen, die sie gerade überrannt hatte wie eine Flutwelle.
„Danke, dass sie dieses Amt übernehmen wollen. Ich hätte nämlich sonst niemanden aus ihrer Stufe gewusst, der das annähernd so gut hätte bewältigen können-"
Er wurde von einem Klopfen an der Tür unterbrochen.
„Herein!", rief er und die Tür schwang sofort auf.
Im Türrahmen stand niemand anderes als Severus Snape, der Hermine ignorierte und sofort anfing zu sprechen. „Was ist so wichtig, dass du mich aus dem Unterricht holen lässt?", frage er so unhöflich wie eh und je.
„Ach ja, Severus! Schön, dass du gekommen bist!", sagte Dumbledore und überhörte den eisigen Tonfall seines Gegenübers. „Ich wollte dich bitten, mit Miss Granger in die Winkelgasse und ins Muggellondon zu gehen und die Sachen zu besorgen, die sie braucht!"
Hermine und Severus starrten Dumbledore an. „Das ist ein Scherz!", kommentierten beide trocken.
Ende Kapitel 9Ihr erinnert euch noch an den armen Button vom letzen Mal? Den gibt's immer noch!
Und an alle Schwarzleser: ich reiße euch nicht den Kopf ab, wenn ihr erst jetzt den Mut findet und den armen Button ganz lieb drückt!
