Endlich habe ich die Zeit gefunden hier weiter zu machen. Babysitting hatte mich etwas in Anspruch genommen, aber das ist jetzt vorbei. In den nächsten paar Tagen bekomme ich hoffentlich die letzten fünf Teile hoch. Noch viel Spaß.


10 – Plan B

Er starrte immer noch auf den Boden. Der große Green Lantern war nicht in der Lage einer einfachen, wenn auch verrückten Frau in die Augen zu schauen. Geschweige denn seinen eigenen Freunden, in deren Gesichtern er diese nervenaufreibende Mischung aus Belustigung und Mitleid sah. Diese Tratschtanten würden die Geschichte bestimmt jedem erzählen, so dass er sie bis zum Ende seines Lebens nicht mehr loswurde.

Warum zur Hölle war diese Frau nur so auf ihn fixiert? O.K. Er war ein äußerst attraktiver Mann und berühmt, doch das hier war übertrieben. Jedesmal wenn er sich genug zusammengerissen hatte, um bei der Befragung wieder mitzumachen, starrte sie ihn kokett an schob die Brust raus und hauchte ihm nicht ganz jugendfreie Worte zu. Das war einfach zuviel. Schurken trachteten gewöhnlich nach deinem Leben, nicht deiner Unterwäsche.

Wo waren nur die guten alten Zeiten, in denen er mit einer Faust attackiert wurde? Und nicht mit . . . mit . . . verdammt, was war nur aus dieser Welt geworden? Reichte es nicht, wenn die Bösen versuchten alles in die Luft zu jagen, mussten sie jetzt auch noch . . . unfairer sein als sonst? STOP. Dieser Quatsch nutzte ihm gar nichts. Er musste sich auf das wesentliche konzentrieren.

Der Computer hatte noch kein Gegenmittel für die von Venus benutzte Droge ausgegeben. Außerdem waren neben den beiden Titans noch 36 andere Menschen betroffen. Keiner zeigte bis jetzt die geringsten Anzeichen, dass die Wirkung nachließ. Ein alter Hippie, der davon gepredigt hatte, dass Bäume auch nur Menschen waren, wollte nach Berichten sogar eine Ulme ehelichen.

Irgendwie mussten sie es doch schaffen, Venus zu überzeugen. Leider hielt sie sie für Feinde, die ihr Werk vernichten wollten. Was ja eigentlich stimmte. Also wie konnten sie Venus vom Gegenteil überzeugen. Dem einzigen, dem sie nicht ganz so ablehnend gegenüberstand war . . . er selbst. Das war schlecht. Sehr schlecht.

Die ganze Zeit über hatte er gehofft, dass die beiden es irgendwie alleine schaffen könnten, sie zu überzeugen. Aber er musste der Tatsache ins Auge schauen, dass das nicht funktionierte. Es war Zeit für Plan B.

„Flash, Beastboy würdet ihr bitte kurz raus gehen. Ich hab da eine Idee." Er hatte eigentlich ganz ruhig und beherrscht gesprochen. Trotzdem starrten die beiden ihn an, als wäre ihm ein zweiter Kopf gewachsen.

„Bist du sicher?" Hakte Flash nach. Ihre Fürsorglichkeit ärgerte ihn so sehr, dass er nur ein Nicken zustande brachte. Immer noch zögernd verließen sie endlich den Raum. Die zweifelnden Blicke, die sie ihm dabei zuwarfen, ärgerten ihn nur noch mehr. Das was er vorhatte, würde schon genug an seinem Ego kratzen. Auf jeden Fall würde keiner je erfahren, was hier passiert war. Er nahm all seinen Mut zusammen, setzte ein Lächeln auf und wandte sich Venus zu.

„Oh, du schönste aller Göttinnen. Verzeih, dass ich so lange an dir gezweifelt habe. Aber es ist eine Doppelgängerin von Euch unterwegs, die viel Unheil mit ihren Pfeilen anrichtet. Eure Schönheit und Anmut jedoch zeigt das ihr unmöglich diese Person sein könnt. Deshalb bitte ich, Euer untertänigster Diener, um Hilfe." Das Lächeln, dass er auf ihrem Gesicht sah, als er auf die Knie ging und ihre Hand nahm war riesig. Sie hatte den Köder geschluckt.