Auf dieses Kapitel habe ich mich schon gefreut ‚evil grin'. Ich möchte auch an dieser Stelle gar nichts weiter dazu sagen. Die Reviews beantworte ich am Ende ;-) Viel Spaß mit diesem… etwas anderen Kapitel.

‚rennt schon mal weg'

Der Toten Nachbar

Die Welt um ihn herum war still geworden. Tot.

Er hörte rein gar nichts, außer seinem eigenen pfeifenden Atmen.

Es musste Stunden her sein, seit er ein Geräusch gehört hatte, welches nicht von ihm stammte. Er fragte sich, ob er taub war.

William hörte nichts. Und er sah nichts. Er lag hier in absoluter Dunkelheit, allein. Zwei seiner Sinne waren ausgeschaltet. Doch riechen konnte er noch.

Salz, Erde. Blut.

Den metallischen Geschmack in seinem Mund wurde er nicht los.

Und er fühlte, bei Gott…

Die Kälte um ihn herum.

Sie machte seine Glieder taub, wofür er dankbar war. Das Salz hatte aufgehört in seinen Wunden zu brennen. Seine Arme und Beine konnte er nicht mehr kontrollieren, doch das war einerlei. Er würde sie sowieso nicht bewegen können, dazu war es zu eng.

Die Versuche, nach Hilfe zu rufen hatte er längst aufgegeben. Das brachte Erleichterung für seine brennenden Lungen. Wer sollte ihn auch hören?

Vor Stunden hatte sich sein Gefängnis aufgehört zu bewegen. Als er das scharrende Geräusch vernommen hatte und die kleinen Erschütterungen von leisem Prasseln begleitet worden waren, hatte er die Hoffnung fallen lassen. Das Geräusch hatte sich entfernt. Bis zur völligen Stille.

Seitdem lag er hier, fassungslos, hoffnungslos. Er starrte in diese Schwärze, nichts vor Augen. Seine Gedanken leer, aus Furcht der Panik zum Opfer zu fallen. Bevor die Taubheit eingesetzt hatte, war er schon einmal Gefahr gelaufen, den Verstand zu verlieren. Der Schmerz war es nicht gewesen, der ihn dem Wahnsinn nahe gebracht hatte. Aber das Wasser. Diese verfluchte Nässe, die sich in seine Haut grub. Er hatte es nicht mehr ertragen können.

Doch nun, wo sich die Stunden in dieser Leere weiteten, wusste er, dass es etwas Schlimmeres gab, als das.

Eine Ewigkeit. Eine Ewigkeit hier im Nichts. Nicht mehr lebendig und nicht tot.

Wie lange würde sein Körper hier wohl verweilen können? Ausgezehrt, nicht atmend. Es war ihm nicht erlaubt ein Leben zu führen, doch zu sterben war es ihm auch nicht vergönnt. Wie lange?

Würde Elizabeth nach den zehn langen Jahren sein Verschwinden bemerken? Würde sie kommen, um nach ihm zu suchen?

„Elizabeth," mehr als ein Flüstern war ihm nicht möglich.

Doch er brachte die Kraft dazu auf, durch den unerträglichen Gedanken an sie. Ihr schönes Gesicht, ihre zarten Glieder. Und ihr einzigartiger Mut. Die Anstrengung brachte Schmerz mit sich, seine Lunge brannte wieder und erinnerte ihn unbarmherzig daran, dass er noch am Leben war.

Verzweiflung.

Will hörte sein eigenes Zähneklappern, obwohl er nicht spürte, dass sein Körper sich bewegte.

Seine einzige Hoffnung war sein Vater. Er betete zu Gott, dass Bill nicht zu früh zurückgekommen war und das Schiff leer vorfand. Der Gedanke war da, bevor Will ihn von sich schieben konnte.

Bill kam zurück auf die Dutchman, erwartet von denen, die Will dies antaten. Sein Gefängnis noch nicht von Bord, wurde Bill an die Rahe zu den anderen Männern gehängt. Sein Gesicht eine Fratze, durchbohrt von einem Messer.

War sein Vater tot? Gab es keine Hoffnung gefunden zu werden?

Tränen traten aus Wills Augen und flossen seine Wangen entlang. Sie vermischten sich mit dem roten Wasser, in welches er gelegt worden war.

Und er hielt sich fest, fest an dem einzigen, was ihm bis jetzt Zuversicht gegeben hatte. Ein flüchtiges Gefühl, doch so intensiv, als wäre eine Welle des Trostes über ihn hinweg gegangen. Er versuchte sich daran zu erinnern, wie es in diesem Moment gewesen war. Gewissheit hatte ihn kurze Zeit erfüllt, dass jemand wusste, was passiert war. Jemand dachte an ihn…

So lange war es her gewesen. Er wusste nicht, ob Stunden oder Tage. Aber die Erinnerung daran fing bereits an, zu verblassen, wie sehr er sich auch bemühte, sie fest zu halten. Er wünschte es sich zurück! Nur noch einmal! Dieses Gefühl des Trostes, welchen Ursprunges es auch immer sein mochte. Es solle doch bitte zurückkehren!

Es kam nicht. Er wachte Stunde um Stunde. Seine Gedanken drifteten weg. William wartete vergebens.

Ein kurzes Schluchzen verstummte schnell wieder, als die Lunge sich verweigerte.

Doch weinte er in Stille, bis Schlaf sich seiner erbarmte und ihn mit sich in einen leeren Traum nahm.

‚hinterdeckung versteckt und duckt'

‚weiße Fahne schwenk'

‚vorsichtig rausguckt'

Nics: Will Amok gelaufen? Nun… wohl kaum ‚zeigt hoch'. Aber die Idee find ich irgendwie klasse, hehehe. Deine Vorahnungen scheinen sich ja zu bestätigen, nicht wahr? Uni? Was studierst du denn? Danke für die lieben Revs.

Faelivrin: Die Antwort kommt irgendwann in ein paar Kapiteln ‚lol'. Aber da das hier so kurz war, hab ich das nächste sogar noch angefangen. Dauert nimmer lang.

Junglina: Ach, das mit der Zeit kenne ich. Bin gerade auch voll am Arbeiten, weil am Samstag Abgabe für meinen Film ist. Also, ich versteh des schon. Freue mich ja, dass du wenigstens noch dabei bist, wo sich alles so lange hinzieht ‚knuff'

Stella Mirrow: ‚lol' da war wohl jemand in Eile. Na, macht ja nix, freu mich ja trotzdem und wie mehr als nach dem Kompass fragen, konnte man nach dem letzten Kapitel ja auch nicht. Lizzy komisch? Öhm ‚kopfkratzt'. Wär ich glaub auch…

FluffyBond: Oh, Jack wird dir noch viel mehr leid tun, hihihi. Oh, der Arme. So viel zu meinen Ideen. Ich lasse es noch richtig rund gehen. Könnte mir vorstellen, dass es um die dreißig Kapitel werden, wir fangen ja jetzt erst richtig an mit den Irrungen und Wirrungen. Also an Lesestoff lass ich es euch so schnell nicht mangeln, hoffe ich ;-) ‚knuddelt'

Okita Soushi: ‚ganzes Kosmetiktuch-Arsenal geb'. Joa, ich dachte, Lizzy ist so emanzipiert, da kann sie auch mal rudern. Die Kompassfrage hängt da schon mit drin. Aber wenn man nachdenkt, wer Jack den gegeben hat, kommt man vielleicht drauf. Uuuuh, die Fathers Footsteps! Hab Nachsicht mit mir. Tatsächlich hatte ich den Film noch nicht gesehen. Zuerst war ich nämlich total vernarrt in die Musik von Hans Zimmer. Zudem war es eine meiner ersten FF, wenn nicht die allererste überhaupt. Du studierst auch? Was machst denn? Vorlesungen sind bei mir grad so ein leidliches Thema. ‚winkt und knufft'