Alle Charaktere und sämtliche Rechte an ‚NCIS: Los Angeles' gehören CBS und Shane Brennan Productions. Die folgende Geschichte dient keinerlei kommerziellen Zwecken, sondern wurde nur zum Vergnügen für Fans geschrieben. Eine Verletzung des Copyrights ist nicht beabsichtigt. Alle weiteren Personen gehören der Autorin.

Viel Spaß beim Lesen und ich freue mich auf Eure Rückmeldungen.

Kapitel 10 - Zugriff Teil 2

„Was?" Joanns Stimme klang scharf.

„Nell und ich lassen Suchfilter für bestimmte Schlagworte über die Daten laufen, die wir gerade herunterladen. Dabei haben wir entdeckt, dass alle Gebäude mit Sprengstoff versehen wurden. Das Ranchhaus und die Scheune werden als letztes explodieren, um möglichst viele unsere Leute zu treffen." Eric klang leicht atemlos. „Hetty informiert gerade die Kollegen im Haus und lässt es räumen. Allerdings können wir Callen, Sam, Kensi und Deeks nicht erreichen. Sie haben einen Keller gefunden, der auf keinen Plänen verzeichnet war. Dort gibt es einen Fluchttunnel. Sobald sie ihn betreten haben, war der Funkkontakt weg. Wir haben zwar ganz schwache Signale von den vieren, aber die verschwinden immer. Sie bewegen sich nach Norden."

„Eric, schick einen der Helis dorthin. Er soll den Signalen folgen."

„Das hat Hetty bereits veranlasst, Joann."

„Gut. Hast Du einen Plan, wo der Sprengstoff in der Scheune deponiert wurde?"

„Nein. Aber wir wissen ja, dass nicht alle Baumaßnahmen in Plänen erfasst wurden. Es könnte einen Keller geben. Oder die Wände und Pfeiler haben Hohlräume, in denen der Sprengstoff untergebracht ist. Er könnte auch in den Serverschränken deponiert sein."

„Wie viele Daten habt Ihr bisher bekommen?"

„Das liegt im einstelligen Prozentbereich."

Joann knirschte frustriert mit den Zähnen. „Danke für die Warnung, Eric. Ich kümmere mich darum."

Kurz gab Joann den Inhalt des Gesprächs an Renko weiter.

„Du willst den Sprengstoff suchen und entschärfen, nicht?" Renko kannte Joann inzwischen besser, als ihr manchmal lieb war.

„Ja. Ich schicke Nate und Ray raus und mache mich anschließend auf die Suche."

„Das ist verrückt! Nate soll mich ablösen, dann suchen wir zu zweit." Renko erwiderte Joanns Blick. „Unser Job bringt nun mal Risiken mit sich. Verschwenden wir keine Zeit mehr."

Joann zögerte nicht länger und lief zu ihren Kollegen. Nate folgte sofort ihren Anweisungen, aber Ray ließ sich nicht wegschicken. Die beiden begannen sofort mit der Suche, kurz darauf wurden sie von Renko unterstützt. Erschreckend schnell wurden sie fündig. An zentraler Stelle in jedem Server waren kleinere Sprengsätze installiert.

„Ray, schick Eric die Fotos. Ich will wissen, wie wir die Dinger entschärfen können. Außerdem soll er prüfen, ob die Menge reicht, um die Scheune komplett zu zerstören."

„Verstanden." Ray verschwand eilig.

Renko sah sich die Sprengsätze genauer an. „Nein, die sind zu klein. Sie zerstören die Server, aber mehr nicht. Wir sollten weiter suchen."

Joann stellte Renkos Aussage nicht in Frage, sonder folgte seinem Vorschlag. Als Ray zurückkam, sah er seine Kollegen auf den Knien am Ende des Serverraums. Sie hatten die beiden dort stehenden Schreibtische zur Seite geschoben.

„Was macht Ihr da?"

„Wir haben eine Falltür gefunden. Was sagt Eric?"

„Er konnte die Bauart der Sprengsätze identifizieren und hat mir die Baupläne und die Entschärfungsanweisungen geschickt. Außerdem sagt er, dass sie zu klein sind, um am Gebäude Schäden anzurichten."

Renko nickte. „Wie ich es mir gedacht habe. Deswegen haben wir weitergesucht, Ray. Und sind anscheinend fündig geworden."

„Was ist da unten?"

„Soweit waren wir noch nicht." Joann beäugte die Falltür misstrauisch. „Machen wir sie auf, aber vorsichtig. Ich will nicht irgendetwas auslösen."

„Jemand ist vor uns."

„Ich habe es auch gehört, Sam. Wahrscheinlich Kensi und Deeks."

„Wir sollten uns bemerkbar machen, G, bevor sie auf uns schießen. Ob die Ohrmikros funktionieren?" Sams Frage war nur rhetorisch. „Kensi? Deeks? Könnt Ihr mich hören?" Sam wartete, aber er erhielt keine Antwort.

„Hier unten gibt es keinen Funkempfang. Wir müssen uns ihnen vorsichtig nähern. Beeilen wir uns."

Callen erhöhte das Tempo.

„Hast Du das auch gehört?" Kensi war so abrupt stehen geblieben, dass Deeks in sie hineingelaufen war.

„Was soll ich gehört haben?"

„Ich könnte schwören, dass jemand unsere Namen gerufen hat." Kensi war leicht irritiert.

„Von wo kam der Ruf, Kensi?" Deeks stellte Kensis Gehör nicht in Frage.

Sie überlegte kurz. „Von hinter uns."

Deeks versuchte, sein Ohrmikro zu aktivieren. „Deeks an NCIS, bitte melden!…Deeks an NCIS, bitte melden!…Mist, die Dinger funktionieren hier unten nicht."

„Wir müssen weiter, Deeks, sonst verlieren wir Mason."

„Ja, aber was, wenn das unsere Leute hinter uns sind? Wir sollten sie informieren."

Kensi stöhnte, nickte aber schließlich. „In Ordnung, Deeks. Und wie willst Du das machen?"

Der junge Detektive grinste breit. „Mit Morsezeichen. Callen, Sam und Ray können damit etwas anfangen. Du malst sie an die Wand."

„Und Du sagst mir sicher auch, womit. Ich glaube nicht, dass Kuli auf Stein oder Beton besonders gut schreibt."

Das Grinsen verschwand aus Deeks' Gesicht. „Vielleicht mit Lippenstift…"

Kensi stöhnte erneut. Schließlich nahm sie ihre Taschenlampe und begann zu morsen. Sie wiederholte ihre Nachricht zweimal, dann ging sie wieder los.

„Das war es, Kensi?" Deeks war verblüfft. Die Nachricht war sehr kurz gewesen.

„Ich wollte keinen Roman erzählen. Die Nachricht lautete: ‚Zwei NCIS-Agenten voraus.' Das sagt doch alles, oder?"

„Siehst Du irgendetwas?" Joann beugte sich zu Renko, der vor der Falltür lag und sie vorsichtig anhob.

„Nein, keine Verdrahtung. Zieh sie langsam hoch."

Joann folgte kommentarlos seiner Anweisung. Währenddessen leuchtete Renko nach unten.

„Hier ist so etwas wie ein Kriechkeller, vielleicht einen Meter hoch. Um mehr zu sehen, muss ich da runter."

„Lass mich gehen, Mike. Ich bin kleiner und schmaler."

Nur ein leichtes Zucken um Renkos Mundwinkel verriet, dass er amüsiert war. „Dir ist schon klar, dass Du gerade mal acht Zentimeter kleiner bist als ich. Und das mit dem ‚Schmaler' halte ich für ein Gerücht." Renko musterte Joanns sportliche, durchtrainierte Figur, besonders ihre breiten Schwimmerschultern. „Davon mal abgesehen bin ich hier der Sprengstofffachmann. Also, mach Platz."

Grollend gab Joann nach und ließ Renko hinuntersteigen. Nach wenigen Minuten tauchte der Agent wieder auf.

„An den richtigen Stellen ist Sprengstoff platziert. Wenn der gezündet wird, stützt hier alles wie ein Kartenhaus zusammen."

„Kannst Du das Zeug entschärfen?"

„Sicher. Die Frage ist nur, ob rechtzeitig." Renko seufzte. „Ich brauche jemand, der mir da unten leuchtet, weil ich beide Hände zum Entschärfen benötige."

„Natürlich. Ich geh mit Dir da hinunter. Ray, Du versuchst Dein Glück mit den kleinen Ladungen in den Servern. Kannst Du das alleine oder brauchst Du Hilfe?"

„Ein zweites Paar Hände wäre nicht schlecht."

Joann nickte. „Nate soll Dir helfen. Und Eric soll dafür sorgen, dass jemand den Zugang zur Scheune überwacht."

„Verstanden." Der junge Agent drehte sich um und ging Richtung Tor.

„Ray?"

Joanns Partner blieb stehen und drehte sich um. „Ja?"

„Sei vorsichtig."

„Ihr auch."

Callen blieb so abrupt stehen, dass Sam in ihn hineinlief.

„G, verdammt, pass doch auf!"

„Da morst jemand, Sam, mit einer Taschenlampe!"

Konzentriert sahen die beiden Männer in die Dunkelheit.

„Das heißt ‚Zwei NCIS-Agenten voraus'. Wir laufen hinter Kensi und Deeks her."

„Wie vermutet, Sam. Beeilen wir uns, damit wir sie einholen."

Kensi verlangsamte ihr Tempo, als sie voraus ein schwaches Licht entdeckte. Sofort schaltete sie ihre Taschenlampe aus. Deeks folgte ihrem Beispiel.

„Wir sollten auf Verstärkung warten, Kensi. Keiner von uns weiß, was uns dort erwartet."

„Nein, Deeks. Wenn wir warten, könnte Mason verschwinden. Wir müssen ihn unbedingt aufhalten." Kensi ging entschlossen weiter, sicher, dass Deeks ihr folgen würde.

Leise vor sich hin murmelnd tat Deeks das auch. Trotzdem warf er immer wieder einen Blick hinter sich. Kurz bevor sie die Lichtquelle erreichten, sah Deeks, worauf er gehofft hatte.

„Kensi, warte! Hinter uns!"

Alarmiert drehte sich Kensi um. Sofort sah sie den Strahl von zwei Taschenlampen. Deeks wollte seine Partnerin in Deckung ziehen, doch sie wehrte sich.

„Stop, Deeks! Sieh doch!"

Einer der Lichtstrahlen verschwand, während der andere begann, unregelmäßig zu blinken. Ohne eine weitere Erklärung ließ Kensi ihre Lampe ebenfalls aufblitzen. Kurz darauf erschienen wieder zwei Lichtkegel und Deeks konnte schnelle Schritte hören.

„Das sind Callen und Sam. Wir gehen weiter, sie holen uns schon ein." Kensi drehte sich um und ging zielstrebig auf die Lichtquelle zu.

„Wir sollten auf die zwei warten, Kensi. Es wird nur einen Augenblick dauern." Deeks war besorgt. „Mason ist gefährlich und mit Sicherheit nicht alleine. Zu viert haben wir eine größere Chance ihn zu erwischen."

„Wir müssen ihn erst finden, Deeks. Jeder Moment, den wir hier verschwenden, weil wir warten, kann ihm die Flucht ermöglichen. Sam und Callen müssen sich eben beeilen."

Deeks gab auf. Kensi wollte nicht warten und setzte, wie immer, ihren Kopf durch. Er konnte nichts weiter tun, als seiner Partnerin den Rücken zu decken.

Schließlich erreichten sie das Ende des Ganges. Er mündete in einer kleine Kammer, in der eine einsame Lampe brannte. An der Wand gegenüber befanden sich Sprossen, die nach oben führten. Vorsichtig warfen beide einen Blick nach oben. Die Sprossen führten ins Freie, sie konnten blauen Himmel erkennen.

„Okay, ich gehe vor und Du deckst mich." Ohne auf Deeks' Antwort zu warten, kletterte Kensi los.

Sie war schon ein paar Sprossen hoch, als Deeks Geräusche hinter sich hörte. Er wirbelte mit gezogener Waffe herum, die Sprossenleier in seinem Rücken. Mit einem Seufzer der Erleichterung ließ er die Waffe wieder sinken.

„Ihr konntet wohl nicht auf uns warten, Deeks, oder?"

„Versuch Du doch, Kensi zu bremsen, Sam, wenn sie sich etwas in den Kopf gesetzt hat." Deeks deutete kurz nach oben. „Ich geh ihr mal besser hinterher."

Diesmal war er es, der nicht auf eine Antwort wartete, sondern sofort handelte.

Joann lief der Schweiß über das Gesicht. In dem Kriechkeller war es unangenehm heiß. Trotzdem schaffte sie es, ruhig zu atmen und die Taschenlampe für Renko ohne Zittern zu halten. Ihr Kollege arbeitete ebenfalls vollkommen ruhig und gab ihr nur hin und wieder knappe Anweisungen. Zwei der Bomben hatten sie bereits entschärft, noch drei weitere lagen vor ihnen. Ray und Nate kamen schneller voran. Die Baupläne, die Eric Ray gemailt hatte, waren sehr hilfreich. Joann und Renko dagegen mussten ohne diese Hilfe auskommen.

„Okay, ich hab's fast…Das war's. Wir können weiter zur nächsten, Jo." Renko klang erschöpft, arbeitete aber unbeirrt weiter.

Erleichtert, sich bewegen zu können, folgte Joann auf allen vieren ihrem Kollegen. „Autsch!" Leise vor sich hin fluchend rieb sich Joann ihren Kopf. Ein Vorsprung in der sowieso schon niedrigen Decke war mit ihrer Stirn kollidiert.

„Alles klar?"

„Ja, Mike. Das gibt bloß 'ne Beule."

„Gut, hier ist die nächste."

„Wieder die gleiche Bauart?"

„Sieht so aus. Erleichtert mir die Sache."

„Aber nicht leichtsinnig werden, Mike."

Renko lachte leise. „Ganz bestimmt nicht, Jo." Dann wurde er wieder ernst. „So, leuchte mir mal dorthin. Ja, genau so."

Während Joann und Renko im Kriechkeller schwitzend ihrer gefährlichen Arbeit nachgingen, arbeiteten Ray und Nate über ihnen in einem deutlich kühleren Klima. Auch sie hatten die Aufgaben aufgeteilt. Ray entschärfte die kleinen Sprengsätze, während Nate die Handreichungen machte.

„Und wieder einer weniger." Für einen Moment zitterten Rays Hände, als er Zünder und Sprengstoff getrennt an die Seite legte. „Ich muss schneller werden, sonst bekommen wir nicht alle rechtzeitig hier raus. Dann nützt es wenig, wenn Jo und Renko die Gebäudebomben entschärfen."

„Du musst vor allen Dingen die Ruhe bewaren, Ray. Wir schaffen das schon. Wenn Du versuchst, schneller zu werden, machst Du nur einen Fehler. Okay?"

Ray seufzte. „Ja, schon gut, Nate. Hier ist die nächste, machen wir weiter."

Vorsichtig lugte Kensi über den Rand des Einstiegs, konnte aber außer Natur nichts sehen. Langsam stieg sie heraus, sah sich aufmerksam um.

„Alles klar, Jungs, Ihr könnt raufkommen."

Sie hatte noch nicht ganz ausgesprochen, als Deeks auch schon neben ihr stand. Rücken an Rücken sicherten sie die Umgebung, bis Sam und Callen ebenfalls oben waren.

„Wo ist er hin?" Deeks sah sich immer noch um, konnte aber niemanden sehen oder hören.

Kensi und Sam hatten ihren suchenden Blick inzwischen dem Boden zugewandt.

„Sie sind dort lang. Drei Leute. Wahrscheinlich Männer."

Kensi ging in die Hocke, musterte die Spur genauer. „Und sie hatten es eilig. Sie sind sehr schnell gegangen, fast schon gelaufen." Kensi erhob sich. „Wir müssen uns beeilen. Los, Leute!" Sie rannte los.

Ein kurzer Blick zwischen den drei Männern, dann folgten sie Kensi.

„Eric, kannst Du uns hören?"

„Ja, Callen, klar und deutlich. Wir haben Euch auch wieder auf dem Schirm."

„Wir verfolgen jemanden, wahrscheinlich Mason und zwei Begleiter. Zeigen Euch die Sattelitenbilder etwas?"

„Nell wertet sie gerade aus. Wir haben außerdem einen Hubschrauber in Eure Richtung geschickt. Es sind Männer von Quinlan an Bord. Sie halten ebenfalls Ausschau. Wir melden uns, sobald wir etwas entdeckt haben."

„Verstanden, Eric. Wie sieht es auf der Ranch aus?"

„Dank der Verstärkung haben wir die Situation fast unter Kontrolle. Es wird sicher nicht mehr lange dauern. Allerdings gibt es immer noch Explosionen. Renko und Ray entschärfen Sprengsätze in der Scheune mit dem Serverraum. Joann und Nate unterstützen die beiden."

„Was wisst Ihr inzwischen über die Sprengladungen, Eric?"

„Die Bauarten sind unterschiedlich. Einige konnten Nell und ich identifizieren. Leider sind auch die Auslöser verschieden. Es gibt Zeitzünder, Bewegungssensoren und Funkempfänger. Letztere bereiten uns die meisten Sorgen, weil wir nicht wissen, wer die Signale auslöst und wann."

Callen seufzte. „Mit welchen Auslösern haben es Renko und Ray zu tun?"

„Funk, Callen."

„Ich denke, die Scheune ist abgeschirmt? Wie können die Sprengsätze da Funkauslöser haben?" Sam war trotz des hohen Tempos dem Gespräch gefolgt.

Eric stutzte. „Keine Ahnung, Sam. Ich prüfe das."

Sam und Callen tauschten einen besorgten Blick aus, bevor sie sich daran machten, Deeks und Kensi einzuholen.

„Das ist die letzte." Joann konnte ihre Erleichterung nicht verhehlen. Sie war nassgeschwitzt und die unnatürliche Körperhaltung verursachte ihr an diversen Stellen Muskelkrämpfe sowie Rückenschmerzen.

Renko ging es nicht viel besser. Allerdings vergaß er sämtliche Beschwerden, sobald er sich auf das Entschärfen konzentrierte. „Du bist gleich erlöst, Jo." Er lächelte schwach und machte sich dann an die Arbeit.

Über ihnen arbeitete Ray mit Hochdruck. Joann hatte ihm immer wieder gesagt, wie wichtig es für einen Agenten sei, sich auf sein Bauchgefühl zu verlassen. Das sagte ihm jetzt, das ihnen die Zeit weglief, obwohl Ray keinen Grund dafür finden konnte.

„Agent Wingate?"

Ray und Nate drehten sich langsam zu dem hereingekommenen Kollegen um. „Ja?"

„Ich soll Ihnen von Eric Beale etwas ausrichten: Um diese funkgesteuerten Sprengsätze auszulösen, hat die Scheune auf dem Dach einen Empfänger. Er kann nicht feststellen, wie genau die Weiterleitung läuft. Allerdings vermutet Mr. Beale, dass sich im inneren des Gebäudes Sender gibt, die durch Leitungen vom Empfänger auf dem Dach angesteuert werden. Und Hetty lässt Ihnen ausrichten, dass Mason wieder senden kann. Sie und Ihre Kollegen sollen umgehend die Scheune räumen." Der Agent sah sich unbehaglich um. „Wir haben draußen bereits eine Sicherheitszone um das Gebäude gelegt."

Ray nickte knapp. „Verstanden. Sehen Sie zu, dass Sie rauskommen."

Der Mann ließ sich nicht zweimal bitten.

„Nate, informier Jo und Renko, dann verschwinde."

„Und was machst Du?"

„So lange wie möglich weiter. Je mehr ich von diesen kleinen Mistdingern entschärfen kann, um so mehr Daten können wir retten."

Nate sah den jungen Mann kurz prüfen an, dann ging er zur Falltür in den Kriechkeller. „Jo? Renko? Ich habe ein paar Neuigkeiten." Er setzte die beiden ins Bild und ging dann zu Ray zurück.

„Was machst Du noch hier, Nate? Verschwinde!"

„Nein, Ray. Wenn ich Dir helfe, geht es schneller. Diskutiert nicht, sonder mach weiter."

Ray knurrte irgend etwas unverständlich vor sich hin, versuchte aber nicht mehr, Nate wegzuschicken.

„Jo, geh raus, ich erledige das hier alleine."

„Halt die Klappe, Mike, und mach weiter." Joann verstecke ihre Sorge hinter burschikosem Auftreten.

„Da vorne!" Kensi deutete zwischen die Bäume. Sie hatte die Zielpersonen entdeckt.

„Kensi, Deeks, dort lang. Sam, wir gehen hier weiter." Mit knappen Gesten unterstrich Callen seine Anweisungen, denen widerspruchslos Folge geleistet wurde.

Extrem angespannt näherten sich die vier Agenten den Verdächtigen. Die hatten ihr Lauftempo gedrosselt und sahen immer wieder nach oben.

„Eric, was ist mit unserer Luftunterstützung?"

„Sie sind ganz in der Nähe, Sam, und melden einen Helikopter, der sich Eurem Standort nähert. Deswegen halten sie sich bedeckt und beobachten ihn. Seid vorsichtig."

„Verstanden, Eric." Sam warf einen kurzen Blick zu Callen, der nur nickte. „Kensi, Deeks?"

„Alles klar, Sam."

„Callen, Ihr nähert Euch einer Lichtung, die groß genug ist, dass ein Helikopter dort landen kann. Quinlans Leute meinen, der Heli steuert direkt darauf zu."

„Verstanden." Callen sah Sam an. „Wir müssen ihn erwischen, bevor der Helikopter hier ist."

Er nickte. „Gehen wir es an."

Mit Höchsttempo näherten sich die NCIS-Agenten der Lichtung. Leider war Deeks nun mal nicht sehr naturtauglich und schaffte es daher nicht, sich lautlos zu nähern. Die Männer auf der Lichtung drehten sich um und schossen sofort.

„Du Idiot!" Kensi zischte Deeks wütend an, während sie in Deckung ging. „Ich habe Dir doch gesagt, Du sollst nicht wie einer Herde Nashörner durch die Gegend stampfen!"

Deeks biss die Zähne zusammen, ignorierte sie und begnügte sich damit, das Feuer zu erwidern.

Nur wenige Augenblicke später tauchte der Helikopter auf und nahm die Agenten ebenfalls unter Beschuss.

„Eric, es wird Zeit, dass Quinlans Leute kommen!" Callen zielte auf den Piloten, während seine Kollegen auf die anderen schossen.

„Wir sind schon da, Agent Callen." Über der Lichtung tauchte ein weiterer Helikopter auf. Die Männer in ihm eröffneten das Feuer.

Callen konzentrierte sich wieder auf die Männer am Boden. Der Anblick ließ ihn sofort reagieren „Eric! Jo und den anderen müssen aus der Scheune raus! Sofort! Mason hält einen Sender in der Hand!"

„Joann?…Ray?…Meldet Euch!…Nate?…Renko?…Kann mich jemand hören?" Verzweifelt versuchte Eric, seine Kollegen zu erreichen. Obwohl er keine Antwort erhielt, gab er nicht auf. „Verschwindet aus der Scheune! Jetzt! Die Bomben können jeden Moment hochgehen!…Gibt mir mal jemand eine Antwort?"

Während Eric sich bemühte, seine Kollegen aus dem Gefahrenbereich zu evakuieren, starrte Nell die Sattelitenaufnahme des Einsatzes an. Mit Entsetzten sah sie, wie eine Ecke der Scheune explodierte. „Nein!" Hastig tippte sie auf ihrer Tastatur und rief einen engeren Bildausschnitt auf.

Hetty stand abwartend in der Ops und beobachtete den Einsatz auf dem großen Monitor. Sie wirkte ruhig und ausdruckslos wie immer. Mit leicht hochgezogener Augenbraue betrachtete sie die Trümmer der Scheune.

„Nell? Eric?"

„Ich empfange nur noch Rauschen, Hetty, aber ich versuche es weiter." Eric rief nach und nach alle Agenten an, bekam aber weiterhin keine Antwort.

„Es scheint nur diese Ecke des Gebäudes betroffen zu sein. Ray und Renko müssen die meisten Bomben entschärft haben, sonst wäre das ganze Gebäude eingestürzt." Nell vergrößerte den Bildausschnitt wieder. „Wir haben zwar keinen Funkkontakt, aber ich sehe Menschen herumlaufen. Möglicherweise hat die Explosion den Funkkontakt gestört."

„Was ist mit unseren Leuten in der Scheune?"

Nell schüttelte den Kopf. „Ich kann niemanden genau erkennen. Tut mir leid."

„Kann sich mal endlich jemand bei mir melden? Hallo? Hört mich jemand?" Frustriert tippte Eric auf seine Tastatur und versuchte, den Kontakt zur Einsatzgruppe wieder herzustellen.

„Er…?…Dich…hö…! Irgen…den…kehr!...ric? Uns…ut!…E...?"

„Bitte wiederholen! Der Funkverkehr ist gestört!" Da sich endlich jemand meldete, verwandelte sich Erics Frustration in Aufregung.

„Das war's! Machen wir, dass wir hier raus kommen." Renko klang erleichtert, während er Joann den Sprengstoff gab.

Sorgfältig packte sie das Material in den Rucksack und machte sich dann auf den Weg zur Falltür. „Ich hoffe, Ray und Nate haben es auch geschafft, damit wir alle hier verschwinden können." Verschwitzt und verdreckt stieg Joann aus dem Kriechkeller.

Renko hatte die Zünder bei sich und sah nicht weniger mitgenommen aus als Joann. „Ray, wie weit bist Du?"

„Wir haben ungefähr dreiviertel der Server geschafft." Ray klang gleichzeitig müde und angespannt. „Uns läuft die Zeit weg."

Renko sah ihn mit gerunzelter Stirn an. „Wieso?"

„Keine Ahnung, sagt mir mein Bauchgefühl."

Renko stellte das nicht weiter in Frage. „Ich helfe Dir. Joann, Nate, bringt den Sprengstoff und die Zünder raus." Mit diesen Worten drückte er dem Psychologen die Zünder in die Hand.

Einen kurzen Augenblick erwog Joann, zu protestierten, doch dann verzichtete sie darauf. „Sicher. Komm, Nate."

Die beiden Agenten hatten etwa die Hälfte des Soldatenquartiers durchquert, als ein junger Kollege hineingerannt kam.

„Eine dringende Nachricht von Eric Beale! Sie müssen hier sofort raus!"

Ohne zu zögern drückte Joann den Rucksack dem verblüfften Mann in die Hand, drehte sich um und lief zurück zum Serverraum.

„Raus da! Sofort! Die Bomben gehen hoch! Ray, Mike, raus! Jetzt!"

Die beiden Männer reagierten umgehend, ließen alles stehen und liegen und rannten hinter Joann her zum Ausgang der Scheune.

Die Druckwelle der Explosion schleuderte die Agenten nach vorne. Für einen kurzen Moment war nichts zu hören, dann wurde die Stille durch Husten unterbrochen. Joann zog sich auf die Knie und sah sich nach ihren Kollegen um. Nate stand einige Meter vor ihr. Langsam verschwand der Schrecken aus seinem Gesicht und machte Erleichterung Platz.

„Geht es Dir gut, Jo?"

Joann drehte sich um. Ray rappelte sich hinter ihr auf die Füße. Mit Erleichterung entdeckte sie Renko direkt neben ihrem Partner.

„Ja, was ist mit Euch?"

„Alles in Ordnung." Ray stand bereits und zog Renko mit hoch.

„Mit mir auch."

„Das war ganz schön knapp." Nate starrte auf die Staubwolke, die sich am anderen Ende des Gebäudes erhob.

„Vielleicht geben Sie das besser mir." Einer der Sprengstoffentschärfer nahm Nate die Zünder ab. Ein weiterer hielt bereits den Rucksack mit dem Sprengstoff in der Hand. Der junge Agent hatte ihn mit großer Erleichterung abgegeben.

„Eric?…Nell?…Hetty?…Hört uns jemand?" Joann versuchte, die Zentrale zu erreichen. „Falls uns jemand hört, es geht uns gut….Eric?" Sie runzelte die Stirn. „G?…Sam?…Ist da draußen jemand?…Kensi?…Marty?…Kann mich jemand hören?"

Fragend schaute Joann ihre Kollegen an, erntete aber nur Kopfschütteln. Niemand erreichte die Ops.

„Vielleicht hat die Explosion den Funk gestört." Ray griff nach seinem Handy und wollte Erics Nummer im Hauptquartier wählen. „Ich habe kein Netz. Was ist mit Euch?" Diesmal erntete er das Kopfschütteln. „Okay, machen wir einfach weiter."

Die Sprengstoffentschärfer kümmerten sich um die Scheune, während Joann sich einen Überblick über die Situation verschaffte.

„Agent Quinlan! Immer da, wenn man Hilfe braucht." Auch wenn sie praktisch nichts über den Mann wusste, vertraute Joann ihm. Da sie ihn außerdem wirklich mochte, kam ihr Lächeln von Herzen. „Können Sie mir was zum Stand der Dinge sagen? Ich erreiche niemanden im Hauptquartier."

„Agent MacKenzie! Irgendwann müssen wir uns mal treffen, ohne dass auf uns geschossen wird." Er erwiderte ihr Lächeln. „Anscheinend hat die Explosion eine Störung im Funkverkehr verursacht. Aber davon abgesehen, haben wir die Situation unter Kontrolle. Bevor der Funkverkehr zusammengebrochen ist, haben meine Leute gemeldet, dass Flynn Mason gestellt wurde. Es hat einen Schusswechsel gegeben und dann war der Kontakt weg."

Joann riss sich zusammen und verdrängte ihre Besorgnis. Sie konnte für ihre Kollegen genauso wenig tun wie Quinlan für seine.

„Was halten Sie von Steak und Bier, wenn das hier vorbei ist?" Offen lächelte Joann ihr Gegenüber an.

„Das klingt fantastisch. Ich rufen Sie an." Quinlans Gesichtsausdruck war ebenfalls offen.

Joann nickte. „Nun, dann versuchen wir mal, Ordnung in dieses Chaos zu bringen und den Funkkontakt zum Hauptquartier wieder herzustellen."

Joann und Quinlan nahmen Meldungen der Agenten entgegen und gaben Anweisungen. Gleichzeitig versuchten sie immer wieder, Kontakt mit dem Hauptquartier und den eigenen Leuten aufzunehmen.

„Kann sich mal endlich jemand bei mir melden? Hallo? Hört mich jemand?"

„Eric? Wir können Dich hören! Irgendetwas stört den Funkverkehr! Eric? Uns geht es gut! Eric?"

Joann war erleichtert, Erics Stimme zu hören. Leider schien er sie nicht hören zu können.

„Bitte wiederholen! Der Funkverkehr ist gestört!"

„Eric, dass wissen wir! Kannst Du mich hören? Hast Du was von G und den anderen gehört? Eric?" Für einen Moment hörte Joann wieder nur Rauschen, doch dann kam Erics Stimme klar und deutlich durch.

„Joann? Seid Ihr in Ordnung?"

„Ja, Eric. Uns geht es gut. Die Explosion in der Scheune hat niemanden verletzt. Dank Deiner Warnung sind wir schnell genug raus gewesen. Was ist mit den anderen?"

„Sie stehen unter Beschuss durch den Helikopter, mit dem Mason fliehen wollte. Quinlans Leute sind zu ihrer Unterstützung dort. Mehr kann ich Dir im Moment nicht sagen."

„Danke, Eric. Auf der Ranch haben wir die Situation unter Kontrolle. Wir brauchen Krankenwagen und Sanitäter, außerdem müssen die Gefangenen abtransportiert werden. Kümmere Dich bitte darum."

„Natürlich, Joann, schon dabei."

Trotz des Schusswechsels versuchte Callen, das Hauptquartier zu erreichen. „Eric, hast Du Jo erreicht? Sind sie aus der Scheune raus?" Statt einer Antwort hörte er nur ein Rauschen in seinem Ohrhörer. „Eric?…Nell?…Hetty?" Callen war Sam einen fragenden Blick zu und erntete nur Kopfschütteln. „Kensi, Deeks, könnte Ihr das Hauptquartier erreichen?" Aber auch von diesen beiden Kollegen kam keine Antwort. Was immer Mason getan hatte, störte den Funkverkehr komplett.

Mason und seine Bodygards hatten sich hinter einer dichten Baumgruppe verschanzt. Noch bekamen sie Deckung vom Helikopter, aber der kam immer mehr durch Quinlans Männer in Bedrängnis. Es war nur noch eine Frage der Zeit, bis Mason sich ergeben musste oder erschossen wurde. In diesem Moment gab es einen lauten Knall und der Motor von Masons Hubschrauber fing an, zu stottern. Der Pilot konnte seine Maschinen nicht mehr halten und geriet ins Trudeln. Schreiend fiel einer der Männer aus der offenen Tür. Der Helikopter schmierte ab. Kurz darauf war eine Explosion zu hören und eine große Feuersäule erschien über den Baumkronen.

Die NCIS-Agenten nutzten diesen Vorteil sofort aus. Auch ohne Funkkontakt untereinander waren sie in der Lage, organisiert und gemeinsam zu handeln. Zielstrebig näherten sie sich von zwei Seiten der Baumgruppe, gedeckt durch Quinlans Leute. Trotz heftiger Gegenwehr gelang es ihnen, die beiden Leibwächter auszuschalten.

„Mason, geben Sie auf! Sie haben keine Chance!" Callens Stimme verriet seine Entschlossenheit.

Zur Antwort schoss Mason auf ihn. Damit hatte der Ex-CIA seine Position deutlich zum Ausdruck gebracht.

Sam und Callen tauschen einen kurzen Blick, dann eröffneten beide das Feuer. Kensi, Deeks und die Verstärkung schlossen sich ihnen an. Der Schusswechsel dauerte nicht lange an. Schweigend standen die Agenten vor ihrem toten Gegner.

„So habe ich mir das nicht vorgestellt." Kensi fühlte sich plötzlich leer.

Deeks starrte den Toten an. „Er ist so alt. Irgendwie hatte ich erwartet, dass er…ich weiß nicht, jünger ist?"

„Er hat mit Hetty gearbeitet. Also wird er wohl kaum in unserem Alter sein." Sam sah kopfschüttelnd zu Deeks hinüber.

Callen und Quinlans Funker versuchten indessen, den Funkkontakt herzustellen.

„Eric, bitte melden!…Nell, kannst Du mich hören?…Hetty?" Callen hörte weiterhin nur Rauschen aus seinem Ohrhörer.

„Agent Quinlan, bitte kommen!…Agent Quinlan!…Sir?…Sir!…Ja, ich kann Sie verstehen….Nein, Sir, keine Verletzten, weder bei uns noch den NCIS-Agenten….Verstanden, Sir." Der Mann wandte sich zu Callen. „Agent Quinlan lässt Ihnen ausrichten, dass Ihr Team unverletzt ist."

Callen verzog keine Miene, trotz seiner Erleichterung. „Danke, Agent. Was ist mit Ihren Leuten?"

„Wir hatten ebenfalls Glück. Ein paar Verletzte, aber keine Toten." Der Mann warf einen knappen Blick auf die Leichen. „Was jetzt?"

„Sichern Sie hier alles. Sobald ich das Hauptquartier erreiche, schicke ich Ihnen den Gerichtsmediziner und die Forensik. Wir gehen zurück zur Ranch."

„Verstanden, Sir."

Callen gab seinen Kollegen ein Zeichen und die vier marschierten los.

Auf der Ranch wimmelte es inzwischen von Menschen: Sanitäter, Forensiker, örtliche Polizeibehörden, Feuerwehr, Sprengstoffspezialisten. Außerdem war ein Team von Computertechniker unter der Leitung von Eric unterwegs, die sich um den Serverraum kümmern sollten. Der Funkverkehr funktionierte wieder problemlos.

Erleichtert sah Joann ihre ankommenden Kollegen an. „Gut, dass Ihr zurück seid." Dann gab sie einen Statusbericht und sah Callen abwartend an.

Er nickte. „In Ordnung." Dann berichtete er in knappen Worten über Flynn Masons Schicksal.

Einen Moment herrschte Schweigen zwischen den Teammitgliedern, dann ergriff Kensi das Wort. Sie klang ungewohnt hart.

„Gut so. Irgendein teurer, findiger Anwalt hätte bestimmt einen Deal ausgehandelt und Mason wäre wieder frei herumgelaufen." Kensi warf einen kurzen Blick zu Deeks. „Wer weiß, was ihm dann wieder eingefallen wäre."

Joann verkniff sich jeden Kommentar, nickte aber heftig. Kensi hatte ihr aus dem Herzen gesprochen.

„Jo, Ray, wenn Eric ankommt, sichert Ihr ihn und die anderen Kollegen. Wir können noch nicht sicher sein, alle Männer von Mason gefunden zu haben. Kensi, Renko, Ihr helft Ihnen. Deeks, Du kommst mit uns mit. Wo ist Nate?"

„Er hilft bei den Verletzten." Renko hatte sich schnell von seiner Verblüffung erholt.

Bevor Callen etwas dazu sagen konnte, näherte sich ein Hubschrauber.

„Eric?" Callen lauschte in sein Ohrmikro. Es knackte und rauschte, dann kam Erics Stimme klar verständlich durch.

„Ja, Callen, ich kann Dich hören. Wir landen jeden Moment."

„Ich weiß, wir sehen Euch. Joann wird Dir alles zeigen."

„Verstanden, Callen."

„Und, Eric, wenn sie oder ein andere Agent Dir und den übrigen Technikern eine Anweisung gibt, tut Ihr umgehend, was Euch gesagt wird. Keine Diskussionen."

„Verstanden, Callen."

Ein leichtes Lächeln umspielte Joanns Lippen. Als ob Computertechniker jemals taten, was man ihnen sagte. Sie lebten in einer eigenen Welt und ignorierten den Rest. „Wir passen schon auf sie auf, G."

„Ich weiß." Callen lächelte nicht. Die Computertechniker, die gerade landeten, hatten keine Ausbildung für Agenten, sondern arbeiteten für den NCIS, weil sie Computergenies waren. Außer Eric hatte keiner Felderfahrung und auch seine waren gering und ganz bestimmt nicht ungetrübt. Ein Sack Flöhe hüten wäre wahrscheinlich einfacher. „Na, dann los."