Warnung! Extrem Kitsch vorraus. Gott, das Kapitel ist so überemotional geworden :D Aber vielleicht kommt es mir auch nur so vor. Wie auch immer ihr seit gewarnt. :D Viel spaß beim lesen. (Es ist übrigens das letzte kapitel)
Leicht schwankend lief Tugger den Weg zu Mistos Unterschlupf entlang. Er musste sich entschuldigen… und sich noch mal versichern, dass es Misto gut ging…Ja er hatte seine Fans wieder haben wollen und er gab ja auch zu, dass der kleine, schüchterne Kater Anfangs nur zum Langeweile vertrieb gedacht war. Doch dann wurde alles anders…Zu seinem Alltag als sexy Kater, der den Kätzchen den Kopf verdreht zurück zu kehren fühlte sich so…. falsch an.
Vor allem als er gesehen hatte wie Misto ihm mit hängenden Schultern den Rücken zu gedreht hatte… Und er hat geweint… glaubte Tugger zumindest. Er war sich nicht ganz sicher da ihm zu der Zeit schon sehr Schwindelig gewesen war… wie jetzt grade auch wieder.
Schwer atmend stützte Tugger sich mit seinem nicht verletzten Arm an Mistos Eingang, an dem er mittlerweile angekommen war und schob vorsichtig den Vorhang zur Seite.
Schweigend blickte Misto auf Tuggers Lederhandschuhe, die er in seinen Pfoten hin und her wendete. Mit dem Rücken an die Wand seines Unterschlupfes gelehnt ließ er auch den Kopf nach hinten gegen den kühlen Beton fallen und schloss die Augen. Jenny hatte Tugger die Handschuhe ausgezogen als sie ihn verarztet hatte. Misto hatte es für eine bessere Idee gehalten sie mitzunehmen bevor eines der Kätzchen aus Tuggers Fanclub sie mitnahm und dieser sie nie wieder bekam.
Und auch wenn der kleine, schwarze Kater es sich nicht eingestehen wollte, so musste er Tugger wieder sehen. Wenn auch nur um ihm seine Handschuhe wieder zu geben.
Nein. Ich kann sie auch einfach Vikki geben… sie wird sie ihm schon geben wenn ich sie darum bete…
Seufzend blickte Misto wieder nach unten, wo er abermals Tuggers Eigentum in den weißen Innenflächen seiner Pfoten hin und her drehte. Als plötzlich sein Vorhang zur Seite geschoben wurde schossen Mistos Ohren nach oben und sein Blick Richtung Eingang, ehe sich seine Augen weiteten. „T-Tugger!?"
Auch Tuggers Augen wieteten sich kurz, leicht erschrocken den kleinen Kater tatsächlich vor zu finden. Dann entspannten sich Tuggers Gesichtszüge und ein Lächeln legte sich auf seine Lippen. Es geht ihm gut…
„Hey…", sagte Tugger leise. „Kann ich… kann ich rein kommen?" Unsicherheit lag in seiner Stimme, nicht sicher ob Misto ihn überhaupt noch sehen wollte.
Eine Zeit lang starrte dieser ihn verwirrt an. „Em…ja! Ja klar ich em…. Solltest du dich nicht… ausruhen?" Besorgt wanderte Mistos Blick schüchtern zu Tuggers Arm, während dieser sich vorsichtig neben den schwarzen Kater setzte und sich ebenfalls mit dem Rücken an der Wand anlehnte. Tief einatmend ließ er den Kopf nach hinten fallen und schloss die Augen.
„Mach ich doch jetzt… hier."
„Oh…o-ok…" Nervös umklammerte Misto das weiche Leder in seinen Pfoten und blickte nach links, weg von Tugger, nicht sicher was er sagen sollte oder was Tugger als nächstes sagen würde.
Es verging eine schier unendliche Zeit, in der Schweigen herrschte. Unangenehmes Schweigen, wie Misto fand. Was wollte Tugger bloß hier? Sollte er nicht im Bett liegen und sich ausruhen. Oder sich zumindest von Bombalurina oder den Anderen umsorgen lassen. Das musste ihm doch wohl mehr gefallen als hier mit ihm zu sitzen … oder? Oder? Misto wusste einfach nicht mehr was er denken sollte oder was er von der Situation halten sollte.
Vielleicht-
Doch bevor Misto weiter nachdenken konnte seufzte der Mainecoon neben ihm tief auf und öffnete die Augen, was der kleine Kater jedoch nicht sehen konnte. Er blickte immer noch nach links, den Blick stur auf die hintere Wand gerichtet. Er wollte Tugger nicht ansehen, konnte nicht.
Tugger beugte sich leicht nach vorne, versuchte Mistos Gesicht zu sehen, doch er scheiterte.
„Ich…Ich bin froh, dass es dir gut geht. Tut mir leid … dass ich mich nicht sofort um dich gekümmert habe."
Das Leder so feste umklammernd, dass ihm die Knöchel weh taten flüsterte Misto: „ Darum geht's doch gar nicht…"
„Ich weiß…also…das mit uns-„
„Ich weiß schon…"
Verwirrt starrte Tugger Mistos Ohren an die sich nach hinten legten. „Du-?"
„Ja! Ich versteh schon… du kannst ruhig gehen. Zu den Anderen mein ich. Du… bist jetzt immerhin wieder ihr Held. Ich versteh schon, dass ich…", Mistos Schultern zitterten leicht und seine Stimme drohte zu ersticken. Tugger konnte es zwar nicht sehen aber er vermutete, dass der kleine weinte. Verdammt… warum-?
„…bloß ein Zeitvertreib war…"
Dann ging Tugger ein Licht auf. So meinte er das.
„Nein! Das stimmt nicht." Erschrocken sprang Tugger nach vorne, versuchte Misto an zu sehen. „Naja …Anfangs schon aber dann…" Tief einatmend schüttelte Tugger den Kopf, nicht sicher wie er Misto das erklären sollte. „Hör mal du verstehst das falsch. Ich-„
„Was soll ich denn da falsch verstehen? Ich bin doch nicht blöd Tugger!" In einer hastigen Bewegung drehte er sich zu dem Mainecoon um, der ihn erschrocken ansah. Mistos Lippen zitterten, so wie der Rest seines Körpers und Tränen liefen ihm über die Wangen.
„Misto…?" Als Tugger die Pfote ausstreckte, in dem Versuch dem kleinen Kater die Tränen weg zu wischen, drehte dieser sich wieder in die andere Richtung. Die Pfote und auch die Schultern sinken lassend starrte der Mainecoon auf das pechschwarze Fell vor ihm.
Warum hört er mir den nicht zu…? Es war für Tugger schon schwer genug sich selbst seine Gefühle einzugestehen. Wie sollte er es denn dann noch Misto erklären… wenn dieser ihm noch dazu nicht zuhören wollte….
Aus Mistos Richtung kam ein leises Schluchzen. „Geh jetzt…"
Langsam schüttelte Tugger den Kopf bis ihm auffiel, dass Misto das ja nicht sehen konnte.
„Nein.", sagte er entschlossen. Tugger wusste, das der schwarze Kater jetzt gerne allein wäre aber er würde jetzt nicht gehen und ihn in dem Glauben er wäre bloß ausgenutzt worden hier sitzen lassen.
Noch ein Schluchzer… „Bitte... bitte geh…"
Abermals schüttelte Tugger den Kopf und atmete tief ein. Jetzt oder nie…
„Misto Ich liebe dich!"
…
Draußen zwitscherten die Vögel. Ein leichter Wind wehte und in der Ferne war das Rauschen von Autos zu hören und doch schien es als wäre die Zeit stehen geblieben. Weder Tugger noch Misto hatten sich auch nur einen Millimeter bewegt. Der Mainecoon starrte auf die weiße Schwanzspitze vor sich, während Misto nach ein paar Mal hektisch blinzeln merkte, dass er aufgehört hatte zu weinen. Hatte er das grade wirklich gehört…? Hatte Tugger gesagt, dass…?
Tugger hörte wie Misto tief ein und wieder aus atmete und schwer Schluckte. Er hatte aufgehört zu zittern. Hoffentlich war das ein gutes Zeichen. Langsam drehte der schwarze Kater seinen Kopf nach rechts, blickte über seine Schulte und flüsterte ein kaum hörbares „was…?"
Ungläubig wanderte Tuggers Blick zu Mistos blauen Augen, ehe er verlegen lächelte und den Blick wieder abwandte. Noch nie in seinem Leben war Tugger etwas so peinlich gewesen. „Hör mal ich… sag das nicht jeden Tag. Das eine mal war schon schwer genug gewesen…" Darüber hinaus war Tugger sich sicher, dass er es nicht grade leise gesagt hatte….
Dann drehte Misto sich langsam zu ihm um. Er hat es wirklich gesagt… aber…
„Meinst du… das ernst?" Ungläubig und leicht ängstlich sah Misto den großen Kater vor sich fragend an. Abermals lächelte Tugger, diesmal aufrichtig. „Sonst hätte ich es nicht gesagt."
Sanft nahm Tugger Mistos Pfoten, die immer noch dessen Handschuhe umklammerten, in seine.
Dann atmete er tief ein und aus und sah in wunderschöne, blaue Augen.
„Ich…weiß auch nicht wie es dazu gekommen ist. Ja am Anfang hab ich bloß eine Beschäftigung gesucht und da kamst du genau richtig. Aber dann…"
Leicht den Kopf schüttelnd zuckte Tugger mit den Schultern.
„…wurde es anders… mehr. Noch nie hat sich etwas so…richtig angefühlt. Bei niemandem. Du bist… lieb und witzig und… wunder schön... Und es tut mir leid, dass ich dir wehgetan habe. Das du dachtest ich würde dich jetzt alleine lassen. Denn das werde ich nicht! Als die Anderen sich wieder für mich interessiert haben fühlte es sich zwar gut an aber… etwas hat gefehlt…du hast gefehlt. Und…ich… mach mich grade total lächerlich oder?"
Beschämt sah der Mainecoon auf seine Pfoten, die immer noch Mistos hielten.
Dieser war sprachlos. Mit großen Augen schüttelte er den Kopf. Nein er machte sich nicht lächerlich. Das… war das schönste was jemals jemand zu ihm gesagt hatte. Und das Beste war, dass er wusste Tugger meinte es ernst. Er war vielleicht manchmal ein Player aber er konnte auch ernst sein, dass wusste Misto. Und das hier war ernst. Das spürte er. Wieder kamen dem kleinen, schwarzen Kater die Tränen und er schluchzte leise auf, was Tugger aufblicken lies.
Erschrocken sah dieser, wie Misto abermals Tränen über die Wangen kullerten und als er diesmal die Pfote hob lies Misto zu, dass Tugger ihm sanft über die Wange strich.
„Hey… nicht weinen. Hab ich… hab ich was Falsches gesagt?" Als sich ein unsicheres Grinsen auf Mistos Lippen legte, machte Tuggers Herz schlagartig einen Hüpfer. Dann schüttelte der schwarze Kater den Kopf. „Nein…ich…ich hab bloß gedacht du… du hättest mich nur…naja ausgenutzt…"
Einen Vorwurfsvollen und auch leicht verletzten Blick aufsetzend sah er Misto an, während er nähe an ihn ran Rückte, so dass ihre Gesichte nur noch wenige Zentimeter voneinander entfernt waren.
„Komm schon. So ein großes Arschloch bin ich nun auch wieder nicht. Das solltest du mittlerweile wissen…oder?" Ja das wusste Misto. Jetzt wusste er es ganz genau. Tugger war kein Arschloch… und wenn, dann ist er jetzt mein Arschloch.
Lächelnd nickte Misto und sah Tugger dann schüchtern an, ehe dieser sich weiter nach vorne beugte, Mistos Kopf anhob und seine Lippen auf die des kleinen, schwarzen Katers legte. Ganz automatisch fielen Mistos Augen zu und er erwiderte den Kuss, während sich seine Arme um Tuggers Hals schlangen. Als sie sich wieder voneinander lösten legte Misto seinen Kopf auf Tuggers Schulter. „Ich liebe dich auch…"
Wieder bewegten sie sich nicht, ehe Tugger Misto sanft grade so weit nach hinten schob, dass er ihn ansehen konnte. Mit ausdrucksloser Miene beobachtet er wie Misto schüchtern zwischen Tugger und dem Boden hin und her sah, ehe sich ein breites Grinsen auf das Gesicht des Mainecoon Katers legte und er den kleiner wieder zu sich zog und ihn abermals küsste.
Vertieft in den Kuss zog er Misto mit sich, lehnte sich mit dem Rücken gegen die Wang und zog Misto auf seinen Schoß. Als sie sich wieder lösten legte sich unwillkürlich wieder ein Lächeln auf ihre Gesichter. Als Tuggers Blick zwischen sie fiel, wo Misto Pfoten ruhten wurde sein lächeln breiter und ein verwirrter Ausdruck legte sich auf seine Züge. „Sind das… meine Handschuhe?"
Augenblicklich verschwand Mistos lächeln als er erschrocken nach unten blickte und sich dann verlegen auf die Lippe biss. „Em…ja. Also… Jenny hat sie ausgezogen als sie dich verarztet hat und ich dachte… also … ich wollte sie dir wieder geben."
Ertappt zur Seite blickend hielt er Tugger die Handschuhe entgegen, der sie grinsend an sich nahm. „Natürlich wolltest du das. Danke." Erschrocken sah Misto Tugger in die Augen, „Doch wirklich! Ich wollte bloß nicht, dass… naja Jemima oder so sie klaut. Ich mein dann… hättest du sie wahrscheinlich nie wieder bekommen. Also ich mein-"
Mit einem Kuss wurde Mistos Erklärungsversuch ein Ende gesetzt, ehe Tugger ihn sanft anlächelte. „Ich versteh schon." Durch Mistos weißes Fell schimmerte ein Rot auf seinen Wangen durch.
Während Tugger damit beschäftigt war seine Handschuhe wieder an zuziehen blickte Misto auf seine Pfoten.
„Tugger?"
„Mhm?"
Einen Moment lang beobachtete Misto, wie der Mainecoon sich hochkonzentriert die Lederhandschuhe über seine Pfoten streifte, dann atmete er tief ein und sah Tugger ins Gesicht.
„Warum ich?"
„Was?" Verwirrt sah Tugger auf und unterbrach seine Tätigkeit, den linken Handschuhe bereits an gezogen.
„Naja warum ich? Warum nicht… Bombalurina oder Jemima? Oder eine Andere? Ich meine… alle mögen dich und sie sind alle so hübsch und… keine Kater…" Verlegen hatte Misto seinen Blick wieder gesengt.
Einen Augenblick lang herrschte schweigen, in dem Tugger über die Frage nachdachte. Ja warum Misto? Eben weil er ein Kater war? Weil er noch viel schöner war als sein ganzer Fanclub zusammen? Weil er ihm nicht blind hinterher lief wie die Anderen? Weil er ihn auch mochte wenn alle Anderen ihn ignorierten? Weil er der einzige war bei dem Tugger so seien konnte wie er wirklich war? Ja wegen all dem…
Sanft lächelnd schob er die rechte Pfote unter Mistos Kinn und hob seinen Kopf an, sodass der kleine Kater ihn ansehen musste.
„Warum du?... Ganz einfach. Weil du du bist."
„Und wie bin ich?"
Langsam beugte sich Tugger nach vorne, sodass sich ihre Lippen fast berührten. Braune Augen sahen tief in Blaue und ehe Tugger seine Lippen auf Mistos legte flüsterte er: „Du bist…anders. Anders als die Anderen. Besonders."
Endeoh mein Gott ich glaubs nicht :D meine erste Story ist fertig. Und ich habe sogar schon eine Fortsetzung im Kopf.
Ich hoffe wirklich es hatt euch gefallen und einen riiiiiiiiiesen Dank an alle Kommi schrieber. Vor allem an Sapphire Galaxy :*
Eure Kommentare haben mich immer so happy gemacht und mich ermutigt weiter zu schreiben. Danke :*
Lasst mich wissen ob ihr eine Fortsetzung wollt oder nicht und wie ihr das Ende bis jetzt findet :)
