Hello, sorry for the break. Again a writer's block. :/

This chapter is not so long. I wrote a little scene in Dirt. Thanks Diama and sister for the little hint. ;)


10. Worried

„Er lebt noch", sagte Dr. Tibbar leise.

Zum ersten Mal in seinem Leben warf Jake ein Dankgebet an den Himmel. Er wusste nicht wieso, aber dieser Satz löste in ihm eine Welle der Erleichterung aus.

Kopfschüttelnd stand der Arzt auf. „Ich gebe ihm jetzt eine Vitamin-Spritze. Er muss wieder zu Kräften kommen, sonst verlieren wir ihn für immer."

Murmelnd tastete er nach seinem Arztkoffer, zog eine Spritze auf und injizierte sie Rango in den Arm. Nachdem der Arzt nochmal die Tücher gewechselt hatte, entfernte er sich wieder. Er war so übermüdet, dass er nicht mal nachfragte, wer mit der Wache dran war.

Doch Jake hatte nichts dagegen, dass er mit Rango für einen Moment alleine war.

Kaum war der Arzt weg, wickelte Jake einen Teil seines Körpers neben das Chamäleon.

Er war so erschrocken gewesen, als er dachte, das Chamäleon wäre tot. Wieso?

Als der Bürgermeister ihn damals in den Bank-Tresor eingesperrt hatte, hatte es ihm überhaupt nicht gekümmert. Im Gegenteil. Er fand es sogar nur gerecht, dass dieser Sheriff mit seinem Leben bezahlte. Doch dann… dann änderte sich alles, als der Bürgermeister ihn mit dem Revolver bedrohte. Noch nie hatte jemand ihn so hinterlistig eine Falle gestellt. Außer Rango, der seine Schießwut ausgenutzt hatte, um ihn zu besiegen. Trotzdem konnte Jake es kaum glauben, dass Rango ihn wirklich erschießen wollte. Aber der Bürgermeister war skrupellos und hätte sogar seine eigene Mutter erschossen.

Rango war dagegen ganz anders. Er hatte nur aus Notwehr gehandelt, um die Stadt zu retten. Der Bürgermeister hingegen aus purer Machtgier.

Jake spürte eine Wut im Bauch. Er war froh, dass er den Bürgermeister dafür töten konnte. Dank Rango. Ohne ihn wäre er nie mit heiler Haut davon gekommen. Hätte er die Kugel nicht vorher aus dem Revolver entfernt, dann wäre er jetzt tot.

Jake schloss die Augen. Er gab es nur ungern zu, aber dass er noch lebte, verdankte er nur ihm. Zumindest in dieser Situation. War er ihm dafür nicht etwas schuldig?

Nachdenklich blickte Jake wieder auf das Chamäleon.

Im Grunde war das Chamäleon an seiner jetzigen Lage selber Schuld. Seine Lüge mit den Jenkins-Brüdern war einfach abscheulich gewesen.

Jake zischte. Er hasste Lügner. Im Grunde hatte das Chamäleon keine Hilfe verdient. Und trotzdem lag er jetzt hier. Neben ihm.

Jake seufzte. Müde legte er seinen Kopf auf den Boden. Er war viel zu müde, um weiter nachzudenken und schlief kurz darauf ein.


Nach ein paar Stunden besserte sich Rangos Zustand, was den Arzt sehr überraschte.

„Diese Echse ist mir echt ein Rätsel", murmelte er leise, während er das Chamäleon untersuchte. „Sein Puls ist wieder kräftiger geworden. Solange sich sein Zustand nicht verschlechtert, denke ich, hat er noch eine Chance."

Seine Augen wanderten zu Jake. Der Arzt hob die Augenbrauen. So nachdenklich hatte er den Killer noch nie gesehen. Doch er hielt es für das Beste nichts dazu zu sagen. Diese beiden waren für ihn ohnehin ein Buch mit sieben Siegeln.


Bohne bremste ihren Wagen ab.

„Hoh, hoh. Halt!"

Schnell stieg sie ab und ging zum Saloon rüber, wo es noch sehr laut war. Es war schon sehr spät, trotzdem befanden sich die meisten noch dort. Vor allem, weil es keinen gab, der ihnen das verbieten konnte, was immer der Fall war, wenn Rango nicht in der Stadt war.

Ohne anzuhalten, marschierte Bohne durch die Schwingtüren.

Drinnen ging es hoch her. Der Klavierspieler spielte, die Saloondamen tanzten, die Leute an der Bar leerten ein Glas nach dem anderen und Ambrose spielte wie immer Poker.

Bohnes Blick fiel auf Elgin, Sergent Truley, Löffel und Furgus, die sich mit Buford an der Theke unterhielten.

Hastig lief sie zu ihnen rüber.

„Habt ihr ihn gesehen?", fragte sie laut. Ihre Frage konnte man wegen dem Lärm kaum hören.

„Oh, guten Abend, Bohne", grüßte Sergent Turley zurück. „Wen meinst du?"

„Rango. Habt ihr ihn gesehen?"

Sergent Turley schüttelte den Kopf. „Nö!"

Er zog den Kopf ein, als jemand eine Flasche nach jemandem warf.

Buford verdrehte die Augen. „Sauerei", murmelte er. „Ich frag mich, wo dieser Mister steckt, der hier für Ordnung sorgt."

„Sei doch froh", sagte Elgin. „Dein Saloon ist länger voller als sonst."

Bohne seufzte. „Wie kann er nur so lange wegbleiben? Ich mache mir Sorgen."

Elgin machte eine wegwerfende Handbewegung. „Ach, er hat bestimmt wieder etwas gefunden."

Bohne schüttelte den Kopf. „Ich weiß nicht. Ich hab so ein eigenartiges Gefühl."

„Woher willst du das wissen?", fragte Löffel.

„Weibliche Intuition", antwortete Bohne bissig.

„Aber Bohne", sagte Sergent Turley. „Weißt du noch wie wir damals die Bankräuber gesucht hatten? Wie lange haben wir dafür gebraucht bis wir wieder zurück waren?"

Bohne überlegte kurz. „Zwei Tage oder fast drei Tage."

„Und wie lange war er weg gewesen, als er mal wegen Bill zum Dry Creek musste?", fragte Elgin.

Bohne zischte genervt. „Fünf Tage."

„Und wie lange war er weg, als er ohne etwas zu sagen, eine merkwürdige Sache in der Wüste untersuchen musste?"

Bohne rollte die Augen. „Fast eine Woche."

„Na bitte", sagte Elgin und trank sein Glas aus.

Doch Bohne gab sich damit nicht zufrieden. „Jetzt ist er aber schon zehn Tage weg. So lange kann doch niemand weg bleiben. Noch dazu ohne etwas vorher zu sagen. Da muss doch irgendetwas passiert sein!"

„Ach komm schon, Bohne. Denn bringt nicht so leicht etwas um. Ich bin sicher, der wird wieder auftauchen. Er ist doch ein Held, oder etwa nicht?"

„Und Helden kann nicht so leicht etwas umbringen", mischte sich Elbows ein.

„Aber er hatte mir letztes Mal einen Brief geschrieben", beharrte Bohne. „Jetzt nicht."

„Vielleicht hat er gerade keine Poststelle gefunden", sagte Buford. „Bohne, wir sind hier nicht in der Gegend, wo es an jeder Stelle ein Telefon gibt."

Bohne knurrte. „Ach, mit euch kann man ja nicht reden! Warum sind Männer so dickköpfig?"

Wütend drehte Bohne sich um und ging zur Tür. Es war sinnlos diese Unterhaltung fortzusetzen. Kaum war Bohne durch die Tür, sahen sich alle fragend an.

Elgin schüttelte den Kopf. „Frauen. Dass die sich immer solche Sorgen machen müssen."

„Zu meiner Goldgräber-Zeit war ich sogar mehrere Monate weg gewesen", sagte Löffel.

Elgin seufzte. „Wie meine Frau. Die hat mich immer danach gefragt wo ich hingehe. Klang immer wie meine Mutter."

„Und was ist wenn ihm doch etwas passiert ist?", fragte Ambrose, der die Unterhaltung mitgehört hatte.

„Wenn ihm etwas passiert wäre, dann hätten wir bestimmt davon gehört."

„Ich weiß nicht", meinte Waffles. „Leichen verschwinden sehr schnell in der Wüste."

Die Musik verstummte.

Waffles lächelte verlegen. „Das war ein Scherz."


Noch immer wütend ging Bohne zum Sheriff-Büro. Wenn man ihr nicht helfen wollte, dann wollte sie eben die Sache selber in die Hand nehmen. Zu ihrer Enttäuschung aber war das Sheriff-Büro geschlossen.

„Verdammt! Was mach ich jetzt?", murmelte sie. Rango hatte extra ein Sicherheitsschloss anbringen lassen. Zur Sicherheit, wie er es nannte.

Enttäuscht warf sie sich mit dem Rücken gegen die Tür und starrte ins Nichts.

Etwas war mit Rango passiert. Das spürte sie ganz deutlich.

Kurz entschlossen rannte sie die Straße runter und lief zu einem Haus. Dort hämmerte sie solange gegen die Tür, bis diese nachgab.

„Guten Abend, Miss Bohne", sagte Wounded Bird müde. „Sheriff schon zurück?"

„Leider nein", antwortete Bohne. „Deshalb brauche ich dich."

Wounded Bird hob die Augenbrauen. „Besser warten auf Sonne."

Bohne ließ ihn nicht ausreden. Sie packten den Indianer am Flügel und zerrte ihn mit nach draußen. „Nein! Wir gehen jetzt! Sofort!"


Okay, that was a little look in town. Next chapter comes soon.