Disclaimer: Bis auf Emerson Manor (samt Dorf und Umgebung), Alice, Zidane und der hässliche Idiot gehört mir nichts und niemand. Ich will mit der FF auch kein Geld verdienen (als ob so was möglich wäre O.o).
Madeline DeLeon: Tja, wer waren sie. Hmmmm.. ich habe so was von keine Ahnung unschuldig mit den Augen klimper
chibi: Du bist so schnief putzig! Danke! schnief sich Nase putz Und wegen Draco: Du hättest seinen Chara nicht besser beschreiben können bg
fighter-for-dragonheart: Willst du das wirklich wissen? Satz in dritt letzter Zeile mein
zissy: Ich weiß sich schämen geh Aber… kann man einen Malfoy einem Malfoy gerecht schreiben? Denkerpose einnehm Auf dass er auch dem Original gleicht? (Nur so unter uns, ich habe es bisher noch nie hinbekommen ° - Außer vielleicht in Addicted, aber diese FF stelle ich erst noch ins Internet.)
Danke euch Vieren für die Reviews! Und Danke allen Lesern! sich verbeug
Die Suche nach Glück
10. I'll stay with you
„Du bist nicht alleine. Was immer du auch am Montag gesehen hast … du kannst es mir sagen, wenn du willst … du musst aber nicht. Okay? Du bist nicht alleine."
Draco starrte auf den Boden, wagte vorerst nicht zu sprechen. Doch dann, ohne es kontrollieren zu können, öffnete sich sein Mund und er begann zu erzählen, „Wenn du sie wirklich sehen kannst … Alice Mann … er … er behandelt sie nicht gut - hat sie nicht gut behandelt … er … sie … sie stritten und er hat sie geschlagen …" Für einen kurzen Augenblick verlor er seine Stimme, dann setzte er leise fort, „Ich stand genau, wo sie damals stand und … diese Augen … es war schrecklich."
Harry ließ locker und drehte den Blonden zu sich um. Sanft hob er Dracos Kinn an und sah ihm mit einem weichen Blick in die Augen. Wie so oft verlor sich der Slytherin in diesem satten Grün und all seine Sorgen schienen wie weggeblasen. Ehe er sich selbst Einhalt gebieten konnte, glitten ihm folgende Worte über die Lippen, „Sie sind nicht so schön, wie deine."
Schnell realisierte er, was er soeben von sich gegeben hatte und errötete heftig. Er kehrte Harry den Rücken und versuchte das soeben gesagte wieder Richtig zu stellen, „Ich meine. Er ist alt und hässlich und verbraucht …"
Er hörte Harry leise lachen und drehte sich ihm mit einem verwirrt fragenden Blick zu. War er neuerdings zum Pausenclown erkoren worden, oder warum belustigte er den Gryffindor in letzter Zeit so oft? Nachdem der Dunkelhaarige sich gefasst hatte, kicherte er, „Deine Argumente, warum du mir ein Kompliment machst, sind einfach herrlich. Alt, hässlich und verbraucht… diese Worte sind eines Draco Malfoy würdig. Um nicht zusagen, dass sie typisch für dich sind."
Abwehren verschränkte der Blonde die Arme vor der Brust und schnappte, „Na und? Ich habe doch recht. Du solltest den einmal sehen." Ekel beutelte ihn. „Igitt. Und der war mit Alice verheiratet? Sie hat echt mein vollstes Mitleid."
„Wenigstens weiß ich jetzt, dass du etwas gegen Beziehungen mit einem großen Altersunterschied hast.", bemerkte der Dunkelhaarige.
Draco ging den Korridor entlang, gefolgt von Harry, und berichtigte, „Falsch. Ich habe etwas gegen diesen Typen. Er ist ein Typ und gewalttätig noch oben drein."
Harrys Miene wechselte schlagartig auf besorgt, als er wissen wollte, „Dir ist aber nichts passiert, als du das mit ansehen musstest, oder?"
„Nein. Ich bin nur ziemlich erschrocken.", winkte der Blonde ab und gestand, „Der Kerl kann Angst einflössend sein."
Beide stiegen die Treppe hinab, wo sie Zabini, Granger, Weasley, Finnegan, Crabbe und Goyle begegneten. Zugegebener Maßen, war diese Konstellation nicht gerade üblich, aber über die vergangenen Tage, hatten sich alle in dem Manor bereits daran gewöhnt und ebenso war es für die anderen kein außergewöhnlicher Anblick, wenn sie Draco und Harry zusammen wo antrafen.
Draco hob die Hand zum Gruß, als etwas anderes seine, und dieses Mal auch Harrys Aufmerksamkeit auf sich zog.
Alice Mann passierte die Eingangshalle gefolgt von Männern, von denen zwei Zidane festhielten. Der junge Mann wehrte sich heftig, wobei die Ketten der Hand und Beinschellen geräuschvoll raschelten.
„Lasst mich los! Ich habe nichts getan!", schrie er.
Alice Mann blieb umgehend stehen, drehte sich um und ging auf Zidane zu. Auch die anderen Männer hielten und lauschten dem Hohn des Älteren, „Das ist eine Lüge! Alle wissen, dass du nicht nur unsere Frauen verführt, sondern auch Gegenstände aus unseren Häusern entwendest hast. Aber…das wirst du und bald selbst erzählen."
Er wandte sich ab und ging auf den Salon zu. Noch ehe einer der Männer die Doppeltüre erreichte lösten sie sich im Nichts auf.
Draco und Harry tauschten kurzweilig Blicke, dann stürzte der Blonde los und stieß beide Türen auf. Im Salon saßen bereits einpaar der Schüler, die ihr Frühstück einnahmen, welche irritiert von ihrem Mahl aufschauten. Harry, so wie die anderen, waren Draco gefolgt und Zabini versuchte von dem Gryffindor herauszubekommen, was passiert war.
Draco kam zwischen den Tischreihen zum stehen und wandte sich zur Türe, als …
Alice Mann erschien knapp vor Draco und schritt durch ihn hindurch. Die Männer schliffen Zidane, der sich noch immer heftig wehrte, hinterher.
Nachdem Draco sich von dem Satz, den sein Herz gemacht hatte, gefangen hatte, wirbelte er herum beobachtete weiterhin das Szenario.
„Lasst mich! Verdammt, lasst mich gehen!", schrie Zidane nun fast hysterisch und jagte Draco eiskalte Schauer über den Rücken.
Alice Mann hielte rechts an der Wand in Fensternähe und drückte eine der grauen Ziegeln in hinein. Knackend und knarrend öffnete sich eine steinerne Türe und Zidane riss in Panik die Augen auf. Als sie ihn hinein zerrten, schrie er und strampelte noch mehr, doch um sonst. Die Wand schloss sich wieder und verbarg somit das, was hinter ihr geschah.
ooOoo
Harrys Herz raste und er meinte zu wissen, dass ihm alle Farbe aus dem Gesicht gewichen war. Er bekam einen weiteren Schrecken, als er erkannte, dass Draco sich zu der vermeintlichen Stelle hinbegab und eine zitternde Hand nach dem losen Ziegel ausstreckte. Er betätigte den Schalter und öffnete zur allgemeinen Verwunderung die Geheimtüre.
Ohne zu zögern, stürzte Harry zu dem blonden Jungen und kam strauchelnd hinter ihm zum Stehen. Die Türe war bereits halbgeöffnet, als er seinen linken Arm um Dracos Taille schlang, die rechte Hand über dessen Augen legte und ihn so an sich riss. Unangenehmer Weise kam ihnen ein Schwall des süßlichen Verwesungsgeruchs entgegen und Harry erblickte das, was Draco nicht sehen sollte. Ihm wurde übel und vor seinen Augen begann es zu flimmern, als die Türe sich geräuschvoll wieder schloss.
Ein Blick nach rechts verriet ihm, dass alle drei Professoren erschienen waren und Lupin den Schalter betätigt hatte. Snape zauberte um sie eine Blase, so dass niemand ihr Gespräch belauschen konnte. Erst jetzt nahm Harry wieder seine Hand von Dracos Augen, wagte es aber nicht ihm den benötigten Halt zu nehmen.
„Harry, was ist in letzter Zeit mit euch beiden los? Was habt ihr gesehen?", fragte Lupin sogleich.
Der Dunkelhaarige setzte zu einer Antwort an, doch Snape herrschte seinen Kollegen an, „Sie haben doch selbst gesehen, dass Mr. Malfoy und Mr. Potter Ereignisse von alter Herkunft sehen."
„Ja, aber solche Erscheinungen sind recht ungewöhnlich, außer Mrs. Chang sollte Recht behalten.", spektarkulierte Prof. Mc'Gonagall.
„Das glaube ich auch.", stimmte ihr Harry zu und zog wieder die Aufmerksamkeit der Professoren auf sich. Er wandte sich dem Blonden zu und suchte dessen Zustimmung, „Nicht wahr, Draco?"
Der Slytherin reagierte nicht.
„Draco?", Harry löste nun doch die Umarmung und ging um den Blonden herum. Dracos Augen waren geweitete, das Gesicht kreidebleich und die Lippen blutleer. Sanft legte Harry das blasse Gesicht in seine Hände und versuchte den Jungen dazu zu bewegen, ihm in die Augen zu sehen. Doch umsonst. Dracos Blick ging in die Leere, auch wenn der Schrecken in diesen blaugrauen Augen deutlich abzulesen war.
Ich habe Angst
Diese Worte hallten in Harrys Kopf wieder, was ihm die Erkenntnis lieferte, dass Draco nicht nur von seinem Fund schockiert, sondern auch von seiner Angst diesem Mann gegenüber gelähmt war. Wie konnte ein Mensch, der nicht einmal mehr lebte, solch eine starke Wirkung auf einen anderen Menschen haben?
„Harry?"
Der Gryffindor wandte sich Lupin zu, welcher meinte, „Kümmere du dich um Draco. Wir übernehmen diese Sache, okay?"
Harry nickte. Snape trat nach vorne und bestimmte, „Ich nehme Mr. Malfoy die Erinnerung an diesen Vorfall. Wie wir alle sehen, kommt er damit nicht zu Recht."
Bereitwillig trat der Gryffindor bei Seite und ließ dem Tränkemeister Platz, um den Vergessenszauber über Draco zu legen. Er blinzelte verwirrt, als Snape auch schon einen Schlafzauber über ihn legte, um Fragen auszuweichen. Draco kippte daraufhin nach vorne und in Snapes Arme. Dieser sah Harry nur auffordernd an und überließ ihm sozusagen den Blonden. Bevor er die Blase wieder verschwinden ließ bellte er, „Kein Wort zu den anderen. Und rate ihnen, Mr. Malfoy nicht darauf anzusprechen."
Harry nickte zustimmen und trug im Anschluss den Blonden aus dem Salon. Alle Schüler starrten auf Draco, der in Harrys Armen lag, als der Dunkelhaarige an ihnen vorbei schritt.
Er trug Draco auf ihr Zimmer und legte ihn dort in sein Bett. Glücklicher Weise war Cho bereits weg, was ihm lästige Fragen ihrerseits ersparte. Auch wenn er gefasster wirkte, musste auch er sich von diesem Schock erholen, denn was er sah, dem wäre er nicht einmal in seinen Alpträumen begegnet. Er wollte sich nicht weiter damit befassen und beschloss sich anderen, weitaus wichtigeren, Dingen zu widmen.
Harry ließ sich neben dem Blonden auf das Bett sinken und blickte in dessen schlafendes Gesicht. Draco sah so süß und unschuldig aus, fast als würde er ein Engel sein, der sich auf die Erde verirrt hatte. Sanft strich Harry ihm durch sein seidiges Haar und entlockte ihm ein zufriedenes Seufzen. Seine Finger glitten über die blasse Wange bis hin zu den rosigen Lippen. Dann hob er den Blick und sah zum Balkon hinaus.
ooOoo
Nach einiger Zeit erwachte Draco aus seinem Schlaf und öffnete langsam seine Augen. Es war so hell, dass er sie im ersten Moment wieder zukniff. Sobald er sich an die Helligkeit gewöhnt hatte, setzte er sich auf und sah sich verwundert um. Er konnte sich nicht entsinnen, den Weg zurück in sein Bett angetreten zu sein. Noch dazu … war er vollkommen alleine.
Er sah zu Harrys Bett und erinnerte sich daran, dass dieser eigentlich zuletzt mit ihm unterwegs war, doch dann? Seine Erinnerungen waren wie ausgelöscht. Er ging mit Harry zum Salon hinunter und traf dort Zabini und die anderen, doch dann … verblassten seine Erinnerungen, beziehungsweise verschwanden im Nichts.
Frustriert seufzend entschied er, dass es keinen Sinn machte, sich weiterhin den Kopf zu zermartern und verließ sein Bett. Als er sich umwandte, er blickte er Harry, der auf dem Balkongeländer saß und in die Ferne schaute. Scheinbar war der Blonde doch nicht so alleine, wie er angenommen hatte. Er ging zu dem Gryffindor hinaus, verweilte allerdings im Türrahmen, als er den anderen eine Melodie summen hörte.
Es war seltsam ausgerechnet Harry summen zu hören, da Draco zugegebener maßen annahm, dass der Dunkelhaarige keinen einzigen Ton treffen würde, aber wie er sah/hörte, hatte er und ungefähr 97 von Hogwarts sich geirrt. Zumindest summen konnte er. Allerdings fragte sich der Slytherin, was für ein Lied er summte, da es ihm bekannt vorkam. Langsam ging er auf den Gryffindor, der ihn bemerkte und zu summen aufhörte.
„Nein, höre nicht auf.", bat der Blonde und Harry kam seiner Bitte nach. Draco kletterte auf das Geländer und setzte sich dem Anderen gegenüber hin. Sein Blick fiel in die Ferne und ein warmes Gefühl erfüllte ihn. Wieder sah er zu Harry, der aufgehört hatte und ihn nun musterte.
Draco blickte ihm in die Augen, als er – ohne es zu ahnen – mit einem naiv-süßen Gesichtsausdruck fragte, „Was war das für ein Lied? Es kam mir bekannt vor, aber ich weiß nicht, woher ich es kenne."
Harry lächelte entschuldigend und gestand, „Ich weiß es auch nicht, aber es schwirrte schon länger in meinem Kopf herum."
„Hm.", machte Draco und sah nachdenklich zum Wald.
„Wie geht es dir?", wollte der Gryffindor überraschender Weise wissen und erntete somit einen verwirrten Blick Seitens des Slytherins.
Zögernd kam die Antwort, „Ähm … gut … kann mich nicht beklagen …"
Harry atmete erleichtert aus, was Draco noch mehr verwirrte. Allerdings war die Verwirrung perfekt, als er von irgendwoher eine weibliche Stimme hörte, die sang:
There was a field in my old town
where we always played hand in hand …
Draco tauschte mit Harry Blicke, ehe beide nach unten sahen, wo sie Alice erblickten, die entlang des Waldrandes ging.
…the wind was gently
touching the grass
we were so young, so fearless…
Jetzt wusste Draco, woher er die Melodie kannte. Das war nun der endgültige Beweis, dass entweder er oder Harry das Leben dieser Frau geführt hatte. Woher sollte er sonst dieses Lied kennen, wenn nicht von ihr?
…then I dreamed over and over
of you holding me tight under the stars
I made a promise to my dear Lord
I will love you forever…
Der Wind strich durch ihr offenes Haar und sie verschwand.
Was war nur passiert? Diese Frage ließ den Slytherin nicht los.
Das heißt, dass irgendwas in dem Leben passiert sein muss, dass deine Seele nicht vergessen konnte.
Changs Worte. Hatte sie vielleicht doch Recht? Gab es Verbindungen zwischen ihm und Harry und den Menschen aus der Vergangenheit?
„Harry?"
Der Gryffindor wandte sich ihm zu, während der Blonde nach wie vor nach unten starrte. Nach einer Weile fragte er, „Gibt … es etwas, das ich nicht … nicht mehr weiß? Es fehlen Teile meiner Erinnerung und ich bin nicht gerade der Typ Mensch, der so einfach vergisst." Er sah auf und blickte direkt in Harrys Augen. „Warum hat mir wer meine Erinnerung genommen?"
Harry schluckte sichtbar, schaute dann zur Seite. Manche seiner Strähnen fliehen ihm ins Gesicht, so dass sie seine Augen verdeckten. Leise sprach er, „Snape nahm sie dir. Es war gut, dass er es tat. Du … du warst vollkommen … erstarrt."
Draco war alarmiert, als er diese Antwort vorgesetzt bekam und Harrys besorgtes Gesicht sah, wenn auch nur halb. Was war so unfassbar, dass es Draco paralysieren könnte?
Obgleich er seine Frage nicht gehört haben konnte, warnte der Gryffindor, „Versuche nicht herauszufinden, was passiert ist. Glaube mir. Du willst es nicht wissen."
Draco schaute betrübt auf seine Hände und meinte, „Es muss ziemlich arg gewesen sein, wenn ich einer unserer Professoren blicken lässt."
Das Schweigen des Anderen verriet, dass da mehr war, doch Draco war nicht so töricht, um danach zu fragen. Wenn Harry ihn indirekt bat, es nicht in Erfahrung zu bringen, wollte er es auch gar nicht wissen. Sein grummelnder Magen brachte beide auf ein anderes Thema.
Harry sah den Blonden lächelnd an und fragte, „Hast du etwa Hunger?"
„Ich weiß nicht? Bin ich heute überhaupt zum Frühstück gekommen?", fragte der Slytherin listig und Harrys Lächeln wurde genauso spitzbübisch, wie Draco.
Ohne sich weiter mit der offenen Frage aufzuhalten, sprang Harry von Geländer und forderte auf, „Komm, es müsste bald Mittagessen geben."
Draco folgte ihm, durchs Zimmer, hinab in den Salon. Während dem ganzen Mittagessen geschah nichts besonderen, bis auf, dass die andren Schüler den Blonden ab und zu undeutbare Blicke zuwarfen. Wie Draco allerdings bemerkte, saß Harry neben ihm mit dem Blick eines Wachhundes, als wolle er ihn vor irgendetwas beschützen. Nach dem Essen machten sie zu Viert einen Spaziergang in Richtung Dorf. Der Weg führte sie an einen See, der etwas Abseits rechts vom Dorf gelegen hatte, um den sie herumschlenderten.
„Du, Draco?", fragte Chang, die neben Harry ging, zaghaft.
Der Blonde sah zu ihr und reagierte mit, „Ja?"
„Geht es dir gut?", erkundigte sie sich mit einem besorgten Gesichtsausdruck.
Er musste wirklich schrecklich ausgesehen haben, wenn so oft nach seinem Befinden gefragt wurde. Um eine Bestätigung zu erhalten, fragte er, „Habe ich wirklich so schockiert ausgesehen? Harry meinte, ich wäre erstarrt gewesen."
„Das stimmt.", meldete sich Zabini zu Dracos Linken zu Wort und fügte hinzu, „Außerdem warst du im Gesicht so weiß, wie frisch gefallener Schnee."
„Du hast auch nicht reagiert, als ich mich vor dich gestellt habe.", erläuterte Harry zu Dracos Rechten.
Der Blonde legte die Stirn in Falten und schloss aus dem Gesagten, „Was auch immer passiert war, es muss wirklich arg gewesen sein."
Sein Blick fiel auf Harry, weil dieser seine Hand ergriffen hatte und nun sanft mit dem Daumen ihm über den Handrücken strich. Mit einem Lächeln rief er ihm, „Lass es, Draco. Du willst es nicht wissen."
Zunächst schauter er den Gryffindor entgeistert an, dann nickte er, schloss seine Hand um die von Harry und sah mit einem Rotschimmer auf seinen Wangen zu Boden. Ihm entging dabei Zabinis und Changs triumphierendes Grinsen und Harrys weiches Lächeln. Zabini hatte Recht. Draco hatte im Grunde Probleme sich anderen Menschen zu öffnen, bzw. sie an sich ran zu lassen. In diesem Fall, so glaubte er, war es Zeit für einen Neubeginn, bei dem zumindest eine einzige Person so nahe an ihn herantreten durfte, um zu sehen, wie er innerhalb seiner Mauern war. Natürlich würden Momente kommen, in denen er Harry von sich stoßen würde, aber er öffnete sich ihm mehr als allen anderen, auch wenn er noch nicht begriff, was ihn so sehr an den Gryffindor band.
