ACHTUNG WICHTIG!!! Die Frau namens "Satia" in diesem Storyanfang ist NICHT mit mir gleichgesetzt! Satia ist zwar meine "Erfindung", ihr Hintergrund, bzw. ihre Familie entstammt aber dem AD&D-Universum (Advanced Dungeons & Dragons) in dem sie die Tochter eines orientalischen Assassinen namens Artemis Entreri ist, der in der hervorragenden Buchreihe von R.R. Salvatore als Gegenspieler auftaucht... Sie ist zwar der GRUND warum ich mir den Online-Namen gegeben habe (so wie etliche Leser Severus, Sevie, Lucius, Narcissa oder sonstwen als Namen haben oder in ihre Namen eingebaut haben, ohne sich für diese Person zu halten), aber ich halte mich ganz klar nicht für sie!!!


ASSASSINEN


ZURÜCK...

"Laß sie los, Satia." Snape machte einen Schritt auf die wild aussehende Frau mit den rabenschwarzen, taillenlangen, dicken Locken zu.

So angstvoll die Zauberer und Hexen sie auch ansahen, so fasziniert waren sie doch gleichzeitig von ihr.

Sie war vielleicht 30 Jahre alt und wie eine orientalische Tänzerin gekleidet, eine Pluderhose aus dicker, nachtroter Seide, ein passendes Oberteil, das unmittelbar unter ihrem festen Busen bereits zuende war, dazwischen eine Taille, die den Atem raubte, der ganze Stoff mit goldglitzernden feinen Fäden durchwirkt, schimmernde, dunkle Haut, barfuß. Im krassen Gegensatz zu der zarten Kleidung trug sie auf dem Rücken eine mit reichen Stickereien verzierte Schwertscheide, in der ein gefährlich aussehender Krummsäbel steckte. In einer Hand hielt sie einen sehr langen, juwelenbesetzten Dolch - - - und sie fror.

Sie sah aus, wie eine gewaltbereite Tänzerin aus einem orientalischen Zigeunerstamm, die irgendwie in die falsche Geschichte geraten war... und sie hielt eine panische Erstklässlerin mit unverminderter Vehemenz an sich fest.

Die junge Schülerin presste sich wimmernd und mit weit aufgerissenen Augen ganz von selbst mit ihrem Rücken gegen die fremde Frau, in dem Versuch den Druck der scharfen Klinge an ihrem Hals ein wenig auszuweichen. Aber sie hatte keine Chance.

Um die drei herum standen inzwischen gut zwei Dutzend Schülerinnen und Schüler und einige wenige Lehrer, die allesamt mit ausgestreckten Zauberstäben auf die Fremde zeigten. Aber da unklar, war, wer schneller sein würde - sie mit ihrer Klinge, oder die Zauberer mit ihren Sprüchen, wagte niemand, sie mit einem Spruch anzugreifen - zumal sie in den bereits vergangenen Minuten ein außerordentlich gutes Gehör bewiesen hatte, was auch geflüsterte Sprüche ausscheiden ließ.

Sie war völlig unvermittelt und unerwartet durch den Haupteingang ins Schloß gestürmt gekommen, hatte sich sofort die erstbeste Schülerin gepackt, sie bedroht und gefordert, daß man Severus Snape zu ihr bringen solle.

Der Blick in ihren Augen war ebenso schwarz und ebenso kalt wie man ihn von Hogwarts gefürchtetem Zaubertrankmeister kannte.

"PATRIFI..."

"HALT!!!!"

Ein plötzlich etwas zu mutiger Lehrer wollte die Situation beenden, aber Snapes Stimme schrie dazwischen - sehend, daß die Frau nicht zögern würde, die Schülerin zu töten.

Und in der Tat - die Schülerin wimmerte lauter und begann bewegungslos zu weinen. An ihrem Hals zeigte sich ein langer, roter Strich, aus dem jetzt an einer Seite ein feiner Rinnsaal Blut floß.

Der Blick der Frau war regungslos.

"Sag ihnen, sie sollen weggehen, Sev." zischte sie in einem seltsamen Dialekt, der den Eindruck des orientalischen unterstützte. Ihre Stimme war trotz des gepressten Tons ein warmer, verführerischer Singsang.

"Den Teufel werde ich tun. Du wirst die Kleine jetzt loslassen, oder wir werden das Opfer akzeptieren, das wir bringen müssen, um dich zu fassen zu bekommen, meine Liebe." Snapes Haltung zeugte von höchster Anspannung.

"Severus, was will Sie wieder hier? Wer hat ihr gestattet, Hogwarts zu betreten?", hallte plötzlich Dumbledores Stimme durch den Gang, den der Schulleiter mit großen Schritten herunterkam.

Keiner der Schüler konnte sich daran erinnern, den sanften, alten Zauberer je mit so entrüsteter, beinahe angewiderter Stimme sprechen gehört zu haben. Die Abneigung gegen die Fremde stand ihm ins Gesicht geschrieben, aber selbst er ging nicht näher als einige Meter an sie heran.

"Ich weiß es nicht, Albus, aber ich werde es herausfinden."

Er wandte seinen konzentrierten Blick keine Sekunde von ihr ab.

"Warum bist du hier, Satia?"

Eine Schülerin unter den Zuschauern begann zu weinen.

"Ich muß mit dir reden, Sev.", hauchte sie.

"Dazu hättest du keine Schülerin bedrohen müssen.", auch seine Stimme wurde leiser.

"Ich bin hier nicht willkommen.", in ihrem Blick war ein irrer Funke zu sehen, der aber auch Panik sein konnte.

"Und du meinst, das änderst du so?"

Er ging bei jedem Satz einen Schritt näher auf sie zu.

Er sah sehr merkwürdig dabei aus - sein Gesicht veränderte sich auf eine Weise, die jedem der Zeugen einen kalten Schauer über den Rücken laufen lies.

Irgendetwas war zwischen diesen beiden, das keiner der Umstehenden verstand. Keiner konnte es erklären, aber es war so offensichtlich, als seien Snape und sie mit einem Spot angestrahlt.

Die Luft schien um sie herum zu vibrieren.

Einige wenige erkannten, daß es zum Teil daran lag, daß er sich so bewegte, als befinde er sich bereits in einem zeitlupenartigen Kampf mit ihr. Seine Bewegungen waren unnatürlich weich und katzenartig. Etwas das sich in ihren Augen wiederspiegelte.

Sie machten den Eindruck, als spielten sie ein Spiel miteinander - ein tödliches zwar, aber nichtsdestoweniger ein Spiel...

Und dann machte er einen einzigen, großen Satz auf sie zu, packte das Messer, riß gleichzeitig die Erstklässlerin so kräftig zur Seite, daß sie hart in die Reihen der Zuschauer gestoßen wurde, wo sie laut aufschluchzend aufgefangen wurde.

Satia hatte einen erstaunten, aber gleichzeitig auch ganz offensichtlich höchst erfreuten Laut von sich gegeben, der beinahe im selben Moment von Severus erstickt wurde, als er seinen Mund hart auf ihren presste und sie mit einem krachenden Geräusch mit seinem ganzen Körper gegen die Wand schlug - eine Hand mit wütender Kraft über ihrer Schulter auf den Griff des Säbels gepreßt, den sie zeitgleich hatte ziehen wollen, die andere Hand ihr Handgelenk umfassend, in der sie das Messer hielt. Er schlug ihr Handgelenk machtvoll gegen die Steinwand, damit sie das Messer loslassen würde.

Die Umstehenden gerieten in Tumult und selbst Dumbledore konnte einen entsetzten Laut nicht unterdrücken. Aber er griff nicht ein.

Während sie sich beinahe schmerzhaft auf eine Weise küßten, die definitiv nicht von Schülern betrachtet werden sollte, rangen sie gleichzeitig um das Messer in Satias Hand.

Die lange Klinge verschwand in dem Handgemenge plötzlich vor den Augen der Zuschauer hinter den weiten Roben des Zaubertrankmeisters und Sekundenbruchteile später zuckte Snape geräuschlos zusammen, blieb aber wo er war und beendete nicht einmal den Kuß!

Die umstehenden Schüler waren von der Szene wie hypnotisiert. In ihren Augen stand blankes Entsetzen, aber sie konnten den Blick nicht abwenden.

Dumbledore war offenbar hin und hergerissen zwischen den verschiedenen Möglichkeiten, aber noch bevor er handelte, hatte Snape ihr Handgelenk wieder zwischen ihnen hervorgerissen. Das Messer blitzte noch immer, jetzt bluttriefend, in ihrer von Snapes Blut rotglänzenden Hand. Aber als er ihr Handgelenk erneut kraftvoll gegen die Wand schlug, ließ sie es endgültig fallen. Snape trat es mit einem klirrenden Geräusch weit den Gang hinunter, zog den Säbel, dessen Griff er jetzt endgültig zu fassen bekommen hatte, aus ihrer Schwertscheide heraus, löste sich gleichzeitig von der Fremden, sah sie stumm an.

"Mich so abzulenken war nicht fair, Sev." lächelte sie ihn an."Du hast dich und deine Methoden nicht verändert."

Der Klang ihrer tiefen Stimme machte die männlichen Zuschauer nervös.

Severus holte aus und schlug ihr mit der freien, flachen Hand mit aller Kraft ins Gesicht.

Ihr Kopf flog hart zur Seite und als sie wieder gerade stand, sah man deutlich Snapes Finger, die sich auf ihrer Wange abzeichneten, ihre Lippe hatte einen kleinen Riß bekommen und blutete.

Aber sie lächelte weiter und leckte sich die Blutstropfen mit der Zungenspitze ab, auf eine Weise, die respektlos, anmaßend und verwirrend erotisch zugleich war. Auf eine kranke Weise wirkte es so, als habe sie mit dem Handgemenge bekommen, was sie wollte.

"So, meine Liebe", keuchte Snape atemlos aber auch eiskalt, die Spitze ihres Krummsäbels mit einer Haltung an ihre Brust gedrückt, als ginge er jeden Tag mit dieser Waffe um. An seiner Seite hatte sich auf dem Boden bereits eine Blutlache gebildet, was er zu ignorieren schien.

"Jetzt können wir reden..."

10 Jahre in der Zeit zurück...

DREAMTEAM...

Wenn die spirrige Bibliothekarin ihm noch einen dieser Beutel-Tees servieren würde, würde er laut schreien. Severus seufzte in sich hinein, als er sie schon wieder mit einem Becher ankommen sah.

Er hasste diesen aromatisierten Scheiß, der so dermaßen mit chemischen Geschmacksstoffen versehen war, daß er nach dem Trinken stets das Gefühl hatte, seine Geschmacksnerven seien für die nächsten Tage völlig außer Gefecht gesetzt.

Ach du liebe Güte, nach was, bei Merlin, roch das denn nun bloß schon wieder?

Lächeln, Severus - lächel sie an...

"Miss Turtaub, was bringen Sie mir denn da wieder Leckeres?", Snapes Stimme hatte genau den schmeichelnden Ton angenommen, dessentwegen die ältliche Bibliothekarin ihm nun schon zum dritten Mal einen Becher "leckeren" Tee brachte.

"Ach, Mister Entreri, ich würde Ihnen viel lieber etwas aus meiner ganz ausgezeichneten Sammlung zu Hause servieren, hier habe ich doch nur meine Büro-Tees."

Ungefragt warf sie ihm erneut zwei komplette Würfel raffinierten, schneeweißen Zuckers in den ohnehin schon süßlich riechenden Kunst-Tee hinein.

Snapes Magen zog sich zusammen und in seinem Mund sammelte sich Speichel, als müsse er sich gleich übergeben.

"Das hier sind gar nicht ihre Lieblingstees?", sein liebenswürdig erstauntes Lächeln und der Blick aus seinen schwarzen Augen, ließ die Bibliothekarin beinahe stolpern, obwohl sie stand.

"Aber nein, mein Favorit ist ein schwarzer Tee mit Rhabarber- und Sahne-Aroma."

Es reichte!!! Wann tauchte Satia endlich auf! Er ertrug diese getränketechnische Vergewaltigung nicht länger!

Sein Lächeln blieb unverändert und als er Miss Turtaub mit einem gehauchten "Danke für Ihre Mühen", kurz eine Hand auf ihre legte, verschluckte sich die aufgeregte Frau sogar.

Im Hintergrund sah er eine dunkle, schmale Gestalt vorbeihuschen, die ungesehen durch die hohen Regale der öffentlichen Bibliothek hindurchgelangte, als sei sie nur ein Schatten.

Na endlich!

Die Gestalt wandte sich ohne zu zögern der Türe zu, die zum Büro des Leiters der Bibliothek führte und einen Atemzug später war sie darin verschwunden.

Snape legte seine Hand kräftiger auf die der Frau und umfaßte gleichzeitig für sie unsichtbar unter seiner Kleidung den schmalen Holzstab.

"Sie werden jetzt noch eine halbe Stunde hier Tee trinken."

Sie nickte mit einem merkwürdigen Ausdruck in ihrem Gesicht.

"Nach dieser halben Stunde kennen Sie mich nicht und haben mich auch noch nie gesehen."

Sie nickte wieder.

"Und ihr Chef, Mister Rosalin ist heute nicht zur Arbeit erschienen. Sie können sich daran erinnern, daß er gestern gesagt hat, daß er sich heute und morgen frei nehmen möchte."

Sie nickte ein drittes Mal und senkte dann den Blick in angespannter Konzentration auf den Becher vor sich.

Der Zauberer wünschte sich, er hätte das schon viel eher getan - dann hätte er diesen Müll nicht trinken müssen - aber es wäre aufgefallen, wenn die Bibliothekarin so lange nicht zu sehen gewesen wäre. Eine halbe Stunde hingegen würde nicht auffallen.

Snape stand auf und folgte der Gestalt in das angeschlossene Büro - nicht ohne sich zu vergewissern, daß keiner der wenigen Besucher die die Bibliothek zu dieser frühen Tageszeit hatte, ihn sah.

Es war wie immer ein seltsames Gefühl, nicht die Robe um sich schwingen zu fühlen. Es gab einem den Eindruck, nicht komplett angezogen zu sein.

Die Türe schloss sich hinter ihm.

Vor ihm bot sich ein grauenhaftes Bild. Eine junge Frau, sehr schlank, hauptsächlich in Leder gekleidet, das ihre erstaunliche Figur betonte, stand an dem großen Schreibtisch in der Mitte des Raumes und durchsuchte ihn.

Auf dem großen Chefsessel hinter dem Tisch saß ein Mann, dessen Kopf zur Seite hing als sei er eingeschlafen und dem aus einer riesigen, sehr glatten Schnittwunde am Hals Blut noch immer in pulsierenden Schüben herausfloss.

"Himmel, wo warst du so lange? Die hat mich mit ihren Tee-Kreationen fast umgebracht! Wir haben eine halbe Stunde.", war Snapes einziger Kommentar zur Szene.

"So lange brauchen wir nicht." der weiche Singsang ihrer Stimme verriet, daß sie aus dem Orient kam. Sie sah kurz hoch zu ihm.

"Sorry, Schatz, die Eule mit der genauen Beschreibung kam erst vor wenigen Minuten und ich mußte vom Dach gegenüber dann ja erst noch hier herkommen."

Er nickte verstehend.

"Schon etwas gefunden?" er sah zu, wie sie die nächste Schublade durchwühlte.

"Nein bisher... - halt! Ja, ich hab's."

Die junge Frau hob einen dick gefüllten Umschlag aus der Schublade, auf dem sich ein viergeteiltes Siegel befand.

Sie wedelte ihm mit einem fröhlichen Lächeln damit zu und kam um den Tisch herum.

"Und was krieg ich jetzt dafür, großer, schwarzer Mann?"

Snape lachte.

"Du bist unmöglich, Satia."

Er sah den Toten genauer an und seufzte laut.

"Und warum mußt du immer so eine Sauerei machen?"

Satia kam zu ihm, zog den Rand seines Hosenbundes ein Stück von ihm weg, steckte den Umschlag hinein, so daß oben noch gut die Hälfte herausschaute und schlang dann ihre Arme um ihn.

"Was kann ich dafür, daß eure unverzeihlichen Flüche vom Ministerium sofort entdeckt werden. Da muß man halt zu den altmodischen Methoden greifen. Wozu wäre ich sonst hier?"

Sie wickelte sich eine seiner schwarzen Stränen um den Finger und zog daran seinen Kopf näher zu ihrem.

"Außerdem kann mein Sexymagicman das doch problemlos wieder wegmachen, oder?", hauchte sie ihm mit einem Schmunzeln zu, bevor sie ihren Mund leidenschaftlich auf seinen presste.

Er zog sie an sich und erwiderte den Kuß für einen Moment mit der gleichen Intensität, wollte sie dann aber wieder von sich schieben.

Sie protestierte, machte einen Satz an ihm hoch und Snape fühlte, wie sie ihre Beine um ihn schlang.

Sie verfielen in ein kleines, albernes Handgemenge, in dessen Verlauf es Snape kaum gelang, sie von sich zu lösen, was zu einem nicht unerheblichen Maße daran lag, daß er ihren Küssen und Berührungen immer wieder doch kurz erlag.

"Bist du Katze eigentlich immer rollig?", grinste er sie an, als er endlich einen Meter von ihr weg stand.

Sie zuckte nur, mit einem gespielt unschuldigen Blick, mit den Schultern und ließ ihn seine Arbeit tun.

Mit Hilfe von Magie verfrachtete er den Toten in seinem Büroschrank und sorgte dafür, daß nichts von dem Blut zu sehen blieb. Dann legte er einen Zauber über ihn, der garantierte, daß er frühestens in zwei Wochen gefunden wurde. Danach würde es sehr schwer sein, zu rekapiturlieren, wann genau er gestorben war.

"Hast du Geld gefunden?", fragte er Satia

"Ich habe nicht danach gesucht", antwortete sie.

"Schau mal nach, damit sähe es dann noch mehr nach einem Überfall aus."

Gemeinsam wurden sie schnell fündig. Ein kleiner Safe hinter einem Bild, dessen Kombination keine große Herausforderung für Snapes Zauberstab war.

Nachdem sie diesen geleert, und dem Büro einen letzten Kontrollblick gewidmet hatten, dauerte es keine drei Minuten mehr, bis sie die Bibliothek, vorbei an der, noch immer mit höchster Konzentration ausschließlich auf ihren Tee achtenden Bibliothekarin, verlassen hatten.

Auf der Hauptstraße vor dem Gebäude dröhnte, nach der Stille der Bibliothek, der Lärm der Großstadt auf sie ein. Unzählige Menschen, Autos, Fahrräder - ein ganz normaler Wochentag ging seinen Lauf.

Snape sah die Straße entlang.

"Hast du Hunger?", fragte er, während er eine Hand reibend auf seinen Magen legte. "Ich habe noch nicht gefrühstückt und ich muß den Geschmack von diesem widerlichen Tee loswerden.", er schüttelte sich noch einmal bei dem Gedanken.

"Müssen wir dem Orden nicht sofort Bericht erstatten und den Umschlag überbringen?"

Er überlegte kurz.

"Das wird wohl bis nach dem Frühstück Zeit haben, oder?" er hielt ihr seinen angewinkelten Ellenbogen hin.

"Klar", sie sah zufrieden aus und hakte sich bei ihm unter.

"Laß uns frühstücken gehen."

FRAGEN...

Die Türe von Snapes Labor hatte sich mit einem Krachen hinter ihnen geschlossen. Der Zaubertrankmeister war immer noch überrascht, daß der Schulleiter Satia einfach so mit ihm hatte mitgehen lassen. Es wäre verständlich gewesen, wenn er sie sofort eingesperrt hätte.

Satia setzte sich auf den großen Schreibtisch und sah ihn herausfordernd an.

"Na komm, frag schon."

Snape ließ sich nicht lange bitten.

"Gut - warum bist du hier und wie bist du überhaupt hergekommen?"

"Ich habe ihn gefunden." ihr Gesicht war plötzlich um ein vielfaches ernster als das bisher der Fall gewesen war.

Snape erstarrte.

"Was?"

"Ich habe ihn vor etwa vier Wochen gefunden. Er lebt erstaunlicherweise ebenfalls in Großbritannien, aber wohl noch nicht lange."

"Und es ist wirklich Artemis?"

Sie nickte.

"Ohne Zweifel - ich habe ihn gesehen..."

"Wie hast du das nach all der Zeit geschafft? Ich meine..." er schüttelte fassungslos mit dem Kopf "... es hat Zeiten gegeben, in denen ich gedacht habe, er sei eines deiner Hirngespinste."

Er ging zu ihr und faßte sie an den Schultern.

"Bist du dir wirklich sicher - oder ist dein Geist nun endgültig durchgeknallt?" - er blickte ihr intensiv in die Augen, als könne er dort die Antwort auf seine Frage finden.

Sie schlug seine Hände weg und stand auf.

"Er hat sich kaum verändert. Die Kleidung ist natürlich anders, aber ohne die Wüstensonne scheint er zumindest optisch, nicht weiter zu altern." sie gab ein seltsames Lachen von sich.

"Schon als ich ihm das erste Mal begegnet bin, sah er jünger aus, als er war..."

"Hat er dich auch gesehen?", fragte Snape sie.

"Ich denke nicht. Das letzte Mal als er mich gesehen hat, nachdem wir uns für längere Zeit aus den Augen verloren hatten, hat es danach nur wenige Stunden gedauert, bis er mich auch wieder in seiner Gewalt hatte."

NOT to be continued