Ja, ich war schon immer so, dass ich nicht genug bekommen kann und ich dachte, ich drück mal ein wenig auf die Mitleidsmasche: Ich bin sooooo krank, aber wenn ihr mir Reviews schickt, gehts mir bestimmt bis morgen besser, so dass ich wieder arbeiten kann und natürlich jetzt gleich weiter schreiben kann ;-)


In der ersten Stunde hatte Harry Runen, er setzte sich neben Hermione und warf immer wieder einen Blick in ihre Unterlagen, damit er überhaupt etwas verstand. Zwischendurch war aber trotzdem noch Zeit, damit die beiden einige Sätze wechseln konnten: „Muss ich mir Sorgen machen?", Hermione spielte auf den vorherigen Tag an, Harry schüttelte nur leicht beschämt den Kopf: „Ich war ein wenig fertig, war doch ein wenig viel in der letzten Zeit."

Er ignorierte den prüfenden Blick Hermiones, die aber nicht locker ließ: „Wer hat dich denn so schnell wieder auf die Beine gebracht?", ein eisiger Schauer lief über Harrys Rücken und er vermied nun wirklich jeden weiteren Blick zu seiner Freundin. Diese schwieg einen Moment, aber als Harry keine Anstalten machte, ihr zu sagen, was passiert war, zuckte sie mit den Achseln und fuhr fort: „Ron gründet sowas wie eine Gruppe. Keine Ahnung, wer da schon alles drin ist, aber ich weiß, dass du ihr erstes und wichtigstes Ziel sein wirst. Es sind Schüler aus allen Häusern vertreten, abgesehen von Slytherin", Hermione verstummte kurz und Harry sah sie an, ein kleines Lächeln lag auf ihren Lippen: „Also stimmt es, in Slytherin findet man echte Freunde." Harry erwiderte ihr Lächeln und nickte: „Wählerisch sind sie alle Mal, aber sie stehen wirklich hinter mir."

„Denk nicht, dass alle gegen dich sind, Harry. Du darfst nur nicht dem Hass verfallen, du musst die Liebe in dir wahren. Ich kann mir vorstellen, wie schwer das für dich sein muss, nachdem was alles passiert ist und vielleicht noch kommen wird. Aber es gibt Menschen, denen du wichtig bist, die dich so nehmen wie du bist", Hermione legte ihm leicht ihre Hand auf die seine und drückte sie. Harry nickte ihr zu und sie zog sie schnell wieder weg, so dass sie zu merken schien, das ihm das auf einen neue Art und Weise unangenehm war. Sie warf einen letzten prüfenden Blick auf ihn, bevor sie sich wieder an ihre Übersetzung machte. Es würde nicht lange dauern, dann würde sie wissen, dass da jemand war, aber er würde ihr nicht sagen können, wer das war. Hermione war eine gute Freundin, aber sie würde das nicht verstehen können. Sie wusste nicht, wie schmal der Grat war, auf dem er wanderte.

Harry schaffte es der Ron-Gang die restliche Woche aus dem Weg zu gehen, was zum großen Teil daran lag, dass er sich mit anderen Dingen auseinander setzten musste. Zuallererst musste er klären, was mit Quidditch war, aber keiner wollte sich dafür verantwortlich zeigen und Dumbledore würde er nicht fragen. Severus floh regelrecht vor ihm, wenn er ihn darauf ansprach. Tom überging das in den Briefen und Sirius machte es noch besser, er schrieb gar nicht zurück. Dann waren da noch die Hausaufgaben, die Zeit ohne Ende in Anspruch nahmen, so dass Harry nur Dank der Großen Halle wusste, wie das Tageslicht aussah. Beim Thema Tageslicht, der neue Lehrer war in der Tat ein Vampir, und Harry hatte immer das Gefühl, dass ebendieser ihm auf Schritt und Tritt folgte, gerade abends lief er ihm nur über den Weg, so dass er ihn schon fast vermisste, wenn er in den Slytherin-Räumen war. Er war leichenblass, groß und komplett schwarz gekleidet- sein Name war Professor de Mont, aber sein Vampir Name war Fatifer. Das war das einzige, was ebendieser je zu ihm gesagt hatte. Die Mädchen in der Schule waren hingerissen von ihm, Harry fühlte sich dunkel an die Hysterie zu Zeiten Lockhards erinnert.Er würde noch erfahren, warum dieser ihm folgte.

Dann waren noch die Abende, die er mit seinen Freunden verbrachte, Ginny war Dauerstammgast im Kerker geworden und in Harry keimte der Verdacht, dass sie das nicht nur tat, weil er da war. Aber er würde warten, bis Blaise das selber merkte. Draco ließ es sich nehmen, kleine Anspielungen zu machen, aber es würde wohl noch ein wenig dauern, bis da was passieren würde.


„Ich habe keine Lust mehr", Harry warf seine Feder auf den Tisch und sah stirnrunzelnd zum Malfoy-Spross, der über ein Buch gebeugt war und einen Text las, dazu leise die Worte murmelnd, die er las. „Musst du nicht zum Training?", knirschte Harry, Draco sah auf und grinste: „Suchst du Streit, Potter?" Dieser stöhnte auf: „Nein, aber ich will deinen Aufsatz lesen um mir Inspiration zu holen." Dracos Grinsen wurde breiter und er schob seinen Aufsatz rüber: „Sag das doch gleich. Wir haben heute kein Training, Severus hat es vergessen unsere Erlaubnis zu schreiben und jetzt sind die Rawenclaws auf dem Platz. Dann können wir nicht trainieren, gegen die haben wir unser erstes Spiel."

Der Gemeinschaftsraum war fast leer, unweit von den beiden saß Blaise auch an seinen Hausaufgaben, einige Drittklässler saßen einige Tische weiter und spielten Dumbi explodiert: „Ich habe immer gewusst, dass dieses Spiel bei euch anders heißt", Harry wies auf die Schüler und Dracos Augen folgte seinem Blick: „Und wie heißt es bei den anderen: du-weißt-schen-wer explodiert", Harry lachte laut auf und schüttelte den Kopf: „Nee, Snape explodiert".

Draco zog die Augenbraue hoch und verkniff sich jeden weiteren Kommentar, wand sich seinem Buch zu und Harry nahm sich dessen Aufsatz vor. „Wann kommt er denn eigentlich?", unterbrach Draco nach einiger Zeit die Stille. „Ich habe keine Ahnung. Sicherlich am Sonntag. Denn wenn er Samstag kommt, könnte ich ja argumentieren, dass er auch gleich noch den Sonntag bleibt."

Der Eingang zum Gemeinschaftsraum öffnete sich und eine erschöpfte Ginny stolperte herein, blickte sich suchend um und kam zu den Dreien. „Ron und Konsorten waren hinter mir her, aber Fatifer hat sie abgelenkt und ich konnte hierher flüchten." Harry stand auf und bot Ginny seinen Sessel an, dankbar ließ sich auf diesen fallen. „Was ist genau passiert?", Blaise war auch näher herangekommen, aus reiner Interesse an die Vorkommnisse natürlich, und selbst Draco hatte seine ganze Aufmerksamkeit auf den jüngsten Weasley-Spross geheftet. „Sie wollen wissen, wohin ich verschwinde, wenn ich zu euch komme. Er ist sich sicher, dass es was mit Harry zu tun hat, es ist ja kein Geheimnis, dass ich lange in ihn verliebt war", ihre Wangen wurden leicht rot: „Aber ich habe auch nicht gesagt, dass sich das geändert hat", die Farbe wurde etwas tiefer rot, „jetzt löchern sie mich mit Fragen, ob du den Todessern schon beigetreten bist, oder ob du doch im Orden bist und nur für Dumbledore spionierst."

„Ob ich für Dumbledore spioniere", Harry platzte fast, „Ich werde für den sicher nicht mein Leben riskieren, dass habe ich lange genug getan und für was- das für das er mir eine Lüge nach der anderen erzählt. Wie kommen die nur auf sowas? Nichts habe ich mehr mit dem...", dann verstummte er und sah Draco an. Dieser erwiderten den Blick und sie fingen an zu grinsen. „Das ist eine wunderbare Idee. Ich werde genau das tun, natürlich muss ich das abklären, aber das ist doch wunderbar. Severus bekommt viel mit, aber ich würde doch noch mehr erzählt bekommen, selbst wenn es nicht Dumbledore ist, der mit etwas erzählt." Blaise nickte langsam, doch Ginny sah ihn nachdenklich an: „Er wird es dir nicht erlauben, denn du vergisst, wir haben doch schon die Zwillinge."

„Ich weiß, aber das ist doch trotzdem noch besser. Denn so denkt Dumbledore das ich mich nach einem kurzen Abstecher auf den dunklen Seite wieder gefangen habe und dann kann er ganz neu loslegen." Die anderen sahen ihn erfreut an, so eine schlechte Idee war das wirklich nicht. „Du solltest über Nacht hierbleiben", Harry zeichnete einen neuen Sessel für sich und auch Blaise setzte sich mit an den Tisch, „Das ist sicherer."

Auch der Samstag zog an ihnen vorbei, ohne das Harry Besuch von seinem Freund bekam und um sich abzulenken, spielten sie Quidditch, denn er hatte ja kein komplettes Verbot für dieses Spiel, er war nur nicht mehr in der Mannschaft, wie Sirius ihm dann doch endlich mal geschrieben hatte. Wahrscheinlich war das mal wieder so eine Gemeinschaftsentscheidung gewesen, die natürlich ohne sein Veto auskam und überlebte, aber Harry hatte nicht mal wirklich etwas dagegenzubringen, denn er hatte gar keine Zeit mehr fürs Training. Ginny war auch wieder mit von der Partie und sie spielten bis die Sonne unterging und sie aufhören mussten, weil sie zwar die Bälle noch sehen konnten, aber nicht mehr ihre Mitspieler oder die Ringe.

Harry war mit Draco, Blaise und Ginny auf dem Weg zurück zum Schloss, als sie das erste Mal auf Rons neue Gruppe stießen. Zacharias Smith, Ron, Seamus, Dean und Terry erwarteten sie am Fuße der Treppe und sahen mehr als streitlustig aus. "Was vergnügt ihr euch eigentlich zu dritt mit meiner kleinen Schwester? Ich weiß ja, dass sie nicht so schnell genug bekommt, aber ist eure Auswahl in der Tat so schlecht, dass ihr euch alle ein Mädchen teilen müsst?", Harry konnte in Rons Gesicht die Wut und den Neid deutlichst ablesen und zum wiederholsten Mal fragte er sich, wie er so blind hatte sein können und dies nicht vorher schon bemerken können. Das würde sie aber nicht weiter bringen jetzt. Draco und Blaise waren die Ruhe selbst, mit ihrer überheblichen Miene sahen sie sich das Schauspiel an, wobei Harry auffiel, das Blaise Ginny an der Hand hielt. "Weißt du Ron, nur weil dein Horizont beschränkt ist, kann ich nicht davon ausgehen, dass du auch verstehst, was ich dir entgegnen würde, deswegen brauchen wir uns darüber auch gar nicht zu unterhalten. Nur soviel, was willst du von mir?", Seamus und Zacharias formatierten sich regelrecht hinter Ron, damit ihm auch nichts passieren konnte. Harry konnte ihnen die Aufregung ansehen, zu oft, war es Harry gewesen, der alles in die Hand genommen hatte oder zumindest die erste Reihe eingenommen hatte. Sich jetzt gegen ihn zu stellen war nicht unbedingt die beste Wahl gewesen.

Ron sah ihn nur abwertend an: "Ich will aber gar nicht über irgendwas reden. Du würdest eh nur lügen, hinterhältig wie ihr Schlangen nun mal seid. Zu oft hast du mich immer aus allem rausgehalten, was deine Person betroffen hat. Ich bin nicht mehr der kleine Ron, der hinter seinem berühmten Potter hinterher läuft", er spuckte vor Harrys Füßen aus und sah ihn kurz an: "Ich bin hier um dir zu sagen, dass es aus ist. Wir sind keine Freunde, da wir nie welche waren, du hast dich immer für etwas besseres gehalten. Das bist du nicht, du bist nichts. Ich warte nur dadrauf, dass diese", er deutete auf Draco und Blaise, deren Mienen unlesbar waren, "das auch merken und du dann alleine darstehst. Bei uns wirst du dann nicht mehr ankommen können."

Zacharias trat an Harry vorbei und kam kurz vor ihm zum Stehen, er überragte Harry um mindestens einen Kopf und da er so nahe vor ihm zum Stehen kam, musste Harry seinen Kopf heben um ihn anzusehen, was Zacharias fälschlicherweise einen Hauch von Überlegenheit gab. "Du solltest wissen, Potter, dass alle gegen dich sind. Du wirst keine ruhige Minute mehr haben. Wir sind so nett und warnen dich, mehr noch, ich bin sogar so freundlich und gebe dir einen Tipp, den du besser, eher heute als morgen annimmst. Wechsel die Schule", damit drehte er sich um und die kleine Truppe verschwand wieder.

Harry drehte sich zu seinen Freunden um und die anderen stellten überrascht fest, das der kleine grinste. "Ich glaube, damit steht mein Entschluss, dass ich in den Orden muss, fest. Wenn ich das schaffe, ohne das ich volljährig bin und Ron dann immer noch nicht dabei ist, das wird ihn zum Platzen bringen."


Die Sonne war gerade aufgegangen, Draco war vom Frühstück wieder gekommen, als der Lord missgelaunt im Gemeinschaftsraum auftauchte. Apperierte um genau zu sein. Unwillig sah er sich um und erblickte Draco, der sich ärgerte, dass er seinen Kaffee doch nicht genüsslich ausgetrunken hatte, denn auf dem Weg wäre er um diese Begegnung umher gekommen. So deutete er einen Verbeugung an, so wie es sich für einen Slytherin vor einem hochrangigen Todesser gehörte, denn es war ja so, dass kaum einer wusste, dass es Voldemort war, der sich hier befand. "Wo ist er?", Voldemort ließ sich auf einen Sessel fallen und Dracos Hoffnung, sich aus dem Staub machen zu können, sank ins Bodenlose. "Er ist in einem der Labore und braut", Draco hielt seinen Blick auf die Tür, als wenn er damit bewirken könnte, dass ebendiese sich schnell öffnete und ihm damit um das folgende Verhör bringen würde, aber in diesen frühen Morgenstunde war das schiere Utopie. "Was ist in den letzten Stunden passiert?", seine Stimme war ruhig. Ja, jetzt hieß es Zeit schinden, nur wie sollte das gelingen- "Nichts", hörte Draco sich sagen und mental gab er sich dafür eine Ohrfeige, wie sollte nichts passieren, wenn er und Harry gemeinsam unterwegs war und das in Hogwarts.

"Guck mich an Draco, es wird keiner durch diese Tür kommen, deinen Zauberkünste sind nicht ausgereift genug dafür", Voldemorts Stimme nahm einen schärferen Ton an und Draco eielte sich dem Befehl nachzukommen: "Nochmal, nichts ist passiert, wovon ich wissen sollte. Habt ihr euch nur mit euren Studien befasst, das Schloss nicht verlassen und keine Ideen gehabt?", Dracos Herz rutschte in die Hose, das war echt nicht fair, wieso musste sein Freund ausgerechnet Voldemort zum Partner nehmen?

"Also eigentlich, ich weiß nicht so genau", immer wieder glitt sein Blick zur Tür oder zum Gang, aus denen endlich mal jemand auftauchen konnte. "Draco, Draco, bis ich dich aufnehme hast du hoffentlich endlich die Fähigkeit gut zu lügen oder wenigstens nicht mehr zu stammeln, denn beides lässt meine Laune um einiges sinken. Ich werde jetzt Erfahrung bringen, was ihr schon wieder angestellt habt."

Draco atmete erst wieder, als der Dark Lord hinter der ersten Ecke verschwunden war. Ihm fiel ein Stein vom Herzen.

Harry war schon die ganze Nacht auf den Beinen. Er wusste, dass er sich ein wenig ablenken musste, er hätte nicht einfach ins Bett gehen können. Eigentlich war es nur kindisches Gehabe was ihm jetzt auf den Nerven ging, aber er wollte es gewesen sein, der die Freundschaft mit dem Weasley beendete, doch dieser war ihm zuvorgekommen. Das erste Mal und dann auch noch in so einer ärgerlichen Situation, aber damit würde er sich wohl abfinden müssen, denn toppen konnte er das wohl nur, wenn er ihm das Herz rausreißen würde und soweit war es nicht.

Weiterhin beschäftigte ihn noch die Tatsache, wie er das mit dem Orden anstellen sollte, wie er Dumbledore verkaufte, dass dies die Chance für ihn war und dann noch- fast unerheblich, wie verklickerte er seinem Freund, dass das alles eine wirklich gute Idee war? Während des Brauens konnte er seinen Geist vollkommen leeren, darauf waren er und Severus in den Ferien gekommen. Er musste noch immer grinsen, wenn er daran dachte, dass er früher ähnlich wie Neville keinen einzigen Gedanken fassen konnte, wenn Severus in der Nähe gewesen war, er im Unterricht sogar ganze Zeilen überlesen hatte und er nun Tränke in dessen Haus braute und das während er seinen Geist leerte. Der große Nachteil war nur, Voldemort hatte nicht die leichtesten Schwierigkeiten irgendetwas von ihm zu erfahren, er musste einfach immer alles mit seinem Freund besprechen.

Noch immer ganz versunken in seine Arbeit, bemerkte er nur am Rande, dass die Tür sich zum Labor öffnete und erst als er die Stimme hörte, hielt er erfreut mit seiner Arbeit inne: "Hallo mein Kleiner", die Stimme jagte ihm einen wohligen Schauer über den Rücken und er drehte sich um und flog seinem Freund geradezu entgegen. Ihm war es klar, dass es sich nicht ziemte dem Herrscher der Dark Side in die Arme zu springen, aber so klar wie es ihm war, so egal war es ihm auch. Hier war keiner, der sie enttarnen konnte und er hielt so viele Dinge ein, da konnte er ruhig mal zeigen, wie sehr er ihn vermisste. "So früh schon unterwegs?", fragte er seinen Freund, der sich mit ihm im Arm auf eine der Bänke saß und ihn mit hochgezogener Augenbraue ansah: "Jetzt zieh nicht schon wieder so ein Gesicht, noch keine Diskussionen am frühen Morgen", stoppte Harry seinen Freund und gab ihm erstmal einen Kuss, in den sich der andere nur allzu gerne ziehen ließ. Ihre Zungen umspielten einander zärtlich und Harry merkte wie Tom sich langsam entspannt und ein wenig von seiner Deckung fallen ließ. Schwer nach Luft atemd lösten sie sich voneinander und Harry lächelte: "Nun, willst du mit mir Frühstücken? Ich bin hier erstmal fertig, ich hatte dich nicht so früh erwartet, aber die Tränke müssen jetzt ziehen bis heute Abend." Tom nickte: "Das ist gut, denn ich würde mich gerne ein wenig ausruhen."

Sie machten sich auf den Weg in Harrys Zimmer, das eigentlich ja Toms Zimmer war, er hatte viele seiner Schulsachen hiergelassen, was Harry schon begeistert festgestellt hatte und viele seiner Hausaufgaben bestanden zum großen Teil aus Inspirationen der Aufsätze Toms. Das musste ebendieser natürlich nicht wissen. Während Harry sich auf den Weg machte, um etwas zu essen zu organisieren, nahm Tom eine ausgiebige Dusche unter der er immer noch stand als Harry zurückkam. Er nahm Toms Umhang, den dieser wie immer gewissenhaft aufgehängt hatte vom Stuhl und hielt inne. Nicht nur das dieser Umhang nach Rauch und Feuer roch, es war unzweifelbar Blut dran. Harry musste kurz schlucken, er war wohl nicht einfach früh auf, sein lieber Freund kam gerade von einem Beutezug. Aber das merkwürdige daran war, dass er es hinnahm. Er wusste, worauf er sich eingelassen hatte und er tat gerade den ersten Schritt, damit umzugehen. Nein, er war schon weiter gegangen, wenn er sich dem Orden anschließen würde, dann doch nur, damit sein Freund einen besseren Informationsfluss hätte. Würde er es dann sein, der diese Menschen auf dem Gewissen hatte, die Auroren, die in den Krieg geschickt wurden, die Ordensmitglieder, die er noch vor einem Jahr im Haus Sirius gesehen hatte...

"Was grübelst du?", von Harry unbemerkt war Tom ins Zimmer gekommen und Harry sah auf- ihm stockte der Atem. Denn sein Freund hatte sich nur ein Handtuch umgebunden, seine Haare waren offen und tropften noch leicht auf seinen nass glänzenden Körper. Die Augen blitzten wieder und er lächelte leicht, als er sich den prüfenden Blick Harrys bewusst wurde. "Gefällt dir, was du siehst?", fragte er lazise und streckte die Hand nach ihm aus: "Komm her", flüsterte er und Harry setzte sich in Bewegung, bevor er überhaupt darüber nachdenken konnte. Er spürte die Wärme, die sein Gegenüber ausstrahlte, vorsichtig strich er über die nasse Haut, den Oberkörper, über die Kehle, das Kinn, verharrte an den Lippen, die von dessen Zunge benetzt wurden und krallte sich in die Haare, die über seinen Rücken fielen. Tom beugte sich über seinen Freund und küsste ihn herb und unnachgiebig, umpackte seinen Körper und hob ihn leicht vom Boden ab. Er trug ihm zum Bett und warf ihn auf die Decken und Kissen. Langsam kam er nachgerutscht und das Handtuch fiel immer weiter runter, so dass Harry leicht die Scham seines Freundes erkennen konnte, aber der Rest war noch verdeckt. Toms Hände glitten unter Harrys T-Shirt und striff es über den Kopf von dessen Körper. Er bedeckte den Oberkörper mit kleinen süßen Küssen und Harry musste lachen unter den sanften Berührungen und konnte wiedermal nicht glauben, dass Tom so liebevoll war.

"Ist es wahr?", flüsterte Harry leise und Tom verharrte kurz, stellte das Küssen ein und legte sich neben seinen Freund. "Es ist wahr und es wird wahr bleiben. Wir bleiben beieinander." Harry wurde von zwei kräftigen Armen in eine feste Umarmung gezogen und so schliefen sie ein.

Es war früher Nachmittag als sie erwachten und endlich frühstückten, natürlich im Bett, weil beide zu faul waren ebendieses zu verlassen. Harry hatte aus Freude, dass Tom da war die meiste Zeit nicht geschlafen sondern ebendiesen einfach nur angesehen. Auch während des Essens hatte er seine Hand nicht loslassen können.

"Was hast du wieder ausgeheckt? Draco war nicht gesprächig, ich hoffe für dich dass er etwas schlechter durchschaubarer wird mit der Zeit", Tom stach wütend auf die kleine Coktailtomate ein, die immer wieder von seinem Teller rutschen wollte. "Er ist schwer durchschaubar, nur wenn du da bist, ist das was anderes und das weißt du ganz genau. Ich finde es nicht gut, wenn du meine Freunde so einschüchtern musste, mit Severus und Sirius machst du das auch nicht..."

"Halt, Stop", abwehrend hob Tom die Hände, "Sowas steht in keinstem Fall zur Debatte. Nur weil ich mit dir jungem Spund eine Beziehung eingegangen bin, werde ich in keinem Fall Kinderlieb, das vergiss schnell wieder." Harry verzog ärgerlich das Gesicht, was Tom zum Glück nicht mitbekam, da die Tomate endlich aufgegeben hatte und in dessen Mund verschwand. "Also ich höre", nuschelte er hervor und sah Harry auffordernd an: "Nun, Ron und Konsorten haben mir offiziell die Freundschaft gekündigt", "Sei doch froh", nuschelte Tom zwischen seinem Mozarella Brot hervor, "und mir sozusagen den Krieg angesagt", nun ignorierte er Toms Aufblitzen in den Augen vollkommen. "Das hat mich auf die Idee gebracht, es Ron richtig heimzuzahlen. Ich weiß, dass er immer in allem der beste oder zumindest der erste sein will. Und da er sich ja sicher ist, dass auf der weißen Seite der Weg frei ist, werde ich ihm das verbauen und dafür", Harry hatte keine Zeit auszureden, da war Tom schon aufgesprungen und wickelte sich einen Bademantel um: "Ich will gar nicht hören was jetzt kommt und ich muss es auch gar nicht. Das kann doch nicht dein Ernst sein. Willst du echt sein Gesicht sehen, wenn er sieht, dass du wieder ankommst und wenns auch nur Fake ist, das kannst du nicht ernsthaft wollen!"

Harry war ebenfalls aufgestanden und grinste verschmitzt: "Es hat auch Vorteile, sicherlich ist es nicht schön dem alten Sack hinterher zu laufen, aber erstmal erwartet er es nicht anders und sieh es doch mal so, du bekommst eine neue Informationsquelle." Tom lachte laut auf: "Du willst mich doch verarschen? Ich habe die Twins, da brauch ich dich doch nicht. Wo wärst du denn heute bitte ohne die? Die beiden haben doch die meiste Arbeit geleistet?" Verärgert wand Harry sich ab und musste sich zusammen reißen um nicht in Tränen auszubrechen. So hatte er sich das nicht vorgestellt. Er hatte gedacht, dass Tom sich Sorgen machen würde, aber nicht sowas.

"Entschuldige bitte", sanft legte er eine Hand auf Harrys Schulter und drehte ihn so leicht zu ihm herum: "Ich hätte nicht so reden sollen. Es ist gefährlich, du könntest dich verplappern oder du könntest in Aufträge geraten, die übel ausgehen könnten. Wenn du schon unbedingt am Krieg teilnehmen willst, dann solltest du das wirklich auf meiner Seite machen."