Vielen Dank, für ...

Kapitel 10 – Der Tempel

Es war ein tiefes Loch in dem sich die Archäologin befand. Den Eingang´ konnte man von hier unten kaum noch erkennen. Nur einen kleinen hellen Fleck.

Lara schaltete ihr LPS an, um es sich etwas heller zu machen.

Das tiefe Loch bestand aus vielen Backsteinen, die aufeinander gestapelt und befestigt worden waren. Doch außer viel Moos und dem Haufen Erde, auf dem sie immer noch stand befand sich nichts was für Lara von Bedeutung wäre.

„Ich glaub wir stecken fest…", hörte sie Alisters grübelnde Stimme.

„Nein…sieh doch!", erwiderte Lara.

Sie drehte sich nach links und stand nun vor einem kleinen Loch in der Wand.

Kniend ging sie in das Loch.

Wo das wohl hinführt?

Während sie sich so den Weg voranbahnte, schaute sie die ganze Zeit um sich herum, auf der Suche nach wichtigen Schriften oder Hinweisen.

„Oho...und jetzt?", fragte Zip.

Lara war an einer kleinen Weggabelung angekommen.

„Schalte doch mal bitte dein Licht aus Lara. Dann sehen wir weiter. – Ah. Gut, da es rechts heller zu sein scheint würde ich auch diesen Weg wählen.", riet der Historiker.

Ohne etwas zu sagen kroch die Archäologin konzentriert weiter.

Plötzlich fiel ihr ein Zeichen ins Auge und Lara drehte sich sofort um. Doch im nächsten Moment brach der Boden unter ihr zusammen. Blitzschnell griff sie nach einer Kante und hing nun über einem Loch, das mit Stacheln überseht war.

„Geht es dir gut?", fragte Zip.

„Geht schon…", antwortete Lara mit einem leisen Stöhnen und zog sich hoch, sodass sie sich wieder auf Knien befand.

„Siehst du das Alister?", sprach Lara in ihr Headset.

„Ja…- Nur ein Fremdling wird den Weg nie finden in unser Heiligtum, denn fallen er wird vorher hart - Gut, dass du so aufmerksam warst."

„Ich schlage vor wir nehmen doch den anderen Weg, denn hier kommen wir nicht rüber.", sagte Lara und kroch wieder zurück.

Als es langsam anfing wieder dunkel zu werden, schaltete die junge Frau ihr LPS an und folgte nun dem linken Weg.

Schon nach kurzer Zeit aber, ging es nicht weiter. Vor ihr war eine steinerne Wand – eine Sackgasse.

„Na toll…", kommentierte der Hacker.

Neben sich fand Lara aber vier kleine Steinplatten mit Zeichnungen, die sich in die Wand hinein schieben ließen.

Hm…Gott der Sonne, Gott der Nacht, Bürger mit Wasser, Bürger mit Erde. Was könnte das sein?

„Vielleicht mit dem Gott der Sonne anfangen…dann die Erde, das Wasser und zum Schluss der Mond für das Ende des Tages.", schlug Alister vor.

„Probieren wir es mal."

Lara drückte die Schalter nach dieser Reihenfolge, doch nichts passierte.

Sie hörte ein enttäuschendes Stöhnen des Historikers.

Sonne, Mond, Wasser, Erde…grübelte sie.

„Ich hab´s!" sagte die junge Frau triumphierend.

Lara drückte zuerst das Bild mit der Sonne, dann das mit der Erde. Anschließend den Mond und schließlich das Wasser.

Im nächsten Moment ging die kleine Steinplatte hoch.

„Natürlich…Der Mond hat die Macht über das Wasser und die Sonne regiert die Erde!", sagte Alister.

Lara kroch durch das Tor und befand sich nun in einem Tunnel, der deutlich heller als der kleine Kriechgang war.

Sie stand auf und dehnte ihre Knie durch. Das LPS schaltete sie aus. Sie machte sich auf den Weg und folgte dem Tunnel, bis zu einem verschlossenen Tor. Gleich daneben befand sich ein Schalter, den sie umlegte.

Das Tor hob sich und öffnete den Weg zu einem tödlichen Gang voller Fallen.

„So Männer…jetzt geht es richtig zur Sache.", kommentierte Lara und schritt auf die erste Falle zu.

Diese bestand aus drei Beilen, die hin und her schwangen. Lara schaute genau hin, um das richtige Timing zu erwischen. Als das erste Beil ganz rechts war, lief sie vorbei und machte beim Zweiten eine Hechtrolle. Mit dem Schwung machte sie einen Salto über das letzte Beil.

Nun befand sie sich vor übereinander angebrachten, messerscharfen Stangen, die ihr den Durchgang versperrten. Glücklicherweise war die letzte Stange ganz oben an der linken Seite abgebrochen. Lara sah keinen anderen Ausweg und stellte ihren Fuß auf die erste Klinge. Sie übte etwas Druck auf ihren Schuh aus, um sicher zu gehen, dass die Klinge ihn nicht durchschneiden würde. Es schien ihr sicher. Sie ging nach links und fing an vorsichtig zu klettern. Sie legte ihren Linken Fuß wieder auf die Stange und griff sachte mit der rechten Hand nach einer Stange, die etwas weiter oben war. Sie bemühte sich mit der ganzen Handfläche zu arbeiten. Dann kam der rechte Fuß über den linken. Als sie einige Meter über dem Boden war fand sie links von sich eine kleine Kante, an der sie sich festhalten konnte. Lara nahm die linke Hand von einer der Klingen und führte sie zu Kante. Das linke Bein führte sie zur Wand, um dann vollständig auf der kante zu hängen. Nun war sie auf Höhe der obersten kaputten Stange. Die junge Frau konzentrierte sich, nahm etwas Schwung und sprang dann von der Kante ab. Schnell presste sie ihre Arme vor ihrem Kopf zusammen und ihre Beine hinter sich, sodass sie durch die kleine Öffnung oben unversehrt hindurch kommen konnte. Sie landete auf dem Boden elegant kopfüber mit einer Rolle.

Geschafft…

Sie wischte sich den Schweiß von der Stirn und schüttelte sich bisschen.

„Weiter geht's." sprach sie in ihr Headset und ging weiter.

Dieses Mal schien es nicht so schwer. Vor ihr war eine lange Grube mit Stacheln. Über dieser befand sich eine kleine Skulptur mit einem Ring. Auf der Wand einige Risse und Kanten. Da der Ring noch etwas zu weit war, ging sie zu einer der Kanten und sprang auf diese. Von dort ging es immer weiter nach oben und dann nach rechts. Als die kleine Skulptur auf der Decke in reichweite war, sprang Lara nach hinten uns warf gleich darauf ihren Hacken aus. Jetzt hing sie über unzähligen Stacheln. Von hier aus konnte sie aber nirgends festen Boden erkennen. Da bemerkte sie eine ähnliche Figur mit einem Ring, die aber auf der Wand befestigt war.

Lara dachte an ihre Turnhalle.

Gut ,dass ich mir in der Turnhalle so was einbauen lassen hab.

Die Archäologin verlängerte das Seil etwas und holte dann Schwung. Als sie nahe genug des Ringes war, klinkte sie ihren Hacken aus, um ihn gleich darauf wieder einzuklinken. Jetzt befand sie sich auf der Wand. Rechts von ihr befand sich wieder normaler Boden.

Wie gewohnt lief sie auf der Wand von links nach rechts, um dann im richtigen Moment abzuspringen. Als sie genug Schwung hatte, sprang sie ab, klinkte den Hacken aus und landete auf der anderen Seite der Grube.

Hervorragend!

Die nächste Falle stellte kein Problem dar. Es waren Pfeile, die hin und her geschossen wurden. Mit gekonnten Hechtrollen und Flickflacks, konnte sich Lara am Ende unversehrt auslockern und einen Schluck trinken.

„Klasse!", hörte sie Zip und Alsiter Loben.

„Danke Jungs.", bedankte sich Lara lächelnd und packte ihre Ersatzwasserflasche weg.

Sie stand vor einem reichverzierten Tor, dass sich mit einer Druckplatte auf dem Boden öffnen lies. Sie stellte sich drauf, doch nichts passierte. Verwundert ging Lara runter und stellte sich wieder auf die Druckplatte. Wieder nichts.

„Schau da Lara.", sagte Alister.

Die junge Frau sah nach rechts und erkannte viele Kisten, die in der Wand steckten. Es gab kleine und große Kisten. Auch welche, die aus Holz, Gold, Granit und anderen Materialien bestanden. Außerdem waren viele kleine Zeichen darauf zu erkennen.

Lara schaute wieder auf die Druckplatte.

„Nur das höchste wird dir das Tor zum Heiligtum öffnen", übersetzte sie.

„Vielleicht die höchste Kiste?", meinte Zip.

„Nein...das wäre zu einfach.", konterte Lara.

„Vielleicht die Kiste mit den Schätzen?", sagte Alister.

„Ich würde die Kiste mit dem Opfer nehmen."

Ohne auf Einspruch zu warten, packte Lara die Kiste, die sie ein wenig an den Edelstein Opal erinnerte. Sie war viel leichter als Lara gedacht hatte. Die Archäologin legte die Kiste sachte auf die Druckplatte und im nächsten Moment öffnete sich das Tor.


...die Reviews! Vielen Dank, wie lieb von euch! Es blühen die Gedanken, wie ein Blumenfeld, es blühen... :P

Was sich wohl hinter dem Tor verbirgt??