Hey hey... also ich hab zur zeit leider echt 24 stunden tage, wenn ich nich in der schule oder auf arbeit bin, schlaf ich -.- aber ich konnte und wollte euch jetzt nich länger warten lassen^^ vielen dank für die letzten reviews, hab mich mega gefreut =)

(at SuperStar: ich bezweifle, dass jemand Naomi widerstehen könnte xD hast wohl recht)

(at LoveNAOMILY: joa irgendwer musste ja der arsch sein... und Freddy passte da grad ins Chema xD)


Raum und Zeit ist nicht länger. Ich denke zurück an die Zeit als Emily mir alles schlechte angetan hat, was mir ein Mensch hätte antun können und ich denke daran was sie für mich getan hat. Sie hat mich gerettet, nicht nur heute Nacht. Freude, Trauer, Hoffnung, Angst, Mitgefühl, Zorn, Wut, Liebe, Hass, das alles hat sie mich gelehrt und jetzt... steht sie am Abgrund ihrer selbst. Dieser eine Moment in dem ich hier Sitze, könnte der sein in dem ihre Existenz erlischt. Es könnte die Sekunde sein in der sie ihren letzten Atemzug nimmt und dieser könnte in jeder weiteren Sekunde der letzte Atem aus ihrem Körper sein, der zurück in die Welt geht. Das letzte bisschen von Emily Fitch, meiner Emily Fitch, die ich noch vor wenigen Stunden so verabscheut habe... obwohl ich das wohl nie wirklich tat. Schon allein nur der Gedanke daran, zerstört mich mehr als... alles andere. Was wenn die letzten Worte die sie von mir wahrgenommen hat, die waren, die voller Hass ausgesprochen wurden. Was wenn ich sie nie wieder sehe? Die Lebensfreude in ihren braunen Augen oder das freche grinsen, das mich wissen lässt, dass sie niemals aufgibt. Was wenn ich nie wieder dem Klang ihrer kratzigen Stimme oder ihres leisen Atmens wenn sie schläft höre? Fuck. Ich hätte es sein sollen, ich, doch der kleine Rotschopf musste mich aus dem Weg des Todes stoßen, in vollem Wissen, sie könnte sich selbst nicht mehr aus der Bahn bringen. In meinen Handflächen fühlt sich die Welt sicherer an, ich weiß nicht, was passiert, wenn ich die Augen aufmache und ein Arzt vor mir steht oder Katie auftaucht. Wie kann ichs Katie erklären? Emily hat nicht gut ausgesehen, so schwach hab ich sie noch nie erlebt, noch nie.

„Naomi?" Effy's Stimme dringt an mein Ohr und ich weiß, ich kann mich nicht länger verstecken.

Langsam nehm ich meine Hände weg und seh Effy deutlich vor mir, neben ihr Katie. Hinter den Beiden kann ich Cook, JJ, Panda und Thomo anlaufen erspähen. Ich will meinen Mund aufmachen und was sagen, doch ich bin wie erstarrt. Katie kann denk ich auch nich reden. Ihr Make-up ist komplett verschmiert, teile davon kleben an Effy's Oberteil, ihre Augen sind rot und angeschwollen. Eff, Katie und Cook setzen sich neben mich, während JJ, Panda und Thomas vor uns stehen bleiben. Die Stimmung ist gedrückt, niemand sagt was. Ab und zu hört man ein schweres Atmen, ein tiefes Schluchzen oder ein nervöses auf den Boden tippen mit nem Fuß, ansonsten nichts. Katie's Kopf liegt auf Cooks Schulter, während sein rechter Arm schützend um sie gelegt is. Effy's Hand hat meine, auf meinem Oberschenkel liegende, Hand gefunden. Panda krallt sich an Thomo's Arm, nur JJ steht Hilflos und allein neben ihnen und hat seine schlanken Arme um sich selbst gelegt. Irgendwie tut er mir Leid. Aber ich bringe kein Ton raus.

„Leute" Panda wagt es die Stille zu durchbrechen, sie hat unsere Aufmerksamkeit, so viel is Klar „jetzt... wirklich... das is Emsy! So schlimm wird's schon nich gewesen sein. Na klaaar sie wurde angefahren aber... wie oft stirbt denn schon jemand deshalb? Alles wird Gut"

Wenn ich könnte würde ich lächeln, unsere kleine, naive Panda „also... rein Statistisch gesehn, stirbt nur jeder dritte angefahrene Fußgänger, was beachtlich wenig ist, wenn man bedenkt, dass von Rund 4000 straßenverkehrsbedingten, tötlichen Unfällen nur Rund 600 Fußgänger sind."

„Nicht Hilfreich JJ" wirft Effy ein, während Panda ihren Kopf missbilligend schüttelt.

Effy zuckt kurz zusammen und als ich mich umschau weiß ich auch warum. Ein älterer Mann Mitte 50 kommt auf uns zu, er trägt einen OP-Kittel. Ich will es garnich wissen. „Naomi Campbell? Katie Fitch?" Katie bringt nichts raus, also nicke ich zustimmend. „Es tut mir ehrlich Leid ihnen das sagen zu müssen, aber" nein... man kann das stocken unserer Luft geradezu hören „Sie können erst morgen Mittag zu ihr"

„Sie lebt?" die ersten zwei Worte die ich seitdem ich hier bin gesprochen hatte.

Der Arzt lächelt und nickt „ja... Ms Fitch ist noch lange nicht übern Berg, die Operation war nicht einfach, es gab hier und da Komplikationen. Sie hatte Glück, großes Glück. Ihre Kopfverletzungen waren nicht so schlimm, was von Vorteil war, doch ihre inneren Blutungen waren enorm, es ist davon auszugehen, dass ein oder auch zwei Rippen gebrochen sind, sowie eines ihrer Handgelenke, das steht aber noch nicht fest." Diesmal sind es Tränen der Freude, die meine Wangen berühren. Befreit und Beflügelt... so fühl ich mich jetzt... genau so. Gut wird es mir aber erst dann gehen, wenn ich bei Emily bin.

„danke doc!" Panda reißt sich von Thomo los und hängt wenige Sekunden später am Rockzipfel des Mannes, der für das Überleben von Ems mitverantwortlich ist.

Der OP-Kittel Mensch schwankt zurück „Vorsicht, Blut"

Glaube nicht, dass ihr das etwas augemacht hat, sie geht dennoch wieder von ihm weg „Wann? Wann genau können wir zu ihr?"

„Morgen Mittag gegen halb eins, allerdings herrscht eine Ein-Personen Regel, mehr könnte sich derzeit negativ auf den Zustand der Patientin auswirken."

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Uni hat sich am diesigen Morgen erledigt, wie könnte ich's in Erwägung ziehn, mich in den Unterricht zu setzen, wenn ich weiß, dass Emily wegen mir halbtot im Krankenhaus liegt? Richtig, undenkbar. Ihr Blut klebte an meinen Händen und alles was ich In der Nacht gesagt hatte, hab ich auch so gemeint... schade nur, dass mir das erst so spät klar geworden ist. Schlafen, konnte ich kaum. Wie eine Irre lief ich in meinem Zimmer auf und ab, hätte ich eine Analoguhr, so hätte ich vermutlich mit jedem Ticken die Sekunden mitgezählt. Es ist genau halb Eins und ich mach mich aus gutem Grund erst jetzt auf den Weg zum Krankenhaus. Ich weiß immernoch nich ob Katie sauer auf mich ist oder nicht und weil ich weiß, dass sie zu hundert Prozent sofort zu Emily is, hab ich gewartet... bis jetzt. Ich kann nicht mehr warten, ich habs satt. Etwa eine halbe Stunde geradelt und ich bin da. In Form bin ich auch nich, kein Stück. Keuchend steh ich wenige Meter vor Emily's Zimmer. Gerade als ich oben angekommen bin, konnte ich noch Katie und zu meiner Verwunderung auch Effy in den Aufzug nach unten schlüpfen sehn, ich dachte es darf immer nur eine Person zu Ems? Und was geht eigentlich bei den beiden ab? Gestern hätten die sich fast zerfetzt und jetzt? Naja, gut, dass ich mich für die Treppen entschieden hatte. Mit jedem weiteren Schritt auf Emily's Tür zu, merke ich wie mein Herz kräftiger schlägt und der Knoten in meinem Hals immer unangenehmer wird, bis is direkt vor dem hölzernen Objekt stehe. Meine Knöchel kommen mit dem Material in Kontakt, genau drei Mal hab ich geklopft. Ein Husten und dann hör ich ihre Stimme „Komm rein". Wie von selbst greift meine Hand nach der Türklinke und drückt sie nach unten. Binnen weniger Augenblicke steh ich Im weißen Raum, große braune Augen starren mich unglaubwürdig an „Naomi?" sie klingt überrascht und geschwächt.

„Hey Emily" Ich laufe vor bis ich völlig unbeholfen vor ihrem Bett steh. Wie verhält man sich in solch einer Situation?

Sie lächelt etwas „setz dich doch"

Mit einem Nicken folge ich ihrer Anweisung und nehme Platz auf dem Stuhl, der direkt neben ihrem Bett platziert ist. Das grelle Licht unterstreicht die Blässe ihres Gesichtes. Ihre Unterlippe hat einen kleinen Riss und ihr rechter Unterarm ist mit einer Schiene und einem Verband versehen, ansonsten befindet sich der Rest ihres Körpers unter der weißen Bettdecke. „Wie geht's dir Ems?"

Der Spitzname is mir rausgerutscht und ihr scheint es nicht entgangen zu sein, denn ihr schwaches Lächeln wird immer mehr zu einem breiten Grinsen, so weit es ihre Lippe zulässt. „Gut... den Umständen entsprechend" Sie rutscht etwas nach oben um sich in eine aufrechte Position zu bringen, kneift aber sofort die Augen zusammen. Ihre schmerzverzerrte Miene erinnert mich daran, was der Arzt heute Nacht gesagt hatte, Emily ist noch nicht übern Berg.

„du... du hättest das nicht tun sollen... Emily" ich weiß nicht wo hin mit meinen Händen, am liebsten würde ich ihre nehmen, ihr zeigen, dass ich für sie da bin, doch ich kann nicht.

Sie sieht mich für einen Moment an, einfach so „ich habs dir gesagt... meine kleine Ansprache war ernst gemeint und ich würde dich immer wieder von der Straße schucken"

Ich rolle meine Augen „ich hatte Angst um dich, so große Angst und hab sie immer noch... müsste ich vor Angst kacken, würde ich jetzt bis zum Hals in Scheiße stecken" ich versuche Zynisch zu klingen und ich denke es funktioniert. Ems kichert ein wenig, hört aber sofort auf, ihr schießen Tränen in die Augen. Lachen tut ihr wahrscheinlich genauso weh, wie's mir weh tut, dass ich der Grund bin, dass sie jetzt so da liegt.

Ems schluckt ein zwei Mal „ich hätte bei meiner Ansprache den Mund nich so voll nehmen sollen, hm?" sie streicht sich mit ihrer linken Hand die roten Haare ausm Gesicht.

Langsam sehe ich sie durch einen wässrigen Schleier „Du hättest es ja doch nicht lassen können, im Reden schwingen bist du nun einmal du" ich zieh die Nase hoch um zu verhindern, dass mir der Rotz raus tropft.

„Naomi..." Sie hebt mir ihre Hand entgegen, ich kann sehn, dass es ihr große Mühe bereitet, also zöger ich nicht großartig und nehm sie in meine. „Du musst keine Angst um mich haben... versprich... versprich mir bitte nur" ihre sowieso schon geschwächte Stimme versagt, sie räuspert sich und führt ihren Satz fort „versprich mir nur, dass du mich nicht alleine lässt... ich bin froh, dass du hier bist"

Ein Lächeln formt sich mit meinen Lippen, ein ehrliches Lächeln „Ich geh nirgendwo hin"

„Danke" sie drückt meine Hand ein wenig, ich spüre es fast nicht. „Naomi? Legst du dich zu mir? Ich mein... nur bis die Visite kommt?"

Wie könnte ich ihr eine Bitte abschlagen. Ich antworte ihr nicht, stattdessen steh ich auf, lass ihre Hand los und lege mich so vorsichtig wie möglich zu ihr in das doch schon enge Bett. Emily hebt ihren Kopf leicht an und mein Arm landet reflexartig darunter. Mein Körper rutscht näher an Ems heran. Es dauert nicht lang und Emily schläft in meinen Armen ein, mit ihrem Kopf auf meiner Schulter und ihrem Arm auf meinem Bauch. Zum Reden bleibt uns alle Zeit der Welt, ich will einfach nur, dass sie wieder Gesund wird. Was Freddy angeht... da muss ich mir noch was einfallen lassen...


leider n kurzes chap, hoff s war trotzdem okay.