Hallo!

Es tut mir sehr Leid, dass ich so lange nicht upgedatet habe. Von nun an geht es wieder schneller weiter (falls überhaupt noch Interesse an meiner FF besteht ...)

Viel Spaß mit:


Gestalten der Nacht

von

Blutmondlady

Kapitel 9

Über der Burg in den verborgenen Tiefen Transsylvaniens ging langsam der Mond auf. Seine fahlen Strahlen tasteten sich über das alte Gemäuer und tauchten die ganze Umgebung in ein mystisches, fast unwirkliches, Licht.

So wie die Sonne am Morgen weckte nun der Mond seine Kinder, die Geschöpfe der Nacht. Eulen erwachten, breiteten lautlos ihre Schwingen aus und gingen auf die Jagd. Ein einsamer Wolf strich durch den Wald auf der Suche nach seiner Beute in der noch jungen Nacht.

Auch Severus erwachte, doch er hätte sich am liebsten unter der Decke verkrochen. Sein Kopf dröhnte. Jedes Geräusch, ja sogar das Rascheln der Bettdecke, kam ihm unnatürlich laut vor. Der kratzende Stoff der Decke kribbelte auf seiner nackten Haut. Noch nie hatte er all dies so intensiv wahrgenommen. Es war, als wären all seine Sinne aufs Äußerste geschärft.

Deshalb lag er still im Bett und versuchte sich so wenig wie möglich zu bewegen. Nach einiger Zeit waren die seltsamen Empfindungen verschwunden, oder er hatte sich daran gewöhnt, jedenfalls fühlte er sich nun fähig, seine unbequeme Liegestätte zu verlassen.

Severus schlug die Bettdecke zurück und setzte sich aufrecht hin. Er fühlte sich benommen, in seinem Kopf drehte sich alles und er verfluchte sich dafür, nicht langsamer aufgestanden zu sein.

Wie war er eigentlich ins Bett gekommen? Nachdenklich massierte er seine Nasenwurzel und versuchte angestrengt, sich an die gestrige Nacht zu erinnern.

Er hatte die Aufzeichnungen über den Trank des Schwarzen Blutes durchgesehen, als es plötzlich an der Tür geklopft hatte. Doch es hatte nicht sein wahrgewordener Alptraum, der den Namen Cassandra trug, vor der Tür gestanden, sondern ein anderer Blutsauger. Und alles was danach kam, war eine große Lücke in seiner Erinnerung. Obwohl ... Er konnte sich an eine Stimme erinnern. Die Stimme einer Frau, die mit ihm geredet hatte. Oder war das nur ein Traum gewesen?

Severus erhob sich von dem durchgelegenen Bett mit dem zerschlissenen Laken und verließ das Schlafzimmer. Er streckte sich und fühlte sich ungewöhnlich wach; der Schwindel von vorhin war wie weggeblasen. Normalerweise bedurfte es zwei oder drei Tassen schwarzen Kaffees, um seine Lebensgeister anzukurbeln, doch diesmal war es auch ohne gegangen.

Er freute sich schon auf jenen herrlichen Tag, wenn er dem Schloss den Rücken kehren würde. Nie wieder würde er freiwillig mit diesen ... Kreaturen in Berührung kommen, geschweige denn, mit ihnen in Berührung kommen wollen.

Völlig in Gedanken versunken, kratze sich Severus am Kinn, während er die Wendeltreppe zum Studierzimmer hinunterstieg. Damit er endlich von hier verschwinden konnte, musste er nur den Trank des Schwarzen Blutes brauen, was sich aber als schwieriger als angenommen herausstellte. Laut der Rezeptur musste man einen Sud aus getrockneten Wacholderbeeren, pulverisierten Feenflügeln und Faultiermilch ansetzen. Nun gut, das war zwar eine recht ungewöhnliche Mischung, aber der Trank war schließlich auch nicht alltäglich. Was ihm wirklich Kopfzerbrechen bereitete, waren die beiden nächsten Zutaten: zwei Tropfen Drachenblut und ein geriebener Basiliskenzahn. Abgesehen davon, dass es schlichtweg unmöglich war, einen Basiliskenzahn zu bekommen, reagierten diese beiden Zutaten sehr heftig miteinander. Im besten Falle würde ihm nur der Kessel um die Ohren fliegen, aber sonst müssten sich die Vampire mit einem Turm weniger zufrieden geben. Oder, bei einer größeren Menge, nur noch mit einer halben Burg.

Aus diesem Grund hatte der Entdecker des Tranks, auch eine Zutat angeführt, die die beiden anderen Stoffe neutralisieren würde. Leider war ausgerechnet diese Stelle versenkt und von irgendeinem Tier angenagt worden. Severus hatte nicht einmal den Hauch einer Vermutung, was für eine Zutat gemeint sein könnte. Die restlichen Zutaten, zumindest die, deren Namen er hatte entziffern können, waren teilweisehochgiftig.

Severus fuhr sich geistesabwesend über seinen Hals und spürte dabei zwei kleine Male. Überrascht blieb er stehen. Außer den kleinen Erhebungen spürte er auch noch etwas, das sich wie eine Kruste anfühlte. Er kratzte vorsichtig daran und musste verwirrt feststellen, dass sich unter seinen Fingernägeln eingetrocknetes Blut befand.

Was zum ...?

Unfähig einen klaren Gedanken zu fassen, rannte Severus zurück ins Schlafzimmer. An der Wand hing ein eingeschlagener Spiegel, den er bis jetzt noch nie benutzt hatte. Hektisch wischte Severus mit seiner Hand die Spinnweben beiseite und schnitt sich dabei an einem der Splitter. Er zog scharf die Luft ein und besah sich den tiefen Schnitt, der heftig blutete. Mit zittrigen Fingern entfernte er den Splitter aus der Wunde und wickelte seine Hand in den Umhang, um die Blutung zu stoppen.

Severus nahm seinen ganzen Mut zusammen und blickte in den Spiegel.

Entsetzt wich er zurück, bis er am Bett anstieß. Er konnte das ganze Zimmer im Spiegel sehen, nur nicht sein Abbild.

Fieberhaft suchte Severus nach einer logischen Erklärung, die seine Befürchtung nicht bestätigen würde, auch wenn er wusste, dass er sich im Grunde nur selbst belog.

Vielleicht ist mir ein Experiment misslungen und ich bin deshalb unsichtbar ... Ja, genau ... Deshalb erinnere ich mich auch nicht mehr, was letzte Nacht passiert ist ... So muss es gewesen sein.

„Severus ... Wie geht es Ihnen?"

Erschrocken drehte er sich um. In der Tür stand Cassandra und betrachtete ihn mit einem seltsamen Ausdruck in den kalten Augen, den er bei ihr bis jetzt noch nie gesehen hatte.

„Sie können mich sehen?", fragte er tonlos.

Sie nickte.

„Aber im Spiegel..."

„Er zeigt unser Antlitz nicht.", erklärte sie leise und schritt an Severus vorbei. Mit ihren Fingerspitzen berührte sie vorsichtig den zerbrochenen Spiegel. In keiner der Scherben spiegelte sie sich wider. „Auch im Wasser können wir uns nicht betrachten."

„Sie sprechen von Vampiren", er schluckte, „aber was ist mit mir?"

Cassandra drehte sich nicht zu ihm um. Sie suchte nach einer Erklärung, einer Entschuldigung, mit der sie ihm ihr Handeln erklären konnte. Doch sie fand nicht die richtigen Worte.

„Was ist mit mir?", fragte Severus abermals. „Was ist mit mir geschehen?"

Sie seufzte und schloss verzweifelt die Augen.

Severus wurde wütend. „Antworten Sie mir!"

„Sie wurden gebissen ...", begann sie langsam, „... und sind nun ein Vampir."

„Nein ... Das ist nicht wahr."

Cassandra drehte sich zu ihm um und sah ihn ungewohnt ernst an. „Es ist wahr. Sehen Sie sich Ihre Verletzung doch mal genauer an."

Vorsichtig befreite Severus seine Hand aus dem Umhang und starrte ungläubig darauf. Vom Schnitt war nur noch eine feine, dünne Linie zu sehen.

„Es muss eine andere Erklärung geben.", beharrte er. „Ich kann nicht ..." Seine Stimme erstarb.

„Sie müssen Ihren Tod akzeptieren. Andernfalls werden die Folgen nur noch schlimmer sein."

„Tod? Aber ich fühle mich ... lebendig.", widersprach er mit schwacher Stimme.

Sie nickte. „Mag sein, doch spüren Sie Ihren Herzschlag. Atmen Sie tatsächlich?"

Mit zittrigen Händen tastete Severus nach seiner Halsschlagader, doch weder dort, noch an seinen Handgelenken konnte er seinen Puls fühlen. Er blickte schockiert in Cassandras lächelndes Gesicht.

Sie hat Recht.

Severus musste sich am Bettpfosten festhalten; in seinem Kopf drehte sich alles.

„Sie sind noch kein vollkommener Vampir. Erst wenn Sie das Blut eines Menschen getrunken haben, ist Ihre Verwandlung abgeschlossen."

Ihre Worte drangen wie durch einen Nebelschleier zu ihm durch. Er konnte noch immer nicht fassen, dass sein Leben, so trostlos und einsam es auch war, tatsächlich vorbei sein sollte. All die Dinge, die er noch hätte tun, noch hätte sehen wollen, waren ihm nun für immer verwehrt.

Cassandras Stimme riss ihn aus seinen düsteren Gedanken. „Hören Sie mir überhaupt zu?"

Oh ja, er hatte ganz genau zugehört. „Dazu wird es nie kommen."

„Sie werden sterben, wenn Sie kein Menschenblut trinken.", warnte Cassandra ihn.

„Dann werde ich sterben.", sagte er entschlossen und richtete sich auf. „Aber der Vampir, der mir das angetan hat, auch. Wer war es?"

Sie antwortete nicht, sondern wandte verstört ihren Blick ab.

„Wer war es?", fragte Severus abermals, diesmal fordernder.

„Das ist nicht so leicht zu erklären.", flüsterte sie.

Er starrte sie mit unverhohlenem Zorn an. Sie hatte ihm gegenüber noch nie Schwäche gezeigt, also sollte sie damit gefälligst gar nicht erst anfangen. Severus wusste, dass hinter ihrem hübschen Gesicht eine Bestie steckte und war intelligent genug, nicht auf ihr bekümmertes Gehabe hereinzufallen.

In Wahrheit denkt sie darüber nach, wo sie sich ihre nächste Dosis Blut beschaffen kann, dachte er angewidert.

„Sagen Sie mir den verdammten Namen!", zischte Severus.

Als Cassandra nicht reagierte, ging er zu ihr hinüber, packte sie an den Schultern und schüttelte sie grob.

„Wie heißt der Vampir, der gestern hier hereingekommen ist? Hat er mich gebissen?"

Sie befreite sich aus seinem Griff und wich zurück. „Sie ... Sie erinnern sich?", fragte sie ungläubig.

„Nur, dass ein Mann hereingekommen ist.", räumte er ein. „Danach habe ich eine Lücke in meinen Erinnerungen."

„Sie wissen wirklich nichts von dem, was passiert ist, nachdem Chris Sie gefunden hat?" Cassandra schien plötzlich erleichtert zu sein.

„Chris?", hakte Severus nach. „Ist das der Name des Vampirs, der mich gebissen hat?"

Sie antwortete nicht, sondern überlegte fieberhaft. „Natürlich ... Chris hat Sie hier gefunden und hat Sie gebissen.", murmelte sie mehr zu sich selbst als zu Severus, „Er ist an allem Schuld ... Und nun ist er weg."

„Weg? Was heißt das?", knurrte Severus und verschränkte die Arme vor der Brust. Jede Faser seines Körpers schrie nach Rache. Er wollte nichts sehnlicher als den Vampir finden und ihm einen spitzen Pfahl durch dessen verfaultes Herz jagen.

Cassandra lächelte geheimnisvoll und machte eine undefinierbare Handbewegung. „Weg heißt weg."

„Ist er tot?", wollte Severus ungerührt wissen und hoffte inständig, dass der Blutsauger noch am Leben war, damit ihm das Vergnügen zu teil wurde, den Vampir ins Jenseits zu befördern.

„Der Kodex besagt, dass kein Vampir seinesgleichen töten darf.", erklärte sie ausweichend.

„Gut, dann muss ich ihn nur noch aufspüren und mir einen Holzpfahl besorgen."

„Was?", rief Cassandra entsetzt. „Nein ... Das geht nicht! Das dürfen Sie nicht!"

„Und wieso nicht?", fragte Severus schroff.

„Sie ... Sie sind nun auch ein Vampir ... und deshalb müssen Sie sich an den Kodex halten."

„Sie wollen nicht wirklich wissen, was ich von Ihrem Kodex halte, oder?" Seine Stimme war nur noch ein leises Knurren und seine schwarzen Augen funkelten gefährlich.

Cassandra wich jedoch nicht zurück, sondern blieb unbeeindruckt stehen und zog eine Augenbraue hoch.

Ihr Geflecht aus Lügen hatte unvermittelt Risse bekommen, doch nun schien es, als hätte sie die perfekte Lösung für all ihre Probleme gefunden. Wenn es ihr gelang, Severus Snape als ihren Verbündeten zu gewinnen, dann gab es niemanden mehr, der wusste, dass sie und nicht Chris den Trank des schwarzen Blutes hatte brauen wollen. Und für sein plötzliches Verschwinden von der Burg hätte sie nun auch einen plausiblen Grund: Chris hatte Severus auf die Burg gebracht und ihn gebissen, damit der Zaubertränkemeister sich mehr Mühe bei der Forschung nach dem Rezept gab. Cassandra war hinter sein schreckliches Geheimnis, das gleichzeitig auch einen schwerwiegenden Verstoß gegen die Regeln auf der Burg darstellte, gekommen und hatte ihn dafür sogleich verstoßen.

Einfach, aber genial.

Ein unheilvolles Lächeln zierte ihre blutroten Lippen, als sie sich graziös auf dem durchgelegenen Bett niederließ und Severus deutete, neben ihr Platz zu nehmen.

Dieser starrte jedoch nur finster zurück und bewegte sich keinen Millimeter. Nun wurde ihm klar, was für ein Spiel sie spielte.

Wie angenommen hatte sie ihm die ganze Zeit nur etwas vorgespielt. Ihre Besorgnis, ihre Verwirrtheit hatten ihn nur in Sicherheit wiegen sollen; jetzt zeigte sie ihm wieder ihr wahres Gesicht. Sie war kalt und emotionslos und er fragte sich, ob sie überhaupt im Stande war, irgendwelche Gefühle zu empfinden.

„Wir müssen einige Dinge bereden, Severus.", begann sie nüchtern.

„Für Sie noch immer Mr. Snape."

Cassandra lächelte. „Natürlich, Mr. Snape. Oder wäre Ihnen Professor und Sir noch lieber?"

Severus ignorierte ihren Spott. „Was wollen Sie mit mir bereden?"

„Keiner auf der Burg weiß, dass ich nach der Rezeptur des Tranks geforscht habe. Und das soll auch so bleiben. Meine Mitvampire halten Chris für einen Verräter und ich werde sie sicherlich nicht vom Gegenteil überzeugen.", sie lächelte bösartig, „Nun zu Ihnen. Ich biete Ihnen an, auf der Burg bleiben zu dürfen, und stelle Sie unter meinen persönlichen Schutz."

„Wie außerordentlich gütig."

„Mein Angebot gilt nur unter einer Bedingung: Sie erzählen niemanden, dass ich Sie auf das Schloss gebracht habe und dass ich nach dem Trank geforscht habe. Sie bestätigen meine Aussagen, auch wenn diese, Ihrer Meinung nach, nicht der Wahrheit entsprechen."

Severus' Lippen kräuselten sich zu einem hämischen Lächeln. „Na na na, hat da jemand eine kleines, schmutziges Geheimnis?"

Kaum hatte er den Satz zuende gesprochen, da stand Cassandra schon vor ihm und lächelte unheilvoll, sodass er ihre spitzen Zähne sehen konnte.

„Für einen richtigen Vampir wären Sie jetzt ein gefundenes Fressen.", hauchte sie ihm entgegen. „Ihre Kräfte sind noch inaktiv und Ihre Verwandlung noch nicht abgeschlossen. Genau genommen sind Sie im Moment nichts weiter als ein Untoter, gefangen zwischen Leben und Tod. Dennoch fließt noch Blut durch ihre Adern - im übertragenen Sinne, versteht sich - und das macht Sie zu einem unwiderstehlichen kleinen Häppchen für jeden Vampir auf dieser Burg."

Severus wollte einen Schritt zurückweichen, doch er stand sprichwörtlich mit dem Rücken zur Wand.

„Der Kodex...", stieß er atemlos hervor.

Cassandras Finger strichen lasziv über den Stoff seines schwarzen Hemds.

„In Anbetracht eines solch appetitlichen Häppchens kann man den Kodex für einen kurzen Moment ... vergessen."

Ihre Lippen schlossen sich sanft um die zwei Male auf Severus' Hals.

„Was wollen Sie von mir?", keuchte er.

„Werden Sie mein Verbündeter, Severus. Gemeinsam können wir den Trank des schwarzen Blutes herstellen. Wir wären mächtiger als alle anderen Vampire zusammen."

„Nein."

Cassandra wandte sich wütend von ihm ab.

„Nein?", wiederholte sie gefährlich leise, „Sie wissen nicht, was Sie da sagen. Sie sind sich gar nicht bewusst, welch außerordentliches Geschenk Ihnen zu Teil geworden ist."

Severus lachte freudlos. „Ich bin verflucht, oder nicht? Muss ich nicht andere töten um zu überleben?"

„Ewiges Leben, unvergängliche Schönheit und immerwährende Gesundheit haben ihren Preis."

„Sie mögen es vielleicht so sehen, doch ich ziehe den Tod solch einem Dasein vor."

Cassandra fixierte ihn mit ihrem kalten Blick. „Ist das Ihr letztes Wort?"

„Ja.", antwortete er.

„Auch wenn es Ihren Tod bedeutet?"

„Meine Entscheidung steht fest."

Sie nickte lediglich und verließ ohne ein weiteres Wort ihr ehemaliges Arbeitszimmer. Als die Tür hinter ihr ins Schloss fiel, blieb sie unvermittelt stehen. Am liebsten wäre sie zurückgegangen und hätte ihm die Wahrheit gesagt, doch sie wusste, dass er es nicht verstehen würde.

Wütend schlug Cassandra mit der flachen Hand gegen die raue Steinmauer.

Ein kleiner Teil von ihr hatte gehofft, dass er sich seinem Schicksal ergeben und vielleicht die Chance, die sich nun für ihn ergab, sehen würde. Jedoch hatte sie Severus durch ihre unüberlegte Handlung endgültig verloren. Er zog den Tod einem Dasein als Vampir vor. Gegen ihren Willen bewunderte sie ihn dafür. Auch sie hatte mit ihrem Schicksal gehadert, aber sie hatte nicht den Mut gehabt, den Tod zu wählen.

Cassandra strich sich eine schwarze Haarsträhne aus dem Gesicht und stellte sich aufrecht hin. Severus hatte seine Entscheidung getroffen und sie musste das akzeptieren. Wenn sie eine Lektion in all den Jahren als Vampir gelernt hatte, dann dass man sich niemals an etwas Vergänglichem festklammern durfte. Bald würde Severus, Snape ermahnte sie sich, nur eine Erinnerung sein. Für sie war es nun wichtig, die anderen Vampire von ihrer Geschichte zu überzeugen und einen Weg aus Voldemorts Abmachung zu finden. Alles andere war zweitrangig.

„Leben Sie wohl, Mr. Snape.", flüsterte sie leise und machte sich auf den Weg in den Rittersaal.


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