„Das kitzelt", kicherte Lisa, als Rokkos Lippen über ihren Bauch streiften. Sie konnte nicht mehr genau sagen, wie es soweit gekommen war, aber es fühlte sich sehr gut an. „Soll ich mich schnell rasieren gehen?", neckte Rokko seine Frau. „Bloß nicht!", lehnte Lisa das Angebot vehement ab. „Komm lieber wieder rauf zu mir und lass deine Bartstoppeln woanders kitzeln." Auf einmal hatte Lisa das Gefühl, dass ihre Hochzeitsnacht zwar verspätet, aber dennoch schön sein könnte.
Rokko war in Position gegangen und bedachte Lisa mit einem prüfenden Blick. Diese lächelte scheu, entschied sich dann aber Rokko an sich zu ziehen und ihn innig zu küssen. Versunken in diesen Austausch von Zärtlichkeiten bemerkten die beiden nicht, wie die Tür zu Schlafzimmer aufging und Fenja hereinkam. Völlig unbemerkt lief sie am Ehebett entlang, bis sie mit Lisa auf Augenhöhe war. Die junge Frau spürte plötzlich einen klebrig-feuchten Kuss auf ihrer Wange, der im kompletten Widerspruch zu dem stand, was Rokko sie bisher hatte erfahren lassen. Sie schlug die Augen auf und erkannte das Mädchen, das bereits zu den Kowalskis ins Bett geklettert war. „Ach du meine…", entfuhr es Lisa entsetzt. Hektisch schob sie Rokko von sich. „Fenja, was machst du denn hier? Bist du ganz alleine aus deinem Zimmer hierher gelaufen?", bestürmte Lisa das Kleinkind, das noch gar nicht antworten konnte. Entnervt seufzend ließ Rokko sich derzeit neben seiner Ehefrau in die Kissen sinken. „Sieht so aus, als soll es nicht sein, dass wir zwei keinen Sex haben", schmunzelte er. „Pst", wies Lisa ihn zurecht. „Fenja ist hier." – „Wie glaubst du, ist sie entstanden?" – „Ja-a, aber das weiß sie ja nicht." Fröhlich quietschend kletterte Fenja über Lisas Beine hinweg zwischen ihren Onkel und ihre frisch angeheiratete Tante. „Willst du etwa bei uns schlafen?", fragte Rokko, was Fenja mit einem heftigen Nicken beantwortete.
