Erebor 3022: Warhammers – Gefahr für Durins Sohn

Von summerald – übersetzt aus dem Englischen von jessie152


Disclaimer: ''Der Hobbit'' und ''Der Herr der Ringe'' als auch sämtliche Figuren darin sind Eigentum von Tolkien Estate und Wingnut Films. Diese Geschichten dienen ausschließlich der Unterhaltung und weder der Autor noch der Übersetzer profitieren in irgendeiner Weise davon oder erheben irgendwelche Ansprüche auf ''Der Hobbit'' oder ''Der Herr der Ringe''.


Kapitel 10

Corax, Rabe von Erebor, schoss direkt auf sie zu. ''Goooobliiiinnnns!'' kreischte er.

Nÿr, Heilerlehrling und als Begleiterin eines Händlers getarnt reisend, blieb keine Zeit zu übersetzten, dass eine hässlich Meute Goblins geradewegs auf sie zukam.

Bruilan, der Mann aus Gondor, war jedoch kampfbereit.

''Runter!'' brüllte er.

Nÿr versuchte, sich auf den Boden zu werfen, doch ein Goblin prallte mit voller Wucht gegen sie, packte sie beim Nacken und stieß sie zur Seite.

Bruilan zog sein gefährlich scharfes Langschwert, schwang es in einem großen Bogen und schlitzte vier Goblins auf einmal auf.

Nÿr zog den Kopf ein und versuchte, ihre Hände an den kurzen Kampfstab zu bekommen, der an ihrem Gürtel hing. Sie löste ihn von dem Ring an ihrer Hüfte und rammte ihrem Angreifer den Griff direkt zwischen die Beine, genau wie Nama es ihr gezeigt hatte.

Dem Goblin traten beinahe die Augen aus den Höhlen, und er ging in die Knie. Dann packte Nÿr den Stab fest mit beiden Händen, schlug ihn dem Goblin von oben an die Rückseite seines Halses, während sie gleichzeitig ihr Knie gegen sein Kinn knallte.

Sein Hals knickte gegen den Kampfstab, es gab ein deutlich hörbares Knack-Geräusch und der Goblin sackte zusammen.

Grünlich-graues Goblin Blut spritzte in Nÿrs Gesicht, als Bruilan einen einarmigen Goblin erledigte, der eine Keule über seinem Kopf schwang.

Nÿr wirbelte herum, und trat einem weiteren Goblin entgegen, der sie ankreischte und mit beiden Händen ein Schwert hob. Sie nahm die Gelegenheit wahr, die er ihr bot: Einen ungeschützten Bauch.

Sie versenkte die Metallspitze ihres Stabes in seinen Eingeweiden und stieß nach oben in sein Herz. Sie konnte noch sehen, wie sein Gesichtsausdruck Überraschung zeigte, als das Gewicht seines eigenen Schwertes ihn hintenüber riss. Sie zerrte den Stab wieder heraus, fuhr herum, um sich den nächsten Goblin vorzunehmen.

Allerdings war da keiner mehr. Sie und Bruilan waren die beiden einzigen, die noch standen, während um sie herum ein Dutzend Feinde am Boden lag.

Bruilan hielt sein Langschwert in Verteidigungsposition und drehte sich einmal um sich selbst, während er nach weiteren Goblins lauschte.

Er sah Nÿr in die Augen und bemerkte mit erleichtertem Gesichtsausdruck, dass sie unverletzt war. Dann sah er die beiden Goblins, die sie niedergestreckt hatte.

Er hob einen Daumen, um ihr zu signalisieren, dass sie das gut gemacht hatte.

Und ganz anders als beim ersten Mal, als sie einen Goblin getötet hatte, um des Königs Sohn zu verteidigen, hatte Nÿr diesmal keine Gewissensbisse, außer vielleicht, weil die untere Hälfte ihres Stabes mit Goblinblut besudelt war. Sie sah sich nach einem moosbedeckten Baumstamm um und wischte den Stab wortlos an einem der weichen, grünen Polster ab.

Goblins… Ekelhaft!

''Lasst uns hoffen, dass das nur eine zufällige Patrouille war,'' murmelte Bruilan. Er hob seinen Rucksack mit den Kupfer- und Zinnteilen, den er hatte fallen lassen, auf und winkte ihr, ihm zu folgen. Er ging voran und wischte im Gehen sein Schwert mit einem Tuchfetzen ab, bevor er es wieder in die Scheide steckte.

Nÿr folgte ein paar Schritte hinter ihm, befeuchtete ein Tuch mit Wasser aus ihrer Flasche und säuberte sich, so gut es ging, das Gesicht. Schließlich mussten sie wie umherziehende Händler aussehen, nicht wie Kämpfer.

Der Nachmittag war inzwischen schon weit fortgeschritten, und ihr hochgesteckter Zopf sah nach dem Kampf jetzt endgültig so aus, als hätte sie die Nacht über darauf geschlafen.

Sie sammelte einen einfachen, aus Metall getriebenen Helm auf, der einem toten Goblin vom Kopf gerollt war und stülpte ihn über ihr zerzaustes Haar. Damit war sie vollständig als zerlumpter, umherwandernder Zwerg getarnt.

Es schien eine ganze Lebensspanne her zu sein, aber sie konnte sich immer noch von einer Sekunde zur anderen in Nÿr, das Waisenmädchen, zurück verwandeln, das sich fühlte, als sei es wertlos, sich Menschen fürchtete und sogar Misshandlungen ertragen würde...

Sie schob die Erinnerungen an die verächtlichen Bemerkungen zur Seite, die sie früher hatte hören müssen, und ließ sich ganz auf diese vergangene Zeit ein. Sie ging gebeugt, hielt den Blick, soweit es ging, gesenkt und änderte ihren Gang von dem eines selbstsicheren Mädels zu dem eines unterwürfigen Weibs, dass sich fürchtete, den Zorn des Mannes heraufzubeschwören.

Corax landete auf einem umgestürzten Baum neben dem schmalen Pfad.

''Felswand mit Efeu,'' schnarrte der Rabe leise. ''Dunkler Platz hinter den Ranken.''

''Sind wir schon in der Nähe, Corax?'' fragte sie mit gesenkter Stimme.

Vor ihr drehte sich Bruilan um und sah sie an.

''Fast da,'' lockte Corax. ''Aufgepasst.''

''Er sagt, wir sind schon ganz nah, '' übersetzte Nÿr. ''Seht, wo er hinfliegt.'' Corax erhob sich in die Luft und flog über ihre Köpfe.

Der Mann aus Gondor und das Zwergenmädchen blickten gebannt dem Raben nach, als er lautlos voraus glitt.

Genau in diesem Moment fühlte Nÿr die Spitze eines Schwertes in ihrem Rücken, und die Hand eines Goblins legte sich über ihren Mund.


''Denkt Ihr, wir haben genug Knochen von dem Drachen?'' fragte Fíli den König von Gondor. Sie standen Seite an Seite auf einem großen, flachen Lastkahn, auf dessen Deck mehrere Ladungen gehobener Drachengebeine lagen, darunter der gewaltige Schädel, an dem noch der Hals hing, ein ordentliches Stück der Wirbelsäule und der Brustkorb.

''Schwer zu sagen,'' räumte Aragorn ein. ''Aber wir haben den Kopf und den Teil, wo das Herz saß.'' Er wies auf den riesigen Schädel und das Brustbein.

Sie hatten außerdem noch das Becken und viele Knochen von den Flügeln und den Beinen.

Fíli überlegte und wartete dann doch noch auf einige weitere Durchgänge der Schlepphaken und Netze, die die angeheuerten Männer vom Langen Ufer mitgebracht hatten. Als er sah, dass sie zum dritten Mal keine weiteren Knochen nach oben brachten, war er bereit, die Angelegenheit für beendet zu erklären.

''Lasst uns das zum Berg bringen,'' sagte Fíli. ''Wenn wir Glück haben, wird der Nachmittagswind etwas früher auffrischen.'' Er betrachtete abschätzend den blauen Himmel, als der Kapitän des Kahns den Anker heben und das Segel setzen ließ.

Dann studierte Fíli eingehend ihren Fang. Die Sonne und die Hitze des Nachmittags würde die Knochen etwas trocknen. Doch, nachdem sie 81 Jahre unter Wasser gelegen hatten, war ihm klar, dass sie bis zum Abend nicht vollständig trocknen würden.

Das erste, was sie tun mussten, wenn sie zum Berg zurückkehrten, war, ein gut brennbares Ölgemisch über die Gebeine zu gießen. Und dann beabsichtigte Fíli, diesen Schädel höchst persönlich zu zertrümmern.

Langsam baute sich in ihm eine schwelende, unterschwellige Wut auf, und er überdachte die Möglichkeiten. Schwert, Axt oder Keule?

Kriegshammer, entschied er. Groß und schwer. Damit konnte man alles zertrümmern. Er konnte schon beinahe einen in seinen Händen spüren: Ein schwerer Hammerkopf auf einem robusten Stil.

Und dann war da der Berg. Schließlich war er Fíli, ein Sohn aus Durins Geschlecht und der Berg würde ihm helfen, dieses Unheil, das der Drache immer noch verursachte, ein für allemal zu beenden.

Er schuldete es all denen, die er in jener Nacht in Seestadt hatte umkommen sehen.

Er schuldete es seinem Onkel, Thorin Eichenschild, und all denen aus seinem Volk, die gestorben waren, als dieser verfluchte Drache Erebor angegriffen hatte.

Und er schuldete es seinem Bruder für einundachtzig Jahre der Qual.


Nÿr konnte sich kaum auf den Beinen halten, als sie unbarmherzig herumgestoßen und vorwärts geschubst wurde. Doch sie stellte fest, dass man ihr wenig Beachtung schenkte, solange sie sich unterwürfig gab.

Die volle Aufmerksamkeit der Goblins richtete sich dagegen auf Bruilan . Sie hatten es geschafft, ein Seil um den großgewachsenen Man zu schlingen, und ihm die Arme an die Seiten zu fesseln. Sie zerrten ihn vorwärts und verspotteten ihn.

Und sie lachten, während sie weiter marschierten. Wenn man diese seltsam gurgelnden Geräusche ein Lachen nennen mochte.

Sie wurden zu einer mit Efeu bedeckten Felswand getrieben, und Nÿr dachte schon, sie würden irgendwo in einen Eingang gestoßen werden. Stattdessen kam ihren Bewachern ein sehr wütender Kriegs-Goblin entgegen, der ihnen auf dem Weg nach draußen etwas zubellte. Er deutete auf eine Reihe bewaffneter Goblins, die hinter ihm kam und in Richtung Osten marschieren wollte.

Bruilan wurde zur Seite geschoben. Er warf Nÿr einen kurzen Blick zu, der so viel sagte, wie: Bleib ruhig.

Verstärkung, erkannte Nÿr. Genau wie Dwalin es gesagt hatte, stürmten sie hervor, um am Kampf teilzunehmen.

Sie wollte sie zählen und abschätzen, wie viele da vorbeistampften. Dabei blieb sie bei ihrer Rolle und verkroch sich in ihren zerlumpten Mantel. Mit ein bisschen Glück würden sie nicht mal bemerken, dass sie ein Mädchen war.

Der Massenaufbruch hielt eine ganze Weile an. Etwa Hundert, stellte sie fest. Hundert, oder gar mehr brachen auf.

Und dann brüllte der Kriegs-Goblin und scheuchte ihre Eskorte zurück, damit sie sich den Reihen der Abmarschierenden anschlossen. Einer jedoch schüttelte den Kopf und hielt das Seil fest gepackt, mit dem Bruilan gefesselt war.

Darüber entbrannte ein Streit, der schließlich damit endete, dass der Kriegs-Goblin auf Bruilan zeigte, und mit einer ruckartigen Kopfbewegung auf den Höhleneingang wies.

"Orzhak," schnauzte er.

Bruilans Wärter fügte sich. Er drehte sich um, packte Nÿr mit eisernem Griff beim Mantel und schleppte sie hinter sich her, während er Bruilan vorwärts stieß.

Nÿr folgte, so gut es ging. Sie konnte ihren Stab nicht greifen, doch sie überlegte, ob sie ihren ledernen Gürtel öffnen und ihn als Garotte benutzen konnte.

Doch sie bekam keine Gelegenheit dazu.

Der einzelne Goblin, der sie abführte, hetzte sie den Hauptgang hinab, nahm dann einen Tunnel zur Linken, nur um beinahe in ein halbes Dutzend rattengesichtiger Goblins zu laufen, die ihnen den Weg versperrten. Bruilan wurde vorwärts geschoben, von Kopf bis Fuß betrachtet, einige stocherten mit den Griffen ihrer Waffen an ihm herum. Offenbar versuchten sie, ihn einzuschätzen.

Nÿr zog sich etwas zurück und kauerte sich in eine Ecke, die nicht vom Licht der Fackeln erhellt wurde, und hoffte, dass man sie da übersehen und vielleicht vergessen würde.

Bruilans Fesseln wurden durchschnitten und sein Schwert mit Scheide zur Seite geworfen. Es fiel Nÿr beinah direkt vor die Füße. Ein paar eiserne Handschellen wurden von einem Goblin zum anderen gereicht.

Nÿr behielt das weggeworfene Schwert im Auge, während sie sich nach einem besseren Versteck umsah.

Da, in der Dunkelheit stand eine verbogene Tür einen Spalt offen. So, als ob gerade jemand in großer Eile verschwunden war.

Bruilan überragte den kleinen Mob aus Goblins um ihn herum deutlich, er wehrte sich, so gut es ging, und stieß mit den Ellenbogen nach den hässlichen Kreaturen, als sie Anstalten machten, ihm die Handschellen anzulegen. Er trat einem Goblin mit aller Kraft auf den Fuß, aber nach einer Menge Gekreische wurden Speere ergriffen, und ein Kreis aus Spitzen richtete sich auf ihn. Dagegen konnte auch der kräftige Mann nichts mehr ausrichten.

Nÿr untersuchte die Tür und lauschte, ob sich jemand in dem Raum dahinter befand. Während die Goblins vollständig mit Bruilan beschäftigt waren, angelte sie mit dem Fuß nach dem Gurt an Bruilans Schwertscheide und zog das Schwert langsam zu sich hin, während sie sich immer weiter in den Schatten vor der Tür zurückzog.

Bruilan brüllte und protestierte, als es den Goblins gelang, eines seiner Handgelenke zu erwischen und die Handschelle darum zu schließen. Nÿr stieß die Tür auf. Von unten in der Höhle hörte sie entfernt das Gegröle von weiteren Goblins, gefolgt von einem Sprechchor. Es klang tatsächlich, als würden sie … jubeln?

Ein Kampfring! Fili hatte Corax' Beschreibung von dem Ort, wo er Kíli entdeckt hatte, als Kampfring interpretiert. Ihr wurde klar, dass die Goblins vermutlich beabsichtigten, Bruilan ebenfalls dorthin zu bringen.

Wieder wurde gejubelt. So, als ob etwas in dem Ring passiert war, was die Zuschauer begeisterte. Die Gruppe bei Bruilan hielt inne und lauschte, dann fingen sie an, zustimmend zu nicken und zu lachen.

"Orzhak! Orzhak !" wiederholten sie immer wieder, schoben Bruilan weiter und vergaßen Nÿr vollständig.

Sie hörte, wie sie sich mit Bruilan immer weiter den Tunnel hinab entfernten. Sie bückte sich und hob Bruilans Schwert auf. Es war viel zu groß für einen Zwerg, doch sie konnte es auf dem Rücken tragen und hoffte, es ihm später zurück geben zu können.

Doch wie sollte sie das schaffen, ohne selber wieder erwischt zu werden!

Das Geräusch flatternder Vogelfedern zog ihre Aufmerksamkeit auf sich, und als sie aufsah, entdeckte sie Corax, der über ihrem Kopf auf einem Vorsprung unter der steinernen Höhlendecke landete. Sein glänzendes Gefieder reflektierte das Licht der Fackeln.

''Rabenprinz,'' knarrte er leise, und spähte in die Schatten, wo Nÿr kauerte. ''Kommst du?''


Kíli hatte begonnen, sich mehr und mehr wieder wie er selbst zu fühlen, kaum dass Yagrat, Smaugs persönliches Goblin-Weib, ihren letzten Atemzug getan hatte.

Und seine Vermutung hatte sich als richtig erwiesen. Der nächsten Gegner, den man zu ihm in den Kampfring geworfen hatte, war viel schlimmer: ein hinterhältiger, gebückt gehender und massiger Goblin mit einer stachelbesetzten Keule.

Er wäre vielleicht in ernste Schwierigkeiten geraten, wenn Stachel-Keulen-Goblin nicht sehr langsam gewesen wäre und nur mit der linken Hand gekämpft hätte. Man musste sich ihm nur von rechts nähern, dann konnte er sich nicht verteidigen.

Kíli hatte nur ein miserabel geschmiedetes Kurzschwert, das einer der vielen Goblins im Kampfring fallen gelassen hatte, bevor ihn sein Schicksale ereilte, doch es genügte. Er spielte mit dem Gegner, solange es ging und so lange, wie die zuschauende Menge es tolerierte.

Doch Kíli war müde. Er schwitzte immer noch stark wegen des unnatürlichen Fiebers, das ihn noch immer plagte. Und er wurde von der schmerzenden, brennenden Vernarbung an seinem rechten Bein, gleich über dem Knie, behindert.

Die alte Morgul-Wunde, entzündet und durch das Spinnengift wieder so schlimm wie am Tag der Verletzung vor all den Jahren.

Er wollte sich am liebsten immer noch über die Kante stürzen, sich in den Abgrund werfen, der den Kampfring umgab, und eine gnadenvolle Erlösung in einem selbst gewählten Tod finden.

Nein, Kíli, das darfst du nicht. Er würde auch deine Seele hier gefangen halten.

Es war die entfernt klingende Stimme des ersten Mädchens, das einstmals sein Herz gewonnen hatte, Táuriel, ihre hell schimmernde Seele, gefangen vom düsteren, lauernden Geist des Drachen.

Das war das Einzige, was ihn in diesem Moment davon abhielt, zu springen. Um ihre Seele zu retten, musste er am Leben bleiben. Und das bedeutete, dass er kämpfen musste und nicht den Boden unter den Füßen verlieren durfte.

Er schlug wieder von rechts nach dem Goblin und schlitzte ihm den kräftigen Oberarm auf.

Die Menge grölte. ''Töte ihn, töte ihn, töte ihn,'' skandierten sie.

Kíli hatte das Gefühl, dass sie nicht mehr so laut waren wie vorher. Er sah nach oben. Es schienen auch nicht mehr so viele zu sein.

Ob ihm sein Verstand einen Streich spielte? Kíli wunderte sich über diese Veränderung, doch er konnte sich keinen Reim darauf machen. Er hatte auch keine Zeit, darüber nachzudenken.

Der Goblin schwang seine stachelbesetzte Keule mit mehr Wucht, als Kíli erwartet hatte. Kíli sprang zurück, verlor den Halt und landete auf der Erde. Er verwandelte den Sturz in ein Abrollen zur Seite und kam auf die Knie, gerade rechtzeitig, um zu sehen, wie der Goblin strauchelte und beinahe das Gleichgewicht verlor.

Kíli kam wieder auf die Beine, wog das kurze Schwert in seiner Hand und wirbelte es einmal herum, um seine Balance zu testen. Es würde seinen Dienst tun.

Mit zu Schlitzen zusammengezogenen Augen griff er an, schwang die Klinge und überraschte den Goblin, der den Fehler beging, vor Schreck beide Arme hoch zu reißen.

Kíli schnitt von links durch den weichen Bauch, wirbelte die Klinge herum und schlug dann von rechts noch einmal zu. Der Goblin hielt sich den Leib und fiel auf die Knie.

Und mit einem letzen Schwung schnitt Kíli ihm die Kehle auf. Blut schoss mit jedem Herzschlag in einer grausigen Fontaine empor. Der Goblin sackte langsam zur Seite und fiel dann leblos zu Boden.

Die Menge brach in ein triumphierendes Gekreische aus, und Kíli sah jetzt nochmal genauer hin. Eindeutig waren da weniger Goblins auf den Brücken und Brustwehren über ihm.

Doch was das zu bedeuten hatte…Kíli wusste es nicht.

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AN.: Allen Lesern ein frohes und gesundes neues Jahr 2017. Wie hoffen, dass ihr auch dieses Jahr mit dabei seid und Euch die Geschichte weiter fesselt. Kíli hält tapfer durch. Doch langsam wird wirklich die Zeit knapp. Was denkt ihr, wird er es schaffen?

Mahals Segen, Summer & Jessie

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