Dragon and Angel
Kapitel 10
Facing Mr. Weasley
Draco versuchte aufzustehen, aber Angelique saß immer noch auf seinem Knie. Also hob er sie hoch und stellte sie neben sich auf den Boden, um einem wütenden Arthur Weasley gegenüberzustehen.
„Mr. Weasley, Sir, ich..." Doch Draco wurde unterbrochen.
„Dad, bitte", bettelte Ginny.
„Oh, Arthur, ich dachte, ich hätte dich hereinkommen gehört", sagte Molly fröhlich, als sie wieder in das Zimmer kam. „Draco ist gekommen, um Ginny und die Kinder zu besuchen, ist das nicht nett, Liebling?" Sie hatte den mörderischen Blick auf dem Gesicht ihres sonst so ruhigen Mannes nicht übersehen.
„Molly, du hast diesen... diesen Todesser in mein Haus gelassen?" Arthur war zornig.
„Ich versichere Ihnen, Sir, dass ich kein Todesser bin und nie einer gewesen war", sagte Draco sofort. Er hasste es, als Todesser bezeichnet zu werden. Nur weil sein Vater einmal ein Diener des Dunklen Lords gewesen war, hieß das doch nicht, dass er das auch war.
Arthur spöttelte über ihn. „Wenn Sie auch nur eine Minute lang denken, dass ich idiotisch genug bin, um Ihnen zu glauben..." Arthur verstummte abrupt, als er Draco dabei zusah, wie dieser die Ärmel seines Hemdes bis zu den Ellenbogen hoch rollte.
„Wie Sie deutlich sehen können, Sir, habe ich nie das ‚Dunkle Mal' bekommen, noch habe ich den Dunklen Lord in jeglicher Weise unterstützt", sagte Draco. Er musste kämpfen, um seine Selbstbeherrschung nicht zu verlieren, als er seine Arme hin und herdrehte, damit Arthur sie sehen konnte.
„Ginny, warum bringst du nicht mit Draco die Kinder ins Wohnzimmer?", schlug Molly vor, um die Situation zu entspannen. Es war nicht schwer zu übersehen, dass die beiden Zauberer im Zimmer kurz vor dem Explodieren standen und die Kinder sahen auch schon verängstigt genug aus. Sie mussten sicherlich nicht noch mehr davon sehen.
„In Ordnung, Mum, kommt schon, Kids, ihr könnt Grandpa später hallo sagen. Draco?" Ginny sah besorgt aus, als sie versuchte, sie alle aus der Küche zu vertreiben. Keines der Kinder hatte sich während der kleinen Konfrontation der beiden Männer bewegt. Es kam nicht oft vor, dass ihr Großvater wütend wurde und sie konnte sich nicht an das letzte Mal erinnern, dass sie ihn so aufgewühlt gesehen hatte.
„Nein, Gin, wir müssen das jetzt klären", sagte Draco schlüssig, während er den älteren Zauberer nicht aus den Augen ließ.
„Nun, wenn das der Fall ist, Arthur, dann schlage ich vor, dass du und Draco ins Wohnzimmer geht. Drake und Angel brauchen ihr Abendessen, bevor es zu spät wird", sagte Molly in einem Ton, der keinen Platz für Widersprüche ließ.
„Sehr gut", brachte Arthur hervor, während er Draco deutete, das andere Zimmer vor ihm zu betreten.
Draco neigte seinen Kopf in Mollys Richtung und verließ die Küche. Er tat sein Bestes, um Ginny nicht anzusehen, aber er konnte nicht anders. Sie zitterte, ihr Gesicht war blass und immer noch verquollen von den Tränen, die sie vergossen hatte. Aber es waren ihre Augen, die die Furcht zeigten, die sie wieder einmal verspürte. Eine Furcht, für die er sich verantwortlich fühlte.
„Arthur, er hat erst gestern von den Kindern erfahren", sagte Molly ruhig, bevor auch ihr Mann den Raum verließ.
„Gestern? Er lügt! Er wollte nichts mit ihr zu tun haben, als sie schwanger war und jetzt taucht er einfach auf. Nun, er ist wohl fünf Jahre zu spät dran", knurrte Arthur mit tiefer, wütender Stimme.
„Er wusste es nicht", betonte Molly, als Arthur ihr den Rücken zuwandte und das Zimmer nun endgültig verließ.
„Dad, bitte, es ist die Wahrheit", bettelte Ginny in den leeren Raum, wo Sekunden zuvor noch ihr Vater gestanden hatte.
„Alles wird wieder gut, Liebes", versuchte Molly Ginny zu beruhigen, aber ihr eigenes Gesicht zeigte Besorgnis und ihre Stimme war nicht ganz so ruhig, wie sie sein sollte.
„Dad... Er ist so wütend", brachte Ginny hervor.
„Er kennt noch nicht die ganze Geschichte", antwortete Molly leise.
Diese versuchte, sich mit den Vorbereitungen für das Abendessen zu beschäftigen, während Ginny mit dem Kopf in ihren Händen am Tisch saß und versuchte, jedes Wort mitzuhören, das im Nebenraum gesprochen wurde.
Als Arthur das Wohnzimmer betrat, stand Draco bereits beim Kamin und wartete auf ihn.
„Nun, Setzen Sie sich", befahl Arthur und zeigte auf einen Couchsessel.
Draco setzte sich in einen abgewetzten Couchsessel beim Kamin, Arthur setzte sich in einen identischen Sessel ihm gegenüber hin. Einige Sekunden lang musterten beide Zauberer einander genau.
„Was lässt Sie denken, dass Sie das Recht haben, nach all dieser Zeit hier aufzutauchen?", bellte Arthur ihn an.
„Sir, wenn Sie mir die Möglichkeit geben würden, dass ich Ihnen alles erkläre", sagte Draco mit gleichmäßiger Stimme. Es gab keinen Grund, warum er die Beherrschung verlieren sollte. Wenn er ruhig blieb, musste Mr. Weasley ihn anhören.
„Nun gut, ich gebe Ihnen fünf Minuten", stimmte Arthur zu. Er war stolz darauf, ein fairer Mann zu sein. Obwohl diese arme Erscheinung eines menschlichen Wesens seine Tochter so tief verletzt hatte, würde er ihm ein wenig Zeit geben.
Draco nickte, bevor er begann. „Ich habe Ihre Tochter seit ihrem letzten Schultag in Hogwarts nicht mehr gesehen. Ich habe Großbritannien kurz danach verlassen, um in Frankreich zu arbeiten. Wir hatten beschlossen, dass es besser war, wenn wir nicht in Kontakt blieben. Gin hatte Pläne für ihre eigene Zukunft und ich musste aus London herauskommen. Gestern hat mein Vater Gin mit Drake in der Winkelgasse gesehen. Als er mich informierte, dass ich einen Sohn habe, war mein erster Gedanke, dass ich Ginny finden und diese Tatsache klären musste, aber ich wusste nicht, wo ich sie finden konnte, sonst wäre ich schon gestern Abend hier gewesen. Zufällig bin ich heute Morgen auf Pansy Parkinson gestoßen und ich konnte sie überzeugen, mich hierher zu bringen. Ich schwöre Ihnen, Mr. Weasley, hätte ich es gewusst, wäre ich schon die ganze Zeit hier gewesen."
„Sie haben auch eine Tochter, Malfoy", knurrte Arthur. Aristokratische Familien waren dafür bekannt, nur an männlichen Erben Interesse zu haben. Er konnte es auf keinen Fall zulassen, dass seine Enkeltochter übersehen wurde.
„Ich habe eine Tochter?", fragte Draco geschockt. Angelique hat sich eben erst selbst vorgestellt und sie hatte Gin Mummy genannt, aber wie konnte das möglich sein? Dracos Gedanken waren wieder einmal in heller Aufruhr.
„Ja, Malfoy. Angelique ist Ihre Tochter", schnarrte Arthur ihn an.
„Es tut mir Leid, Sir, ich wusste von meinem Vater nur von Drake Bescheid. Wie könnte Angelique auch von mir sein?", stotterte Draco.
„Zwillinge, Malfoy. Die kommen in unserer Familie ziemlich häufig vor", erklärte Arthur. Nach Dracos Gesichtsausdruck zu schließen, hatte er eindeutig nicht gewusst, dass er Zwillinge hatte. Wenn diese ganze Geschichte nicht seine Tochter und seine Enkelkinder betroffen hätte, hätte Arthur die Situation höchst amüsant gefunden.
„Zwillinge?", keuchte Draco.
„Ja, Malfoy, Zwillinge." Langsam begann Arthur den Mann, der vor ihm saß, Leid zu tun. Molly hatte Recht gehabt! Er hatte nichts davon gewusst, so viel war klar. „Ich weiß, dass das ein Schock für Sie sein muss, aber kommen Sie darüber hinweg."
„Natürlich, es tut mir Leid, Sir. Ich wusste es nicht, aber jetzt, da ich es weiß, macht es keinen Unterschied", sagte Draco und nahm sich zusammen.
„Und Ihre Absichten?", fragte Arthur ernst.
„Wenn Ginny es mir erlaubt, würde ich gerne ein Teil von Drakes und Angeliques Leben sein", antwortete Draco vorsichtig.
„Was ist mit Ginny?", fragte Arthur.
„Sir, ich werde Ihre Tochter immer respektieren, sie ist schließlich die Mutter meiner Kinder", sagte Draco.
„Gut." Arthur war einstweilen zufriedengestellt. Der Mann hatte zwar sein kleines Mädchen geschwängert, aber das war vor über fünf Jahren gewesen und es war nicht gerade sinnvoll, jetzt noch darüber zu lamentieren. „Sie wissen doch, dass Sie so eine ähnliche Befragung oder Tortur noch weitere sieben Mal durchmachen müssen? Ich kann mir wirklich nicht vorstellen, dass meine Jungs oder Harry es begrüßen, dass Sie hier aufgetaucht sind, oder dass sie genauso leicht zufrieden zu stellen sind wie ich."
„Das weiß ich, aber ich werde schon damit fertig, was auch immer sie beschließen zu tun", sagte Draco. Mit Befragungen konnte er umgehen, aber eine Tortur? Nein, danke!
„Nur, damit Sie mich verstehen", sagte Arthur und stand auf. „Bleiben Sie hier, ich werde Ginny hereinschicken, ihr beiden habt offensichtlich eine Menge zu besprechen."
Arthur kam zurück in die Küche, wo Molly und Ginny sofort begannen, ihn mit Fragen zu bombardieren. Während die drei Erwachsenen in der Küche abgelenkt waren, schlichen Drake und Angel ins Wohnzimmer. Draco saß immer noch im Couchsessel, seine Ellenbogen stützte er auf seinen Knien ab und sein Kopf lag in seinen Händen. Angel näherte sich ihm und legte eine ihrer kleinen Hände auf seinen Kopf.
„Grandpa war echt wütend", flüsterte Angel.
Draco hob seinen Kopf und sah seine kleine Tochter an. Er lächelte, da sich so viel Besorgnis in ihrem jungen Gesicht widerspiegelte. Sie kannte ihn nicht einmal und doch machte sie sich bereits Sorgen um ihn.
„Ja, er war wirklich wütend, nicht wahr?", meinte Draco und setzte sich in den Couchsessel.
Angelique kletterte auf Dracos Schoß und machte es sich bequem, indem sie ihren Kopf an seine Schulter lehnte.
„Bist du wirklich unser Dad?", fragte Drake leise von seiner Position aus.
„Ja, ich bin wirklich euer Dad", antwortete Draco und er lächelte die Kinder an.
„Du bist nicht der Mann, der Mummy gestern Angst gemacht hat", bemerkte Drake.
„Nein, das war ich nicht", antwortete Draco.
„Wer war das dann? Weil du siehst aus wie er", fragte Drake.
„Dieser Zauberer war mein Vater, dein Großvater", erzählte ihm Draco.
„Bist du auch böse wie er?", fragte Drake.
„Oh, er ist nicht wirklich böse. Ich denke, er hat deine Mum nur erschreckt, das ist alles", sagte Draco sanft.
„Oh, gehst du wieder weg?", fragte Drake vorsichtig.
„Nein, ich gehe nirgendwohin", antwortete Draco. Er war sich nicht sicher, wohin diese Fragen führen sollten, aber anscheinend schadete es nicht, Drake alles zu beantworten. Vielleicht musste der kleine Junge nur für sich selbst ein paar Sachen klären.
Drake lächelte ihn an und kletterte auf Dracos anderes Knie, um seiner Schwester gegenüber zu sitzen.
„Ich bin froh, dass du nicht weggehst gehst, Daddy", sagte Drake ernst, mit dem Kopf an seine Schulter geleht.
„Ich auch, Drake", flüsterte Draco.
Draco hatte das Gefühl, dass sein Herz bersten würde. Er konnte sich nicht daran erinnern, wann das letzte Mal so viel Gefühl durch seinen Körper strömte. Es war unbeschreiblich. Als er mit seinen Kindern da saß, schliefen sie langsam ein.
Draco wusste nicht, dass Ginny einen Großteil ihrer Unterhaltung miterlebt hatte. Sie war im Hintergrund geblieben, bis Drake und Angel eingeschlafen waren. Sie hatte sich diese Situation so oft vorgestellt. Der Mann, den sie immer noch liebte und ihre schlafenden Kinder mit so viel Fürsorge festhielt. Tränen der Freude liefen still ihr Gesicht hinunter.
Als sie sicher war, dass die Zwillinge nicht aufwachen würden, trocknete Ginny ihre Tränen und betrat leise das Zimmer.
„Draco", flüsterte sie, „ich muss sie ins Bett bringen."
„Okay, möchtest du, dass ich einen von ihnen trage?", fragte Draco leise.
„Danke", antwortete Ginny, lehnte sich nach vorne und nahm ihm Angel ab. „Komm mit."
Draco stand mit Drake in seinen Armen auf und folgte Ginny die Treppe hinauf. Ginny blieb zuerst in Angels hübschem Zimmer stehen und legte das kleine Mädchen auf ihr Bett. Dann durchquerte sie den Korridor zu Drakes Zimmer und sah zu, wie Draco Drake sanft auf das Bett legte. Ginny kam zu ihnen, um die Decke über seinen kleinen Körper zu legen, und küsste ihn auf die Stirn.
„Gute Nacht, mein kleiner Drache", flüsterte Ginny zu ihrem schlafenden Sohn.
Draco sah Ginny verwundert zu, wie sie den kleinen Jungen bemutterte.
„Darf ich?" Draco sah Ginny an.
„Natürlich", antwortete Ginny lächelnd. Sie wusste nicht wirklich, was er vor hatte, aber sie war überrascht, als Draco sich über seinen Sohn beugte, die Decke glatt strich und ihm einen Kuss auf die Stirn gab. Dann ging er aus seinem Zimmer, durchquerte den Korridor und betrat Angels Zimmer, wo er sie zudeckte und sie ebenfalls leicht auf die Stirn küsste.
„Gute Nacht, mein kleiner Engel", flüsterte er in ihr Haar.
Als Draco fertig war, gab Ginny ihrer Tochter einen Gute-Nacht-Kuss und die beiden kehrten zurück nach unten.
„Zwillinge, he?", sagte Draco zu ihr. Sie konnte immer noch Unglauben in seiner Stimme hören.
„Ja, Zwillinge, Draco", antwortete Ginny und lächelte ihn an.
„Das muss schwer für dich gewesen sein, so ganz auf dich allein gestellt", sagte Draco ernst. Er fühlte, wie die Wellen der Schuld seinen Körper überschwemmten. Sie war auf sich allein gestellt mit nichts anderem als zwei Babys.
„Es war schwer, aber ich hatte meine Familie und meine Freunde, sie haben mir alle geholfen. Harry war wunderbar! Er ist ihr Patenonkel und er hat mich immer gedrängt, mit dir wieder in Kontakt zu treten", sagte Ginny leise.
„Potter?", fragte Draco. Eine Welle der Eifersucht wogte durch seinen Körper. Potter hat was getan? Mit seinem Engel und seinen Kindern glückliche Familie gespielt?
„Ja, Draco, Harry Potter", sagte Ginny und rollte mit den Augen, aber sie fuhr sorgsam fort, da der Ausdruck auf Dracos Gesicht einer war, den sie und wahrscheinlich auch nur sie wiedererkannte. Eifersucht. Er bekam diesen Gesichtsausdruck, wann immer ein anderer Junge mit ihr gesprochen hatte, als sie noch in Hogwarts gewesen waren. „Er und seine Frau, Hermione, sind Patenonkel und Patentante der Zwillinge."
„Oh", sagte Draco dümmlich. Er wusste, dass er diesen Ausdruck auf seinem Gesicht wiedererkannt hatte, aber er fand, dass es ihm unmöglich war, ihn zurückzuhalten.
„Ja, oh", antwortete Ginny und hob mit einem Lächeln ihre Augenbrauen.
„Sie sind wunderbar, Gin", sagte Draco und wechselte damit das Thema. Seine kleinen Kinder versetzten ihn eindeutig in Staunen.
„Ich weiß, Draco", antwortete Ginny. Die Freude zeigte sich deutlich auf ihrem Gesicht.
„Und sie wissen über mich Bescheid?" Draco war neugierig, denn es war klar, dass Angelique ihn wiedererkannt hatte.
„Ja, ich habe ihnen so viel ich konnte über dich erzählt und ich habe ihnen Fotos gezeigt. Obwohl wir nicht zusammen waren, wollte ich, dass sie dich kennen und ich wollte auf keinen Fall, dass sie durch meine Brüder einen falschen Eindruck von dir bekommen", informierte ihn Ginny.
„Fotos... Wo, beim Merlin, hast du Fotos von mir herbekommen?", fragte Draco.
„Die meisten hatte ich von Pansy, aber ich hatte auch eines von dir und mir, als wir beide noch in Hogwarts waren", erzählte ihm Ginny.
„Natürlich, Pansy! Hätte ich auch selbst draufkommen können. Ihr scheint euch sehr nahe zu stehen", bemerkte Draco.
„Na ja, sie ist Rons Freundin. Zuerst habe ich sie nicht recht akzeptieren können, aber mit der Zeit habe ich herausgefunden, dass sie eigentlich ganz nett ist, überhaupt nicht so wie zu der Zeit, als wir alle noch in der Schule waren", gab Ginny zu, „und wenn du mich fragst, wird Pansy Parkinson meine nächste Schwägerin werden, das heißt, falls mein unnützer Bruder je den Mut aufbringt, ihren Vater zu fragen."
„Mr. Parkinson kann ziemlich furchterregend sein. Ich würde sicher nicht derjenige sein wollen, der ihn fragt, ob ich ihm seine einzige Tochter wegnehmen kann. Schau, Gin, ich sollte wahrscheinlich gehen. Es war ein langer Tag und es wird langsam spät", sagte Draco leise.
„In Ordnung", antwortete Ginny. Sie versuchte, die Enttäuschung in ihrer Stimme nicht zu zeigen. Sie hätte ihn gerne noch länger hier gehabt.
„Ähm... Gin, wäre es in Ordnung, wenn ich morgen wieder vorbeikomme? Du weißt schon, um etwas Zeit mit den Kids und dir natürlich zu verbringen."
„Ich glaube, das würde ihnen gefallen", antwortete Ginny. Und mir auch, fügte sie im Stillen hinzu.
„Mir auch", antwortete Draco. „Von wo aus kann ich apparieren? Wenn ich nicht bald im Manor auftauche, wird meine Mutter meine Eingeweide für Zaubertrankzutaten verwenden."
„Es gibt ein Apparationszentrum im Hintergarten", informierte ihn Ginny, während sie versuchte, ein Kichern zu unterdrücken. „Es ist schön zu sehen, dass du dich immer noch vor deiner Mummy fürchtest, Draco."
„Sehr lustig, Gin", sagte Draco trocken, als er begann, sich in Richtung Küche und Hintertür zu bewegen. Ginny folgte dicht hinter ihm. „Sie macht sich um mich Sorgen, das ist alles."
„Ich... ähm... na ja... Ich glaube, wir sehen dich dann morgen", stotterte Ginny. Sie war sich plötzlich unsicher, da sie mit diesem gutaussehenden Zauberer alleine an der Hintertür stand.
„Ja, absolut! Ich werde da sein", sagte Draco. „Danke für heute Abend und sag deinen Eltern auch danke von mir, Gin. Es war großartig! Die Kids sind brillant!"
Ein paar Augenblicke standen sie da und sahen sich in die Augen. Keiner von ihnen wusste, wie sie am besten Gute Nacht sagen sollten.
„Na ja, gute Nacht, Gin", sagte Draco mit weicher Stimme. Er lehnte sich nach vorne und küsste sie sanft auf die Wange.
„Gute Nacht, Draco", flüsterte Ginny, als das Plop seiner Disapparation noch leise durch den Garten hallte.
tbc
