TERRA NOVA

Of Daughters

10. Zusammen, oder nicht?

~Taylor~

Taylor fluchte und schickte seine Leute aus, um nach der kleinen Ausreißerin zu suchen. Als er selbst das Haus verlassen wollte aber hielt ihn seine Tochter plötzlich rufend zurück und streckte ihm etwas entgegen. Ein Flexblatt. Ungeduldig sah er ihr entgegen. „Nathalia, wir müssen..."

„Sieh es dir erst an!" Unterbrach ihn das junge Mädchen entschieden. Er seufzte, trat neben sie und nahm ihr das durchsichtige Flexblatt ab. Es zeigte ein kindliches Bild, einen Mann mit Körperpanzer und weißem Haar, eine kleinere Person mit halblangem Braunen Haar und eine größere mit Körperpanzer und Zopf in der Nähe, zwischen den beiden ersten stand eine viel kleineres Kind. Er wusste sofort wen Leah da gezeichnet hatte, ihn, Nathalia und Wash, so wie sich selbst. In krakeliger Kinderschrift stand nur ein Satz darauf:

Es tut mir Leid, aber ich musste es tuen, Mira hat meinen kleinen Bruder.

Er fluchte, reichte seiner Tochter das Blatt und legte ihr ganz kurz eine Hand auf die Schulter. „Ich hole sie zurück."

Sie nickte.

„Sie beide." Er lief eilig hinaus.

xXx

Zu allem entschlossen packte er seine Kampfmesser und zwei zusätzliche Kurzmesser, dann legte er eine Karte auf den Tisch. „Hier, falls ich morgen früh nicht zurück bin und kein..."

„Taylor!" Wash starrte ihn entsetzt an.

Shannon schüttelte lediglich den Kopf, doch kaum das er an dem jüngeren vorbei trat hielt ihn dieser fest am Arm und streckte ihm die frei Hand fordernd entgegen. „Geben Sie mir eine Waffe und ein Messer! Ich gehe!" Sagte Shannon und sah ihn fest an.

„Ich habe hier das Kommando und ich..."

„Genau! Gerade deshalb sollten nicht Sie gehen. Was glauben Sie was Mira mit ihnen macht, Taylor?"

Taylor wollte widersprechen, doch er sah davon ab, seine First-in-Command und sein Ermittler sahen ihn beide mit einer Miene an, die deutlich machten, das sie ihn eher überwältigen würden. Und bei diesen beiden hatte er tatsächlich keinen Zweifel das sie es hinbekommen würden. Beide hatten sie es immerhin schon getan. Er in der Forschungsstation, sie hier im Kommandostand, nur wenige Stunden später. Er seufzte, reichte Shannon das lange Kampfmesser und die Waffe. „Aber das Sie mir auch aufpassen, ich will ihrer Frau nicht erklären, das ich nicht weiß, wo sie stecken, Shannon!"

„Wird nicht passieren."

Taylor überließ das Kommando Wash und ging hinaus. Leah saß dort auf der Bank, vor sich Reynolds, der sie im Auge behielt. Taylor warf ihr einen ernsten und tadelnden Blick zu. Leah senkte betroffen den Kopf, sie wirkte traurig und ängstlich. Er seufzte und streckte seine Hand aus. „Na, komm schon!"

Leah stand auf, machte zögernd einen Schritt auf ihn zu und nahm seine Hand, ohne aufzusehen. Sie folgte ihm stumm und blieb stehen, als er es auch tat.

„So, junge Dame, wir müssen uns mal unterhalten." Er ging vor ihr in die Hocke und sah sie ernst an. Sie wich seinem Blick erst aus, dann aber betrachtete sie ihn scheu und betroffen. Sie wusste das sie ihn enttäuscht hatte. Aber im Gegensatz zu dem letzten Kind, das ihn ähnlich angesehen hatte, schien es Leah ernsthaft Leid zu tuen. Er seufzte erneut und strich ihr übers Haar. „Weißt du, ich kann dich ja verstehen, aber... du hättest auch einfach mit mir reden können, oder mit Nathalia," sagte er leise.

„Ich... ich hatte Angst," antwortete Leah und schaute zu Boden, sie atmete tief ein. Im nächsten Moment sah er etwas auf ihrer Wange glitzern, sie weinte.

„Leah, es ist gut. Ich... bin dir nicht böse," erwiderte er und hob ihren Kopf leicht an. „Komm, gehen wir nach Hause."

Leah blieb stehen, so das der weißhaarige Mann gezwungen war es auch zu tun. Fragend blickte er sie an. Sie biss sich auf die Lippe und merkte wie sie unsicher von einem Bein aufs andere trat und strengte sich an stehen zu bleiben.

„Was ist los?" Wollte der Commander wissen und schaute auf sie hinab. Sie senkte den Blick. „Nach... nach Hause?" Fragte sie und schüttelte den Kopf. „Das... habe ich nicht," flüsterte sie.

„Natürlich hast du das, hier in Terra Nova und... im Moment bei mir." Der grauhaarige ging wieder vor ihr in die Knie, es fühlte sich seltsam an, das er das tat. Sie hatte gesehen wie er mit Mira gesprochen hatte, mit seinen Männern. Taylor war kalt, wie Mira, das wusste sie. Aber jetzt sah er sie seltsam an, irgendwie, als möge er sie. Aber... mich mag doch niemand. Ich bin nur im Weg, nehme Platz weg. Ich raube Zeit. Und Sam und ich... sind immer eine Last...

„Möchtest du nicht bei mir und Nathalia bleiben? Ich bin sicher, Jim Shannon und seine Familie haben auch Platz, für..."

„Warum...bin ich dir nicht im Weg?" Fragte sie zögernd und verwirrt.

In den Augen des Kindes stand Verwirrung, perplex sah er sie an und spürte Gleiches bei sich. Glaubte die Kleine tatsächlich sie sei ihnen im Weg gewesen? Er konnte sich nicht entsinnen, was ihr diesen Eindruck hätte vermitteln sollen. „Kind, wovon redest du?" Fragte er verwundert.

„Sam und...ich, waren immer nur...im Weg, wegen uns... starb unser Vater," sie weinte stumm und wischte sich die Tränen weg, sie sah ihn nicht mehr an.

„Aber das ist doch Unsinn, ich weiß, das dich deine Eltern geliebt haben, Kleines und deinen Bruder sicherlich auch. Sie haben sich geliebt. Wie kommst du nur auf so was?"

Er musterte sie besorgt, er konnte nicht fassen in welchem Licht das Mädchen scheinbar ihr eigenes Leben sah und das in ihrem Alter. Verdammt! Mira, ich denke du hast selbst ein kleines Mädchen.

Fluchte er und lauschte dem Kind weiter.

„Mira... sie hat uns herumgestoßen und es gab nur Reste, alte Decken und alte kaputte Kleider..."

„Hier nicht mehr. Du warst uns auch nie im Weg," sagte er und schaute sie ernst an. Er legte ihr eine Hand an die Wange und strich ihr mit dem Daumen die Tränen weg.

„Hier wirst du niemandem im Weg sein. Versprochen."

„Und Sam? Was ist Sam, Mira wird ihm..."

„Nichts tuen, er wird gerade von einem meiner Leute geholt."

„Sie wird ihn nicht gehen lassen."

„Ich denke schon," antwortete er und sah sie ernst an, „Mein Mann hat etwas mit, das sie braucht. Medikamente. Sie wird ihn gehen lassen, Sam kann ihr nichts geben. Jetzt komm Leah, Nathalia wartet sicherlich schon auf uns."

xXx

Eine Stunde später klopfte es, er öffnete die Tür, sah Shannon und neben ihm einen kleinen blonden Jungen. Er war ebenso schmutzig, wie Leah vor einigen Tagen noch und ebenso dünn. Er lächelte und ließ die beiden herein, Shannon aber schüttelte den Kopf und ging. „Leah!" Rief Taylor ins Haus und schloss die Tür. Das blonde Mädchen lief eilig aus Nathalias Zimmer, blieb einen Moment stehen und starrte ihren Bruder an.

Der blickte überglücklich zurück und lief los. „LEAH!"

SAM!"

Im nächsten Moment lagen sich die Geschwister fest in den Armen. Leah sah ihn überglücklich und dankbar über der Schulter des Bruders an. Hinter den Kindern stand Nathalia, sie lächelte und wischte sich eine Träne weg. Taylor lächelte ebenfalls, trat leise um die Kinder herum und verschwand in seinem eigenen Zimmer, Nathalia folgte ihm ebenso lautlos. „Danke."

„Dank, Shannon."

„Das werde ich. Und? Was machen wir jetzt?" Fragte sie.

„Wir?" Fragte er zurück.

Sie nickte und lächelte breit. „Mit den beiden da draußen?"

„Eine nette Familie hier suchen, wo sie leben können."

„Willst du das wirklich?"

„Sieh dich hier um, denk nach, wie oft ich zu Hause bin und..."

„Sei ehrlich," sagte sie fordernd und beobachtete ihn ernst, „du magst sie. Sie erinnert dich an alte Zeiten."

„Nathalia..."

„Schon gut, es wird ihnen gefallen. Sie haben sich und es wird ihnen nichts mehr fehlen. Und sie können uns besuchen, nicht?"

„Klar."

xXx

Einige Tage später

~Nathalia~

Nathalia verließ langsam das MedLab und gähnte herzhaft kaum das die Tür hinter ihr lag. Um so erschrockener fuhr sie herum und zog ihr langes Kampfmesser aus ihrem Gürtel.

„Hoho, Peaches...ruhig."

„Mann, Jayce," stöhnte sie auf, schob das Messer wieder in den Schaft und sah hinter sich. „Pass lieber auf, das ich dich nicht aufgabel!"

„Okay, okay!" Beschwichtigend hob er die Hände. Sie seufzte und lächelte ihm dann entgegen. „Wer nimmt mich in den Arm?" Fragte sie herausfordernd.

Jayce nahm sie mit einem breiten Grinsen in die Arme und drückte sie fest an sich. „Na, hast du mich denn auch vermisst?"

„Was ich dich? Nö." sagte sie bissig und entwand sich ihm. Böse blickte er ihr nach und drohte ihr mit der Faust. „Warte, ich krieg dich!"

„Aaah!" lachend lief sie einige Meter vor, drehte sich herum und lachte ihm entgegen, als er sie wieder einfing und an sich zog. „Ich habe dich dafür um so mehr vermisst."

Nathalia nickte und schlang ihre Arme fest um seinen Hals. Für einen Moment sahen sie einander verliebt an, dann versanken sie in einem langen Kuss.

Danach gingen sie Hand in Hand weiter die Wege entlang und zum Haus ihres Vaters. Sie war glücklich und zufrieden, viel mehr noch, als vor wenigen Minuten, als sie das MedLab verlassen hatte.

xXx

~Taylor~

Von seinem Posten aus sah er wie seine Tochter ihre Arbeitsstelle verließ und beobachtete auch, wie Jayce Valine zu ihr ging. Es fiel ihm noch immer schwer die beiden nicht immerzu im Auge behalten zu wollen, doch er wusste er konnte ihr vertrauen, gleich was ihm sein Gefühl sagte. Auch Valine, er hatte Nathalia sicher durch das Portal gebracht, statt sie an die Sicherheit zu übergeben und war ihr hier bis in die Kolonie hinein nicht von der Seite gewichen. Und als er selbst im MedLab gelegen hatte, war er ihr ebenfalls kaum von der Seite gewichen. Er war ein guter Junge und ein herausragender Marine, vor allem auch für sein Alter. Taylor verstand, warum Reynolds ihn mochte.

Er wandte sich ab und betrat den Kommandostand. Die Nacht war noch jung und lag noch vor ihm. Wenn er etwas Glück hatte, so würde es eine lange werden und nichts weiter passieren.

Wenn er gewusst hätte, wer ihn und die beiden noch beobachtete, so hätte er sich aber wohl längst etwas anderes erhofft.

xXx

~Lucas~

Mit wütendem Blick und einem Gefühl, dass sich tausende Eisspeere in sein innerstes bohrten starrte er finster auf das junge Mädchen und den Mann neben ihr. Sah er das wirklich richtig? Taylor beobachtete die beiden und sagte nichts?

Sein feiner Vater, dem er niemals hatte etwas Recht machen können, der ließ es zu, das seine minderjährige Tochter mit einem seiner Männer anbandelte? Und dieser Blick? Konnte es sein...Er mag sie! Er mag sie wirklich!

Voller Hass schlug er auf den Stamm des Baumes, auf dem er saß. Wieso!? Wieso sieht er sie so an?! So hat er mich nie mehr angesehen, nicht nach... Wieso sie? Wieso sie und ich nicht?

Irgendwo in der Nähe und unter ihm wurden Stimmen laut. Er deaktivierte seine Taschenlampe und verhielt sich still, bis der Wachtposten fort war. Dann schlich er sich davon. Draußen bei den Wasserfällen aber machte er seiner Wut Luft. Er zerschmetterte viele der flachen Steine dort und zeichnete weitere Formeln als Gruß für seinen alten Herren auf die Felsen. „Siehst du das?! Kannst du das sehen?! Du wirst! Ich komme weiter! IMMER WEITER! Und am Ende... gewinne ich!"

Wie ein besessener drehte er sich im Kreis, lief auf und ab, brüllte er in den Wald.

„Ich gewinne," sagte er leiser und sank zu Boden, Tränen flossen ihm über das vor Wut verzerrte und erhitze Gesicht, „und du...du verlierst alles, ehe du stirbst."

xXx

~Nathalia~

Sie waren kaum durch die Tür als ihnen Sam aufgeregt entgegen lief. „Nathalia! Nathalia, wo ist Taylor? Warum mussten wir solange warten? Leah macht jetzt schon essen."

„Sie macht was?!" Erschrocken sah sie zu Jayce, er nickte und hob Sam hoch, begann mit dem kleinen Jungen zu sprechen.

Sie lief eilig in den Küchenteil zu Leah und bat sie zur Seite zu gehen. Es war ordentlich, auf dem Tisch lagen nur einige Plexblätter und sie waren bemalt. Auf dem Boden lagen zwei selbst gebastelte Stofftiere, daneben einige Blätter, Stöcke und Baumrinde. Sie lächelte. „Sag mal Leah," begann sie und rührte das Gemüse in der Pfanne um. „War Kenna Smith gar nicht hier, bei euch?" Fragte sie und gab noch etwas Sojamilch hinzu, sowie einige Kräuter.

„Nein, es war keiner hier. Sam und ich haben gespielt, wir waren artig und nur im Garten," sagte sie und sah unter halb gesenkten Lidern zu ihr hinauf, „aber... Sam bekam Hunger, ich...ich musste doch was essen machen."

„Das hast du gemacht. Komm, deck mit Sam den Tisch, ich mache noch was Fisch und dann essen wir gleich zusammen, okay?"

„Kommt der Alte Mann auch?" Fragte Sam in kindlicher Neugier. Nathalia entging nicht, wie seine Schwester ihn mit einem erschrockenen Gesicht bedachte. Nathalia zuckte die Achseln. „Ich weiß nicht, abwarten. Vielleicht."

Es wurde ein ruhiges essen, bei dem Sam sie immer wieder musterte und Leah von ihr zu Jayce sah, fragend, wachsam. Irgendwann beendete Nathalia das Schweigen der Geschwister. „Hört mal ihr zwei, was ist los? Warum so nachdenklich?" Fragte sie ruhig. Jayce beobachtete die zwei auch schon eine Weile und selbst als er jetzt anfing abzuräumen brauchten die zwei, ehe sie mit ihr sprachen. „Hat Leah recht? Du bekommst ein Baby?" Sam sah sie staunend und mit großen Augen an, als sie nickte, dann wirkte er bedrückt. „Wie lange das wir weg müssen?"

„Sam!" Zischte Leah und sah ihren Bruder mahnend an, „Nicht. Commander Taylor hat es doch erklärt, wenn... wenn er eine Familie gefunden hat, für uns beide."

„Ja, aber warum? Sie hat doch schon Familie. Warum können wir nicht Taylors sein?"

Sam!"

„Schon gut Leah, es ist gut, er ist noch klein." Sie lächelte dem Jungen zu und bat ihn sich neben sie zu setzten. „Schau mal, hier... gibt es nur zwei Zimmer, eines gehört meinem Vater, eines mir. Leah schläft ja schon in meinem und du hier im Hauptraum, hinter dem Vorhang, das... das ist doch nicht auf Dauer. Ich meine... ein paar Monate, dann weint hier auch ein Baby, das braucht dann Leahs Platz und.."

„Aber..." der Junge sah sie aus großen Augen hoffnungsvoll an. „Aber... Leah und ich brauchen nicht viel! Wir schlafen zusammen hinterm Vorhang und..."

„Sam, wir können nicht hier bleiben. Sie arbeiten beide."

„Heute waren wir auch allein! Wir können das. Wir...wir waren oft allein."

„Sam..." Leah schüttelte traurig den Kopf.

Nathalia seufzte und legte beiden Kindern einen Arm um. „Hey, ihr seit ja nicht weit, ihr besucht uns, okay?"

„Warum nehmen wir nicht ein anderes, großes Haus?" Fragte Sam, doch jetzt war er ganz leise. Sie schloss kurz die Augen und sah dann hinüber zu Jayce. Kinder waren so einfach gestrickt.

X

~Taylor~

.Aber..." der Junge sah sie aus großen Augen hoffnungsvoll an. „Aber... Leah und ich brauchen nicht viel! Wir schlafen zusammen hinterm Vorhang und..."

Sam, wir können nicht hier bleiben. Sie arbeiten beide."

Heute waren wir auch allein! Wir können das. Wir...wir waren oft allein."

Sam..." Leah schüttelte traurig den Kopf.

Nathalia seufzte und legte beiden Kindern einen Arm um. „Hey, ihr seit ja nicht weit, ihr besucht uns, okay?"

Warum nehmen wir nicht ein anderes, großes Haus?" Fragte Sam...

Er blieb im Eingangsbereich stehen und hielt die Luft an. Nathalia hatte Recht gehabt, die beiden wollten nicht weg. Als sich eine Hand in seine schob sah er neben sich. Er hatte für einen Moment ganz vergessen, dass sie bei ihm war. Jetzt aber versuchte er herauszufinden an was sie dachte.

„Das Haus der Avans ist leer, sie sind zu den Walkers gezogen und die Kinder in die zweite Jugendwohnung."

„Die nächste Pilgram..."

„Ist noch eine ganze Weile hin, Taylor."

Er schloss die Augen und dachte einen Moment nach. „Wirst du mit uns kommen?"

„Vielleicht... später?"

„Ich weiß nicht."

„Denkst du an Lucas? Lass dir von ihm nicht dein Leben diktieren," flüsterte sie zurück.

Sie hatte Recht, einerseits, doch was war mit der Gefahr, die von seinem Sohn ausging. Er konnte sie nicht einfach außer Acht lassen. Er schüttelte den Kopf. „Taylor, denk daran wo sie bisher lebten."

Er nickte und sah sie wieder an. „Nicht...heute Abend." Sie nickte und ging voran in den Wohnbereich. „Hallo Kinder! Valine."

„Lieutenant, Sir."

„Ich bin nicht im Dienst, Valine."

„Jawohl."

„Hi," meldete auch er sich als er hinein ging und sofort sprang Sam auf, rannte ihm mit Begeisterung entgegen. Er fing ihn auf, doch er konnte nicht verstehen, das dieser Junge ihn so begeistert empfing, was hatte er denn schon groß getan? Er setzte sich auf die Polster im hinteren Teil des Raumes und Leah folgte ihnen wortlos. Beide baten sie um eine Geschichte, ehe sie sich hinlegten. Er lächelte und nickte, ehe er mit der Geschichte begann.

X

~Nathalia~

Sie sah sich zu Jayce um, er kam und setzte sich rittlings hinter sie. Nathalia lehnte sich bei ihm an und er schloss seine Arme um sie. Sie lächelte, ehe sie hinüber sah zu Wash und dann zu den Kindern. „Das sieht so gut aus," flüsterte sie. Sie hörte Jayce schmunzeln und Wash nickte nur.

„Aber er fürchtet deinen Bruder."

„Ich weiß. Hat er... damit Recht?"

„Ja. Doch Lucas ist nicht so dumm und dringt hier einfach ein."

„Verstehe," sie seufzte schwer und schloss wieder die Augen. „Ich wette, sie werden jeden Tag herkommen, sie mögen ihn. Sie wollen eine Familie, mit uns."

Wash nickte.

Nathalia sah sie erneut an. „Und du?" Fragte sie.

Wash blickte sie ernst an und holte tief Luft, sie warf einen weiteren Blick hinüber zu Taylor und nickte. „Mit der Zeit."

„Schön."

X

~Wash~

„Und ich? Ich werde nicht gefragt?" Hauchte ihr Jayce ins Ohr. Sie legte ihren Kopf in den Nacken und schüttelte den Kopf, sie grinste. „Du bist doch schon längst hier," antwortete sie und streckte sich. Nathalia küsste den Offizier. Welcher liebevoll die Arme um sie schlang.

Alicia blickte hinüber zu Nathaniel. Der hatte die Augen bei seiner Tochter, erzählte jedoch ungerührt seine Geschichte weiter. Scheinbar hatte er nicht mehr das mindeste dagegen.

Liegt es an dem was wir gefunden haben?