KNV – Kapitel 10: Die Party

Molly wollte gerade alle in Beschlag nehmen und ihnen verschiedene Aufgaben auftragen, da meinte Arthur zu ihr: „Kümmert ihr euch mal um das Essen, wir bereiten draußen alles vor!" Molly war einverstanden, und so gingen Arthur, Remus, Harry & Hermine, die Zwillinge sowie Angelina und Katie nach draußen in den Garten. Dort setzten sie sich erst einmal ins Gras und überlegten gemeinsam, wie sie den Garten für die Party gestalten sollten.

Harry hatte unbewusst nach alter Gewohnheit die Auren der Zwillinge und von Angelina und Katie überprüft, und so wusste er, dass die beiden jungen Frauen ein kleines Geheimnis mit sich herum trugen. Grinsend beugte er sich zu Hermine und flüsterte es ihr ins Ohr. „Was? Bist du sicher?", fragte sie überrascht, bevor sie sich die Hand vor den Mund schlug, denn sie hatte nicht gerade leise gesprochen. „Was ist los?", wollten die Anderen wissen, doch Hermine lächelte nur. Dafür bedachte Harry Angelina und Katie mit einem besonders aufmerksamen Blick. 'Er weiß es!', durchfuhr es beide gleichzeitig.

Während die Männer immer noch beratschlagten, wie sie denn nun den Garten gestalten wollten, lockte Hermine die Freundinnen der Zwillinge ein paar Meter weg von der Versammlung. Angelina und Katie konnten sich schon denken, worum es ging, hatten sie doch das Getuschel zwischen Harry und Hermine beobachtet. Als sie von den Anderen nicht mehr gehört werden konnten, fragte Hermine: „Ist es wahr, kann man euch gratulieren?" Katie nickte schnell, und Angelina strahlte. „Wir sind beide im zweiten Monat", erzählte Katie. „Ich freu' mich so für euch", sagte Hermine gerührt, als erst Katie und dann Angelina sie in ihre Arme schloss.

„Sag mal, wie hat Harry das herausgefunden?" „Er kann die Auren aller Lebewesen sehen, ich denke, er hat daran gesehen, dass ihr nicht mehr allein durchs Leben geht... Und, wissen es die Jungs schon?" „Nein, wir haben den Beiden noch nichts gesagt. Wir waren uns erst nicht sicher. Aber heute Morgen waren wir wieder in St. Mungo gewesen, die Heiler dort haben es uns jetzt bestätigt", erklärte Katie, und Angelina fuhr fort: „Uns Beiden ging es die ganze Zeit über eigentlich sehr gut, wir hatten kaum Übelkeitsanfälle. Aber wenn wir sie hatten, dann hatten wir sie auch immer zur selben Zeit, so dass wir Fred und George als Ausrede sagten, wir hätten uns den Magen verdorben. Eigenartiger Weise haben die Heiler gemeint, dass wir in derselben Nacht empfangen haben..."

Jetzt übernahm wieder Katie. „Wir wissen auch, in welcher Nacht das war. Ob du es uns glaubst oder nicht – es war die Nacht, nachdem Harry den Brief auf der Beerdigung von Professor McGonagall vorlesen ließ. Fred und George haben sich so sehr gefreut, dass Harry wieder hat etwas von sich hören lassen, dass wir an dem Abend eine kleine Party veranstaltet haben..." „Wir haben heute beschlossen, nachdem wir von St. Mungo zurück waren, dass wir es heute Abend den Beiden sagen wollten. Aber dann hat uns Molly angefloht und uns zu eurer Party eingeladen... Wann werden wir denn dich beglückwünschen können, Hermine?"

Diese seufzte tief. „Ich hoffe ja möglichst bald. Aber ich bin ja auch erst seit gut drei Wochen mit Harry zusammen, da könnte es wohl noch ein bisschen dauern, so weit sind wir noch nicht..." „Habt ihr noch nicht...?", fragte Katie verwundert. „Nein, diesen Schritt sind wir noch nicht gegangen. Das Ganze ist ein bisschen kompliziert..."

Hermine erzählte die Geschichte von sich und Harry, allerdings nur in groben Zügen. „Ich kann euch gar nicht sagen, wie froh ich war, als Harry endlich meine Briefe nicht mehr abgewiesen hat. Und als wir uns dann wieder gesehen haben, habe ich nur noch geheult... Jetzt wohne und lebe ich mit Harry zusammen, meine kleine Wohnung, die ich in London hatte, habe ich aufgegeben. Unsere Zimmer haben wir gemeinsam gestaltet, sie sind wunderschön. Sogar im Schlafzimmer haben wir einen Kamin... Harry mag Kamine in seinen Zimmer, solange er nicht mit Flohpulver reisen muss."

„Und wie weit seid ihr jetzt?" Katie war ganz schön neugierig! „Naja, ein Nachthemd oder einen Pyjama brauchen wir nicht mehr...", grinste Hermine. „Na siehst du, dann kommt der kleine Rest, der so viel Spaß machen kann, auch bald...", prophezeite Angelina.

„Hermine!", erklang da Harrys Ruf durch den Garten. „Jetzt haben sie endlich gemerkt, dass wir uns verkrümelt haben", witzelte Katie, während die drei Frauen zurück zu ihren Freunden schlenderten. „Habt ihr uns etwa vermisst?", fragte Angelina ganz unschuldig. „Ja, schrecklich!", riefen da Fred, George und Harry wie aus einem Munde. Die drei Jungs sahen sich verdattert an, dann lachten sie laut los.

Als sie sich wieder beruhigt hatten, sagte Harry: „Wir können uns nicht so ganz einigen, und da ihr noch gar nichts zur Gestaltung gesagt habt, wollten wir euch um eure Meinung fragen." Während er dies sagte, sah er seine Freundin fragend an. Und als Hermine lächelnd nickte, lächelte auch Harry. Dann erzählte jeder der Reihe nach von seinem Vorschlag.

Arthur wollte nur einen kleinen Pavillon aufbauen, und den großen Tisch und die Stühle aus der Küche im Garten aufstellen. Remus wollte dazu noch einen extra Tisch aufstellen, wo die Speisen ähnlich wie bei einem Buffet aufgebaut werden konnten. Fred und George wollten den ganzen Garten mit Fackeln bepflanzen, aber als Sitzgelegenheit dachten sie eher an eine große Decke und Sitzkissen für jeden.

„Männer! Warum müssen sie immer alles so kompliziert machen?", schnaufte Katie. „Und was schlägst du vor?", fragte Hermine ihren Freund. „Genau, du hast auch noch nichts dazu gesagt!", rief da Fred. „Nun, ich dachte, wir könnten ein Lagerfeuer machen, und alle setzen sich d'rum herum, jeder so wie er es mag. Egal ob auf einem Stuhl oder auf Sitzkissen..."

Diplomatisch entschieden die drei Frauen: „Also machen wir ein Lagerfeuer. Zum Essen stellen wir den großen Tisch auf, natürlich mit Stühlen. Das Essen kommt in die Mitte des Tisches, so kann sich jede nehmen, was er mag. Dazu gibt es noch für alle Decken und Kissen, so dass keiner die ganze Zeit am Tisch hocken bleiben muss. Und Fred und George können ihre Fackeln im Garten verteilen, so bekommen wir noch etwas zusätzliche Beleuchtung. Und den Pavillon bauen wir über den Tisch mit dem Essen auf, falls es regnen sollte. Seid ihr einverstanden?"

Ein einstimmiges Nicken in der Runde bestätigte diese Entscheidung, und so machte sich jeder an die Arbeit. Die Frauen holten die Decken, Kissen und Stühle aus dem Haus, Arthur und Remus holten den großen Tisch und bauten dann den Pavillon auf. Fred und George zauberten Unmengen an Fackeln herbei und verteilten sie im ganzen Garten. Harry setzte sich auf den Boden, die Augen geschlossen und mit beiden Händen auf der Erde abgestützt. „Hey, was wird das denn? Alle arbeiten, und du machst ein Nickerchen?", rief Angelina fragend, denn sie wusste nicht, was Harry vorhatte.

Dieser konzentrierte sich einfach auf die ihn umgebende magische Energie. Nachdem er ein Gefühl für die Beschaffenheit der Umgebung und des Bodens bekommen hatte, begann er vorsichtig, den Boden vor ihm zu verändern. Die Anderen konnten beobachten, wie der Erdboden vor Harry an einem Punkt leicht zu zittern begann. Kleine Steinchen und Erdklümpchen tanzten herum wie bei einem Miniaturerdbeben. Dann bildete sich im Zentrum der Bewegung ein kleines Loch im Boden, das aber schnell größer wurde, bis es fast zwei Meter im Durchmesser hatte. Aber das Loch war nur ein paar Zentimeter tief. Gleich darauf konnten sie jedoch beobachten wie der Boden in diesem kreisrunden Loch absackte, bis das Loch ungefähr einen halben Meter tief war. Doch auch jetzt kam die Erde noch nicht zur Ruhe. Immer noch tanzte die Erde am Rande des Loches, bis nach und nach etliche Steine aus der Erde hervor traten und schließlich einen dichten Ring am Rande des Loches bildeten. Dann kamen die Steine und die Erde endlich zur Ruhe, und Harry öffnete lächelnd seine Augen. „Jetzt brauchen wir nur noch etwas Feuerholz", erklärte er vergnügt.

„Wow!", war alles, was Fred und auch sein Zwillingsbruder von sich geben konnte. „Wie hast du das gemacht?", fragte eine fassungslose Katie, während ihrer Freundin Angelina der Mund offen stand. „Ach, das war nur ein bisschen Erdmagie...", erklärte Harry in gewohnt bescheidener Manier. „Ihr hättet Harry mal sehen sollen, als er unsere Villa gebaut hat!", bemerkte Remus lachend, schließlich kannte er in etwa Harrys Fähigkeiten.

„Erdmagie? Harry, das ist uralte Elementarmagie! Wann wolltest du mir das denn sagen?", entfuhr es Hermine. „Schatz, ich wollte es nicht vor dir geheim halten. Ich hätte es dir gesagt, sobald du selbst davon gelesen hättest... Die Bücher dazu stehen alle in unserer Bibliothek!" „Wirklich?" „Wirklich!" Das besänftigte Hermine wieder, und sie setzte sich neben Harry.

Leise fragte sie „Beherrschst du noch mehr der Elementarmagie?" „Naja, ich kann ein wenig der Erd- und der Luftmagie, aber bei weitem noch nicht alles. Ich kann zum Beispiel noch keine Elementarwächter rufen. Auch beherrsche ich die Feuer- und Luftmagie noch nicht..." „Und du hast dir das Alles selbst beigebracht, nur mit den Büchern?" Harry nickte. „Wahnsinn! Jetzt ist mir auch klar, warum du einen Teil der Bibliothek gesperrt hast, und warum du Professor Dumbledore nichts davon erzählst!" Hermine sah, wie sich Harrys Gesicht bei ihren letzten Worten verfinsterte. „Entschuldige!", fügte sie schnell noch hinzu. Harry nickte, bevor er nochmals darauf hinwies, dass sie noch kein Feuerholz hatten.

Bis auf Harry und Hermine zückte jeder seinen Zauberstab und erschuf trockenes Holz. Bald hatten sie einen ansehnlichen Haufen des Brennmaterials neben der Feuerstelle liegen, als George auf einmal fragte: „Warum machen wir nicht einfach ein magisches Feuer? Das ist doch einfacher!" Als Antwort beförderte Harry ein paar Zweige in die Feuerstelle und schichtete sie auf zwei kleine Häufchen. Hermine entzündete das eine Häufchen; magische Feuer waren schon seit der ersten Klasse ihre Spezialität gewesen.

„Da hast du dein magisches Feuer! Zugegeben, es braucht kein weiteres Holz, als da sowieso schon brennt, und es wärmt auch. Aber für meine Begriffe fehlt da etwas, was wir nur mit einem normalen Feuerchen bekommen..." „Was denn?", fragte George, der nicht darauf kam, was Harry meinte. Dieser entzündete mit einer Handbewegung das andere Holzhäufchen, und schon bald prasselte da ein kleines Feuerchen munter vor sich hin. Im Gegensatz zu dem magischen Feuer wurde es vom Wind beeinflusst, und die kleinen Flammen tanzten munter über dem brennenden Holz. Ab und zu stoben ein paar kleine Funken davon, und alle konnten den typischen Geruch brennenden Holzes aufnehmen.

„Siehst und riechst du jetzt den Unterschied?" George nickte, als das nicht magische Feuer immer kleiner wurde, bis es schließlich erstarb und die letzten Holzreste nur noch etwas glühten. „Dann brauchen wir aber jede Menge Holz!" „Das sollte doch kein Problem sein!", meinte Arthur, und schwang seinen Zauberstab. Die Anderen taten es ihm gleich, und so war der Holzhaufen bald beträchtlich angewachsen.

„Wartet mal, das geht auch einfacher!", unterbrach sie da Harry. Er machte ein paar Handbewegungen – und schon hatte sich der Holzstapel vervierfacht! „Was hast du jetzt gemacht?", fragte Katie erschrocken. „Nun, ich habe das von euch erschaffene Holz genommen und es einfach verdoppelt. Dann schien mir das Holz immer noch nicht ausreichend zu sein, also habe ich den ganzen Stapel noch einmal verdoppelt. Im Prinzip habe ich das Holz nur kopiert, und dann noch einmal kopiert", erklärte Harry.

„Und wo ist dein Zauberstab?", wollte Angelina wissen. „Der liegt sicher verwahrt zu Hause!" „Ihr solltet aufhören, euch über Harrys Fähigkeiten zu wundern", warf Remus ein. „Er hat schon seit fünf Jahren keinen Zauberstab mehr benutzt..." „Oh!", kam es da von den Zwillingen und ihren Freundinnen. Arthur schüttelte nur ungläubig seinen Kopf. Harry und Hermine begannen das Holz, welches Remus ihnen zureichte, in der Feuerstelle aufzustapeln.

Molly rief nach Verstärkung, denn das Essen war fertig und wollte hinaus gebracht werden. Alle gingen hinein, um mit anzufassen. Nur Fred und George ließen es sich nehmen, das Essen hinaus schweben zu lassen, was ihnen wie immer einen tadelnden Blick ihrer Mutter einbrachte. Bald waren alle Schüsseln, Platten, Terrinen und Teller nach draußen gebracht, und als letzte verließ auch Molly ihre Küche. Als sie in den Garten kam, sah sie sich erst einmal um. „Hm, das gefällt mir", sagte sie, nachdem sie die Gestaltung ihres Gartens gemustert hatte.

Nach und nach setzten sich alle an den großen Tisch. „Ich habe das Essen mit einem Frischhaltezauber belegt, es kühlt also nicht aus oder verdirbt. Es kann sich jeder nehmen, wann er Hunger oder Appetit hat", erklärte Molly. „Die Salate, die Soßen und die kleinen Häppchen haben Ginny und Neville gemacht, für das Fleisch, die Würstchen und das Gemüse sind Cissa und ich verantwortlich. Die Desserts haben wir alle zusammen gemacht. Lasst es euch schmecken!"

Fred schaufelte sich als Erster den Teller voll. Doch nachdem er den ersten Bissen in seinen Mund geschoben hatte, fiel ihm etwas auf. „Mum, und was trinken wir?" Molly griff sich an den Kopf. „Oh je, das haben wir vergessen!" Schnell stand sie auf, um in ihrem Vorratskeller nachzusehen, was denn an Trinkbarem da war. Mit hängendem Kopf erschien sie kurz darauf wieder im Garten. „Wir müssen wohl noch Einmal einkaufen gehen..." Harry stand auf, als er sagte: „Das mache ich. Ist Butterbier und Kürbissaft allen Recht? In Ordnung, bin gleich wieder da. Ähm, Hermine, kommst du mit?"

Mit einem kaum wahrnehmbaren ‚Plopp' waren die beiden verschwunden. Zuerst teleportierten sie nach Hause, um etwas Geld zu holen, dann machten sie sich auf nach Hogsmead, um in den ‚Drei Besen' einzukaufen. Zu ihrem Glück erkannte sie niemand, zumindest sprach sie keiner an, als sie bei Madame Rosmerta je ein großes Fass Butterbier und Kürbissaft bestellten, sowie noch ein paar andere Getränke. Harry bezahlte, und Hermine verkleinerte alles, so dass sie es in ihren Taschen verstauen konnten. Harry wollte in der Öffentlichkeit nicht so offensichtlich ohne Zauberstab zaubern. Nachdem alles bezahlt und verstaut war, verließen die Beiden das Lokal, um in den Fuchsbau zurück zu kehren. Weder Harry, noch Hermine hatten die nachdenklich in einer Ecke sitzende Rita Kimmkorn gesehen...

Mit großem Hallo wurden Harry und Hermine im Fuchsbau begrüßt, als sie das Butterbier und den Kürbissaft auspackten. Schnell waren die beiden Fässer wieder vergrößert. Molly wollte gerade Gläser holen gehen, als Harry ihr bedeutete, sie solle sitzen bleiben. Grinsend packte er eine Kiste voller Gläser aus. Nachdem sie auf ihre ursprüngliche Größe gezaubert wurde, und Harry ein Glas heraus nahm, um es Molly zu geben, musste Hermine über Mollys Gesichtsausdruck lachen. „Ja, Molly, das sind die originalen Butterbierkrüge aus den ‚Drei Besen', alle mit dem originalen Schriftzug! In der Kiste sind 50 Krüge, sie sollten für so manches Fest reichen!"

Als nächstes packte Harry eine Flasche Feuerwhisky aus, die er Arthur und Remus reichte. Dann erschienen noch ein paar Fruchtsäfte für diejenigen, die keinen Alkohol trinken wollten (oder durften), und für die Damen eine große Erdbeerbowle. Für den kleinen Harold hatte Hermine Erdbeer-, Bananen- und Vanillemilchgetränke eingepackt. Ginny lächelte ihr dankbar zu, als Hermine ihr die Flaschen reichte. „Danke, dass du daran gedacht hast, 'Mine!" Hermine drückte ihrer Freundin kurz die Hand, dann setzte sie sich zu Harry an den Tisch.


In Hogsmead packte eine bekannte Reporterin Pergament und Federkiel aus, um ihrer Chefin und mittlerweile auch Freundin einen Brief zu schreiben. „Hallo Luna, du glaubst nicht, wer eben in den ‚Drei Besen' gewesen ist: Harry Potter und Hermine Granger!" Brühwarm berichtete Rita Kimmkorn, was sie vor ein paar Minuten beobachtet hatte. Dann verließ sie das Lokal, ging zum Postamt und lieh sich eine Eule. „Bring den Brief zu Luna Lovegood!", trug sie der Eule auf. Nachdem das Tier davon geflogen war, apparierte sie nach Hause.


Im Garten der Weasleys ging es hoch her. Jeder hatte etwas zu erzählen, und so füllte ein ausgewachsenes Geschnatter den lauen Sommerabend. Arthur erzählte von Sirius' Motorrad, das Harry jetzt bekommen hatte. Fred und George berichteten von ihrer Arbeit in ihrem sehr erfolgreichen Unternehmen. Sie bedankten sich noch einmal bei Harry für die Spende vor so vielen Jahren, die ja den Grundstock für ihre Firma gebildet hatte. Auch erinnerten sie Harry daran, dass seit der Gründung des Geschäftes ein Teil ihrer Einnahmen auf ein Konto flossen, das die Zwillinge für ihn bei Gringotts angelegt hatten. Sie erzählten aber auch, wie sie nach der Schule Angelina und Katie wieder getroffen hatten, die seit dem in ihrem Geschäft mitar­beiteten.

Remus sprach von seiner Tätigkeit in Hogwarts, und Molly und Narcissa berichteten von ihrem Hospital. Ginny ließ es sich nicht nehmen zu erzählen, dass Harry und Hermine halfen, Nevilles Gesundheitszustand zu verbessern. Harry dagegen sagte so gut wie gar nichts, er hörte lieber zu. Dafür erzählte Hermine noch einmal, wie sie schließlich doch noch mit Harry zusammen gekommen war.

Irgendwann an diesem Abend - Harry hatte gerade das große Feuer entzündet und die Meisten saßen auf den Decken oder Kissen - berichtete Molly ihren Zwillingen, dass sich die Weasley-Familie nun um Harry und Hermine erweitert hatte. „Ihr habt also zwei ‚neue' Geschwister, wenn ich das so sagen darf. Und ich hoffe, ihr habt nichts dagegen, wenn wir auch Remus und Narcissa mit zu unserer Familie zählen."

Fröhlich rief da Ginny: „Und in gut fünf Monaten wird unsere Familie wieder etwas größer!" Molly lachte, als sie sagte: „Ich habe es nie verstanden, warum ausgerechnet unsere Jüngste, unser Nesthäkchen, als erste heiratet und uns ein Enkelkind schenkt!" Fred und George stammelten leise: „Naja, wir wollen unseren zukünftigen Frauen eben erst gesicherte Verhältnisse schaffen, wie das so schön heißt..."

Dabei bemerkten sie nicht, wie sich Angelina und Katie, aber auch Harry und Hermine, bedeutungsvolle Blicke zu warfen. „Wenn wir schon über Familienerweiterung reden…", fing Katie langsam an, und Angelina führte ihren angefangenen Satz fort: „…in etwa sieben Monaten wird es dann wohl noch eine kleine Erweiterung geben..." Allen Anwesenden, außer natürlich Harry, Hermine und Katie, die ja schon Bescheid wussten, klappten die Unterkiefer hinunter.

„Du... du bist... SCHWANGER?", stammelte Fred atemlos. Angelina nickte schüchtern. Dann sagte Katie leise: „Ich auch! Wir sind beide im zweiten Monat!" Nach ein paar Sekunden, nachdem diese Bombe eingeschlagen war, brach Tumult im Garten aus. Fred und George sprangen auf und tanzten durch den Garten, bis sie sich besannen und zu ihren Freundinnen rannten, um den Tanz mit ihnen fort zu führen.

Molly heulte wieder und ließ sich von ihrem Mann trösten. Ginny sprang abwechselnd zu Katie und Angelina, um sie zu beglückwünschen. Neville wiegte seinen Sohn hin und her, damit er bei diesem Lärm nicht anfing zu schreien. Narcissa lächelte; sie freute sich einfach für die beiden jungen Frauen, auch wenn sie nicht in Freudenschreie ausbrach.

Remus lachte, als er zu Harry sagte: „Deshalb hast du so viel Kürbissaft mitgebracht! Du hast es gewusst!" Harry nickte grinsend. Hermine kuschelte sich eng an ihn, und flüsterte ihm zu: „Ob sie sich auch so freuen, wenn wir einmal Kinder bekommen?" „Ich hoffe es...", murmelte Harry, bevor er sie küsste und sich dann nach hinten fallen ließ und Hermine dabei mit sich riss, so dass sie schließlich auf ihm lag.

Keiner außer Narcissa bemerkte, dass sich Remus nach einer Weile traurig davon schlich. Als er auch nach etlichen Minuten noch nicht wieder zurückgekommen war, stand Narcissa auf, um Remus zu suchen. Sie fand ihn schließlich weit außerhalb des Gartens. Remus hatte sich unter einem großen Apfelbaum nieder gelassen. Narcissa setzte sich leise neben ihn. Gemeinsam schwiegen sie eine Weile, bis Narcissa irgendwann fragte: „Freust du dich gar nicht für sie?"

Remus seufzte, bevor er leise antwortete. „Doch, ich freue mich für sie. Aber immer wenn ich kleine Kinder sehe, oder höre, das jemand schwanger geworden ist, erinnert mich das daran, dass ich nie eigene Kinder haben werde..." Auch wenn sich Narcissa hatte Jahre lang von Lucius unterdrücken lassen, war sie doch nicht gerade auf den Kopf gefallen, und so kam sie schnell drauf, was Remus ihr mit den wenigen Worten sagen wollte. Vorsichtig legte sie ihm eine Hand auf den Arm. „Du musst sehr einsam sein... Gibt es denn keine Frau in deinem Leben, die dich so akzeptiert, wie du nun einmal bist?"

Remus schüttelte seinen Kopf. „Das ist es nicht allein, es gab und es gibt Leute, auch Frauen, die mich akzeptieren. Schau dir die Weasleys an, oder Harry und Hermine. Keiner von ihnen hat Probleme damit, dass ich mich einmal im Monat verwandle. Im Gegenteil, Harry hat wie schon sein Vater vor ihm dafür gesorgt, dass ich auch als Werwolf nicht allein bin. Er hat mir beigebracht ein Animagus zu werden. Ich kann mich in einen ‚normalen' Wolf verwandeln, wann immer ich will. Und seit Harry mir auch noch das Meditieren beigebracht hat, ist die Verwandlung nicht mehr so schmerzhaft. Ich verwandle mich zwar immer noch bei jedem Vollmond in einen Werwolf, aber ich kann ihn jetzt auch ohne Severus' Tränke unter Kontrolle behalten, so dass der Werwolf recht ungefährlich geworden ist."

Remus schwieg einige Augenblicke, bevor er weiter redete. „Weißt du, ich verdanke den Potters sehr viel. James war der Erste der mich als Werwolf akzeptiert hatte, und mir geholfen hat, damit umzugehen. Nur weil ich ein Werwolf bin, hat er mit Sirius und Peter gelernt, ein Animagus zu werden, damit sie mich bei Vollmond begleiten konnten. Lily hat sie später unterstützt, nachdem auch sie davon erfahren hatte. Und Harry hilft mir genauso wie sein Vater früher, bei Vollmond begleitet er mich. Harry kann sich auch in einen Wolf verwandeln..."

Remus seufzte wieder. „Aber das ist eigentlich alles nicht das Problem. Selbst wenn ich eine Frau finden würde, die mit mir zusammen leben will, könnte ich trotzdem keine Kinder zeugen. Ich darf es einfach nicht! Ich bin immer noch ein Werwolf, und wenn ich mit einer Frau zusammen wäre und Kinder zeugen würde, würde ich automatisch sowohl die Frau als auch das oder die Kinder infizieren. Und das könnte ich mir niemals verzeihen! Ich lebe jetzt seit über fünfunddreißig Jahren als Werwolf, und ich möchte nicht, dass Andere wegen mir das Gleiche durch machen müssen!"

Narcissa dachte eine Weile nach. „Aber als dich James und Sirius bei Vollmond begleitet haben, waren sie hinterher oft verletzt von deinen Krallen und Zähnen. Und trotzdem sind sie kein Werwolf geworden..." „Das lag wohl daran, dass sie zu dem Zeitpunkt selbst auch verwandelt waren. Wenn ein Werwolf ein anderes Tier beißt, dann hat das keine Auswirkungen. Nur wenn ein Werwolf einen Menschen beißt, wird dieser angesteckt." „Also brauchst du eine Frau, die sich in einen Wolf verwandeln kann!" Jetzt dachte Remus ein paar Minuten nach. Noch trauriger antwortete er dann: „Und was wird mit dem Kind?" Darauf wusste auch Narcissa keine Antwort.

Harry hatte irgendwann bemerkt, dass Remus und auch Narcissa verschwunden waren. Leise machte er Hermine, die sich wohlig in seinen Armen räkelte, darauf aufmerksam. „Wollen wir sie suchen?", fragte sie daraufhin. „Warte mal", sagte Harry, bevor er die Auren der Beiden suchte. „Ich weiß, wo sie sind. Sie scheinen beide recht traurig zu sein..." Beide standen auf. „Wo wollt ihr denn hin?", fragte Molly. „Wie wollen uns nur ein wenig die Beine vertreten", entgegnete Harry. Molly nickte. „Ach so...", sagte sie mit einem hintergründigem Lächeln.

Hermine und Harry schlenderten langsam zu dem Apfelbaum hin, wo Remus und Narcissa saßen. „Stören wir?", fragte Hermine vorsichtig. Remus schüttelte seinen Kopf, und so setzten sich Harry und Hermine zu den Beiden. Hermine musste grinsen, als sie bemerkte, wie Narcissa verstohlen ihre Hand von Remus' Arm zurückzog. Harry beobachtete seinen Freund genauer, oder besser gesagt dessen Aura.

„Du bist traurig, weil du keine eigenen Kinder haben kannst, oder?", fragte Harry mit sanfter Stimme. Remus nickte traurig. „Wir arbeiten daran, Remus. Aber momentan hat Neville Vorrang, weil wir Ginny nicht zur Witwe machen wollen. Hältst du es noch ein bisschen aus? Sobald wir Neville geholfen haben, konzentrieren wir uns wieder auf dich, das versprechen wir dir!" Remus schluckte hart. „Danke dir, Harry. Und auch dir, Hermine. Ich weiß eure Unterstützung durchaus zu schätzen, aber ehrlich gesagt, ich glaube nicht, dass wir den Werwolf in mir endgültig besiegen können..." „Nun lass mal den Kopf nicht so hängen, wir werden schon was finden!"

In diesem Moment kam Hermine eine Idee, und lächelnd wandte sie sich an Narcissa. „Bist du ein Animagus, Narcissa?" Die Angesprochene schüttelte ihren Kopf. „Willst du einer werden?" Narcissa dachte sich ihren Teil, zumal sie ja gerade mit Remus über eben dieses Thema gesprochen hatte. „Ich habe es noch nie versucht, aber es klingt verlockend. Doch wozu sollte ich mich in ein Tier verwandeln können?" Nun lachte Hermine leise. „Na du könntest dich doch zum Beispiel in eine Wölfin verwandeln..."

Remus war erst einmal sprachlos, während Narcissa eine eher emotionslose Maske zeigte – etwas, worin sie die Übung vieler, vieler Jahre hatte. „Wie kommst du darauf?", fragte Narcissa wenige Augenblicke später. „Nun, mir ist aufgefallen, dass du deine Hand auf Remus' Arm hattest, und Remus schien nichts dagegen zu haben. Und ihr seid beide manchmal recht einsam. Warum helft ihr euch nicht gegenseitig? Remus, du könntest Narcissa beibringen, ein Animagus zu werden. Und du, Narcissa, könntest Remus bei seinen Streifzügen bei Vollmond begleiten..."

Hermine seufzte kurz. „Ich habe in den letzten Jahren kennen lernen müssen, was es heißt, einsam zu sein. Jeder von uns Vieren hier hat das. Und ich glaube, es hat keinem von uns gefallen. Jetzt bin ich mit Harry zusammen, und seitdem bin ich glücklich. Zum einen, weil ich endlich mein Leben an der Seite des Mannes verbringen darf, den ich liebe, und zum anderen, weil ich nicht mehr allein bin, und Harry auch nicht mehr." Hermine machte eine kleine Pause, bevor sie weiter redete.

„Das klingt jetzt vielleicht ein bisschen komisch, aber uns Vier verbindet etwas. Dein früherer Mann und dein Sohn, Narcissa, haben meine Eltern umgebracht. Harry hat sie gerächt, und Lucius und Draco getötet. Und Remus hat ihm schließlich geholfen, damit einigermaßen fertig zu werden. Ich will nicht, dass dies ewig zwischen uns steht, und ich glaube, ihr wollt es auch nicht. Aber wir werden wahrscheinlich nur dann damit vernünftig umgehen können, wenn wir miteinander reden und uns gegenseitig bei unseren Problemen helfen.

Bisher haben wir noch nicht so viel miteinander zu tun gehabt, Narcissa. Aber Molly und Ginny haben mir von dir und deiner Tätigkeit im Sanatorium erzählt. Daher weiß ich, dass du dich verändert hast, und dass du dich für andere Leute einsetzt. Remus tut das auch, auf seine Weise in Hogwarts. Harry hat sich schon immer mehr für Andere verantwortlich gefühlt als für sich selbst. Momentan versucht er, Neville und seinen Eltern zu helfen, wieder gesund zu werden. Und ich helfe ihm dabei. Also ist das auch eine Sache, die uns verbindet. Warum arbeiten wir nicht zusammen? Außerdem hat Remus dann jemanden in seinem Alter, ich meine, rein vom Alter her gesehen könnten wir eure Kinder sein..."

„Ist gut, Hermine", warf Remus ein, um ihren Redefluss zu stoppen. „Wir haben verstanden, was du uns sagen willst. Du hast ja Recht, uns verbindet wirklich sehr viel. Aber ganz so einfach wie bei dir und Harry ist es bei Narcissa und mir nicht. Weißt du, wir kennen uns schon seit der Schule, so wie ihr euch auch. Nur ist das bei uns nicht fünf, sondern schon über fünfundzwanzig Jahre her. Und in der ganzen Zeit haben wir nicht mehr miteinander geredet..." „Versucht ihr es wenigstens?" Remus und Narcissa sahen sich lange an, bevor sie zusammen antworteten: „Ja, wir versuchen es!" Nachdem sie sich noch ein bisschen unterhalten hatten - Remus hatte Narcissa schließlich eingeladen, sie im Wolfsheim zu besuchen, und Harry hatte ihr darauf hin einen Portschlüssel gemacht - schlenderten die Vier zurück in den Garten der Weasleys, wo sie schon erwartet wurden.

Die Zwillinge hatten sich gemeinsam mit ihrem Vater Harrys Motorrad vorge­nom­men, sie standen zu dritt davor und fachsimpelten über die Muggeltechnik. Hermine schob Harry zu ihnen. „Geh nur, sie wollen bestimmt mal eine Runde damit drehen..." Bevor sie ihn aber in die Obhut der Weasleys entließ, holte sie sich noch einen langen Kuss von Harry. Dann ging Hermine hinüber zu Ginny, die mit ihrer Mutter, Angelina und Katie auf einer Decke saß und sich, wie sollte es anders sein, mit ihnen über Kinder unterhielt. Auch Narcissa gesellte sich zu ihnen, und so bildeten sie die schönste Frauenrunde, in der nach Herzenslust getratscht wurde.

Neville hatte seinen Sohn endlich in die Hände seiner Frau und seiner Schwieger­mutter gegeben, und ging mit Remus hinüber zum Schuppen von Arthur. Interessiert hörten sie zu, wie ihnen Arthur alles über Muggelfahrzeuge erzählte, was er wusste. Und das war eine ganze Menge; Arthur wusste sogar einigermaßen, wie sie funktionierten. Geduldig erklärte er ihnen, wie Motor, Getriebe und so weiter aufgebaut waren.

Arthur hatte seine Muggelstudien in den letzten Jahren intensiviert, und nachdem er wegen einer Panne einmal mit einem noch nicht fertig verwandelten Auto liegen geblieben war, hatte er besonders die Fahrzeugtechnik der Muggel studiert. Harry, der zwar nicht zum ersten Mal mit Muggeltechnik zu tun hatte, hörte ganz genau hin, vielleicht würde er Arthurs Tipps einmal benötigen...

Harry sah den Zwillingen ganz genau an, dass sie am liebsten sofort eine Runde mit dem Motorrad gedreht hätten. Aber irgendwie trauten sie sich nicht, ihn zu fragen. Also setzte sich Harry auf die Maschine, ließ den Motor an, und fragte grinsend: „Also, wer will als Erster auf eine kleine Spritztour mitkommen?" Die Zwillinge sahen ihn begeistert an. Aber sie konnten sich nicht einigen, wer von ihnen nun als Erster mitfahren durfte, und so stieg zu ihrer Verblüffung Neville hinter Harry auf die Maschine, nachdem er schnell noch ein Stoßgebet losgeschickt hatte.

Harry grinste noch breiter, als er die verdutzten Gesichter der Zwillinge sah, legte den ersten Gang ein und gab Gas. Neville hatte damit nicht so ganz gerechnet, und so stieß er einen kleinen Überraschungsschrei aus. Dann klammerte er sich aber schnell mit einer Hand an Harry und mit der anderen Hand am Motorrad fest. Harry nahm dieselbe Strecke, die er schon zuvor mit Hermine gefahren war, nur ließ er diesmal den Überflug über dem Fuchsbau aus.

Nach gut zwanzig Minuten waren sie wieder da, und ein glücklich strahlender Neville stieg von der Maschine ab. Begeistert rief er immer wieder: „Das ist viel besser als auf einem Besen zu fliegen!" Ginny, die bei ihrer Ankunft herüber gekommen war, sah ihren Mann zwar erst besorgt an, aber als sie seinen glücklichen Gesichtsausdruck sah, war auch sie zufrieden. „Keine Angst, Ginny, ich habe ihn dir in einem Stück wieder zurück gebracht...", sagte Harry schmunzelnd. „Willst du auch einmal?" Doch Ginny lehnte dankend ab, und so drehte Harry erst mit Fred, und dann mit George eine kleine Runde.

Später lieh sich dann Arthur das Motorrad aus, und entführte die erst überhaupt nicht begeisterte Molly zu einer kleinen Spritztour. Mit gemischten Gefühlen und wackligen Beinen stieg sie hinterher wieder von der Maschine ab. „Also, das Fliegen ist nichts für mich!", erklärte sie. „Aber das ganz normale Fahren auf der Straße lass ich mir angehen, obwohl mir ein Auto lieber ist..."

Nach einer Weile traute sich dann auch Ginny, mit Harry eine Runde zu drehen. Mit ihr fuhr Harry besonders vorsichtig, er verzichtete auf jedes waghalsige Manöver, welche die Zwillinge so begeistert hatten. Zwar war Ginny selbst auch eine begnadete Flugkünstlerin auf ihrem Besen, aber dabei hatte sie ihr Fluggerät unter ihrer eigenen Kontrolle! Trotzdem genoss sie die Fahrt und den Flug. Wie schon Hermine klammerte sie sich an Harry fest, als ob sie ihn nie wieder los lassen wollte...

Ginny ließ auch dann nicht los, als Harry unterwegs eine kleine Pause machte. Vorsichtig löste er ihre Hände und drehte sich zu ihr um. „Hey, kleiner Fuchs, ist alles in Ordnung mit dir?" Ginny lächelte zaghaft, dann drückte sie sich wieder an Harry und umarmte ihn. „Ich bin einfach nur glücklich, mal ein paar Minuten mit dir alleine zu sein!" Bevor sich Harry wehren konnte, hatte sie ihm auch schon einen Kuss auf die Lippen gedrückt. "Ginny, was...", wollte Harry ansetzen, doch Ginny legte ihm einen Finger auf die Lippen und brachte ihn damit zum Schweigen.

„Pssst, hör mir zu. Verstehe mich bitte nicht falsch, Harry. Ich liebe Neville, deswegen habe ich ihn ja auch geheiratet. Und ich mag Hermine, sie ist meine beste Freundin. Aber in dich war ich schon als kleines Mädchen verknallt, und daran hat sich bis heute nicht viel geändert. Du bist nun mal etwas ganz Besonderes in meinem Leben. Du bedeutest mir mehr als meine Brüder es jemals taten. Ich weiß, dass wir niemals als Paar zusammen kommen werden, aber dass möchte ich auch gar nicht. Nicht mehr. Ich bin mit Neville glücklich. Naja, seit er krank geworden ist nicht mehr so ganz, aber das wird schon wieder...

Ich möchte auch, dass du mit Hermine glücklich wirst, Harry. Das wünsche ich dir von ganzem Herzen. Aber ich möchte auch, dass du weißt, dass ich dich liebe, so sehr wie ein kleines Mädchen ihren großen Bruder nur lieben kann. Egal was die Anderen sagen, du wirst immer mein großer Bruder für mich sein, den ich lieben und bewundern kann, ohne dabei meinen Mann und meine Kinder zu vernachlässigen. Ich weiß nicht warum, aber in deiner Gegenwart habe ich mich immer sicher und geborgen gefühlt. Hätte jemand anderes dieses Motorrad gefahren, wäre ich sicher nicht mitgekommen...

Es gibt da noch etwas, was ich dich fragen wollte. Neville traut sich nicht so recht, dich damit zu belästigen, aber wir würden gerne mehr Zeit mit euch und in eurer Nähe verbringen. Was meinst du dazu?"

Harry benötigte einige Momente, bevor er auf Ginnys Ausbruch reagieren konnte. „Das war jetzt eine ganze Menge, die ich zu verarbeiten habe... Also, von mir aus könnt ihr gerne zu uns kommen. Ich bin sicher, Hermine hat auch nichts dagegen, aber wir sollten das trotzdem in Ruhe mit ihr und auch mit Neville besprechen. Und zu der anderen Sache, ich weiß nicht so richtig, was ich da sagen soll..." „Liebst du Hermine?", unterbrach sie ihn. „Ja!" „Magst du mein großer Bruder sein?" „Ja, das würde ich gerne..." „Na dann ist das doch geklärt. Ich weiß, dass du mich magst, dass brauchst du mir nicht erst sagen, ich fühle es." „Aber..."

„Sag jetzt nichts, Harry. Gib mir einfach einen Kuss, dass wünsche ich mir schon so lange. Und dann lass uns zurück fahren, mein Mann und deine Freundin warten sicher schon auf uns!" Harry seufzte, aber dann gab er Ginny einen kleinen, kurzen Kuss. „Hey, ich hatte Kuss gesagt, nicht Küsschen...", beschwerte sie sich, bevor sie ihn an sich riss, und ihm zeigte, was sie unter einem Kuss verstand – aber auch dieser Kuss dauerte nicht lange. Sichtbar verwirrt und enttäuscht löste sich Ginny von Harry, der nicht minder bedröppelt daher schaute. „Was… wie…", fing Harry an zu stammeln; und auch Ginny wusste im ersten Moment nicht was sie sagen sollte.

„Ich versteh das nicht", meinte Ginny nachdem sie sich wieder einiger Maßen gefangen hatte. „Wieso fühlt es sich an als wenn ich meinen leiblichen Bruder küssen würde? Ich meine, wir haben uns zwar dazu entschieden, dass wir wie Bruder und Schwester zueinander stehen wollen, aber warum hat sich der Kuss so … anders angefühlt? Ich verstehe das echt nicht…" Harry zog es vor lieber gar nichts zu sagen. Immerhin verfügte er über deutlich weniger Erfahrungen beim Küssen…

„Lass uns jetzt zurück fahren!" Harry nickte, immer noch etwas verlegen und mit einem fast schon schlechten Gewissen, dann drehte er sich um und startete den Motor der schweren Maschine.

Als sie wieder beim Fuchsbau ankamen, wurden sie schon erwartet. Hermine stand mit finsterer Mine und verschränkten Armen neben Molly, die auch nicht begeistert aussah. „Wo wart ihr so lange? Ihr seid jetzt fast anderthalb Stunden weg gewesen!", schimpfte Hermine, als sie Harrys Gesichtsausdruck sah. So hatte er schon immer ausgesehen, wenn er ein schlechtes Gewissen hatte... Als Ginny von der Maschine abstieg, beugte sie sich noch einmal vor zu Harry und hauchte ihm einen Kuss auf die Wange. „Mach dir keine Sorgen! Neville weiß, was ich für dich empfinde, und mit Hermine werde ich gleich noch reden, in Ordnung?" Harry nickte, dann stellte er die Maschine ab.

„Hermine, Mum, schimpft nicht mit Harry! Er kann nichts dafür! Wenn ihr unbedingt schimpfen wollt, dann macht das mit mir!" „Wir haben uns Sorgen gemacht, Liebes", kam es da von Molly. „Ihr hättet einen Unfall haben können oder Schlimmeres!" „Mum, ich hatte etwas mit Harry klären müssen, was mir auf dem Herzen lag. Du musst dir nicht immer so viele Sorgen um uns machen. Wenn uns was passiert wäre, hätte Harry euch sicher sofort benachrichtigt...

„Und, muss ICH mir Sorgen machen?", fragte da Hermine, die ihre beste Freundin immer noch etwas verärgert anfunkelte. Ginny sah ihr standhaft in die Augen, bevor sie ihr antwortete: „Nein, Hermine, dass musst du nicht. Aber ich möchte trotzdem mit dir darüber reden. Kommst du mit?" Hermine nickte und folgte Ginny ins Haus.

Harry ging zu Neville. „Ich glaube, unsere Frauen wollen ein paar Minuten nicht gestört werden, sie müssen wohl so ein Frauengespräch führen... Ginny sagte mir, dass ihr gerne mehr Zeit bei und mit uns verbringen würdet?" Neville nickte verlegen. „Weißt du, wir fühlen uns wohl bei euch, vor allem Ginny. Sie mag dich sehr... Wir möchten euch aber nicht zur Last fallen, Harry", sagte Neville schüchtern. „Das ist ok. Ihr fallt uns nicht zur Last! Im Gegenteil, es ist doch schön, wenn man mit ein paar Freunden zusammen sein kann! Kommt einfach morgen oder wann ihr wollt vorbei. Wir finden mit Sicherheit eine Lösung!" „Danke, Harry! Hat Ginny noch über etwas Anderes mit dir gesprochen?"

Harry schluckte nervös. „Ja, das hat sie. Deswegen redet sie jetzt auch mit Hermine, sie ist wohl etwas eifersüchtig gewesen, als Ginny und ich zurück kamen..." „Naja, ihr wart ja auch wirklich lange weg. Ähm, Harry, akzeptierst du Ginny als deine kleine Schwester?" „Ja, Neville, das tue ich, schon seit der Schule." „Hat sie sich endlich ihren Wunsch erfüllt?", fragte Neville weiter und sah Harry direkt in die dunkelgrünen Augen. „Hat meine Frau dich geküsst, Harry?" Harry wurde rot, und er musste erst einmal schlucken. Mit so einer direkten Frage von Neville hatte er nicht gerechnet!

„Ja, das hat sie." Zu seiner Verwunderung lächelte Neville. „Dann ist es gut so..." „Jetzt verstehe ich gar nichts mehr!", gestand Harry etwas verwirrt. „Harry, das ist ganz einfach. Ginny und ich haben voreinander keine Geheimnisse. Ich weiß, dass sie dich wirklich sehr gern hat. Aber ich weiß auch, dass sie mich nie betrügen würde. Ginny hat mir einmal vor langer Zeit gesagt, dass sie manchmal von dir träumt, und dass sie, seit sie dich kennt, dich wenigstens einmal in ihrem Leben küssen möchte. Wenn sie das heute getan hat, dann ist das in Ordnung. Ich kann damit leben, zumindest, wenn es bei diesem einen Kuss bleibt. Jetzt lass uns zu den Anderen gehen, Fred und George haben bestimmt wieder etwas Neues aus ihrer Firma mitgebracht!"

Als Hermine und Ginny mehr als eine halbe Stunde später aus dem Haus kamen und sich zu den Anderen gesellten, sahen sie, wie ihre Familie und Freunde auf Decken um das Feuer herum saßen. Harry hatte einen großen Teller vor sich, auf dem ein lecker aussehender Kuchen war. Fred und George sahen ihn äußerst erwartungsvoll an, und Angelina und Katie sahen auch recht neugierig aus. „Ich glaube, Harry soll für die Zwillinge wieder etwas testen...", flüsterte Ginny Hermine zu.

In diesen Moment stach Harry ein großes Stück des Kuchens mit seiner Gabel ab und beförderte es in seinen Mund, wo er sich den Kuchen scheinbar auf der Zunge zergehen ließ. „Hm, schmeckt lecker, Erdbeerkuchen!", schmatzte er. Dann nahm er sich noch ein Stückchen, und noch eins... Fred und George sahen sich erstaunt an.

„Magst du auch mal probieren?", fragte Harry den neben ihn sitzenden Neville. Dieser sah in etwas unsicher an, doch Harry zwinkerte ihm unauffällig zu. Also nahm auch Neville ein Stückchen des Kuchens und ließ es sich schmecken. Harry gab auch Molly und Arthur jeweils ein Stückchen, und dann auch Angelina und Katie. „Ist das Erdbeerkuchen?", fragte Hermine, um sich bemerkbar zu machen. „Ich liebe Erdbeerkuchen!"

Schnell setzte sie sich neben Harry, gab ihm einen Kuss, aber nur auf die Wange, zauberte einen kleinen Teller herbei und nahm sich ein Stück des gefragten Gebäcks. Schmatzend lobte sie den Kuchen. „Der ist richtig lecker! Ich kann sogar einen Schuss Vanille herausschmecken!" Ginny, die sich auch ein Stückchen genommen hatte, bestätigte dies.

Die Zwillinge waren fast am verzweifeln. Hatten sie doch den Kuchen, den Angelina und Katie gebacken hatten, extra für Harry und Neville etwas ‚getunt'! „Nehmt euch auch was davon, der Kuchen ist wirklich lecker!", forderte Harry die Zwillinge auf, als er ihnen den Teller hinüber schob. Keiner außer Hermine hatte mitbekommen, das Harry dabei mit seiner anderen Hand eine kleine, unauffällige Bewegung gemacht hatte...

Vorsichtig (und zu Recht etwas misstrauisch) probierten Fred und George den Kuchen. Als nichts passierte verputzten sie den Kuchen bis zum letzten Krümelchen. Gerade als sie ihre Kuchengabeln aus der Hand legten, machte gleichzeitig zweimal laut ‚plopp!' – und an Stelle von Fred und George saßen zwei übergroße Papageien auf der Decke, mit bunt schillerndem Gefieder und den Gesichtern der Zwillinge, aus denen große, gebogene Schnäbel wuchsen. Nicht nur Harry brach in schallendes Gelächter aus...

Nach etwa fünf Minuten verwandelten sich die Zwillinge wieder zurück. Zwar mussten auch sie ein bisschen lachen, aber in erster Linie wollten sie von Harry wissen, was er gemacht hatte. „Als ihr mir den Kuchen gegeben hattet, und ich eure Gesichter sah, war mir klar, dass ihr irgendwas im Schilde führt. Unwillkürlich musste ich an eure Kanariencremeschnitten denken, und Neville wohl auch. Also habe ich den Kuchen schnell analysiert, und darin einige Zutaten gefunden, die in einen Kuchen eigentlich nicht hineingehören... Nachdem ich sie neutralisiert hatte, war es nur ein ganz normaler Kuchen, der wunderbar geschmeckt hat."

„Eigentlich sollte man sich schon beim ersten Bissen verwandeln...", warf Katie ein. „Naja, als ich den Kuchen an euch weiter gegeben habe, hatte ich eure Zutaten wieder aktiviert und ein bisschen verändert, so dass sie erst mit einer gewissen Verzögerung wirkten...", grinste Harry. „Das ist genial!", entfuhr es Fred. „Danke für die Idee!", rief da auch George, der sich gleich mit seinem Zwillingsbruder zusammen hockte. Wahrscheinlich hatten sie schon wieder ein paar Gedanken, wie sie ihre Scherzartikel verbessern konnten...

„Wo sind eigentlich Remus und Narcissa?", fragte Hermine. „Die machen eine kleine Spritztour mit dem Motorrad...", antwortete Molly mit einem Lächeln auf den Lippen. „Ach sooo!", Hermine stand wieder auf, um sich einen Krug mit Butterbier zu holen. Als sie wieder zurückkam, setzte sie sich zwar neben Harry, hielt aber immer noch einen gewissen Abstand zu ihm ein, was Harry traurig machte. Klar, er hatte Mist gebaut, aber er hatte gehofft, dass Ginny das mit Hermine besprochen und aus der Welt geschafft hatte. Scheinbar war Hermine immer noch sauer auf ihn, denn sie hatte ihn seitdem nicht mehr angesehen und auch nichts zu ihm gesagt. Harry überlegte hin und her, wie er das wieder ins Reine bringen konnte.

Irgendwann fasste er sich ein Herz, und sprach Hermine an, wobei er seine Hand auf ihren Arm legte: „Hermine, ich muss mit dir reden. Gehen wir ein bisschen Spazieren?" Doch Hermine schüttelte ihren Kopf und schob Harrys Hand von ihren Arm. Gesagt hatte sie jedoch nichts, und so wusste Harry nicht, was er nun davon halten sollte. Irgendwann war es Harry zu blöd, so stumm neben seiner Freundin (‚War sie es denn noch?' fragte sich Harry) zu sitzen und auf ein Zeichen von ihr zu hoffen. Also stand er auf und ging durch den Garten auf den alten Apfelbaum zu.

Eine Weile saß er, mit dem Rücken an den Stamm des Baumes gelehnt, und beobachtete die Sterne im Nachthimmel. All seine Gedanken kreisten um Hermine. Harry versuchte zu analysieren, was er für sie empfand, und wie er zu Ginny stand. Mit Hermine hatte er den Rest seines Lebens verbringen wollen, eine eigene Familie mit ihr gründen... Nun war er sich da aber nicht mehr so sicher, auch wenn er bei Ginny nie solche Gedanken gehabt hatte. Irgendwie drehten sich Harrys Gedanken immer nur im Kreis. Als er dann auch noch Schritte hinter sich hörte, war es ihm zu viel, und Harry verwandelte sich in einen Adler und flog davon...

Ginny hatte Harry und Hermine während der Kuchengeschichte aufmerksam beobachtet. Zwar hatte sich Hermine neben Harry gesetzt, doch Ginny konnte erkennen, dass Hermine ihn weder ansah noch mit ihm redete und insgesamt irgendwie ... versteift wirkte. Sie bekam auch mit, wie Harry sie dann schließlich ansprach, und Hermine ihn scheinbar abwies.

Ginny machte sich Sorgen; sie wollte nicht, dass die Beiden sich wegen ihr stritten oder gar trennten. Zwar hatte sie mit Hermine geredet, doch da diese kaum reagiert und noch weniger gesagt hatte, wusste auch Ginny nicht, was in ihr vorging. Aber Ginny bemerkte, dass Hermine jedem ihre Aufmerksamkeit schenkte, nur ihr und Harry nicht. Traurig senkte sie ihren Kopf, doch Neville bemerkte trotzdem, wie ihr ein paar Tränen die Wangen hinunter liefen.

Sanft legte er seinen Arm um seine Frau und drückte sie an sich. „Was habe ich nur gemacht!", schluchzte sie. „Schatz, mach dir nicht so viele Vorwürfe! Du hast dir einen lang gehegten Wunsch erfüllt, nicht mehr und nicht weniger." „Aber was ist, wenn sie sich jetzt deswegen trennen? Schau dir doch Hermine an, sie redet nicht mehr mit Harry und sieht ihn nicht mehr an, seit ich mit ihr geredet habe. Hast du gesehen, wie sie ihn vorhin abgewiesen hat?" „Hey, Kopf hoch, Ginny-Maus! Das wird schon wieder! Vielleicht braucht Hermine nur etwas Zeit..." „Und was ist, wenn nicht?" „Dann ist ihre Liebe wohl doch nicht so groß, wie sie dachten..." Als Ginny später aufstand und ins Haus ging, um nach ihrem Sohn zu sehen, stand auch Neville auf und ging in die Nacht hinaus, um Harry zu suchen...

Harry blieb auch den Rest des Abends verschwunden. So herrschte bald eine recht gedrückte Stimmung in der Runde, denn sein Verschwinden war natürlich nicht unbemerkt geblieben, vor allem nachdem Remus und Narcissa von ihrer Tour zurück kamen und Remus nach Harry fragte. Keiner wusste, wo er war, bis Neville berichtete, was er beobachtet hatte. Die Einzige, die dazu kein einziges Wort verlor, war Hermine.

Molly ging ins Haus, um mit ihrer Tochter zu reden. Sie fand die völlig in Tränen aufgelöste Ginny in ihrem Zimmer, wo sie Harold in ihren Armen hielt. Molly nahm ihre Tochter und ihren Enkel in die Arme, und Ginny berichtete ihr unter Tränen, was geschehen war, was sie angerichtet hatte. Molly tröstete ihre Tochter so gut es ging. Irgendwann schlief Ginny in ihren Armen ein, und Molly beförderte sie samt Harold in ihr Bett. Bevor sie ging, strich sie Ginny noch einmal sanft über den Kopf.

Als Molly wieder in den Garten ging, bemerkte sie die allgemeine Aufbruchs­stimmung. Fred, George, Angelina und Katie verabschiedeten sich gerade. Nicht lange, nachdem sie gegangen waren, verabschiedeten sich auch Remus und Narcissa. „Ich nehme das Motorrad mit, und bringe Narcissa noch nach Hause...", sagte Remus leise zu Molly und Arthur. Bald waren auch sie weg, und so waren nur noch Arthur, Molly, Neville und Hermine da.

Neville fragte nach Ginny, und als Molly ihm sagte, dass sie in ihrem Zimmer sei und schlief, wünschte auch er eine gute Nacht und ging zu seiner Frau. Arthur ließ den Tisch und die Stühle ins Haus schweben und sammelte die Fackeln ein, so dass nur noch Hermine und Molly bei dem Feuer saßen. „Willst du darüber reden?", fragte Molly leise. Hermine schüttelte ihren Kopf, doch dann senkte sie ihren Kopf und sagte ganz leise: „Ich dachte, er liebt mich..."

t.b.c.