Arthur läuft die Stufen in den Schloßhof hinab, Gwen ist an seiner Seite. Sie ist alles andere als begeistert: "Arthur, ich bitte dich. Geh nicht dorthin. Ich kann mich noch erinnern, was beim letzten Mal passiert ist." Aber Arthur lässt sich nicht umstimmen. "Gwen, ich muss es tun. Ich muss wissen, was hier passiert. Ich muss sie fragen." Er sieht zu Sir Galahad und Sir Leon herüber: "Seid Ihr bereit?" Beide nicken und sitzen auf. Gwen ergreift ihren Mann an dessen Hand: "Arthur bitte. Sei wenigstens vorsichtig." Er lächelt: "Ich verspreche es dir. Morgen nachmittag sind wir zurück. Sag Gaius er soll Merlin irgendwie am Leben erhalten." Dann steigt er auf sein Pferd. Zusammen jagen alle drei aus dem Schloß. Bei Einbruch der Dunkelheit erreichen sie den Hain. Als sie den Weg zum Eingang entlanglaufen, zieht Arthur sein Schwert aus seinem Gürtel. "Sir Leon, nehmt es. Und Ihr, Sir Galahad, macht bitte währenddessen ein Feuer. Ich bin gleich zurück." Fassungslos sehen beide Ritter ihren König an. Sir Leon hält ihn zurück: "Ihr könnt da unmöglich allein hinein gehen. Ich werde mit Euch kommen." Aber sein König schüttelt den Kopf: "Das ist etwas, was ich allein tun muss. Ganz allein." Dann geht er zum Eingang der Höhle und verschwindet darin. Die beiden Ritter bleiben unglücklich davor zurück.

Merlin läuft erneut an der Wand entlang. Als er ein Licht erkennt, läuft er freudig darauf zu. Als er näher kommt, erkennt er einen hellen aber verschwommenen Ort. Es sieht aus, wie eine Art Tür aber auch wieder nicht. Dennoch kommt es ihm bekannt vor. Jetzt tritt ein Mann daraus hervor und kommt auf ihn zu. Es ist Lancelot. Mit einem Schlag wird ihm klar, um was für eine Tür es sich handelt. Es ist der zerstörte Schleier, der beide Welten verbindet. Es verbindet die Welt der Geister und der Lebenden miteinander. Aber er sollte geschlossen sein. Merlin hält in seiner Bewegung inne. "Lancelot, der Schleier, wieso ist er zerstört?" Lancelot kommt noch immer auf ihn zu: "Ich habe mich entschieden, ihn wieder zu öffnen." Merlin runzelt die Stirn: "Aber das ist unmöglich!" Lancelot lächelt: "Ist es das? Warst du in der Welt der Geister oder ich? Woher willst du das also wissen?" Merlin schüttelt den Kopf: "Ich dachte, man braucht ein Menschenopfer um den Schleier zuzerreißen." Lancelot lacht laut auf: "Das dachtest du. Du dachtest auch, ich hätte mich freiwillig geopfert. Aber du hast mir doch gar keine Wahl gelassen mit deinem Geschwafel über Loyalität. Du hast mir das alles doch bewusst erzählt, um mich dazu zu bringen, mich zu opfern." Merlin erstarrt: "Das ist eine Lüge! Eine Lüge! Ich wollte Arthurs Platz einnehmen, Ihr wußtet das. Niemals hätte ich von Euch verlangt, Euch zu opfern!"

Lancelot steht jetzt vor ihm: "Hast du nicht? Du würdest also keinen Freund für einen Freund opfern? Weshalb hast du dann den großen Drachen geopfert? Oder Will? Ist er nicht für deinen König gestorben? Oder Isolde? Wieso hast du nicht versucht, sie zu retten? Weil Arthur dann erfahren hätte, wer du wirklich bist? Du bist ein Nichts Merlin. Ich dachte, du wärst mein Freund. In Wahrheit opferst du einen Freund nach dem anderen für dich und Arthur. Dabei hat er dich verlassen. Dein König hat dich längst verlassen. Du bist allein, ganz allein." Merlin läuft rückwärts zurück zur Wand. "Du bist nicht Lancelot. Lancelot hätte das nie gesagt. Du bist nur eine Erfindung meines Kopfes. Du bist nicht echt." Lancelot ruft ihm nach: "Bist du sicher? Ich war immer dein einzig wahrer Freund in Camelot. Weshalb sollte ich dich anlügen? Arthur hat dich verlassen. Und Gaius hat dich schon lange aufgegeben." Er rutscht an der Wand entlang auf den Boden: "Ich bin allein. Ich bin allein. Ganz allein." Verzweifelt schließt er seine Augen.