WUHU! Ich hab doch noch ein Kapitel fertig bekommen! Muhaha … Ja, okay. Das Kapitel ist auch nicht besonders lang, aber das ist wieder mal Absicht ;)

Sooo, viel Spaß beim lesen.

Die Charaktere und die Sendung gehören nicht mir!

Jane öffnete vorsichtig die Tür und lugte in das Innere des Hauses. Alles war still, er hörte keinen einzigen Laut, doch das beruhigte ihn nicht, ganz im Gegenteil, es ließ ihn ziemlich nervös werden. Nun stand er mitten im Flur und lauschte noch einmal. Da, da war irgendetwas. Ein leises Geräusch, das relativ gleichzeitig ging. Jane brauchte ein paar Sekunden um zu erkennen, dass es das Atmen von einer Person war. Sofort folgte er dem Geräusch und erreichte schließlich die Küche, in der Lisbons bewusstlos auf dem Stuhl hing und ihr ganzes Blut den Boden bedeckte. Jane raste auf den Stuhl zu und rüttelte vorsichtig an Lisbon.
„Lisbon! Lisbon! Teresa … Wach auf!", bettelte er sie an, doch sie konnte ihn nicht hören.

Jane löste das Klebeband von ihren Armen und Beinen und schaute sich die Verletzung an. Es war ein glatter Durchschoss und sie hatte bereits Unmengen von Blut verloren. Er tastete vorsichtig nach ihrem Puls und ließ ein erleichtertes Seufzen hören als er ihren schwachen Puls spürte.

Nach ein paar Minuten kamen auch Rigsby und van Pelt in der Küche an und sahen sich entsetzt in der Küche um.
„Ich rufe den Notarzt.", sagte van Pelt und ging wieder nach draußen.

Rigsby hingegen kam zu Jane hinüber und betrachtete Lisbon.
„Hat sie einen Puls?", fragte er besorgt.

Jane nickte als Antwort und konnte seinen Blick nicht von ihr wenden.
„Haben Sie versucht sie wach zu bekommen?"
„Ja, aber es hat nicht geklappt."
Rigsby nickte knapp und versuchte noch einmal Lisbon durch ein leichtes Rütteln zu wecken.
„Lisbon! Hey, Boss! Kommen Sie schon, machen Sie die Augen auf!"

Doch auch er hatte kein Glück.

„Ihr Puls ist so schwach.", flüsterte Jane nur noch und hatte Tränen in den Augen.
„Sie wird es schaffen, Jane. Keine Sorge, sie wird es schaffen."

Als van Pelt wieder zurück in die Küche kam, wurde sie von zwei Sanitätern begleitetet, die sich augenblicklich um die schwerverletzte Lisbon kümmerten und sie in den Krankenwagen verfrachteten.

„Ich fahre mit ihr!", rief Jane den anderen noch kurz zu und verschwand dann auch in dem Krankenwagen. Er konnte sie jetzt nicht allein lassen.

Einige Tage später …

Van Pelt saß in einem unbequemen Sessel, der in der hintersten Ecke des kleinen Krankenzimmers stand und las ein Buch. Doch die unangenehme Stille im Raum, die sonst jedem Leser helfen würde sich auf das Buch zu konzentrieren, hielt sie davon ab der Geschichte zu folgen. Somit blickte sie von den Seiten auf und sah zu Jane. Dieser saß an Lisbons Bett und hielt ihre Hand in seiner. Mehr tat er nicht. Er saß einfach nur da, beobachtete Lisbon bei ihren leisen Atemzügen und hielt ihre Hand.

Van Pelt machte sich Sorgen um ihn. Er war schon seit dem Tag ihrer Einlieferung nicht von ihrer Seite gewichen. Er saß Tag und Nacht an ihrem Bett und wachte über sie, ohne auch nur einmal die Augen zufallen zu lassen.

„Hey, Jane.", sagte sie vorsichtig und versuchte seine Aufmerksamkeit zu bekommen, „Sie sollten sich ein wenig ausruhen."

Jane schüttelte den Kopf, ohne seinen Blick von Lisbon zu lösen.

„Bitte, Jane. Ich mache mir Sorgen um Sie. Sie haben seit etwa fünf Tagen nicht mehr richtig geschlafen."
„Ich habe vorher auch nicht wirklich geschlafen."

„Aber da haben sie wenigstens mal die Augen zugemacht."

„Grace, ich will jetzt nicht schlafen. Lisbon braucht mich jetzt."
„Aber sie ist immer noch nicht aufgewacht … Ich verspreche Ihnen, dass ich Sie sofort wecke wenn sie sich rührt."

Jane ließ nun doch seinen Blick von Lisbon fallen und sah traurig zu van Pelt hinüber.
„Ich verspreche Ihnen, dass ich Sie sofort wecke wenn sie aufwacht."

Jane nickte und schaute dann noch einmal zu Lisbon. Er gab ihr einen Kuss auf die Hand und setzte sich dann auf.

„Ich lege mich ein wenig in den Warteraum, da stand ein kleines Sofa."

„Danke.", sagte van Pelt erfreut und schenkte ihm ein sanftes Lächeln.

Kurz darauf war Jane aus dem Krankenzimmer verschwunden und ließ sich auf das kleine Sofa im Wartezimmer fallen. Er hatte wirklich schon lange nicht mehr geschlafen und daher fielen ihm auch sofort die Augen zu und er glitt in einen ruhigen Schlaf.

Lisbon!"

Lisbon hörte Janes verzweifelte Stimme neben ihrem Ohr.

Lisbon!", hörte sie ihn wieder schreien.

Teresa, wach auf …."

Sie hörte seine verzweifelte Stimme, die immer schwächer zu werden schien.

Ich rufe den Notarzt.", hörte sie eine leise Frauenstimme im Hintergrund.

Van Pelt? War es van Pelt gewesen? Sie wusste es nicht.

Hat sie einen Puls?"

Da war noch eine Stimme. Rigsby, ja es war Rigsby.
„Haben Sie versucht sie wach zu bekommen?"
Mit wem sprach er da? Mit Jane? Bitte, lass es Jane sein! Sie hatte ihn doch gerade auch schon hören können.

Ja, aber es hat nicht geklappt.", hörte sie ihn leise zitternd antworten.

Patrick! Oh, er hatte sie gefunden. Gott sei Dank! Er war bei ihr!

Schließlich verschwamm wieder alles vor ihrem innerlichen Auge …

Van Pelt saß nun neben Lisbon und beobachtete sie besorgt. Sie hing seit etwa fünf Tagen an dieser schrecklichen Maschine, die sie am Leben hielt. Dieser Anblick war einfach grauenvoll. Van Pelt knipste ein paar Tränen aus ihrem Augenwinkel und holte ihr Buch wieder hervor. Doch dann sah sie etwas, dass sie sofort aufspringen ließ.

Teresa Lisbons Finger bewegten sich.

Van Pelt beobachtete für einen Moment die kleinen Bewegungen und rannte dann hinaus auf den Flur zu dem Warteraum, in dem Jane lag.

Als sie ihn fand, rüttelte sie kräftig an ihm und er schrak aus seinem Traum.
„Was … Was ist denn?"

„SIE IST WACH!"

Sofort saß Jane kerzengerade auf der Coach und rannte kurz darauf mit van Pelt zurück zu dem Krankenzimmer.

Doch als die beiden das Zimmer betraten, bewegte Lisbon nicht mehr nur ihre Finger, nein, sie hatte ihre Augen geöffnet und sah die beiden mit einem sanften Lächeln an.

„Oh, Gott sei Dank!", entfuhr es van Pelt und sie umarmte Lisbon hastig.

Lisbon noch zu benommen um irgendwie auf diese Umarmung zu reagieren, blieb einfach nur stumm liegen und beobachtete das Spektakel.

„Ist ja gut.", brachte sie dann schließlich flüsternd hervor und sah van Pelt beruhigend an.
Als van Pelt sich dann von ihr löste, konnte Lisbon endlich dem Mann in die Augen blicken, den sie so vermisste. Jane stand immer noch in der Türe und beobachtete sie.

„Hey.", sagte Lisbon leicht heiser und lächelte ihn liebevoll an.

„Hey.", kam es von dem glücklichen Jane zurück.

„Komm her.", fügte Lisbon noch hinzu und hielt Jane ihre Hand entgegen. Dieser zögerte nicht lang und nahm ihre Hand in seine. Er blieb kurz vor Lisbon stehen und sah sie besorgt an.

„Wie geht es dir?"

„Ganz gut, würde ich sagen. … Was ist passiert?"

„Du kannst dich an nichts erinnern?", fragte Jane nun sehr besorgt.

„Ich kann mich an deine Stimme erinnern."

Sie lächelte ihn noch liebevoller an.

„Du weißt nicht woher du diese Verletzung hast?"
Lisbon schüttelte betrübt den Kopf. Jane nahm neben ihr Platz und strich ihr zärtlich über die Hand.
„Das ist jetzt auch nicht so wichtig."

„Aber ich will es wissen.", sagte Lisbon nun in ihrem autoritären Ton.

Jane lächelte sein unwiderstehliches Lächeln und schmunzelte leicht.

„Und schon bist du wieder die Alte."

Lisbon konnte nicht anders als ihn auch anzulächeln und es darauf beruhen zu lassen. Sie war zu schwach um jetzt mit ihm zu streiten.

Schließlich meldete sich van Pelt zu Wort: „Ich verschwinde dann mal."

Sie lächelte die beiden noch kurz an und verschwand dann aus dem Raum, um den beiden ein wenig Zeit für sich zu geben.

„Ich bin so froh, dass es dir gut geht.", sagte Patrick leise.

„Ich bin so froh, dass du hier bist.", entgegnete ihm Lisbon mit einer kraftlosen Stimme.

„Und ich werde hier nicht weggehen. Ich werde dich nicht nochmal alleine lassen.", versicherte Jane ihr und drückte ihre Hand.

Lisbons Augen flackerten leicht und Jane strich ihr sanft mit seinen Fingern über die Wange.
„Du solltest dich noch ein wenig ausruhen."
Lisbon nickte erschöpft und schmiegte ihr Gesicht an seine warme Hand.

„Bitte geh nicht weg."
„Das werde ich nicht … Das werde ich nicht ….", flüsterte Jane ihr leise ins Ohr und Lisbon sank wieder zurück in einen ruhigen Schlaf, ohne Janes Hand los zu lassen. Jane beugte sich zu ihr hinüber und küsste sie sanft auf die Stirn.

„Ruh dich aus, meine Liebe. Ich werde neben dir wachen, bis du wieder bei Kräften bist."

So das war es jetzt aber wirklich für heute. Nach drei Kapitel an einem Tag sollte man mal eine Pause einlegen :D
Ich hoffe, es hat euch nicht gestört, dass das Kapitel so kurz ist, aber ich fand, dass ich es jetzt auch nicht noch länger hätte machen sollen. Ich will nicht ewig in dem Krankenhaus da festsetzen … Aber wenn ich jetzt schon anders weitergemacht hätte, wäre die ganze Stimmung im Arsch gewesen :D Somit müsst ihr noch auf das neue Kapitel warten.
Reviews sind wie immer erwünscht :)
GUUUUTE NACHT !