Disclaimer: Die TV Serie CSI NY und ihre Charaktere gehören CBS und den Produzenten Bruckheimer / Zuiker und nicht mir!


Wenige Stunden später war es bereits Abend. Kurz vor acht Uhr! Die Familie hatte Hamburger gegessen und Mac war mit Stephen im ersten Stock und redeten im Schlafzimmer über die nächste Woche.

Alex sass am Küchentisch und hatte eine offene Flasche Bier vor sich stehen. Er spielte an dem Kugelschreiber in seinen Fingern herum, während seine Augen auf die Mathematikhausaufgaben und das Buch gerichtet waren.

Natürlich hatte er bis Dienstag noch etwas Zeit, aber da er von seinem Kumpel Chris Hobbs auf eine kleine Party eingeladen worden war, hatte Stephen darauf bestanden, dass alle Aufgaben vorher erledigt sein sollten. Dann konnte er gehen ...

Alex schrieb weiter in seinem Heft herum. Als er nach der Bierflasche greifen wollte, sah er plötzlich seinen Bruder in der offenen Tür stehen. David trug seine schwarze Trainingshose, Socken, einen Turnschuh am gesunden und eine Sandale an dem anderen Fuß und seinen roten Pullover.

"Und," fragte Alex leise und trank einen großen Schluck. "Wie war's mit Dad?"

David ließ die Schultern hängen. "Ich kann nicht wirklich sitzen, wenn du verstehst, was ich meine."

"Ja, ich glaube, das versteh ich ..."

Plötzlich hörten sie die laute Stimme von ihrem Vater durch das Haus schallen. "DAVID? WENN DU MIT ALEX IN DER KÜCHE BIST, DANN WILL ICH, DASS DU DICH JETZT HINSETZT! IN ORDNUNG?"

David rollte genervt mit den Augen und machte einen Schritt in den kleinen Raum, während Alex ihn nur angrinste und fast los lachen musste.

"JA, DAD! ... Halt die Klappe," zischte der blonde Junge sauer. "Das ist echt nicht witzig!"

Jetzt hielt Alex sich noch eine Hand vor den Mund und lachte hinein. Vorsichtig stellte er die Flasche ab. "Doch! Das ist sehr witzig, Dave!"

"ALEXANDER? LACHST DU IHN AUS?"

"NEIN, SIR," rief der schwarzhaarige Junge sofort in die Lobby. "I-ICH HAB NICHT GELACHT!"

Zügig machte David noch ein paar Schritte auf den Tisch und den Stuhl zu, zog ihn dann über die Fliesen und ließ sich dann ganz langsam und vorsichtig auf der harten Sitzfläche nieder. Als sein sehr wundes Hinterteil das Holz berührte, zuckte David sofort unweigerlich zusammen. Überrascht von der Intensität des Schmerzes, riss er die Augen auf und stand schnell wieder auf.

Vorsichtig befühlte er seinen Po und versuchte sich den Schmerz irgendwie herauszureiben. Doch leider funktionierte das nicht all zu gut.

Er seufzte schwer. "Oh man, tut das weh!"

Alex betrachtete ihn einen Moment, griff dann wieder nach der Flasche eiskaltem Fosters und nahm den nächsten Schluck. Er nahm die Flasche von seinen Lippen und drehte sich dann zum Kühlschrank um.

"Willst du auch eins?"

Wie gerne würde er jetzt ein Bier trinken ... "Nein, besser nicht, Alex! Ich hab drei Wochen verschärften Hausarrest und ich glaube, dass ich mich vielleicht nicht wieder direkt betrinken und Dad herausfordern sollte."

Schulterzucken. "Okay!"

David unternahm einen zweiten Versuch, sich endlich zu setzen. Das Pochen in seinem Po wurde sofort stärker! Vorsichtig bewegte er sich auf dem Holzstuhl etwas, verzog einige Male das Gesicht und blieb dann fast regungslos sitzen.

"Wieso holst du dir kein Kissen," wollte Alex wissen.

"Ich darf nicht!"

"Ups," machte Alex mit hochgezogener Augenbraue und grinste leicht. "Dann ... war Dad wirklich sauer, oder?"

"Mhm ... Alex, ich muss mich noch bei dir entschuldigen für diese ganze Aktion in Vermont! Es- ... ich war ein totaler Idiot und hab dich da auch noch voll mit reingezogen! Tut mir leid, dass du wegen mir bestraft wurdest, wirklich!"

"Hab mich schon gewundert, wann du endlich mal die Zähne auseinanderkriegst und dich entschuldigst!"

David seufzte und rutschte dann wieder auf seinem Stuhl hin und her. "Jetzt? Ich bitte dich jetzt und hier um Verzeihung! Okay? Nimmst du die Entschuldigung an?"

"Darf ich mir das kurz überlegen?!"

"Blödmann!"

Alex grinste und trank dann noch einen Schluck Bier. "Klar, Bruder! Aber das nächste Mal, wenn du wieder allein sein willst ... mit einem Berg oder was auch immer, dann erzähl's mir bitte nicht vorher, ja?"

"Ja, abgemacht," gab sein kleiner Bruder sofort grinsend zurück.

Die nächsten zehn Minuten, löste Alex die letzte Matheaufgabe und David hockte mit pochendem Hintern vor ihm und versuchte zu helfen. Als er fertig war, klappte Alex das Buch und sein Heft zu und sah auf die Wanduhr. In einer halben Stunde würde er zu der Party gehen und David würde hier zu Hause rumsitzen und sich zu Tode langweilen.

Plötzlich kamen Mac, Jason und Stephen in die Küche. Mac setzte sich auf seinen Stuhl, neben Alex und Jason nahm auf der anderen Seite neben David Platz! Stephen betrachtete seine beiden Söhne kurz, bevor er dann den Kühlschrank öffnete und Bierflaschen heraus nahm. Er öffnete die Erste und gab sie Jason.

"Habt ihr zwei jetzt alles geklärt und hast du dich entschuldigt," fragte der Arzt in die Runde.

David nickte schnell. "Ja, hab ich!"

"Ich nehm seine Entschuldigung an, Dad," gab Alex zurück und gab seinem Vater die leere Flasche, die Stephen dann gegen eine volle eintauschte. "Danke!"

"Alex? Gleich auf der Party, dann bitte nicht mehr zu viel Bier oder Schnapps, okay?"

"Ja, okay!"

Die nächste Flasche bekam Mac und Stephen stellte eine für sich selbst auf dem Tisch ab. Er drehte sich noch mal zum Kühlschrank und spürte David's Blick in seinem Rücken. Mit zwei Fingern zog er dann noch ein Fosters von dem Gitter, schlug den Kühlschrank wieder zu und reichte die letzte Flasche an seinen Jüngsten weiter.

David sah ihn etwas überrascht an. "Danke, Dad!"

Stephen legte zwei Öffner auf den Tisch und setzte sich dann endlich auf seinen Stuhl, bevor er David einen mahnenden Blick zu warf.

"Das ist das einzige Bier, was du in den nächsten zwei Wochen bekommst, Dave! O-kay? Es gibt kein weiteres und du wirst nicht fragen!"

"Ja, Sir! Ich habe verstanden!"

"Gut," sagte Stephen grinsend und hob seine Flasche hoch. "Dann würde ich sagen: Auf unseren nächsten, grandiosen Familienurlaub! Hoffentlich wird er nicht ganz so aufregend wie der Letzte!"

Mac lachte laut. "Und ohne Verletzte!"

"Und ohne Schnee," sagte Alex lächelnd.

"Dafür mit etwas mehr Spass," überlegte Jason und hob ebenfalls seine Flasche an.

Jetzt waren alle Augen auf David gerichtet, der an dem Etikett der braunen Flasche herumspielte. Etwas erschrocken sah er in die Gesichter seiner Familie, die ihn immer so nehmen würde, wie er war.

Er räusperte sich. "Also das nächste Mal nach Australien oder?"

Jason lachte sofort los und Stephen hob eine Augenbraue. "Wenn du zahlst, dann ..."

"Wenn ich mehr Taschengeld kriege?"

Mac runzelte die Stirn und verzog das Gesicht. "Da laufen mir zu viele Krabbelviecher rum!"

"Dad," meinte Jason grinsend. "Du kannst doch deine Knarre mitnehmen?"

"Nein, das kann er nicht," sagte Stephen Kopf schüttelnd. "Und das wird er auch nicht, denn sonst werde ich ihn erwürgen! Okay?"

"Ich glaube, das wirst du nicht, Schätzchen," erwiderte Taylor lächelnd und reckte sich ein Stück zu seinem Mann hinüber.

Er drückte Stephen seine Lippen auf den ging sofort darauf ein und erwiderte den Kuss, der dann immer inniger wurde. Mac streichelte ihn sanft mit den Fingern am Hals, während Stephen tief atmete und dann beide Hände an die Hüften seines Partners legte. Schnell zog er ihn auf seinen Schoß, ohne dass sie den Kuss unterbrechen mussten.

Jason verzog das Gesicht und sah dann weg. Sein um ein Jahr jüngerer Stiefbruder griff nach seinen Schulsachen, legte sie neben den Kühlschrank auf die Anrichte und stand mit seiner Flasche Bier vom Stuhl auf.

"Ich bin dann jetzt weg! Bis irgendwann!"

Sein Vater zog sich sofort von Mac zurück und schlang seine Unterarme um dessen Nacken. Er sah an Mac's Kopf vorbei und Alex an, der sich jetzt hinter dem Stuhl vorbei zum Ausgang der Küche quetschen wollte.

"Viel Spass und sei um Mitternacht wieder hier, okay?"

"Um eins," forderte Alex grinsend, während er über die Fliesen schlenderte.

"Halb eins, Alex und keine Sekunde später, ja?"

Alex zuckte die Schultern und verließ die Küche. "Okay! Bis dann!"

David sah seinem Bruder nach, der sich auf den Weg in sein Zimmer machte, um dort seine Geldbörse, Jacke, Schuhe und wer weiss was noch zu holen. Natürlich würde er gerne mit auf diese Party von Chris gehen, doch er hielt den Mund und nahm sich zurück.

Er wollte die nächsten Wochen bloß nicht auffallen und irgendwie Ärger riskieren, denn die Abreibung von heute hatte David schon mehr als gereicht! Nach wenigen Sekunden verabschiedeten sich Jason und er dann ebenfalls und verzogen sich in ihre Zimmer, so dass ihre Väter die Küche für sich allein hatten.

ENDE


AN: Ja, David und Stephen sind wieder quitt und Alles ist wieder so normal, wie es in dieser Familie sein kann, lol ... Das Gespräch zwischen Sue, Stephen und David wollte ich jetzt nicht schreiben, weil ich dafür einen längeren Zeitsprung hätte machen müssen und ehrlich gesagt, ging mir so zum Ende hin etwas die Luft aus. Ich hoffe, ihr hattet euren Spass und lasst mir etwas Feedback da :) Dann bis zur nächsten Story, die bald kommt! Alles Liebe, eure Vanessa