Harry Potter und die graue Seite:

Kapitel 10: die magische Zahl


Nach dem Training ging David zu Karaso. Selbst Karaso schien nun ein wenig verschwitzt und außer Atem. Er hatte gegen alle in einem 'Mann gegen Mann Kampf' gekämpft. So wie jeder, der beim Training mitgemacht hatte. Anscheinend waren die besten zumindest in der Lage, Karaso die Stirn zu bieten.

David freute dies 'Er ist auch nur ein MENSCH', dachte er sich.

Karaso merkte das David bei ihm stand und fragte kalt: „Ist noch was?"

„Ich würde gerne erfahren, was Desass wirklich tut."

„Du hast einen Eid geschworen, ohne zu wissen, was Desass tut?", fragte er ungläubig: „Du bist tatsächlich noch leichtsinniger als ich dachte." Spöttisch drehte er sich um mit den letzen gemurmelten Worten: „Idealismus der Jugend..."

David sah ihm verwirrt hinterher. Dann traf ihn die Erkenntnis wie ein Schock! Karaso hatte Recht. Er war wirklich naiv gewesen. Er hatte etwas getan, was vielleicht sein Leben ruinierte.

Sein Puls ging schneller, als er zu Wereseid ging. Er klopfte an der Tür, und zwang sich, ruhig zu atmen, und zu versuchen so neutral, wie nur möglich auszusehen.

Als er in den Raum Wereseids trat, erschien wie aus dem Nichts ein Lächeln auf dem Gesicht des alten Mannes: „Ich hoffe du lernst aus der Lektion."

David sah ihn ungläubig an. Alles war nur ein Test gewesen? Um ihn zu prüfen?

„Du möchtest wissen, was Desass tut, nicht wahr?", redete Wereseid weiter: „Du musst aufpassen. Du musst auf deine Umgebung achten", sagte er dann in lehrender Stimme, „ich habe solange geschleimt, bis du mir genug Vertrauen geschenkt hast, um deinen Eid zu schwören. Doch wissen, was wir hier tun, weißt du nicht."

David war schockiert. Was hatte er sich da eingebrockt? Mit zwanghaft ruhiger Stimme fragte er: „Was tuen Sie denn?"

„Was tuen WIR hier, David, WIR!... Es sei denn, du möchtest nicht weiterhin Desass dienen."

Nach einigen Schweigen redete er weiter: „Wir machen die magisch begabten Menschen stärker!"

David runzelte die Stirn: „und wie?"

Wereseid lächelte: „Du weißt nicht, was wir hier erforschen, nicht wahr? Du hast es mir abgenommen, DASS wir hier forschen, aber gefragt, WAS wir hier forschen, hast du nicht..."

„Wir erforschen die Magie", meinte er nach einigen Augenblicken, um seiner Rede Ausdruck zu verleihen. „Um unser Ziel zu erreichen... und wir sind schon dabei, die magisch begabten Menschen stärker zu machen... Wie? - das wirst du bald erfahren... vielleicht..."

David sah ihn nervös an – es war klar, dass das Gespräch damit beendet war. Aus dem Mann wurde man nicht schlau. Er ging zu Tür.

Gerade als er aus der Tür treten wollte meinte Wereseid noch: „Deine Okklumentik steht wieder – ich schaffe es nicht in deinen Geist..."


Ein wenig beruhigt, denn es war nichts gefährliches, oder? Die Magie der Menschen stärker zu machen? Das war nicht schlimm. Eigentlich musste es geschehen. David hatte gesehen, wie die normalen Zauberer Magie ausführten. Wie er Magie ausgeführt hatte, bevor er die Ringe an der Hand gehabt hatte.

Er nahm sich vor, ausgiebig zu duschen und dann die Bibliothek zu besuchen... Er brauchte etwas, was ihn forderte. Er hatte viele Bücher hier gesehen und glaubte, dass es hier welche gab, die er sehr interessant fand.

Die Bibliothek war großartig. Gemütliche Sessel in einem gigantischen Raum standen vereinzelt an Tischen. Dazwischen rieisge Regale. Geordnet waren sie nach den Themen. David sah Athrimantik, alten Runen, dunkle Künste, weiße Magie, Verwandlungen, Tränke, magische Tiere, magisches Gesetz, magische Geschichte, magische Politik, dazu ging es noch von verschiedenen Transportmöglichkeiten über magisches Leben und Muggle Bücher über Physik, Chemie und andere Themengebiete, wie Psychologie und Philosophie.

Das neue Desass Mitglied war nach der Dusche direkt in die Bibliothek gegangen. Er hatte sich einen neuen Umhang angezogen – es war nur eine Art von Umhängen in seinem Schrank gewesen. Sie sahen alle gleich aus, waren gemütlich und nicht schwer. Er hatte kein Abzeichen auf der Brust; doch war das Sakall links und rechts am Oberarm skizziert. Der weiße Umhang gab ihn ein Gefühl von Stolz... Den Stolz etwas erreicht zu haben, obwohl er nicht wusste, was er eigentlich erreicht hatte.

Das Schwert, mit dem er zeitweise gekämpft hat, hatte man ihm sofort nach dem Training wieder abgenommen. Scheinbar vertraute man ihm noch nicht genug... oder eher seinen Fähigkeiten. Es konnte durchaus sein; schließlich hatte er sich so tollpatschig angestellt, dass die anderen vermutlich dachten, er könnte sich oder andere aus versehen verletzten, wenn er es trug.

Er sah sich in der Bibliothek nochmals um. Hier saßen einige Personen in den Sesseln, vertieft in Bücher. Er selbst ging zu einem Themenbereich in dem der ausdrucklose Titel „Magie" in bunten Buchstaben stand.

Er wollte gerade nach einem Buch greifen, als ihn eine magische Schockwelle erfasste. Mit hoher Geschwindigkeit raste er an die gegenüberliegende Wand. Er zog seinen Zauberstab, um zumindest die Geschwindigkeit ein wenig zu verringern. Doch es klappte nicht, und er stieß schmerzhaft an die Wand und rutschte 2 Meter die Wand hinunter auf den Boden.

Eine Frau sah ihn höhnisch an: „Du bist noch nicht bereit dafür..." Viele hatten den Schauspiel interessiert zugeschaut, doch schnell verflog ihr Interesse. Auch fragten sie nicht, ob David verletzt sei, oder halfen ihm auch nur auf.

Mit einem hochroten Kopf ging er wieder in die Richtung des Regals. Die Mitglieder des Ordens sahen ihn doch wieder interessiert zu. Es war nur eine weiße Person dabei. Die Frau, die ihn schon beim Essen nur zugenickt hatte, und ihm auch eben klar gemacht hatte, dass sie nichts von ihm hielt.

Diese sah nun auch auf. Dies alles bekam David aber kaum mit. Er spürte die Magie... die überall in dem Raum war. Mit einem Schlenker seines Zauberstabes versuchte er die Magie von dem Bücherregal zu entfernen. Doch er spürte sie noch immer. Er versuchte die Magie zu verstehen. Damit er sie zerstören konnte. Flüche zu brechen war eine sehr fordernde Angelegenheit. Doch bevor man einen Fluch brechen konnte, musste man ihn verstehen.

Er versuchte die Magie des Zaubers in sich aufzunehmen. Die Magie durchfloss seinen Geist. Doch er spürte nur eine Welle; spürbar, aber nicht greifbar. Er konnte das System des Zaubers nicht erkennen.

Erneut kam ihm eine Idee; er versuchte die Magie des Zaubers in sich laufen zu lassen... Die Magie eins mit ihm werden zu lassen. Dann trat er einen weiteren Schritt auf das Bücherregal zu. Er fing schon an innerlich zu jubeln, als er plötzlich wieder gegen die Wand geschleudert wurde. Mit Schmerzen im Rücken stand er wieder auf.

Er sah im Augenwinkel die Zauberer, die ihm zugesehen hatten. Sie hatten alle die Augen geschlossen. Dann meinte der eine: „Du bist auf dem richtigen Weg" Dies verwirrte David. Die Männer sahen wieder auf ihrer Bücher.

David nahm seinen Zauberstab und versuchte einfach seine eigene Magie weg von sich zu drücken. Versuchte, die Magie, die das Regal umgab wegzudrücken. Nach einigen Minuten spürte er etwas...

Erschöpfung... Er schaffte es nicht. Es gab kein Durchkommen. Ein dunkelhäutiger Mann meinte: „Es genügt, junger David, du bist noch nicht bereit. Irgendwann wirst du vielleicht bereit sein. Aber noch nicht."

David sah zu ihm. Ihm war schon die hier sehr häufig anzutreffende dunkle Farbe der Haut aufgefallen. Der andere sprach weiter: „Du brauchst mehr Verständnis für die Magie. Dann ist es für dich ein Leichtes, den Zauber zu verstehen."

Er stand auf, zog den Zauberstab aus einem Holster, dass an seinem Gürtel befestigt war. Lässig ging der ältere Zauberer (David schätze ihn auf 60, wobei das Schätzen vom Alter bei Zauberern ziemlich schwierig war) auf das Bücherregal zu, schwang geschickt seinen Zauberstab.

David spürte, wie die Magie durch den Mann durchfloss. David erwartete schon fast, dass der alte Mann nach hinten geschleudert wurde, aber ohne Probleme ging der Mann zum Regal und griff nach einem Buch.

Dann ging er wieder auf seinem Platz und schlug das Buch auf: „Es ist nicht schwer, wenn du die Magie verstehst. Das ist alles, was ein Zauberer können muss... Nur leider wird das heute nicht mehr gelehrt... Früher war das besser..."

David sah ihn verwirrt an. Magie verstehen? Er gab es auf, weiter an das Bücherregal zu kommen, und ging stattdessen zu dem Regal mit der Überschrift „Arithmantik". Er griff nach einem Buch, dass schon sehr alt aussah.

David hatte das interessante, und doch komplizierte Buch (welches ein System der Zauberverbindungen in Australien vor 2000 Jahren erklärte) schon fast durchgelesen, als die Tür der Bibliothek aufging und eine sehr schöne Frau herein kam.

Sie hatte helle Haut. Was schon fast eine Seltenheit hier war. Braunes Haar umrahmten ein hübsches Gesicht. Die braunen, intelligent wirkenden Augen huschten in der Bibliothek her, bis sie scheinbar fand, was sie suchte, denn sie meinte mit einer hellen Stimme: „David Straongar? Ich bin Sarah Tektar, bitte begleiten Sie mich."

David sah sie kurz an, nahm das Buch und stellte es zurück und ging er zu ihr. Sie drehte sich geschickt um und ging schnelles Schrittes nach draußen. David sah ihr beeindruckt zu. Sie war eine wahre Schönheit.

Die Frau ging schnell und schien wohl zu wissen, wo sie hin wollte Richtung der Trainingszimmer. Sie hatte auf dem weißen Umhang einige Symbole, die erkennen ließen, dass sie wohl einen relativ hohen Rang hatte.

Eine Tür kam in Sicht und die Frau zog ihren Zauberstab. Mit einer einzigen Bewegung des Stabs öffnete sie die Tür. Es sah aus wie ein Vorlesungssaal in der Universität von Manchester. Doch die hübsche Frau ging durch den Saal und schritt durch eine weitere Tür. Dort angekommen schloß sie, sobald David durch die Tür trat mit einer hektischen Bewegung die Tür.

Sie zog ihren Umhang aus und legte ihn über einen Stuhl, wo sie sich hin setze. David war noch zu sehr damit beschäftigt, ihre Figur zu bewundern, die unter dem engen Kleidern zu sehen war, um zu bemerken, dass sie eine Geste machte, mit der sie wohl meinte, dass er sich ihr gegenüber setzen sollte.

„Mister Strongoar, ich bin eine der Lehrerinnen von Desass. Ich soll Ihnen, wie jedem neuen Mitglied über die Magie erzählen."

David sah sie an, ein wenig enttäuscht war er schon, dass er keine Sonderbehandlung war, sondern fast schon Gewohnheit... sie bildete jeden aus, nicht nur ihn.

Doch sie sprach weiter: "Viele machen sich nicht die Mühe die Magie zu studieren. Aber das ist ein Fehler. Und das ist der Grund, warum die Zauberer immer schwächer werden. Magie ist etwas komplexes. Sie braucht... fast schon Zuwendung, könnte man sagen. Magie ist wie ein Mensch. Wenn Sie einem Mensch immer nur böses tun, wird der andere Mensch irgendwann reagieren.

Wenn Sie einem Menschen nicht beachten, wird er gleiches mit Ihnen tun.

Wenn Sie einen Menschen nicht helfen, so wird er auch Ihnen nicht helfen."

Sie machte eine kurze Pause um ihm das Gesagte verdauen zu lassen: „Wenn Sie sich nicht um Ihre Magie kümmern, dann wird die Magie sich auch irgendwann nicht mehr um Sie kümmern. Sie braucht Zuwendung. Und das ist der Grund, warum viele Zauberer und Hexen mit dem Alter immer schwächer werden. Andere Zauberer, die sich um ihre Magie kümmern werden immer stärker..."

Sie hatte in der Zwischenzeit mit ihren Zauberstab gespielt. Auf einmal schoß etwas aus ihm heraus. In buten Regenbogenfarben hatte sich eine Zahl gebildet. Die Zahlen hingen in der Luft und schwingen ein wenig.

„Das ist die magische Zahl. Absoluter Schwachsinn die Sieben als die mächtigste magische Zahl zu sehen. Diese Zahl hier", sie deutete auf die 1,618, die schwingend und Farben wechselnd in der Luft hing, „diese Zahl hier, ist Macht pur. Jede Magie, dunkel oder hell, richtet sich nach dieser Zahl. Jeder Mensch, ob Muggle oder Zauberer, egal ob Mann oder Frau richtet sich in seiner Anatomie nach dieser Zahl. Jede Pflanze... jedes Tier. Das liegt daran, dass in jedem Lebewesen ein wenig Magie vorhanden ist. Und die Magie prägt jedes Lebewesen."

Dann nahm sie Pergament, Tinte und ein Geodreieck. David wusste was dies war, denn ab und zu brauchte man solche Geodreiecke in der Athrimantik. Sie malte einen geraden Strich auf das Pergament.

Dann nahm sie ihren Zauberstab und murmelte: „magicus" Auf einmal war ein goldener Strahl, der den Strich auf dem Pergament trennte und sie blickte ihn erwartungsvoll an.

David sah nur verwundert zurück. Was wollte sie? Sarah sah ihn weiter an: „Überlege..."

David kam nun die Erkenntnis, dass sie wohl nicht weiter erzählen würde, bevor er das „Rätsel" gelöst hatte. Es war sehr interessant, was sie erzählt hatte, und er wollte mehr hören. In keinem Buch hatte er solches Wissen gefunden. Dann nahm er das Pergament und blickte sie zweifelnd an. Sie sah nur auffordernd und ermutigend zurück. Er überlegte. Was könnte ein Strich mit Magie zu tun haben?

Wieso hatte sich der Strich geteilt, als sie das lateinische Wort für Magie genannt hatte? Dann nahm er das Pergament und das Geodreieck in die Hand, und maß die Länge des Striches. Der gesamte Strich war exakt 10 Zentimeter groß. Die größere geteilte Fläche war genau 6,18 Zentimeter lang, während die kürzere 3,82 Zentimeter lang war.

Er nahm seinen Zauberstab und sprach laut: „10 durch 1,618" Das war eine Art Taschenrechner. Ziemlich leicht zu lernen. Schon in der dritten Klasse hatte Flittwick in Hogwarts dies gelehrt. Sehr wichtig war es ihm nie vorgekommen. Aber jetzt ... war er nur verwundert.

Das Ergebnis war, so hing es in goldenen Zahlen vor ihm in der Luft 6,18.

Sarah lächelte ihn an: „sehr gut. Du siehst, die Magie teilt alles nach der magischen Zahl. Warum? Warum hat die Magie gerade diese Zahl? Man weiß es nicht genau. Jedoch weiß man, dass sich alles danach richtet. Strecke deinen Arm nun aus."

David tat, was sie wollte. Er zuckte ein wenig zurück, als sie ihren Zauberstab auf ihn richtete.

Sie kicherte nur: „ein wenig paranoid, hm?"

Schließlich murmelte sie „magicus".

Dieses Ergebnis hatte er wirklich nicht erwartet. Der goldene Strahl, der an seinem Arm hing ging genau durch seinen Ellenbogen. Hand und Unterarm standen wohl im Verhältnis zum Oberarm bis zur Schulter in der magischen Zahl. Auch auf seiner Hand waren goldene Strahlen. Scheinbar teilte auch hier die Zahl Hand von Finger.

Sie kicherte wieder, fast schon mädchenhaft, über seinen Gesichtsausdruck: „Schau auf meinen Arm."

Sie führte wieder die Formel aus und auch hier teilte der Ellenbogen vom Rest des Armes.

David war vollkommen fasziniert. Von solch einer „magischen Zahl" hatte er noch nie gehört.

Die Frau sah ihn nun wieder an: „Ein kleines Experiment, um dir zu zeigen, wo überall die magische Zahl ist. Magicus sentiere"

Sie richtete den Zauberstab auf ihn. Auf einmal fühlte er warme Energie, die überall an seinem Körper waren. Und er verstand...

An seinen Beinen war die magische Zahl zu spüren. Knie trennte Ober und Unterschenkel. Das Verhältnis zu seinem Unter und Oberkörper passte genau in der magischen Zahl. Die Länge vom Bauchnabel bis zu seinem Füssen war genau 1,618 mal so lang wie vom Bauchnabel bis zu seiner Stirn. In seinem Gesicht spürte er, wie das Verhältnis vom Kinn bis zur Nase mit der Stirn zur Nase genau in der magischen Zahl stand.

Sarah sah ihn weiter an und lächelte, als sie merkte, dass er scheinbar verstand: „Komm mit."

Sie führte ihn schnellen Schrittes in die Gewächshäuser. Dort standen jede möglichen magischen und nicht magischen Pflanzen. In der nächsten Stunde lernte er eine Menge über die magische Zahl. Die Pflanzen richten sich nach der magischen Zahl, um den perfekten Winkel zur Sonne zu haben.

Vieles erfuhr er heute, was David sich nie erträumt hatte. Sarah sah ihn lächelnd an, während sie von Tieren sprach, Fotos zeigte. Sie erklärte ihm sehr genau wie die Muggle diese Zahl sahen. Sie richteten ihre Gebäude nach der Zahl, einfach, weil sie ihnen richtig vorkam. In der Mugglewelt war diese Phänomen als „der goldene Schnitt" bekannt. Die Zahl hieß bei ihnen Phi.

Nach einiger Zeit meinte sie: „Es ist schwer, dass sofort zu begreifen, es dauert, aber irgendwann wirst du es verstehen. Die Magie verstehen bedeutet nichts anderes, als eine Zahl zu verstehen. Die magische Zahl. Deine Magie wird stärker werden, wenn du deine Zauber auf diese Zahl abgleichst. Wenn du auf deine Zauberfrequenz genau auf diese Zahl bringst, werden deine Flüche stark werden. Deine Beschwörungen werden dir leicht erscheinen und deine Verwandlungen werden fast schon aus dem Handgelenk funktionieren."

David wusste nicht, wann sie angefangen hatte, ihn zu duzen, aber es störte ihn nicht: „Training bedeutet nichts anderes, als Verständnis für die magische Zahl zu bekommen. Mit jedem erfolgreichem Zauber den du ausführst kann es sein, dass du deinem Ziel ein wenig näher kommst."

„Es gibt Zauberer, die ihr Leben lang nichts tun, als diese Zahl zu verinnerlichen. Wenn man mit seiner Zauberfrequenz der magischen Zahl nahe kommt, braucht man nicht mehr viel magische Kraft zu haben um einen Gegner, mit viel magischer Kraft zu besiegen. Du selbst verbrauchst nämlich deutlich weniger als der andere."

„Wenn man mit der magischen Zahl lebt, hat man unvorstellbare Möglichkeiten." Sie lächelte ihn noch einmal an und meinte: „Morgen werde ich dir zeigen, wie man seine Zauberfrequenz der Zahl näher kommt, und dann wirst du schnell begreifen..."

Sie stand auf, und ging zur Tür: „Eine gute Nacht wünsche ich dir, David."

David, der die letzte Zeit kaum geredet hatte, sondern nur gestaunt hatte antwortete mit rauer Stimme: „Ihnen auch, Miss Tektar."

Sie lächelte verführerisch: „Nenn mich Sarah". Dann verschwand sie. David war noch lange in dem Raum. Sie waren zwischen durch wieder in das Zimmer gegangen, in das sie als erstes waren. Sarah hatte ihn an Tieren die magische Zahl erläutert. Es war höchst interessant. Verwundert überlegte David warum er in keinem Buch über so eine wohl wichtige Zahl gelesen hatte...

Es war schon spät, als David Schlaf fand. Die halbe Nacht dachte er über die Zahl nach. Und wenn er es nicht tat, kamen ihm braune Augen in den Sinn...