Hey, das ist leider schon das letzte Kapitel dieser Übersetzung.

Vielen Dank an alle Reviewer :)

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Ich wechselte die Position auf dem Sitz, welche in den Stunden, die wir schon unterwegs waren, mehr und mehr umbequemer geworden waren.

Es war Tag 5 auf unserer Reise und ich war total krank von diesem gottverfluchtem Auto.

„Können wir bald eine Pause machen? Ich muss mal meine Beine strecken."

Jasper lächelte, fuhr aber fort den Wagen im schnellen Tempo voranzutreiben.

„Wir können jetzt noch nicht anhalten, Alice. Tut mir Leid, aber ich kann einfach nicht deine Sicherheit riskieren."
Ich verdrehte meine Augen über seinen nachdrücklichen Ton.

Ich wusste, dass er sich immer um meine Sicherheit kümmerte, aber trotzdem...

Anscheinend war das Universum auch der Meinung, dass ich eine Pause verdiente, denn keine Minute später begann der Motor zu qualmen.

Jasper stöhnte und begann mit dem Wagen zu reden. Bat ihn weiterzufahren, flehte ihn an nicht aufzugeben, sehr typische Dinge, meiner Meinung nach.

Auf der anderen Seite, tat ich es auch. Bat ihn anzuhalten und flehte, dass es ihm nicht besser gehen sollte.

„Vielleicht gibt es jemanden in der Stadt, der es reparieren kann.", schlug ich vor und tat, als würde ich helfen wollen, obwohl ich betete, dass der Wagen es nicht auf magische Weise schaffen würde.

Aber Fahrzeuge und Magie passten nicht zusammen und das Auto stoppte, dröhnte ein letztes Mal auf, bevor es starb.

„Was ist passiert?", stöhnte Jasper, aber ich konnte es nicht beantworten. Der Ausfall war spontan und etwas, was ich nicht voraussagen konnte.

Armer Jasper. Er hatte seinen Wagen geliebt, als wäre es sein Haustier.

„Jasper, wir müssen jetzt aussteigen. Vielleicht können wir jemanden finden, der es wieder hinbiegt.", sagte ich, doch er ignorierte mich und weigerte sich es zu verlassen.

„Vielleicht kann ich sie reparieren." Sie. Wie lächerlich einem Ding ein weibliches Pronomen zu geben.

Ich seufzte, sprang aus dem Auto, ging zu dem Kofferraum und holte die Koffer. Dann öffnete ich Jaspers Tür.

„Komm jetzt. Es ist Zeit sie zurückzulassen."

Er schmollte, stieg aber aus und half mir mit den Koffern. Doch bevor er ging, bestand er darauf sich zu verabschieden, falls sie sich nie wieder sehen würden.

Ich stimmte zu, weigerte mich jedoch seine Verabschiedung zu hören und beschloss stattdessen schon mal vorzulaufen.

Ich konnte am Horizont ein Hotel sehen und gewiss würde ich nicht auf Jaspers übertriebenes Verhalten warten.

Nach einer Minute holte er auf und wir schwiegen. Ich hatte auf jeden Fall vor es zum Hotel zu schaffen und weder ein kaputtes Auto, noch ein tränenreicher Abschied noch rasende Kopfschmerzen konnten mich davon abhalten.

„Willkommen im Wild Rose Hotel, wie kann ich ihnen an diesem Abend helfen?", fragte der lächelnde Manager Mr. Lewis.

„Wir brauchen ein Zimmer und einen guten Mechaniker.", sagte ich, ließ die Koffer, die ich getragen hatte, auf den Boden fallen, wo ein Kofferträger sie aufhob. Fantastischer Service.

Mr. Lewis warf einen kurzen Blick auf meine linke Hand, sah die Leere an meinem viertem Finger und sagte: „Dann zwei Betten?"

Die Gesellschaft würde wahrscheinlich die Stirn runzeln, wenn wir ein Doppelzimmer genommen hätten, was mich aufregte.

Ich wollte Jaspers Körper so nah wie möglich neben mir haben, wie wenn wir im Auto saßen. Was für eine Schande.

„Nein, ein Bett ist gut.", sagte Jasper und mein Herzschlag erhöhte sich. „Ich werde auf der Couch schlafen." Verdammt.

„Gut, Sir. Hier ist Ihr Zimmerschlüssel. Ihre Zimmernummer ist 245 in der zweiten Etage. Genießen Sie ihren Aufenthalt und wir werden einen Mechaniker schicken, der ihren Wagen hierhin holen wird.", sagte er, gab Jasper einen großen Messingschlüssel und nahm das Trinkgeld und die Beschreibung, wo das Auto war, an.

Wir folgten dem Kofferjungen in unsere Suite, wo nur ein Bett sein würde. Vielleicht könnte ich Jasper dazu bringen, es mit mir zu teilen.

„Wir hätten wahrscheinlich ein kleineres Zimmer kriegen können.", bemerkte Jasper, als der Kofferträger verschwunden war. Der Raum war riesig, aber das erste, was ich bemerkte war das gemütlich aussehende, große Bett. Neben den Nachttischchen war ein kleiner Zweisitzer, welcher wohl Jaspers ausgesuchter Schlafbereich wäre. Aber nicht, wenn ich es nicht ändern könnte.

Ich sah aus dem Fenster um einen fast schwarzen Himmel zu sehen, sobald die Sonne ihr Licht gelöscht hatte und mit uns schlafen konnte.

„Ich schlage vor, dass wir jetzt schlafen. Wir haben noch einen langen Tag mit reisen vor uns.", sagte ich und warf mich auf das Bett. Jasper schaute mich auf eine Weise an, bei der es in meinem Bauch begann zu kribbeln, schüttelte dann aber seinen Kopf und schaute weg.

„Denke ich auch."

Es entstand eine kleine, peinliche Pause, in der niemand von uns etwas sagen konnte, aber ich überging sie, in dem ich aufstand und zu ihm ging.

Ich hatte vor, das zu tun, was ich schon den ganzen Tag lang tun wollte.

Ich richtete mich in voller Größe vor ihm auf, platzierte meine Hände auf seine Schulter und zog ihn ein wenig hinunter. Ich legte leicht meine Lippen auf seine.

Es war ein langer und sanfter Kuss und ich konnte einfach nicht genug von dem Mann kriegen, der vor mir stand.

Als unsere natürlichen Impulse die Führung übernahmen, wehrte ich mich nicht dagegen. Besonders nicht, als die Hinterseite meiner Knie das Bett berührten und ich mich langsam darauf niederließ. Er folgte mir, ohne sich von mir zu lösen.

Ich fuhr ihm mit meinen Fingern durch das blonde Haar und keuchte auf, als ich fühlte, wie seine kalten Finger begannen, mein Kleid zu lösen.

Ich beschloss, wenn ich mein Kleid ausziehen würde, würde er sein Shirt verlieren, was am Ende genau so geschah.

Ich lag in meiner Unterwäsche und meinem Korsett auf meinem Bett und Jasper lag ohne Oberteil über mir. Absolut traumhaft.

„Wir sollten aufhören.", murmelte Jasper zwischen den Küssen, welche immer leidenschaftlicher wurden. Ich nickte schwach und ließ meine Finger entlang der Wirbelsäule über seinen Rücken wandern.

„Sollten wir wahrscheinlich.", stimmte ich zu, als er begann mein Korsett aufzuknüpfen, welches meinen schweren Atem einschränkte.

Er war gerade fertig mit den Schnüren, als ein Klopfen an der Tür ertönte.

Jasper stöhnte und platzierte seinen letzten Kuss auf meinen Nacken, bevor er aufstand, sein Oberteil überzog und die Tür öffnete, welche nicht in meinem Sichtfeld lag.

„Ein Mann wartet unten für eine Miss Mary Brandon.", sagte der Mann und mein Magen drehte sich vor Panik um. Ich stand auf, fixierte mein Korsett und zog mir das Kleid über.

Ich rannte zur Tür und sah Mr. Lewis vor der Tür stehen mit einem wütenden Jasper, der den Eingang versperrte.

„Miss Mary Brandon?", fragte ich mit zitternder Stimme. Wir waren nur einige Stunden im Hotel. Wie konnte uns jemand gefunden haben?

„Ja, und ich versicherte ihm, dass hier keine Gäste mit diesem Namen ein Zimmer hätten. Aber er sagte, dass der Gast Mr. Jasper Withlock mit Miss Brandon reiste und bestand darauf, dass ich Ihnen sage, dass er in der Lobby warte.", sagte Mr. Lewis fast schon entschuldigend.

„Und hat der Mann einen Namen?", fragte Jasper.

„Ja. Er sagte, sein Name wäre Doktor Mortimer Zelner."

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„Was sollen wir tun?", rief ich und lief durch das Zimmer, sobald Mr. Lewis uns verlassen hatte um diese schreckliche Nachricht zu verarbeiten.

„Wir müssen aufbrechen.", sagte Jasper, sammelte unsere frisch ausgepackten Sachen ein und stopfte sie hastig in die Taschen.

„Aber die Lobby ist der einzige Ausgang.", rief ich aus und ließ mich auf das Bett fallen. Dieses Mal würden wir nicht flüchten können. Wir würden nach Biloxi zurückgefahren werden. Ich würde wieder in das dunkle Zimmer geworfen werden und Jasper ins Gefängnis geschickt werden.

Wir würden kein Happy End kriegen.

„Es gibt immer einen Ausgang durch die Küche.", sagte Jasper und zog mich zur Tür. Er nahm unsere hastig gepackten Reisetaschen und gab mir höflich zwei von den fünf.

„Alles was wir tun müssen ist durch die Küche zu kommen?", fragte ich schwach und folgte Jasper aus dem Hotelzimmer in den Aufzug.

„Ja, und dann wird alles gut gehen, Alice. Mach dir keine Sorgen."

Oh, aber ich machte mir Sorgen. Wie könnte ich nicht?

Wir verließen den Aufzug und ich fühlte mich mit den vollen Händen wirklich leicht verletzbar. Jasper wusste irgendwoher, wo lang wir mussten, denn anstatt in der Lobby mit Zelner zu enden, waren wir in der Küche. Angestellte huschten mit später Arbeit umher.

„Hier lang." Wir schlängelten uns durch die sich bewegenden Menschen und bei warme Luft und bei den noch wärmeren Menschen bekam ich Platzangst.

„Da ist es.", sagte Jasper und ich konnte die Tür, mit einem Zeichen darüber, welches es als Ausgang kennzeichnete, erkennen.

Sie war sperrangelweit offen und ich bildete mir ein, dass ich eine kühle Brise an meinem Gesicht spüren konnte.

Jasper schlüpfte hinaus und ich wollte gerade folgen, als eine grobe Hand meine Schulter packte. Sie zog mich zurück und ich ließ die Koffer, die ich trug, fallen.

„Der Doktor wollte nicht, dass du uns verlässt ohne dich zu verabschieden.", sagte die tiefe Stimme von einem der Muskelprotze und zog mich zurück in die Menschenmenge.

Ich würde nicht nach Jasper schreien. Ich würde ihn nicht zurückkommen lassen um mich zu retten.

Ich würde ihn in Freiheit lassen, während ich meine verloren hatte.

Ich wurde an dem Aufzug vorbeigezogen und in die Lobby geführt, wo Doktor Zelner geduldig auf mich wartete.

„Da sind Sie ja, Mary.", sagte er lächelnd. „Du hast uns solche Sorgen bereitet. Sind Hailey oder Jasper bei dir?"

„Nein, ich bin alleine.", sagte ich. Ich hielt mein Kinn hoch und meine Stimme klang stolz. Ich würde ihm nichts erzählen. Wenn ich es verhindern könnte, würde er nie Hailey oder Jasper finden.

„Ich weiß, dass Sie mit meinem Angestellten eingecheckt haben, Miss Brandon, als versuchen Sie es nochmal."

„Ich weiß nicht, wo Jasper oder Hailey ist.", wiederholte ich und Zelner seufzte.

„Gut, du musst es mir jetzt nicht erzählen. Ich bin sicher, dass du reden wirst, wenn du erst mal wieder in deiner Isolation zurück bist, wie deine Eltern es verordnet haben."

Zelner stand auf und ging aus dem Haupteingang hinaus. Der Mann, der mich festhielt zwang mich ihm zu folgen.

Ich wehrte mich nicht. Je länger wir in dem Hotel bleiben würde, desto höher würde die Chance steigen, dass Jasper auftauchen und versuchen würde mir zu helfen.

Lass mich einfach gehen, Jasper.

Draußen verschwand Doktor Zelner auf die Rückbank eines schwarzen Wagens und ich wurde gezwungen ihm zu folgen. Als ich drinnen war, holte Zelner eine lange Spritze, gefüllt mit einer klaren Flüssigkeit heraus, von der ich abhängig gewesen war.

Nein, ich hatte so hart daran gearbeitet, dass ich es nicht mehr brauchte.

Ich wehrte mich und protestierte, doch er stach mich und die paralysierenden Effekte betäubten mich und machten mich wehrlos.

Auf Wiedersehen, Freiheit.

Das Auto begann zu fahren, weg von der Stadt, weg von Jasper.

Eine Träne rollte an meinem Gesicht herunter, doch Zelner gab vor, es nicht zu beachten, oder vielleicht sah er es wirklich nicht.

Er starrte mit einem triumphierenden Lächeln aus dem Fenster.

Er hatte gewonnen und wir beide wussten das. Er hatte nun keinen Misserfolg mehr.

Er konnte zurück zu meinem Vater gehen und mich wie eine Jagdtrophäe präsentieren. Er würde seinen Job behalten.

Er hatte Glück. In diesem Roman schien alles für den Gauner zu klappen. Was war mit den Happy Ends passiert?

Es schien, als hätte ich meines schon frühzeitig.

Der Prinz kam, hatte mich auf einem weißen Pferd gerettet, nur um wegzureiten und nicht zu sehen, dass ich von dem bösen Magier gefangen wurde.

Ich stellte mir vor, dass ich die schöne Prinzessin in dem wundervollen Kleid war, welche in einen großen Turm gesperrt war. Und Jasper, in einer glänzenden Rüstung und auf einem weißen Pferd unter meinem Fenster, gestand mir seine Liebe, als das Geschrei begann.

Ich blinzelte verwirrt, doch es war uninteressant. Ich konnte noch nicht einmal aus dem Wagen springen, als es stoppte. Ich schloss meine Augen, als Zelner hinausging und jemanden anschrie, er solle sich bewegen.

Vielleicht, wenn ich mich stark genug darauf konzentrierte, konnte ich Jasper vor mir stehen lassen.

Magie und Autos passten nicht zusammen, aber vielleicht Magie und Menschen?

„Alice." Ah, ich wusste, es würde klappen, aber ich kämpfte darum ein Bild seines Gesichts herzustellen. Helles, blondes Haar, welche seine warmen, braunen Augen für meinen Geschmack viel zu oft verdeckten.

Seine Nase war gerade, eine perfekte Linie zu seinem Mund, welcher sich so perfekt an meinen schmiegen konnte, welcher mir meinen Stress nehmen konnte und sanft war.

Sein ganzes Auftreten war ruhig.

„Alice, komm jetzt, wir haben nicht genug Zeit."

Hmm, warum habe ich ihn das sagen lassen?

„Alice, komm schon"
Ich öffnete meine Augen und da stand Jasper breit grinsend an der offenen Tür.

„Jasper?"

Er nickte und streckte seine Hand aus, damit ich sie ergreifen konnte. Ich wollte sie nehmen und nie wieder loslassen, doch dank Doktor Zelner, konnte ich es nicht tun.
„Ich kann nicht."

„Ich bin gekommen, um dich zu retten. Aber wir müssen uns beeilen. Nimm meine Hand, Alice!"

„Aber ich kann nicht, Jasper."

„Mach dir keine Sorgen. Ich kann dich vor ihn beschützen, aber wir müssen jetzt los."

Mein Atem war schwer und die Drogen machten es schwer zu reden, da es erst kurz nach der Injektion war, aber er hörte nicht zu.

„Ich kann nicht, Jasper. Er hat mich gespritzt." Es war, als ob ein leuchtendes Licht über seinem Kopf erschien und er kam weiter in den Wagen um mich hochzuheben. Er trug mich aus dem Auto und in die Nacht hinein.

Die aufgehende Sonne begann den Himmel in rot, pink und orange zu färben, welches ihr baldiges Erscheinen ankündigte.

Ich versuchte meinen Kopf zu drehen, damit ich sehen konnte, was Zelner dazu gebracht hat, aus dem Auto zu steigen, aber ich konnte nicht. Es war seltsam mich wieder daran zu gewöhnen.

Ich hatte mich daran gewöhnt wieder alle meine Muskeln bewegen zu können. Es war nervig, wieder die Kontrolle verloren zu haben.

„Mach dir keine Sorgen, Alice. Ich weiß, wohin wir gehen können."

Und wir liefen wohin ich nicht wusste, ohne Kontrolle über meinen Körper und in den Armen des Mannes, den ich liebte.

Er war vielleicht nicht in einer glänzenden Rüstung, das Auto, in dem er mich absetzte, war auch kein weißes Pferd und das Kleid, welches ich trug, war keiner Prinzessin würdig, doch ich fühlte, wie ich endlich begann mein Happy End zu leben.

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Zwei Tage später überquerten wir die Grenze Kanadas, welche anscheinend schon die ganze Zeit Jaspers Plan gewesen war. Obwohl eine kleine Stadt in der Mitte von Alberta nicht das war, was ich wollte. Ich wollte irgendwo an die Westküste, wie Vancouver. Aber nein, wir steckte in einem kleinen Haus in der Mitte von Nirgendwo fest mitten im Winter, welcher kalt wurde.

Aber ich konnte mich nicht über viel mehr als das Wetter, dem fehlendem Shopping oder der kompletten Isolation des Hauses beschweren. Wie könnte ich, wenn das hieß das Jasper und ich zusammen in dem Haus lebten, während das Wetter kälter wurde, als der Winter hereinbrach. Nein, ich hatte wirklich keinen Grund mich zu beschweren.

Wir saßen auf der Couch, welches wir uns mit dem Haus gekauft hatten. Das bedeutete, dass sie günstig und das Gewebe ein wenig kratzig war, aber die nahe Nähe von Jasper machte alles besser.

Er las ein ledergebundenes Buch, während ich malte.

Ein Feuer knisterte in dem abgenutzten und dreckigen Kamin. Einige Oberflächen waren immer noch staubig. Aber es waren Stellen, die ich nicht erreichen konnte und vergas Jasper darum zu bitten.

Faul kritzelte ich ein Seitenprofil von Jasper, als eine Vision über mich kam. Ich seufzte, legte den Skizzenblock weg und lehnte mich zurück.

Ich legte meinen Kopf auf die Couchlehne, während Jasper meine Hand hielt.

Es war so bequem wie noch nie, als ich in die Zukunft sah.

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„Was habe ich von Ihnen gehört? Sie haben zwei Patienten entkommen lassen?", fragte ein Mann Doktor Zelner, zurück in seinem Büro in Biloxi.

Die Haltung von Doktor Zelner ließ mich darauf schließen, dass der ältere Mann Zelners Chef war. Und sein Gesichtsausdruck war nicht glücklich.

„Es tut mir Leid, Mr. Thomas, aber ich konnte wirklich nichts mehr tun. Ich war auf einer Geschäftsreise, als der Ausbruch geschah und ich versuchte sie wieder einzufangen, aber ich konnte nicht."

Der Mann namens Mr. Thomas schlug mit der Faust auf Zelners Tisch und der Doctor sprang auf.

„Ich will keine Entschuldigungen, Mortimer. Ich habe Ihnen diesen Krankenhausflügel anvertraut und sie haben mich enttäuscht. Ich hätte Sie nie unterstützen sollen.", sagte er enttäuscht.

Zelner erbleichte und begann mit einem Ring an seiner linken Hand zu spielen, welchen ich vorher nie bemerkt hatte.

Es gab eine Mrs. Doktor Mortimer Zelner. Was für ein verrückter Gedanke.

Vielleicht war er nicht wirklich so schlimm, wie ich dachte er wäre es.

Vielleicht war er nur ein normaler Mensch mit einer Familie, welcher nur das tat, was ihm befohlen wurde.

„Sie können mich nicht feuern, Sir. Bitte." Zelner sah so...jämmerlich aus. Es war surreal ihn so zu sehen.

„Ich werde Sie nicht feuern, Mortimer. Aber ich werde sie degradieren. Viel Glück beim nächsten Mal."

Ich betete zu Gott, dass es kein nächstes Mal geben würde.

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Hailey stand in ihrem Hotelzimmer und Tränen begannen ihre Wange hinunter zu rollen. Sie hatte verloren. Und von dem Gesichtsausdruck konnte ich sagen, dass sie sich selbst dafür hasste.

Ich wusste, dass Hailey nie Brett darum beten würde seine Verlobte für sie zu verlassen, weil sie zu nett, zu gut zu erniedrigt war, um das zu tun.

Becky hatte gewonnen.

Es klopfte an der Tür und Hailey wischte ihre Tränen beiseite, bevor sie die Tür öffnete. Ein junger Mann stand an der Tür, wahrscheinlich in unserem Alter, mit sandbraunem Haar und klaren, grauen Augen.

„Miss Hailey?", fragte der Mann und sah nervös aus. Er trug einen Anzug und ich bemerkte schließlich, dass Hailey ein wunderschönes, grünes Kleid trug. Ihr Haar war in einem eleganten Knoten hochgesteckt.

„Ja. Und Sie sind?"

„Ich bin Rebeccas Bruder, Brandon. Ich bin hier um Sie für die Hochzeit abzuholen?" Er stellte den Satz als Frage und Hailey nickte in einer Grimasse.

Ich konnte nicht glauben, dass Hailey tatsächlich die Vereinigung der Liebe ihres Lebens und ihrem Feind mit ansehen wollte.

Sie verließen den Raum und ich folgte ihnen. Ich beobachtete wie Hailey auf den Boden starrte und Brandon sie anguckte.

„Du musst sehr glücklich für deine Schwester sein.", sagte Hailey leise im Aufzug und brach die Stille, welche sich als Stunden zu strecken schien.

Brandon runzelte die Stin.
„Nein, eigentlich nicht wirklich. Wie haben seit Jahren nicht mehr miteinander geredet und dann hat sie angerufen. Sie hat mir gesagt, dass ich zu ihrer Hochzeit kommen kann, solange ich einen besonderen Gast auf den Weg zur Kirche abholen würde. Woher kennst du die Braut und den Bräutigam?"

Hailey seufzte und zögerte ihre Antwort hinaus, in dem sie den Aufzug verließ und vorwärts eilte.

Brandon hielt ein Taxi an und sie stiegen ein. Ich folgte ihnen.

„Brett und ich waren an einem bestimmten Punkt, bevor Becky und er zusammen kamen.", sagte sie und schaute auf ihre Schuhe anstatt auf den wundervollen Mann, welcher sie mit solch einer Intensität anschaute, die Brett nicht gerecht wurde.

„Du scheinst nicht wirklich glücklich darüber zu sein.", kommentierte er und Hailey Mund verzog sich zu einem schiefen Lächeln.

„Scheine ich nicht? Ich bin nicht glücklich dort hin zu gehen zu müssen."

„Warum musst du?"

Hailey seufzte. „Ich weiß nicht. Ich muss masochistisch oder so sein."

„Nun...Wir könnten es vergessen. Vielleicht sollten wir Essen gehen oder so."

Hailey schaute nach oben und ihre Augen trafen seine Grauen. Ein aufrichtiges Lächeln erschien auf ihrem Gesicht.

„Das würde wohl besser sein.", lachte sie. „Bist du sicher, dass es okay für dich ist, die Hochzeit zu verpassen?"

„Das ist mir völlig egal.", versicherte er ihr und sie änderten die Richtung, die sie dem Fahrer angegeben hatten. Sie verfielen in ein angenehmes Schweigen, welches Bände zu sprechen schien.

Hailey hatte vielleicht ihre Chance mit Brett vertan, aber sie schien etwas besseres zu bekommen und ich war so stolz auf sie.

Ihr würde es gut gehen- Da war ich mir sicher. Hailey war stärker, als man annahm.

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Ich öffnete meine Augen und ein breites Lächeln war auf meinem Gesicht zu sehen. Ich fühlte, wie Jaspers Hand meinen Arm hinauf wanderte, über meinen Rücken und wie er mich in eine Umarmung zog.

„Was hast du gesehen?", flüsterte er in mein Ohr und mich durchfuhr ein Schaudern.

„Zelner wurde degradiert und ich denke Hailey wird es gut gehen.", antwortete ich, fuhr mit meinen Fingern durch Jaspers Haar und genoss das Gefühl zu dieser einfachen Bewegung im Stande zu sein.

Dieses Mal musste ich keinen Entzug von den Drogen machen.

Jasper küsste sanft meine Lippen. „Dann ist es perfekt.", sagte er leise und küsste mich dieses Mal härter.

Mein Herzschlag beschleunigte sich. Ich drehte mich und drückte mich selbst mehr an ihn.

Wir hatten schon beschlossen, dass wir nicht weit gehen würde, bevor wir nicht geheiratete hatten.

Es war ein gemeinsames Abkommen. Abe es war wirklich schwer mich daran zu erinnern, wieso wir das beschlossen hatten.

Ich fühlte wie Jaspers Finger in die Nähe der Schnüre auf der Rückseite meines Kleides kamen und mein Atem stoppte.

„Alice, es gibt etwas, was ich dich fragen möchte.", sagte er zwischen zwei Küssen.

„Ja?" Ich seufzte, als seine Lippen in einer Linie zu meinem Nacken wanderten. Plötzlich zog er sich zurück und ich fühlte mich geschockt, als er von meiner Seite verschwand.

Er kniete sich vor mir auf den Boden und nahm sanft meine linke Hand.

„Alice, ich liebe dich so sehr, dass es wehtut. Ich kann mir ein Leben ohne dich nicht vorstellen. Ich würde mein ganzes Leben damit verbringen dich zu beschützen, wenn es meinen würde, dass ich jeden Moment an deiner Seite verbringen dürfte. Alice, möchtest du mich heiraten?"

„Natürlich." Ich war so begeistert. Ich würde Mrs. Jasper Withlock sein. Ich lehnte mich vor und presste meine Lippen auf seine. Ich fühlte wie er mir einen Ring an den vierten Finger steckte- Ich würde nie mehr nackt sein.

Ich schaute hinunter um das Stück Juwel zu bewundern.

„Bald können wir heiraten und wir können wirklich Ehemann und Ehefrau sein.", sagte Jasper leise in mein Ohr und ein Durcheinander von Emotionen überrollten mich.

„Wir müssen einen Priester finden. Jetzt."

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Eine Woche. Es dauerte eine Woche um einen Priester zu finden und ein Ehepaar zu werden. Aber das war es wert zu warten.

Wir haben unsere Gelübde ausgetauscht. Nur wir und der Minister.

Es gab keine Freunde, die uns bei diesem Event zuschauen konnte und keiner unserer Familien konnte wissen, wo wir waren.

Der Bürgermeister war der Zeuge unserer Trauung.

Ich war enttäuscht, dass ich keine Mrs. Withlock wurde. Jasper hatte gesagt, dass es besser wäre unter dem Namen seiner Mutter zu heiraten. Wenn jemand kam und eine Mary Brandon und einen Jasper Withlock suchte, so würde er nur Alice und Jasper Hale finden.

Jasper nahm einen Job in einem Doktor-Büro an und ich wurde eine traditionelle Hausfrau. Ich kaufte Lebensmittel ein und wartete darauf zu gärtnern, wenn der Boden auftaute.

Wir ließen uns nieder und ich war so glücklich darüber eine normale, kanadische Familie zu sein.

Aber um eine normale Hausfrau zu sein, musste ich lernen meine Visionen zu kontrollieren, welches ich mit Feuereifer begann zu versuchen.

Ich erlag nur einmal eine Vision in der Öffentlichkeit, aber ich begann zu lernen wie ich sie zurückhielt, bis ich in unserem eigenen Heim war.

Alles war, wie ich es mir vorgestellt hatte.

Die Prinzessin hatte ihren Prinzen bekommen und lebte glücklich bis an ihr Lebensende in ihrem Palast.

Aber es gab eine kleine, pessimistische Stimme, welche mich daran erinnerte, dass ich mich genau so gefühlt hatte, als ich mit Jasper im Wild Rose Hotel war und Zelner und gefunden hatten.

Aber wir hatten gewonnen.

Die Guten über die Bösen. Und egal, was sich uns in den Weg stellte, ich würde immer sehen können, dass wir den Sieg im Kampf davontragen würde.

Ich würde nie mehr in der Dunkelheit sagen.

I would be in the dark no more.