Huhu!
Ja, ich weiß, ich bin echt spät dran...
aber wie ich schon in meinen anderen Storys angekündigt habe, beginnt nächste Woche meine Klausurphase und da heißt es: Lernen, Lernen, Lernen...seufz
versprech also nicht, wann das nächste Chap kommt...
jetzt aber erstmal danke für die lieben Kommis von: Sweet Fay, Salazar Azrael Slytherin, KleineSchwesterOrion, Dschingis, Minnilein und geli-chan!
Danke fürs Warten! euch umknuddel
Viel Spaß beim Lesen!
Ein klärendes Gespräch
Wieder in Slytherin Manor angekommen, schloss Severus seinen Liebsten sofort in die Arme.
Er wusste, dass es nicht leicht für ihn gewesen war, den Tod der Person mitanzusehen, die man bis vor einigen Tagen selbst noch gewesen war. Dankbar ließ Tigris sich in die Umarmung fallen und sog den frischen Geruch nach Kräutern tief in sich auf. Als er sich wieder beruhigt hatte, löste er sich sanft von Sev und lächelte ihn dankbar an.
"Geht's wieder?", wollte Tom behutsam wissen und legte seinem Sohn eine Hand auf die Schulter.
Der Jüngste nickte leicht und sie machten sich auf den Weg zum Salon, in dem ihr 'Schauspieler' und dessen Eltern sie schon erwarteten.
Nun hatten sie wohl eine Menge zu erklären; die Geheimniskrämerei war nun vorbei.
...VvVvVvV...
Das Oberhaupt der Familie Malfoy saß mit seiner Frau und seinem Sohn im Salon ihres Meisters und war tief in Gedanken versunken.
Warum nur, hatte der Dunkle Lord am heutigen Morgen so einen seltsamen Auftrag für seinen Sohn gehabt?
Warum sollte Draco sich als Potter ausgeben?
Warum sollte er seinen Tod vortäuschen?
Und WARUM wusste ER, als Voldemorts angeblich rechte Hand, nicht, worum es ging!
Lucius schnaubte frustriert, als ihm klar wurde, dass schon seit dem Sommer irgendetwas anders war. Sein Meister und Severus hingen die ganze Zeit zusammen und hatten irgendein Geheimnis. Waren die Beiden etwa...!
Nein! Das war doch nicht möglich, oder! Aber es würde so einiges erklären.
In diesem Moment wurde die Salontür geöffnet und der blonde Todesser somit aus seinen Gedanken gerissen.
Der Dunkle Lord, Severus Snape und ein, ihm unbekannter Junge betraten den Raum und nickten ihnen grüßend zu, ehe sie sich zu ihnen setzten.
"Lucius, Narcissa, Draco, ich glaube, wir haben euch eine Menge zu erzählen. Aber bevor wir damit anfangen, möchten wir dir noch einmal danken, Draco. Du hast uns mit dieser Aktion vorhin sehr geholfen.", sagte Tom ruhig.
Der Malfoyspross nickte daraufhin nur schweigend. Er wollte unbedingt wissen, um was es überhaupt ging und wer der andere Junge war, schließlich war er ja vorhin in ihn gerannt.
"Meister, darf ich fragen, wer dieser junge Mann an Ihrer Seite ist?", fragte Lucius.
Tom sah ihn fast schon tadelnd an, ehe er sagte:
"Lucius, wir sind unter uns, also nennt mich gefälligst Tom. Wie oft soll ich dir das denn noch sagen, hmm?"
Der Blonde zuckte daraufhin nur etwas verunglückt lächelnd mit den Schultern. Er vergaß das wirklich immer wieder.
"Nun, um zu deiner Frage zurück zu kommen; dieser junge Mann hier, ist Tigris Slytherin, mein Sohn."
Sofort waren die Malfoys still und starrten Tigris ungläubig an. Dieser fühlte sich unter diesen durchdringenden Blicken nicht gerade wohl und rückte daher etwas näher an Severus, der ihm beruhigend eine Hand auf die Schulter legte und sie leicht drückte.
"Dein... dein Sohn... aber wie...?", stammelte Lucius vollkommen überrascht.
Tom schmunzelte; es war doch immer wieder amüsant, den stolzen Mann vor sich in Erstaunen zu versetzen. Erklärend sagte er:
"Ihr müsst nur soviel wissen, dass ich früher einmal gebunden war und daraus ein Kind entstand; Tigris. Allerdings hat Dumbledore es geschafft, meine Frau zu töten, und mich glauben zu lassen, mein Sohn wäre ebenfalls tot. In Wahrheit hat der Alte ihn nur zu einem frisch verheirateten Paar gebracht, das kurz zuvor ihr Kind verloren hatte, und Tigris als ihren Sohn ausgegeben. Ca. ein Jahr später habe ich dann genau dieses Paar angegriffen und nur das Kind überlebte, während ich mich geschwächt zurückzog. Heute wissen wir, dass ihm der Todesfluch nichts anhaben konnte, weil er ein Slytherin ist. Im letzten Sommer habe ich die Wahrheit dann durch Zufall herausgefunden und ihn von seinen Verwandten weggeholt."
Von den Vergewaltigungen und den Misshandlungen mussten sie nichts wissen, dachte der Dunkle Lord bei sich.
"Das... das heißt ja... oh, Salazar.", hauchte Draco völlig fassungslos, während er wieder den Sohn von Tom anstarrte.
Seine Eltern taten es ihm nach.
"Harry Potter?", fragte Narcissa schließlich leise.
Tigris nickte nur stumm und sah auf seine Hände. Das alles hier, war ihm wirklich mehr als unangenehm. Und Severus spührte das.
"Starrt ihn nicht so an!", fauchte er daher und nahm den Kleineren mit einer beschützenden Geste in den Arm.
Das wiederum führte dazu, dass ihn die Malfoys verblüfft ansahen. Was ja auch kein Wunder war; bedachte man, dass der Junge früher einmal Harry Potter und der Hassschüler des ehemaligen Slytherin gewesen war. Und eben dieser Junge kuschelte sich gerade an eben diesen ehemaligen Slytherin!
Hatten sie vielleicht irgendetwas verpasst?
Tom stand auf und trat ans Fenster, beobachtete die Anderen aber weiterhin. Aus den Augenwinkeln bemerkte er, dass sich der Himmel langsam verdunkelte; aber es war schließlich Mitte Dezember und es wurde schnell dunkel, also achtete er nicht weiter darauf.
"Warum habt ihr es denn so aussehen lassen, als wäre Harry Potter tot? Was habt ihr davon, wenn es ihn doch sowieso nie wirklich gegeben hat?", mischte Narcissa sich wieder ein.
Im Gegensatz zu ihren beiden Männern, behielt sie meist einen kühlen Kopf, selbst in so seltsamen Situationen wie in diesem Moment. Tigris schien sich wieder ein wenig beruhigt zu haben, denn er richtete sich nun etwas auf und sah sie freundlich an.
"Ich habe vor, nach den Weihnachtsferien zurück nach Hogwarts zu gehen, aber als Tigris Slytherin! Es wäre aufgefallen, wäre Harry Potter verschwunden und ich aufgetaucht; man hätte Fragen gestellt. Aber jetzt sieht es für alle so aus, als wäre er gestorben und das vor vielen Zeugen und ich war auch dabei. Man hat uns somit zur gleichen Zeit am selben Ort gesehen; man wird mich also nicht verdächtigen."
Die blonde Frau nickte und deutete dem Jüngeren mit einer Handbewegung an, fortzufahren.
"Um unseren Plan durchzuführen, brauchten wir allerdings einen sehr guten Schauspieler, dem wir gleichzeitig auch noch vertrauen konnten. Nun ja, mir ist dafür nur Draco Malfoy eingefallen. Dad und Severus waren einverstanden und den Rest kennt ihr ja. Sev hat Draco einen Vielsafttrank mit einem meiner Haare als Harry Potter gegeben und sollte dann später in die Nokturngasse kommen."
Die Malfoys nickten, doch Draco runzelte leicht die Stirn; offenbar hatte er noch eine Frage.
"Was war das eigentlich für ein Trank, den ich auch noch schlucken musste? Und wie bin ich so plötzlich wieder hier gewesen?"
Diesmal antwortete Severus, schließlich waren Zaubertränke seine Spezialität.
"Der Trank hat dafür gesorgt, dass die ganzen Wunden an deinem Körper und auch die Verletzungen vollkommen echt erscheinen. Ihr habt ja gesehen, dass nicht einmal der Heiler etwas bemerkt hat. Und das, was dich hierher gebracht hat, war ein sogenanntes Phönix-Feuer. Uralte Magie, von der nur noch sehr wenige Leute wissen, geschweige denn sie beherrschen. Tom und ich haben sie Tigris im Sommer beigebracht, aber sie ist sehr anstrengend und schwierig zu erlernen."
"Habt ihr den Jungen denn schon in Hogwarts angemeldet? Bei dem Nachnamen Slytherin dürfte der Alte doch wohl misstrauisch werden und Riddle ist auch nicht wirklich besser.", fragend sah Lucius den Dunklen Lord an.
"Darüber haben wir gestern auch schon nachgedacht und sind zu der Lösung gekommen, Tigris als Severus' Sohn auszugeben; er heißt dann in Hogwarts also Tigris Snape. Aber nein, wir haben ihn noch nicht angemeldet, das müssen wir noch tun. Wollt ihr das morgen machen, Tigris? Dann haben wir es hinter uns."
Der Sohn des dunklen Lords und dessen Freund sahen sich kurz an und nickten dann synchron. Es stimmte, was Tom gesagt hatte; je früher sie es taten, umso eher hatten sie es hinter sich.
Fröhlich kicherte Tigris:
"Dann wollen wir den Alten morgen doch mal so richtig schön schocken."
Verwirrt sahen die Anwesenden ihn an. Warum war er denn auf einmal so fröhlich? Gerade eben hatte er sich doch noch ziemlich unwohl gefühlt.
Das konnte doch nicht nur daran liegen, dass er sich darauf freute, Dumbledore eins auszuwischen!
Ahnungslos zuckten die Fünf mit den Schultern und Lucius griff das vorherige Thema wieder auf.
"Habt ihr denn schon eine plausible Erklärung dafür, dass dein 'Sohn' plötzlich wieder auftaucht, Severus? Der Alte wird schnell misstrauisch und wird das sicherlich im Ministerium nachprüfen lassen, das weißt du."
Die beiden Verliebten sahen sich nun etwas ratlos an, aber Tom erklärte unbekümmert:
"Darum hab ich mich heute morgen schon gekümmert, bevor wir in die Winkelgasse aufgebrochen sind. Offiziel und vollkommen hieb- und stichfest, war Severus nun vor 20 Jahren verheiratet. Da es seiner Frau aber dann wegen des Krieges und Severus' Spionagetätigkeiten zu brenzlig wurde, hat sie sich mit dem gemeinsamen Sohn vor etwa 15 Jahren aus dem Staub gemacht. Sie sind nach Europa geflohen; der Junge war damals knapp 2 Jahre alt. Weil du dich deswegen geschämt hast, Severus, hast du nie auch nur ein Sterbenswörtchen über deine Familie verloren. Leider ist deine Frau vor einigen Tagen ums Leben gekommen und dein Sohn lebt nun bei dir. Tja, es lohnt sich wirklich, so viele loyale Leute im Ministerium sitzen zu haben."
Er lachte leise, während Severus ihn verblüfft ansah. Davon hatte sein alter Freund aber nichts erwähnt. Er liebte seine kleinen Geheimnisse eben.
"Und für die Feinheiten; dein Sohn ist knapp 17 Jahre alt, geht aber in die 6. Klasse. Natürlich wird er den Hut dann noch einmal aufsetzen; mein bzw. dein Sohn kann ja schließlich nicht nach Gryffindor gehen. Er kann perfektes Englisch, weil seine Mutter immer nur in dieser Sprache mit ihm geredet hat. Da er aber in Frankreich aufgewachsen ist, kann er diese Sprache natürlich ebenfalls perfekt.", schloss er grinsend.
Gleichzeitig hob er seinen Zauberstab, richtete ihn auf Tigris und führte ein paar kompliziert aussehende Bewegungen aus, ehe ein bläuliches Licht auf seinen Sohn zuschoss und diesen für einige Sekunden einhüllte. Als es wieder verschwand, konnte er keine Veränderung an sich feststellen und sah deswegen fragend zu seinem Vater.
"Das war ein alter
schwarzmagischer Zauber; sagen wir es einmal so, nun kannst du
wirklich ein perfektes Französisch. Und nun lasst uns etwas
Essen gehen, ich habe Hunger und ihr bestimmt auch."
Kichernd
erhob Tigris sich und die Anderen machten es ihm nach, allerdings
ohne dabei zu kichern. Wieder sahen sie den Schwarzhaarigen
verwundert an; anscheinend ging es mit seiner Laune rapide bergauf.
Die Erwachsenen gingen schon mal etwas schneller vor, während die beiden Jungen ihnen etwas langsamer folgten. Sie beide wollten nicht länger die alte Feindschaft aufrecht erhalten, wussten aber nicht recht wie sie den ersten Schritt tun sollten. Schließlich blieb Draco stehen und sah den Sohn seinen Meisters freundlich an.
"Ich möchte mich bei dir dafür entschuldigen, dass ich in den letzten Jahren so fies zu dir war und dich immer geärgert habe. Ich weiß nicht; sollen wir nochmal von vorne anfangen? Freunde?"
Damit hielt er ihm seine ausgestreckte Hand entgegen und sah ihn erwartungsvoll an.
Tigris ließ ihn noch ein paar Sekunden zappeln, schlug dann aber ein und sagte lächelnd:
"Freunde!"
Erleichtert das nun endlich geklärt zu haben, sahen sie sich an und gingen dann weiter. Neugierig fragte Draco:
"Sag mal, du und Onkel Sev..."
"Onkel Sev?", fragte der Schwarzhaarige überrascht.
"Ja, er ist mein Patenonkel, das sollte in der Schule allerdings niemand wissen.", erklärte der Slytherin rasch.
Plötzlich fiel Tigris etwas ein und er lachte laut auf. Auf Dracos fragenden Blick hin, erklärte er, immer noch kichernd:
Als ich im Sommer hierher kam, hatte ich nichts zum anziehen und Severus hat mir daraufhin ein paar Klamotten gebracht. Er sagte damals, sie hätten mal seinem Patensohn gehört, allerdings wären sie ihm mittlerweile zu klein."
Nun musste auch der Blonde leicht schmunzeln, kam dann aber wieder auf seine ursprüngliche Frage zurück.
"Also, was ich eigentlich wissen wollte; du und Onkel Sev seid ihr... naja, also...", druckste er verlegen herum.
Unschuldig grinsend, fragte Tigris:
"Sind wir was?"
Empört fuhr Draco auf, fragte dann aber flüsternd:
"Naja, seid ihr... zusammen? So richtig, mein ich."
Glücklich lächelte der Schwarzhaarige und erwiderte:
"Ja, das sind wir. Ich liebe ihn und er liebt mich."
Der Blonde nickte und grinste dann unvermittelt dreckig.
"Habt ihr denn schon miteinander geschlafen?"
Sofort legte sich ein Schatten über das Gesicht des Schwarzhaarigen und Draco wusste, er hätte das nicht fragen sollen. Leise sagte er:
"Entschuldige. Das geht mich ja eigentlich überhaupt nichts an. Vergiss die Frage wieder, okay?"
Seufzend nickte Tigris, fand aber innhalb von wenigen Augenblicken seine gute Laune wieder. Offenbar nahm er es dem Anderen nicht übel, dass er gefragt hatte. Endlich kamen sie im Salon an, in dem die Erwachsenen schon auf sie warteten.
"Wo bleibt ihr denn? Wir verhungern hier ja noch.", rief Tom ihnen entgegen.
Die Jungs beeilten sich und setzten sich auf die einzigen freien Plätze, die noch da waren. Kaum das sie saßen, erschien auch schon das Essen und sie fingen an.
Irgendwann fragte Narcissa dann, wie das denn nun eigentlich nach den Sommerferien abgelaufen war und Severus und der Dunkle Lord erzählten abwechselnd. Nur Tigris blieb still und rutschte unruhig auf seinem Platz hin und her.
Er fühlte sich komisch; ganz so, als würde er gleich vor Glück platzen, obwohl es dafür doch eigentlich keinen Grund gab. Gut, er hatte eine Familie und Sev, außerdem einen neuen Freund, aber er fühlte, dass dies nicht der Grund für seine plötzlichen Gefühle war.
Der Tränkemeister bemerkte schließlich, das mit ihm etwas nicht stimmte und fragte besorgt:
"Schatz, ist alles in
Ordnung?"
Dadurch wurden nun auch die Anderen auf ihn
aufmerksam und er sagte unsicher:
"Ich weiß nicht, ich fühl mich so komisch."
Severus wollte ihn gerade noch etwas fragen, als es plötzlich draußen anfing zu regnen. Er und Tom sahen hinaus und wussten auf einmal, was mit Tigris los war. Ein Gewitter!
Auch Draco schien etwas zu ahnen; schließlich war er in Hogwarts live dabei gewesen. Ein leises "Oh oh." kam über seine Lippen. Narcissa und Lucius sahen sich währenddessen ratlos an.
Und Tigris?
Nun, Tigris stand so plötzlich auf und lief zum Fenster, dass die Anderen vor Schreck zusammenzuckten. Bevor jemand von ihnen reagieren konnte, riss der Schwarzhaarige eines der Fenster weit auf und sprang einfach hinaus!
Mit einem Aufschrei (sie befanden sich immerhin im 3. Stock!) stürzten Tom und Severus zum offenen Fenster, beugten sich weit hinaus und rissen ihre Augen entsetzt auf, als sie Tigris erblickten...
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Tja...
ich hab heut wirklich meinen fiesen Tag und hör an so einer Stelle auf...muhahaha
wie immer: Kommis fördern die Schreiblust!
bye, wölfin
